DE102005002426A1 - Brause - Google Patents
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Abstract
Bei einer Brause für Dusch- und Badeeinrichtungen mit einem Gehäuse und einer Wasserzuführung, an der ein um eine Mittelachse drehbarer Brausekopf angeschlossen ist, derart, dass in Abhängigkeit von der Drehstellung des Brausekopfes über eine Wasserverteileinrichtung verschiedene Systeme zur Erzeugung von unterschiedlichen Brausestrahlen wahlweise mit dem Brausewasser beaufschlagbar sind, ist vorgeschlagen, dass an der Wasserzuführung konzentrisch zur Mittelachse federnde Zungen mit Rastnasen ausgebildet sind, die in der Stecklage hinter einen Ringflansch an der Wasserverteileinrichtung fassen und den Brausekopf drehfest, aber axial festliegend an der Wasserzuführung halten.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Brause für Dusch- und Badeeinrichtungen mit einem Gehäuse und einer Wasserzuführung, an der ein um eine Mittelachse drehbarer Brauskopf angeschlossen ist, derart, dass in Abhängigkeit von der Drehstellung des Brausekopfes über eine Wasserverteileinrichtung verschiedene Systeme zur Erzeugung von unterschiedlichen Brausestrahlen wahlweise mit dem Brausewasser beaufschlagbar sind.
- Derartige Brausen sind bekannt. Hierbei wird, wie es beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 41 16 927 A1 zu entnehmen ist, der Brausekopf von einer zentralen Befestigungsschraube gehalten. - Diese Befestigungsart ist relativ kostenaufwendig. Darüber hinaus wird ein nicht unerheblicher Raum für die Befestigungsschraube im Brausekopf benötigt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache, Platz sparende und kostengünstig herstellbare Verbindung des Brausekopfes mit der Brause vorzuschlagen.
- Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Brause dadurch gelöst, dass an der Wasserzuführung konzentrisch zur Mittelachse federnde Zungen mit Rastnasen ausgebildet sind, die in der Stecklage hinter einen Ringflansch an der Wasserwerteileinrichtung fassen und den Brausekopf drehbar aber axial festliegend an der Wasserzuführung halten.
- Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 10 angegeben.
- Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die vorgeschlagene Schnappaufhängung des Brausekopfes an der Brause sehr kostengünstig herstellbar und montierbar ist. Darüber hinaus kann eine zentrale Befestigungsschraube entfallen und der hierfür benötigte Platz für weitere Wasseraustrittsöffnungen am Brausekopf genutzt werden.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können der Ringflansch und die Rastnasen mit Gleitflächen versehen werden, die mit einer um 1° bis 15° geneigten Hinterschneidung angeordnet sind, so dass nach der Herstellung der Schnappverbindung bzw. des Einrastens der Rastnasen hinter dem Ringflansch die Schnappaufhängung des Brausekopfes nahezu unlösbar ist.
- Um eine leichte und verschleißarme Drehung des Brausekopfes zu gewährleisten, können zweckmäßig die Gleitflächen der Rastnasen an den Seiten Schrägflächen aufweisen.
- In einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist auch die Wasserzuführung mit federnden Nasen am Gehäuse der Brause gehalten, wodurch eine kostengünstige und sichere Halterung der Wasserzuführung im Gehäuse der Brause ermöglicht wird. Zweckmaßig werden hierbei die Nasen an Federarmen ausgebildet, die einstückig mit der Wasserzuführung ausgebildet sind, wobei in der Stecklage die Nasen hinter Vorsprüngen am Gehäuse der Brause einschnappen.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann an der Wasserzuführung ein zentraler Zapfen ausgebildet werden, der in der Stecklage als Axialanschlag gedichtet in einen den Ringflansch tragenden Rohrstutzen eingeführt ist und darüber hinaus ein Radiallager für den Brausekopf bildet. In dem Zapfen können zweckmäßig ein oder mehrere parallel zur Mittlachse des Zapfens angeordnete Wasserauslasskanäle mit stirnseitig wirkenden Dichtmitteln ausgebildet sein, die mit Einlassöffnungen an der Wasserverteileinrichtung in Überdeckung bringbar sind. Stromaufwärts münden die Auslasskanäle vorteilhaft in einem senkrecht zur Mittelachse ausgebildeten Wasserführungskanal, der radial aus der Wasserzuführung heraustreten kann. Am Austrittsbereich des Wasserführungskanals kann zweckmäßig ein Anschluss ausgebildet werden für eine Wasserzuführungsleitung.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigt in der Zeichnung
-
1 eine zum Teil dargestellte Brause im Längsschnitt; -
2 einen Teil II der in1 gezeigten Brause in vergrößerter Darstellung; -
3 die in1 gezeigte Wasserzuführung in vergrößerter Darstellung in der Schnittebene III der4 ; -
4 die in3 gezeigte Wasserzuführung in Ansicht von oben; -
5 einen Ausschnitt V der in3 gezeigten Wasserzuführung in vergrößerter Darstellung; -
6 einen Teil der in4 gezeigten Wasserzuführung in der Schnittebene VI in vergrößerter Darstellung; -
7 die in1 gezeigte Wasserverteileinrichtung in der Schnittebene VII der8 ; -
8 die in7 gezeigte Wasserverteileinrichtung in Ansicht von oben; -
9 einen Teil IX der in7 gezeigten Wasserverteileinrichtung in vergrößerter Darstellung; -
10 die in8 gezeigte Wasserverteileinrichtung in Perspektivansicht. - In der Zeichnung ist eine zum Teil dargestellte Handbrause dargestellt.
