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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit Abkoch- und Sterilisationsfunktion
zum Bereitstellen von entkeimtem Wasser. Sie umfasst einen Mehrfachfilter
zum Filtern von Zulaufwasser, einen mit gefiltertem Zulaufwasser
auffüllbaren Vorratsbehälter mit regelbaren Heizmitteln
zum Erhitzen des im Vorratsbehälter bzw. Abkochbehälter
vorhandenen Wassers und Abkochmittel, die gewährleisten,
dass im Vorratsbehälter Wasser auf eine Abkochtemperatur erhitzt
wird. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur
Zubereitung von Trinkwasser.
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Die
Ressource Trinkwasser wird weltweit knapper, und der Zugang der
Weltbevölkerung zu sauberem Trinkwasser beschränkt
sich im Wesentlichen auf einige Regionen. Da die Menschen in den übrigen
Regionen häufig in personenstarken Familienverbänden
zusammen leben, besteht ein Bedarf, eine relativ große
Menge sauberen Trinkwassers auf einmal zubereiten zu können.
Die Füllmenge eines herkömmlichen Wasserkochers,
beispielsweise 1,5 Liter, genügt nicht. Außerdem
sollten die Spender für unbedenkliches Trinkwasser platzsparend,
beispielsweise zur Wandinstallation geeignet sowie einfach und kostengünstig
zu installieren sein.
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DE 24 60 067 offenbart einen
Trinkwasserspender umfassend eine Frischwasser-Einlaufleitung mit
einem Entkalker, einem Filter und einem Zulaufventil, die hintereinander
in der Einlaufleitung angeordnet sind, einen durch eine Heizeinrichtung
beheizbaren Vorratsbehälter mit einem Thermostat oder alternativ
einem Druckschalter zur Regelung der Temperatur des sich im Vorratsbehälter
befindlichen erhitzten Wassers sowie eine aus dem Vorratsbehälter herausführende
Entnahmeleitung. Diese verzweigt sich in einem Mischventil in eine
in einen Wasserauslauf mündende Wasserauslaufleitung und
eine Bypass-Leitung. Alternativ zu dem Vorratsbehälter
mit Heizeinrichtung kann ein erster Durchlauferhitzer angeordnet
sein. Die Wasserauslaufleitung ist mit der Einlaufleitung zu einem
Wärmetauscher gekoppelt, so dass im auslaufenden Wasser
mitgeführte Wärme über den Wärmetauscher
zur Erwärmung des zufließenden Wassers genutzt
wird. Für Extremtemperaturen wird in der Bypass-Leitung
ein zweiter Durchlauferhitzer zur zusätzlichen Erwärmung
des darin geführten auslaufenden Wassers vorgeschlagen.
In der Was serauslaufleitung ist vor dem Wasserauslauf eine Kühleinrichtung
zur Abkühlung des darin geführten auslaufenden
Wassers vorgesehen. Dieser Trinkwasserspender weist den Nachteil
auf, dass bei der Entnahme von Wasser nicht sichergestellt ist,
dass das entnommene Wasser für eine Mindestzeitdauer abgekocht
worden ist. Es kann auch abgestandenes bzw. abgekühltes
Wasser entnommen werden, bei dem eine Entkeimung auf ein gesundheitlich
unbedenkliches Maß nicht gewährleistet ist.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine dem geschilderten
Bedarf gerecht werdende Vorrichtung und ein Verfahren zum Bereitstellen
von entkeimtem, gesundheitlich unbedenklichem bzw. sterilisiertem
Wasser ohne die genannten Nachteile bereitzustellen.
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Diese
Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung nach Anspruch
1 und ein Verfahren nach dem Nebenanspruch 8. Weiterbildungen der
Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen und
in der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform der
Erfindung dargestellt.
