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Die
Erfindung bezieht sich auf einen Klemmenkasten. Im Stand der Technik
ist es üblich,
elektrischen Maschinen die jeweiligen Zuführleitungen mit Hilfe von Anschlussklemmen
zuzuführen.
Zu diesem Zweck ist an diesen elektrischen Maschinen des öfteren ein
sogenannter Klemmenkasten vorgesehen, durch welchen hindurch die
Zuführungsleitung geschoben
wird, um anschließend
mit einem an der elektrischen Maschine vorgesehenen Anschluss verbunden
zu werden. Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf elektrische
Motoren, wie beispielsweise Drehstrommotoren beschrieben, an welche
Stromzuführungskabel
angeschlossen sind, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die
Erfindung auch für
andere elektrische Maschinen Anwendung finden kann.
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Dabei
werden derartige Klemmenkästen
in genau definierter Weise an der elektrischen Maschine angeordnet
und damit tritt das Anschlusskabel ebenso in einer genau definierten
Richtung aus dem Klemmenkasten aus. Oftmals ist es jedoch gewünscht, die
Kabelabgangsrichtung zu verändern, was
insbesondere auch auf die Umgebung der betreffenden Maschine ankommt.
Eine Möglichkeit
bestünde
darin, den Klemmenkasten abzunehmen und in einer neuen Stellung
wieder aufzusetzen. Durch ein derartiges kundenseitiges Drehen der
Klemmenkästen
kann es jedoch zu einer Gefährdung
der Schutzklasse der Motoren kommen, da nicht in jedem Fall sichergestellt
ist, dass die Dichtungen des Klemmenkastens nach dem Drehen weiterhin
ausreichend dichten. Weiterhin sind durch eine derartige Vorgehensweise üblicherweise
die möglichen
Abgangsrichtungen auf 4 × 90° begrenzt.
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Ein übermäßig starkes
Biegen der Stromführungsleitungen
ist ebenfalls nicht möglich,
da diese eine Dicke aufweisen, welche nur einen bestimmten Minimalkrümmungsradius
zulässt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Klemmenkasten
zur Verfügung
zu stellen, der variable Abgangsrichtungen ermöglicht, ohne dass bei einer Änderung
der Abgangsrichtung die Schutzklasse des Klemmenkastens verändert wird.
Daneben soll die Abgangsrichtung von Stromzuführungskabeln oder anderen Kabeln
einfach und ohne technisches Vorwissen geändert werden können. Insbesondere sollen
die Dichtflächen
eines Klemmenkastens bei einer Änderung
der Abgangsrichtung erhalten bzw. versiegelt bleiben. Vorteilhaft
sollen auch noch die Möglichkeiten
von unterschiedlichen Abgangsrichtungen verändert werden können.
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Dies
wird erfindungsgemäß durch
einen Klemmenkasten nach Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen
und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Ein
erfindungsgemäßer Klemmenkasten
zur Führung
von an einer elektrischen Maschine angeschlossenen Leitungen weist
eine geschlossene Deckelfläche
und wenigstens drei an dieser Deckelfläche angeordnete Seitenflächen auf,
wobei diese Seitenflächen
gegenüber
der Deckelfläche
geneigt sind und wobei wenigstens eine dieser Seitenflächen eine Durchführungsöffnung zum
Durchführen
einer elektrischen Leitung aufweist. Daneben ist eine der Deckelfläche gegenüberliegende Öffnung vorgesehen, um
einen Klemmenanschluss in den Klemmenkasten einzuführen und
ein Befestigungsabschnitt, um den Klemmenkasten an der elektrischen
Maschine anzuordnen. Erfindungsgemäß weist der Klemmenkasten Mittel
auf, um die Maschine in die Richtung, in der die elektrische Leitung
in den Klemmenkasten eingeführt wird,
zu ändern.
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Genauer
gesagt, bewirken die Mittel, dass die Position derjenigen Durchgangsöffnung,
durch welche hindurch die elektrische Leitung geführt wird, verändert wird.