- In einem zum Teil dargestellten Gehäuse
1 ist eine Wasserzuführung2 angeordnet, an der einerseits ein Brausekopf3 mit einer Wasserverteileinrichtung35 und andererseits eine Wasserzuführungsleitung4 angeordnet ist. - Die Wasserzuführung
2 hat auf einer Mittelachse20 einen zylindrischen Zapfen23 , dessen Stirnseite einen Axialanschlag für die Wasserverteileinrichtung35 bildet. Parallel zur Mittelachse20 sind in dem Zapfen23 diametral gegenüberliegend zwei Wasserauslasskanäle230 ,231 ausgebildet. Am stromabwärts gelegenen Endbereich ist in jedem der beiden Wasserauslasskanäle230 ,231 jeweils ein Dichtring234 , der von einer Schraubenfeder233 gegen eine Stirnfläche der Wasserverteileinrichtung35 gedrückt wird, so dass ein gedichteter Übergang von der Wasserzuführung2 zur Wasserverteileinrichtung35 gewährleistet ist. Die beiden Wasserauslasskanäle230 ,231 sind mit einem senkrecht zur Mittelachse20 ausgebildeten Wasserführungskanal24 verbunden, der an einer Seite aus der Wasserzuführung2 heraustritt und mit einem Anschluss240 für die Wasserzuführungsleitung4 versehen ist, wie es insbesondere aus3 der Zeichnung zu entnehmen ist. - Konzentrisch zum Zapfen
23 sind zunächst ringförmig angeordnete federnde Zungen21 mit Rastnasen210 an der Wasserzuführung2 ausgebildet. Außerdem sind am äußeren Rand federnde Nasen22 ausgebildet, die über Federarme220 ebenfalls mit der Wasserzuführung2 verbunden sind. - Die Rastnasen
210 weisen dabei jeweils eine Gleitfläche211 auf, die in Richtung auf die Zunge21 jeweils eine Hinterschneidung mit einem Winkel2110 von etwa 8° aufweisen. Die Gleitfläche211 geht dabei an den beiden Seiten jeweils in eine Schrägfläche212 über, wie es insbesondere aus5 und6 der Zeichnung zu entnehmen ist. Die Wasserzuführung2 ist dabei einstückig aus Kunststoff im Spritzgießverfahren hergestellt. - Der Brausekopf
3 besteht aus der Wasserverteileinrichtung35 und einer Brausestrahlerzeugungseinrichtung31 , die miteinander verbunder sind. An der Brause strahlerzeugungseinrichtung31 sind Brausestrahldüsen310 ,311 ,312 vorgesehen. Die Brausestrahldüsen312 sind zur Abgabe von Normalbrausestrahlen, die Brausestrahldüsen311 sind zur Abgabe von pulsierenden Brausestrahlen und die Brausestrahldüsen310 sind zur Abgabe von Massagebrausestrahlen vorgesehen. - An der Wasserverteileinrichtung
35 ist an der einen Stirnseite konzentrisch zur Mittelachse20 ein Rohrstutzen352 angeformt. Am äußeren Endbereich des Rohrstutzens352 ist ein radial nach außen vorstehender Ringflansch350 mit einer Gleitfläche351 ausgebildet, wie es insbesondere aus1 und9 der Zeichnung zu entnehmen ist. Die ringförmige Gleitfläche351 ist dabei konisch ausgebildet und weist eine in Richtung auf den Rohrstutzen352 sich erstreckende Hinterschneidung mit einem Winkel3510 von etwa 8° auf. - Die Brause kann in folgender Weise zusammenmontiert werden:
Zunächst wird in das Gehäuse1 die Wasserzuführung2 , komplettiert mit einem Dichtring241 am Anschluss240 , in die Öffnung für den Brausekopf eingebracht. Hierbei sind in dem Gehäuse1 Anschläge10 ausgebildet, die ein Einbringen der Wasserzuführung2 in der erforderlichen Drehstellung gestatten. Beim Einschiebevorgang gelangen die federnden Nasen22 jeweils mit einer Schrägfläche221 an den Anschlägen10 zur Anlage und werden hierbei radial federnd ausgelenkt, bis sie in der Stecklage hinter dem jeweiligen Anschlag10 zu rückfedern und die Wasserzuführung2 in dem Gehäuse1 in der Stecklage sichern. - Danach wird auf einem am vorstehenden Endbereich ausgebildeten, im Durchmesser verringerten Ansatz
232 ein Dichtring25 aufgeschoben und die Dichtungen234 mit den Schraubenfedern233 eingebracht. Sodann kann der aus der Brausestrahlerzeugungseinrichtung31 und der Wasserverteileinrichtung35 gebildete Brausekopf3 auf der Mittelachse20 in das Gehäuse1 eingebracht werden. Beim Einschieben des Brausekopfes3 gelangt zunächst der Dichtring25 an dar inneren Wandung des Rohrstutzens352 dichtend zum Anlage. Im Anschluss daran gelangen die Rastnasen220 an der Stirnseite des Ringflansches350 zur Anlage. Hierbei ist an der der Gleitfläche211 gegenüberliegenden Seite jeweils eine Schrägfläche213 ausgebildet, so dass beim axialen Einschieben die Rastnasen210 