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Die
Erfindung betrifft ein Hydraulikaggregat für ein Fahrzeugbremssystem umfassend
einen Aufnahmekörper
mit elektrohydraulischen Ventilen, mit wenigstens einer hydraulischen
Pumpe, und mit Kanälen
zur Verbindung der Pumpe mit wenigstens einem hydraulischen Verbraucher,
wobei zwischen einer Druckseite der Pumpe und dem hydraulischen Verbraucher
wenigstens eine Pulsationsdämpfungseinheit
vorgesehen ist. Die hydraulische Pumpe versorgt beispielsweise ein
elektronisch geregeltes Bremssystem mit hydraulischer Energie. Dabei
finden – bis
auf wenige Ausnahmen – exzentergetriebene
Radialkolbenpumpen Verwendung. Die genannten Hydraulikaggregate
sind millionenfach im Einsatz.
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Ein
Kompromiss zwischen gesetzlichen Rahmenbedingungen, grundsätzlicher
Funktion, Aufwandsminimierung und Betätigungskomfort besteht darin,
dass je Bremskreis je ein Förderkolben
vorgesehen ist. Die Kolbenverschiebung während jeder Exzenterumdrehung
kann in einen Saughub (0 – π) und in
einen Druckhub (π – 2π) eingeteilt
werden. Weil jeweils Flüssigkeitssäulen beschleunigt
aber auch verzögert
werden, führt
dies auf einer Saugseite, wie auch auf einer Druckseite jeweils
zu sinusförmigen
Momentandruckverläufen.
Die schwankenden Momentandruckverläufe erfordern eine Pulsationsdämpfungseinheit.
Die Pulsationsdämpfungseinheit ist
of als abgeblendete Pulsationsdämpfungskammer ausgebildet.
Deren Wirkung besteht darin, den Momentandruckverlauf zu glätten, indem
im Inneren der Dämpfungskammer
ein Staudruck erzeugt wird, der auf Grund innerer Elastizität und Reibung
im Druckmedium ausgeglichen wird. Der Betrag der Glättung ist
im wesentlichen abhängig
von dem Fluidvolumen, also von dem Volumen der Pulsationsdämpfungskammer.
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Ein
Aufnahmekörper
für ein
elektronisches Bremssystem ist ein hochkomplexes und stark verdichtetes
Gebilde, weil auf engstem Raum eine Vielzahl von Bohrungen darzustellen
sind. Es besteht daher ein Konflikt zwischen dem Ziel einer weiteren
Miniaturisierung des Hydraulikaggregates und dem Ziel einer verbesserten
Dämpfung
mittels einer möglichst großen Pulsationsdämpfungskammer.
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Zur
Vergrößerung des
Dämpferkammervolumens
bei einer vorgegebenen Hydraulikeinheit wird in der
DE 103 02 681 B3 vorgeschlagen,
dass die Dämpfungseinheit
nach außen über den
Aufnahmekörper übersteht.
Eine abgeblendete Dämpferkammer
ragt in ein Gehäuse
von einem elektronischen Steuergerät. Dadurch wird der Einbauraum
in dem elektronischen Steuergerät
eingeschränkt.
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Zur
Pulsationsminderung ist auch schon eine Mehrkolbenpumpe wie in der
DE 24 04 762 A1 vorgeschlagen
worden, wobei sich auf einer Förderseite von
mehreren Auslassventilen ein Raum anschließt, der alle Förderquellen
miteinander verbindet, und mit einem Förderkanal verbindbar ist, und
wobei eine Wand elastisch nachgiebig ausgebildet ist. Die elastische
Wand trennt einen gasgefüllten
Bereich von einem druckmittelgefüllten
Bereich. Die Mehrkolbenpumpe ist für zweikreisige Bremsanlagen
ungeeignet, weil alle Förderquellen
zusammen geschaltet sind.
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Die
bekannten Elastomer-Membrandämpfer leiden
an dem Nachteil, dass diese nur in einem relativ eingeschränkten Druckbereich
oder nur mit geringer Lebensdauer wirksam sind. Das Beanspruchungskollektiv
in einem Kraftfahrzeugbremssystem scheint jedenfalls eine ausgeprägte Ermüdung des Elastomerwerkstoffes
zu verursachen.