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Die
eingangs genannte Vorrichtung zum Bereitstellen von Trinkwasser
wird erfindungsgemäß durch Fortkochmittel weitergebildet,
die gewährleisten, dass aus dem Vorratsbehälter
entnommenes Wasser mit mindestens einer Fortkochtemperatur an der
Entnahmestelle abgegeben wird. Unter „Fortkochen" ist dabei
ein Vorgang zu verstehen, der zeitlich nach dem Abkochen liegt,
also eine Wärmebehandlung des an sich bereits abgekochten
bzw. sterilisierten Wassers. Das Fortkochen muss sich allerdings nicht
zwingend unmittelbar zeitlich an das Abkochen anschließen.
Es kann auch mit einer zeitlichen Distanz zum Abkochen erfolgen.
Die Erfindung verfolgt also das Prinzip, dass bereits abgekochtes
Wasser, das der Vorrichtung entnommen werden soll, unmittelbar vor
Entnahme erhitzt wird. Denn einmal abgekochtes Wasser, das nicht
unmittelbar nach dem Abkochen verbraucht wird, kann auch noch in
einem Wasseraufbereitungsgerät wieder verkeimen. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung stellt also die jederzeitige Entnahme von entkeimtem,
gesundheitlich unbedenklichem Wasser sicher, weil sie eine relevante Verschlechterung
der Wasserqualität des einmal erhitzten und dann aber nicht
sofort entnommenen Wassers zuverlässig verhindert.
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Die
Fortkochmittel werden so dimensioniert, dass die Fortkochtemperatur
in Abhängigkeit von der Entnahmegeschwindigkeit des Wassers
ausreichend hoch und/oder die Fortkochdauer ausreichend lang ist.
Das bedeutet, dass Dauer und Temperatur des Fortkochens auf die
Einwirkdauer des Fortkochmittels auf das Wasser angepasst sind,
so dass das Wasser auf die erforderliche Fortkochtemperatur erhitzt
werden kann. Vorzugsweise ist die Fortkochtemperatur gleich der
Abkochtemperatur. Dadurch wird das entnommene Wasser zuverlässig
bis auf ein gewünschtes bzw. notwendiges Maß entkeimt.
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Die
Abkochtemperatur soll höchstens 98°C und mindestens
92°C, bevorzugt 94°C bis 96°C sein. Dadurch
wird das Wasser bis auf ein gewünschtes Mail zuverlässig
entkeimt.
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Die
Abkochmittel können zudem über ein Zeitgebermittel
gewährleisten, dass eine voreingestellte Abkochzeit von
beispielsweise mindestens einer Minute eingehalten ist. Dadurch
wird ein sicheres und vollständiges Entkeimen des abgekochten
Wassers sichergestellt.
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Das
Abkochmittel kann außerdem einen Thermostat umfassen, der
die Einhaltung der Abkochtemperatur des Wassers im Vorratsbehälter überwacht.
Er kann mit einem Steuerelement zum geregelten Aufheizen des Wassers
gekoppelt sein. Das Zeitgebermittel ist dabei mit dem Thermostat
zur sicheren Einhaltung der vorbestimmten Abkochzeit gekoppelt.
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Die
Abkochmittel können ein Thermometer für das Wasser
im Vorratsbehälter und Steuermittel zum Empfangen der Messgröße
für die Temperatur und zum Generieren einer Stellgröße
zum Regeln des Heizmittels umfassen. Denn in einer Aufheizphase
ist zum Abkochen eine höhere Heizleistung erforderlich,
wenn der Vorratsbehälter frisch mit kaltem Zulaufwasser
befüllt worden ist, als wenn das Wasser bereits auf die
Abkochtemperatur erhitzt ist und für eine bestimmte Zeitdauer
gekocht wird. Alternativ kann in der Aufheizphase eine maximale
Heizleistung bereitgestellt werden, um das Wasser möglichst rasch
zu erhitzen, ohne dass sich dadurch die Abkochzeit verringert; vielmehr
erhöht sich die Verdampfungsrate des Wassers. Eine derartige
Regelung hat den Vorteil, dass der zum Abkochen benötigte
Heizenergieverbrauch und die Verdampfungsrate minimiert werden,
wobei die Abkochtemperatur des Wassers aufrecht erhalten und damit
ebenfalls ein sicheres Entkeimen gewährleistet wird.