Um diese Änderung
zu bewirken, werden erfindungsgemäß zwei grundlegende Konzepte
vorgeschlagen. Bei einem Konzept wird die geometrische Position
einer bestimmten Durchgangsöffnung
verändert,
bei dem anderen Konzept wird zum Durchführen der Leitung eine andere
Durchgangsöffnung
verwendet.
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Durch
den Klemmenkasten soll der Klemmenanschluss vollständig abgedeckt
werden und darüber
hinaus eine Abdichtung erreicht werden. Vorzugsweise sind an der
Deckelfläche
vier Seitenflächen
angeordnet, die sich besonders bevorzugt im Wesentlichen senkrecht
bezüglich
dieser Deckelfläche
erstrecken. Dabei sind in einer Ausführungsform diese Seitenflächen einteilig
mit der Deckelfläche ausgebildet,
bevorzugt sind jedoch die Deckelfläche und die Seitenflächen trennbar
ausgeführt.
Durch die Durchgangsöffnung
hindurch wird eine elektrische Leitung in den Klemmenkasten eingeführt und
anschließend
mit dem Klemmenanschluss verbunden.
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Besonders
bevorzugt handelt es sich bei der Durchführungsöffnung um eine geschlossene Öffnung,
es wäre
jedoch auch möglich,
dass diese einen offenen Rand aufweist und auf diese Weise die elektrische
Leitung auch seitlich in die Öffnung
eingeführt werden
kann.
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Die
der Deckelfläche
gegenüberliegende Öffnung kann
dadurch definiert sein, dass an der gegenüberliegenden Seite bezüglich der
Deckelfläche kein
Material vorhanden ist, es wäre
jedoch auch möglich,
dass eine beispielsweise kreisrunde Öffnung ausgebildet ist, durch
die hindurch die Anschlussklemme geführt wird. Vorzugsweise sind auch
jeweils zwei Seitenflächen
parallel zueinander.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfassen die Mittel,
um die Richtung, in der die elektrische Leitung in den Klemmenkasten eingeführt wird,
zu ändern,
eine der Deckelfläche
gegenüberliegende
Bodenplatte, wobei die der Deckelfläche gegenüberliegende Öffnung in
dieser Bodenplatte angeordnet ist. Bevorzugt ist dabei diese Bodenplatte
an den Seitenflächen
angeordnet und besonders bevorzugt einteilig mit diesen ausgeführt.
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Dabei
ist in dieser Ausführungsform
diese Bodenplatte gleichzeitig der Befestigungsabschnitt und über die
Bodenplatte wird der gesamte Klemmenkasten an der Maschine befestigt.
Unter Platten werden damit auch Abschnitte mit größeren Öffnungen
verstanden.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist an der der elektrischen
Maschine zugewandten Fläche
eine Dichtungseinrichtung angeordnet. Bei dieser Dichtungseinrichtung
handelt es sich besonders bevorzugt um einen O-Ring, der die Öffnung in
der Bodenplatte umgibt. Dieser O-Ring wirkt bei einem Anpressen
des Klemmenkastens an die Maschine bzw. an eine Zwischenplatte der
Maschine als Dichtungsmittel. Bei dieser Ausführungsform ist es möglich, dass
die Befestigung des Klemmenkastens gegenüber der Maschine gelockert
bzw. gelöst wird,
anschließend
das Gehäuse
um einen definierten Winkelbereich gedreht wird und anschließend die Befestigung
wieder gesichert wird.
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Es
wäre jedoch
auch möglich,
dass die Dichtungseinrichtung nicht an der Bodenplatte sondern an
der elektrischen Maschine bzw. an einer Zwischenplatte, die wiederum
an der Maschine angeordnet ist, eingebaut ist. Auch wäre es möglich, mehrere derartiger
Dichtungseinrichtungen vorzusehen.