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Zwar
wurde bereits in anderem Zusammenhang vorgeschlagen, Elastomerwerkstoff
durch eine folienartige Metallmembran zu ersetzen. Derartige Lösungen können relativ
dauerfest ausgelegt werden. Die Membran verfügt jedoch über ein eingeschränktes Dehnungsverhalten.
Metallfaltenbälge
ermöglichen
zwar ein vergrößertes Aufnahmevolumen aber
erfordern eine kostenträchtige
Herstellung und einen relativ großen Einbauraum.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Wirksamkeit der
Pulsationsdämpfung bei
der Versorgung von hydraulischen Verbrauchern in einem zweikreisigen
Fahrzeugbremssystem zu verbessern, und gleichzeitig eine Lösung anzugeben,
deren Lebensdauer im Verhältnis
zu den bekannten Pulsationsdämpfungseinheiten – bei uneingeschränkt miniaturisiertem
Aufbau – verlängert ist.
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Erfindungsgemäß wird die
genannte Aufgabe gelöst,
indem die Pulsationsdämpfungseinheit wenigstens
zwei unterschiedliche Pulsationsdämpfungsmittel aufweist. Die
Erfindung beruht folglich auf dem Grundgedanken, die Pulsationsdämpfungsmittel
redundant und ferner von unterschiedlichem Typus vorzusehen. Vorteilhafte
Wirkungen der Erfindung bestehen in einem erweiterten Wirkungsbereich
und in einer erhöhten
Ausfallsicherheit. Denn wenn eines der Pulsationsdämpfungsmittel
wirkungslos ist, kann das andere Pulsationsdämpfungsmittel weiterhin Wirkung
entfalten.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die unterschiedlichen
Pulsationsdämpfungsmittel nach
Art einer Kaskade zueinander in Reihe oder aber parallel geschaltet.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung weist eines der Pulsationsdämpfungsmittel eine Membran
aus elastischem Werkstoff auf, welche einen Einlass mit einer Einlasskammer
von einem Auslass mit einer Auslasskammer trennt. Ein weiteres Pulsationsdämpfungsmittel
weist einen abgeblendeten Kanal auf, welcher den Einlass oder die Einlasskammer
mit dem Auslass oder der Auslasskammer verbindet.
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Die
Membran ist elastisch aufgehängt,
indem diese einseitig fest in dem Aufnahmekörper eingespannt ist. Dagegen
sind die anderen Bereiche der Membran zwecks Pulsationsdämpfung elastisch nachgiebig.
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Eine
vereinfachte Handhabbarkeit und Montierbarkeit der Membran wird
erzielt, wenn diese zylindrisch ausgebildet ist, wobei radial außen eine
Aufnahmebuchse vorgesehen ist. Die Aufnahmebuchse kann aus Metallwerkstoff
gebildet sein, und dient zur Befestigung der elastischen Membran
in dem Aufnahmekörper.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung ist radial innen eine Aufnahmebuchse
für die
Blende und zur Ausbildung des Kanals vorgesehen. Auch diese Aufnahmebuchse
kann aus Metallwerkstoff gebildet sein.
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Die
Dämpfungswirkung
wird weiter verbessert, wenn gewissermaßen ein weiteres Dämpfungsmittel
vorgesehen ist, indem die Einlasskammer ein größeres Volumen als die Auslasskammer
aufweist, und dass die Einlasskammer insbesondere ein etwa zweifach
bis dreifach größeres Volumen
als die Auslasskammer aufweist.
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In
fortgesetzter Abwandlung der Erfindung ist es denkbar, dass der
Blende eine zusätzliche Blende
nachgeschaltet ist.
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Eine
nebengeordnete Lösung
des Problems betrifft gemäß Patentanspruch
12 einen Aufnahmekörper
mit elektrohydraulischen Ventilen, mit wenigstens einer hydraulischen
Pumpe, und mit Kanälen
zur Verbindung der Pumpe mit wenigstens einem hydraulischen Verbraucher,
wobei zwischen einer Druckseite der Pumpe und dem hydraulischen
Verbraucher wenigstens eine Kammer mit einem, im Aufnahmekörper integriert
angeordneten, Pulsationsdämpfungseinheit
vorgesehen ist, das ein Wandelement aufweist, welches gegen eine
Rückstellkraft verschiebbar
geführt
vorgesehen ist, und wobei zur Erzeugung der Rückstellkraft ein hermetisch
geschlossener Metallhohlkörper
vorgesehen ist. Die Rückstellkraft
wird erfindungsgemäß durch
Deformation des Metallhohlkörpers
erzeugt. Dies ermöglicht bei
geringem Bauraumbedarf eine starre Federkennlinie, so dass das Dämpfungsmittel
auch bei hohen Drücken
wirksam ist.
