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Die
Erfindung betrifft einen Kabelkanal zum Führen von wenigstens einem Kabel
oder Leiter.
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Aus
dem Stand der Technik sind Kabelkanäle bekannt, in denen ein Leiterpaket
bestehend aus mehreren Leitern oder Kabeln geführt wird. Der Kabelkanal weist
dabei an seiner Oberseite einen Deckel auf, mit dem der Kabelkanal
zumindest abschnittsweise verschlossen werden kann, um ein ungewolltes
Herausfallen des Leiterpakets zu verhindern. Der Deckel ist dabei
beispielsweise schwenkbar an dem Kabelkanal befestigt. Er kann aber
auch auf den Kabelkanal aufgeschoben werden. Der Kabelkanal weist
hierzu gewöhnlich
entsprechende Einführlaschen
auf. Die Größe des Kabelkanals
wird im Allgemeinen durch seine notwendige Eigenstabilität vorgegeben.
Dies führt
dazu, das Leiterpakete die normalerweise relativ klein sind hierdurch
in einem großen
Abstand von dem Deckel entfernt in dem Kabelkanal liegen.
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Solche
Kabelkanäle
haben den Nachteil, dass das Leiterpaket in dem Kabelkanal frei
beweglich ist und dadurch beispielsweise Vibrationen und Klappergeräusche entstehen
können.
Des Weiteren können
sich einzelne Kabel oder Leiter durch ihre freie Beweglichkeit in
dem Kabelkanal ineinander verschlingen oder sogar beschädigt werden.
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Aus
der
DE 93 17 739 U1 ist
des Weiteren ein Kabelverlegungssystem bekannt. Dieses weist einen
Hauptkanal, einen Kabelniederhalter, einen Deckel, eine Unterteilungswand,
eine angepasste Anschlusskappe und einen Verbindungsclip auf. Der Kabelniederhalter
besitzt dabei pfeilförmig
gestaltete distale Kanten, V-förmige
Nuten zur Positionierung der Untertei lungswand, verstärkende Knotenstücke und
Positionierungsnuten für
den Deckel.
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Weiter
ist aus der
US 2 087 640 ein
Metallgehäuse
bekannt zur Aufnahme von Kabeln. Das Metallgehäuse besteht aus einem Basisgehäuse und
einem Deckel zum Verschließen
des Basisgehäuses. Die
Seitenkanten des Basisgehäuses
sind dabei U-förmig
nach innen gebogen. Dabei werden zusätzlich Metallfedern in dem
Basisgehäuse
an verschiedenen Positionen eingehängt, die dafür sorgen,
dass in das Gehäuse
eingelegte Kabel an ihrer Position bleiben.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen verbesserten Kabelkanal mit einem Deckel
bereitzustellen, in dem Kabel oder Leiter so geführt werden können, dass
sie im Wesentlichen in ihrer Position gehalten werden.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Kabelkanal gemäß Anspruch 1 gelöst. Der
erfindungsgemäße Kabelkanal
weist dabei ein Nie derhalterelement auf, das bei geschlossenem Deckel
so weit in den Kabelkanal hineinragt, dass es die Kabel oder Leiter
in dem Kabelkanal ausreichend halten kann.
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Der
Kabelkanal hat dabei den Vorteil, dass die Kabel bzw. Leiter nicht
mehr frei beweglich in dem Kabelkanal liegen sondern durch das Niederhalterelement
gehalten bzw. in den Kabelkanal gedrückt werden können. Dadurch
können
Vibrationen und Klappergeräusche
verhindert oder zumindest erheblich reduziert werden. Ferner werden
die Kabel nicht mehr so schnell beschädigt wie bei Kabelkanälen des Standes
der Technik.
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Die
vorliegende Erfindung erzielt ferner, durch das Vorsehen des Niederhalterelements
mit einem entsprechend geformten Vorsprung, dass keine Kabel oder
Leiter zwischen der Seitenwand und dem Niederhalterelement eingeklemmt
werden können, wenn
dieser in den Kabelkanal eingeschwenkt wird.