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Der
Klemmenkasten bzw. die Bodenplatte des Klemmenkastens weist besonders
bevorzugt einen kreisrunden Ausschnitt auf, der eine im Wesentlichen
ringförmige
Dichtung aufnimmt. Damit kann, wie gesagt diese Dichtung gegen das
Maschinengehäuse
oder eine fest mit dem Maschinengehäuse verbundene Zwischenplatte
wirken.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Bodenplatte
eine Vielzahl von Bohrungen zum Durchführen von Schraubkörpern auf,
wobei diese Bohrungen in einer Umfangsrichtung des Klemmenkastens
bevorzugt jeweils gleich weit beabstandet sind. Entsprechend kann
auch in einem Gehäuse
der elektrischen Maschine bzw. in der Zwischenplatte eine Vielzahl
von Gewindebohrungen vorgesehen sein und dabei sind auch diese Gewindebohrungen
kreisförmig
und in jeweilig gleichem Abstand angebracht. Genauer gesagt wäre es beispielsweise
möglich,
Bohrungen vorzusehen, so dass der Klemmenkasten insgesamt um 360°/N gedreht
werden kann. Falls beispielsweise 8 Bohrungen vorgesehen sind, kann
der Klemmenkasten um 360°/8,
d. h. jeweils um 45° gedreht
und anschließend
mit einzelnen Schrauben, die jeweils in die Gewindebohrungen eingeschraubt
werden, fixiert werden.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Bohrungen
auch bezüglich
eines geometrischen Drehpunkts des Klemmenkastens jeweils gleichweit
beabstandet. Auf diese Weise ist es möglich, den Klemmenkasten in
den vorgegebenen Winkelstellungen jeweils anzuordnen.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist wenigstens ein
Sicherungsmittel vorgesehen, welches den Klemmenkasten selbständig an der
elektrischen Maschine hält.
Dieses Sicherungsmittel dient dazu, dass, wenn der Klemmenkasten gedreht
werden soll, dennoch verhindert wird, dass dieser sich vollständig löst.
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Unter
einem selbständigen
Halten wird dabei verstanden, dass die genannten Sicherungsmittel
in der Lage sind, den Klemmenkasten an der elektrischen Maschine
bzw. einer Zwischenplatte zu halten, selbst wenn die eigentlichen
Befestigungsmittel in Form von Schrauben gelöst sind. Diese Sicherungsmittel
geben damit dem Klemmenkasten einen provisorischen Halt, so dass
beispielsweise ein Drehen des Klemmenkastens möglich ist, sich dieser jedoch nicht
vollständig
von der Maschine lösen
kann. Damit bewirken diese Sicherungsmittel, dass, wenn der Befestigungsabschnitt
gelöst
und anschließend
der Klemmenkasten gedreht wird, hierdurch die Schutzklasse des Klemmenkastens
nicht gefährdet
wird. Bevorzugt handelt es sich bei den Sicherungsmitteln um solche
Mittel, die zwar eine Rotationsbewegung des Klemmenkastens gegenüber der
Maschine zulassen, jedoch keine oder nur eine beschränkte translatorische
Bewegung.
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Bevorzugt
handelt es sich bei dem Sicherungsmittel um Sicherungsbolzen, genauer
gesagt wenigstens um 3 Sicherungsbolzen, die ebenfalls besonders
bevorzugt in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt sind. Diese Sicherungsbolzen
stellen sicher, dass der Klemmenkasten nur gedreht, nicht aber vollständig abgehoben
werden kann. Dadurch wird sichergestellt, dass die Dichtungseinrichtung
durch beispielsweise kundenseitiges Drehen des Klemmenkastens nicht
beschädigt
oder vergessen wird. Auf diese Weise kann nach dem Fixieren des
Klemmenkastens durch die erwähnten
Schraubkörper
die Schutzart bzw. Schutzklasse erhalten bleiben. Vorzugsweise greifen
die Sicherungsmittel an der Bodenplatte an und wenigstens ein Abschnitt
dieser Sicherungsmittel hintergreift diese Bodenplatte. So können die
Sicherungsmittel beispielsweise einen Kopf oder dergleichen aufweisen,
dessen Umfangsrand auf der Bodenplatte aufliegt.
