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DE10163227A1 - Kraftfahrzeug mit Motorweiterlauf ohne Fahrbetrieb - Google Patents

Kraftfahrzeug mit Motorweiterlauf ohne Fahrbetrieb

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Publication number
DE10163227A1
DE10163227A1 DE2001163227 DE10163227A DE10163227A1 DE 10163227 A1 DE10163227 A1 DE 10163227A1 DE 2001163227 DE2001163227 DE 2001163227 DE 10163227 A DE10163227 A DE 10163227A DE 10163227 A1 DE10163227 A1 DE 10163227A1
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DE
Germany
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mws
motor vehicle
vehicle according
engine
functions
Prior art date
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DE2001163227
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Guido Sever
Ralf Jassens
Marco Keunecke
Chris Unger
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Volkswagen AG
Original Assignee
Volkswagen AG
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Publication date
Application filed by Volkswagen AG filed Critical Volkswagen AG
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Publication of DE10163227A1 publication Critical patent/DE10163227A1/de
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60KARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
    • B60K25/00Auxiliary drives
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R25/00Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles
    • B60R25/01Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles operating on vehicle systems or fittings, e.g. on doors, seats or windscreens
    • B60R25/04Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles operating on vehicle systems or fittings, e.g. on doors, seats or windscreens operating on the propulsion system, e.g. engine or drive motor

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)
  • Lock And Its Accessories (AREA)

Abstract

Bei Sonderfahrzeugen wie Rettungs-, Polizei- und Feuerwehrwagen müssen häufig während des Stillstands des Fahrzeugs zahlreiche Geräte wie medizinische Geräte, Beleuchtung, Heizung und Funkgeräte betrieben werden, wodurch das Speichervermögen der Autobatterie überfordert ist. Es ist daher bekannt, für derartige Sonderfahrzeuge eine Möglichkeit vorzusehen, daß auch im Stillstand des Kraftfahrzeugs bei abgezogenem Zündschlüssel der Motor weiterläuft. Um für diese Fälle eine Diebstahlgefahr auszuschließen, wird eine sogenannte Motorweiterlauf-Sicherheitsschaltung MWS eingesetzt. Diese Schaltung wird nur dann freigegeben, wenn mehrere Funktionen aktiviert sind, die jede einen Fahrbetrieb unmöglich machen oder erschweren, wie zum Beispiel angezogene Feststellbremse, Motordrehzahl im Leerlaufbereich, Position "P" des Gangwahlschalters bei einem Automatikgetriebe und dergleichen. DOLLAR A Aufgabe ist es, ein System zu schaffen, mit dem die die einzelnen, den Fahrbetrieb sperrenden Funktionen auf einfache Weise ausgewertet und zur Freigabe oder Sperrung der MWS ausgenutzt werden können. DOLLAR A Die verschiedenen Signale, die die den Fahrbetrieb sperrenden Funktionen darstellen, werden logisch UND-verknüpft, und der negierte Ausgang der UND-Verknüpfung gibt die Aktivierung der MWS frei.

