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DE102004040632B3 - Drehfederelement und Stellvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Drehfederelement und Stellvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen Download PDF

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DE102004040632B3
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Pierburg GmbH
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Abstract

Als zylinderförmige Schraubenfedern ausgeführte Drehfederelemente (1) sind als Rückstellfedern in Stellvorrichtungen bekannt. Erfindungsgemäß wird nun ein Drehfederelement (1), welches als Schraubenfeder ausgeführt ist, vorgeschlagen, bei dem Windungen (2, 9, 10, 11, 12) unterschiedliche Durchmesser D¶X¶ aufweisen, wobei die gesamte axiale Länge des Drehfederelementes (1) kleiner ist als die Summe der Federdrahtdurchmesser d aller einzelnen Windungen (2, 9, 10, 11, 12). DOLLAR A Hierdurch kann der axial benötigte Bauraum des Drehfederelementes (1) deutlich verringert werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Drehfederelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Stellvorrichtung für Stellorgane in Verbrennungskraftmaschinen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
  • Derartige als Schraubenfeder ausgeführte Drehfederelemente sind ebenso bekannt wie Stellvorrichtungen, bei denen solche Drehfederelemente als Rückstellfeder dienen. Insbesondere wird dies bei Klappenantrieben benötigt, welche bei Ausfall des Antriebsmotors in eine Notlaufposition zurückgestellt werden müssen.
  • Bekannte Drehfederelemente dieser Art sind zylindrisch geformt und haben den Nachteil, dass sie einen relativ großen Bauraum benötigen um eine definierte Last bei der Drehung aufnehmen zu können. Bei Verkürzung eines derartigen Drehfederelementes wäre eine physische Überlastung der Feder die Folge, es sei denn es würden Federdrahtsorten mit höherer Biegespannung also deutlich teurerem Material verwendet. In einigen Anwendungen werden sogar Mehrdrahtfedern verwendet, da die zu übertragenden Federkräfte im vorhandenen Bauraum durch konventionelle, zylindrische Schraubenfedern nicht aufgebracht werden können.
  • Des weiteren sind beispielsweise aus der DE 30 37 394 C2 oder der DE 34 02 991 A1 Drehfedern in Form von Schraubenfedern bekannt, die ineinanderliegende aber nacheinander gewickelte Windungen aufweisen, wodurch die Gesamtfederlänge zwar gekürzt wird, jedoch eine unstetige Kennlinie entsteht.
  • Aus der US 6,220,586 B1 sind doppelt gewickelte Federn bekannt, deren erste und letzte Windung zum leichteren Einbau jeweils im Durchmesser kleiner ausgeführt sind als die im Mittelbereich der Feder angeordneten Windungen.
  • Solche Drehfederelemente werden beispielsweise als Rückstellfedern in Stellvorrichtungen für Klappensysteme in Verbrennungskraftmaschinen verwendet. Da der hier vorhandene Bauraum stetig sinkt wird es zunehmend schwierig konventionelle Drehfederelemente in diesen Stellvorrichtungen unterzubringen.
  • Entsprechend ist es Aufgabe der Erfindung ein Drehfederelement zu entwickeln mit welchem auf deutlich eingeschränktem insbesondere axialen Bauraum eine hohe Federenergie gespeichert werden kann ohne teure Materialien zur Herstellung des Drehfederelementes verwenden zu müssen. Entsprechend soll eine flachere Kennlinie des Federelementes verwirklicht werden.
  • Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs gelöst. Daraus folgt, dass sich die einzelnen Windungen zumindest teilweise überschneiden, wodurch eine axiale Verkürzung des Drehfederelementes bei flacherer Kennlinie erreicht wird. Es entsteht eine ballige, sinusoide, kegelige oder doppelkegelige Form der Feder . Derartige Federelemente weisen eine deutlich höhere Federdrahtdauerfestigkeit auf.
  • Vorzugsweise wächst der Durchmesser der Windungen von beiden axialen Enden in Richtung zur Federmitte hin an. Es entsteht somit eine einfach montier- und herstellbare ballige oder doppelkegelförmige Drehfeder.
