DE102004055361A1 - Doppelkupplungsanordnung - Google Patents
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Doppelkupplungsanordnung für ein Doppelkupplungsgetriebe für Kraftfahrzeuge, mit
- – einer ersten und einer zweiten Reibkupplung, die jeweils fluidisch betätigbar sind,
- – einer ersten Kolbenanordnung, die zur Betätigung der ersten Reibkupplung dient und einen ersten Kolben, einen ersten Kolbenraum und einen ersten Fliehkraftausgleichsraum aufweist,
- – einer zweiten Kolbenanordnung, die zur Betätigung der zweiten Reibkupplung dient und einen zweiten Kolben, einen zweiten Kolbenraum und einen zweiten Fliehkraftausgleichsraum aufweist,
- – wobei die Kolbenräume und die Fliehkraftausgleichsräume jeweils auf gegenüberliegenden Seiten der zugeordneten Kolben liegen und über Zuleitungen mit einer Ventilanordnung verbunden sind.
- Eine derartige Doppelkupplungsanordnung ist allgemein bekannt.
- Doppelkupplungsgetriebe weisen eine Doppelkupplungsanordnung sowie zwei Teilgetriebe auf. Die Teilgetriebe sind in der Regel in Vorgelegebauweise ausgeführt. Eines der Teilgetriebe ist dabei den geraden Gängen zugeordnet, das andere Teilgetriebe den ungeraden Gängen.
- Durch überschneidende Betätigung der zwei Doppelkupplungen kann folglich ein Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung durchgeführt werden.
- Diese Art von Doppelkupplungsgetriebe eignet sich für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Personenkraftwagen.
- Bei den Doppelkupplungsanordnungen werden heutzutage in der Regel fluidisch betriebene Reibkupplungen verwendet, bspw. nasslaufende Lamellenkupplungen.
- Dabei ist es aus Gründen einer kurzen axialen Bauform häufig bevorzugt, die zwei Doppelkupplungen radial ineinander zu verschachteln, wobei eine Reibkupplung radial innen und die andere radial außen liegt.
- Zum Zuführen von Fluid, insbesondere Hydrauliköl, zu den Reibkupplungen ist es bekannt, eine Drehdurchführung mit einem Zapfenabschnitt vorzusehen, auf den eine gemeinsame Nabe der zwei Doppelkupplungen aufgeschoben wird.
- Bei einer bekannten Doppelkupplungsanordnung sind dabei an der Drehdurchführung wie auch an der Nabe jeweils vier Kanäle vorgesehen, wobei zwei der Kanäle den zwei Kolbenräumen zugeordnet sind und wobei die anderen zwei Kanäle den zwei Fliehkraftausgleichsräumen zugeordnet sind.
- Dabei liegt der Kanal für den ersten Kolbenraum axial an einem Ende. Hierzu benachbart ist ein Kanal für den ersten Fliehkraftausgleichsraum. Hierzu benachbart wiederum ist ein Kanal für den zweiten Kolbenraum und am axial anderen Ende ist ein Kanal angeordnet für den zweiten Fliehkraftausgleichsraum.
- Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Doppelkupplungsanordnung anzugeben.
- Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Doppelkupplungsanordnung dadurch gelöst, dass die Fliehkraftausgleichsräume über eine gemeinsame Leitung mit der Ventilanordnung verbunden sind.
- Bei einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Aufgabe bei der eingangs genannten Doppelkupplung dadurch gelöst, dass die Reibkupplungen als radial verschachtelte Lamellenkupplungen ausgebildet sind und jeweils einen Innenlamellenträger und einen Außenlamellenträger aufweisen, wobei das Eingangsglied der radial äußeren Lamellenkupplung der Außenlamellenträger ist und wobei das Eingangsglied der radial inneren Kupplung der Innenlamellenträger ist.
