DE102004008211A1 - Montageeinrichtung für Feuerwaffen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Montageeinrichtung für Feuerwaffen mit einer Klemmeinrichtung, mit der die Montageeinrichtung insbesondere an eine beiderseits hinterschnittene, sich etwa in Schußrichtung erstreckende Profilschiene, die an der Feuerwaffe angebracht ist, wahlweise klemmbar ist, wobei die Klemmeinrichtung eine starre Klemmbackenanordnung (3) und, dieser gegenüberliegend, eine bewegliche (5) Klemmbackenanordnung trägt und wobei ein Schwenkhebel (9) mit einer Feineistellung vorgesehen ist, um die bewegliche Klemmbackenanordnung zu verriegeln. DOLLAR A Um eine besonders kompakte Montageeinrichtung zu erreichen, sind eine erste Federanordnung (41), die den Schwenkhebel (9) in Öffnungsrichtung über den gesamten Entriegelungsweg belastet, und eine zweite Federanordnung (39) vorgesehen, die die Feineinstellung bildet, eine sehr viel größere Federkraft aufbringt als die erste un den Schwenkhebel (9) über einen Federweg in Öffnungsrichtung belastet, der so klein ist, daß die Montageeinrichtung bei voll belasteter, zweiter Federanordnung (39) nicht von der Feuerwaffe freikommt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Montageeinrichtung für Feuerwaffen mit einer Klemmeinrichtung, mit der die Montageeinrichtung auf die Feuerwaffe wahlweise aufklemmbar ist, wobei die Klemmeinrichtung eine starre Klemmbackenanordnung und, dieser gegenüberliegend, eine bewegliche Klemmbackenanordnung trägt, und wobei ein Schwenkhebel mit einer Feineinstellung vorgesehen ist, um die bewegliche Klemmbackenanordnung zu verriegeln.
- Hierbei wird unter "Feuerwaffe" im allgemeinen eine für den Infanteriegebrauch geeignete Schußwaffe bezeichnet, die aber nicht notwendigerweise eine Handfeuerwaffe ist, sondern durchaus auch so schwer sein kann, daß sie sinnvoll nur von Lafetten o. dgl. abgefeuert werden kann, wie etwa ein schweres Maschinengewehr, ein Selbstladegranatwerfer o. dgl..
- Die Montageeinrichtung trägt in der Regel ein Zielfernrohrmontage, die an der Unterseite einer optischen oder elektronischen Ziel-Erfassungseinrichtung angebracht ist.
- Die einfachste bekannte Montageeinrichtung ist die sogenannte "Aufschubmontage", bei der an der Unterseite eines Zielfernrohrs zwei Klemmbügel angebracht sind, die jeweils mittels einer Schraube zusammengeklemmt oder auseinanderbewegt werden können und die seitlichen Kanten einer Schwalbenschwanzschiene umgreifen. In der Regel werden sie dabei in Längsrichtung auf diese Schiene aufgeschoben, können aber auch, wenn die genannten Schrauben lang genug sind, in gelöstem Zustand vom Profil abgehoben werden. Wegen der unsicheren Befestigung eines jeden Klemmbügels am Zielfernrohr ist diese Montage im allgemeinen nicht reproduzierbar, das heißt, nach jedem Aufsetzen des Zielfernrohrs muß die Waffe von neuem eingeschossen werden.
- Dieser Nachteil wurde jedoch schon vor langem dadurch ausgeräumt, daß die beiden Klemmbügel fest miteinander verbunden wurden und an dieser Montage dann das Zielfernrohr befestigt wurde. Zudem wurde an dieser Montage ein Schwenkhebel angebracht, durch dessen Umlegen die Klemmeinrichtung festgezogen bzw. gelöst werden konnte (Zielfernrohr des K 43, deutsches Selbstladegewehr im zweiten Weltkrieg).
