DE10119214A1 - Verfahren zum Komprimieren von Videodaten - Google Patents
Verfahren zum Komprimieren von VideodatenInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zum Komprimieren von Videodaten beschrieben, bei dem zu komprimierende Quellvideodaten mit einer ersten, hohen Bandbreite gelesen und in einer ersten Komprimierstufe in ein erstes komprimiertes digitales Videoformat umgewandelt werden. Anschließend werden die in der ersten Komprimierstufe erzeugten Videodaten von einer zweiten Komprimierstufe mit einer gegenüber der ersten Bandbreite reduzierten zweiten Bandbreite eingelesen und in ein zweites, gegenüber dem ersten Videoformat nochmals komprimiertes digitales Videoformat umgewandelt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Komprimieren von
Videodaten, bei dem zu komprimierende Quellvideodaten mit einer ersten,
hohen Bandbreite gelesen und in einer ersten Komprimierstufe in ein er
stes komprimiertes digitales Videoformat umgewandelt werden. Weiterhin
ist die Erfindung auf eine elektronische Datenverarbeitungseinheit zur
Durchführung des Verfahrens gerichtet.
Es sind unterschiedliche Verfahren zum Komprimieren von digitalen
Videodaten bekannt, wobei bei der Wahl des geeigneten Komprimierungs
verfahrens üblicherweise ein Mittelweg zwischen ausreichender Bildqua
lität und benötigtem Speicherplatz gefunden werden muß. Ein Film mit 60
Minuten Spieldauer benötigt bei einem üblichen Komprimierverfahren bei
spielsweise ca. 540 MB Speicherplatz, so daß zum einen für das Abspei
chern mehrerer Filme ein entsprechend großer Datenträger vorhanden
sein muß und zum anderen sowohl ein entsprechend schneller Datenbus
zum Transport der Daten als auch eine relativ hohe Prozessorleistung zum
Verarbeiten der Daten zur Verfügung stehen muß. Ein Zugriff und eine
Übertragung auf derart gespeicherte Videodaten über Datenfernverbin
dungen (Telefonleitung, ISDN und dergleichen), das Intranet oder das In
ternet ist aufgrund der hohen Datenmengen mit der momentan vorhande
nen Technologie praktisch nicht realisierbar.
Um die Datenmengen beim Abspeichern von Videodaten weiter zu reduzie
ren, wurde unter anderem das MPEG4-Bildkomprimierungsverfahren
entwickelt, das zum einen eine sehr hohe Komprimierung gewährleistet
und für das zum anderen beim Abspielen der komprimierten Daten eine
geringe Prozessorleistung für die Expansion der komprimierten Daten er
forderlich ist. Bei der MPEG4-Komprimierung wird jedoch die Bildqualität
gegenüber der Originalqualität deutlich gemindert, so daß in vielen Fällen
nur eine nicht zufriedenstellende Bildqualität zur Verfügung steht.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der ein
gangs genannten Art so auszubilden, daß zum einen eine ausreichend ho
he Komprimierung der Videodaten erreicht wird, wobei gleichzeitig die
Qualität der angezeigten Videodaten gegenüber der Qualität bei her
kömmlichen Verfahren verbessert ist.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs genannten Art wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß anschließend die in der er
sten Komprimierstufe erzeugten Videodaten von einer zweiten Kompri
mierstufe mit einer gegenüber der ersten Bandbreite reduzierten zweiten
Bandbreite eingelesen und in ein zweites, gegenüber dem ersten Video
format nochmals komprimiertes digitales Videoformat umgewandelt wer
den.