- Durch die Maßnahmen gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung lässt sich insgesamt eine axial kompaktere Doppelkupplungsanordnung schaffen, insbesondere, da für die Einspeisung von Fluid weniger Zuleitungen zu den Kolbenräumen und Fluidausgleichsräumen notwendig sind. Zudem ergibt sich ein Gewichtsvorteil.
- Bei der Doppelkupplungsanordnung gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ebenfalls eine geringe Baulänge erzielbar und es ergibt sich ein Gewichtsvorteil.
- Bei der Doppelkupplungsanordnung der vorliegenden Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die Reibkupplungen jeweils ein Eingangsglied aufweisen, wobei die Eingangsglieder an einer Nabe gelagert sind und wobei die Nabe mit einer Antriebswelle drehfest verbunden ist.
- Diese Maßnahme ermöglicht generell eine axial kompakte Konstruktion der Doppelkupplungsanordnung.
- Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn die Antriebswelle über einen die Reibkupplungen radial umfassenden Käfig mit der Nabe verbunden ist.
- Durch diese Maßnahme kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass die Abtriebsglieder der Reibkupplungen in der Nähe der Antriebswelle an der Nabe radial vorbeigeführt werden.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Nabe an einem gehäusefesten Zapfenabschnitt einer Drehdurchführung gelagert.
- Hierbei kann erreicht werden, dass die Versorgung der Reibkupplungen mit Fluid zu deren Betrieb über die Drehdurchführung und die Nabe erfolgt.
- Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Nabe Radialkanäle aufweist, um die Reibkupplungen mit Fluid zu versorgen.
- Ferner ist es hierbei vorteilhaft, wenn die Nabe wenigstens zwei Betätigungs-Radialkanäle zur Betätigung der zwei Reibkupplungen aufweist. Der Begriff Radialkanal soll im vorliegenden Zusammenhang breit verstanden werden. In der Darstellung der Radialkanäle und der zugehörigen Drehdurchführung wird generell von einer Längsschnittansicht ausgegangen, in der jeweils folglich nur ein Radialkanal bzw. eine Projektion von Radialkanälen zu sehen ist. Es versteht sich jedoch, dass ein Radialkanal bspw. auch als eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung verteilten Einzelkanälen, bspw. Bohrungen, verstanden werden kann. Auch soll im vorliegenden Zusammenhang unter einem einzelnen Radialkanal verstanden werden, wenn zwei in Umfangsrichtung versetzt angeordnete Einzelkanäle mit einem einzelnen Ringkanal einer Drehdurchführung verbunden sind, jedoch in axialer Richtung nach radial außen hin voneinander abweichen.
- Vorzugsweise weist die Drehdurchführung eine Ringkanal auf, der die gemeinsame Leitung zu den beiden Fliehkraftausgleichsräumen bildet.
- Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Ringkanal in axialer Richtung zwischen den zwei Betätigungs-Radialkanälen angeordnet ist.
- Durch diese Maßnahme ist es möglich, den Ringkanal mit den zwei Fliehkraftausgleichsräumen zu verbinden, insbesondere dann, wenn diese in axialer Richtung benachbart zueinander zwischen den zwei Kolbenräumen angeordnet sind.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Nabe wenigstens einen ersten Hilfs-Radialkanal, der mit dem ersten Fliehkraftausgleichsraum verbunden ist, und wenigstens einen zweiten Hilfs-Radialkanal auf, der mit dem zweiten Fliehkraftausgleichsraum verbunden ist, wobei die Hilfs-Radialkanäle radial innen mit dem Ringkanal verbunden sind.
- Die Hilfs-Radialkanäle können dabei entweder jeweils aus sich in radialer Richtung nach außen verzweigenden, jeweils zusammenhängenden Kanälen bestehen. Es ist jedoch bevorzugt, wenn der erste Hilfs-Radialkanal und der zweite Hilfs-Radialkanal in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind. In einer Projektion in Umfangsrichtung ist nur ein einzelner Radialkanal zu sehen, so dass vorliegend der Einfachheit halber an einigen Stellen von „einem" Hilfs-Radialkanal gesprochen wird.