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Mit
den erwähnten
Sicherungsmitteln kann der Klemmenkasten ohne zusätzliche
bzw. weitere Hilfsmittel gehalten werden.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Klemmenkasten
einen fest an der elektrischen Maschine anordenbaren Sicherungsring
auf, der den Klemmenkasten drehbar an der elektrischen Maschine
befestigt. Dabei ist es möglich,
dass dieser Fixierring eine radial nach außen weisende Stufe aufweist,
die wiederum mit einer entsprechend angepassten Stufe der Öffnung der Bodenplatte
zusammenwirkt. Es sind jedoch auch andere Arten des Zusammenwirkens
möglich,
so können
auch mehrere radial nach außen
weisende Vorsprünge
vorgesehen sein, die mit entsprechend angepassten Gegenstücken der
Bodenplatte zusammenwirken. Bei dieser Ausführungsform stellt damit der
Sicherungsring das Sicherungsmittel dar.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist auch der Sicherungsring
eine Vielzahl von Bohrungen zum Durchführen von Schraubkörpern auf.
Genauer gesagt ist es möglich,
den Sicherungsring an dem Gehäuse
der Maschine bzw. an einer Zwischenplatte anzuordnen.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weisen wenigstens
zwei Seitenflächen Durchgangsöffnungen
zum Durchführen
von elektrischen Leitungen auf. Bei dieser Ausführungsform ist es möglich, die
Position des Klemmenkastens an dem Gehäuse der Maschine beizubehalten,
gleichzeitig können
die elektrischen Leitungen von wenigstens zwei unterschiedlichen
Richtungen her in den Klemmenkasten eingeführt werden. Bevorzugt weisen
alle vier Seitenflächen
Durchgangsöffnungen zum
Durchführen
von elektrischen Leitungen auf. Es ist bevorzugt wenigstens ein
gedichteter Verschlusskörper
und besonders bevorzugt ist eine Vielzahl von Verschlusskörpern vorgesehen,
die die einzelnen Durchgangsöffnungen
in den Seitenöffnungen,
durch welche hindurch keine elektrische Leitung geführt wird,
verschließt.
Bei diesen Verschlusskörpern
handelt es sich besonders bevorzugt um Stopfen, die an ihrer Umfangsfläche ein
Dichtmittel wie einen O-Ring aufweisen.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist an wenigstens
einer der Seitenflächen ein
Anguss angeordnet, der ebenfalls eine Durchgangsöffnung aufweist. Bevorzugt
handelt es sich auch hier um eine geschlossene Durchgangsöffnung.
Hierbei ist zu beachten, dass das Material des Klemmenkastens und
damit der Seitenfläche
unter Umständen
keine ausreichende Stärke
aufweist, um die jeweiligen Leitungen sicher und stabil aufnehmen zu
können.
Zu diesem Zweck ist an den Seitenflächen der Anguss angeordnet,
der einen stabilen Halt der Leitungen ermöglicht. Besonders bevorzugt
weist dieser Anguss ein Innengewinde auf, um einen Teil der Leitungen
bzw. eine Buchse oder dergleichen der Leitung in diese Durchgangsöffnung einschrauben zu
können.
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Die
vorliegende Erfindung ist weiterhin auf eine elektrische Maschine
mit einem Klemmenkasten der oben beschriebenen Art gerichtet. Vorteilhafterweise
weist die elektrische Maschine eine Zwischenplatte auf, an der der
Klemmenkasten befestigbar ist. Diese Zwischenplatte weist besonders
bevorzugt eine Vielzahl von Bohrungen auf, wobei diese Bohrungen
vorteilhaft gleich beabstandet sind. Daneben können die Bohrungen auch versiegelt
sein.
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Weitere
Vorteile und Ausführungsformen
ergeben sich aus den beigefügten
Zeichnungen.
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Darin
zeigen:
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1a Eine
Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Klemmenkastens in einer
ersten Ausführungsform;
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1b eine
Draufsicht auf den Klemmenkasten aus 1a;
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1c eine
perspektivische Ansicht des Klemmenkastens aus 1a;
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2a eine
Seitenansicht eines Klemmenkastens in einer zweiten Ausführungsform;
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2b eine
Draufsicht auf den Klemmenkasten aus 2a;
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2c eine
perspektivische Ansicht des Klemmenkastens aus 2a;
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2d eine Detailansicht des Klemmenkastens
aus 2a;
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3a eine
Draufsicht auf einen Klemmenkasten in einer dritten Ausführungsform;
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3b eine
Seitenansicht des Klemmenkastens entlang der Linien B-B aus 3a;
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3c eine
weitere Seitenansicht des Klemmenkastens aus 3a;
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3d eine
Draufsicht von unten auf den Klemmenkasten aus 3a;
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3e eine
perspektivische Ansicht des Klemmenkastens aus 3a;
und
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3f eine
Detailansicht entlang der Linie C-C aus 3a.
