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DE102006036446A1 - Injektor für ein Kraftstoffeinspritzsystem - Google Patents

Injektor für ein Kraftstoffeinspritzsystem Download PDF

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DE102006036446A1
DE102006036446A1 DE200610036446 DE102006036446A DE102006036446A1 DE 102006036446 A1 DE102006036446 A1 DE 102006036446A1 DE 200610036446 DE200610036446 DE 200610036446 DE 102006036446 A DE102006036446 A DE 102006036446A DE 102006036446 A1 DE102006036446 A1 DE 102006036446A1
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DE
Germany
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control
valve
piston
valve body
injector according
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Application number
DE200610036446
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Christoph Magel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M63/00Other fuel-injection apparatus having pertinent characteristics not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00; Details, component parts, or accessories of fuel-injection apparatus, not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M39/00 - F02M61/00 or F02M67/00; Combination of fuel pump with other devices, e.g. lubricating oil pump
    • F02M63/0012Valves
    • F02M63/0031Valves characterized by the type of valves, e.g. special valve member details, valve seat details, valve housing details
    • F02M63/0045Three-way valves
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M47/00Fuel-injection apparatus operated cyclically with fuel-injection valves actuated by fluid pressure
    • F02M47/02Fuel-injection apparatus operated cyclically with fuel-injection valves actuated by fluid pressure of accumulator-injector type, i.e. having fuel pressure of accumulator tending to open, and fuel pressure in other chamber tending to close, injection valves and having means for periodically releasing that closing pressure
    • F02M47/027Electrically actuated valves draining the chamber to release the closing pressure

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Abstract

Es wird ein Injektor mit einem 3/2-Steuerventil (19) vorgeschlagen, bei dem durch eine Beaufschlagung des Ventilkörpers (35) mit unter hohem Druck stehendem Kraftstoff am Außendurchmesser die Hochdruckfestigkeit des Steuerventils (19) erhöht wird.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einem Injektor für ein Einspritzsystem einer Brennkraftmaschine mit einer Düsennadel und einem Steuerventil, wie es beispielsweise aus der DE 10 2004 058 184.3 bekannt ist.
  • Bei diesem Injektor ist das Steuerventil als 3/2-Ventil ausgebildet. Dadurch wird eine genauere Zumessung der Einspritzmengen, insbesondere im niedrigen Teillastbereich oder im Leerlauf, erreicht. Da 3/2-Ventile in der Regel viele Ventilkammern und Zuleitungen aufweisen, ergeben sich im Inneren der Ventilkörper dieser Ventile Geometrien mit vielen Verschneidungen von Bohrungen und Kammern oder Ringräumen. Da die Ventilkörper im Inneren mit unter hohem Druck stehendem Kraftstoff beaufschlagt werden, entstehen an den Verschneidungen Spannungsspitzen, welche die Hochdruckfestigkeit verringern. Um die Hochdruckfestigkeit im Bereich dieser Verschneidungen anzuheben, sind bislang aufwändige und teure Formgebungs- und Verrundungsprozesse, wie beispielsweise hydroerosives Verrunden, welches auch als "electrochemical machining" bezeichnet wird, notwendig.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuerventil zur Steuerung eines Common-Rail-Injektor bereitzustellen, dessen Herstellung deutlich vereinfacht und damit kostengünstiger gehalten werden kann. Außerdem soll die Hochdruckfestigkeit verbessert werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Injektor für ein Einspritzsystem einer Brennkraftmaschine, einer Düsennadel und mit einem Steuerventil, wobei das Steuerventil einen Ventilkörper und einen Ventilkolben umfasst, wobei das Steuerventil in einer ersten Schaltstellung eine hydraulische Verbindung zwischen einem Steuerraum und einem Hochdruckraum freigibt, und wobei das Steuerventil in einer zweiten Schaltstellung eine hydraulische Verbindung zwischen dem Steuerraum und einem Kraftstoffrücklauf, dadurch gelöst, dass die Bereiche des Ventilkörpers, die im Inneren mit unter hohem Druck stehendem Kraftstoff beaufschlagbar sind, auch außen mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagbar sind.
