DE10142952A1 - Herstellungsverfahren für eine mikromechanische Struktur - Google Patents
Herstellungsverfahren für eine mikromechanische StrukturInfo
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Abstract
Die Erfindung schafft ein Herstellungsverfahren für eine mikromechanische Struktur mit den Schritten: Bereitstellen einer mikromechanischen Struktur mit einem ersten mikromechanischen Strukturelement (MS) aus einem ersten Material und einem zweiten mikromechanischen Strukturelement (OS) aus einem zweiten Material; Leiten eines gasförmigen Ätzmediums (G) über die mikromechanische Struktur, wobei das Ätzmedium (G) derart beschaffen ist, daß es in einem ersten Temperaturbereich oberhalb Raumtemperatur selektiv das zweite Material gegenüber dem ersten Material ätzt; und Bringen der mikromechanischen Struktur in den ersten Temperaturbereich zum selektiven Ätzen des zweiten Materials gegenüber dem ersten Material.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Herstellungsverfah
ren für eine mikromechanische Struktur.
Obwohl auf beliebige mikromechanische Bauelemente und
Strukturen, insbesondere Sensoren und Aktuatoren, anwend
bar, werden die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrun
deliegende Problematik in bezug auf eine in der Technologie
der Silizium-Oberflächenmikromechanik herstellbare mikrome
chanische Struktur erläutert.
In A. E. Franke, Y. Jiao, M. T. Wu, T.-J. King, R. T. Howe,
POST-CMOS MODULAR INTEGRATION OF POLY-SIGE MICORSTRUCTURES
USING POLY-GE SACRIFICIAL LAYERS, Solid-State Sensor and
Actuator Workshop, Hilton Head Island, South Carolina, 4.-
8. Juni 2000 wird ein Prozess zur Herstellung von Oberflä
chenmikromechanischen Strukturen beschrieben, bei dem frei
bewegliche bzw. funktionale Strukturen aus polykristallinem
Silizium/Germanium (poly-SiGe) bestehen und bei dem für die
Opferschicht polykristallines Germanium (poly-Ge) einge
setzt wird. Durch die bei diesem Prozess eingesetzten Mate
rialien wird die Integration von oberflächenmikromechanisch
erzeugten Strukturen in einen Standard-CMOS-Prozess ermög
licht.
Eine Integration ist bei der Erzeugung von MEMS (MEMS = Mi
cro Electromechanical Systems)-Strukturen aus polykristal
linem Silizium nicht möglich, da sehr hohe Temperaturen bis
zu 1100°C für die Schichtabscheidung und den anschließenden
Dotierprozess benötigt werden. Siehe dazu die DE 195 37 814 A1.
Diese hohen Temperaturen sind nicht mit den Materialien
Aluminium oder Kupfer eines CMOS-Prozesses kompatibel.
Bei Standard-MEMS-Prozessen dient SiO2 als Opferschicht.
Das Entfernen der Opferschicht erfolgt in Flusssäure oder
durch einen Flusssäure-Gasphasenätzprozess. Beide Verfahren
greifen die Materialien des CMOS-Prozesses an und sind so
mit nicht kompatibel. Um MEMS-Strukturen in einem CMOS-
Prozess integrieren zu können, müssen die Materialien für
die mikromechanischen Strukturen und die Prozesse zu deren
Strukturierung kompatibel sein.
Gemäß dem oben erwähnten Artikel von A. E. Franke et al.
zeigt sich, dass polykristallines Silizium/Germanium (poly-
SiGe) und polykristallines Germanium (poly-Ge) die oben ge
nannten Anforderungen erfüllen. Beide Materialien werden in
einem LPCVD-Reaktor bei Temperaturen um 450°C (poly-SiGe)
und 375°C (poly-Ge) abgeschieden. Die abgeschiedenen
Schichten besitzen einen geringen Schichtwiderstand und
weisen geringe Spannungen auf, wodurch eine Temperaturbe
handlung nach der Abscheidung entfällt. Die polykristalline
Silizium/Germanium-Schicht kann mittels der in der Halb
leittechnik bekannten Plasmaätzprozesse strukturiert wer
den. Die Germanium-Opferschicht kann selektiv zur Silizium/
Germanium-Schicht mit heißem Wasserstoffperoxyd (H2O2) ge
ätzt werden. Da SiO2 und Aluminium nicht von der Ätzlösung
H2O2 angegriffen werden, kann dieses Ätzverfahren in den
CMOS-Prozess integriert werden. Die Nachteile dieses Ver
fahrens liegen in der nasschemischen Strukturierung der
Germanium-Opferschicht.