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1a zeigt
einen Klemmenkasten 1 in einer ersten Ausführungsform.
Dieser Klemmenkasten 1 weist vier Seitenflächen auf,
von denen jedoch in 1a lediglich die sich gegenüberliegenden
Seitenflächen 6a und 6c gezeigt
sind. In der Seitenfläche 6a befinden
sich Durchgangsöffnungen 2 (nicht
im Detail gezeigt), die hier jedoch durch einen Verschlusskörper 2a verschlossen
sind. Durch diese Durchgangsöffnung
können
(nicht gezeigte) elektrische Leitungen von außen in das innere des Klemmenkastens 1 geführt werden
und dort beispielsweise an einem Klemmenanschluss 10 angeschlossen
werden.
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Der
Klemmenkasten 1 ist in seiner Gesamtheit an einer (nicht
gezeigten) elektrischen Maschine bzw. einer Zwischenplatte 50 dieser
elektrischen Maschine angeordnet. Zu diesem Zweck weist der Klemmenkasten 1 eine
Bodenplatte 22 auf, die mittels Schrauben 36 an
der Zwischenplatte 50 befestigt ist. Weiterhin ist in der
Bodenplatte 22 eine umlaufende Dichtungseinrichtung 26 wie
ein O-Ring vorgesehen, der die Bodenplatte 22 und damit
den Klemmenkasten 1 gegenüber der Zwischenplatte 50 abdichtet. Die
Bodenplatte 22 ist, wie aus 1a ersichtlich, einteilig
mit den Seitenwänden 6a–6d ausgebildet. Das
Bezugszeichen 4 bezieht sich auf eine Deckelfläche, die
den Klemmenkasten 1 abdeckt. Dabei ist es möglich, diese
Deckelfläche 4 mittels
weiterer Schrauben an den Seitenflächen 6a–6d an zuschrauben.
Weiterhin kann ein Dichtmittel 5 vorgesehen sein, welches
die Deckelfläche 4 gegenüber den
Seitenwänden 6a–6d abdichtet.
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1b zeigt
eine Draufsicht von unten auf den Klemmenkasten aus 1a.
Man erkennt, dass bei dieser Ausführungsform nur in der Seitenwand 6a zwei Öffnungen
vorgesehen sind und in den anderen Seitenwänden keine Öffnungen angeordnet sind. An der
Seitenfläche 6a ist
ein Anguss 16 angeordnet, der ebenfalls runde Öffnungen
aufweist, um eine Leitung hindurchführen zu können. Diese Öffnungen weisen
bevorzugt ein Innengewinde auf, um einen Schraubkörper des
Anschlusskabels daran befestigen zu können. Weiterhin weist der Klemmenkasten 1 bzw.
dessen Bodenplatte 22 eine kreisrunde Öffnung 20 auf, wobei,
wie gesagt, diese Bodenplatte 22 die Dichtungseinrichtung 26 aufnimmt.
In der 1a gezeigten Zwischenplatte 50 sind
acht Bohrungen 52 vorgesehen, in welche Schrauben 36 eingebracht werden
können.
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Dies
bedeutet, dass bei der in 1b gezeigten
Ausführungsform
der Klemmenkasten 1 um 45° kundenseitig gedreht werden
kann. In der jeweils gewählten
Drehstellung wird der Klemmenkasten mit Schrauben 36 in
den Bohrungen 52 fixiert. Das Bezugszeichen 8 kennzeichnet
allgemein die Mittel, die ein Zuführen der elektrischen Leitungen
unter unterschiedlichen Richtungen erlauben. Bei der in den 1a–1c gezeigten
Ausführungsform
sind diese Mittel die Bodenplatte 22, sowie die Bohrungen 52 in
der Zwischenplatte, die jeweils eine Drehung des gesamten Kastens 1 um
45° ermöglichen.