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Des
Weiteren schafft die Erfindung durch das Vorsehen eines Spiels zwischen
dem Verschlusselement des Deckels und dem Eingriff für das Verschlusselement
an der Seitenwand des Kabelkanals, dass das Niederhalterelement
auf den Kabeln bzw. Leitern auffedern und so Toleranz- bzw. Maßschwankungen
ausgleichen kann.
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Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen definiert.
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Nachfolgend
werden bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
schematische perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kabelkanals
mit einem geöffneten
Deckel,
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2 eine
weitere schematische perspektivische Ansicht des Kabelkanals gemäß 1,
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3 eine
schematische perspektivische Ansicht des Kabelkanals gemäß 1,
wobei der Kabelkanal mit dem Deckel verschlossen ist,
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4 eine
Seitenansicht des geschlossenen Kabelkanals gemäß 3,
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5 eine
schematische Seitenansicht in der der Deckel von einer geöffneten
Stellung in eine geschlossene Stellung geschwenkt wird, und
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6 eine
schematische Ansicht eines Kabelkanals gemäß der Erfindung, bei dem mehrere Kabelkanalabschnitte
mit Deckeln verschlossen sind.
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Im
Folgenden wird anhand der 1–4 zunächst der
Aufbau eines erfindungsgemäßen Kabelkanals 2 erläutert.
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In 1–4 ist
ein Teil eines Kabelkanals 2 dargestellt. Der Kabelkanal 2 weist
dabei zumindest einen Kabelkanalabschnitt 4 auf, der zu
einer Seite hin offen ausgebildet ist und mit einem Deckel 6 wieder
verschließbar
ist. In dem Kabelkanal 2 kann ein Leiterpaket 8 geführt werden,
das aus einem oder mehreren Leitern bzw. Kabeln besteht. Der Kabelkanal 2 kann
beispielsweise einen Kabelkanalabschnitt 4 mit einem im
Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt aufweisen, der eine Basis 10 und zwei Seitenwände 12 aufweist.
An einer der Seitenwände 12 ist
der Deckel 6 angeordnet, der sich zumindest teilweise oder über die
gesamte Länge
des Kabelkanalabschnitts 4 erstreckt.
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Der
Deckel 6 ist mit wenigstens einem bzw. zwei Verschlusselementen 14 versehen,
um den Kabelkanal 2 so zu verschließen, dass kein Kabel oder Leiter 8 ungewollt
aus dem Kabelkanal 2 herausfallen kann.
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Der
Deckel 6 ist des Weiteren vorzugsweise über wenigstens ein Scharnier 16 bzw.
zwei Scharniere schwenkbar an einer der beiden Seitenwände 12 des
Kabelkanals 2 befestigt. Das Scharnier 16, beispielsweise
ein Filmscharnier, kann dabei an dem Kabelkanal 2 und/oder
dem Deckel 6 vorzugsweise stofflich einstückig angeformt
sein. Dies hat den Vorteil, dass es einfach und preisgünstig hergestellt
werden kann. Das Scharnier 16 kann aber auch als separates
Teil ausgebildet sein. Neben einem Filmscharnier sind noch eine
Vielzahl weiterer Scharniertypen denkbar, beispielsweise Federscharniere, Drehmomentscharniere
oder Stangenscharniere. Des Weiteren kann das Scharnier 16 aus
Kunststoff und/oder Metall gefertigt sein. Ferner ist es möglich, den
Deckel 6 so auszubilden, dass er auf den Kabelkanal 2 aufgesteckt
bzw. an diesem eingerastet werden kann (nicht dargestellt).
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Der
Kabelkanal 2 und/oder der Deckel 6 werden vorzugsweise
als Spritzgussteil aus Kunststoff gefertigt. Sie können jedoch
auch aus anderen Materialien beispielsweise Metallblech hergestellt
sein.
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Wie
in 1 und 2 dargestellt, weisen die Verschlusselemente 14 des
Deckels 6 jeweils ein Hakenelement 18 auf. Das
Hakenelement 18 kann dabei an der Seitenwand 12 einhaken
bzw. unterhaken, die der Seitenwand 12 gegenüberliegt,
an der der Deckel 6 befestigt ist. Diese Seitenwand 12 kann hierzu
einen Vorsprung 20 aufweisen, in den das Hakenelement 18 eingreifbar
ist. Alternativ oder zusätzlich
kann die Seitenwand 12 auch eine Vertiefung (nicht dargestellt)
aufweisen, in die das Hakenelement 18 einhaken bzw. eingreifen
kann, um den Deckel 6 zuverlässig in einer geschlossenen
Position zu halten.