Erfindungsgemäß erfolgt somit eine schrittweise Verringerung der Band
breite und Komprimierung der Videodaten ausgehend von den Quellvideo
daten, um auf diese Weise eine verbesserte Bildqualität bei gleichzeitiger
hoher Komprimierung zu erreichen. Bei bekannten Komprimierverfahren
wird üblicherweise die Komprimierung in einem einzigen Schritt ausge
hend von den in hoher Qualität vorliegenden Quellvideodaten unmittelbar
zu dem komprimierten Endformat durchgeführt. Dabei erfolgt beispiels
weise eine Reduzierung von 70% bis 90% des Datenstroms, wodurch der
Datenverlust zu hoch ist, um eine akzeptable Bildqualität zu erhalten. Die
in hoher Qualität vorliegenden Quellvideodaten bilden üblicherweise einen
kontinuierlichen Datenstrom, so daß aufgrund der hohen Ausgangsda
tenmenge eine Reduzierung der Datenmenge in ausreichender Qualität
nicht möglich ist. Durch das stufenweise Komprimieren gemäß der Erfin
dung ist es möglich, in einem ersten Verfahrensschritt zunächst die in
hoher Qualität vorliegenden Quellvideodaten mit einer ersten, hohen
Bandbreite zu lesen und in ein nur mit mittlerer Komprimierung erzeugtes
erstes komprimiertes digitales Videoformat umzuwandeln. Durch das Le
sen der Quellvideodaten mit einer hohen Bandbreite können gezielt die
vorhandenen Rauschstörungen errechnet und entfernt werden, so daß die
Videodatenmenge im wesentlichen ohne Bildqualitätverlust verringert
werden kann. Zusätzlich können Bildbewegungen zusammengefaßt und
geglättet werden, so daß nur ein relativ geringer Qualitätsverlust entsteht,
der in einem verträglichen Toleranzbereich liegt.
Die nun in komprimierter Form vorliegenden Videodaten werden erfin
dungsgemäß mit einer gegenüber der ersten Bandbreite reduzierten
Bandbreite von einer zweiten Komprimierstufe eingelesen, durch die eine
weitere Komprimierung erfolgt. Da aufgrund der ersten Komprimierung
die nun zu komprimierenden Datenmengen bereits verringert sind, kann
auch in dieser zweiten Komprimierstufe eine verbesserte Komprimierung,
das heißt eine Komprimierung mit weniger Qualitätsverlust, durchgeführt
werden.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
die Quellvideodaten im wesentlichen kontinuierlich eingelesen. Insbeson
dere durch das kontinuierliche Einlesen der Quellvideodaten, das einen
kontinuierlichen Ausgangsdatenstrom erzeugt, ist es mit den bekannten
einstufigen Komprimierverfahren nicht möglich, bei der Komprimierung
die erzeugte Bildqualität in ausreichender Weise zu berücksichtigen.
Durch das schrittweise Komprimieren der vorliegenden Erfindung kann
hingegen auch bei Vorliegen eines kontinuierlichen Ausgangsdatenstroms
in jeder einzelnen Komprimierstufe die erzeugte Bildqualität der kompri
mierten Videodaten optimiert werden.
Die Quellvideodaten können in einem analogen Format, beispielsweise auf
einem Magnetband oder einem sonstigen geeigneten Datenträger vorliegen
und eingelesen werden. Bevorzugt werden die im analogen Format vorlie
genden Quellvideodaten vor ihrer Komprimierung in der ersten Kompri
mierstufe digitalisiert, um auf diese Weise eine digitale Signalverarbeitung
zu ermöglichen. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, daß die Quell
videodaten bereits in digitalem Format auf einem Speichermedium, wie
beispielsweise einem Magnetband oder dergleichen, vorliegen und von die
sem eingelesen werden.
Bevorzugt sind die Quellvideodaten in einem Digi-Beta-System gespeichert
und werden von diesem eingelesen. Das Digi-Beta-System stellt digitale
und analoge Videodaten in unkomprimierter Form mit einem technisch
hochwertigen Signal an einem digitalen Bus mit großer Bandbreite zur
Verfügung. Das Digi-Beta-System stellt somit ein optimales System zum
Liefern der Quellvideodaten in hoher Qualität dar.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erindung werden die
Quellvideodaten mit einer Bandbreite von ca. zwischen 20 und 100
Mbit/s, insbesondere von ca. zwischen 30 und 50 Mbit/s eingelesen. Eine
entsprechende Bandbreite stellt beispielsweise das Digi-Beta-System zur
Verfügung.
Vorteilhaft werden die bereits einmal komprimierten Videodaten mit einer
reduzierten zweiten Bandbreite von ca. zwischen 2 und 20 Mbit/s, insbe
sondere von ca. zwischen 3 und 15 Mbit/s eingelesen. Diese angegebenen
Werte der verwendeten Bandbreiten stellen einen guten Kompromiß zwi
schen Komprimierung und Bildqualität dar.