Das Bezugszeichen 32 bezieht sich auf Sicherungsbolzen, wobei
bei der in 1b gezeigten Ausführungsform drei
Sicherungsbolzen 32 vorgesehen sind, die jeweils um einen
Winkel von 120° zueinander
versetzt sind. Diese Sicherungsbolzen 32 stellen sicher,
dass der Klemmenkasten 1, wenn die einzelnen Schrauben 36 gelöst sind,
nur gedreht, aber nicht vollständig abgehoben
werden kann. Daneben ist durch diese Sicherungsbolzen 32 sichergestellt,
dass die Dichtung 26 (vgl. 1a) durch
Drehen des gesamten Klemmenkasten nichts beschädigt oder vergessen wird.
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Bei
der in 1c gezeigten Ausführungsform
sind insgesamt vier Schrauben 36 vorgesehen. Diese Anzahl
ist vorteilhaft, da sie eine gleichmäßige Klemmung über der
gesamten Dichtfläche
erlaubt. Die in 1b gezeigte Anzahl von drei
Sicherungsbolzen ist ebenfalls vorteilhaft, da diese ein einfaches Drehen
des Klemmenkastens ermöglicht.
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Besonders
vorteilhaft beträgt
die Anzahl der möglichen
Abgangsrichtungen vier oder, wie im Falle von 1b gezeigt,
acht, da sich damit nahezu alle technisch erforderlichen Abgangs richtungen
realisieren lassen. Besonders vorteilhaft ist auch die Anzahl der
Gewindebohrungen 52 ein ganzzahliges Vielfaches der Anzahl
der Schrauben 36. Besonders vorteilhaft sind diese Gewindebohrungen 52 in
der Zwischenplatte gedichtet ausgeführt, beispielsweise in Form
von Sacklochbohrungen oder nachträglich mittels Dichteinsätzen. Diese
Vorgehensweise ist vorteilhaft, da dann der Benutzer die Klemmschrauben nicht
selbst dichten muss, um die nötige
Schutzart für den
Klemmenkasten zu erhalten.
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1c zeigt
eine perspektivische Darstellung des Klemmenkastens aus 1a.
Man erkennt hier Schrauben 57, um die Deckelfläche 4 an
dem Klemmenkasten 1 anzuordnen. Weiterhin erkennt man,
dass der Anguss 16 bei der in 1c gezeigten Ausführungsform
eine ähnliche
Dicke aufweist, wie die darunter liegende Seitenfläche 6a.
Das Bezugszeichen 58 bezieht sich auf verstärkte Ecken,
die die Stabilität
des Klemmenkastens 1 in seiner Gesamtheit erhöhen.
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2a zeigt
eine weitere Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Klemmenkastens 1,
genauer gesagt eine Seitenansicht entlang der Linie A-A aus 2b. Ähnlich wie
bei der in 1a gezeigten Ausführungsform
ist auch hier eine Deckelfläche 4 vorgesehen,
die an den in 2a gezeigten Seitenflächen 6a und 6c sowie
den beiden weiteren Seitenflächen
angeordnet ist. Auch ist der Klemmenkasten 1 hier an einer
Zwischenplatte 50 einer elektrischen Maschine angeordnet.
Auch bei dieser Ausführungsform
weist der Klemmenkasten 1 eine Bodenfläche 22 auf, in der
wiederum eine kreisrunde Durchgangsöffnung 20 ausgebildet
wird (vgl. 2b).
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Auch
bei dieser Ausführungsform
weist nur eine der Seitenflächen,
nämlich
die Seitenfläche 6a Durchgangsöffnungen
sowie einen (auch in 2b gezeigten) Anguss 16 auf.
Auch dieser Anguss weist hier runde Aussparungen auf. Die Dichtungseinrichtung 26 weist
ein kreisförmiges
Profil auf und ist in der Bodenfläche 22 angeordnet.
