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DE102007006934A1 - Ventil zum Steuern eines Mediums, insbesondere eines Gases - Google Patents

Ventil zum Steuern eines Mediums, insbesondere eines Gases Download PDF

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DE102007006934A1
DE102007006934A1 DE102007006934A DE102007006934A DE102007006934A1 DE 102007006934 A1 DE102007006934 A1 DE 102007006934A1 DE 102007006934 A DE102007006934 A DE 102007006934A DE 102007006934 A DE102007006934 A DE 102007006934A DE 102007006934 A1 DE102007006934 A1 DE 102007006934A1
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valve
valve seat
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stop
valve member
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Kai Kroeger
Frank Miller
Elmar Okrent
Cedric Olivier
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ventil zum Steuern eines Mediums, insbesondere eines gasförmigen Mediums, umfassend einen Ventilsitz (2) mit wenigstens einer Durchgangsöffnung (5), ein bewegbares Ventilgleid (3), um die Durchgangsöffnung im Ventilsitz (2) freizugeben oder zu verschließen, ein Dichtelement (4), welches am Ventilglied (3) oder am Ventilsitz (2) angeordnet ist, und ein Anschlagelement (6; 16; 17, 18), welches eine Bewegung des Ventilglieds (3) in Richtung des Ventilsitzes (2) derart begrenzt, dass das Dichtelement (4) im geschlossenen Zustand des Ventils zwischen Ventilsitz (2) und Ventilglied (3) abdichtet und bei der Abdichtung nur eine geringe Verformung erfährt.

Description

  • Stand der Technik
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ventil zum Steuern eines Mediums, insbesondere eines gasförmigen Mediums, wie beispielsweise ein Einblasventil zur Einblasung eines gasförmigen Kraftstoffs für eine Brennkraftmaschine oder Brennstoffzelle.
  • Ventile zum Steuern von Medien sind aus dem Stand der Technik in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt. Im Kraftfahrzeugbereich werden in jüngster Zeit verstärkt neben flüssigen Kraftstoffen auch gasförmige Kraftstoffe, wie z. B. Erdgas, verwendet. Hierbei werden häufig die bekannten Einspritzventile für flüssige Medien einfach unverändert für den Einsatz von gasförmigen Medien verwendet. Die Einspritzventile für flüssige Medien genügen vielfach nicht den spezifischen Anforderungen an gasförmige Medien. Ferner werden bei Gasventilen häufig Elastomere zur Abdichtung eingesetzt. Zwischen dem Elastomer und einem metallischen Ventilsitz kommt es jedoch infolge von Wechselwirkungen zwischen den beiden Materialien zu einem Kleben des Elastomers am Ventilsitz. Zusätzlich tritt noch eine viskoelastische Verformung des Elastomers auf, wodurch sich eine Kontaktfläche des Elastomers mit dem Ventilsitz vergrößert. Insbesondere bei tiefen Temperaturen von 0°C oder darunter wurde festgestellt, dass eine Öffnungszeit zum Öffnen des Ventils so kurz ist, dass sich der Elastomer nicht schnell genug relaxieren kann. Deshalb ist es notwendig, dass eine erhöhte Öffnungskraft zum Abheben des Elastomers vom Ventilsitz bereitgestellt werden muss. Das Bereitstellen dieser erhöhten Kraft zum Öffnen des Ventils führt jedoch dazu, dass größere Antriebseinheiten notwendig sind, wodurch sich der Bauraum für das Ventil vergrößert. Dies ist jedoch unerwünscht.
  • Vorteile der Erfindung
  • Das erfindungsgemäße Ventil zum Zuführen eines Mediums, insbesondere eines gasförmigen Mediums, weist demgegenüber den Vorteil auf, dass es bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit auch bei tiefen Temperaturen von 0°C oder darunter ein problemloses Öffnen des Ventils sicherstellt. Ein bewegbares Ventilglied kann somit problemlos von einem Ventilsitz abgehoben werden, um eine Durchgangsöffnung freizugeben. Auch eine Rückstellung des Ventilglieds in die geschlossene Position ist problemlos möglich. Ein Dichtelement ist dabei am Ventilglied oder am Ventilsitz angeordnet. Erfindungsgemäß ist dabei ein Anschlagelement vorgesehen, welches beim Schließvorgang eine Bewegung des Ventilglieds in Richtung des Ventilsitzes derart begrenzt, dass das Dichtelement in geschlossenem Zustand des Ventils am Ventilsitz abdichtet, jedoch bei der Abdichtung nur eine geringe Verformung erfahrt. Hierdurch wird einerseits verhindert, dass sich das Dichtelement aufgrund der auf das Dichtelement wirkenden großen Schließkraft in zu großem Umfang verformt, so dass eine Kontaktfläche mit dem Ventilsitz vergrößert wird. Andererseits wird eine Relaxationszeit des Dichtelements aufgrund der nur geringen Verformung sehr klein gehalten. Dadurch kann das Ventil schnell und ohne Bereitstellung einer übermäßig großen Öffnungskraft geöffnet werden. Das Vorsehen des Anschlags zur Begrenzung des Schließhubs des Ventilglieds ist dabei eine sehr einfache und kostengünstige Maßnahme, welche jedoch überraschenderweise sehr große Vorteile für das Öffnen des Ventils bereitstellt. Dadurch ist es für ein erfindungsgemäßes Ventil nicht notwendig, einen übermäßig großen Bauraum aufgrund einer großen Öffnungseinheit o.Ä. bereitzustellen.
  • Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
  • Um einen besonders einfachen Aufbau aufzuweisen, ist die Abdichtung zwischen dem Dichtelement und dem Ventilsitz ringförmig. Dabei ist das Dichtelement besonders bevorzugt ringförmig ausgebildet. Vorzugsweise ergibt sich dabei eine linienförmige Abdichtung.
  • Weiter bevorzugt ist das Anschlagelement am Ventilglied angeordnet. Dadurch kann ein besonders kostengünstiger Aufbau realisiert werden. Dabei ist das Anschlagelement besonders bevorzugt einstückig mit dem Ventilglied ausgebildet. Alternativ hierzu ist das Anschlagelement am Ventilsitz angeordnet und besonders bevorzugt einnstückig mit dem Ventilsitz ausgebildet.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das am Ventilglied angeordnete Anschlagelement derart vorgesehen, dass das Dichtelement am Ventilglied seitlich und unmittelbar benachbart zum Anschlagelement angeordnet ist. Dabei berührt das Dichtelement das Anschlagelement. Dadurch weist das Anschlagelement neben der Funktion einer Bewegungsbegrenzung des Ventilglieds noch eine seitliche Abstützfunktion für das Dichtelement auf. Hierdurch kann insbesondere auch eine Verformung des Dichtelements beim Aufsetzen auf den Ventilsitz begrenzt werden.
  • Um das Dichtelement vollständig oder zumindest teilweise zu umfassen, ist das Anschlagelement vorzugsweise teilkreisförmig oder vollständig kreisförmig gebildet. Dadurch liegt das Dichtelement an einer vorbestimmten Bogenlänge oder vollständig an seinem Außenumfang am Anschlagelement an.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Anschlagelement radial außerhalb des Dichtelements und/oder radial innerhalb des Dichtelements angeordnet. Somit kann, wenn eine möglichst geringe Verformung des Dichtelements im geschlossenen Zustand des Ventils, in welchem das Dichtelement auf dem Ventilsitz aufliegt, erhalten werden soll, das Anschlagelement ringförmig radial außerhalb und ringförmig radial innerhalb des Dichtelements angeordnet sein. Mit anderen Worten bilden die beiden ringförmigen Anschlagelemente zwischen sich eine Nut, in welcher das Dichtelement angeordnet ist.
  • Besonders bevorzugt umfasst der Ventilsitz einen ersten und einen zweiten ringförmigen Sitzbereich. Die beiden Sitzbereiche des Ventilsitzes stehen in Richtung des Ventilglieds vor und zwischen den beiden ringförmigen Sitzbereichen ist eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen gebildet. Somit dichtet das Dichtelement an den beiden ringförmigen Sitzbereichen ab und nach einem Öffnen des Dichtelements kann das zu steuernde Medium sowohl von der radialen Außenseite als auch von der radialen Innenseite in die Durchgangsöffnungen im Ventilsitz strömen. Hierdurch kann insbesondere bei Gasventilen ein großer Massenstrom während eines Öffnungszyklus des Ventils erhalten werden.
  • Um einen besonders einfachen Aufbau des Ventils bereitzustellen, weist das Ventilglied eine zentrale Zufuhrbohrung zur Zuführung des Mediums und mehrere von der Zufuhrbohrung abzweigende Seitenbobrungen auf, wobei die Seitenbohrungen in einen um das Ventilglied herum angeordneten Druckraum münden. Insbesondere in Verbindung mit den beiden ringförmigen Sitzbereichen am Ventilsitz kann durch diese Ausgestaltung des Ventilglieds ein besonders großer Massenstrom beim Öffnen des Ventils sichergestellt werden.
