DE1020065B - Richtantenne - Google Patents
RichtantenneInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
- H01Q19/00—Combinations of primary active antenna elements and units with secondary devices, e.g. with quasi-optical devices, for giving the antenna a desired directional characteristic
- H01Q19/02—Details
- H01Q19/021—Means for reducing undesirable effects
- H01Q19/022—Means for reducing undesirable effects for reducing the edge scattering of reflectors
Landscapes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Richtantenne für sehr kurze elektromagnetische Wellen.
In der Richtfunktechnik tritt immer häufiger die Forderung auf, die beispielsweise bei Parabolspiegelantennen
auftretenden Nebenmaxima, die in rückwärtiger Richtung der Antenne liegen, zu beseitigen
oder zumindest in bestimmten Sektoren wesentlich zu vermindern. Es ist dies vor allem deshalb erforderlich,
weil man in der Richtfunktechnik dazu übergehen will, in Relaisstationen eines Richtfunknetzes
aus Gründen der Frequenzersparnis Sender und Empfänger einer bestimmten Verkehrsrichtung auf der
gleichen Wellenlänge zu betreiben. Die dafür benötigte Übertragungsdämpfung zwischen den Antennen
des Senders und Empfängers dieser einen Übertragungsrichtung muß mindestens in der Größenordnung
von 70 db liegen. Mit den bisherigen Mitteln war es nicht möglich, derartige Werte zu erreichen.
Fernerhin kommt es bei den Richtantennen für derartige Zwecke darauf an, einen möglichst hohen Antennengewinn
zu erzielen unter gleichzeitig möglichst guter Ausnutzung der Antennenfläche. Der hohe
Antennengewinn führt zu einer nach dem Rand hin, etwa nach einem cos2-Gesetz, abnehmenden Belegung,
während die gute Flächenausnutzung der Antenne eine möglichst gleichförmige Belegung der Antennenfläche
voraussetzt.
Bekannt ist eine Anordnung für Trichterstrahler, bei der mit Hilfe eines konischen Ringes, der vor der
Trichteröffnung angebracht ist, die Rückwärtsstrahlung kompensiert wird. Diese Rückwärtsstrahlung
entsteht dadurch, daß die vom Innern des Trichters an den Antennenrand gelangenden Strahlen an diesem
Rand abgebeugt werden. Die Beugung ist meist so stark, daß im Antennendiagramm in Gegenrichtung
des Strahlers ein stark ausgeprägtes Maximum, das sogenannte Nebenmaximum, auftritt.
Bei Spiegelantennen bisher bekannter Ausführungsformen tritt ebenfalls eine unerwünschte Rückwärtsstrahlung
auf, teilweise bedingt durch die Überstrahlung des Antennenspiegels von der Erregerquelle her.
Um dies zu verhindern oder die schädliche Rückstrahlung wenigstens in erträglichen Grenzen zu halten, erhöhte
man die Richtwirkung des Erregers, oder man war gezwungen, den Spiegelrand entsprechend groß
auszubilden. Dann müßte man aber durch die schlechte Flächenausnutzung einen sehr kleinen Spiegelwirkungsgrad
in Kauf nehmen.
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, der es ermöglicht, alle diese an sich
gegensätzlichen Forderungen in besonders zweckmäßiger Weise zugleich zu erfüllen.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, eine Richtantenne für sehr kurze elektromagnetische Wellen, be-Richtantenne
Anmelder:
Telefunken G. m. b. H.r
Berlin NW 87, Sickingenstr. 71
Berlin NW 87, Sickingenstr. 71
Dr. Paul Mann, Neu-Ulm,
und Dr. Erich Schüttlöffel, Backnang (Württ),
sind als Erfinder genannt worden
stehend aus einem über einen Primärstrahler erregten reflektierenden Flächenstrahler, in der Weise auszugestalten,
daß der Primärstrahler zur Erhöhung des Antennengewinns in seiner Strahlungscharakteristik
derart bemessen ist, daß bei nach dem Flächenstrahlerrand hin abnehmender Belegung ein vorzugsweise ge-
a5 ringer Anteil der Erregerstrahlung an dem reflektierenden
Flächenstrahler vorbeigestrahlt wird, und daß in der Nähe des Flächenstrahlerrandes im Bereich
der Vorbeistrahlung Sekundärstrahler vorgesehen sind, die derart angeordnet und bemessen sind,
daß die Strahlung in einem rückwärtigen Bereich des Flächenstrahlers wenigstens nahezu ausgelöscht wird.