- Von besonderem Vorteil ist es hierbei ferner, wenn ein Eingangsglied von einer der Reibkupplungen mit der Nabe in einem Bereich zwischen den zwei Hilfs-Radialkanälen verbunden ist.
- Hierdurch kann das Eingangsglied dieser Reibkupplung als Trennglied zwischen den zwei Fliehkraftausgleichsräumen verwendet werden. Bei der Reibkupplung, deren Eingangsglied so mit der Nabe verbunden ist, handelt es sich vorzugsweise um eine radial innenliegende Reibkupplung.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform dient der Ringkanal ferner zur Versorgung wenigstens einer der Reibkupplungen mit Kühlfluid.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Fliehkraftausgleichsräume fluidisch miteinander verbunden.
- Die Fliehkraftausgleichsräume sind in der Regel ständig drucklos geschaltet, werden also mit Fluid, das nicht unter Druck steht, versorgt. Sofern bspw. eine Kupplung betätigt wird, indem unter Druck stehendes Fluid in den zugeordneten Kolbenraum eingeführt wird, wird Fluid aus dem zugeordneten Fliehkraftausgleichsraum verdrängt. Wenn die zwei Fliehkraftausgleichsräume fluidisch miteinander verbunden sind, ist dies einfacher zu bewerkstelligen. Es sind insbesondere keine komplizierten Kanalanordnungen in der Drehdurchführung und/oder der Nabe notwendig.
- Generell ist es bei benachbarten Fliehkraftausgleichsräumen jedoch auch denkbar, dass diese bspw. durch Öffnungen in einem Trennglied (wie einem Eingangsglied einer radial inneren Reibkupplung) fluidisch miteinander verbunden sind.
- Gemäß einer insgesamt bevorzugten Ausführungsform sind die Reibkupplungen als radial verschachtelte bzw. ineinander angeordnete Lamellenkupplungen ausgebildet und weisen jeweils einen Innenlamellenträger und einen Außenlamellenträger auf.
- Bei dieser Ausführungsform ist es von besonderem Vorteil, wenn das Eingangsglied der radial äußeren Lamellenkupplung deren Außenlamellenträger ist und wenn das Eingangsglied der radial inneren Kupplung deren Innenlamellenträger ist.
- Hierdurch wird auf konstruktiv einfache Weise erreicht, dass die Doppelkupplungsanordnung insgesamt axial kurz bauen kann.
- Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine schematische Längsschnittansicht einer Doppelkupplungsanordnung (Halbschnittansicht einer im wesentlichen rotationssysmmetrischen Anordnung) gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, im Zusammenhang mit zugeordneten Komponenten eines Doppelkupplungsgetriebes; und -
2 eine Längsschnittansicht einer Nabe der Doppelkupplungsanordnung von1 . - In
1 ist ein Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges generell mit10 bezeichnet. - Der Antriebsstrang
10 weist einen schematisch angedeuteten Verbrennungsmotor12 auf, dessen Ausgang mit einem Doppelkupplungsgetriebe14 verbunden ist. - Der Antriebsstrang
10 ist insbesondere für Kraftfahrzeuge geeignet. Der Motor zum Antrieb des Kraftfahrzeuges kann der Verbrennungsmotor12 oder ein beliebiger anderer Antriebsmotor, wie bspw. ein Elektroantrieb, ein Hybridantrieb oder Ähnliches, sein. - Das Doppelkupplungsgetriebe