- Da der Schwenkhebel sehr lang war, konnten die Klemmbügel über eine erhebliche Strecke bewegt werden, so daß das Aufsetzen und Abnehmen möglich war und die Montage nicht aufgeschoben werden mußte. Der Schwenkhebel arbeitete wie ein Kniehebel, so daß die Eigenfederung der Klemmbügel den Schwenkhebel in seiner Ruhelage festhielten. In diesem Fall ist allerdings eine Feineinstellung der Klemmbügel erforderlich, da die Toleranzen sonst ein zuverlässiges Festklemmen nicht erlaubt hätten. Deshalb wurde die Montage recht sperrig, weshalb sie auch seitlich am Gewehr angebracht wurde, da sonst die Visierlinie des Zielfernrohres zu hoch sitzen würde. Auch bei anderen Gewehren (z.B. Kalaschnikow) liegen die Verhältnisse ähnlich.
- Der große Abstand von Profilschiene und Visierlinie verkleinert aber umgekehrt die äußeren Kräfte, denen die Montage noch standhalten kann. Würde man aber die Montage drastisch verkleinern, so würden sich auch die zulässigen Toleranzen verkleinern, und zudem würden die Kräfte nicht mehr aufge bracht werden können, die zum Bedienen des Schwenkhebels unerläßlich sind.
- Aus diesem Grund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Montageeinrichtung zu finden, die verkleinert ist, die aber dennoch die einfache Bedienung des Schwenkhebels zuläßt, aber zugleich keine engeren Toleranzen erfordert und dennoch den einwandfreien Sitz beispielsweise eines Zielfernrohrs oder dgl. auf oder an der Waffe gewährleistet.
- Ganz besonders wichtig ist das einfache und rasche Lösen der Montage, um zu gewährleisten, daß bei einem eiligen Stellungswechsel das montierte, unter Umständen recht empfindliche Gerät vor dem Stellungswechsel praktisch ohne Verzögerung abgenommen werden kann.
- Daraus ergibt sich bereits, daß der bevorzugte Verwendungsbereich der Erfindung auf militärischem Sektor liegt.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß bei einer Montageeinrichtung der eingangs genannten Art eine erste Federanordnung den Schwenkhebel in Öffnungsrichtung über den gesamten Entriegelungsweg belastet, und eine zweite Federanordnung, die die Feineinstellung bildet, eine sehr viel größere Federkraft aufbringt als die erste und den Schwenkhebel über einen Federweg in Öffnungsrichtung belastet, der so klein ist, daß die Montageeinrichtung bei voll belasteter, zweiter Federanordnung nicht von der Feuerwaffe freikommt.
- Die erste Federanordnung bewirkt, daß der Schwenkhebel, wenn er zum Lockern der Montageeinrichtung über den Totpunkt der Kniehebelausbildung geschwenkt werden soll, durch die Federanordnung unterstützt wird. So ist die Zugkraft, die zum Öffnen des Schwenkhebels erforderlich ist, wenn er in seiner Ruhelage im Aufbau der Montageeinrichtung sitzt, geringer. Weit abstehende Handhaben können vermieden werden. Wird dagegen der Schwenkhebel gegen die Kraft der ersten Federanordnung geschlossen, dann ist zwar eine erhöhte Kraft erforderlich, aber diese kann leicht aufgebracht werden, denn es handelt sich um eine Druckkraft, die aufgrund der physiologischen Gegebenheiten leicht erbracht werden kann.
- Die zweite Federanordnung ist äußerst hart und wird nur über den letzten Abschnitt der Schwenkbewegung des Schwenkhebels und erst kurz vor dem Überwinden des Totpunkts aufgebracht. Aufgrund der genannten, physiologischen Gegebenheiten kann diese Kraft ohne weiteres aufgebracht werden, da sie eine Druckkraft ist. Beim Lösen des Schwenkhebels wird das Überwinden des Totpunktes erleichtert. In erster Linie wirkt die zweite Federanordnung aber als Feineinstellung, den sie klemmt kraftvoll die bewegliche Klemmbackenanordnung gegen eine Angriffsstelle an der Feuerwaffe und zieht damit die feste Klemmbackenanordnung in zuverlässigen Gegeneingriff mit einer anderen Angriffsstelle an der Feuerwaffe.