Die Quellvideodaten können beispielsweise in der ersten Komprimierstufe
in das MPEG2-Format und die komprimierten Videodaten anschließend in
der zweiten Komprimierstufe bevorzugt in das MPEG1-Format umgewan
delt werden. Gemäß der Erfindung können beispielsweise die von einem
Digi-Beta-System gelieferten Videodaten mit einer MPEG2-Capture-Karte
beispielsweise mit einer Bandbreite von 20 bis 100 Mbit/s, insbesondere
von ca. 30 bis 50 Mbit/s, eingelesen werden. Dabei werden bevorzugt
hochwertige MPEG2-Capture-Karten verwendet, die einen fehlerfrei arbei
tenden Blitter-Chipsatz besitzen, dessen Toleranz- und Fehlerkorrektur
werte zu vernachlässigen sind.
Anschließend können die von der MPEG2-Capture-Karte erzeugten kom
primierten Videodaten beispielsweise unter Verwendung einer MPEG1-
Capture-Karte mit einer Bandbreite von beispielsweise 2 bis 20 Mbit/s,
insbesondere von ca. 3 bis 15 Mbit/s eingelesen und im MPEG 1-Format
abgelegt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden
die in der zweiten Komprimierstufe erzeugten komprimierten Videodaten
in einer dritten Komprimierstufe mit einer gegenüber der zweiten Band
breite nochmals reduzierten dritten Bandbreite eingelesen und in ein
drittes, gegenüber dem zweiten Videoformat nochmals komprimiertes di
gitales Videoformat umgewandelt. Diese Umwandlung kann erfindungs
gemäß durch eine entsprechende Capture-Software erfolgen, mit der bei
spielsweise aus dem komprimierten zweiten Videoformat, beispielsweise
dem MPEG1-Format, ein weiter komprimiertes Videoformat errechnet
wird. Bevorzugt können dabei die bereits komprimierten Videodaten mit
einer reduzierten dritten Bandbreite von ca. zwischen 0,1 und 15 Mbit/s,
insbesondere von ca. zwischen 0,2 und 10 Mbit/s eingelesen werden. Ins
besondere kann dabei durch eine verwendete Capture-Software eine Kom
primierung in das MPEG4-Format erfolgen. Der Datenstrom der abschlie
ßend errechneten MPEG4-Videodaten ist dabei immer geringer als der
Eingangsstrom der Capture-Software, wobei die Umrechnung der Daten
immer in horizontaler, das heißt in zeilenweiser Auslesung der Bilddaten
erfolgt.
Nach der Erindung werden somit die Quellvideodaten in einer Vielzahl
von aufeinanderfolgenden Komprimierstufen stufenweise mit jeweils ab
nehmenden Bandbreiten eingelesen und in ein jeweils weiter komprimier
tes digitales Videoformat umgewandelt, wodurch die gewünschte verbes
serte Qualität der Videodaten erreicht wird.
Eine weitere zusätzliche Verbesserung der Bildqualität kann erfindungs
gemäß dadurch erfolgen, daß die Videodaten bildzeilenorientiert struktu
riert sind und die jeweils eine Bildzeile repräsentierenden Teile der Video
daten in Zeilenrichtung, das heißt horizontal, gestreckt werden. Durch
diese Streckung können bei der Komprimierung die einzelnen Übergänge
der Bildpunkte weicher errechnet werden, was eine höhere Bildqualität
zur Folge hat.
Die Streckung erfolgt dabei bevorzugt bei der Komprimierung der Quellvi
deodaten in das erste komprimierte Videoformat. Grundsätzlich ist auch
möglich, daß die Streckung bei der Komprimierung bereits komprimierter
Videodaten in ein weiter komprimiertes Videoformat erfolgt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden
alle jeweils eine Bildzeile repräsentierenden Teile der Videodaten gleich
mäßig, insbesondere um einen vorgegebenen, gleichen Streckungsfaktor
gestreckt. Dadurch ist gewährleistet, daß die Entzerrung, das heißt die
Wiederherstellung des Originalseitenverhältnisses der Einzelbilder der Vi
deodaten, beim Abspielen in möglichst einfacher Weise erfolgen kann.