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Vorzugsweise
ist der Metallhohlkörper
im Verhältnis
zu seinem Durchmesser dünnwandig
ausgebildet. Der Hohlraum ist mit Gas unter einem vorbestimmten
Druck befüllt.
Durch die Einstellung des Innendruckes ist die Federkennlinie beeinflussbar.
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Nach
der bevorzugten Ausführungsform
ist der Metallhohlkörper
einerseits mittelbar oder unmittelbar an dem bewegbaren Wandelement,
und andererseits mittelbar oder unmittelbar an einem festen Wandelement
des Aufnahmekörpers
abgestützt.
Dabei ist es möglich,
dass das feste Wandelement als Deckel ausgebildet ist, und dass
der Deckel am Aufnahmekörper
festgelegt ist. Weiterhin ist ganz wesentlich, dass der Metallhohlkörper in
Verschiebungsrichtung, also hinter dem bewegbaren Wandelement, in
einem druckmittelfreien Raum angeordnet ist. Diese Maßnahme dient
dazu, dass das Wandelement stets frei verschiebbar ist. Erforderlichenfalls
ist eine Abdichtung zwischen dem Wandelement und dem Aufnahmekörper vorzusehen,
um den druckmittelbeaufschlagten Bereich von einem druckmittelfreien
Bereich zu trennen.
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Der
Metallhohlkörper
beansprucht besonders wenig Einbauraum, wenn er als Hohlkugel ausgeführt ist.
Eine weiterhin bevorzugte Variante besteht darin, dass der Metallhohlkörper als
Hohlring ausgebildet ist. Zur Abstimmung, insbesondere zur Verstärkung der
Federwirkung ist es möglich,
mehrere Metallhohlkörper
vorzusehen.
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Eine
Variante der Erfindung besteht darin, verschiedene Dämpfungsmittel
für eine
verbesserte Wirkung zu kombinieren, indem die Kammer für das verschiebbare
Wandelement weiterhin eine Pulsationsdämpfungskammer mit einem Einlass
und mit einem Auslass aufnimmt. Eine vorteilhafte Konzeption besteht
darin, dass das bewegbare Wandelement unmittelbar an die Pulsationsdämpfungskammer
angrenzt. Der kombinatorische Effekt und die integrierte Bauweise
eignen sich besonders für
komfortorientierte, kleinbauende Hydraulikaggregate. Der kombinatorische
Effekt wird weiter ausgeprägt,
indem die Pulsationsdämpfungskammer
eine Blende aufweist, die dem Auslass vorgeschaltet ist.
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Eine
weiterhin nebengeordnete Lösung
des in Rede stehenden Problems betrifft gemäß Patentanspruch 21 ein Hydraulikaggregat
umfassend einen Aufnahmekörper
mit elektrohydraulischen Ventilen, mit wenigstens einer hydraulischen
Pumpe, und mit Kanälen
zur Verbindung der Pumpe mit wenigstens einem hydraulischen Verbraucher,
wobei zwischen einer Druckseite der Pumpe und dem hydraulischen
Verbraucher wenigstens eine Kammer mit einem, im Aufnahmekörper integriert
angeordneten Pulsationsdämpfungseinheit
vorgesehen ist, das ein Wandelement aufweist, welches gegen eine
Rückstellkraft
verschiebbar geführt
vorgesehen ist, und wobei das Wandelement als Übersetzungskolben mit einer druckmittelbeaufschlagten
Wirkfläche
und mit einer rückstellkraftbeaufschlagten
Wirkfläche
ausgebildet ist, und dass die druckmittelbeaufschlagte Wirkfläche kleiner
als die rückstellkraftbeaufschlagte Wirkfläche ausgebildet
ist. Erfindungsgemäß handelt es
sich um einen Kolbendämpfer,
welcher sich eine Übersetzungswirkung
unterschiedlicher Wirkdurchmesser zu Nutze macht, indem die druckmittelbeaufschlagte
Wirkfläche
geringer ausgebildet ist, als die Wirkfläche auf die die Rückstellmittel
einwirken. Dadurch wird die Möglichkeit
geschaffen, pneumatische Rückstellkräfte auf
den Übersetzerkolben
einwirken zu lassen. Ferner wird eine Auflage für Rückstellfedern geschaffen. Die
Anlage der Rückstellfedern
am Übersetzerkolben,
wie auch am Aufnahmekörper kann
mittelbar oder unmittelbar erfolgen.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
dienen Tellerfedern zur Erzeugung der Rückstellkraft. Indem die Tellerfedern
parallel oder in Serie angeordnet werden, können nach Wunsch und auf einfache Art
und Weise progressive oder degressive Kennlinien ausgebildet werden.