- Der Federweg, den die zweite Federanordnung einräumt, ist aber in jedem Fall so klein, daß sich die Montageeinrichtung auch dann nicht von der Feuerwaffe lösen kann, wenn die zweite Federanordnung über ihren gesamten Federweg belastet wird, also wenn z.B. die Waffe mit Zielfernrohr eine Treppe hinunterfällt.
- Die an sich einfache Ausführung der erfindungsgemäßen Montageeinrichtung sorgt für erhebliche, unerwartete Vorteile:
- – da der Schwenkhebel mehr auf Druck als auf Zug belastet werden kann, kann er und damit die gesamte Montageeinrichtung kürzer werden,
- – da die zweite Federanordnung den Schwenkhebel im Totpunkt belastet, ist es schwerer, diesen ungewollt zu lösen,
- – da die zweite Federanordnung die bewegliche Klemmbackenanordnung belastet, ist keine Feineinstellung nötig, und
- – da der Federweg der zweiten Federanordnung klein ist, ist ein Verlieren der von der Montageeinrichtung getragenen Zusatzeinrichtung auch bei Herunterfallen der Waffe unmöglich gemacht.
- Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Klemmeinrichtung derart ausgestaltet, daß ihre Klemmbackenanordnungen an eine beiderseits hinterschnittene, sich etwa in Schußrichtung erstreckende Profilschiene klemmbar sind, die an der Feuerwaffe angebracht ist. Unter "Profilschiene" wird nicht nur eine auf der Waffe nachträglich montierte Schiene verstanden, wie etwa eine Picatinny-Schiene, sondern auch ein in die Waffe eingefrästes Schwalbenschwanzprofil, zwei parallele, hinterschnittene Kanten des Waffengehäuses o. dgl.. Dabei erstreckt sich die Schiene, allgemein gesagt, mit ihren Längskanten im wesentlichen parallel zur Längs-Hochebene der Waffe. Die Profilschiene kann so zum Beispiel durch zwei in Längsrichtung der Waffe verlaufende, übereinanderliegende, parallele Gehäusekanten gebildet sein. In der Regel wird hier aber von einer Picatinny-Schiene ausgegangen, die auf der Oberseite der Waffe angebracht ist.
- Um den Schwenkhebel in seiner Ruhelage, also z.B. bei auf einer Waffe aufgesetztem Zielfernrohr, noch zu sichern, ist gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß eine lösbare Rasteinrichtung zum Festhalten des Schwenkhebels in seiner Ruhelage vorgesehen ist. Dies hat zudem den Vorteil, daß der Schwenkhebel nicht so untergebracht werden muß, daß seine versehentliche Bedienung ausgeschlossen ist, denn die Rasteinrichtung hält ihn zuverlässig in seiner Ruhelage fest, aber kann natürlich ohne weiteres gelöst werden.
- Dem Fachmann stehen unzählige Rast- und Verriegelungseinrichtungen zur Verfügung. Es wird hier aber bevorzugt, daß die Rasteinrichtung eine im Schwenkhebel schwenkbar gelagerte Schwenkklappe aufweist, die den Schwenkhebel lösbar an der Montageeinrichtung festlegt. Der Schwenkhebel muß also nicht, wie es bei einer kleinen Montageeinrichtung an sich naheliegend wäre, an einer Ausbildung der Waffe oder der Profilschiene festgelegt werden, sondern an der Montageeinrichtung selbst, so daß der Schwenkhebel seinerseits die Montageeinrichtung nicht zu überragen braucht. So wird die gesamte Mon tageeinrichtung noch kompakter, so daß es z.B. auch möglich ist, auf einer Waffe zwei parallele Profilschienen mit je einer Montageeinrichtung anzubringen.