Der Flächenstrahler kann beispielsweise ein ebener Spiegel oder ein Parabolspiegel sein.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
In der Zeichnung ist ein als Parabolspiegel ausgebildeter reflektierender Flächenstrahler 1 dargestellt,
der von einem Hornstrahler 2 erregt wird. Die Charakteristik des Erregerstrahlers 2 ist derart bemessen,
daß die reflektierende Hohlfläche des Paraboloids vom Scheitel des Paraboloids aus nach dem
Rand 2 abnehmend ausgeleuchtet wird. Diese Abnahme wird im allgemeinen bei Hornstrahlern einem
cos- oder cos2-Gesetz folgen, im Idealfall müßte sie etwa einer Binomialverteilung entsprechen. Die Bemessung
des Erregerstrahlers im Vergleich zum Durchmesser d der Spiegelapertur ist des weiteren
derart getroffen, daß ein geringer Anteil der Hauptstrahlung der Erregerantenne 2 an dem Paraboloid
vorbeigestrahlt wird, wobei Untersuchungen gezeigt haben, daß dieser vorbeigestrahlte Anteil der Erregerstrahlung
zweckmäßig etwa 10% der gesamten Hauptstrahlungsenergie des Erregerstrahlers beträgt.
Normalerweise würde eine derartige Richtantenne in-
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folge der Ströme an dem Rand 3 des Paraboloids und der dadurch verursachten Beugungserscheinungen
auch Nebenmaxima besitzen, die in rückwärtiger Richtung, also nach der der Erregerantenne 2 abgewandten
Seite.des Paraboloids I hin, gerichtet sind. Zur Beseitigung des - Einflusses dieser unerwünschten
Nebenmaxima ist erfindungsgemäß in der Nähe des Flächenstrahlerrandes 3 im Bereich der Vorbeistrahlung"
ein Sekundärstrahler 4 — im Ausführungsbeispiel
ein Metallring —■ vorgesehen. Dieser Metall- *°
ring 4 ist derart angeordnet und bemessen, daß die Strahlung in einem rückwärtigen Bereich des Flächen Strahlers
wenigstens nahezu ausgelöscht wird. Man kann, sich die Wirkungsweise dieses Sekundärstrahlers
derart vorstellen, daß sich vom Flächenstrahlerrand 3 aus ein Wellenzug ablöst — verursacht durch die
Randströme —, der beispielsweise ein Hauptmaximum in der in der Zeichnung eingetragenen Richtung 5 besitzt.