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Programmierbare
Temperatur-Protokollmittel können ein vordefiniertes Temperaturprotokoll,
d. h. einen geregelten Verlauf der Temperatur mit der Zeit, erzeugen.
Danach kann die Temperatur des Wassers auf mindestens eine vorbestimmte
erste Temperatur, vorzugsweise die Abkochtemperatur, gebracht und
für eine Zeitdauer, vorzugsweise für die vorbestimmte
Abkochzeit, auf der Temperatur gehalten werden.
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Die
Abkochmittel können eine oder mehrere Heizvorrichtungen
für den Abkochbehälter mit jeweils einer zugehörigen
Heizleistung umfassen. Eine erste Heizvorrichtung kann zum Erhitzen
auf Abkochtemperatur, eine zweite zum Halten bzw. Abkochen auf der
Abkochtemperatur und eine dritte zum Aufrechterhalten der Temperatur
auf der Fortkochtemperatur oder auf einer niedrigeren Bevorratungstemperatur dienen.
Alternativ können eine regelbare Heizvorrichtung oder mehrere
regelbare und zusammen geschaltete Heizvorrichtungen gemeinsam mit
einer oder mehreren verschiedenen oder regelbaren Heizleistungen
für die vorgenannten Zwecke betrieben werden.
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In
dem Vorratsbehälter kann ein Füllstandsmessfühler
angeordnet sein, der ein Messsignal dem Benutzer zeigt und/oder
an eine Steuereinheit überträgt. Es kann außerdem
ein Steuerungsschaltkreis vorgesehen sein, der die Heizleistung
der Heizvorrichtung des Vorratsbehälters in Abhängigkeit
von der Füllmenge einstellt.
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Zur
Verarbeitung der Informationen des Zeitgebermittels, des oder der
Thermostaten, des Thermometers und des Füllstandsmessfühlers
kann die Vorrichtung eine beispielsweise zentrale Steuereinheit
mit einer oder mehreren Steuerlogik-Schaltkreisen aufweisen. Jeder
der Steuerlogik-Schaltkreise kann als Hardware, beispielsweise in
der Form von fest auf einer Leiterplatine verdrahteten Elektronik-Elementen,
oder in der Form von beispielsweise in einem Speicher gespeicherten
und in einem Mikroprozessor ausgeführten Befehlssätzen
oder in einer Mischung dieser beiden Formen ausgebildet sein.
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Die
Fortkochmittel können aus einer der folgenden Varianten
ausgewählt sein:
- (i) Steuermittel
zum Einstellen der Fortkochtemperatur der Wassertemperatur im Vorratsbehälter nach
Ablauf der Abkochzeit bis zur Entnahme von Wasser aus dem Vorratsbehälter.
Dazu kann beispielsweise die vorgenannte dritte Heizvorrichtung
be nutzt oder eine regelbare Heizvorrichtung auf der vorgenannten
dritten Heizleistung betrieben werden.
- (ii) ein Durchlauferhitzer, der Wasser aus dem Vorratsbehälter
auf die Fortkochtemperatur erhitzt.
- (iii) Entnahmesperr- und Steuermittel mit einer optischen oder
akustischen Anzeige, so dass Wasser nur nach Ablauf zumindest der
Abkochzeit aus dem Vorratsbehälter entnommen werden kann und
es vor der Entnahme zumindest bis auf die Fortkochtemperatur erhitzt
wird, falls es nach Ablauf der Abkochzeit auf eine Temperatur unterhalb der
Fortkochtemperatur abgekühlt ist.
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Fortkochmittel
nach den Varianten (i) und (ii) gewährleisten, dass entnommenes
Wasser unmittelbar vor der Entnahme noch einmal zuverlässig
und bis auf ein gewünschtes Maß erhitzt, also
entkeimt wird.
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Nach
Variante (i) kann das Fortkochmittel einen Thermostat zur Überwachung
der Fortkochtemperatur im Wasservorratsbehälter umfassen.
der mit einem Steuerelement für die Heizmittel gekoppelt
ist. Dadurch ist die Erhitzung auf eine Mindesttemperatur sichergestellt.