- Es wäre ohne weiteres möglich und bei einer möglichst kleinen Ausführung vorteilhaft, eine Schwenkklappe aus eine Blattfeder anzufertigen, die ein Gegenelement an der Montageeinrichtung hintergreift, aber durch Kraftaufwand lösbar ist.
- Bevorzugt ist aber, daß in der Montageeinrichtung ein Federschieber untergebracht ist, der nach außen federbelastet ist und auf einen Schenkel der Schwenkklappe einwirkt, so daß in der Ruhelage des Schwenkhebels die Schwenkklappe in den Rasteingriff gedrückt wird. So ist eine verhältnismäßig große Feder in der Montageeinrichtung untergebracht, und obwohl die gesamte Montageeinrichtung recht klein baut, sind die Elemente nicht miniaturisiert, so daß sie erheblichen Kräften und auch erheblicher Verschmutzung widerstehen.
- Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist das Lösen der Rast derart ermöglicht, daß der Schwenkhebel eine durchgehende Betätigungsöffnung aufweist, in der der federbelastete Schenkel der Schwenkklappe sitzt und von außen her eindrückbar ist. So ist das Entriegeln praktisch ohne zusätzlichen Zeitaufwand mit der Hand möglich, die den Schwenkhebel ergreift, ohne daß die Gefahr des Entriegelns durch äußere Einwirkungen besteht, da die Betätigungsöffnung so klein ausgelegt werden kann, daß eine Betätigung praktisch nur mit der Fingerspitze möglich ist. Die übrigen Finger der selben Hand umgreifen dabei den Schwenkhebel und betätigen ihn. Da der Schwenkhebel unmittelbar vor Erreichen der Ruhelage einen Totpunkt überwunden hat, behält er ohnehin seine Ruhelage bei, ob er nun verriegelt ist oder nicht. Die Rasteinrichtung stellt somit nur eine Sicherung dar.
- Da zum Lösen dieser Sicherung gegen den Schwenkhebel gedrückt werden muß, er aber zum Lösen der Klemmbackenanordnung in Gegenrichtung belastet werden muß, ist ein versehentliches Lö sen etwa durch Einwirkung von Astwerk oder dergleichen praktisch unmöglich. Es ist eine einfache, unkomplizierte, aber höchst zweckmäßige Sicherung geschaffen; wegen der großen Abmessungen, die für die Feder möglich sind, ist die Belastung des Materials der Montageeinrichtung gering, so daß dieses ohne weiteres aus einer Leichtmetalllegierung hergestellt werden kann.
- Es ist besonders zweckmäßig, daß die Montageeinrichtung eine längliche Grundfläche mit zwei Längskanten aufweist, daß längs der einen Längskante an deren Enden zwei feste Klemmbacken sitzen, und daß im Bereich der Mitte der gegenüberliegenden Längskanten eine bewegliche Klemmbacke angeordnet ist. Dabei sind die festen Klemmbacken bevorzugt aus Leichtmetallegierung angefertigt, aber da es zwei Klemmbacken sind, ist die dort auftretende Flächenpressung noch im zulässigen Bereich. Die bewegliche Klemmbacke dagegen ist mittig angebracht, so daß für die notwendige Federanordnung genügend Raum nach allen Seiten zur Verfügung steht, und außerdem nur eine Federanordnung erforderlich ist, nicht zwei.
- Hierbei ist die Federeinrichtung bevorzugt so ausgebildet, daß quer zu den Längskanten eine Federeinrichtung in der Montageeinrichtung untergebracht ist, die aus einem Mittelbolzen gebildet ist, auf dem die erste und zweite Federanordnung übereinander sitzen und der mit der beweglichen Klemmbacke verbunden ist: Bolzen und Klemmbacke bilden, zumindest nach der Montage, ein einziges Bauteil. Der Schwenkhebel wirkt dabei von außen her auf den Bolzen und die Klemmbacke ein. Dabei ist die zweite Federanordnung bevorzugt von einem Tellerfederpaket gebildet, das eine sehr harte Federung liefert. Bevorzugt sitzt das Tellerfederpaket in einer Stahlbüchse, um eine Überbeanspruchung der Bohrung in der Montageeinrichtung aus Metall zu verhindern.
