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DE1014118B - Verfahren zur Foerderung der reduzierenden Wirkung eines Metallalkoholates auf eine reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung - Google Patents

Verfahren zur Foerderung der reduzierenden Wirkung eines Metallalkoholates auf eine reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung

Info

Publication number
DE1014118B
DE1014118B DEA24559A DEA0024559A DE1014118B DE 1014118 B DE1014118 B DE 1014118B DE A24559 A DEA24559 A DE A24559A DE A0024559 A DEA0024559 A DE A0024559A DE 1014118 B DE1014118 B DE 1014118B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxynaphthalene
reducible
metal alcoholate
mixture
nitrogen compound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA24559A
Other languages
English (en)
Inventor
Allen Walter Sogn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell International Inc
Original Assignee
Allied Chemical and Dye Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Allied Chemical and Dye Corp filed Critical Allied Chemical and Dye Corp
Publication of DE1014118B publication Critical patent/DE1014118B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C215/00Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C215/74Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the same carbon skeleton
    • C07C215/76Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the same carbon skeleton of the same non-condensed six-membered aromatic ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Förderung der reduzierenden Wirkung eines Metallalkoholates auf eine reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Förderung der reduzierenden Wirkung eines Metallalkoholates auf eine reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung, in welcher der Stickstoff in einer höheren als der Hydrazostufe entsprechenden Oxydationsstufe direkt an ein Kohlenstoffatoni des Kernes gebunden ist.
  • Es ist bereits vorgeschlagen, die Reduktion in einer Reaktionsmischung vorzunehmen, welche eine Naphthochinonverbindung enthält.
  • Es hat sich gezeigt, daß es von besonderem Vorteil ist, wenn man an Stelle einer Naphthochinonverbindung der Reaktionsmischung, zweckmäßig in kleinen Mengen, ein Oxynaphthalin, nämlich a- oder i3-Naphthol, 1, 8-Dioxynaphthalin, 8-Amino-l-oxynaphthalin, 5 Amino-2-oxynaphthalin, 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure oder 2-Oxynaplitlialin-3-carbonsäure, einverleibt.
  • Es wurde im Sinne der vorliegenden Erfindung festgestellt, daß die Gegenwart geringer Mengen einer oder mehrerer Oxynaphthalinverbindungen, wie oben beschrieben, im Reaktionsgemisch eine besondere Wirkung ausübt, der eine Reihe von Vorteilen entspringt.
  • Im Vergleich zu einer unter den gleichen Bedingungen, jedoch in Abwesenheit von Oxynapbthalinverbindungen, ausgeführten Reduktion ist die Reduktionsgeschwindigkeit erhöht und bzw. oder werden Stoffe höherer Reduktionsstufe erhalten, ohne daß wesentliche Verluste an Gesamtausbeute von aus dem Ausgangsmaterial erhaltenen Reduktionsstoffen in Kauf genommen werden müssen. Bei der Reduktion von aromatischen Stickstoffverbindungen macht es die Gegenwart von Oxynaphthalinverbindungen der genannten Art im Metallalkoholatreaktionsgemisch möglich, unmittelbar Azoverbindungen zu gewinnen, ohne daß stark wirkende Reaktionsbedingungen, wie z. B. hohe Temperatur und Drücke von 10 und mehr Atmosphären, errorderlich sind. Darüber hinaus macht es die Gegenwart von Oxynaphthalinverbindungen im Reaktionsgemisch möglich, mit Hilfe von Metallalkoholaten als Reduktionsmittel Hydrazoverbindungen aas Nitro-, Azoxy- und Azoverbindungen zu gewinnen, ohne daß auch hier besonders wirksame Reaktionsbedingungen eingehalten werden müßten. Die Gegenwart der genannten Oxynaphthalinverbindungen unterdrückt in fast allen Fällen Nebenreaktionen, welche zur Bildung von Wasserstoff während der Reduktion führen. Dadurch wird die Zuverlässigkeit des Reduktionsprozesses erheblich gesteigert, und zwar bei einer Minimalzersetzung des Reduktionsmittels.