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Der
Thermostat kann der auf die Fortkochtemperatur umschaltbare Thermostat
sein, der auch Bestandteil des Abkochmittels ist. Vorzugsweise wird ein
zweiter Thermostat eingesetzt.
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Nach
Variante (ii) kann das Fortkochmittel einen beispielsweise in einer
Entnahmeleitung angeordneten Durchlauferhitzer umfassen, der eine
Mindesttemperatur garantiert. Dadurch kann ohne große Verzögerungen
Wasser gezapft werden, weil der Durchlauferhitzer nur die jeweils
entnommene Wassermenge erhitzen muss.
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Ein
Steuerlogik-Schaltkreis kann eingesetzt werden, um ein die entnommene
Wassermenge repräsentierendes Messsignal zu erfassen und
in Abhängigkeit davon ein Steuersignal zum Einstellen der Heizleistung
des Durchlauferhitzers bei minimalem Heizener gieaufwand zu erzeugen.
Alternativ kann der Durchlauferhitzer in einer „Ein/Aus"-Weise
jeweils auf seine (maximale) Heizleistung ein- bzw. ausgeschaltet
werden.
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Es
können Zulaufdosiermittel mit einem steuerbaren Zulaufventil
angeordnet sein, die entsprechend der Menge entnommenen Wassers
Zulaufwasser aus dem Leitungsnetz in den Vorratsbehälter
nachfüllen. Damit steht jederzeit eine maximale Wassermenge
im Vorratsbehälter zur Verfügung.
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Darüber
hinaus können Verriegelungsmittel vorhanden sein, die nach
einer Wasserentnahme eine erneute erst ermöglichen, wenn
das frische Zulaufwasser für die Dauer der Abkochzeit auf
Abkochtemperatur gebracht, also entkeimt worden ist.
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In
einer Zulaufleitung kann ein dem Mehrfachfilter nachgeschalteter
Wärmetauscher zum Vorwärmen von Zulaufwasser angeordnet
sein, dem erhitztes Wasser über eine Ringleitung aus dem
Vorratsbehälter zugeführt wird. Neben der Vorwärmung des
Zulaufwassers kühlt zugleich entnommenes Wasser ab, das
in aller Regel ohnehin nicht mit der Fortkochtemperatur verwendet
wird. Dadurch lässt sich Energie einsparen.
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Das
Mehrfachfilter kann in einer Zulaufleitung am Wasserleitungsnetz
angeordnet sein. Es ist vorzugsweise einfach zu wechseln. Das erhöht
die Bereitschaft des Benutzers, es auszutauschen, so dass jederzeit
ein funktionsfähiges Filter bereitsteht. Es kann eine Filterpatrone
mit einer oder mehreren Filterpatronen für jeweils eine
oder mehrere Filterfunktionen zum Filtern von beispielsweise Schwermetallen,
Kalk, Phosphor und Chlor umfassen.
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Die
Vorrichtung kann in einer kompakten Geräteeinheit integriert
sein. Dadurch ist sie für einen Benutzer leicht zu handhaben,
zu transportieren und zu montieren.
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Die
Vorrichtung kann in einem nicht installierten Zustand tragbar und/oder
an einem Installationsort abnehmbar montierbar sein. Sie kann auch
zum einfachen Anschluss an ein Wasserleitungsnetz, beispielsweise
durch einen Anschlussschlauch mit einem ortsüblichen Anschlussteil
ausgerüstet sein. Die Vorrichtung kann auch an einer Wand
oder Decke hängend oder auf dem Boden stehend montierbar sein.
Dadurch ist die Vorrichtung für den Benutzer vielfältig
einsetzbar.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren zum Bereiten von entkeimtem
Wasser aus Zulaufwasser umfasst die Schritte: a) Filtern des Zulaufwassers
mittels eines Mehrfachfilters; b) Erhitzen des Zulaufwassers in
einem Vorratsbehälter auf eine Abkochtemperatur; c) Kochen
des erhitzten Wassers auf der Abkochtemperatur zumindest für
eine vorbestimmte Abkochzeit; und d) Fortkochen von abgekochtem
Wasser gemäß Schritt c) auf einer Fortkochtemperatur
bis zur Entnahme des Wassers. Dadurch kann einmal erhitztes Wasser
bis zu seiner Entnahme nicht erneut verkeimen.