radial federnd nach außen ausgelenkt werden. Sobald der Zapfen23 an der Stirnseite der Wasserverteileinrichtung35 anliegt, federn die Rastnasen210 hinter die Gleitfläche351 und sichern hiermit die axiale Stecklage des Brauskopfes3 zur Wasserzuführung2 . Da die Gleitflächen211 ,351 mit einer Hinterschneidung geneigt angeordnet sind, wird erreicht, dass die Rastnasen210 in der Rastposition gesichert gehalten werden. Die Verbindung ist dadurch nahezu unlösbar. Die Gleitflächen211 liegen dabei satt an der Gleitfläche351 des Ringflansches350 an und weisen an den beiden Seiten Schrägflächen212 auf, was insbesondere aus6 der Zeichnung zu entnehmen ist, so dass ein reibungs- und verschleißarmes Gleiten gewährleistet ist. Abschließend wird seitlich in das Gehäuse1 die Wasserzuführungsleitung4 eingeschoben und auf den Anschluss240 aufgebracht. - Die somit komplettierte Handbrause kann danach an eine Brauseschlauchleitung angeschlossen und in Betrieb genommen werden. Hierbei kann der Brausekopf 3 um die Mittelachse
20 relativ zum Gehäuse1 gedreht werden, so dass das zufließende Brausewasser wahlweise über die Wasserverteileinrichtung35 , den verschiedenen Brausestrahldüsen310 ,311 ,312 zugeführt werden kann. - Das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel betrifft eine Handbrause. Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Brause auch als Stationärbrause ausgebildet sein.
Claims (10)
- Brause für Dusch- und Badeeinrichtungen mit einem Gehäuse und einer Wasserzuführung, an der ein um eine Mittelachse drehbarer Brauskopf angeschlossen ist, derart, dass in Abhängigkeit von der Drehstellung des Brausekopfes über eine Wasserverteileinrichtung verschiedene Systeme zur Erzeugung von unterschiedlichen Brausestrahlen wahlweise mit dem Brausewasser beaufschlagbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an der Wasserzuführung (
2 ) konzentrisch zur Mittelachse (20 ) federnde Zungen (21 ) mit Rastnasen (210 ) ausgebildet sind, die in der Stecklage hinter einen Ringflansch (350 ) an der Wasserverteileinrichtung (35 ) fassen und den Brausekopf (3 ) drehbar aber axial festliegend an der Wasserzuführung (2 ) halten. - Brause nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringflansch (
350 ) und die Rastnasen (210 ) jeweils Gleitflächen (211 ,351 ) aufweisen, die mit einer Hinterschneidung geneigt angeordnet sind, so dass die Rastnasen (210 ) in der Rastposition gesichert werden. - Brause nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächen (
251 ,351 ) zur Ebene des Brausekopfes (3 ) mit einen Winkel (2110 ) von 1° bis 15° geneigt ausgebildet sind. - Brause nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen (
210 ) jeweils im Bereich ihrer Gleitfläche (211 ) an den Seiten Schrägflächen (212 ) aufweisen, so dass ein leichtgängiges, verschleißarmes Gleiten an der Gleitfläche (351 ) des Ringflansches (350 ) gewährleistet ist. - Brause nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzuführung (
2 ) von federnden Nasen (22 ) am Gehäuse (1 ) der Brause gehalten ist. - Brause nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nasen (
22 ) an Federarmen (220 ) angeformt sind, die mit der Wasserzuführung (2 ) einstückig ausgebildet sind. - Brause nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzuführung (
2 ) mit einem auf der Mittelachse (20 ) angeordneten Zapfen23 ) gedichtet in einen den Ringflansch (350 ) tragenden Rohrstutzen (352 ) der Wasserverteileinrichtung (35 ) einfasst, wobei die Stirnseite des Zapfens (23 ) einen Axialanschlag für die Wasserverteilvorrichtung bildet. - Brause nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Mittelachse (
20 ) wenigstens ein Wasserauslasskanal (230 ,231 ) in dem Zapfen23 ausgebildet ist. - Brause nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Wasserauslasskanal (
230 ,231 ) mit einem etwa senkrecht zur Mittelachse (20 ) ausgebildeten Wasserführungskanal (24 ) verbunden ist. - Brause nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserführungskanal (
24 ) seitlich aus der Wasserzuführung (2 ) herausgeführt ist und einen Anschluss (240 ) für eine Wasserzuführungsleitung (4 ) aufweist.
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