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DE102006003089B3 - Querstrahlruder - Google Patents

Querstrahlruder Download PDF

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DE102006003089B3
DE102006003089B3 DE200610003089 DE102006003089A DE102006003089B3 DE 102006003089 B3 DE102006003089 B3 DE 102006003089B3 DE 200610003089 DE200610003089 DE 200610003089 DE 102006003089 A DE102006003089 A DE 102006003089A DE 102006003089 B3 DE102006003089 B3 DE 102006003089B3
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Lothar Bieschewski
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Bieschewski Cindy Obcianal San Diego Calif Us
Bieschewski Frank 41366 Schwalmtal De
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    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/46Steering or dynamic anchoring by jets or by rudders carrying jets
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    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
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Abstract

Es wird ein Querstrahlruder mit mindestens einem Vortriebselement in einem im Kiel bzw. Boden eines Schiffs quer zur Schiffslängsrichtung durchgehenden Vorschubkanal mit in der Schiffswand mündenden Kanalöffnungen an beiden Kanallängsenden beschrieben. Um zu erreichen, dass das Vortriebselement vom Innern des schwimmenden Schiffs her für Wartungen, Reparaturen oder Austausch zugänglich ist, wird im Schiffsinneren ein bis über die Höhe der Wasserlinie reichender, den Vorschubkanal umfassender Schacht mit bis auf Durchgänge für den Kanal geschlossenen Wänden zur Aufnahme des Vortriebselements vorgesehen. Innerhalb des Schachts soll das Vortriebselement so gelagert werden, dass es bei Bedarf aus dem Schacht heraushebbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Querstrahlruder nach Art eines Bugmotors mit Antriebsmitteln in einem im Rumpf, z. B. Kiel bzw. Boden, eines Schiffs quer zur Schiffslängsrichtung durchgehenden Vorschubkanal mit Kanalöffnungen an beiden Kanallängsenden. Das Querstrahlruder ist für irgendeine Stelle am Bug, in der Mitte und/oder am Heck des Schiffs vorgesehen. Die Antriebsmittel sollen dazu dienen, das Wasser im Vorschubkanal in der einen oder anderen Richtung zu beschleunigen. Die in das Wasser tauchenden Beschleunigungsmittel werden im Folgenden auch als Vortriebsmittel bezeichnet.
  • Querstrahlruder sind Hilfsantriebe, die unter anderem als Steuer- bzw. Rangierhilfe im Hafen genutzt werden. Herkömmlich umfassen die Querstrahlruder Elektromotoren, die ein in dem Vorschubkanal gelagertes Vortriebselement bzw. eine Wasserschraube, etwa über ein Kegel-Getriebe, betätigen. Der Vorschubkanal wird unterhalb der Wasserlinie positioniert. Der zugehörige Antrieb, z. B. luftgekühlter Elektromotor, soll mit dem Wasser nicht in Berührung kommen. Zwischen Schraube und Motor wird daher eine Abdichtung mit Durchführung für die zur Schraube führende Antriebswelle vorgesehen. Wenn das Vortriebselement im Vorschubkanal aus irgendwelchen Gründen gewartet, repariert oder ersetzt werden soll, müssen diese Arbeiten entweder unter Wasser von außen her ausgeführt werden oder das Schiff ist aus dem Wasser zu heben. Beispiele solcher Querstrahlruder werden beschrieben in DE 201 20 232 U1 , EP 0 328 499 A1 , EP 0 115 045 B1 und US 4 018 181 A .
  • Außer den quer durch den Schiffsrumpf – meist am Kiel – reichenden Vorschubkanälen der Querstrahlruder gibt es auch als Manövrierpropeller bezeichnete Hilfsschrauben, die über eine senkrechte Antriebswelle mit Winkelgetriebe von einem im Schiffsrumpf angeordneten Motor antreibbar sind. Derartige aus DE 1100497 B bekannte Manövrierpropeller werden zum Betrieb unten aus dem Schiffboden herausgefahren. Bei Nichtgebrauch können sie in den Schiffsrumpf eingezogen werden. Trotzdem muss das Schiff aus dem Wasser gehoben werden, wenn ein solcher Manövrierpropeller bzw. eines von seinen Antriebs-, Hebe- oder Schwenkteilen gewartet werden soll.