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Statt
des Fortkochens gemäß Schritt d) kann aus dem
Vorratsbehälter entnommenes Wasser durch einen Durchlauferhitzer
in der Entnahmeleitung geleitet und dadurch auf die Fortkochtemperatur erhitzt
werden. Wenn vom Aufkochen bis zur Entnahme eine große
Zeitspanne liegt, kann dadurch viel Energie für das Fortkochen
eingespart werden.
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Das
Verfahren kann in den Schritten c) und d) einen Schritt des Sperrens
einer Entnahmeleitung umfassen, und zwar so lange, bis die vorbestimmte Abkochzeit
für das Wasser im Vorratsbehälter erreicht ist.
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Das
Verfahren kann in den Schritten c) und d) auch einen Schritt des
Sperrens eines Zulaufs von Zulaufwasser umfassen, nämlich
so lange, bis eine Füllung von abgekochtem Wasser vollständig
aus dem Vorratsbehälter entnommen ist. Damit werden eine
Vermischung nicht abgekochten Zulaufwassers mit abgekochtem Trinkwasser
und dessen versehentliche Entnahme aus der Vorrichtung verhindert.
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In
den Schritten c) und d) kann das Verfahren ferner das Erzeugen eines
Warnhinweises umfassen, falls das Wasser noch nicht mit Sicherheit
auf das gewünschte Maß entkeimt ist, wenn zum
Beispiel die vorbestimmte Abkochzeit noch nicht erreicht oder wenn
die Entnahme von Wasser mit Fortkochtemperatur noch nicht gewährleistet
ist.
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Das
Prinzip der Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung beispielshalber
noch näher erläutert. Die einzige Figur zeigt
einen schematischen Aufbau einer Vorrichtung zum Bereitstellen von
entkeimtem Wasser.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung 2 umfasst
einen Einlassanschluss 4 zum Anschluss an ein Wasserleitungsnetz,
eine Einlassleitung 6, ein in der Einlassleitung 6 angeordne tes,
regelbares Einlassabsperrventil 8 und Abkochmittel 10.
Sie umfassen: einen Abkochbehälter als Vorratsbehälter 12 mit
einem Behälterboden 18, einen abnehmbaren Deckel 14 zum
Abdecken des Abkochbehälters 12, Belüftungsmittel 16 zum
Belüften bzw. Ablassen von Wasserdampf aus dem Abkochbehälter 12,
eine im Behälterboden 18 eingelassene Heizvorrichtung 20 zum
Erhitzen des Wassers im Abkochbehälter 12, ein regelbares
Stromversorgungsgerät 22 für die Heizvorrichtung 20,
eine zweiadrige Leistungsleitung 24, die das Stromversorgungsgerät 22 mit
der Heizvorrichtung 20 verbindet, einen Temperaturmessfühler 30,
einen Füllstandsmessfühler 28, eine Steuereinheit 54,
eine Signalleitung 31 zwischen dem Temperaturmessfühler 30 und
dem Steuergerät 54 zum Übertragen eines
Temperaturmesssignals, eine Signalleitung 29 zwischen dem
Füllstandsmessfühler 28 und der Steuereinheit 54 zum Übertragen
eines Füllstandssignals, eine Steuerleitung 26 zwischen Stromversorgungsgerät 22 und
Steuereinheit 54 zur Ansteuerung des Stromversorgungsgeräts 22 zum Einstellen
der Heizleistung und eine Steuerleitung 38 zwischen der
Steuereinheit 54 und einem Stromversorgungsgerät 40.