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Des
Weiteren ist in 1 und 2 gezeigt, dass
der Deckel 6 ein Niederhalterelement 22 in Form
eines Vorsprungs aufweist. Der Vorsprung ragt von dem Deckel 6 im
geschlossenen Zustand vorzugsweise soweit in den Kabelkanal 2 hinein
bzw. weist eine geeignete Länge
auf, sodass er die eingelegten Kabel bzw. Leiter 8 sicher
in dem Kabelkanal 2 halten kann, wie in 4 beispielhaft
gezeigt ist. Üblicherweise
werden bis zu acht Kabel in einem Kabelkanal 2 geführt. Es
können
jedoch auch nur ein einziges Kabel oder mehr als acht davon vorgesehen sein.
Das Niederhalterelement 22 ist derart geformt, dass es
ein Einklemmen der Kabel bzw. Leiter mit der Seitenwand 12 zuverlässig verhindert
und damit ein Beschädigen
derselben vermeidet.
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Das
Niederhalterelement 22 kann soweit in den Kabelkanal 2 hineinragen,
dass es die Kabel 8 fest in dem Kabelkanal 2 hält bzw.
diese in den Kabelkanal 2 drückt, ohne sie dabei zu beschädigen. Die
Form des Niederhalterelements 22 wird weiter unten noch
detaillierter mit Bezug auf 4 und 5 erläutert.
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Wie
in 1–3 dargestellt,
ist das Niederhalterelement 22 vorzugsweise versetzt zu
dem jeweiligen Verschlusselement 14 angeordnet, beispielsweise
mittig zwischen den beiden Verschlusselementen 14. Dies
hat den Vorteil, dass das Niederhalterelement 22 leichter
auffedern kann, um Toleranzunterschiede und Maßhaltigkeitsunterschiede bei
den eingelegten Kabeln bzw. dem Kabelkanalabschnitt 4 auszugleichen.
Grundsätzlich
ist es aber auch möglich,
das Niederhalterelement 22 an oder in der Nähe eines
Verschlusselements 14 anzuordnen.
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Wie
in 4 gezeigt, ist zwischen dem Eingriff des Verschlusselements 14 bzw.
dessen Hakenelements 18 und dem Vorsprung 20 oder
der Vertiefung (nicht dargestellt) der Seitenwand 12, in
die das Verschlusselement 14 einhakt, ein Spiel d bzw.
ein Abstand d vorgesehen, der eine Einrastsicherheit des Deckels 6 gewährleistet.
Wenn der Deckel 6 in eine geschlossene Position bewegt
wird und das Niederhalterelement 22 in den Kabelkanal 2 eingeschwenkt
wird, so kann das Niederhalterelement 22 mit den Kabeln 8 in
Berührung
kommen und auf diesen auffedern bzw. zurückfedern, um auf diese Weise
Toleranz- und Maßschwankungen
auszugleichen.
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In 4 sind
beispielhaft drei Kabel 8 dargestellt, die so in dem Kabelkanal 2 geführt sind,
dass das Niederhalterelement 22 mit den Kabeln 8 gerade in
Kontakt kommt, wobei das Spiel d gegeben ist. Für den Fall, dass beispielsweise
statt der dargestellten Kabel 8, Kabel 8 mit einem
größeren Durchmesser
in dem Kabelkanal 2 geführt
werden, kann sich der Deckel 6 durchbiegen. Dadurch kann
der Deckel 6 die größeren Durchmesser
der Kabel 8 leicht ausgleichen, ohne diese zu sehr zusammenzuquetschen. Des
Weiteren können
der Deckel 6 und/oder das Scharnier 16 und/oder
das Niederhalterelement 22 zumindest teilweise elastisch
ausgebildet sein. Dadurch ist es möglich, dass der Deckel und/oder
das Scharnier 16 und/oder das Niederhalterelement 22 zusätzlich noch
etwas nachgeben können,
wenn das Niederhalterelement 22 mit den Kabeln 8 in
Kontakt kommt.