Fig. 5a-d zeigen eine Darstellung der wesentlichen Prozeß
schritte eines bekannten Verfahrens.
In Fig. 5a bezeichnet S ein Substrat, MS ein mikromechani
sches Strukturelement in Form eines unsymmetrischen T-
Balkens aus Polysilizium und OS eine Opferschicht aus Ger
manium. Mittels des besagtem flüssigen Ätzmediums EM in
Form von H2O2 wird die Opferschicht OS geätzt, wie in
Fig. 5b illustriert. Dabei kann es gemäß Fig. 5c, d beim
Trocknungsprozess zu einem "sticking" zwischen den freiste
henden Strukturen und dem Substrat S kommen. Dies rührt da
her, dass zwischen dem mikromechanischen Strukturelement MS
und dem Substrat 5 Kapillarkräfte KK durch Rückstände des
flüssigen Ätzmediums EM auftreten, welche bewirken, dass es
zu einer dauerhaften Adhäsion ADH kommt.
Um diese zu vermeiden, ist ein sehr aufwendiger Trocknungs
prozess notwendig, wie z. B. eine Trocknung mit CO2 (auch
als CO2 critical point drying bezeichnet). Zudem ist es mit
nasschemischen Ätzverfahren nicht möglich, schmal und lan
ge Strukturen, wie z. B. Kanäle auszuätzen, da die Kapillar
kräfte KK den Medienfluss stark beeinträchtigen.
Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende allgemeine
Problematik besteht somit darin, ein Trockenätzverfahren
bereitzustellen, welches die erwähnten Nachteile des be
kannten Nassätzverfahrens nicht aufweist.
Die der vorliegenden Erfindung gemäß Anspruch 1 zugrunde
liegende Idee ist die Bereitstellung eines Trockenätzpro
zesses, bei dem ein mikromechanisches Material in einem
vorbestimmten Temperaturbereich oberhalb Raumtemperatur se
lektiv gegenüber einem anderen mikromechanischen Material
geätzt werden kann. Durch die Selektivität sind keine Pas
sivierungsschichten notwendig. Vorzugsweise ist das erste
mikromechanische Material Germanium und das zweite mikrome
chanische Material Silizium, Siliziumoxid, Siliziumnitrid
bzw. Silizium-Germanium. Als Ätzmedium wird in diesem Fall
vorzugsweise molekulares Chlor (Cl2) verwendet. Da Germani
um nicht spontan mit Chlor reagiert, muss der Ätzvorgang
thermisch aktiviert werden. Dies kann entweder durch ein
Heizverfahren oder durch ein thermisches Absorptionsverfah
ren geschehen.
Die Selektivität des Ätzmediums gegenüber dem ersten Mate
rial wird dadurch erreicht, dass für die Ätzung des zweiten
Materials niedrigere Temperaturen als für die Ätzung des
ersten Materials benötigt werden. Dadurch hat man ein Tem
peraturfenster zur Verfügung, in dem das zweite Material
selektiv gegenüber dem ersten Material geätzt werden kann.
Hinsichtlich der Materialien Germanium/Silizium wurde die
Möglichkeit des selektiven Ätzens in K. Ikeda, S. Imai, M.
Matsumara, Atomic layer etching of germanium, Applied Sur
face Science, Band 112, 1997, Seiten 87-91 berichtet.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann das "sticking" so
mit nicht auftreten, da das zweite Material aus der Gaspha
se herausgeätzt wird.