  • In einer hierzu alternativen Ausführungsform sind Windungen kleineren Durchmessers radial innerhalb von Windungen größeren Durchmessers angeordnet, so dass die Anzahl an Windungen und somit die mögliche zu speichernde Energie in der Feder weiter vergrößert wird und der zur Verfügung stehende axiale Bauraum optimal genutzt werden kann. Da auf diese Weise die vorhandene Federdrahtlänge vervielfacht werden kann wächst die zulässige Biegespannung und Zugfestigkeit entsprechend. Alternativ können auch kostengünstigere Drahtsorten verwendet werden.
  • Alternativ weist das Drehfederelement mehrere axial hintereinanderliegende Federabschnitte auf, wobei jeder Federabschnitt zumindest zwei Windungen aufweist wovon eine in ihrem Durchmesser spiralförmig wachsend und die andere in ihrem Durchmesser spiralförmig schrumpfend ausgebildet ist. Derartige Drehfederelemente sind einfach und kostengünstig herstellbar und optimieren das Verhältnis der vor handen Federdrahtlänge zum vorhandenen Bauraum. Eine im wesentlichen lineare Kennlinie bleibt verwirklicht, da im wesentlichen lediglich die Achsen zueinander verschoben sind.
  • Vorzugsweise wird ein derartiges Drehfederelement in einer Stellvorrichtung als Rückstellfeder verwendet, so dass der benötigte Bauraum in der Stellvorrichtung reduziert werden kann.
  • Derartige Drehfederelemente verfügen somit im Vergleich zu bekannten Ausführungen über eine verbesserte Kennlinie oder können aus kostengünstigeren Drahtsorten hergestellt werden, wobei gleichzeitig der benötigte Bauraum reduziert wird.
  • Zwei Ausführungsformen erfindungsgemäßer Drehfederelemente sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben.
  • 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen balligen Drehfederelementes.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht des Drehfederelementes aus 1 in geschnittener Darstellung.
  • 3 zeigt eine Seitenansicht eines alternativen Drehfederelementes in geschnittener Darstellung.
  • 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Drehfederelementes aus 3.
  • Das in den 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Drehfederelement 1 besteht aus insgesamt zehn Windungen 2. Wie insbesondere aus 2 ersichtlich, weisen die Windungen 2 an den axialen Enden 3, 4 der Schraubenfeder 1 einen kleineren Durchmesser DX auf, als die in einer axial in der Federmitte 5 angeordneten Windungen 2. Somit entsteht in axialer Richtung eine Überlappung der einzelnen Windungen 2, so dass die gesamte Federlänge kleiner ist als die Summe der einzel nen Federdrahtdurchmesser d jeder Windung 2. Entsprechend wird die axiale Baulänge im Vergleich zu einer zylindrisch ausgeführten Schraubenfeder verringert.
  • Die beiden Federdrahtenden sind jeweils in im wesentlichen radialer Richtung als Federschenkel 6, 7 von der Federachse wegweisend ausgebildet. Somit können diese Federschenkel 6, 7 in einer Stellvorrichtung gegen entsprechend ausgebildete Anschläge anliegen und gegeneinander verdreht werden, wobei ein erster Federschenkel 6 beispielsweise gegen einen festen Anschlag in einem Gehäuse einer Stellvorrichtung anliegt und der zweite Federschenkel 7 gegen einen mit einer Stellwelle beweglichen Anschlag anliegt, so dass bei Bewegung der Welle Energie im Drehfederelement 1 gespeichert wird, die durch die Spannung der Feder 1 eine Rückstellkraft erzeugt, welche zu einem Rückdrehen der Feder 1 bei Ausschalten eines entsprechend angesteuerten Elektromotors führt.
  • Der Federdraht des in den 3 und 4 dargestellten Drehfederelementes 1 ist im Vergleich zu dem vorbeschriebenen derart gewickelt, das mehrere Federabschnitte 8 axial hintereinander angeordnet sind, wobei jeder Federabschnitt 8 aus einer ersten im wesentlichen spiralförmig wachsenden Windung 9, einer zweiten Windung 10 mit großem konstanten Durchmesser D2, einer dritten Windung 11 mit spiralförmig schrumpfendem Durchmesser und einer vierten Windung 12 mit kleinerem konstanten Durchmesser D1 besteht. Die Federschenkel 6, 7 zum Angriff der Kräfte sind in diesem Ausführungsbeispiel im wesentlichen tangential zu den Windungen 12 des Drehfederelementes 1 ausgebildet. Auf diese Weise wird die doppelte Federdrahtlänge im Vergleich zu bekannten Drehfedern auf gleichem Bauraum verwirklicht, ohne Überschneidungsprobleme im spiralförmigen Bereich zu erhalten.