Es ist ferner denkbar, die Tellerfedern nach Belieben kombiniert
in Serie sowie parallel anzuordnen.
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Zur
Erweiterung des Wirkungsbereiches und zur Redundanz ist erfindungsgemäß eine Kombination,
insbesondere eine Parallelschaltung mit mindestens einem weiteren
Dämpfungsmittel,
wie insbesondere einer Dämpfungskammer
und/oder einer Blende, vorgesehen. Dabei können die beiden Dämpfungsmittel
innerhalb einer Kammer des Aufnahmekörpers integriert vorgesehen
sein.
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Weitere
Einzelheiten, und vorteilhafte Wirkungen der Erfindung gehen nachfolgend
aus der Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles hervor.
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In
der Zeichnung zeigt:
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1a,b
zwei schematische Skizzen zur Verdeutlichung der Auswirkung von
Druckpulsationen in einem Bremssystem,
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2 ein
Teil eines Aufnahmekörpers
mit einem Dämpfungsaggregat
umfassend mehrere Dämpfungsmittel,
vergrößert und
im Schnitt,
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3 ein
schematischer Schaltplan zur Verdeutlichung von 2,
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4 ein
schematischer Schaltplan einer anderen Variante der Erfindung,
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5 die
Variante gemäß 4 in
einer zeichnerischen Darstellung vergleichbar 2,
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6 eine
nebengeordnete Lösung
in zeichnerischer Darstellung vergleichbar 2,
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7 ein
schematischer Schaltplan betreffend 6,
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8 eine
weitere nebengeordnete Lösung,
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9 ein
schematischer Schaltplan betreffend 8, und
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10 eine
zusätzliche
Alternative, die ebenfalls auf dem Schema nach 9 beruht.
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Ein
Hydraulikaggregat 1 für
ein Fahrzeugbremssystem umfasst einen Aufnahmekörper 2 mit elektrohydraulischen
Ventilen, mit wenigstens einer hydraulischen Pumpe 3, die
je Bremskreis vorzugsweise nur einen Kolben aufweist, und mit Kanälen zur Verbindung
der Pumpe 3 mit wenigstens einem hydraulischen Verbraucher.
Die Pumpe 3 ist als exzentergetriebene Radialkolbenpumpe
ausgebildet, und versorgt das elektronische Bremssystem mit Energie,
um beispielsweise Aufgaben wie Parkbremsaktuatorik, Antiblockierregelung
oder Fahrstabilitätsregelung
zu erfüllen.
Eine vollständige
Exzenterdrehung verursacht jeweils einen Saughub und einen Verdrängungshub
von den Förderkolben.
Die beschleunigten und verzögerten
Flüssigkeitssäulen erzeugen
Druckstöße, welche
durch Pulsationen zum Ausdruck kommen. Auf der Druckseite DS – das heißt bei dem
Verbraucher – ist
daher neben einem gemittelten Druckniveau 4 auch ein sinusförmig auf- und
abschwellender Momentandruckverlauf 5 feststellbar. Dieser
Verlauf pendelt mehr oder weniger stark um das mittlere Druckniveau 4.
Zur Minderung der Pulsationen ist daher eine Pulsationsdämpfungseinheit 6 vorgesehen. 1a verdeutlicht
einen Druckaufbau in einem Bremssystem ohne Pulsationsdämpfungseinheit 6,
und 2 zeigt beispielhaft den Verlauf mit mehreren
Pulsationsdämpfungsmitteln.