  • In DE 20100671 U1 wird ein motorischer Schiffsantrieb beschrieben, bei dem alle Teile des Vortriebselements an einem über der Wasserlinie liegenden Deckel des Schachts befestigt sind. Das Vortriebselement ist daher zusammen mit seinen Versorgungs- und Steuerleitungen insgesamt durch Anheben des Deckels aus dem Schacht heraushebbar, ohne dass das Schiff selbst aus dem Wasser genommen werden müsste. Im Bekannten wird ein Vortriebselement vorgesehen, das ähnlich wie die früheren Manövrierschrauben zum Betrieb aus dem Schiffsboden heraus nach unten ins Wasser geschoben wird und bei dem das Vortriebselement bei Nichtgebrauch in den im Schiffsrumpf vorgesehenen Schacht hinein zu heben ist. Für reine Querstrahlruder ist die beschriebene Mechanik der vertikal verschiebbar gelagerten Manövrierschrauben zu aufwendig, und bei geringer Wassertiefe im Gegensatz zu einem Querstrahlruder ungeeignet.
  • Die von einem Querstrahlruder geforderte Leistung nimmt mit der Masse des Schiffs zu. Supertanker besitzen mehrere Querstrahlruder mit jeweils einem Vorschubkanal von weit mehr als 1 Meter Durchmesser. Je näher das jeweilige Querstrahlruder am Bug (oder Heck) eines Schiffs positioniert wird, um so günstiger wird der Hebelarm beim Manövrieren des Schiffs. Die in der Schiffswand vorgesehenen Kanalöffnungen des jeweiligen Vorschubkanals müssen bei Betrieb stets insgesamt deutlich unter der Wasserlinie liegen. Bei Schiffen, die in der Nähe des Bugs eine geringe Tauchtiefe besitzen, ist für Querstrahlruder mit für die geforderte Leistung ausreichend großem Kanalquerschnitt oft nicht genug Platz, so dass das erforderliche Querstrahlruder in Richtung Bootsmitte verlegt werden muss oder zum Bereitstellen der geforderten Leistung zwei oder mehr Querstrahlruder mit jeweils geringerem Kanalquerschnitt – aber entsprechend hohem Aufwand – gebraucht werden.
  • Ein weiterer Nachteil herkömmlicher Querstrahlruder ergibt sich daraus, dass die in Strömungsrichtung vorderen und hinteren Teile der meist runden Kanalöffnungen des jeweiligen Vorschubkanals einen merklichen Strömungswiderstand bilden können. Um diesen bei Vorwärtsfahrt dauernd wirksamen Widerstand zu eliminieren, können den Kanalöffnungen Verschlüsse zugeordnet werden, die bei normaler Fahrt des Schiffs in der Ebene der Schiffswand liegen. Der Aufwand hierfür ist erheblich. Wenn die Verschlüsse klemmen, werden sie entweder bei normaler Fahrt nicht wirksam oder das Querstrahlruder fällt bei einem Manöver aus.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Querstrahlruder zu schaffen, dessen Vortriebselement vom Inneren des schwimmenden Schiffs her für Wartungen, Reparaturen und/oder Austausch zugänglich ist.
  • Für das eingangs genannte Querstrahlruder wird die erfindungsgemäße Lösung im Anspruch 1 beschrieben. Sie besteht vorzugsweise darin, daß im Schiffsinnern ein bis über die Höhe der Wasserlinie des Schiffs reichender, den Vorschubkanal umfassender Schacht mit bis auf Durchführungen für den Vorschubkanal geschlossenen Wänden sowie geschlossenem Boden zur Aufnahme eines Vortriebselements, wobei die Durchführungen den Vorschubkanal dichtend umschließen, vorgesehen ist und dass das Vortriebselement innerhalb des Schachts in dessen (im wesentlichen vertikaler) Längsrichtung verfahrbar gelagert ist und im Bereich des Vorschubkanals eine dort fixierbare Arbeitsposition besitzt. Einige Verbesserungen und weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen angegeben.