In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbil
dungen und Verbesserungen des Gegenstandes der Erfindung.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist das erste mikro
mechanische Strukturelement ein T-Balken, z. B. aus Polysi
lizium.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das er
ste Material aus folgender Gruppe ausgewählt: Silizium,
insbesondere Polysilizium, Siliziumoxid, Siliziumnitrid,
Silizium-Germanium.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das
zweite mikromechanische Strukturelement eine Opferschicht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das
zweite Material Germanium. Dieses Material läßt sich mit
dem Ätzmedium Chlorgas besonders gut thermisch aktiviert
selektiv gegenüber Silizium und Siliziumverbindungen ätzen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist die mi
kromechanische Struktur auf einem Substrat vorgesehen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird die ge
samte mikromechanische Struktur auf eine Temperatur im er
sten Temperaturbereich gebracht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird die das
zweite mikromechanische Strukturelement selektiv durch
Strahlungsabsorption auf eine Temperatur im ersten Tempera
turbereich gebracht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird das
Leiten des gasförmigen Ätzmediums über die mikromechanische
Struktur bei Raumtemperatur begonnen, bevor die mikromecha
nische Struktur in den ersten Temperaturbereich gebracht
wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ätzreaktors
zur Durchführung einer ersten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 2a-d eine Darstellung der wesentlichen Prozeßschritte
der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Ätzreaktors
zur Durchführung einer zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 4a-d eine Darstellung der wesentlichen Prozeßschritte
der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens; und
Fig. 5a-d eine Darstellung der wesentlichen Prozeßschritte
eines bekannten Verfahrens.
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche
oder funktionsgleiche Komponenten.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ätzreak
tors zur Durchführung einer ersten Ausführungsform des er
findungsgemäßen Verfahrens.
In Fig. 1 bezeichnen zusätzlich zu den bereits eingeführten
Bezugszeichen R einen Ätzreaktor, E einen Gaseinlass für
ein Ätzgas G, hier Cl2, A einen Gasauslass, SH einen Sub
strathalter und WH eine Widerstandsheizung, mit der der
Ätzreaktor R umgeben ist.
Der Ätzreaktor R ist an ein nicht gezeigtes Gas-Versor
gungssystem zum Einlass des Ätzgases G in Form von Cl2 so
wie eine nicht gezeigte Vakuumeinheit angeschlossen. Das
Substrat S, hier in Form eines Wafers, kann durch die Wi
derstandsheizung WH geheizt werden oder durch eine nicht
gezeigte Heizung des Substrathalters SH.
Fig. 2a-d zeigen eine Darstellung der wesentlichen Prozeß
schritte der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Gemäß Fig. 2a beginnt der Trockenätzprozess mit dem Einlass
von Chlorgas in den Ätzreaktor R, in dem sich die mikrome
chanische Struktur auf dem Substrathalter SH befindet. Dies
geschieht bei Raumtemperatur. Das im Ätzreaktor R befindli
che Chlorgas adsorbiert an der Germanium-Oberfläche der Op
ferschicht OS und bildet dort eine GeClx-Schicht, d. h. ver
schiedene stöchiometrische Verbindungen mit Chlor, wie z. B.
GeCl und GeCl2. Diese Reaktionsprodukte können jedoch bei
Raumtemperatur nicht desorbieren.
Um den Ätzvorgang dann zu aktivieren wird der Ätzreaktor
mittels der Widerstandsheizung WH auf eine Temperatur im
Temperaturbereich 300°C < T < 600°C aufgeheizt, vorzugswei
se 400°C. Die thermisch zugeführte Energie hat zur Folge,
dass die Reaktionsprodukte in Form von GeCl2 von der Germa
nium-Oberfläche desorbieren können bzw. sich die Reaktions
produkte in Form von GeCl in Reaktionsprodukte in Form von
GeCl2 umwandeln. Selbstverständlich adsorbiert das Chlorgas
auch auf dem mikromechanischen Strukturelement MS in Form
des T-Balkens. Allerdings ist für die Desorption von GeCl2
eine geringere Temperatur notwendig als für die Desorption
von SiCl2. Letztere benötigt eine Temperatur von mindestens
600°C. Aufgrund dieses Verhaltens hat man ein großes Tempe
raturfenster 300°C < T < 600°C zur Verfügung, in dem man
das Germanium der Opferschicht OS selektiv gegenüber dem
Silizium des T-Balkens MS ätzen kann.