  • Vorteilhafte Wirkungen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Steuerventil werden die durch die Beaufschlagung des Ventilkörpers im Innenraum mit dem unter dem Raildruck stehenden Kraftstoff verursachten (Zug)-Spannungen dadurch ganz oder teilweise dadurch kompensiert, dass der Ventilkörper mindestens in dem mit Innendruck beaufschlagten Bereich auch außen mit dem unter Raildruck stehenden Kraftstoff beauftragt wird.
  • Durch die Beaufschlagung des Ventilkörpers von außen mit unter Raildruck stehendem Kraftstoff, werden Druckspannungen in den Ventilkörper eingebracht, welche die aus dem Innendruck resultierenden Zugspannungen, insbesondere in den Verschneidungsbereichen, ganz oder teilweise kompensieren. Dadurch wird die Hochdruckfestigkeit des erfindungsgemäßen Steuerventils deutlich erhöht, ohne dass die Verschneidungen aufwändig nachbearbeitet und/oder verrundet werden müssten. Im Ergebnis ergibt sich dadurch nicht nur eine verbesserte Hochdruckfestigkeit, sondern die Herstellungskosten können drastisch reduziert werden.
  • Besonders vorteilhaft an der erfindungsgemäßen Ausgestaltung, ist dass die Kompensation der in den Verschneidungsbereichen auftretenden Zugspannungen nahezu unabhängig vom Druckniveau sind, da sich die durch den Innendruck und den gleich hohen Außendruck verursachten Spannungen gegenseitig ganz oder teilweise aufheben.
  • Um die erfindungsgemäß beanspruchte Beaufschlagung des Ventilkörpers von außen mit unter Hochdruck stehendem Kraftstoff zu gewährleisten, hat es sich als einfach und vorteilhaft erwiesen, wenn der Ventilkörper in einem Hochdruckraum angeordnet ist.
  • Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Ventilkolben und/oder in dem Ventilkörper ein erster Ringraum ausgebildet. Des Weiteren ist in dem Ventilkolben und/oder in dem Ventilkörper ein zweiter Ringraum ausgebildet, wobei zwischen erstem Ringraum und zweitem Ringraum ein mit dem Ventilkörper zusammenwirkender ersten Ventilsitz ausgebildet ist.
  • Zusätzlich ist vorgesehen, dass der Ventilkolben eine Durchgangsbohrung aufweist, dass der Ventilkolben an einem dem Steuerraum zugewandten Ende eine die Durchgangsbohrung umschließende Dichtkante aufweist und dass an dem Steuerraumkörper ein mit der Dichtkante zusammenwirkenden Flachsitz ausgebildet ist.
  • Diese Ausgestaltungen ermöglichen eine einfache und leicht zu montierende Konstruktion des erfindungsgemäßen Steuerventils und des gesamten Injektors.
  • Es hat sich weiter als vorteilhaft erwiesen, wenn ein Hochdruckanschluss, der einenends mit dem Common-Rail in Verbindung steht, anderenends mit dem ersten Ringraum hydraulisch in Verbindung steht.
  • Des Weiteren hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Steuerraum mit dem zweiten Ringraum hydraulisch in Verbindung steht. Selbstverständlich kann zwischen Steuerraum und zweitem Ringraum die Ablaufdrossel vorgesehen sein.
  • Der Steuerkolben, welcher einenends den Steuerraum begrenzt, kann entweder als separates Bauteil ausgeführt werden und in diesem Fall anderenends auf die Düsennadel aufgesetzt werden. Alternativ ist es auch möglich, Steuerkolben und Düsennadel einstückig auszuführen.
  • Um die Düsennadel bei drucklosem Injektor sicher in ihre Schließstellung zu bringen, ist weiter vorgesehen, zwischen dem Steuerkolben und dem Steuerraumkörper eine Druckfeder vorzusehen. Diese Druckfeder sorgt gleichzeitig dafür, dass Steuerraumkörper und Ventilkörper gegen den Injektorkörper gepresst werden.
  • Um Fluchtungsfehler zwischen Steuerraum und Düsennadelsitz ausgleichen zu können, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, den Querschnitt des Steuerkolbens und/oder der Düsennadel bereichsweise zu verringern, so dass die Biegesteifigkeit des Steuerkolben und/oder der Düsennadel lokal verringert wird. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Querschnitt des Steuerkolbens und/oder der Düsennadel bereichsweise rechteckig ist, wobei eine Länge des rechteckigen Querschnitts vorteilhafterweise dem Durchmesser des Steuerkolbens beziehungsweise der Düsennadel entspricht, und wobei eine Breite des rechteckigen Querschnitts wesentlich geringer, bevorzugt um einen Faktor kleiner 0,3, kleiner als der Durchmesser des Steuerkolbens oder der Düsennadel ist.