  • Gemäß weiterer Erfindung soll der Schacht einen lösbar oben auf – in einer Höhe oberhalb der Wasserlinie – liegenden Deckel besitzen, an welchem das Vortriebs element mit einer Tragsäule, die die zugehörigen Versorgungs- und Steuerleitungen aufnimmt, insgesamt durch Anheben des Deckels aus dem Schacht heraushebbar befestigt ist. Im Rahmen der Erfindung wird bevorzugt als Vortriebselement ein Strahlantrieb bestehend aus einem ringförmigen Stator und einem darin drehbar gelagerten, ringförmigen, hohlen Rotor vorgesehen, auf dessen Innenfläche Antriebsflügel fixiert sind, die dazu dienen in den Rotor einströmendes Wasser entgegen der beabsichtigten Vortriebsrichtung zu beschleunigen. Die Rotor-Innenfläche soll einen Teil des Vorschubkanals bilden. Der Durchmesser der Rotor-Innenfläche soll im wesentlichen mit dem Innendurchmesser des Vorschubkanals übereinstimmen.
  • Das erfindungsgemäße Querstrahlruder wird so ausgebildet, dass sein Vortriebselement aus der Arbeitsposition im Schacht und damit aus dem Bereich unterhalb der Wasserlinie herauszuheben ist. Für diese Manipulation bedarf es weder eines Tauchens zur Außenwand des Schiffs noch eines Heraushebens des Schiffs aus dem Wasser. Vielmehr können Wartung, Reparaturen und/oder ein Austausch des Vortriebselements vom Schiffsinnern her, sogar bei Fahrt auf See, ausgeführt werden. Ein Merkmal der Erfindung ist der unten geschlossene Schacht, der seitliche Öffnungen für den Vorschubkanal besitzt. Er ragt innerhalb des Schiffs bis deutlich über die Wasserlinie nach oben, so dass auch beim Herausheben des Vortriebselements kein Wasser in das Schiffsinnere einströmen kann. Zugleich reicht der Schacht bis zur Arbeitsposition des Vortriebselements innerhalb des jeweiligen Vorschubkanals, also deutlich weit unter die Wasserlinie. Bei Betrieb des erfindungsgemäßen Querstrahlruders befindet sich also das Vortriebselement ständig im Wasser, es kann daher keine Luft ziehen.
  • Das erfindungsgemäß bevorzugte Vortriebselement mit hohlem Rotor in einem Stator erfordert keinen getrennten Antriebsmotor, weil es selbst als Motor ausgebildet ist. Zum Betrieb des Vortriebselements, z. B. zum Vorgeben der Umdrehungsgeschwindigkeit und Richtung, genügen elektrische Steuerleitungen. Ein bevorzugtes Prinzip eines solchen Antriebs wird beschrieben in EP 1122165 B1 . Im vorliegenden Zusammenhang kann jedoch an Stelle eines Asynchronmotors auch ein Synchronmotor vorgesehen werden.
  • Das Innere des Vorschubkanals steht über die in der Schiffswand mündenden Kanalöffnungen mit dem umgebenden Seewasser in Verbindung. Ferner besitzt der Vorschubkanal innerhalb des Schachts mindestens eine Öffnung zum Einsetzen oder Herausziehen eines Vortriebselements. Um ein Eindringen von Wasser durch die zuletzt genannte Öffnung in das (Kanal und Schacht umgebende) Schiffsinnere zu verhindern, wird dafür Sorge getragen, dass die dem Vorschubkanal zugeordneten Durchführungen der Schachtseitenwände den Vorschubkanal dichtend umschließen. Das Schachtinnere steht dann einteilig und ohne Leck über seitliche Vorschubkanalteile und Löcher der Schiffswände mit dem Seewasser in Verbindung. Mit anderen Worten, der Schacht umfasst den Vorschubkanal als eine bis auf die Löcher zur Schiffswand (und die über der Wasserlinie liegende obere Schachtöffnung) geschlossene, leckfreie Einheit.