14 beinhaltet ein Stufengetriebe in Vorgelegebauweise, das in der Figur schematisch mit16 bezeichnet ist und zwei Teilgetriebe beinhaltet. - Ferner weist das Doppelkupplungsgetriebe
14 eine Doppelkupplungsanordnung20 auf, deren Eingang mit dem Ausgang des Verbrennungsmotors12 verbunden ist und das ausgangsseitig mit dem Stufengetriebe16 verbunden ist. - Genauer gesagt weist die Doppelkupplungsanordnung
20 eine Eingangswelle22 auf, die über eine Verzahnung oder Ähnliches drehfest mit der Abtriebswelle des Verbrennungsmotors12 verbunden werden kann. - Die Doppelkupplungsanordnung
20 weist ferner eine erste Ausgangswelle24 in Form einer Vollwelle auf, die mit einem ersten Teilgetriebe des Stufengetriebes16 verbunden ist. Ferner weist die Doppelkupplungsanordnung20 eine zweite Ausgangswelle26 in Form einer Hohlwelle auf, die mit dem zweiten Teilgetriebe verbunden ist. Die Wellen24 ,26 sind konzentrisch zueinander angeordnet. - Die Doppelkupplungsanordnung
20 weist eine erste Reibkupplung28 auf, die dazu ausgelegt ist, die Eingangswelle22 mit der ersten Ausgangswelle24 zu verbinden, und weist eine zweite Reibkupplung30 auf, die dazu ausgelegt ist, die Eingangswelle22 mit der zweiten Ausgangswelle26 zu verbinden. - Die zwei Reibkupplungen
28 ,30 sind radial verschachtelt, wobei die erste Reibkupplung28 radial außen angeordnet ist, und wobei die zweite Reibkupplung30 konzentrisch hierzu radial innen angeordnet ist. - Die zwei Reibkupplungen
28 ,30 sind in einem Käfig32 aufgenommen, der mit der Eingangswelle22 verbunden ist. Genauer gesagt weist der Käfig32 einen ersten Käfigabschnitt34 auf, der mit der Eingangswelle22 verbunden ist und sich von dieser radial nach außen erstreckt. Ferner weist der Käfig32 einen zweiten Käfigabschnitt36 auf, der drehfest mit dem ersten Käfigabschnitt34 verbunden ist und einen zylindrischen Abschnitt in Form eines Außenlamellenträgers38 der ersten Reibkupplung28 und einen sich radial nach innen erstreckenden Teilabschnitt aufweist. - Ein Innenlamellenträger
40 der ersten Reibkupplung28 ist mit einem ersten Korb42 verbunden, der unmittelbar benachbart zu dem ersten Käfigabschnitt34 verläuft und über eine erste Verzahnung44 mit der ersten Ausgangswelle24 verbunden ist. - Die zweite Reibkupplung
30 weist einen Außenlamellenträger46 auf, der mit einem zweiten Korb48 verbunden ist. Der zweite Korb48 verläuft in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem ersten Korb42 und ist über eine zweite Verzahnung50 mit der zweiten Ausgangswelle26 (der Hohlwelle) verbunden. - Wie es in der Figur schematisch angedeutet ist, können zwischen dem ersten Käfigabschnitt
34 und dem ersten Korb42 bzw. zwischen dem ersten Korb42 und dem zweiten Korb48 Axiallager angeordnet sein. - In der Figur ist bei
60 ein Kupplungsträger gezeigt, der gehäusefest, also nicht mitdrehend, gelagert ist. Ferner ist bei58 eine Ventilanordnung bzw. eine Hydrauliksteueranordnung schematisch dargestellt, mittels der die Doppelkupplungsanordnung betrieben werden kann. - An dem Kupplungsträger