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Die
nachfolgende Beschreibung erfolgt ausschließlich am Beispiel von einem
Teil von einem Bremskreis einer Fahrzeugbremsanlage. In den Schnittzeichnungen
ist jeweils nur ein Teil von einem Aufnahmekörper 2 dargestellt.
Auch wenn dies nicht aus der Zeichnung hervorgeht, kann ein zweiter Bremskreis
mit entsprechenden Pulsationsdämpfungsmitteln
versehen werden, ohne den grundsätzlichen
Gedanken der Erfindung zu verlassen. In den Zeichnungen sind übereinstimmende
Merkmale jeweils mit übereinstimmenden
Bezugsziffern gekennzeichnet.
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Nachstehend
wir im Einzelnen auf die 2 eingegangen. Diese zeigt nur
einen kleinen Teil von dem blockförmigen Aufnahmekörper 2 mit
seinen hydraulischen Bestandteilen. Das Aggregat umfasst des weiteren
einen nicht gezeigten elektromotorischen Antrieb für die Pumpe 3 sowie
ein nicht gezeigtes elektronisches Steuergerät zur Steuerung des Antriebs
und der elektromagnetischen Ventile.
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Für eine integrierte
Unterbringung der Pulsationsdämpfungseinheit 6 weist
der Aufnahmekörper 2 eine
Aufnahmebohrung 7 auf. Diese ist mit einer Druckseite DS
der Pumpe 3 verbunden. Zur hydraulischen Anbindung an die
Pumpe 3 mündet
ein Kanal 8 mit seinem Einlass 9 radial in eine
Einlasskammer 10 der Aufnahmebohrung 7. An einem
Boden 11 der Aufnahmebohrung 7 befindet sich eine
Auslasskammer 12 mit einem Auslass 13. An den
Auslass 13 schließt
sich ein Kanal 14 an, der zu dem jeweiligen Verbraucher
führt.
Dem Kanal 14 ist eine Blende 15 mit einem Durchmesser
von etwa 1 mm oder weniger vorgeschaltet.
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Wie
weiterhin aus der 2 hervorgeht, ist zwischen Einlasskammer 10 und
Auslasskammer 12 eine dickwandige Membran 16 aus
elastischem Werkstoff vorgesehen. Die Membran 16 ist hohlzylindrisch
ausgebildet. Sie wird radial außen
von einer zylindrischen Aufnahmebuchse 17 eingefasst. Im Zentrum
verfügt
die Membran 16 über
eine verhältnismäßig enge
Bohrung 18 mit einem Durchmesser von etwa 1 mm oder weniger,
die mit einer zylindrischen Aufnahmebuchse 19 ausgekleidet
ist. Die beiden Aufnahmebuchsen 17, 19 sind vorzugsweise aus
Metallwerkstoff. Die radial äußere Buchse 17 dient
zur Einspannung der Membran 16 im Aufnahmekörper 2,
indem die Aufnahmebuchse 17 in die Aufnahmebohrung 7 eingepresst
ist. Die radial innere Buchse 19 trägt eine Blende 20 mit
einem Durchmesser von etwa 1 mm oder weniger. Dadurch ist zwischen
Einlasskammer 10 und Auslasskammer 12 die oben
genannte Blende 20 wirksam. In Richtung Umgebung wird die
Aufnahmebohrung 7 von einem Deckel 21 verschlossen.
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Wie
aus 2 zu ersehen ist, befinden sich alle Dämpfungsmittel
gemeinsam innerhalb der abgestuften Aufnahmebohrung 7.
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Die 3 verdeutlicht
die Funktion der Dämpfungseinheit 6. Über Saug-
und Druckseite SS,DS der Pumpe 3 gelangt das Druckmittel über Einlasskanal 8 und
Einlass 9 in die Einlasskammer 10 der Pulsationsdämpfungseinheit 6.
Die Druckpulsationen werden dort durch mehrere wirksame Dämpfungsmittel
egalisiert. Einerseits wird es ermöglicht, dass Druckpulse zu
elastisch-reversiblen Deformationen der elastisch aufgehängten Membran 16 beitragen.