Description

  • Die Erfindung geht aus von einem Kraftfahrzeug mit Motorweiterlauf ohne Fahrbetrieb gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Bei Kraftfahrzeugen, wie zum Beispiel Pkws und Lieferfahrzeugen, wird in der Regel bei Beendigung des Fahrbetriebs der Motor durch Herausziehen des Zündschlüssels abgeschaltet, da dann ein Weiterlauf des Motors im Stillstand des Fahrzeugs unnütz ist. Bei heutigen und künftigen Sonderfahrzeugen wie z. B. Rettungswagen, Notarzt, Polizei und Feuerwehr werden nennenswerte Stromverbraucher auch im Stillstand benutzt, wie zum Beispiel medizinische Geräte, Heizung, Beleuchtung, Funkgeräte und dergleichen. Wenn die Autobatterie längere Zeit ohne Nachladung durch den Fahrzeugmotor mit diesen Geräten belastet ist, ist sie in kurzer Zeit bereits zu weit entladen oder leer. Der Notbetrieb sowie ein erneuter Startvorgang sind dann nicht mehr möglich.
  • Bei derartigen Fahrzeugen ist es daher erforderlich, daß der Verbrennungsmotor des Kraftfahrzeugs auch bei Stillstand des Fahrzeugs längere Zeit weiterläuft. Es hat sich jedoch in der Praxis gezeigt, daß sich dadurch eine erhöhte Diebstahlgefahr ergibt, zumal in Notfällen häufig das Bedienpersonal sehr schnell das Fahrzeug verlassen muß, um für einen Notfall oder Unfall wichtige und eilige Tätigkeiten durchzuführen.
  • Zu diesem Zweck sind sogenannte Motorweiterlauf-Sicherheitsschaltungen, im folgenden mit MWS bezeichnet, bekannt. Wenn die Funktion einer derartigen MWS-Schaltung aktiviert worden ist, kann der Zündschlüssel abgezogen und das Fahrzeug bei weiterlaufendem Motor verlassen werden. Die MWS überwacht dann ständig verschiedene Funktionen oder Zustände des Fahrzeugs, die einen Fahrbetrieb ausschließen oder nennenswert erschweren. Wenn ein Dieb versucht, das Fahrzeug zu bewegen, müssen in der Regel mehrere dieser Funktionen deaktiviert werden. Das wird von der MWS unverzüglich erkannt, der Motor wird sofort abgeschaltet und läßt sich anschließend nur mit dem Zündschlüssel wieder starten.
  • Um die MWS aktivieren zu können, müssen also aus Sicherheitsgründen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst muß die Feststellbremse angezogen sein. Weiterhin muß bei einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe der Gangwahlhebel in der Position "P" oder bei einem Kraftfahrzeug mit Schaltgetriebe in der Nullstellung stehen. Des weiteren muß sich der Motor im Bereich der Leerlaufdrehzahlen zwischen 400 und 1250 U/min befinden. Schließlich dürfen die Kupplung und die Bremse nicht betätigt sein. Nur wenn alle diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die MWS über einen Taster manuell aktiviert werden, weil dann ein unberechtigter Fahrbetrieb mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen ist.
  • Durch die DE 44 02 197 C1 ist eine Schaltung mit diskreten Bauteilen bekannt, die die Signale für die genannten Funktionen, Zustände und Voraussetzungen auswertet und den Motorweiterlauf erst dann freigibt, wenn alle genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Bei dieser Schaltung sind die einzelnen Signale für die genannten Funktionen an getrennten Leitungen verfügbar und können den einzelnen Bauteilen der Schaltung zugeführt werden.
  • In neuartigen Kraftfahrzeugen werden zunehmend alle derartigen Signale nicht über getrennte Leitungen, sondern über einen sogenannten CAN (controller area network)- Bus geführt, der aus einer einzigen Zweidrahtleitung besteht. Bei einem derartigen Bus können die über den Bus übertragenen Signale nicht mehr einfach angezapft oder überbrückt werden. Die genannte bekannte Schaltung ist daher bei einem derartigen Datenbus nicht mehr anwendbar.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine derartige Motorweiterlauf- Sicherheitsschaltung ein System zu schaffen, das nach den obigen Kriterien arbeitet und auch dann anwendbar ist, wenn alle auszuwertenden Signale über einen einzigen Bus geführt werden.
  • Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Bei der Erfindung werden also die die Funktionen und Zustände für die Aktivierung der MWS darstellenden Signale logisch UND-verknüpft, und der negierte Ausgang der UND- Verknüpfung sperrt die Aktivierung der MWS.
  • Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die beschriebene Art der Auswertung der zu überwachenden Signale für die einzelnen Funktionen der Aufwand zur Installation der MWS verringert wird. Außerdem ist eine Manipulation durch Überwachung mehrerer Funktionen nahezu ausgeschlossen, wodurch die Diebstahlgefahr auf ein Minimum reduziert wird. Die Erfindung ist vorteilhaft anwendbar, wenn die die einzelnen Funktionen darstellenden Signale auf einem CAN-Bus vorliegen, kann jedoch auch unabhängig von einem derartigen Bus angewendet werden.