  • Sofern eine wesentliche Änderung bezüglich des Reduktionsgrades erwünscht ist, ermöglicht die Gegenwart von Oxynaphtlialin die Anwendung milderer Reaktionsbedingungen oder die Anwendung geringerer Mengen an Reduktionsmitteln. Bei der Reduktion von aromatischen Nitroverbindungen mit Natriumhydroxyd und Methylalkohol sind bei Gegenwart von Oxynaphthalin geringere Mengen von Natriumhydroxyd erforderlich, so daß die Verfahrenskosten vermindert sind.
  • Im Sinne der vorliegenden Erfindung bevorzugte Oxynaplithalinreduktionsförderer sind Naphthole (a- und ß-Naphthole) und besondere nichtchinoide Oxy- und Aminonaphthole und gewisse sich vom Naphthol ableitende Sulfonsäuren und Carbonsäuren; insbesondere sind dies 1-Naplithol, 1, 8-Dioxynaplithalin, 8-Amirn o-l-naphthol, 2-Naphthol, 5-Amino-2-naphthol (1-Amino-6-naphthol), 2-Naphthol-4-sulfonsäure, 2-Naphthol-3-carbonsäure (2-0xy-3-naphthoesäure).
  • Zur Durchführung der vorliegenden Erfindung wird die reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung der reduzierenden Einwirkung eines Metallalkoholates unterworfen. Das Reaktionsgemisch enthält hierbei eine oder mehrere der erwähnten Oxynaphthalinverbindungen als Reaktionsförderer. Wird die zu reduzierende aromatische Nitroverbindung mit einem Alkahhydroxy d und einem Alkohol, vorzugsweise Natriumhydroxyd und Methanol, auf den Siedepunkt des Reaktionsgemisches erhitzt, so wird die Oxynaplithalinverbindung zweckmäßig mit dem Alkohol vermischt und wenn das Alkalihydroxyd zugegeben und erhitzt ist, erst die zu reduzierende Stickstoffverbindung dem Gemisch zugesetzt.
  • Die Oxynaphthalinverbindung kann dem Reaktionsgemisch in verschiedener Weise und zu den verschiedensten Zeiten zugesetzt werden.
  • Der Reaktionsförderer kann in verschiedenen Mengen angewendet werden. Es ist ein besonderes Merkmal der Erfindung, daß nur kleine Mengen der Oxynaphthalinverbindung der obengenannten Art erforderlich sind. Mengen im Bereich von 1/30 zu 1/300 Mol der genannten Oxynaphthalinverbindüng pro Mol reduzierbarer aromatischer Nitroverbindung reichen für gewöhnlich vollkommen aus. Die Mindestmenge, die erforderlich ist, um einen bemerkenswerten Reduktionsförderereffekt hervorzurufen, hängt von der betreffenden Oxynaphthalinverbindung ab sowie von der Art der reduzierbaren. aromatischen Nitroverbindung und aber auch den Reaktionsbedingungen. Im allgemeinen wird ein größerer Reduktionsförderereffekt durch größere Mengen von Reduktionsförderern erhalten, und umgekehrt, gleiche Reaktionsbedingungen vorausgesetzt. Mengen, die größer sind als 1/10 Mol des Reaktionsförderers pro Mol reduzierbarer aromatischer Nitroverbindung, sind in der Regel nicht zweckmäßig, obwohl sie, je nach Bedarf, verwendet werden können. Die durch vergrößerte Mengen sich ergebenden Vorteile sind in keinem Fall von so hoher Bedeutung, als daß sie die erhöhten Kosten kompensieren. Die in den Beispielen angegebenen Mengen sind Gewichtsmengen, sofern nicht auf Volumteile besonders hingewiesen. ist. In diesem letzteren Falle bezeichnet das angegebene Volumen dasjenige, welches die so bezifferte Gev,ichtsmenge Wasser bei 4° einnimmt.