- Bevorzugt ist die Montageeinrichtung nahe der Längskante, die der beweglichen Klemmbacke nächstgelegen ist, von einem Schwenkbolzen durchsetzt, der um eine vertikale Achse schwenkbar ist und an dem der Schwenkhebel gelagert ist. Dabei muß die Montageeinrichtung nicht einstückig sein, sondern kann bevorzugt eine Stahlplatte aufweisen, in der der Schwenkhebel gelagert ist und die seitlich auf einen Leichtmetallklotz z.B. aufgeschraubt ist.
- Die Erfindung wird in der beigefügten Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert, wobei dieses Ausführungsbeispiel jedoch keinerlei Einschränkung der Erfindung darstellt.
- In der Zeichnung ist:
-
1 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Montageeinrichtung, im Schrägbild gesehen, -
2 ein Längsschnitt durch die Montageeinrichtung der1 , in Ruhelage des Schwenkhebels, und -
3 eine Darstellung der Montageeinrichtung im Längsschnitt wie in2 , aber mit ausgeschwenktem Schwenkhebel. - In den Figuren wird bei der Definition spezieller Richtungen stets von der Normal-Schußlage der Waffe ausgegangen, bei der der Lauf längs einer horizontalen Achse verläuft und die Elevation der Visierung in einer vertikalen Ebene liegt, die die Laufachse enthält (Seitenabweichungen aufgrund des Geschoßdralls sind hier der Einfachheit halber nicht berücksichtigt).
- In
1 ist die Montageeinrichtung im Schrägbild schräg von unten und vorne her zu sehen. Diese weist einen quaderförmigen Klotz1 aus Leichtmetall auf, mit zwei Längs-Schmalseiten, von denen die obere eine längsverlaufende Schwalbenschwanzaufnahme7 zur Anbringung an einem Zielfernrohr oder dgl. aufweist und die untere zur Anbringung an einer Picatinny-Schiene eingerichtet ist und längs der einen langen Seitenkante zwei starre Klemmbacken3 aufweist, denen gegen überliegend in etwa der Mitte der Seitenkanten eine bewegliche Klemmbacke5 angebracht ist. - Die bewegliche Klemmbacke
5 ist so zu den festen Klemmbacken3 hin beweglich, daß die Picatinny-Schiene zwischen den Klemmbacken festgespannt wird, und so weit von den festen Klemmbacken3 weg beweglich, daß der Klotz1 mit dem Zielfernrohr nach oben von der Picatinny-Schiene abgehoben werden kann. - Die bewegliche Klemmbacke
5 aus Stahl ist mit einer Kolbenaufnahme37 aus Stahl fest verbunden, die im Inneren des Klotzes1 beweglich geführt ist. Die starren Klemmbacken3 sind mit dem Klotz1 einstückig aus Leichtmetall gebildet. - Auf der einen vertikalen, großen Längsfläche des Klotzes
1 ist nahe der beweglichen Klemmbacke5 eine Abdeckplatte43 aus Stahl fest aufgeschraubt, die die Kolbenaufnahme37 und weitere Bauteile, auf die später eingegangen wird, im Klotz1 hält und außerdem eine vertikale Schwenkachse11 aufnimmt, um die ein Schwenkhebel9 in einer horizontalen Ebene eine Schwenkbewegung durchführen kann. - Die Abdeckplatte
43 überdeckt bündig etwa die Hälfte des Klotzes1 , von dessen einen, vertikalen Kante ausgehend, und weist am anderen Ende zwei einander gegenüberliegende, vorspringende Schenkel auf, zwischen denen sich die Schwenkachse11 erstreckt. - Zwischen den genannten, beiden Schenkeln ist der Schwenkhebel