  • Die durch das erfindungsgemäße System ausgewerteten Funktionen für die Aktivierung der MWS sind vorzugsweise der angezogene Zustand der Handbremse oder Feststellbremse, das nicht eingeschaltete Bremslicht, eine Motordrehzahl im Bereich der Leerlaufdrehzahlen, bei einem Automatikgetriebe die P-Position des Gangwahlschalters und bei einem Schaltgetriebe der Zustand des nicht getretenen Kupplungspedals.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird ein das eingeschaltete Bremslicht anzeigendes Signal vor der Zuführung zu der UND-Verknüpfung negiert, weil nicht das eingeschaltete Bremslicht, sondern das nicht-leuchtende Bremslicht die MWS freigeben muß.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden die die Funktionen darstellenden Signale mehreren getrennten Eingängen einer UND-Stufe oder sogenannten OR-Gatter zugeführt, deren Ausgang über eine Negationsstufe an den Rücksetzeingang eines Flip Flop angeschlossen ist. Dem Takteingang des Flip Flop wird ein manuell ausgelöstes Signal für die Aktivierung der MWS zugeführt, und der Ausgang des Flip Flop steuert die Aktivierung der MWS. Dabei ist beispielsweise an den Takteingang des Flip Flop ein die MWS aktivierender Handtaster angeschlossen. Der Handtaster kann so ausgebildet sein, daß er durch eine nochmalige Betätigung die MWS wieder abschaltet. Dadurch kann der Benutzer im Bedarfsfall die bereits aktivierte MWS sehr schnell wieder inaktivieren, um dadurch unverzüglich einen Motorweiterlauf zu sperren. An den Rücksetzeingang des Flip Flop ist ein Signal angelegt, das den Ausfall eines der Signale anzeigt, die je einen den Fahrbetrieb verhindernden Zustand darstellen.
  • Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung werden bei einem Automatikgetriebe das die Gangwahl P anzeigende Signal und bei einem Schaltgetriebe das das nicht getretene Kupplungspedal anzeigende Signal vor der UND-Verknüpfung über eine ODER-Verknüpfung geführt. Diese ODER-Verknüpfung erfolgt, weil in einem bestimmten Kraftfahrzeug immer nur eines dieser beiden Signale vorliegen kann.
  • Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird bei Ermittlung einer Störung wie des Ausfalls einer eine Funktion anzeigenden Eingangsvariablen, eines Auftretens von nicht eindeutigen Eingangsvariablen oder einer Störung des Gerätes selbst die MWS aus Sicherheitsgründen unverzüglich deaktiviert, um in derartigen gestörten oder unklaren Fällen einen Fahrbetrieb mit Sicherheit auszuschließen.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Zeichnung an einem Prinzipbild näher erläutert.
  • Die einzige Figur zeigt die grundsätzliche Wirkungsweise des Systems. Die durchgezogenen Linien bedeuten Signale, die noch als diskrete Signale auf normalen Leitungen, also nicht auf einem Bus, zur Verfügung stehen. Die gestrichelten Linien bedeuten Software-Signale, die auf dem Bus realisiert sind und für eine Auswertung einzeln aus dem Bus ausgelesen werden müssen.
  • Zu Beginn eines beabsichtigten Betriebs mit Motorweiterlauf bei stehendem Fahrzeug betätigt der Benutzer, z. B. der Fahrer eines Rettungs- oder Polizeifahrzeugs, den Handtaster 1. Dadurch wird das Flip Flop 2 gesetzt. Der Ausgang des Flip Flop 2 bewirkt eine Überbrückung der üblichen Signalleitung "Klemme 15" und des "S-Kontakts" am Zündschloß, so daß der Zündschlüssel bei Weiterlauf des Motors abgezogen, das Fahrzeug verlassen werden kann und dennoch ein Diebstahl des Fahrzeugs weitestgehend verhindert ist. Gleichzeitig wird auf dem CAN-Bus eine Information über die vorgenommene Aktivierung des MWS gesendet, damit die an den Bus angeschlossenen Steuergeräte den Sonderzustand der aktivierten MWS erkennen und im Bedarfsfall darauf reagieren können. Schließlich wird der Motorweiterlauf im Sinne einer Funktionskontrolle mit einer Leuchtquelle, z. B. einer Glühbirne oder LED 5, angezeigt.
  • Um auf einen Diebstahlversuch sofort reagieren zu können, erfolgt die im folgenden beschriebene ständige Überwachung. Mehreren getrennten Eingängen der UND-Stufe 3 werden Signale zugeführt, die je einen Zustand anzeigen, der einen Fahrbetrieb des Kraftfahrzeugs unmöglich macht oder zumindest beträchtlich erschwert. Einem ersten Eingang a der UND-Stufe 3 wird ein Signal zugeführt, das den angezogenen Zustand der Handbremse oder Feststellbremse anzeigt. Einem zweiten Eingang b wird ein Signal zugeführt, das das aufleuchtende Bremslicht anzeigt. Wenn z. B. ein Diebstahlversuch bei einem Kraftfahrzeug mit Automatikgetriebe eingeleitet wird, muß zum Einlegen eines Gangs zunächst das Bremspedal getreten werden, so daß das Bremslicht zwangsläufig aufleuchtet. Da jedoch der Zustand des nicht-leuchtenden Bremslichtes die MWS freigeben soll, wird das Signal am Eingang b der UND-Stufe 3 negiert, wie die Figur zeigt. Einem dritten Eingang c der UND-Stufe 3 wird ein Signal zugeführt, das eine Motordrehzahl im Bereich der Leerlaufdrehzahlen von 400 bis 1250 U/min anzeigt, bei denen