  • Das Verfahren ist anwendbar für die Reduktion von allen reduzierbaren aromatischen Stickstoffverbindungen, welche den Stickstoff als Kernsubstituenten enthalten, wie z. B. o-Nitrotoluol, m-Nitrotoluol, o-Nitrochlorbenzol, m-Nitrochlorbenzol, o-Nitrophenetol, o-Nitrobenzoesätire und o-Nitrobenzoesulfonsäure. Mit Rücksicht auf die umfangreiche Verwendung von Hydrazobenzol und seinen o-substituierten Derivaten, wie o, o'-Dichlorhydrazobenzol, o, o'-Hydrazotoluol, o, o'-Hydrazoanisol, o, o'-Diäthoxy-hydrazobenzol, als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Benzidin und entsprechendenDerivaten des Benzidins ist das erfindungsgemäße Verfahren von besonderem Wert, um die Kosten der Herstellung solcher Hydrazoverbindungen aus den entsprechenden reduzierbaren einkernigen aromatischen Stickstoffverbindungen, wie Nitrobenzol und seinen o-substituierten Derivaten, sowie Reduktionsprodukten hiervon, in welchen der Stickstoff sich in einer höheren Oxydationsstufe befindet als die Hydrazostufe, zu vermindern.
  • Die Reduktion der aromatischen Nitroverbindungen zu Azoxyverbindungen (Formell), von Azoxyverbindungen zu Azoverbindungen (Formel 2) und von Azoverbindungen zu Hydrazoverbindungen (Formel 3) erfolgt im Sinne der nachstehenden Gleichungen, in welchen R einen aromatischen Kern darstellt
    0, -
    4RN02 -!- 3CH30H + 3NaOH - > 2R-NN - R + 3HCOONa + 6H20 (1)
    /O\
    2R-N-N-R+CH34H+ NaOH -, 2R-N=N-R+HCOONa+2H20 (2)
    2R-N---N-R+CH,OH+NaOH --D 2R-NH-HN-R+HCOONa (3)
    Bei der Vornahme der Reduktion unter Verwendung von Natriumhydroxyd und Methanol ist es zweckmäßig, diese Reagenzien im Überschuß gegenüber den theoretisch erforderlichen Mengen zu verwenden. Methanolmengen, die über die theoretisch erforderlichen Mengen hinausgehen, sind im allgemeinen wünschenswert, um das Methanol als Lösungsmittel wirken zu lassen. Ein zusätzlicher Überschuß ist zweckmäßig, um dem Lösungseffekt des entstehenden Wassers gemäß den Gleichungen 1 und 2 entgegenzuwirken, welcher dazu tendiert, die Reaktion umgekehrt verlaufen zu lassen. Ein Überschuß von Natriumhydroxyd ist zweckmäßig, da damit das Ausmaß der Reaktion gesteigert wird.
  • Es ist möglich, die Reduktion einer besonderen reduzierbaren aromatischen Verbindung zu den verschiedenen Stufen sowohl in Abhängigkeit von der Menge des verwendeten Natriumhydroxyds und Methanols als auch in Abhängigkeit von der Art und der Menge der Oxynaphthahnverbindung zu steuern. So kann z. B. Nitrobenzol zu Hydrazobenzol in einer einzigen Reaktion reduziert werden, wie die Gleichung 2 zeigt, oder Nitrobenzol kann zu Azoxy- und bzw. oder Azobenzol in einer Reaktion reduziert werden, wie die obigen Beispiele zeigen. Das erhaltene Azoxvbenzol und bzw. oder Azobenzol kann sodann isoliert und zu Hydrazobenzol reduziert werden, und zwar unter Verwendung einer neuen Charge von Natriumhydroxyd und Methanol.