60 ist eine Drehdurchführungsanordnung62 befestigt, die einen axial vorstehenden hohlen Zapfenabschnitt64 aufweist, der konzentrisch um die zwei Ausgangswellen24 ,26 herum angeordnet ist. Der Zapfenabschnitt64 erstreckt sich von der Seite des zweiten Käfigabschnittes36 axial bis nahezu hin zu dem zweiten Korb48 , der mit der zwei ten Ausgangswelle26 verbunden ist. Dabei liegt der Zapfenabschnitt64 radial innerhalb der zwei Reibkupplungen28 ,30 . - An dem Zapfenabschnitt
64 der Drehdurchführungsanordnung62 ist eine Nabe66 drehbar gelagert. In der Figur sind zwei Lager gezeigt, mittels denen die Nabe66 an dem Zapfenabschnitt64 der Drehdurchführungsanordnung62 drehbar gelagert ist. - Der zweite Käfigabschnitt
36 ist starr mit der Nabe66 verbunden, so dass die Nabe66 ein Eingangsglied der Doppelkupplungsanordnung20 bildet und mit der Drehzahl des angeschlossenen Motors12 mitdreht. - An der Nabe
66 ist ein Innenlamellenträger68 der zweiten Reibkupplung30 festgelegt. - Zwischen dem Innenlamellenträger
68 und dem zweiten Käfigabschnitt36 ist ein erster Kolben70 der ersten Reibkupplung28 axial gegenüber der Nabe66 verschieblich gelagert. Der Kolben70 ist scheibenartig ausgebildet und erstreckt sich von der Nabe66 radial nach außen bis hin zu der ersten Reibkupplung28 . - Zwischen dem zweiten Käfigabschnitt
36 und dem ersten Kolben70 ist ein erster Kolbenraum72 gebildet. Der erste Kolbenraum72 ist über die Drehdurchführungsanordnung62 und den Kupplungsträger60 mit der Ventilanordnung58 verbunden. Durch Zuführen von Fluid (in der Regel Hydraulikfluid wie z.B. ATF-Öl) in den ersten Kolbenraum72 (über den 1. Betätigungs-Radialkanal74 , s.u.) wird der erste Kolben70 gegenüber dem zweiten Käfigabschnitt36 axial versetzt und drückt die Lamellen der ersten Reibkupplung28 zusammen, so dass diese in Reibschluss gelangen, um so die erste Reibkupplung28 zu schließen und die Eingangswelle22 mit der ersten Ausgangswelle24 zu verbinden. - Der Übergang vom offenen Zustand in den geschlossenen Zustand der ersten Reibkupplung
28 kann gesteuert so erfolgen, dass eine geeignete Schlupfphase eingerichtet wird, um so ein ruckfreies Anfahren bzw. Gangwechseln zu ermöglichen. - Zum Zwecke des Zuführens von Hydraulikfluid in den ersten Kolbenraum
72 ist in der Nabe66 ein erster Betätigungs-Radialkanal74 vorgesehen (gebildet bspw. durch eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung versetzten Bohrungen), der den ersten Kolbenraum72 mit einem entsprechenden (in der Figur nicht näher bezeichneten) ersten Ringkanal des Zapfenabschnittes64 verbindet, wobei der erste Ringkanal wiederum über geeignete Kanäle in der Drehdurchführungsanordnung62 mit dem Kupplungsträger60 bzw. der Ventilanordnung58 verbunden ist. - An dem Innenlamellenträger
68 ist ferner ein nicht näher bezeichneter Steg ausgebildet, an dem sich eine Mehrzahl von ersten Rückstellfedern76 abstützt, die über den Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Die Betätigung des ersten Kolbens70 erfolgt demzufolge gegen die Kraft der ersten Rückstellfedern76 . - Zwischen dem Kolben