Weiterhin weist der Klemmenkasten bei dieser Ausführungsform
einen Befestigungsabschnitt 12 in Form eines Sicherungsrings 43 auf,
der fest an dem Gehäuse
der elektrischen Maschine bzw. an der Zwischenplatte angeordnet
bzw. in diese eingeschraubt ist. Der Sicherungsring 43 ist
bei der in den 2a bis 2d gezeigten
Ausführungsform
nicht der Befestigungsabschnitt. Diese Funktion wird auch hier von
der Bodenplatte 22 wahrgenommen. Vielmehr dient der Sicherungsring
dazu, um die Bodenplatte 22 und damit auch den Klemmenkasten 1 drehbar
gegenüber
der Zwischenplatte 50 zu halten.
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Dieser
Sicherungsring verhindert sicher, dass der Klemmenkasten 1 abgenommen
werden kann und erlaubt, wie unten im Detail erläutert wird, ein stufenloses
Verdrehen des Klemmenkastens.
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Das
Bezugszeichen 47 bezieht sich auf einen Klemmring, wobei
der Klemmenkasten 1 mittels dieses Klemmrings festgeklemmt
wird und der Klemmring 47 z. B. mit Hilfe von Schrauben 45 an den
Sicherungsring 43 angeordnet ist. Auf diese Weise ist sichergestellt,
dass die Schutzart bei angezogenen Schrauben immer gegeben ist,
da die durch den Kunden lösbaren
Schrauben 45 nicht selbst abgedichtet werden müssen. Vorteilhafterweise
sind diejenigen Schrauben 48, die den Fixierring 43 an
der Zwischenplatte 50 befestigen so ausgeführt, dass
sie durch den Benutzer nicht direkt gelöst werden können, beispielsweise, indem
deren Köpfe
nur für
spezielle Schraubendreher lösbar
sind. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass sich der Klemmkasten versehentlich
von der Zwischenplatte löst.
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Es
wäre jedoch
auch möglich,
die Schrauben 45 nicht in den Sicherungsring 43 einzuschrauben sondern
in der Zwischenplatte 50. Auch wäre es möglich, einige der Schrauben
in den Sicherungsring 43 einzuschrauben und andere in der
Zwischenplatte 50. Wenn die Schrauben 45 eingeschraubt
und angezogen sind, wird auch eine Drehung des Klemmenkastens gegenüber der
Zwischenplatte sicher verhindert. Sind diese Schrauben gelöst, so kann
die Bodenplatte 22 und damit der Klemmenkasten 1 gegenüber dem
Sicherungsring 43 und damit auch der elektrischen Maschine
gedreht werden
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2b zeigt
eine Draufsicht auf den Klemmenkasten aus 2a. Man
erkennt, dass auch hier in der Zwischenplatte 50 Bohrungen 52 angeordnet sind.
In diesen Bohrungen kann wiederum der Sicherungsring 43 angeordnet
werden, der wiederum zum Fixieren bzw. Sichern des Klemmenkastens 1 bzw. der
Bodenplatte 22 des Klemmenkastens 1 dient.
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2c zeigt
eine perspektivische Darstellung des Klemmenkastens aus 2a.
Man erkennt hier, dass in dem Klemmring 47 wiederum vier Schrauben 45 angeordnet
sind, ähnlich
wie bei der in 1a gezeigten Ausführungsform.
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2d zeigt eine teilweise Ansicht des Klemmenkastens
aus 2a. Man erkennt hier eine Schraube 32 mit
der der Klemmring 47 an den Sicherungsring 43 angeschraubt
ist. Der Sicherungsring 43 weist einen ringförmigen nach
außen
weisenden Vorsprung 42 auf, der wiederum mit einer Stufe 44 der
Bodenplatte 22 zusammenwirkt. Durch diesen Zusammen schluss
wird die Bodenplatte 22 an der Zwischenplatte 50 der
elektrischen Maschine gehalten. Erkennbar ist ebenfalls ein Ausschnitt
der Dichtungseinrichtung 26, welche eine Abdichtung zwischen
der Zwischenplatte 50 und der Bodenplatte 22 bewirkt.