Wird die Widerstandsheizung WH auf der erhöhten Temperatur
von beispielsweise 400°C konstant gehalten und kontinuier
lich Chlorgas G in den Ätzreaktor R eingelassen, dann fin
det eine kontinuierliche Ätzung der Germanium-Opferschicht
OS statt, wie in Fig. 2d illustriert, was letztendlich zum
in Fig. 2e gezeigten Zustand führt, in dem die Opferschicht
OS vollständig entfernt ist.
Fig. 3 zeigen eine schematische Darstellung eines Ätzreak
tors zur Durchführung einer zweiten Ausführungsform des er
findungsgemäßen Verfahrens.
Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform des Ätzreaktors R
unterscheidet sich von der in Fig. 1 gezeigten Ausführungs
form dadurch, dass anstelle der Widerstandsheizung WH eine
Lichtquelle LQ zur Emission von Strahlung einer bestimmten
Energie hν vorgesehen ist.
Fig. 4a-d eine Darstellung der wesentlichen Prozeßschritte
der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfah
rens.
Der Ätzprozess gemäß Fig. 4a und 4b beginnt ebenso wie bei
dem oben im Zusammenhang mit Fig. 2 erläuterten ersten Aus
führungsbeispiel.
Gemäß Fig. 4c wird dann allerdings nicht die gesamte mikro
mechanische Struktur durch eine Heizung erwärmt, sondern
die Erwärmung erfolgt selektiv durch die Absorption der
Lichteinstrahlung durch die Lichtquelle LQ.
Aufgrund der kleineren Bandlücke von Germanium im Vergleich
zu Silizium kann die Wellenlänge des eingestrahlten Lichts
hν so gewählt werden, dass das Licht durch das Silizium des
mikromechanischen Strukturelements MS hindurch geht und im
Germanium der Opferschicht CS absorbiert wird. Dies führt
zur lokalen Erwärmung der Opferschicht OS. Mit anderen Wor
ten muß, damit die Lichtenergie von der Germanium-Opfer
schicht OS absorbiert wird, die Energie der Strahlung grö
ßer sein als der Bandabstand des Germaniums. Um jedoch die
Erwärmung des Siliziums zu verhindern, muss die Energie der
Strahlung kleiner sein als der Bandabstand des Siliziums.
Durch die besagte Strahlungsabsorption lässt sich ebenfalls
eine Temperatur im Bereich 300°C < T < 600°C, vorzugsweise
400°C einstellen, welche zum bereits beschriebenen Ätzver
halten führt, das für diese Ausführungsform in Fig. 4d und
4e illustriert ist.
Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand bevor
zugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie dar
auf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifi
zierbar.
Insbesondere ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur
für die oben illustrierte Opferschichtätzung interessant,
sondern allgemein für die selektive Strukturierung eines
bestimmten Materials, z. B. Germanium, gegenüber anderen in
der Halbleitertechnik bekannter. Materialien.
G gasförmiges Ätzmedium
E Gaseinlaß
A Gasauslaß
R Ätzreaktor
SH Substrathalter
S Substrat
MS erstes mikromechanisches Strukturele ment, T-Balken
OS zweites mikromechanisches Strukturele ment, Opferschicht
WH Wiederstandsheizung
LQ Strahlungsquelle
hv Strahlungsquanten
EM flüssiges Ätzmedium
KK Kapillarkraft
ADH Adhäsion
E Gaseinlaß
A Gasauslaß
R Ätzreaktor
SH Substrathalter
S Substrat
MS erstes mikromechanisches Strukturele ment, T-Balken
OS zweites mikromechanisches Strukturele ment, Opferschicht
WH Wiederstandsheizung
LQ Strahlungsquelle
hv Strahlungsquanten
EM flüssiges Ätzmedium
KK Kapillarkraft
ADH Adhäsion
Claims (10)
1. Herstellungsverfahren für eine mikromechanische Struk
tur mit den Schritten:
Bereitstellen einer mikromechanischen Struktur mit einem ersten mikromechanischen Strukturelement (MS) aus einem er sten Material und einem zweiten mikromechanischen Struktur element (OS) aus einem zweiten Material;
Leiten eines gasförmigen Ätzmediums (G) über die mikrome chanische Struktur, wobei das Ätzmedium (G) derart beschaf fen ist, daß es in einem ersten Temperaturbereich oberhalb Raumtemperatur selektiv das zweite Material gegenüber dem ersten Material ätzt;
Bringen der mikromechanischen Struktur in den ersten Tempe raturbereich zum selektiven Ätzen des zweiten Materials ge genüber dem ersten Material.