70 und dem Innenlamellenträger68 der zweiten Reibkupplung30 ist ein erster Fliehkraftausgleichsraum78 vorgesehen. - Der Fliehkraftausgleichsraum
78 hat die Funktion, eine Gegenkraft zu einer durch die Fliehkraft erzeugten Kupplungsbetätigungskraft zu erzeugen, die in dem zugeordneten ersten Kolbenraum72 erzeugt wird. - Insbesondere bei höheren Drehzahlen wird das in dem ersten Kolbenraum
72 vorhandene Hydraulikfluid so nach außen gepresst, dass schließlich eine Kraft auf den Kolben in Richtung der Betätigung der ersten Reibkupplung28 ausgeübt wird. Diese Kraft wirkt folglich einer durch die Rückstellfedern76 ausgeübten Rückstellkraft beim Öffnen der ersten Reibkupplung28 nach der Art einer Störkraft entgegen. Zum Ausgleich dieser „Störkraft" lässt man Hydraulikfluid drucklos in den gegenüberliegenden Fliehkraftausgleichsraum78 strömen. Dort wird durch die Fliehkraft eine Gegenkraft in Richtung Öffnen der ersten Reibkupplung28 erzeugt, die der genannten Störkraft entgegenwirkt und diese aufhebt. - Der erste Fliehkraftausgleichsraum
78 ist zu diesem Zweck über einen ersten Hilfs-RadialkKanal80 mit einem zweiten Ringkanal82 an dem Zapfenabschnitt64 verbunden, wobei der zweite Ringkanal82 wiederum über entsprechende Kanäle bzw. Leitungen in der Drehdurchführungsanordnung62 mit der Ventilanordnung58 verbunden ist. - Auf der anderen Seite des Innenlamellenträgers
68 ist ein zweiter Fliehkraftausgleichsraum86 eingerichtet. Dieser ist über einen zweiten Hilfs-Radialkanal84 mit zweiten Ringkanal82 des Zapfenabschnittes64 verbunden. - Die zwei Fliehkraftausgleichsräume
78 ,86 sind folglich benachbart zueinander und lediglich durch den Innenlamellenträger68 der zweiten Reibkupplung30 voneinander getrennt. - Der zweite Fliehkraftausgleichsraum
86 wird auf der axial anderen Seite durch einen zweiten Kolben90 eingegrenzt, der ebenfalls in axialer Richtung gegenüber der Nabe66 verschieblich gelagert ist. - An der Nabe
66 ist ein Stützglied89 befestigt. Dieses erstreckt sich axial zwischen dem zweiten Kolben90 und dem zweiten Korb48 in radialer Richtung nach außen. Zwischen dem Stützglied89 und dem zweiten Kolben90 ist ein zweiter Kolbenraum92 eingerichtet. Der zweite Kolbenraum92 ist über einen zweiten Betätigungs-Radialkanal94 mit einem dritten Ringkanal an dem Zapfenabschnitt64 verbunden. Über diesen dritten Ringkanal ist der zweite Kolbenraum92 mit der Ventilanordnung58 verbunden. - In dem zweiten Fliehkraftausgleichsraum
86 sind ferner zweite Rückstellfedern96 angeordnet, die sich an einem Lagerelement88 abstützen. Das Lagerelement88 wiederum stützt sich an einem freien Ende des Innenlamellenträgers68 ab, bzw. ist hieran festgelegt. Das Lagerelement88 dient ferner zur Umgrenzung des zweiten Fliehkraftausgleichsraumes86 , durch eine Dichtung zwischen dem Lagerelement88 und dem zweiten Kolben90 . - Die Funktionsweise der zweiten Reibkupplung