  • Die Temperatur, bei welcher die Reaktion durchgeführt wird, kann verschieden sein, obwohl es natürlich zweckmäßig ist, beim Arbeiten mit Hilfe von alkoholischem Alkalihydroxyd Temperaturen nahe dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches bei atmosphärischem Druck zu verwenden. Die Temperaturen sind in diesem Falle ungefähr 90 bis 105°. Bei niedrigerer Temperatur verläuft die Reaktion, bei sonst gleichen Bedingungen, langsamer, und es bedarf einer längeren Zeit, um dieselben Ergebnisse zu erzielen. Umgekehrt verläuft die Reaktion bei höherer Temperatur schneller, aber hierfür ist die Verwendung geschlossener Reaktionskessel erforderlich. Höhere Temperaturen als 110° sind im allgemeinen nicht empfehlenswert. Sie führen bei Gegenwart von Oxynaphthalinförderern zu beträchtlicher Wasserstoffbildung und zur Bildung von primären Aminen, verbunden mit einem Verlust an Ausbeute.
  • Wenn es auch aus Gründen der Einfachheit und des wirtschaftlichen Arbeitens zweckmäßig ist, als Lösungsmittel für das Reaktionsgemisch einen Überschuß von Alkohol beim Alkoholat zu verwenden, ist die Erfindung auf die Verwendung eines solchen Überschusses keineswegs beschränkt. Es lassen sich auch andere Lösungsmittel anwenden, so kann z. B. die Reaktion mit einem ganz geringen Überschuß von Natriumhydroxyd und Methanol gegenüber der theoretisch notwendigen Menge durchgeführt werden. Um trotzdem eine rührbare Masse zu erhalten, kann man eine entsprechende Menge von Xylol der Reaktionsmasse zusetzen. An Stelle von Xylol oder einem anderen inerten Lösungsmittel läßt sich auch Benzol, Toluol, Mono- und Dichlorbenzol verwenden, wenn es auch am zweckmäßigsten ist, als Lösungsmittel einen Überschuß desjenigen Alkohols zu verwenden, der gleichzeitig als reduzierendes Agens zur Verwendung kommt. So lassen sich auch andere Alkohole anwenden, ebenso wie Gemische von Alkoholen, insbesondere ist die Verwendung anderer Alkohole und Lösungsmittel vor allen Dingen dann zweckmäßig, wenn der Siedepunkt der Reaktionsmasse gesteuert werden soll. Zweckmäßig wird man das Metallalkoholat in der Reaktionsmischung erst entstehen lassen, z. B. dadurch, daß man Alkalihydroxyd mit dem Alkohol umsetzt. Es kann natürlich auch vorher hergestelltes Alkoholat zur Verwendung kommen. In diesem Fall ist der lösende Effekt des durch die Umsetzung von Alkali und Alkohol gebildeten Wassers vermieden.
  • Natriumhydroxyd und Methanol sind in obenerwähnten Beispielen mit Rücksicht auf die geringen Gestehungskosten und die gute Wirkung hervorgehoben. Es lassen sich. andere Alkalien, z. B. Kaliumhydroxyd, und auch andere Alkohole, z. B. Äthylalkohol, die einzelnen Propyl-, Butyl- und höheren Alkohole verwenden.
  • Die Reaktionsprodukte können aus dem Reaktionsgemisch nach einem geeigneten Verfahren isoliert werden. Abgesehen von den Fällen, in welchen das Reaktionsgemisch einen unlöslichen, von der Gegenwart der Oxynaphthalinverbindung herrührenden Rückstand enthält, kann die Isolierung des Reaktionsproduktes in der üblichen Weise erfolgen.