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Die
Einlassleitung 6 verbindet den Einlassanschluss 4 mit
dem Abkochbehälter 12, so dass Zulaufwasser durch
die Einlassleitung 6 und das Einlassabsperrventil 8 in
den Abkochbehälter 12 zulaufen kann. Die Belüftungsmittel 16 bewirken
einen Druckausgleich zwischen dem Inneren des Abkochbehälters 12 und
dem atmosphärischen Umgebungsdruck. Die Heizvorrichtung 20 ist
eine im Behälterboden 18 eingelassene, regelbare,
elektrische Widerstandsheizung, die über die Leistungsleitung 24 von
dem Stromversorgungsgerät 22 gespeist wird.
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Die
Vorrichtung 2 umfasst ferner eine Entnahmeleitung 50 zum
Entnehmen von abgekochtem Wasser aus dem Abkochbehälter 12 und
zum Zuführen von fortgekochtem Wasser an einen Entnahmeauslass 52,
ein in der Entnahmeleitung 50 angeordnetes, steuerbares
Entnahmeventil 42, eine in der Entnahmeleitung angeordnete
Durchlaufheizvorrichtung 34 mit einem Durchlauferhitzer 32 als
Fortkochmittel, ein zweites steuerbares Stromversorgungsgerät 40 für
die Durchlaufheizvorrichtung 34 und eine Leistungsleitung 36 zwischen
der Durchlaufheizvorrichtung 34 und dem Stromversorgungsgerät 40.
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Das
Entnahmeventil 42 ist manuell betätigbar und auslesbar,
d. h. es erzeugt im Betrieb ein als entnommener Wasserdurchsatz
interpretierbares Signal in Abhängigkeit vom Öffnungsgrad
des Entnahmeventils 42. Zusätzlich umfasst die
Vorrichtung 2 einen Entnah memengenmessfühler 46,
der im Betrieb entnommene Wasserdurchsätze bzw. Wassermengen
misst, und eine Signalleitung 48, die den Entnahmemengenmessfühler 46 mit
der Steuereinheit 54 verbindet, um die Messsignale für
den Wasserdurchsatz bzw. die Menge von entnommenem Wasser an die
Steuereinheit 54 zu übertragen.
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Die
Vorrichtung 2 umfasst ferner eine Gehäuseschale 58,
die alle vorgenannten Elemente 4 bis 54 umhüllt,
um eine einheitliche, kompakte und für einen Benutzer leicht
zu handhabende und leicht transportierbare Vorrichtung 2 zu
bilden. An einer Rückwand der Gehäuseschale 58 sind
Aufhängehaken 56 befestigt, mittels deren die
Vorrichtung 2 an ihrem Installationsort, zum Beispiel einer
Wand, abnehmbar aufgehängt werden kann. Die Gehäuseschale 58 weist
ferner an ihrer Vorderseite ein Bedienpaneel auf, welches zumindest
einen Ein-/Aus-Schalter, eine Eingabevorrichtung zum Eingeben von
Betriebsparametern, wie etwa die Abkochzeit, verschiedene Betriebsarten
und eine erste optische Warnanzeige, die anzeigt, dass nach einem frischen
Befüllen des Abkochbehälters 12 das Zulaufwasser
noch nicht für die Dauer der Abkochzeit auf die Abkochtemperatur
erhitzt war bzw. sich noch in der Aufheizphase oder innerhalb der
Abkochzeit befindet, umfasst.
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Die
zentrale Steuereinheit 54 umfasst eine oder mehrere Steuerlogik-Schaltkreise
zum Steuern der Heizleistung der Heizvorrichtung 20, der
Heizleistung des Durchlauferhitzers 32, zum Ansteuern des Entnahmeventils 42 und
zum Ansteuern der optischen Anzeigen im Bedienpaneel bezüglich
des Betriebszustands der Vorrichtung 2.
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Im
Betrieb empfängt die Steuereinheit 54 vom Temperaturmessfühler 30 Messsignale
der Wassertemperatur im Abkochbehälter 12 und
von dem Füllstandsmessfühler 28 den Wasserfüllstand. In
Abhängigkeit von diesen Signalen gibt die Steuereinheit 54 ein
Stellsignal für das Stromversorgungsgerät 22 der
Heizvorrichtung 20, das eine dem Stellsignal entsprechende
Heizleistung bzw. einen entsprechenden Heizstrom in der Heizvorrichtung 20 bewirkt.