  • Das Ventil ist besonders bevorzugt ein Gasventil für ein gasförmiges Medium, insbesondere für Erdgas, Wasserstoff oder für einen anderen gasförmigen Brennstoff. Das erfindungsgemäße Gasventil wird vorzugsweise als Gaseinblasventil bei Brennkraftmaschinen oder als Gassteuerventil bei Brennstoffzellen verwendet.
  • Zeichnung
  • Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
  • 1 eine schematische Schnittansicht eines Ventils gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
  • 2 eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II von 1,
  • 3 eine schematische Schnittansicht eines Ventils gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
  • 4 eine schematische Schnittansicht eines Ventils gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, und
  • 5 eine schematische Schnittansicht eines Ventils gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
  • Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die 1 und 2 ein Ventil 1 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Das Ventil 1 ist ein Gaseinblasventil, welches zum Einblasen eines gasförmigen Brennstoffs in Verbindung mit einer Brennkraftmaschine verwendet wird. Das erfindungsgemäße Gaseinblasventil ist dabei sowohl für eine innere als auch für eine äußere Gemischbildung einsetzbar.
  • Wie aus 1 ersichtlich ist, umfasst das Ventil 1 einen Ventilsitz 2 mit mehreren Durchgangsöffnungen 5. Ferner umfasst das Ventil 1 ein in Axialrichtung X-X des Ventils bewegbares Ventilglied 3 mit einem daran befestigten Dichtelement 4. Wie aus 1 ersichtlich ist, dichtet der Dichtsitz 4 an einem inneren ringförmigen Sitzbereich 20 und einem äußeren ringförmigen Sitzbereich 21 ab. Die Durchgangsöffnungen 5 sind dabei zwischen dem inneren Sitzbereich 20 und dem äußeren Sitzbereich 21 angeordnet. Der innere Sitzbereich 20 und der äußere Sitzbereich 21 stehen von einer Basisfläche 12 des Ventilsitzes in Richtung des Ventilglieds 3 vor. Wie insbesondere aus 1 ersichtlich ist, sind die Durchgangsöffnungen 5 dabei in radialer Richtung zwischen dem inneren Sitzbereich 20 und dem äußeren Sitzbereich 21 angeordnet. Die Durchgangsöffnungen 5 sind dabei im Wesentlichen ebenfalls bogenförmig ausgebildet. Es sei jedoch angemerkt, dass alternativ die Durchgangsöffnungen 5 auch zylindrische Bohrungen sein können, wobei eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen ringlochartig und konzentrisch zur Mittelachse X-X angeordnet ist.
  • Wie insbesondere aus 2 ersichtlich ist, ist das Dichtelement 4 ebenfalls ringförmig ausgebildet und als flaches Dichtelement vorgesehen. Das Dichtelement 4 ist beispielsweise mittels Kleben am Ventilglied 3 befestigt. Das Ventilglied 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Magnetanker, so dass das Ventil 1 ein Magnetventil ist. Der Ventilsitz 2 ist mittels einer Schweißnaht 8 in einem zylindrischen Gehäuse 7 befestigt. Das Gehäuse 7 dient ferner als Führungselement für das Ventilglied 3. Im Ventilglied 3 ist eine zentrale Zufuhrbohrung 9 vorgesehen, durch welche das zu steuernde gasförmige Medium zugeführt wird. Von der zentralen Zufuhrbohrung 9 gehen vier Seitenbohrungen 10 in einem unteren Bereich des Ventilglieds 3 ab. Die Seitenbohrungen 10 sind dabei in einem rechten Winkel zur zentralen Zufuhrbohrung 9 angeordnet. Wie insbesondere aus 1 ersichtlich ist, steht somit ein unter Druck stehendes gasförmiges Medium sowohl an der unteren Öffnung der zentralen Zufuhrbohrung 9 an als auch in einem ringförmigen Bereich B seitlich um das Ventilglied 3.