Dabei entwickelt die beschriebene Membran-Abstimmung eine Federsteifigkeit
von etwas 10000 N/mm oder weniger. Weitere Dämpfungs-Beiträge werden
durch Einlasskammer 10, Blende 20 sowie Auslasskammer 12 und
Blende 15 geleistet. Obwohl die Einlasskammer 10 und
die Auslasskammer 12 derart klein ausgebildet sind, dass deren
Gesamtvolumen von etwa 5 ccm (oder weniger) keinesfalls ausreichen
würde,
um als isolierte Dämpfungskammer
wirksam zu sein, wurde gefunden, dass eine kaskadenartige Serienschaltung
mehrerer Dämpfungsmittel
mit mindestens einer Kammer/Blende-Kombination zusammen mit der beblendeten
Membran 16 eine wirkungsvolle Pulsationsminderung ermöglicht.
Im Vergleich mit dem Volumen von konventionellen Dämpferkammern
ist der Bauraumbedarf für
die erfindungsgemäße Pulsationsdämpfungseinheit
daher reduziert.
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Nachstehend
wird auf die Ausführungsform gemäß 4 und 5 eingegangen.
Im Wesentlichen werden nur die Unterschiede im Vergleich mit anderen
Ausführungsformen
referiert.
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Die
Membran 16 weist nur die Bohrung 18 aber keine
integrierte Blende und auch keine radial innere Aufnahmebuchse 19 auf.
Statt dessen ist ein Bypasskanal 22 vorgesehen, der es
ermöglicht,
die Bohrung 18 zu umgehen, indem der Bypasskanal 22 unmittelbar
aus der Einlasskammer 10 abgezweigt ist, und hinter der
Blende 15 in den Auslasskanal 14 mündet. Der
Bypasskanal 22 weist weiterhin eine Blende 23 mit
einem Durchmesse von etwa 1 mm oder weniger auf, welche einen völlig ungehinderten Druckmittelabfluss
aus der Einlasskammer 10 verhindert. Bypasskanal 22 und
Blende 23 stellen ein gesondertes Dämpfungsmittel dar, welches
parallel zu der Membran 16 mit der Bohrung 18 und
parallel zu der Auslasskammer 12 und der Blende 15 angeordnet
ist.
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Nach
der 5 ist die oben beschriebene Parallelschaltung
dadurch gebildet, dass der Bypasskanal 22 im wesentlichen
parallel neben der Aufnahmebohrung 7 angeordnet ist, und
auf den Auslasskanal 14 der Auslasskammer 12 trifft.
Dies wird ermöglicht,
indem der Auslasskanal 14 in Relation zu der Aufnahmebohrung 7 schräg sowie
in Richtung Bypasskanal 22 geneigt ausgeführt ist.
Um einen kostengünstigen
Abzweig aus der Einlasskammer 10 zu ermöglichen, kann der Einlasskanal 8 vorzugsweise so über die
Aufnahmebohrung 7 hinaus gebohrt werden, dass er auf denjenigen
Bohrungsabschnitt des Bypasskanals 22 trifft, welcher parallel
zu der Aufnahmebohrung 7 verläuft.
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Den 6 und 7 ist
eine andere Lösung des
Problems zu entnehmen. Die Aufnahmebohrung 7 bildet eine
Kammer, in die ein Einlasskanal sowie ein Auslasskanal 14 mit
Ein- und Auslass 9, 13 einmünden. Dem Auslasskanal 14 ist
eine Blende 15 vorgeschaltet. Die Aufnahmebohrung 7 wird
von einem Deckel 21 verschlossen. Dadurch bildet die Kammer
gewissermaßen
ein eigenständiges
Dämpfungsmittel.
Ergänzend
ist ein Kolbendämpfer
mit einem bewegbaren Wandelement 24 wie folgt gebildet. Das
bewegbare Wandelement 24 ist innerhalb der Aufnahmebohrung 7 gegen
eine Rückstellkraft
F verschiebbar sowie vorzugsweise abgedichtet bewegbar geführt angeordnet.
Zwischen Wandelement 24 und Deckel 21 ist zu diesem
Zweck ein Federelement 25 vorgesehen. Die Anlage des Federelementes 25 an
den benachbarten Bauteilen 21, 24 erfolgt mittelbar
oder unmittelbar. Wenn das Federelement 25 wie dargestellt
als Metallhohlkörper
ausgebildet ist, und außerdem
metallisch an den benachbarten Bauteilen abdichtet, kann sogar eine
dynamische Dichtung an dem bewegbaren Wandelement 24 entfallen.