9 , der von der Schwenkachse11 durchsetzt ist, abgewinkelt und in seiner Ruhelage (2 ) der Mitte des Klotzes1 zugewandt, wo er in einer Ruhefläche29 endet, die sich parallel zum Schwenkhebel9 erstreckt. Rechtwinklig zur Ruhefläche29 ist, das Ende des Schwenkhebels9 bildend, eine Öffnungsfläche31 ausgebildet. Der Übergang zwischen den beiden Flächen29 und31 ist abgerundet und weist einen Maximalabstand zur Schwenkachse11 auf, der Abstand der Öffnungsfläche31 zur Schwenkachse11 ist am kürzesten, und der Abstand der Ruhefläche29 zur Schwenkachse liegt dazwischen. Die Differenz der Abstände der beiden Flächen29 und31 von der Schwenkachse11 ist ein wenig größer als der maximale Bewegungsweg, in Querrichtung, den die bewegliche Klemmbacke5 zurücklegen kann. - Dieses Ende des Schwenkhebels
9 wirkt unmittelbar auf einen Kolben35 ein, der im Inneren des Klotzes1 angeordnet ist und senkrecht zu dessen größten Außenflächen dann beweglich ist, wenn der Schwenkhebel9 umgelegt wird. - Die Mittelachse des Kolbens
35 schneidet im wesentlichen senkrecht die Mittelachse der Schwenkachse11 und wird durch zwei Federanordnungen39 ,41 nach außen gedrückt. - Wenn der Schwenkhebel
9 senkrecht von der Außenfläche des Klotzes1 absteht (3 ), dann befindet sich die Öffnungsfläche31 in satter Anlage auf dem Kolben35 ; wenn der Schwenkhebel an den Klotz angelegt ist (2 ), dann befindet sich die Ruhefläche29 in satter Auflage auf dem Kolben35 , der dann weiter in den Klotz1 eingedrückt ist; wenn der Schwenkhebel9 umgelegt wird, dann läuft die Kante zwischen den beiden Flächen29 und31 über den Kolben35 und drückt ihn am weitesten ein. - Der Kolben
35 weist einen Kopf auf, auf dem sich ein Tellerfederpaket39 abstützt. Das andere Ende des Tellerfederpakets39 ruht auf dem Boden einer Bohrung in der Kolbenaufnahme37 . Der Kolben35 läuft mit seinem Kopf innerhalb der genannten Bohrung und durchsetzt mit seinem Schaft den Boden der Kolbenaufnahme37 . Gegen die Außenseite dieses Bodens liegt eine wendelförmige Feder41 an, die viel schwächer ist als das Tellerfederpaket39 und den Schaft des Kolbens35 umgibt. Diese Feder41 liegt gegen den Boden einer Sackbohrung auf, die im Klotz1 ausgebildet ist und Feder41 und Kolbenaufnahme37 aufnimmt. - Da die Kolbenaufnahme
37 fest mit der beweglichen Klemmbacke5 verbunden ist und die wendelförmige Feder41 gegen die Kolbenaufnahme37 anliegt, wird diese und damit die bewegliche Klemmbacke5 von den starren Klemmbacken3 weg bewegt, wenn der Schwenkhebel9 aus seiner Ruhelage (2 ) in seine Öffnungslage (3 ) bewegt wird. - Ist nun in diesem Zustand der Klotz
1 auf eine Picatinny-Schiene aufgesetzt und wird der Schwenkhebel9 aus seiner Öffnungslage in seine Ruhelage bewegt, dann wird der Kolben35 in Richtung der starren Klemmbacken3 bewegt und nimmt über das Tellerfederpaket39 die Kolbenaufnahme37 und somit die bewegliche Klemmbacke5 mit, bis diese fest gegen die Picatinny-Schiene anliegt. Dabei bewegt sich der Kolben35 weiter als die bewegliche Klemmbacke5 , da ja der Totpunkt (das Eck zwischen den Flächen29 und31 des Schwenkhebels11 ) überwunden werden muß und außerdem die bewegliche Klemmbacke5 in Krafteingriff mit der Picatinny-Schiene stehen muß, um für einen sicheren Halt zu sorgen. Diese zusätzliche Bewegungsstrecke des Kolbens35 wird durch Zusammendrücken des Tellerfederpakets39 ermöglicht. - Dabei liegt (in der Ruhelage) der Schwenkhebel