Bereitstellen einer mikromechanischen Struktur mit einem ersten mikromechanischen Strukturelement (MS) aus einem er sten Material und einem zweiten mikromechanischen Struktur element (OS) aus einem zweiten Material;
Leiten eines gasförmigen Ätzmediums (G) über die mikrome chanische Struktur, wobei das Ätzmedium (G) derart beschaf fen ist, daß es in einem ersten Temperaturbereich oberhalb Raumtemperatur selektiv das zweite Material gegenüber dem ersten Material ätzt;
Bringen der mikromechanischen Struktur in den ersten Tempe raturbereich zum selektiven Ätzen des zweiten Materials ge genüber dem ersten Material.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das erste mikromechanische Strukturelement (MS) ein T-
Balken ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Material aus folgender Gruppe ausgewählt
ist: Silizium, insbesondere Polysilizium, Siliziumoxid, Si
liziumnitrid, Silizium-Germanium.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das zweite mikromechanische
Strukturelement (OS) eine Opferschicht ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das zweite Material Germanium
ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Ätzmedium (G) Chlorgas ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die mikromechanische Struktur auf
einem Substrat (1) vorgesehen ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die gesamte mikromechanische
Struktur auf eine Temperatur im ersten Temperaturbereich
gebracht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die das zweite mikromechanische
Strukturelement (OS) selektiv durch Strahlungsabsorption
auf eine Temperatur im ersten Temperaturbereich gebracht
wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Leiten des gasförmigen Ätzme
diums über die mikromechanische Struktur bei Raumtemperatur
begonnen wird, bevor die mikromechanische Struktur in den
ersten Temperaturbereich gebracht wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10142952A DE10142952A1 (de) | 2001-06-13 | 2001-09-01 | Herstellungsverfahren für eine mikromechanische Struktur |
| PCT/DE2002/002111 WO2003027002A2 (de) | 2001-09-01 | 2002-06-10 | Herstellungsverfahren für eine mikromechanische struktur |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10128708 | 2001-06-13 | ||
| DE10142952A DE10142952A1 (de) | 2001-06-13 | 2001-09-01 | Herstellungsverfahren für eine mikromechanische Struktur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10142952A1 true DE10142952A1 (de) | 2002-12-19 |
Family
ID=7688164
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10142952A Withdrawn DE10142952A1 (de) | 2001-06-13 | 2001-09-01 | Herstellungsverfahren für eine mikromechanische Struktur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10142952A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004036803A1 (de) * | 2004-07-29 | 2006-03-23 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zum Ätzen einer Schicht auf einem Substrat |
| WO2007003220A1 (en) * | 2005-06-30 | 2007-01-11 | Freescale Semiconductor, Inc | Method of forming a semiconductor structure |
-
2001
- 2001-09-01 DE DE10142952A patent/DE10142952A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US8182707B2 (en) | 2004-07-29 | 2012-05-22 | Robert Bosch Gmbh | Method for etching a layer on a substrate |
| WO2007003220A1 (en) * | 2005-06-30 | 2007-01-11 | Freescale Semiconductor, Inc | Method of forming a semiconductor structure |
| US8105890B2 (en) | 2005-06-30 | 2012-01-31 | Freescale Semiconductor, Inc. | Method of forming a semiconductor structure |
| US8587070B2 (en) | 2005-06-30 | 2013-11-19 | Freescale Semiconductor, Inc. | Method of forming a semiconductor structure |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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