Bevorzugt werden die Videodaten um ca. 5% bis 50%, insbesondere um
ca. 10% bis 30% gestreckt, wobei eine Streckung um ca. 18% bis 25%
einen besonders vorteilhaften Kompromiß zwischen Datenreduktion und
verbesserter Bildqualität darstellt.
Vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Verfahren durch ein Computerpro
gramm realisiert.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die einzige Figur näher beschrieben.
Die Figur zeigt stark vereinfacht anhand eines Blockdiagramms eine
Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung sowie
die Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Mit Bezugszeichen 1
sind dabei schematisch Quellvideodaten bezeichnet, die beispielsweise im
Digi-Beta-Format, insbesondere auf einem Magnetband abgespeichert sein
können. Anhand der in der Figur gestrichelt dargestellten Elemente wird
zunächst die Vorgehensweise nach den bekannten Komprimierungsver
fahren beschrieben.
Ausgehend von den Quellvideodaten 1 wird bei den bekannten Verfahren
üblicherweise in einem einzigen Verfahrensschritt durch eine Capture-
Software 2 eine Videodatei 3 erzeugt, in der die Videodaten in einem kom
primierten Format, beispielsweise im MPEG4-Format abgespeichert sind.
Bei diesem einstufigen Verfahren ist eine drastische Reduzierung der Da
tenbandbreite von beispielsweise 50 Mbit/s auf 3 bis 15 Mbit/s erforder
lich. Daher werden bei diesem einstufigen Verfahren die signifikanten
Teile der Schlüsselbilder in einer extrem minderwertigen Qualität erzeugt.
Durch das einstufige Verfahren erfolgt eine Reduzierung von 70% bis
90% des Datenstroms, so daß der Datenverlust der Schlüssel- und Ein
zelbilder zu hoch ist, um eine akzeptable Bildqualität zu erhalten, da ein
berechnendes Reduzieren nicht möglich ist.
Die nach den bekannten, einstufigen Verfahren in der Videodatei 3 abge
speicherten Videodaten besitzen somit eine ungenügende Bildqualität.
Erfindungsgemäß werden daher die in einer hohen Qualität vorliegenden
Quellvideodaten 1 zunächst von einer ersten Komprimierstufe 4, bei
spielsweise einer MPEG2-Capture-Karte, mit einer hohen Bandbreite, bei
spielsweise zwischen 30 und 50 Mbit/s gemäß einem Pfeil 5 eingelesen.
Der in der ersten Komprimierstufe 4 erzeugte komprimierte Videodaten
strom wird gemäß einem Pfeil 6 in einer zweiten Komprimierstufe, bei
spielsweise einer MPEG1-Capture-Karte, mit einer reduzierten Bandbreite
von beispielsweise zwischen 3 und 15 Mbit/s eingelesen und komprimiert.
Beispielsweise kann hier eine Komprimierung in das MPEG1-Format erfol
gen. Durch diese schrittweise Verringerung der Bandbreite und Wandlung
der einzelnen komprimierten Videoformate wird eine kontinuierliche Bild
qualität gewährleistet. In den entsprechenden Komprimierstufen können
gezielt Rauschstörungen errechnet und entfernt werden, so daß sich die
Videodatenpakete im wesentlichen ohne Bildqualitätsverlust selbst kür
zen. Zusätzlich können Bildbewegungen zusammengefaßt und geglättet
werden, wodurch nur ein geringer Qualitätsverlust entsteht, der in einem
verträglichen Toleranzbereich liegt.
Die in der zweiten Komprimierstufe 7 komprimierten Videodaten werden
anschließend über eine Capture-Software 8 mit einer weiter verringerten
Bandbreite von beispielsweise 0,2 bis 10 Mbit/s ausgelesen, wobei durch
die Capture-Software 8 die weiter komprimierte Videodatei 3, beispielswei
se im MPEG4-Format, errechnet wird. Dabei ist die Qualität der gemäß
dem erfindungsgemäßen Verfahren berechneten Videodatei 3 gegenüber
der Qualität bei der Verwendung bekannter, einstufiger Komprimierver
fahren deutlich verbessert.