9 in einer Nut des Klotzes1 , da die Stahlplatte43 mit dessen Außenoberfläche bündig abschließt, und nur die vorderste Spitze des Schwenkhebels9 steht nach vorne über die vordere Querfläche des Klotzes1 über. - Der in der Nut liegende Arm des Schwenkhebels
9 weist eine längliche, rechteckige Aussparung17 auf, die sich über den größten Teil der Länge dieses Armes erstreckt. In Nähe des freien Endes dieses Armes ist die sich horizontal erstreckende Aussparung17 von einer vertikalen Schwenkklappenachse15 durchsetzt, die in den Arm eingeschlagen ist. An dieser Schwenkklappenachse15 ist eine Schwenkklappe13 schwenkbar gelagert. Ausbildungen an der Schwenkklappe13 und der Aussparung17 lassen dabei nur eine geringe Schwenkbewegung zu, in der die Schwenkklappe13 entweder bündig mit der Außen oberfläche des Schwenkhebels9 abschließt (2 ) oder ein wenig nach innen gedrückt ist (3 ). - Nahe dem freien Ende des Schwenkhebels
9 weist die Schwenkklappe13 einen senkrecht abstehenden, horizontalen Haken19 auf, der in Ruhelage (2 ) in einer entsprechende Hakenaufnahme21 haltend eingreift. Im Klotz1 ist eine horizontale, querverlaufende Sackbohrung ausgebildet, in der ein Schieber23 nahe dem offenen Ende angeordnet und durch einen vertikalen Stift27 so gehalten ist, daß eine kurze Bewegung längs der Achse der Sackbohrung ermöglicht ist. Zwischen dem Schieber23 und dem Boden der Sackbohrung sitzt eine Spiralfeder25 , die den Schieber23 so weit nach außen drückt, wie dies der Stift27 ermöglicht. Hierbei tritt das Ende des Schiebers23 aus der Sackbohrung heraus und mündet in die Aufnahmenut für den Schwenkhebel9 , genau dem Hauptteil der Schwenkklappe13 gegenüberliegend auf der Seite der Schwenkhebelachse15 , die nicht den Haken19 trägt. - Es ist ersichtlich, daß der Schieber
23 dann, wenn sich der Schwenkhebel9 in seiner Ruhelage befindet, die Schwenkklappe13 in ihre Lage drückt, in der sie bündig mit der Außenseite des Schwenkhebels9 abschließt und dabei mit dem Haken19 in die zugehörige Aufnahme21 eingreift. - Da der Haken
19 abgeschrägt ist, fällt er beim Andrücken des Schwenkhebels9 in seine Ruhelage, das durch die Wirkung der beiden Federn39 und41 erfolgt, selbständig in seine Aufnahme21 und wird dort durch die Wirkung des Schiebers23 auf die Schwenkklappe13 gehalten. Soll die Montageeinrichtung abgenommen werden, dann wird von außen gegen die Schwenkklappe13 gedrückt und der Schwenkhebel9 zurückgezogen. Hierzu genügen Daumen und Zeigefinger einer Hand. Ist der Totpunkt überwunden, dann schiebt die Feder41 den Schwenkhebel9 vollends in seine offene Stellung der3 . -
- 1
- Klotz
- 3
- starre Klemmbackenanordnung
- 5
- bewegliche Klemmbacke
- 7
- Schwalbenschwanzaufnahme
- 9
- Schwenkhebel
- 11
- Schwenkhebelachse
- 13
- Schwenkklappe
- 15
- Schwenkklappenachse
- 17
- Aussparung
- 19
- Haken
- 21
- Hakenaufnahme
- 23
- Schieber
- 25
- Schieberfeder
- 27
- Stift
- 29
- Ruhefläche
- 31
- Öffnungsfläche
- 33
- abgesetzte Sackbohrung
- 35