  • So kann z. B. das Reaktionsgemisch abgekühlt werden, um das Reaktionsprodukt auskristallisieren zu lassen, worauf gefiltert wird und der Filterkuchen zur Entfernung des Alkohols, des Natriumformiates, das als Nebenprodukt entsteht, und des Natriumhydroxydes ausgewaschen wird. Im allgemeinen wird man das Methanol durch Dampfdestillation entfernen und das gewonnene wäßrige Methanol durch fraktionierte Destillation für den nachfolgenden Wiedergebrauch entwässern. Nach der Dampfdestillation wird man die heiße, wäßrige Masse kühlen, um das Reaktionsprodukt auskristallisieren zu lassen, welches, wie oben erwähnt, mit Wasser gewaschen wird. Ist das Produkt im Reaktionsgemisch geschmolzen, wie z. B. im Falle des Azoxy- oder Azobenzols, ist es einfacher, die Masse in eine wäßrige und ölige Schicht sich trennen zu lassen, worauf die ölige Schicht, wie in den Beispielen angeführt, abgetrennt wird.
  • Die Oxynaphthalinverbindungen der obengenannten Art sind im allgemeinen in wäßrigen oder alkoholischen Schichten löslich und können infolgedessen vom Reduktionsprodukt getrennt werden. Entsteht zufolge der Anwendung der Oxynaphthalinverbindung eine kleine Menge eines unlöslichen Nebenproduktes, so läßt sich dieses in üblicher Weise abtrennen, z. B. durch Filtrieren des heißen Gemisches, ehe die Phasentrennung erfolgt. Beispiel 1 Teil A. 360 Teile Methanol und 10,8 Teile von 2-Naphthol-4-sulfonsäure werden in eine mit Rückflußeinrichtung, Rührwerk, Eintropftrichter und Thermometer ausgerüstete Flasche gegeben. 446 Teile festen Natriumhydroxyds werden im Verlaufe von 15 Minuten 7ugegeben. Die Mischung wird auf Rückflußtemperatur erhitzt, 738 Teile Nitrobenzol werden zugegeben, worauf die Reaktionsmasse 20 Stunden bei atmosphärischem Druck unter Rückfluß gekocht wird (90 bis 105°). Während der Zugabe des Nitrobenzols und der nachfolgenden Rückflußperiode wird eine zu vernachlässigende Menge von Gas erzeugt. Nicht umgesetztes Methanol wird durch Destillation mit Frischdampf beseitigt. Hierauf überläßt man die Masse sich selbst, wobei sich eine obere, ölige Phase und eine untere, wäßrige Phase abscheiden. Die wäßrige Phase, welche im wesentlichen aus Natriumhydroxyd und Natriumformiat in Lösung besteht, wird bei 100° abgezogen. Die ölige Phase «vird von geringen Mengen eines schwarzen, unlöslichen Rückstandes durch Filtration befreit. Das erhaltene Öl besteht im wesentlichen aus einem Gemisch von 76 °/o Azobenzol und 24 °/o Azoxybenzol. Nach Trocknung über Calciumchlorid hat es einen Setzpunkt von 57,8°. Die Ausbeute beträgt 540 Teile, was einer Ausbeute der Gesamtheit von Azobenzol und Azoxybenzol von 97 °/a der Theorie, bezogen auf Nitrobenzol, entspricht.