  • Gemäß weiterer Erfindung ist es vorteilhaft, mindestens zwei mit parallelen Vorschubkanälen nebeneinander angeordnete Vortriebselemente am Fuß eines gemeinsamen Schachts vorzusehen. Diese Vortriebselemente bzw. Vorschubkanäle sollen bevorzugt in einer horizontalen Ebene, z. B. parallel zur Wasserlinie, positioniert werden. Je nach Konstruktion von Schiffsrumpf bzw. -wand kann es aber auch günstig sein, die Ebene schräg in Bezug auf die Wasserlinie anzuordnen. Weiterhin können die Vortriebselemente gemeinsam, aber auch unabhängig voneinander im Schacht anhebbar oder absenkbar gelagert werden. Durch einen solchen „Sammelschacht" werden die Herstellungskosten pro Antriebseinheit beträchtlich reduziert.
  • Gemäß noch weiterer Erfindung kann es vorteilhaft sein, – bei zwei oder mehr nebeneinander in einem gemeinsamen Schacht positionierten Vortriebselementen – die Kanalöffnungen der zu jeden der Vortriebselemente gehörigen Vorschubkanäle zu einer gemeinsamen Ausström- bzw. Ansaugöffnung in jeder Schiffswand zu vereinen. Dadurch wird der Herstellungsaufwand weiter vermindert. Bei Versuchen hat sich gezeigt, dass der zusätzliche Aufwand für das zweite Vortriebselement nur höchstens ein Viertel des Aufwands für das erste Vortriebselement beträgt.
  • Durch die Vereinigung der in den Schiffswänden vorgesehenen Kanalöffnungen von zwei oder mehr Querstrahlrudern wird überraschend der von den zugehörigen Löchern der Schiffswand herrührende Strömungswiderstand vermindert, weil ein einziges Langloch, das die Kanalöffnungen von zwei oder mehr parallel zur Wasserlinie aufeinanderfolgenden Querstrahlrudern umfasst, keinen nennenswert größeren Strömungswiderstand bildet als ein einziges kreisförmiges Loch in der Schiffswand, das bisher für jedes einzelne Querstrahlruder erforderlich war.
  • Gemäß weiterer Erfindung kann der durch die Kanalöffnungen in der Schiffswand bedingte Strömungswiderstand auch bereits für eine einem einzelnen Vortriebselement zugeordnete Kanalöffnung vermindert werden, wenn die Kanalöffnung in Fahrtrichtung des Schiffs über den Querschnitt des Kanals hinaus verlängert wird und die bei Fahrt die Längsströmung an der Schiffswand ablenkenden Kanten der jeweiligen Kanalöffnung im Sinne einer Verminderung des Strömungswiderstandes angerundet werden. Vorzugsweise sollen dazu die Kanalöffnungen in Richtung Schiffsheck – eventuell auch in Richtung Schiffsbug – verlängert werden. Die jeweilige Anrundung der dem Heck bzw. Bug zugewendeten Umfangsteile der Kanalöffnung der Schiffswand soll dabei bereits am Vortriebselement selbst beginnen. Letztlich wird durch die erfindungsgemäße Anrundung und gegebenenfalls Verlängerung der Kanalöffnungen erreicht, dass die an der Schiffswand bei Fahrt vorbeifließende Strömung praktisch nicht gestaut wird und daher entsprechende Wirbel nicht entstehen. Die erfindungsgemäße Anrundung bzw. Verlängerung der Kanalöffnungen der Schiffswand ist anwendbar sowohl bei Querstrahlrudern mit einem einzigen Vortriebselement als auch bei Querstrahlrudern mit zwei oder mehr Vortriebselementen, die gemeinsam einer langgestreckten Kanalöffnung jeder Schiffswand zugeordnet sind.
  • Anhand der schematischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels werden Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen
  • 1 ein Vortriebselement mit Tragsäule gesehen in Richtung der Drehachse des Vortriebselements;
  • 2 das Vortriebselement nach 1 in einem Schacht;
  • 3 Schnitt durch ein Schiff quer zur Schiffslängsrichtung mit Schacht nach 2 und quer zur Schiffslängsrichtung durchgehendem Vorschubkanal;
  • 4 die Seitenansicht eines Schiffs mit in der Nähe des Kiels und Bugs integriertem Querstrahlruder;
  • 5 horizontaler Schnitt von 4 parallel zur Schiffslängsrichtung; und
  • 6 Schnitt wie 5, aber zum Teil in der Ansicht.