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Die
Steuereinheit 54 empfängt ferner vom steuerbaren
Entnahmeventil 42 ein Messsignal, das den Öffnungsgrad,
z. B. „Auf" oder „Zu", des Entnahmeventils 42 darstellt,
und gibt an das Entnahmeventil 42 Steuersignale aus, die
das Öffnen und/oder Schließen des Entnahmeventils 42 bewirken.
Die Steuereinheit 54 schickt daraufhin ein Stellsignal
an das Stromversorgungsgerät 40, das eine dem
Stellsignal entsprechende Heizleistung bzw. einen entsprechenden
Heizstrom der Durchlaufheizvorrichtung 34 zuführt,
um vom Abkochbehälter 12 entnommenes Wasser auf
die Fortkochtemperatur zu erhitzen und somit fortzukochen.
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In
einer bezüglich der Messung bzw. Einstellung der Entnahmemenge
abgewandelten Ausführungsform empfängt die Steuereinheit 54 Messsignale
vom Entnahmemengenmessfühler 46. Sie umfasst einen
Steuerungs- bzw. Regelschaltkreis zum Einstellen des Öffnungsgrads
des Entnahmeventils 42 und/oder zum Einstellen der dem
Durchlauferhitzer 32 zuzuführenden Heizleistung.
Die Heizleistung ist so bemessen, dass das aus dem Abkochbehälter 12 entnommene
und durch die Entnahmeleitung 50 und den Durchlauferhitzer 32 strömende
Wasser auf die Fortkochtemperatur erhitzt wird. Bei einem größeren bzw.
kleineren Wasserentnahmestrom erhöht bzw. verringert der
Regelschaltkreis die Heizleistung des Durchlauferhitzers 32.
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Die
Steuereinheit bestimmt durch Integration des gemessenen Wasserentnahmestroms
und der Entnahmezeit die entnommene Wassermenge. Im Rahmen einer
Betriebsweise mit automatischer Nachfüllung kann die Steuereinheit 54 über
eine Befüllungssteuerlogik (nicht gezeigt) anstelle des
manuell betätigbaren Einlassabsperrventils 8 auch
ein steuerbares Einlassventil so ansteuern – z. B. indem das
Einlassventil während einer von der Befüllungssteuerlogik
bestimmten Einlasszeit geöffnet wird – dass eine
der entnommenen Wassermenge entsprechende Menge von Zulaufwasser
frisch aus der Wasserleitung in den Abkochbehälter 12 zulaufen
kann.
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- 2
- Vorrichtung
zur Bereitstellung von entkeimtem Wasser
- 4
- Einlassanschluss
- 6
- Einlassleitung
- 8
- Einlassabsperrventil
- 10
- Abkochmittel
- 12
- Abkochbehälter
- 14
- Deckel
- 16
- Belüftungsmittel
- 18
- Behälterboden
- 20
- Heizvorrichtung
zum Heizen des Abkochbehälters
- 22
- regelbares
Stromversorgungsgerät
- 24
- Leistungsleitung
für Behälterheizvorrichtung
- 26
- Steuerleitung
für Behälterheizvorrichtung
- 28
- Füllstandsmessfühler
- 29
- Signalleitung
für Füllstandssignal
- 30
- Temperaturmessfühler
- 31
- Signalleitung
für Temperatursignal
- 32
- Durchlauferhitzer
- 34
- Durchlaufheizvorrichtung
- 36
- Leistungsleitung
für Durchlaufheizvorrichtung
- 38
- Steuerleitung
für Durchlaufheizvorrichtung
- 40
- Stromversorgungsgerät
- 42
- Entnahmeventil
- 44
- Entnahmeventil-Steuerleitung
- 46
- Entnahmemengenmessfühler
- 48
- Signalleitung
- 50
- Entnahmeleitung
- 52
- Entnahmeauslass
- 54
- Steuereinheit
- 56
- Aufhängemittel
- 58
- Gehäuseumschalung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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