Die in der Videodatei 3 gespeicherten, komprimierten Videodaten können
anschließend über eine Abspielvorrichtung 9, beispielsweise einer auf ei
nem Personalcomputer lauffähige Abspielsoftware an einer Anzeigeeinheit
10 angezeigt werden.
Zur weiteren Verbesserung der Qualität der Videodatei 3 ist es mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren möglich, gleichzeitig mit der ersten
und/oder zweiten Komprimierungsphase eine horizontale, das heißt zei
lenweise Streckung der Einzelbilder der zu komprimierenden Videodaten
durchzuführen. In der Figur ist symbolisch ein aus den Quellvideodaten 1
ausgelesenes Einzelbild 11 dargestellt, für das gemäß einem Pfeil 12 eine
entsprechende horizontale Streckung erfolgt, so daß das dargestellte ge
streckte Einzelbild 13 erzeugt wird. Während das Originaleinzelbild 11
üblicherweise ein Seitenverhältnis von 4 : 3 besitzt, kann das gestreckte
Einzelbild 13 beispielsweise ein Seitenverhältnis von 5 : 3 besitzen. Durch
die horizontale Streckung der Bildzeilen des Einzelbildes 11 ist eine ge
nauere Berechnung der Bildübergänge bei der Komprimierung möglich als
bei den Bildzeilen ungestreckter Einzelbilder, da bei der Komprimierung
von der großen Menge der in den Quellvideodaten 1 enthaltenen Bildin
formationen mehr Informationen pro Bildzeile belassen werden.
In ähnlicher Weise ist es möglich, eine entsprechende Streckung der Ein
zelbilder 11', 13' gemäß einem Pfeil 12' zwischen der ersten und der zwei
ten Komprimierungsstufe 4, 7 vorzunehmen.
Die in dieser Weise horizontal gestreckten Videodaten führen dazu, daß
auch die in der Videodatei 3 gespeicherten Videodaten entsprechend ge
streckt sind. Bei der Anzeige dieser Videodaten über eine Standardab
spielvorrichtung 9 würden somit auch die an der Anzeigeeinheit 10 ange
zeigten Videodaten nicht im Originalseitenverhältnis 4 : 3, sondern im ver
zerrten Seitenverhältnis 5 : 3 angezeigt werden.
In diesem Fall wird die Abspielvorrichtung beziehungsweise Abspielsoft
ware 9 daher vorteilhaft dahingehend abgeändert, daß vor Anzeigen der
Videodaten an der Anzeigeeinheit 10 eine Entzerrung, das heißt eine hori
zontale Stauchung der anzuzeigenden Einzelbilder erfolgt. Die Stauchung
erfolgt dabei umgekehrt proportional zu der durchgeführten Streckung, so
daß an der Anzeigeeinheit 10 letztlich die Einzelbilder wieder in ihrem Ori
ginalseitenformat angezeigt werden.
Da in den gestreckten Einzelbildern 13, 13' pro Zeile eine erhöhte Menge
an Bildinformation vorhanden ist, können bei der Berechnung von Bild
übergängen verbesserte Übergänge erzeugt werden, so daß die Qualität
der letztlich auf der Anzeigeeinheit 10 dargestellten Videodaten weiter ver
bessert wird.