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Wie
oben bereits beschrieben, ist das Niederhalterelement 22 hierbei
vorzugsweise versetzt von den Verschlusselementen 14 angeordnet,
beispielsweise in der Mitte der Verschlusselemente 14. Dadurch
kann sich der Deckel 6 selbst beispielsweise noch etwas
nach oben aufwölben
und hierdurch das Auffedern zusätzlich
erleichtern, wenn große
Toleranzunterschiede vorliegen und darüber hinaus einen gewissen Druck
auf die Kabel 8 ausüben.
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Wie
in 1 und 2 gestrichelt angedeutet ist,
kann die Seitenwand 12, an der der Deckel 6 befestigt
ist, des Weiteren eine Vertiefung oder eine Öffnung 24 aufweisen.
Diese Vertiefung oder Öffnung 24 dient
dazu, dass das Niederhalterelement 22 mit einem Abschnitt
darin eintreten kann, wenn der Deckel 6 in die geschlossene
Position geschwenkt wird. Dies ist auch in 5 gezeigt.
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Die
Vertiefung oder Öffnung 24 weist
ebenfalls vorzugsweise ein Spiel auf (nicht dargestellt), um eine
Bewegung des Niederhalterelements 22 innerhalb dieses Bereichs
zu ermöglichen.
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Wie
weiter in 1 und 2 gezeigt
ist, kann an der Seitenwand 12, die der Seitenwand 12 gegenüberliegt
an der der De ckel 6 befestigt ist, eine Vertiefung 26 oder Öffnung (nicht
dargestellt) vorgesehen sein. Diese Vertiefung 26 oder Öffnung hat den
Vorteil, dass die Länge
des Niederhalterelements 22 nicht durch den Abstand zwischen
den Seitenwänden 12 begrenzt
wird. Es können
somit auch lange Niederhalterelemente 22 leicht in den
Kabelkanal 2 eingeschwenkt werden, ohne an der Seitenwand 12 entlang
zu schaben oder sogar an ihr aufzusetzen.
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Ferner
kann die Seitenwand 12, wahlweise im Bereich, in den das
Niederhalterelement 22 in den Kabelkanal 2 einschwenkt,
zusätzlich
durch einen verdickten Abschnitt 28 verstärkt sein.
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Des
Weiteren kann der Deckel 6 wahlweise über wenigstens eine Rippe 30 oder
wie dargestellt durch vier Rippen 30 verstärkt und/oder
zusätzlich positioniert
werden. An einem Längsende
der Rippen 30 kann wahlweise zusätzlich ein Vorsprung 32 vorgesehen
sein, der derart geformt bzw. abgeschrägt und/oder abgerundet ist,
dass die aus dem Kabelkanal 2 austretenden Kabel oder Leiter 8,
die beispielsweise zum Deckel 6 hin nach oben gebogen werden, auf
keine spitzen Kanten stoßen,
durch die sie beschädigt
werden könnten.
Das gleiche gilt für
die Kanten des Kabelkanals 2. Auch diese Kanten sind vorzugsweise
abgerundet ausgebildet.
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Gemäß 1 und 2 können die
Rippen 30 des Deckels 6 wahlweise zusätzlich mit
wenigstens einem Haltevorsprung 34 versehen werden. Der Haltevorsprung 34 kann
beim Herunterschwenken des Deckels 6 an der Seitenwand 12,
an der der Deckel 6 befestigt ist, einrasten bzw. einhaken,
um den Deckel 6 zusätzlich
festzuhalten. Die Seitenwand 12 weist hierzu ebenfalls
eine entsprechende Vertiefung oder Öffnung 36 auf, in
die der Haltevorsprungs 34 einhaken oder eingreifen kann.
Diese Vertiefung oder Öffnung 36 ist
in 1 und 2 mit einer gestrichelten Linie
angedeutet. Im Gegensatz zu der Vertiefung oder Öffnung 24 für das Niederhalterelement 22 braucht
hierbei kein entsprechendes Spiel vorgesehen werden, sofern das
Niederhalterelement 22 versetzt zu dem Haltevorsprung 34 angeordnet
ist.