  • Wenn zwei Bereiche mit rechteckigem Querschnitt unmittelbar benachbart und in einem Winkel von 90° zueinander angeordnet werden, wirken diese beiden Bereiche wie ein Kardangelenk und ermöglichen somit den Ausgleich von Fluchtungsfehlern zwischen Steuerraum und Düsennadelsitz.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen sind der nachfolgenden Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen entnehmbar. Alle in der Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen beschriebenen Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
  • Zeichnungen
  • Es zeigen:
  • 1 die schematische Darstellung eines Common-Rail-Einspritzsystems;
  • 2 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Injektors;
  • 3 ein Detail aus 2 mit einem Sitz/Sitz-Steuerventil und
  • 4 ein Detail aus 2 mit einem Sitz/Schieber-Steuerventil.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • In 1 ist ein Common-Rail-Einspritzsystem schematisch dargestellt. Aus einem Kraftstofftank 1 wird Kraftstoff mit Hilfe einer Pumpeinheit 2 in einen Kraftstoffhochdruckspeicher 3 gefördert und mit Hochdruck beaufschlagt. Der mit Hochdruck beaufschlagte Kraftstoff wird dann bedarfsabhängig den einzelnen Zylindern der zu versorgenden Brennkraftmaschine zugeteilt. Die Einspritzung des mit Hochdruck beaufschlagten Kraftstoffs erfolgt durch Injektoren 4, 5, 6 und 7. In 1 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nur der Injektor 7 dargestellt.
  • Der Injektor 7 ist über einen Hochdruckanschluss 11 mit dem Common-Rail 3 verbunden. Des Weiteren ist der Injektor 7 über einen Kraftstoffrücklauf 13, der nahezu drucklos ist, mit dem Tank 1 hydraulisch verbunden. Der Injektor 7 wird nachfolgend anhand der 2 und 3 näher erläutert.
  • Der Injektor 7 umfasst ein Gehäuse 15, in dem eine Düsennadel 17 geführt ist. An dem brennraumfernen Ende des Injektors 7 sind ein erfindungsgemäßes Steuerventil 19 und ein elektromagnetischer Aktuator 21 angeordnet.
  • Unterhalb des Steuerventils 19 ist ein Steuerraum 23 in einem Steuerraumkörper 25 ausgebildet. Der Steuerraum 23 wird von einem Steuerkolben 27 begrenzt.
  • Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Steuerkolben 27 mit der Düsennadel 17 durch eine Schweißnaht 29 verbunden. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, Steuerkolben 27 und Düsennadel 17 einstückig auszubilden.
  • Um Fluchtungsfehler zwischen dem Steuerraum 23 und der Düsennadel 17 auszugleichen, ist der Querschnitt des Steuerkolbens 27 bereichsweise verringert. Diese Verringerung des Querschnitts erfolgt bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel durch zwei Nuten 31 und 33, wobei die Nuten 31 und 33 um einen Winkel von 90° zueinander versetzt angeordnet sind.
  • Die Nuten 31 und 33 bewirken eine Reduktion der Biegesteifigkeit des Steuerkolben 27 und wirken ähnlich wie ein Kardangelenk. In dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind in den Bereichen unterhalb des Steuerraumkörpers 25 und oberhalb der Düsennadel 17 zwei Paare von Nuten 31 und 37 im Steuerkolben 27 vorhanden.
  • Durch das Zusammenwirken der beiden durch die Nuten 31 und 33 gebildeten "Kardangelenke" können Fluchtungsfehler zwischen Steuerraum 23 und Düsennadel 17 besonders gut ausgeglichen werden.
  • In den 3 und 4 werden Details erfindungsgemäßer Steuerventile stark vergrößert dargestellt.
  • Bei dem in 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel sind der Steuerraumkörper 25 und ein Ventilkörper 35 des Steuerventils 19 als separate Bauteile ausgebildet. Sowohl der Steuerraumkörper 25 als auch der Teil des Ventilkörpers 35, der mit hohem Innendruck beaufschlagt wird, befinden sich in einem Hochdruckraum 37 des Injektors 7.