ein Fahrbetrieb praktisch unmöglich oder nur mit einer sehr geringen Geschwindigkeit möglich ist. Einem vierten Eingang d der UND-Stufe 3 wird bei einem Automatikgetriebe ein Signal zugeführt, das die Gangwahl "P" darstellt, bei der kein Gang eingelegt und außerdem das Fahrzeug gegen Bewegung blockiert ist. Alternativ wird bei einem Schaltgetriebe dem Eingang d ein Signal zugeführt, das den Zustand der nicht getretenen Kupplung anzeigt. Da in einem bestimmten Kraftfahrzeug die beiden letztgenannten Zustände nur alternativ, aber nicht gleichzeitig auftreten können, werden die diese Zustände anzeigenden Signale dem Eingang d über die ODER-Stufe 4 zugeführt. Schließlich werden einem fünften Eingang e der UND-Stufe 3 noch Signale einer gegebenenfalls vorhandenen Sondersignalanlage zugeführt, wie z. B. ein Notsignal, ein Blaulicht oder dergl.
  • Nur wenn alle der UND-Stufe 3 zugeführten Signale vorliegen, als z. B. den Wert "1" aufweisen, gibt die UND-Stufe 3 ein Signal "1" ab. Da jedoch in diesem Zustand die MWS freigegeben werden soll, wird dieses Signal, wie in der Figur angedeutet, negiert, nimmt den Wert "0" an und hat somit über die Leitung 6 auf den Rücksetzeingang R des Flip Flop 2 keinen Einfluß. Der MWS-Betrieb mit laufendem Motor wird dann in erwünschter Weise freigegeben oder läuft weiter.
  • Wenn eines oder mehrere der der UND-Stufe 3 zugeführten Signale ausfallen, z. B. den Wert "0" annehmen, was zum Beispiel das Lösen der Handbremse oder das Treten des Bremspedals darstellt und ein Indiz für einen Diebstahlsversuch sein kann, bleibt die UND-Stufe 3 nicht mehr ausgelöst. Ihr Ausgang geht dann auf "0". Der negierte Ausgang geht daher auf "1" und setzt über die Leitung 6 das Flip Flop 2 am Rücksetzeingang R zurück. Der Ausgang des Flip Flop 2 geht auf "0" und unterbricht dadurch in erwünschter Weise den Motorweiterlauf, um einen möglichen Diebstahlsversuch oder eine andere unberechtigte oder unerwünschte Handhabung des Kraftfahrzeugs zu verhindern. Der Motor kann danach dann nur mit dem Zündschlüssel wieder gestartet werden.
  • Wenn der Schlüssel bei aktivierter MWS, d. h. bei Motorweiterlauf in das Zündschloß eingeführt wird und die Zündung einschaltet, wird die MWS deaktiviert, der Motor läuft indessen im Normalbetrieb mit eingestecktem Zündschlüssel weiter, ohne daß der Motor zwischendurch abschaltet. Zur Funktionsprüfung der MWS kann bei aktivierter MWS die Fußbremse betätigt werden. Der Motor wird dann wegen des sich ändernden Signals am Eingang b der UND-Stufe 3 in der beschriebenen Weise abgeschaltet.
  • Die Schaltung kann ferner so ausgebildet sein, daß auch im Fall einer Störung der beschriebene Schutz gegen unbefugte Nutzung erhalten bleibt. Dabei sind im wesentlichen drei Störfälle denkbar:
    der Ausfall einer Eingangsvariablen an einem Eingang der UND-Stufe 3, z. B. der Sondersignalanlage,
    das Auftreten von nicht eindeutigen Eingangssignalen,
    eine Störung des Gerätes selbst, wenn eine Funktionsstörung direkt im Gerät auftritt und somit eine weitere Verarbeitung von Daten nicht mehr gewährleistet ist.
  • Wenn einer der genannten Störfälle oder auch weitere Störfälle auftreten, wird die MWS unverzüglich deaktiviert, oder eine noch nicht aktivierte MWS kann nicht aktiviert werden. Ein Fahrbetrieb des Kraftfahrzeugs ist dann ebenfalls aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
  • Die UND-Verknüpfung, die ODER-Verknüpfung und die Negierung können auf verschiedene Weise erfolgen, so zum Beispiel mit einer diskreten oder integrierten Schaltung mit Transistoren, ferner mit sogenannten AND-Gattern, OR-Gattern und Invertern oder auch durch einen Mikroprozessor. Die beschriebene Anzahl der für die Aktivierung der MWS überwachten Zustände und Funktionen kann auch abgewandelt werden. Diese Anzahl kann für einfachere Ausführungen verringert, also auf weniger Funktionen beschränkt werden. Sie kann auch zur Erhöhung der Sicherheit gegen Diebstahl noch erhöht werden. Beispielsweise könnte auch noch die Einrastung der Lenkung ausgewertet werden, die ebenfalls einen Fahrbetrieb unmöglich macht. Auch könnte eine bekannte Windschutzscheibe eingesetzt werden, die durch eine angelegte Spannung eingefärbt, abgedunkelt oder vollkommen undurchsichtig wird. Grundsätzlich sind alle Funktionen, Zustände oder Voraussetzungen geeignet, die einen normalen Fahrbetrieb des Kraftfahrzeugs völlig ausschließen oder derart erschweren, daß ein Diebstahlversuch bei laufendem Motor völlig verhindert oder bei einem Versuch sehr schnell wieder abgebrochen wird. Es kann auch eine zusätzliche Warnanzeige erfolgen, entweder optisch mit einer Warnleuchte oder akustisch mit einem spezifischen Signalton, daß die MWS einen Diebstahlversuch erkannt hat. BEZUGSZEICHENLISTE 1 Handtaster
    2 Flip Flop
    3 UND-Stufe
    4 ODER-Stufe
    5 Leuchtquelle
    6 Leitung