  • Ferner umfasst das Ventil 1 ein Anschlagelement 6. Wie aus 1 ersichtlich ist, ist das Anschlagelement 6 radial außerhalb des Dichtelements 4 gebildet. Das Anschlagelement 6 steht dabei in Richtung des Ventilsitzes 2 etwas über das Dichtelement 4 vor und bildet im geschlossenen Zustand des Ventils einen Anschlag für eine Schließbewegung des Ventilglieds 3. Wie insbesondere aus 2 ersichtlich ist, umfasst das Anschlagelement 6 vier bogenförmige Anschlagbereiche 6a, 6b, 6c und 6d. Zwischen den einzelnen bogenförmigen Anschlagbereichen 6a, 6b, 6c, 6d sind vier Ausnehmungen 11 gebildet. Die Anschlagbereiche 6a, 6b, 6c, 6d weisen jeweils gleichlange Bogenlängen auf und einander benachbarte Anschlagbereiche sind in Bogenrichtung gleich weit voneinander beabstandet. Wie insbesondere aus 2 weiter ersichtlich, liegt das Dichtelement 4 unmittelbar an den Innenseiten der Anschlagbereiche an. Hierdurch stützen die Anschlagbereiche 6a, 6b, 6c, 6d einerseits das Dichtelement 4 ab und andererseits verhindern die Anschlagbereiche, dass sich das Dichtelement, wenn es auf die inneren und äußeren Sitzbereiche 20, 21 mit einer vorbestimmten Kraft durch das Ventilglied 3 aufgesetzt wird, in zu großem Umfang viskoelastisch verformt. Somit verhindert das Anschlagelement 6 einerseits, dass im geschlossenen Zustand des Ventils das Dichtelement 4 mit einer zu großen Kraft auf den inneren und äußeren Sitzbereich 20, 21 aufgepresst wird, was zu einer großen viskoelastischen Verformung des Dichtelements führen würde und insbesondere zu einer vergrößerten Kontaktfläche zwischen dem Dichtelement und den inneren und äußeren Sitzbereichen 20, 21. Als weitere Funktion stellt das Anschlagelement 6 darüber hinaus eine Begrenzung für eine nach außen gerichtete Verformung des Dichtelements 4 dar. Somit kann das erfindungsgemäße Ventil trotz der Verwendung eines Elastomers als Dichtelement verhindern, dass zu große Adhäsionskräfte zwischen dem Dichtelement und dem Ventilsitz auftreten und somit große Öffnungskräfte zum Öffnen des Ventilglieds 3 notwendig sind. Dadurch kann das Ventil sehr kleinbauend ausgelegt werden. Ferner kann das erfindungsgemäße Ventil auch problemlos bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt verwendet werden. Insbesondere kann bei einer Verwendung als Gaseinblasventil eine sichere Kaltstartfähigkeit der Brennkraftmaschine sichergestellt werden. Durch die mittels des Anschlagelements 6 definierte Verformung des Dichtelements 4 am Ventilsitz 2 kann die zum Öffnen des Ventils notwendige Relaxationsgeschwindigkeit sichergestellt werden. Dabei ist die Form des Dichtelements im geschlossenen Zustand des Ventils immer wieder gleichreproduzierbar, so dass sich auch über die Lebensdauer des Ventils keine Änderungen ergeben.
  • Zwischen dem Dichtelement 4 und dem ersten und zweiten Sitzbereich 20, 21 ist vorzugsweise ein Linienkontakt vorhanden.
  • Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf 3 ein Ventil 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel bezeichnet.
  • Wie aus 3 ersichtlich ist, ist im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel beim zweiten Ausführungsbeispiel ein Anschlagelement 16 radial innerhalb des Dichtelements 4 angeordnet. Ferner ist das Anschlagelement 16 in diesem Ausführungsbeispiels vollständig ringförmig umlaufend ausgebildet. Wie im ersten Ausführungsbeispiel liegt im geschlossenen Zustand des Ventils das Anschlagelement 16 dabei auf der Basisfläche 12 des Ventilsitzes 2 auf und begrenzt somit eine Schließbewegung des Ventilglieds 3. Die Funktion des Ventils 1 des zweiten Ausführungsbeispiels entspricht im Wesentlichen der des ersten Ausführungsbeispiels, wobei durch die Anordnung des Anschlagelements 16 radial innerhalb des Dichtelements 4 eine viskoelastische Verformung des Dichtelements 4 in radial nach innen gerichteter Richtung verhindert wird. Ansonsten entspricht dieses Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel, so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
  • 4 zeigt ein Ventil 1 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen bezeichnet.
  • Wie aus 4 ersichtlich ist, umfasst das Ventilglied 3 des dritten Ausführungsbeispiels ein erstes Anschlagelement 17 und ein zweites Anschlagelement 18. Die beiden Anschlagelemente 17, 18 sind einstückig mit dem Veritilglied 3 gebildet und sind vollständig ringförmig umlaufend ausgebildet. Dadurch bilden die beiden Anschlagelemente 17, 18 eine umlaufende Nut 19, in welcher das Dichtelement 4 angeordnet ist. Somit stellen die beiden Anschlagelemente 17, 18 des dritten Ausführungsbeispiels sicher, dass das Dichtelement 4 sich weder in Richtung radial nach innen noch in Richtung radial nach außen verformen kann. Ansonsten entspricht dieses Ausführungsbeispiel den vorhergehenden Ausführungsbeispielen, so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
  • Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf 5 ein Ventil gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen bezeichnet.