  • Das der Hochdruckanschluss 11, welcher direkt mit dem Common-Rail 3 hydraulisch in Verbindung steht, in den Hochdruckraum 37 mündet, herrscht in dem Hochdruckraum 37 der gleiche Druck wie im Common-Rail 3.
  • Der Steuerraumkörper 25 wird über eine Schließfeder 39 gegen den Ventilkörper 35 gepresst. Der Ventilkörper 35 wiederum wird ebenfalls durch die Schließfeder 39 gegen einen Absatz 41 des Injektorgehäuses 15 gepresst. Die Schließfeder 39 dient weiter dazu, die Düsennadel 17 gegen einen Düsennadelsitz (ohne Bezugszeichen) zu pressen, wenn der Injektor drucklos ist.
  • Der in 3 oberhalb des Absatzes 41 befindliche Teil des Ventilkörpers 35 dient der Führung eines Ventilkolbens 43 und wird nicht mit dem Raildruck beaufschlagt.
  • In dem Ventilkörper 35 und dem Ventilkolben 43 ist ein erster Ringraum 45 ausgebildet. Dieser erste Ringraum 45 steht über eine Querbohrung 47 hydraulisch mit dem Hochdruckraum 30 in Verbindung. Deshalb werden die in 3 unterhalb des Absatzes 41 angeordneten Bereiche des Ventilkörpers 35 im Inneren mit unter Raildruck stehenden Kraftstoff beaufschlagt.
  • Unterhalb eines Ventilsitzes 49, welcher in dem Ventilkörper 35 ausgebildet ist, ist ein zweiter Ringraum 51 ausgebildet.
  • Der Steuerraum 23 und der Hochdruckraum 37 sind über eine Zulaufdrossel 53 miteinander verbunden. Der Steuerraum 23 und der zweite Ringraum 51 sind über eine Ablaufdrossel 55 hydraulisch miteinander verbunden.
  • Der Ventilkolben 43 weist eine Durchgangsbohrung 57 auf, die mit dem Kraftstoffrücklauf 13 (siehe 2 hydraulisch in Verbindung steht).
  • Eine Stirnseite des Steuerraumkörpers 25 ist als Flachsitz ausgebildet. Dieser Flachsitz wirkt mit einer an dem dem Ventilkörper 25 zugewandten Ende des Ventilkolbens 43 angeordneten Dichtkante 59 zusammen. Oberhalb dieser Dichtkante 59 ist ein Dichtkegel 61 ausgebildet, der mit dem Ventilsitz 49 zusammenwirkt.
  • Der Ventilkolben 43 ist mit einer Ankerplatte 61 des elektromagnetischen Aktuators 21 verbunden.
  • Der erfindungsgemäße Injektor 7 arbeitet wie folgt:
    In der in 3 dargestellten ersten Schaltstellung ist der Aktuator 21 nicht bestromt, so dass eine Druckfeder 63, welche auf die Ankerplatte 61 und damit auch auf den Ventilkolben 43 wirkt, die Dichtkante 59 des Ventilkolbens 43 gegen den Steuerraumkörper 25 presst. Dadurch hebt der Ventilkegel 60 von dem Ventilsitz 49 ab und es wird eine hydraulische Verbindung zwischen dem Steuerraum 23 über die Ablaufdrossel 55, den zweiten Ringraum 51, den ersten Ringraum 45 und die Querbohrung 47 mit dem Hochdruckraum 37 hergestellt. Infolgedessen herrscht im Steuerraum 23 Raildruck und die Düsennadel 17 ist geschlossen.
  • Sobald ein Elektromagnet 65 des elektrischen Aktuators bestromt wird, wird die Ankerplatte 61 in 3 nach oben gezogen, so dass der Ventilkegel 60 des Ventilkörpers 43 in Anlage an den Ventilsitz 49 gelangt und somit die hydraulische Verbindung zwischen erstem Ringraum 45 und zweitem Ringraum 51 geschlossen wird. Gleichzeitig hebt durch die Steuerbewegung des Ventilkolbens 43 die Dichtkante 59 von der Stirnseite des Steuerraumkörpers 25 ab, so dass eine hydraulische Verbindung zwischen Steuerraum 23 und dem Kraftstoffrücklauf über die Ablaufdrossel 55 und die Durchgangsbohrung 57 des Ventilkörpers 43 hergestellt wird.