  • Es wird deutlich, dass derartig ausgeführte Drehfederelemente im Vergleich zu bekannten zylindrischen Schraubenfedern einen deutlich verringerten Bauraum insbesondere in axialer Richtung benötigen, da eine höhere Anzahl an Windungen in einem vorgegebenen Bauraum untergebracht werden kann. Es entsteht somit bei gleicher Federlänge eine Verbesserung der Federdauerfestigkeit, so dass die zulässige Biegespannung erhöht werden kann. Eine derartige Drehfeder besitzt eine flachere und somit bessere Kennlinie im Vergleich zu bekannten Federelementen.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Auch sinusoide, kegelige oder doppelkegelige u.a. Formen können verwirklicht werden. Des weiteren kann die Federdrahtwicklung selbstverständlich auch in anderer Weise als der beschriebenen erfolgen. So kann beispielsweise jeder Federabschnitt nur zwei Windungen aufweisen, welche einen spiralförmig wachsenden und einen spiralförmig schrumpfenden Durchmesser D aufweisen. Es entstehen auf diese Weise im Schnitt zwei axial versetzt zueinander angeordnete ineinanderliegende Schraubenfedern. Auch mehr als zwei ineinander liegende Windungen sind realisierbar.

Claims (5)

  1. Drehfederelement, welches als Schraubenfeder ausgeführt ist und zwei Federdrahtenden aufweist, welche als im wesentlichen tangential oder radial zu Windungen des Drehfederelementes verlaufende Federschenkel ausgeführt sind, wobei das Drehfederelement (1) Windungen (2, 9, 10, 11, 12) aufweist, welche unterschiedliche Durchmesser DX aufweisen, wobei die gesamte axiale Länge des Drehfederelementes (1) kleiner ist als die Summe der Federdrahtdurchmesser d aller einzelnen Windungen (2, 9, 10, 11, 12), dadurch gekennzeichnet, dass jede Windung (2) der Schraubenfeder (1) einen anderen Durchmesser DX aufweist als eine folgende Windung (2) der Schraubenfeder (1).
  2. Drehfederelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser DX der Windungen (2) von beiden axialen Enden (3, 4) in Richtung zur Federmitte (5) hin anwächst.
  3. Drehfederelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Windungen (12) kleineren Durchmessers D1 radial innerhalb von Windungen (10) größeren Durchmessers D2 angeordnet sind.
  4. Drehfederelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehfederelement (1) mehrere axial hintereinanderliegende Federabschnitte (8) aufweist, wobei jeder Federabschnitt (8) vier Windungen (9, 11) aufweist, wovon jeweils eine erste Windung (9) in ihrem Durchmesser spiralförmig wachsend, eine zweite Windung (10) mit einem konstanten größeren Durchmesser, eine dritte Windung (11) in ihrem Durchmesser spiralförmig schrumpfend und eine vierte Windung (12) mit einem konstanten kleineren Durchmesser ausgebildet ist.
  5. Stellvorrichtung für Stellorgane in Verbrennungskraftmaschinen mit einem Gehäuse in dem ein Antriebsmotor, über welchen zumindest mittelbar eine Abtriebswelle in eine Drehbewegung versetzbar ist angeordnet ist, wobei die Stellvorrichtung mit einem Drehfederelement derart gekoppelt ist, dass zwei Federschenkel des Drehfederelementes gegen zwei Anschläge anliegen, wovon ein erster mit der Welle drehbar und ein zweiter fest in einem Gehäuse der Stellvorrichtung angeordnet ist, so dass die Welle über die bei Drehung der Welle im Drehfederelement gespeicherte Energie in eine vordefinierte Ausgangsstellung rückstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehfederelement (1) ein Drehfederelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist.
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