  • Das in 1 und 2 dargestellte, insgesamt mit 1 bezeichnete Querstrahlruder umfasst ein Vortriebselement 2, eine zugehörige Tragsäule 3 und einen daran befestigten Schachtdeckel 4. Der dem Schachtdeckel 4 zugeordnete Schacht 5 wird in 2 gezeichnet. Er wird so dimensioniert, daß er – bei Verbleib innerhalb des Bootsrumpfes – das gesamte Vortriebselement 2 mit Tragsäule 3 aufnehmen kann. Am oberen Ende des Schachts 5 kann ein Flansch 6 zum Befestigen des Randes des Deckels 4 vorgesehen werden.
  • Die Darstellung in 1 und 2 zeigt eine Ansicht bzw. einen Schnitt in einer Richtung parallel zur Drehachse 7 des Vortriebselements 2. Dieses besteht gemäß Zeichnung aus einem Stator 8 und einem hohlen Rotor 9, der im Stator 8 gelagert ist. Die Tragsäule 3 wird fest mit dem Stator 8 verbunden. Auf der Innenfläche 10 des Rotors 9 werden Antriebsflügel 11 fixiert, die sich von der Innenfläche 10 in Richtung Drehachse 7 erstrecken, im Allgemeinen aber nicht bis zur Drehachse 7 reichen und nicht miteinander verbunden sind.
  • Das Vortriebselement 2 kann als Elektromotor mit Kurzschlussläufer gemäß vorgenannter EP 1122165 B1 ausgebildet werden. Alternativ kann auch ein (Permanent-) Magnetläufer vorgesehen werden. Der Läufer bzw. Rotor soll ohne Draht verbindung zu betreiben sein, damit er problemlos ins Wasser zu tauchen ist. Die Drahtverbindungen zum Stator 8 können abgedichtet in der Tragsäule 3 geführt werden. An den Rotor 9 schließt sich in der Zeichnung beiderseits koaxial der sogenannte Vorschubkanal 12 an. Er kann als Rohrverlängerung zu beiden Seiten des Rotors 9 angesehen werden und, soll so lang sein, dass er – ohne Leck – bis zu in der Außenhaut der Schiffswand 13 vorgesehenen Kanalöffnungen, z. B. Rund-Löchern 14, reicht; die lichte Weite der Rund-Löcher 14 soll dem Kanalquerschnitt entsprechen.
  • 3 zeigt einen vertikalen Schnitt quer zur Schiffslängsrichtung mit durchgehendem Vorschubkanal 12. Zu beachten ist dabei die Ausrichtung des Kanals 12 mit einer Neigung a (z. B. 2–10°) schräg nach unten. In der 2 wird die Neigung (ohne Beschränkung der Allgemeinheit) nur auf der einen Seite dargestellt. Durch einen geneigten Strahlanstoß wird erreicht, dass bei Pendelbewegungen (Stampfen oder Rollen) des Schiffs der Strahl des Querstrahlruders immer in das Wasser hineingerichtet ist.
  • 4 zeigt beispielhaft einen vertikalen Längsschnitt durch ein Schiff 15 im Bereich von dessen Bug 16 und Kiel 17. Die Wasserlinie des Schiffs 15 wird mit 18 bezeichnet. Der Schacht 5 umfasst in diesem Fall zwei Vortriebselemente 2a und 2b mit Antriebsflügeln 11.
  • Wenn an dem als Beispiel dargestellten Bugmotor Wartungs- oder Reparaturarbeiten ausgeführt werden sollen, braucht nach 2 oder 4 lediglich der Schachtdeckel 4, z. B. nach Lösen der Schrauben 19, angehoben zu werden. Aus dem Schacht 5 wird dann zugleich mit der am Deckel 4 befestigten Tragsäule 3 das eigentliche Vortriebselement 2 (bzw. 2a, 2b) herausgehoben. Die in 3 sichtbaren, einen Teil des Vorschubkanals 12 bildenden seitlichen Verbindungsrohre 20 zwischen Schacht 5 und Außenhaut der Schiffswand 13 bleiben jedoch, ebenso wie der Schacht 5 selbst, an Ort und Stelle.