  • Da die Ablaufdrossel 55 einen geringeren Strömungswiderstand als die Zulaufdrossel 53 hat, sinkt in dieser zweiten Schaltstellung des Steuerventils 8 der Druck im Steuerraum ab und infolgedessen hebt die Düsennadel 17 von ihrem Düsennadelsitz (ohne Bezugszeichen in 2) ab und es wird Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt.
  • Wenn die Einspritzung beendet werden soll, wird der Elektromagnet 65 stromlos geschaltet. Infolgedessen bewegt sich der Ventilkolben 43 in 3 nach unten, bis die Dichtkante 59 auf der Stirnseite des Steuerraumkörpers 25 aufliegt. Dadurch wird die hydraulische Verbindung zwischen erstem Ringraum 45 und zweitem Ringraum 51 wieder hergestellt und es kann sowohl über die Ablaufdrossel 55 als auch über die Ablaufdrossel 53 unter hohem Druck stehender Kraftstoff in den Steuerraum 23 einströmen. Infolgedessen wird die Düsennadel 17 wieder gegen ihren Düsennadelsitz gepresst.
  • Wie sich aus der vorangehenden Beschreibung der Funktion des Steuerventils ergeben hat, ist der erste Ringraum 45 permanent mit unter Raildruck stehendem Kraftstoff beaufschlagt. Dies gilt während der Zeiten, in denen kein Brennstoff eingespritzt werden soll, auch für den zweiten Ringraum 51.
  • Auch die Querbohrung 47 ist permanent mit dem unter Raildruck stehenden Kraftstoff beaufschlagt. Durch diese Druckbeanspruchungen im Inneren des Ventilkörpers 35 ergeben sich insbesondere in den Verschneidungsbereichen zwischen der Querbohrung 47 und dem ersten Ringraum 45 sowie an den Durchmesseränderungen am Ventilsitz 49 erhebliche mechanische Spannungen, insbesondere Zugspannungen, in dem Ventilkörper 35.
  • Alle innerhalb des Ventilkörpers 35 mit Raildruck beaufschlagten Bereiche (Querbohrung 47, erster Ringraum 45, zweiter Ringraum 51) befinden sich unterhalb des Absatzes 41. Da der unterhalb des Absatzes befindliche Teil des Ventilkörpers 35 in dem Hochdruckraum 37 angeordnet ist, wird dieser Teil des Ventilkörpers 35 auch von außen mit unter Raildruck stehendem Kraftstoff beaufschlagt. Dadurch ergeben sich Druckeigenspannungen, die nach dem Superpositionsprinzip zur Reduktion der in den Innenbereichen des Ventilkörpers vorhandenen Zugspannungen beitragen oder diese sogar vollständig kompensieren.
  • Im Ergebnis werden somit bei dem erfindungsgemäßen Steuerventil 19 die im Inneren des Ventilkörpers 35 herrschenden Zugbeanspruchungen deutlich reduziert oder sogar vollständig durch die Druckbeaufschlagung am Außendurchmesser des Ventilkörpers 35 eliminiert. Infolgedessen steigt die Druckfestigkeit des erfindungsgemäßen Ventilkörpers und es kann auf aufwändige Verrundungs- und Nachbearbeitungsprozesse im Bereich der Verschneidungen zwischen Querbohrung 47 und erstem Ringraum sowie an den Durchmesseränderungen im Bereich des Ventilsitzes 49 verzichtet werden.
  • In dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Steuerraumkörper 25 und der Ventilkörper 35 als getrennte Bauteile ausgebildet. Dadurch kann der Ventilkolben 47 von unten in den Ventilkörper 35 eingeführt werden.
  • Wenn, wie in 4 dargestellt, der Ventilsitz 49 als Steuerkante ausgebildet wird und der Ventilkolben 47 oberhalb der Dichtkante 49 als Schieber ausgebildet ist, kann der Durchmesser des Ventilkolbens, mit Ausnahme des ersten Ringraums 45, über die gesamte Länge konstant gehalten werden. Somit kann der Ventilkolben 43 von oben in den Ventilkörper 35 eingeführt werden. Selbstverständlich kann auch der im Ventilkolben 47 befindliche Teil des ersten Ringraums 45 entfallen.