30 entspricht jener der ersten Reibkupplung28 , wobei lediglich die Betätigungsrichtung entgegengesetzt gerichtet ist. Während der erste Kolben70 auf der einen Seite der zwei Reibkupplungen28 ,30 ange ordnet ist, ist der zweite Kolben90 auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet. Der zweite Kolben90 ist ebenfalls als scheibenartiges Element ausgebildet, das an der Nabe66 in einem axial mittleren Bereich der zweiten Reibkupplung30 gelagert ist. Der zweite Kolben90 erstreckt sich von diesem axial mittleren Bereich radial nach außen um die zweite Reibkupplung30 herum. Hierdurch ist der zweite Fliehkraftausgleichsraum86 im Wesentlichen radial innerhalb der zweiten Reibkupplung30 angeordnet. Auch die zweiten Rückstellfedern96 sind radial innerhalb der zweiten Reibkupplung30 angeordnet. - Durch diese Maßnahme kann die Doppelkupplungsanordnung
20 insgesamt besonders kompakt in axialer Richtung ausgebildet werden. - Hierzu trägt auch bei, dass die zwei Fliehkraftausgleichsäume
78 ,86 benachbart zueinander angeordnet sind und über den zweiten Ringkanal82 an dem Zapfenabschnitt64 der Drehdurchführungsanordnung62 mit der Ventilanordnung58 verbindbar sind, also über einen einzigen Kanal (eine gemeinsame Leitung) letztlich mit drucklosem Hydraulikfluid versorgbar sind. - Über den zweiten Ringkanal
82 bzw. über die in Umfangsrichtung versetzt angeordneten Hilfs-Radialkanäle ist es ferner möglich, die Reibkupplungen28 ,30 mit Kühlfluid zu versorgen. Dieses tritt bspw. durch Bohrungen in den Lamellenträgern aufgrund der Fliehkräfte radial nach aussen aus und kühlt beide Reibkupplungen28 ,30 . Von dort gelangt das Fluid (in der Regel über einen Kühler) zurück. - Die Rückstellfedern
76 ,96 sind in der Figur als Schraubenfedern dargestellt. Statt dessen können jedoch auch Tellerfedern verwendet werden. - Von besonderer Bedeutung ist es, dass an dem Zapfenabschnitt
64 der Drehdurchführungsanordnung62 nur noch drei in axialer Richtung versetzt angeordnete Umfangsnuten (Ringkanäle) zur Einspeisung von Hydraulikfluid zu der Doppelkupplungsanordnung20 notwendig sind. Hierdurch wird auch eine geringe axiale Baulänge und ein Gewichtsvorteil erzielt. - Zum Betätigen der Reibkupplungen
28 ,30 wird in die jeweiligen Kolbenräume72 bzw.92 jeweils Hydraulikfluid unter Druck im Bereich von z.B.15 bar eingeführt. - Obgleich in der Figur die Nabe
66 mit jeweils einem ersten Betätigungs-Radialkanal74 , einem dritten Betätigungs-Radialkanal94 und mit zwei Hilfs-Radialkanälen80 ,84 dargestellt ist, versteht sich, dass entsprechende Kanäle bzw. Bohrungen über den Umfang der Nabe66 verteilt angeordnet sein können. - Die Nabe
66 ist in2 in einer Längsschnittansicht dargestellt. Hier ist zu erkennen, dass die „Radialkanäle"74 ,80 ,84 ,94 jeweils aus einer Mehrzahl von umfänglich verteilten Bohrungen bestehen können. Die Bohrungen der Kanäle80 ,84 sind dabei in Umfangsrichtung alternierend vorgesehen. Die Kanäle80 ,84 münden radial innen auf einer gemeinsamen Linie102 . - Die Bohrungen des Kanals
80 verlaufen radial senkrecht, die des Kanals84 radial unter einem Winkel nach außen. - Bohrungen der Kanäle
84 ,94 der Kupplung30 münden außen jeweils auf einer axialen Linie101 . Entsprechen münden die Bohrungen der Kanäle80 ,74 jeweils auf einer in Umfangsrichtung versetzten axialen Linie103 .