  • Teil B. Die Reduktion nach Teil A wird ohne die Gegenwart von 2-Naphthol-4-sulfonsäure wiederholt. 25 000 Volumteile Wasserstoff werden erzeugt, und das ölige Produkt, welches 573 Teile beträgt, besteht im wesentlichen aus Azoxybenzol (Erstarrungspunkt 33,5°). Dies entspricht einer Ausbeute von ungefähr 96 °/o der theoretischen Ausbeute an Azoxybenzol. Beispiel 2 Das Verfahren gemäß Beispiel 1, Teil A, wird wiederholt unter Verwendung von 12 Teilen von 1-Naphthol an Stelle von 2-Naphthol-4-sulfonsäizre. Das Reaktionsprodukt entspricht 522 Teilen und besteht im wesentlichen aus einem Gemisch von Azobenzol und Azoxybenzol (Erstarrungspunkt 35,6°). Dies entspricht einer Ausbeute von 91 % der Theorie, bezogen auf Nitrobenzol. Beispiel 3 Wiederholung des Versuchs gemäß Beispiel 1, Teil A, unter Verwendung von 18 Teilen von 8-Amino-l-naphthol an Stelle von 2-Naphthol-4-sulfonsäure. Das Reaktionsprodukt entspricht 522 Teilen und besteht im wesentlichen aus einem Gemisch von Azobenzol und Azoxybenzol (Erstarrungspunkt 24,7°). Dies entspricht einer Ausbeute von 90 °/o der Theorie, bezogen auf das Nitrobenzol. Beispiel 4 Wiederholung des Beispiels 1, Teil A, unter Verwendung von 12 Teilen von 1, 8-Dioxy-naphthalin an Stelle von 2-Naphthol-4-sulfonsäure. Das Reaktionsprodukt entspricht 564 Teilen und besteht im wesentlichen aus einem Gemisch von Azobenzol und Azoxybenzol (Erstarrungspunkt 26,7°). Dies entspricht einer Ausbeute von 96 °/o der Theorie, bezogen auf Nitrobenzol. Beispiel 5 Wiederholung des Beispiels 1, Teil A, unter Verwendung von 18 Teilen von 2-Naphthol an Stelle von 2-Naphthol-4-sultonsäure. Das Reaktionsprodukt entspricht 540 Teilen und besteht aus einem Gemisch von Azobenzol und Azoxybenzol (Erstarrungspunkt 24,8°), Ausbeute 910/0. Beispiel 6 Wiederholung des Beispiels 1, Teil A, unter Verwendung von 12 Teilen von 5-Amino-2-riaphthol an Stelle von 2-Naphthol-4-sulfonsäure. Das Reaktionsprodukt entspricht 576 Teilen und besteht im wesentlichen aus einem Gemisch von Azobenzol und Azoxybenzol (Erstarrungspunkt 28,8°, Ausbeute 98 %). Beispiel 7 Wiederholung des Beispiels 1, Teil A, unter Verwendung von 12 Teilen 2-Naphthol-3-carbonsäure an Stelle von 2-Naphthol-4-sulfonsäure (Ausbeute 87°/0).

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Förderung der reduzierenden Wirkung eines Metallalkoholates auf eine reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung, die den Stickstoff in reduzierbarer Form in höherer Oxydationsstufe als die Hydrazostufe unmittelbar an ein Iiohlenstoffatom des aromatischen Kernes gebunden enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man der Reaktionsmischung, zweckmäßig in kleinen Mengen, ein Oxynaphthalin, nämlich u- oder ß-Naphthol, 1, 8-Dioxynaphthalin, 8 - Amino -1 - oxynaphthahn, 5 - An:ino-2 - oxynaphthalin, 2 - Oxynaphthalin - 4 - sulfonsäure oder 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Metallalkoholat ein Alkalimetallalkoholat, zweckmäßig Natriummethylat, verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Oxynaphtbalin der reduzierenden, den einen Reaktionsteilnehmer enthaltenden Mischung zusetzt und die reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung mit dieser Mischung umsetzt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Oxynaphthalin, zweckmäßig in kleinen Mengen, dem niedrigen Alkohol zusetzt, das Metallhydroxyd zusetzt und die reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung mit dem so erhaltenen Gemisch erhitzt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsverbindung Derivate des Benzols oder orthosubstituierte Derivate des Benzols, insbesondere Nitrobenzol, o-Nitrotoluol, oder ein Reduktionsprodukt hiervon verwendet.
DEA24559A 1952-01-08 1952-12-30 Verfahren zur Foerderung der reduzierenden Wirkung eines Metallalkoholates auf eine reduzierbare aromatische Stickstoffverbindung Pending DE1014118B (de)

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