  • Infolgedessen ist es möglich, Ventilkörper 35 und Steuerraumkörper 45 einstückig auszubilden.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel muss ein Hubanschlag des Ventilkolbens 43 vorgesehen werden. Dies kann beispielsweise im Bereich des elektromagnetischen Aktuators 21 erfolgen.
  • Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels gemäß 4 entspricht dem zuvor beschriebenen.

Claims (14)

  1. Injektor für ein Einspritzsystem einer Brennkraftmaschine, mit einer Düsennadel (17) und mit einem Steuerventil (19), wobei das Steuerventil (19) einen Ventilkörper (35) und einen Ventilkolben (43) umfasst, wobei das Steuerventil (19) in einer ersten Schaltstellung eine hydraulische Verbindung zwischen einem Steuerraum (23) und einem Hochdruckraum (37) freigibt, und wobei das Steuerventil (19) in einer zweiten Schaltstellung eine hydraulische Verbindung zwischen dem Steuerraum (23) und einem Kraftstoffrücklauf (13) freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche des Ventilkörpers (35), die im Inneren mit unter hohem Druck stehendem Kraftstoff beaufschlagbar sind, auch außen mit unter hohem Druck stehendem Kraftstoff beaufschlagbar sind.
  2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit hohem Innendruck beaufschlagten Bereiche des Ventilkörpers (35) im Hochdruckraum (37) angeordnet ist.
  3. Injektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ventilkolben (43) und/oder in dem Ventilkörper (35) ein erster Ringraum (45) ausgebildet ist, dass in dem Ventilkolben (43) und/oder in dem Ventilkörper (35) ein zweiter Ringraum (51) ausgebildet ist, und dass zwischen erstem Ringraum (45) und zweitem Ringraum (51) ein mit dem Ventilkörper (35) zusammenwirkender erster Ventilsitz (49) oder eine mit dem Ventilkörper (35) zusammenwirkende Steuerkante ausgebildet ist.
  4. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkolben (43) eine Durchgangsbohrung (58) aufweist, dass der Ventilkolben (43) an einem dem Steuerraum (23) zugewandten Ende eine die Durchgangsbohrung (58) umschließende Dichtkante (59) aufweist, und dass an dem Steuerraumkörper (25) ein mit der Dichtkante (59) zusammenwirkender Flachsitz ausgebildet ist.
  5. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hochdruckanschluss (11) mit dem ersten Ringraum (45) hydraulisch in Verbindung steht.
  6. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerraum (23) mit dem zweiten Ringraum (51) hydraulisch in Verbindung steht.
  7. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerraum (23) in einem Steuerraumkörper (25) ausgebildet ist, dass der Steuerraum (23) von einem brennraumfernen Ende eines Steuerkolbens (27) begrenzt wird.
  8. Injektor nach einem der Ansprüche 7, dadurch gekennzeichnet, dass das der Ventilkörper (35) und der Steuerraumkörper (25) einstückig ausgeführt sind.
  9. Injektor nach einem der Ansprüche 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben (27) und eine Düsennadel (17) einstückig ausgeführt sind.
  10. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Steuerraumkörper (25) und dem Steuerkolben (27) eine Schließfeder (39) vorgesehen ist, und dass die Schließfeder (39) den Steuerkolben (27) mit einer Kraft beaufschlagt, die den Steuerkolben (27) in Richtung des ersten Ventilsitzes zu bewegen sucht.
  11. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Steuerkolbens (27) und/oder der Düsennadel (17) bereichsweise verringert ist, so dass die Biegesteifigkeit des Steuerkolbens (27) und/oder der Düsennadel (17) lokal verringert wird.
  12. Injektor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt von Steuerkolben (27) und/oder Düsennadel (17) bereichsweise rechteckig ist, wobei eine Länge des rechteckigen Querschnitts dem Durchmesser des Steuerkolbens (27) und/oder der Düsennadel (17) entspricht, und wobei eine Breite des rechteckigen Querschnitts wesentlich kleiner – bevorzugt um einen Faktor kleiner 0,3 – kleiner als der Durchmesser des Steuerkolbens (27) und/oder der Düsennadel (17) ist.
  13. Injektor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Bereiche mit rechteckigem Querschnitt unmittelbar benachbart und in einem Winkel von 90° zueinander angeordnet sind.
  14. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (19) von einem elektromagnetischen Aktuator (21), von einem Piezoaktor oder hydraulisch betätigt wird.
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