Claims (9)

1. Kraftfahrzeug mit Motorweiterlauf ohne Fahrbetrieb, wobei der Motorweiterlauf bei Stillstand des Kraftfahrzeugs durch eine Motorweiterlauf-Sicherheitsschaltung MWS nur dann freigegeben wird, wenn mehrere Funktionen oder Zustände gleichzeitig aktiviert sind, von denen jede einen Fahrbetrieb verhindert oder erschwert, dadurch gekennzeichnet, daß die die Funktionen darstellenden Signale logisch UND-verknüpft werden (3) und der negierte Ausgang der UND-Verknüpfung die Aktivierung der MWS freigibt.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionen den angezogenen Zustand der Feststellbremse, das nicht eingeschaltete Bremslicht, eine Motordrehzahl im Bereich der Leerlaufdrehzahlen, die P-Position des Gangwahlschalters bei Automatikgetriebe und den Zustand des nicht getretenen Kupplungspedals bei einem Schaltgetriebe darstellen.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein das eingeschaltete Bremslicht anzeigendes Signal vor der Zuführung zu der UND- Verknüpfung negiert wird.
4. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Funktionen darstellenden Signale mehreren getrennten Eingängen einer UND-Stufe (3) zugeführt sind, deren Ausgang über eine Negationsstufe an den Rücksetzeingang (R) eines Flip Flop (2) angeschlossen ist, dessen Takteingang (T) ein manuell ausgelöstes Signal für die Aktivierung der MWS zugeführt ist und dessen Ausgang die Aktivierung der MWS steuert.
5. Kraftfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Takteingang (T) des Flip Flop (2) ein die MWS aktivierender Handtaster (1) angeschlossen ist.
6. Kraftfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch nochmaliges Betätigen des Handtasters (1) die MWS wieder abschaltbar ist.
7. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Automatikgetriebe das die Gangwahl P anzeigende Signal und bei einem Schaltgetriebe ein das nicht getretene Kupplungspedal anzeigende Signal vor der UND-Verknüpfung (3) über eine ODER-Verknüpfung (4) geführt werden.
8. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer ermittelten Störung in einem der die Aktivierung des Motorweiterlaufs freigebenden Signale der Motorweiterlauf unverzüglich automatisch deaktiviert wird.
9. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ermittlung einer Störung oder eines Ausfalls einer eine Funktion anzeigenden Eingangsvariablen, eines Auftretens von nicht eindeutigen Eingangsvariablen oder einer Störung des Gerätes selbst die MWS unverzüglich deaktiviert wird.
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