- Kolben
- 37
- Kolbenaufnahme
- 39
- Tellerfederpaket
- 41
- wendelförmige Feder
- 43
- Abdeckplatte
Claims (9)
- Montageeinrichtung für Feuerwaffen mit einer Klemmeinrichtung, mit der die Montageeinrichtung auf die Feuerwaffe wahlweise auf klemmbar ist, wobei die Klemmeinrichtung eine starre Klemmbackenanordnung (
3 ) und, dieser gegenüberliegend, eine bewegliche (5 ) Klemmbackenanordnung trägt, und wobei ein Schwenkhebel (9 ) mit einer Feineinstellung vorgesehen ist, um die bewegliche Klemmbackenanordnung zu verriegeln, gekennzeichnet durch eine erste Federanordnung (41 ), die den Schwenkhebel (9 ) in Öffnungsrichtung über den gesamten Entriegelungsweg belastet, und durch eine zweite Federanordnung (39 ), die die Feineinstellung bildet, eine sehr viel größere Federkraft aufbringt als die erste und den Schwenkhebel (9 ) über einen Federweg in Öffnungsrichtung belastet, der so klein ist, daß die Montageeinrichtung bei voll belasteter, zweiter Federanordnung (39 ) nicht von der Feuerwaffe freikommt. - Montageeinrichtung nach Anspruch 1, bei der die Klemmeinrichtung derart ausgestaltet ist, daß ihre Klemmbackenanordnung (
3 ,5 ) an eine beiderseits hinterschnittene, sich etwa in Schußrichtung erstreckende Profilschiene klemmbar sind, die an der Feuerwaffe angebracht ist. - Montageeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der eine lösbare Rasteinrichtung (
19 ,21 ) zum Festhalten des Schwenkhebels (9 ) in seiner Ruhelage vorgesehen ist. - Montageeinrichtung nach Anspruch 3, bei der die Rasteinrichtung eine im Schwenkhebel (
9 ) schwenkbar gelagerte Schwenkklappe (13 ) aufweist, die den Schwenkhebel (9 ) lösbar an der Montageeinrichtung (1 ) festlegt. - Montageeinrichtung nach Anspruch 4, in der ein Federschieber (
23 ) untergebracht ist, der nach außen federbelastet ist und auf einen Schenkel der Schwenkklappe (13 ) einwirkt, so daß in der Ruhelage des Schwenkhebels (9 ) die Schwenkklappe (13 ) in den Rasteingriff gedrückt wird. - Montageeinrichtung nach Anspruch 5, bei der der Schwenkhebel (
9 ) eine durchgehende Betätigungsöffnung (17 ) aufweist, in der der federbelastete Schenkel der Schwenkklappe (13 ) sitzt und von außen her eindrückbar ist. - Montageeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine längliche Grundfläche mit zwei Längskanten aufweist, wobei längs der einen Längskante an deren Enden zwei feste Klemmbacken (
3 ) sitzen, und im Bereich der Mitte der gegenüberliegenden Längskante eine bewegliche Klemmbacke (5 ) angeordnet ist. - Montageeinrichtung nach Anspruch 7, in der quer zu den Längskanten eine Federeinrichtung untergebracht ist, die aus einem Mittelbolzen (
37 ) gebildet ist, auf dem die erste (41 ) und zweite (39 ) Federanordnung übereinander sitzen und der mit der beweglichen Klemmbacke (5 ) verbunden ist. - Montageeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die nahe der Längskante, die der beweglichen Klemmbacke (
5 ) nächstgelegen ist, von einem Schwenkbolzen (11 ) durchsetzt ist, der um eine vertikale Achse schwenkbar ist und an dem der Schwenkhebel (9 ) gelagert ist.
Priority Applications (8)
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