1
Quellvideodaten
2
Capture-Software
3
Videodatei
4
erste Komprimierungsstufe
5
Pfeil
6
Pfeil
7
zweite Komprimierungsstufe
8
Capture-Software
9
Abspielvorrichtung
10
Anzeigeeinheit
11
,
11
' Einzelbild
12
,
12
' Pfeil
13
,
13
' Einzelbild
Claims (25)
1. Verfahren zum Komprimieren von Videodaten, bei dem zu kompri
mierende Quellvideodaten mit einer ersten, hohen Bandbreite gele
sen und in einer ersten Komprimierstufe in ein erstes komprimiertes
digitales Videoformat umgewandelt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß anschließend die in der ersten Komprimierstufe erzeugten
Videodaten von einer zweiten Komprimierstufe mit einer gegenüber
der ersten Bandbreite reduzierten zweiten Bandbreite eingelesen
und in ein zweites, gegenüber dem ersten Videoformat nochmals
komprimiertes digitales Videoformat umgewandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellvideodaten im wesentlichen kontinuierlich eingelesen
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellvideodaten in einem analogem Format vorliegen und
eingelesen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in einem analogem Format vorliegenden Quellvideodaten vor
ihrer Komprimierung in der ersten Komprimierstufe digitalisiert
werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellvideodaten in digitalem Format eingelesen werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellvideodaten in einem Digi-Beta-System gespeichert sind
und von diesem eingelesen werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellvideodaten mit einer Bandbreite von ca. zwischen 20
und 100 Mbit/s, insbesondere von ca. zwischen 30 und 50 Mbit/s
eingelesen werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die bereits einmal komprimierten Videodaten mit einer redu
zierten zweiten Bandbreite von ca. zwischen 2 und 20 Mbit/s, ins
besondere von ca. zwischen 3 und 15 Mbit/s eingelesen werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellvideodaten in der ersten Komprimierstufe in das
MPEG2-Format umgewandelt werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die komprimierten Videodaten in der zweiten Komprimierstufe
in das MPEG1-Format umgewandelt werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in der zweiten Komprimierstufe erzeugten komprimierten
Videodaten in einer dritten Komprimierstufe mit einer gegenüber der
zweiten Bandbreite nochmals reduzierten dritten Bandbreite einge
lesen und in ein drittes, gegenüber dem zweiten Videoformat noch
mals komprimiertes digitales Videoformat umgewandelt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die bereits komprimierten Videodaten mit einer reduzierten
dritten Bandbreite von ca. zwischen 0,1 und 15 Mbit/s, insbesonde
re von ca. zwischen 0,2 und 10 Mbit/s eingelesen werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die bereits komprimierten Videodaten in der dritten Kompri
mierstufe in das MPEG4-Format umgewandelt werden.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quellvideodaten in einer Vielzahl von aufeinanderfolgenden
Komprimierstufen stufenweise mit jeweils abnehmenden Bandbrei
ten eingelesen und in ein jeweils weiter komprimiertes digitales Vi
deoformat umgewandelt werden.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Videodaten bildzeilenorientiert strukturiert sind und die je
weils eine Bildzeile repräsentierenden Teile der Videodaten in Zeilen
richtung gestreckt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streckung bei der Komprimierung der Quellvideodaten in
das erste komprimierte Videoformat erfolgt.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streckung bei der Komprimierung bereits komprimierter Vi
deodaten in ein weiter komprimiertes Videoformat erfolgt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß nur an einer Stelle des gesamten Komprimierungsverfahrens
eine Streckung der Videodaten erfolgt.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streckung um einen vorgegebenen Streckungsfaktor erfolgt.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle jeweils eine Bildzeile repräsentierenden Teile der Videodaten
gleichmäßig, insbesondere um den gleichen Streckungsfaktor, ge
streckt werden.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Videodaten um ca. 5 bis 50%, insbesondere um ca. 10 bis
30%, bevorzugt um ca. 18 bis 25% gestreckt werden.
22. Verfahren zum kontinuierlichen Anzeigen von nach einem der An
sprüche 1 bis 21 komprimierten Videodaten an einer Anzeigeeinheit,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Zeilenrichtung gestreckten, jeweils eine Bildzeile reprä
sentierenden Teile der Videodaten durch Entzerrung mit einem dem
Streckungsfaktor entsprechenden Stauchungsfaktor in Zeilenrich
tung gestaucht werden und die auf diese Weise gestauchten Einzel
bilder der Videodaten durch die Entzerrung mit ihrem Originalsei
tenverhältnis angezeigt werden.
23. Elektronische Datenverarbeitungseinheit, die zur Durchführung des
Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet
ist.
24. Datenträger, insbesondere magnetischer, optischer, magneto
optischer, elektrischer oder holographischer Datenträger, auf dem
ein Computerprogramm zur Durchführung des Verfahrens nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 22 abgespeichert ist.
25. Computerprogramm, das zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 22 ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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| DE10119214A DE10119214A1 (de) | 2001-04-19 | 2001-04-19 | Verfahren zum Komprimieren von Videodaten |
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| DE10119214A DE10119214A1 (de) | 2001-04-19 | 2001-04-19 | Verfahren zum Komprimieren von Videodaten |
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ID=7681985
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