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Der
Haltevorsprung 34 hat den Vorteil, dass der Deckel 6 zuverlässig mit
der Seitenwand 12 und damit mit dem Kabelkanal 2 verbunden
bleibt, auch wenn die Scharniere 16 abreißen sollten.
Ein weiterer Vorteil ist, dass der Haltevorsprung 34 den
Deckel 6 zusätzlich
auf dem Kabelkanal 2 zentrieren kann, sodass dieser nicht
schief auf dem Kabelkanal 2 aufsetzt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann der Deckel 6 auf wenigstens einer seiner Längsseiten zusätzlich mit
wenigstens einem Vorsprung bzw. einer hervorstehenden Kante 38 versehen
sein. Die Kante 38 steht so von dem Deckel 6 vor,
dass sie in der geschlossenen Position des Deckels 6 an
der entsprechenden Seitenwand 12 anliegt, um diese seitlich
abzustützen,
wie in 3 gezeigt ist. Dies hat den Vorteil, dass die
Scharniere 16 nicht so leicht abgerissen werden können, wenn
seitlich an dem Deckel 6 Kräfte angreifen. Des Weiteren
kann der Deckel 6 zusätzlich
durch die Kante 38 an der Seitenwand 12 ausgerichtet
werden.
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Wie
oben bereits mit Bezug auf 1–4 beschrieben
wurde, ist das Niederhalterelement 22 derart geformt, dass
es eine Vielzahl von Kabeln 8 in dem Kabelkanal 2 hält und ein
Einklemmen und Beschädigen
des Kabels 8 verhindert.
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Beim
Herunterschwenken des Deckels 6 wird ein Kabel 8,
das zwischen das Niederhalterelement 22 und die Seitenwand 12 gerät, durch
die Form des Niederhalterelements 22 zur Basis 10 des Kabelkanals 2 hin
gedrückt.
Das Kabel 8 wird dabei nicht mit der Seitenwand 12 geklemmt.
Stattdessen wird es durch die Form des Niederhalterelements 22 zur
Basis 10 nach unten weg in den Kabelkanal 2 gedrückt und
dort durch das Niederhalterelement 22 gehalten. Das Niederhalterelement 22 weist
hierzu einen entsprechend geformten vorzugsweise abgerundeten Abschnitt
auf, wie in 4 und 5 dargestellt
ist. Diese zeigen, dass das Niederhalterelement 22 einen
Basisabschnitt 40 und zwei Seitenabschnitte 42, 44 aufweist.
Ein Seitenabschnitt 42 weist vorzugsweise einen gerundeten
Vorsprung 46 auf, der, wenn das Niederhalterelement 22 in
den Kabelkanal 2 eingeschwenkt wird, in die oben beschriebene Öffnung oder
Vertiefung 24 (1 und 2) der Seitenwand 12 eingeführt wird.
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Wie
in 5 gezeigt, ist der Vorsprung 46 dabei
derart geformt, dass er mit der Seitenwand 12 des Kabelkanals 2,
beim Eintauchen in den Kabelkanal 12, einen verhältnismäßig großen Winkel α bildet, beispielsweise
von ca. 70°.
Die Darstellung in 5 ist dabei nicht maßstäblich. Der
Basisabschnitt 40 des Niederhalterelements 22 bildet
mit der anderen Seitenwand 12 beim Eintauchen in den Kabelkanal 2 beispielsweise
einen Winkel β von
ca. 50° und
größer.
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Ist
das Niederhalterelement 22 vollständig in den Kabelkanal 2 eingeschwenkt,
was ebenfalls in 5 dargestellt ist, so bildet
der Vorsprung 46 mit der Seitenwand 12 einen kleineren
Winkel α'. Dieser beträgt beispielsweise
ca. 55°.