  • Wie aus 5 ersichtlich ist, ist beim vierten Ausführungsbeispiel im Unterschied zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ein Dichtelement 24 am Ventilsitz 2 angeordnet. Ferner ist auch ein Anschlag 25 einstückig mit dem Ventilsitz 2 gebildet. Das Dichtelement 24 ist ringförmig ausgebildet und weist eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen 24a auf. An seiner radial nach außen gerichteten Seite liegt das Dichtelement 24 wieder am ringförmigen Anschlag 25 an. Um eine sichere Abdichtung zwischen dem Ventilsitz 2 und dem Ventilglied 3 zu erreichen, sind am Ventilglied 3 ein innerer Sitzbereich 22 und ein äußerer Sitzbereich 23 gebildet. Dadurch werden zwischen dem inneren und äußeren Sitzbereich 22, 23 und dem Dichtelement 24 wieder zwei ringförmige Abdichtungen erreicht, wobei die Durchgangsöffnung 24a zwischen den beiden ringförmigen Sitzbereichen 22, 23 liegen. 5 zeigt dabei den geöffneten Zustand des Ventils. Ansonsten entspricht dieses Ausführungsbeispiel dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel, so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
  • Zum vierten Ausführungsbeispiel sei ferner angemerkt, dass es selbstverständlich auch möglich ist, dass am Ventilsitz 2, alternativ auch nur am inneren Umfang des Dichtelements 24, ein Anschlagelement angeordnet sein kann oder sowohl am inneren Umfang als auch am äußeren Umfang ein Anschlagelement angeordnet sein kann. Ferner muss das Dichtelement 24 nicht zwingend ringförmig ausgebildet sein, sondern kann auch aus mehreren bogenförmigen Teilbereichen vorgesehen werden.

Claims (10)

  1. Ventil zum Steuern eines Mediums, insbesondere eines gasförmigen Mediums, umfassend einen Ventilsitz (2) mit wenigstens einer Durchgangsöffnung (5), ein bewegbares Ventilglied (3), um die Durchgangsöffnung im Ventilsitz (2) freizugeben oder zu verschließen, ein Dichtelement (4), welches am Ventilglied (3) oder am Ventilsitz (2) angeordnet ist, und ein Anschlagelement (6; 16; 17, 18, 25), welches eine Bewegung des Ventilglieds (3) in Richtung des Ventilsitzes (2) derart begrenzt, dass das Dichtelement (4) im geschlossenen Zustand des Ventils zwischen Ventilsitz (2) und Ventilglied (3) abdichtet und bei der Abdichtung nur eine geringe Verformung erfährt.
  2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung zwischen Dichtelement (4) und Ventilsitz (2) ringförmig ist, insbesondere linienförmig.
  3. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (6; 16; 17, 18) am Ventilglied (3) angeordnet ist und insbesondere einstückig mit dem Ventilglied (3) ausgebildet ist.
  4. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (25) am Ventilsitz (2) angeordnet und insbesondere einstückig mit dem Ventilsitz (2) ausgebildet ist.
  5. Ventil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (4) seitlich unmittelbar benachbart zum Anschlagelement (6; 16; 17, 18, 25) angeordnet ist und insbesondere das Anschlagelement (6; 16; 17, 18, 25) berührt.
  6. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (6) eine Vielzahl von Anschlagbereichen (6a, 6b, 6c, 6d) umfasst, welche bogenförmig ausgebildet sind, oder dass das Anschlagelement (6; 16; 17, 18) ringförmig umlaufend gebildet ist.
  7. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (6; 16; 17, 18, 25) radial außerhalb des Dichtelements (4) und/oder radial innerhalb des Dichtelements (4) angeordnet ist.
  8. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz (2) einen ersten ringförmigen Sitzbereich (20) und einen zweiten ringförmigen Sitzbereich (21) umfasst, welche in Richtung des Ventilglieds von einer Basisfläche (12) des Ventilsitzes (2) vorstehen und zwischen den Sitzbereichen (20, 21) eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen (5) angeordnet sind.
  9. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilglied (3) eine zentrale Zufuhrbohrung (9) zur Zuführung des Mediums und mehrere von der Zufuhrbohrung (9) abzweigende Seitenbohrungen (10) umfasst, wobei die Seitenbohrungen (10) in einen um das Ventilglied herum angeordneten Druckraum (B) münden.
  10. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil ein Gasventil zum Steuern eines gasförmigen Mediums, insbesondere Erdgas, oder eines anderen gasförmigen Brennstoffs, ist.
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