  • In der Ausgestaltung nach 4 (vergleiche auch 5 und 6) wird das erfindungsgemäße Querstrahlruder 1 gekennzeichnet durch mindestens zwei Vortriebselemente 2a und 2b in zwei parallelen Vorschubkanälen 12a und 12b, die parallel zueinander in einer Ebene annähernd parallel zu Wasserlinie 18 durch den Schiffsrumpf reichen und innerhalb eines gemeinsamen Schachts 5 an Tragsäulen 3 in der Arbeitsposition (im jeweiligen Vorschubskanal 12a, b) zu fixieren bzw. vom Schiffsinnern her aus dem Wasser heraus zu heben sind. Die beiden Vortriebselemente 2a, b und die zugehörigen Vorschubkanäle 12a, b münden mit ihren Ansaug- bzw. Ausströmöffnungen in Lang-Löchern 21 der Schiffwand 13. Ein solches Lang-Loch 21 kann zwei Vortriebselementen bzw. Vorschubkanälen zugeordnet werden. Der Schacht 5 nach 4 wird im Prinzip ebenso aufgebaut wie in 2, er ist jedoch – in der Zeichnungsebene – so breit, dass oberhalb seines (geschlossenen) Bodens 22 Platz für zwei oder mehr Vortriebselemente 2 ist. In den der jeweiligen Schiffswand 13 zugewendeten Wänden des Schachts 5 soll ein dem Lang-Loch 21 entsprechendes Lang-Loch, in das der Vorschubkanal abgedichtet eingepasst ist, vorgesehen werden. Grundsätzlich umfasst die Erfindung auch den Fall von zwei oder mehr zu einem Sammelkanal vereinigten Vorschubkanälen 12a und 12b, wobei der Sammelkanal einen Querschnitt wie die in 5 und 6 gezeichneten Langlöcher 21 haben kann.
  • Die Vorwärts-Fahrtrichtung 23 des Schiffs wird in 4 bis 6 durch einen Pfeil angedeutet. Wenn der Vorschubkanal 12 nach 3 oder wenn die beiden Vorschubkanäle 12a, b nach 4 bis zur Schiffswand 13 reichen, könnten sich an in Fahrtrichtung 23 aufeinanderfolgenden Kanalkanten 24, 25 Wirbel bilden und einen Strömungswiderstand darstellen. Um derartige Wirbel im wesentlichen zu vermeiden, werden die Kanalöffnungen bzw. Löcher 14 und 21 in Fahrtrichtung 23 des Schiffs 15 über die Querschnitte des jeweiligen Kanals 12 bzw. 12a, b hinaus verlängert. Die entsprechenden heckseitigen Erweiterungen werden in 5 und 6 als Beispiel mit 26 bezeichnet. Die dem Schiffsheck zugewandten Kanal-Kanten 24 werden nach 5 und 6 vorzugsweise nicht nur (in Richtung Heck) verlängert sondern auch im Sinne der Vermeidung von Wirbeln angerundet. Vorzugsweise soll die Anrundung 28 – wie in 5 bzw. 6 dargestellt – wie ein Radius am ei gentlichen Vortriebselement 2 bzw. 2a, b selbst ansetzen und etwa tangential in der Schiffsaußenwand 13 auslaufen. Zum Vermeiden von Wirbeln kann die bugseitige Kanalkante 26 ähnlich ausgestaltet werden, beispielsweise kann auch hier eine Anrundung 29, die ebenfalls am Vorschubelement bzw. an dessen Rotor beginnt und als eine Art Radius tangential in der Schiffsaußenwand ausläuft, vorgesehen werden.