Claims (14)
- Doppelkupplungsanordnung (
20 ) für ein Doppelkupplungsgetriebe (14 ) für Kraftfahrzeuge, mit – einer ersten und einer zweiten Reibkupplung (28 ,30 ), die jeweils fluidisch betätigbar sind, – einer ersten Kolbenanordnung, die zur Betätigung der ersten Reibkupplung (28 ) dient und einen ersten Kolben (70 ), einen ersten Kolbenraum (72 ) und einen ersten Fliehkraftausgleichsraum (78 ) aufweist, – einer zweiten Kolbenanordnung, die zur Betätigung der zweiten Reibkupplung (30 ) dient und einen zweiten Kolben (90 ), einen zweiten Kolbenraum (92 ) und einen zweiten Fliehkraftausgleichsraum (86 ) aufweist, – wobei die Kolbenräume (72 ,92 ) und die Fliehkraftausleichsräume (78 ,86 ) jeweils auf gegenüberliegenden Seiten der zugeordneten Kolben (70 ,90 ) liegen und über Zuleitungen (74 ,82 ,94 ) mit einer Ventilanordnung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Fliehkraftausgleichsräume (78 ,86 ) über eine gemeinsame Leitung (82 ) mit der Ventilanordnung (58 ) verbunden sind. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibkupplungen (
28 ,30 ) jeweils ein Eingangsglied (38 ,68 ) aufweisen, wobei die Eingangsglieder (38 ,68 ) an einer Nabe (66 ) gelagert sind und wobei die Nabe (66 ) mit einer Antriebswelle (22 ) drehfest verbunden ist. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (
22 ) über einen die Reibkupplungen (28 ,30 ) radial umfassenden Käfig (32 ) mit der Nabe (66 ) verbunden ist. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (
66 ) an einem gehäusefesten Zapfenabschnitt (64 ) einer Drehdurchführung (62 ) gelagert ist. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (
66 ) Radialkanäle (74 ,80 ,84 ,94 ) aufweist, um die Reibkupplungen (28 ,30 ) mit Fluid zu versorgen. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (
66 ) wenigstens zwei Betätigungs-Radialkanäle (74 ,94 ) zur Betätigung der Reibkupplungen (28 ,30 ) aufweist. - Doppelkupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung einen Ringkanal (
82 ) aufweist, der die gemeinsame Leitung (82 ) zu den beiden Fliehkraftausgleichsräumen (78 ,86 ) bildet. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (
66 ) wenigstens einen ersten Hilfs-Radialkanal (80 ), der mit dem ersten Fliehkraftausgleichsraum (78 ) verbunden ist, und wenigstens einen zweiten Hilfs-Radialkanal (84 ) aufweist, der mit dem zweiten Fliehkraftausgleichsraum (86 ) verbunden ist, wobei die Hilfs-Radialkanäle (80 ,84 ) radial innen mit dem Ringkanal (82 ) verbunden sind. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eingangsglied (
68 ) von einer (30 ) der Reibkupplungen (28 ,30 ) mit der Nabe (66 ) in einem Bereich zwischen den zwei Hilfs-Radialkanälen (80 ,84 ) verbunden ist. - Doppelkupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 6–9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkanal (
82 ) ferner zur Versorgung wenigstens einer der Reibkupplungen (28 ,30 ) mit Kühlfluid dient. - Doppelkupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 1–10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fliehkraftausgleichsräume (
78 ,86 ) fluidisch miteinander verbunden sind. - Doppelkupplungsanordnung nach einem der Ansprüche 1–11, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibkupplungen (
28 ,30 ) als radial verschachtelte Lamellenkupplungen (28 ,30 ) ausgebildet sind und jeweils einen Innenlamellenträger (40 ,68 ) und einen Außenlamellenträger (38 ,46 ) aufweisen. - Doppelkupplungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsglied (
38 ) der radial äußeren Lamellenkupplung (28 ) der Außenlamellenträger (38 ) ist und dass das Eingangsglied (68 ) der radial inneren Kupplung (30 ) der Innenlamellenträger (68 ) ist. - Doppelkupplungsanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei die Reibkupplungen (
28 ,30 ) als radial verschachtelte Lamellenkupplungen (28 ,30 ) ausgebildet sind und jeweils einen Innenlamellenträger (40 ,68 ) und einen Außenlamellenträger (38 ,46 ) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsglied (38 ) der radial äußeren Lamellenkupplung (28 ) der Außenlamellenträger (38 ) ist und dass das Eingangsglied (68 ) der radial inneren Kupplung (30 ) der Innenlamellenträger (68 ) ist.
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