Das Federelement 25 ist als hermetisch geschlossener Metallhohlkörper ausgebildet.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem Metallhohlkörper um eine Hohlkugel oder
um einen Hohlring. Der Metallhohlkörper ist im Verhältnis zu
seinem Durchmesser dünnwandig
ausbildet, wobei der gebildete Hohlraum 26 mit Druckgas gefüllt ist.
Bei dem Gas handelt es sich vorzugsweise um Luft unter Umgebungsdruck.
Durch diese Maßnahme
ist das Wandelement 24 bei geringer Bauhöhe elastisch
an dem Deckel 21 abgestützt.
Der Deckel 21 ist an dem Aufnahmekörper 2 befestigt.
Der Metallhohlkörper
ist in einem druckmittelfreien Raum 27 zwischen Wandelement 24 und
Deckel 21 angeordnet. Prinzipiell ist es denkbar, mehrere
Metallhohlkörper
in dem Raum 27 vorzusehen. Zur Unterstützung der Rückstellkraft F ist es in weiterhin
vorteilhafter Weise denkbar, den Raum 27 mit Druckgas zu
füllen.
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Wie
bei den anderen Ausführungsformen auch,
ist die Blende 15 als gesondertes Bauteil an einem Träger 28 für ein Filter 29 ausgebildet.
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Aus
dem Schaltplan nach 7 ist abzulesen, dass die Pulsationsdämpfungseinheit
zwei parallel geschaltete Dämpfungsmittel
aufweist, welche unmittelbar aneinander angrenzen, sowie in derselben
Aufnahmebohrung 7 angeordnet sind (6) nämlich eine
Kombination aus Einlasskammer 10 und Blende 15 in
Verbindung mit dem bewegbaren Wandelement 24, welches unter
der Wirkung der Rückstellkraft
F als gesonderter Kolbendämpfer
wirksam ist.
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Aus
den 8 und 9 geht eine weitere Lösung des
Problems mit einem Kolbendämpfer
hervor. Gemäß 9 ist
parallel zu einer Einlasskammer 10 der genannte Kolbendämpfer mit
einem translatorisch bewegbar ausgebildeten Wandelement 24 vorgesehen,
welches durch die Rückstellkraft
F beaufschlagt ist. Das Wandelement 24 ist abgestuft als Übersetzerkolben
ausgebildet ist. Es verfügt über ein
Dichtelement 30 zur Abdichtung in der Aufnahmebohrung 7.
Eine druckmittelbeaufschlagte Wirkfläche 31 des Wandelementes 24 ist
kleiner ausgebildet ist, als eine rückstellkraftbeaufschlagte Wirkfläche 32.
Die druckmittelbaufschlagte Wirkfläche 31 kann daher
am Ende eines Zapfens 33 mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser ausgebildet
sein. Demgegenüber
ist die rückstellkraftbeaufschlagte
Wirkfläche 32 weit
ausgebildet und dadurch besonders gut geeignet, um durch ein kurzbauendes
Federelement 25 von hoher Federsteifigkeit beaufschlagt
zu werden. Mehrere Federelemente 25 können auf einem hinteren Zapfen 34 des
Wandelementes 24 geführt angeordnet
sein. Beispielsweise ist das Federelement 25 als Tellerfeder
ausgebildet. Die Verwendung mehrerer Tellerfedern ermöglicht eine
vereinfachte Beeinflussung und Adaptierung der Federkennlinie, weil
die einzelnen Federn einfach parallel oder in Serie oder wechselweise
als Federpaket gebündelt
verbaut werden können.
Diese Lösung
ist dadurch besonders bauraumfreundlich und flexibel adaptierbar. Die
Tellerfedern sind mittelbar oder unmittelbar am Wandelement 24 oder
am Deckel 21 abstützbar. Wenn
der Deckel 21 in den Aufnahmekörper 2 einschraubbar
ist, kann durch unterschiedlich tiefes Einschrauben des Deckels 21 sogar
eine Einstellung der Vorspannkraft erfolgen.
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Die
Ausführungsform
nach 10 beruht maßgeblich
auf Übereinstimmungen
mit der Ausführungsform
nach 8. Daher sind übereinstimmende
Merkmale mit übereinstimmenden
Bezugsziffern versehen worden und es wird prinzipiell auf die diesbezügliche vorstehende
Beschreibung verwiesen. Wie in 8 ist ein Übersetzerkolben
mit einem Wandelement 24 vorgesehen, der abgestuft sowie abgedichtet
und verschiebbar in einer gestuften Gehäusebohrung angeordnet ist.