  • 1
    Querstrahlruder
    2
    Vortriebselement
    3
    Tragsäule
    4
    Schachtdeckel
    5
    Schacht
    6
    Flansch
    7
    Drehachse
    8
    Stator
    9
    Rotor
    10
    Innenfläche (9)
    11
    Antriebsflügel
    12
    Vorschubkanal
    13
    Schiffswand
    14
    Rund-Loch
    15
    Schiff
    16
    Bug
    17
    Kiel
    18
    Wasserlinie
    19
    Schraube
    20
    Verbindungsrohr
    21
    Lang-Loch
    22
    Schachtboden
    23
    Fahrtrichtung
    24, 25
    Kanal-Kanten
    26
    Erweiterung
    28, 29
    Anrundung

Claims (10)

  1. Querstrahlruder (1) mit Antriebsmitteln in einem in Kiel bzw. Boden eines Schiffs (15) quer zur Schiffslängsrichtung durchgehenden Vorschubkanal (12) mit an der Schiffswand (13) mündenden Kanalöffnungen (14) an beiden Kanallängsenden, dadurch gekennzeichnet, dass im Schiffsinnern ein bis über die Höhe der Wasserlinie (18) reichender, den Vorschubkanal (12) umfassender Schacht (5) mit bis auf seitliche Durchführungen für den Vorschubkanal (14) geschlossenen Wänden zur Aufnahme eines Vortriebselements (2), wobei die Durchführungen den Vorschubkanal (14) dichtend einschließen, vorgesehen ist und dass das Vortriebselement (2) innerhalb des Schachts (5) in dessen Längsrichtung verfahrbar gelagert ist und im Bereich des Vorschubkanals (12) eine fixierbare Arbeitsposition besitzt.
  2. Querstrahlruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht (5) einen lösbar oben auf – in einer Höhe oberhalb der Wasserlinie (18) – liegenden Deckel (4) besitzt, an welchem das Vortriebselement (2) mit einer Tragsäule (3) insgesamt durch Anheben des Deckels (4) aus dem Schacht (5) heraushebbar befestigt ist.
  3. Querstrahlruder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Vortriebselement (2) ein Strahlantrieb bestehend aus einem ringförmigen Stator (8) und einem darin drehbar gelagerten, ringförmigen hohlen Rotor (9) vorgesehen ist, auf dessen Innenfläche (19) Antriebsflügel (11) zum Beschleunigen des in den Rotor (9) einströmenden Wassers entgegen der beabsichtigten Vorschubrichtung befestigt sind.
  4. Querstrahlruder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch mindestens zwei in einem gemeinsamen Vorschubkanal oder in parallelen Vorschubkanälen (12a, 12b) nebeneinander angeordneten Vortriebselementen (2a, 2b) in einem gemeinsamen Schacht (5).
  5. Querstrahlruder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vortriebselemente (2a, 2b) unabhängig voneinander im Schacht (5) anhebbar bzw. absenkbar sind.
  6. Querstrahlruder nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalöffnungen der Vorschubkanäle (2a, 2b) zu einer gemeinsamen Ausström- bzw. Ansaugöffnung (21) in jeder Schiffswand (13) vereint sind.
  7. Querstrahlruder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalöffnungen (14, 21) in Fahrtrichtung (23) des Schiffs (15) über die Querschnitte des Kanals (12; 12a, 12b) hinaus erweitert sind und dass die bei Fahrt des Schiffs die Wasserströmung längs der Schiffswand (13) störenden Anströmkanten (24, 25) der jeweiligen Kanalöffnung (14, 21) im Sinne einer Verminderung des Strömungswiderstandes angerundet sind.
  8. Querstrahlruder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalöffnungen in einer Richtung annähernd parallel zu Wasserlinie (18) in Bezug auf die Vorschubelemente (2; 2a, 2b) in Richtung Schiffsheck und/oder Bug verlängert sind.
  9. Querstrahlruder nach Ansspruch 7 oder 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Anrundung (28, 29) der Anströmkante (24, 25) bereits am Vortriebselement (2; 2a, 2b) ansetzt und nach Art eines Radius etwa tangential in der jeweils angrenzenden Schiffswand (13) mündet.
  10. Querstrahlruder nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Vorschubkanalausgänge schräg nach unten, z. B. um 2 bis 10°, geneigt sind.
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