Der Winkel α' ist so bemessen,
dass ein Kabel 8 bei eingeschwenktem Niederhalterelement 22 nicht
zwischen diesem und der Seitenwand 12 eingeklemmt werden
kann, sondern zur Basis 10 des Kabelkanals 2 hin
bewegt wird. Der Basisabschnitt 40 bildet bei eingeschwenktem Niederhalterelement 22 vorzugsweise
einen Winkel β' von beispielsweise
ca. 90° mit
der Seitenwand 12. Der Seitenabschnitt 44 taucht
beim Schwenken des Niederhalterelements 22 in die Vertiefung 26 ein
und verhindert dabei ebenfalls, dass ein Kabel 8 eingeklemmt
werden kann. Im eingeschwenkten Zustand ist der Abstand zwischen
diesem Seitenabschnitt 44 und der Seitenwand 12 so
bemessen, dass auch hier kein Kabel oder Leiter 8 dazwischen
eingeklemmt werden kann.
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Die
vorgenannten Werte für
die Winkel α, α', β und β' stellen lediglich
Beispiele dar, bei denen ein Verklemmen eines Kabels 8 geeignet
verhindert werden kann. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf
diese Werte für
die Winkel beschränkt.
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Der
Vorsprung 46 bzw. der Seitenabschnitt 42, der
Seitenabschnitt 44 und der Basisabschnitt 40 des
Niederhalterelements 22 sind vorzugsweise abgerundet. Ebenso
sind die Kanten des Niederhalterelements 22 vorzugsweise
abgerundet, sodass die Kabel 8 nicht mit scharfen Kanten
in Berührung
kommen und dadurch beschädigt
werden können.
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Das
Vorsehen des Niederhalterelements 22 mit dem gerundeten
Vorsprung 46 ist von Vorteil, da dieser zuverlässig verhindert,
dass ein Kabel 8 beim Schwenken des Niederhalterelements 22 in
den Kabelkanal 2 zwischen der Seitenwand 12 und
dem Niederhalterelement 22 eingeklemmt werden kann.
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In 6 ist
ein Kabelkanal 2, wie er beispielsweise im Automobilbau
verwendet wird, dargestellt. Der Kabelkanal 2 weist mehrere
Kabelkanalabschnitte 4 auf, die mit einem Deckel 6 gemäß der Erfindung
verschlossen sind.
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Der
Kabelkanal 2 ist jedoch nicht auf Kabelkanäle 2 für den Automobilbau
beschränkt,
sondern kann in allen, darunter unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt
werden, in denen Kabelkanäle
zum Führen
von Kabeln bzw. Leitern benötigt
werden. Dabei kann der Deckel 6 grundsätzlich nicht nur an geraden Kabelkanalabschnitten 4 angebracht
werden, sondern er kann auch beispielsweise an eine gekrümmte Form
des Kabelkanalabschnitts 4 angepasst werden. Statt durch
Scharniere befestigt zu werden, kann der Deckel 6 in diesen
Bereichen an dem Kabelkanal 2 beispielsweise aufgesteckt
werden.
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- 2
- Kabelkanal
- 4
- Kabelkanalabschnitt
- 6
- Deckel
- 8
- Leiterpaket,
Kabel, Leiter
- 10
- Basis
(Kabelkanalabschnitt)
- 12
- Seitenwand
(Kabelkanalabschnitt)
- 14
- Verschlusselement
(Deckel)
- 16
- Scharnier
(Deckel und Kabelkanalabschnitt)
- 18
- Hakenelement
(Verschlusselement)
- 20
- Vorsprung
(Seitenwand)
- 22
- Niederhalterelement
(Deckel)
- 24
- Vertiefung/Öffnung (Seitenwand)
- 26
- Vertiefung
(Seitenwand)
- 28
- Verdickter
Abschnitt (Seitenwand)
- 30
- Rippe
(Deckel)
- 32
- Vorsprung
(Deckel)
- 34
- Haltevorsprung
(Rippe)
- 36
- Vertiefung/Öffnung (Seitenwand)
- 38
- Vorsprung
bzw. Kante (Deckel)
- 40
- Basisabschnitt
(Niederhalterelement)
- 42
- Seitenabschnitt
(Niederhalterelement)
- 44
- Seitenabschnitt
(Niederhalterelement)
- 46
- gerundeter
Vorsprung (Niederhalterelement)