Dadurch wird eine druckmittelbeaufschlagte Wirkfläche 31 geschaffen, die
kleiner als eine rückstellkraftbeaufschlagte
Wirkfläche 32 ausgebildet
ist. Für
die Rückstellung
des Stufenkolbens dient ein Federelement 25, das als Schraubenfeder
ausgebildet ist, und sich in einem abgeschlossenen Raum 35 befindet,
welcher beispielsweise mit Luft gefüllt ist. Die Schraubenfeder
ist elastisch mit einer Vorspannkraft zwischen der Wirkfläche 32 und
einem Deckel 21 eingespannt. Wie auch im Zusammenhang mit
der 9 deutlich wird, ist die derart gestaltete Pulsationsdämpfungseinheit hydraulisch
parallel zu der Einlasskammer 10 geschaltet. Zusätzlich zu
diesen Gemeinsamkeiten ergeben sich laut 10 folgende
neue Merkmale.
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In
dem Raum 35 ist ein kompressibles Elastoelement 36 vorgesehen.
Das Elastoelement 36 verändert die Rückstellcharakteristik der Pulsationsdämpfungseinheit,
weil es eine ergänzende
Volumenaufnahme ermöglicht,
wenn die Luft im Raum 35 infolge Kolbenverschiebung komprimiert
wird. Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung ist, dass das Luftvolumen
in dem Raum 35 – bei
verbesserten Abstimmungsmöglichkeiten – nach wie
vor hermetisch gekammert ist. Dadurch wird die Gefahr vermindert, dass
der Stufenkolben – wie
bei hinterlüfteten
Kolben – durch
von außen
eindringende Reagenzien korrodiert oder blockiert. Bei der dargestellten
Ausführungsform
ist das Elastoelement 36 an dem Wandelement 24 angeordnet
und zusammen mit diesem relativ zu dem Aufnahmekörper 2 verschiebbar.
Zu diesem Zweck ist das Elastoelement 36 als Hohlring ausgebildet,
besteht vorzugsweise aus Gummi- oder Kunststoffwerkstoff, und ist
auf den Zapfen 34 aufgeschoben. Zum Zweck der Halterung
ist der Zapfen 34 mit einer umlaufende Nut versehen ist,
in die das Elastoelement 36 einschnappt.
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Im
weiteren Unterschied zu der 8 verfügt das Wandelement 24 über eine
oder mehrere Drosselbohrungen 37, welche den Raum 35 mit
dem Einlasskanal 8 verbinden. Zusätzlich zu dem dynamisch beanspruchten,
und O-Ringförmigen
Dichtelement 30 ist ein weiteres Dichtelement 38 vorgesehen,
welches in eine umlaufende Umfangsnut von dem Wandelement 24 eingesetzt
ist.
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- 1
- Hydraulikaggregat
- 2
- Aufnahmekörper
- 3
- Pumpe
- 4
- mittleres
Druckniveau
- 5
- Momentandruckverlauf
- 6
- Pulsationsdämpfungseinheit
- 7
- Aufnahmebohrung
- 8
- Einlasskanal
- 9
- Einlass
- 10
- Einlasskammer
- 11
- Boden
- 12
- Auslasskammer
- 13
- Auslass
- 14
- Auslasskanal
- 15
- Blende
- 16
- Membran
- 17
- Aufnahmebuchse
- 18
- Bohrung
- 19
- Aufnahmebuchse
- 20
- Blende
- 21
- Deckel
- 22
- Bypasskanal
- 23
- Blende
- 24
- Wandelement
- 25
- Federelement
- 26
- Hohlraum
- 27
- Raum
- 28
- Träger
- 29
- Filter
- 30
- Dichtelement
- 31
- Wirkfläche
- 32
- Wirkfläche
- 33
- Zapfen
- 34
- Zapfen
- 35
- Raum
- 36
- Elastoelement
- 37
- Drosselbohrung
- 38
- Dichtelement
- A
- Antrieb
- F
- Rückstellkraft
- DS
- Druckseite
- SS
- Saugseite
- HCU
- Hydraulisches
Steuergerät
(Hydraulic Control Unit)
- ECU
- Elektronisches
Steuergerät
(Electronic Control Unit)