Bemißt man nun die Erregercharakteristik der Erregerantenne 2 derart, daß der Metall ring 4 noch
im Bereich der Vorbeistrahlung liegt, so kann man durch geeignete Ausbildung und Anordnung des
Metallringes 4 erreichen, daß sich von diesem Sekundärstrahler
ebenfalls ein Wellenzug ablöst, dessen Hauptmaximum in der Richtung 6 liegt und mit dem
Hauptmaximum der Richtung 5 zusammenfällt. Die Anordnung kann des weiteren derart getroffen werden,
daß die in der Richtung 6 vom Sekundärstrahler 4 sich ablösende Wellenfront gerade gegenphasig sich
der von dem Rand 3 des reflektierenden Flächenstrahlers
1 überlagert, wodurch eine Auslöschung der unerwünschten Rückstrahlung in der durch 5 und 6 bestimmten
Richtung erzielt wird.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ausbildung einer Richtantenne stellt einerseits sicher, daß infolge
der nach dem Rand 2 abnehmenden Belegung die Nebenmaxima in der gewünschten Übertragungsrichtung
hinreichend klein bleiben und andererseits auch eine hinreichend gute Flächenausnutzung sichergestellt
ist, was bei der erfindungsgemäßen Anordnung dadurch erreicht wird, daß die Belegung mit Erregerstrahlung am Rand 3 des reflektierenden Flächenstrahlers
noch nicht auf den Wert Null abgesunken ist, sondern noch" einen endlichen Wert besitzt. Diese Bemessung
gibt aber auch zugleich die Möglichkeit, die durch Randströme verursachten, in rückwärtiger
Richtung der reflektierenden Antenne liegenden Nebenmaxima, die vornehmlich Beugungsnebenmaxima
sind, mittels eines Sekundärstrahlers zu beseitigen. Es ist dabei auch völlig ausreichend, daß,
wie beim Ausführungsbeispiel gezeigt, im allgemeinen ;
nur ein einziger derartiger Sekundärstrahler vorgesehen wird, denn es genügt in der Praxis häufig, wenn
nur in einem bestimmten rückwärtigen Winkelbereich des reflektierenden Flächenstrahlers keine Nebenmaxima
der Richtantenne existieren.
An Stelle des in der Zeichnung dargestellten Metallringes
4 sind als Sekundärstrahler auch nur Segmente eines Metallringes anwendbar oder auch hiervon in
der Form verschiedene Sekundärstrahler. Als Sekundärstrahler
kann des weiteren mit Vorteil auch dielektrisches Material Anwendung finden, welches entweder
unmittelbar als Ring oder Segment am Flächenstrahlerrand angesetzt oder in geringem Abstand hiervon
angeordnet ist. Dieses dielektrische Material muß lediglich so bemessen sein, daß sich bei der vorausgesetzten,
an sich geringen Vorbeistrahlung, in der im vorliegenden Fall das dielektrische Material liegen
muß, die Ablösung von zwei Wellenfronten ergibt, die in der Richtung der auszulöschenden Nebenmaxima
etwa gleichen Betrag, aber gegensätzliche Phase besitzen, so daß eine praktisch völlige Auslöschung erzielt
wird.
Claims (4)
1. Richtantenne für sehr kurze elektromagnetische Wellen, bestehend aus einem über einen
Primärstrahler erregten reflektierenden Flächenstrahler, dadurch gekennzeichnet, daß der Primärstrahler
zur Erhöhung des Antennengewinns in seiner Strahlungscharakteristik derart bemessen
ist, daß bei nach dem Flächenstrahlerrand hin abnehmender Belegung ein vorzugsweise geringer
Anteil der Erregerstrahlung an dem reflektierenden Flächenstrahler vorbeigestrahlt wird, und daß
in der Nähe des Flächenstrahlerrandes im Bereich der Vorbeistrahlung Sekundärstrahler vorgesehen
sind, die derart angeordnet und bemessen sind, daß die Strahlung in einem rückwärtigen Bereich des
Flächenstrahlers wenigstens nahezu ausgelöscht wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Sekundärstrahler ein Metallring- vorgesehen ist, der den Rand des Flächenstrahlers
in geringem Abstand umgibt.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Sekundärstrahler Segmente
eines Metallringes vorgesehen sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sekundärstrahler am Rand
des Flächenstrahlers, vorzugsweise in geringem Abstand hiervon, Dielektrikum vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Der Fernmelde-Ingenieur, Mai 1951, H. 2, S. 8
und 9;
»Das Elektron«, April 1949, S. 149 bis 152..
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 807/179· 11.57
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
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| DE1020065B true DE1020065B (de) | 1957-11-28 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET11306A Pending DE1020065B (de) | 1955-08-23 | 1955-08-23 | Richtantenne |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| GB (1) | GB800466A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3140491A (en) * | 1963-01-24 | 1964-07-07 | Boeing Co | Diffraction shield consisting of notched ring which frames passive reflector |
Families Citing this family (5)
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Also Published As
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| GB800466A (en) | 1958-08-27 |
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