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3a zeigt
eine weitere Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Klemmenkastens.
Im Gegensatz zu den 1a bis 2d gezeigten
Ausführungsformen
kann der in 3a gezeigte Klemmenkasten nicht
gedreht werden. Bei dieser Ausführungsform
weist der Klemmenkasten ebenfalls vier Seitenflächen 6a–6d auf,
wobei hier in jeder der Seitenflächen
Durchgangsöffnungen 2 vorgesehen
sind. Genauer gesagt ist hier an jeder der Seitenflächen 6a–6d jeweils
ein Anguss 16 vorgesehen und auch in diesen Angüssen 16 sind
jeweils kreisrunde Aussparungen mit Innengewinden vorgesehen. Durch
diese Aussparungen 3 vorgesehen. Durch diese Aussparungen 3 können (nicht
gezeigte) Kabelverschraubungen mit den Anschlusskabeln eingeschraubt
werden. Auch hier weist zu diesem Zweck der Anguss 16 wiederum
ein Innengewinde auf. Diejenigen Aussparungen 3, die nicht
benötigt
werden, werden mit geeigneten gedichteten Verschlussstopfen verschlossen,
so dass die Schutzklasse eingehalten wird.
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3b zeigt
eine Ansicht des Klemmenkastens 1 aus 3a entlang
der Linien B-B aus 3a. Man erkennt, dass die jeweiligen
Angüsse 16 einen Abschnitt 16a aufweisen,
der oberhalb der Seitenflächen 6a–6d des
Klemmenkastens 1 angeordnet ist.
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3c zeigt
eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Klemmenkastens.
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3d zeigt
eine Draufsicht von oben auf den Klemmenkasten aus 3a.
Man erkennt hier, dass die Angüsse 16 auch
als einteiliges Stück
gefertigt sein können,
welches in Umfangsrichtung die einzelnen Seitenflächen 6a–6d des
Klemmenkastens umgibt. Bei dieser Ausführungsform sind auch vier Angüsse 16 vorgesehen,
die jedoch einheitlich auf einem gemeinsamen Träger 18, der wiederum
die Seitenflächen 6a–6d umgibt,
angeordnet sind.
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Der
Vorteil der in den 3a–3f gezeigten
Ausführungsform
besteht darin, dass im Innenraum des Gehäuses ein größerer Platz für die Anschlussklemme 10 zur
Verfügung
steht, als bei dem in den 1a–2d gezeigten Ausführungsformen. Genauer gesagt
kann auf eine Bodenplatte mit der oben erwähnten kreisrunden Öffnung 20 verzichtet werden
und auf diese Weise mehr Platz gewonnen werden.
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3e zeigt
eine perspektivische Ansicht des Klemmenkastens von unten. Die mit
dem Bezugszeichen 21 versehenen Bohrungen dienen zur Befestigung
des Klemmenkastens an der elektrischen Maschine und über die
Bohrungen 19 kann eine (nicht gezeigte) Deckelfläche an dem
Klemmenkasten 1 angeordnet werden. 3f zeigt
eine vergrößerte Darstellung
einer Bohrung 19.
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Sämtliche
in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem
Stand der Technik neu sind.
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- 1
- Klemmenkasten
- 2
- Durchgangsöffnung
- 2a
- Verschlusskörper
- 3
- Aussparung
- 4
- Deckelfläche
- 5
- Dichtmittel
- 6a,
6b, 6c, 6d
- Seitenfläche
- 10
- Klemmenanschluss
- 16
- Anguss
- 16a
- Abschnitt
- 18
- Träger
- 19
- Bohrung
- 20
- Öffnung
- 21
- Bohrung
- 22
- Bodenplatte
- 26
- Dichtungseinrichtung
- 32
- Sicherungsbolzen
- 36
- Schrauben
- 42
- Vorsprung
- 43
- Sicherungsring
- 44
- Stufe
bzw. Vorsprung der Bodenplatte 22
- 45
- Schrauben
- 47
- Klemmring
- 48
- Schrauben
- 50
- Zwischenplatte
- 52
- Bohrungen
- 57
- Schrauben
- 58
- verstärkte Ecken