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DE1011859B - Verfahren zur Herstellung von Imidopolyphosphorsaeureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Imidopolyphosphorsaeureamiden

Info

Publication number
DE1011859B
DE1011859B DEB39541A DEB0039541A DE1011859B DE 1011859 B DE1011859 B DE 1011859B DE B39541 A DEB39541 A DE B39541A DE B0039541 A DEB0039541 A DE B0039541A DE 1011859 B DE1011859 B DE 1011859B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
imidopolyphosphoric
acid amides
preparation
acid
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB39541A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Margot Goehring
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Joh A Benckiser GmbH
Original Assignee
Joh A Benckiser GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Joh A Benckiser GmbH filed Critical Joh A Benckiser GmbH
Priority to DEB42139A priority Critical patent/DE1015777B/de
Priority to DEB39541A priority patent/DE1011859B/de
Priority to GB8634/57A priority patent/GB840386A/en
Priority to CH357710D priority patent/CH357710A/de
Publication of DE1011859B publication Critical patent/DE1011859B/de
Priority to US52056A priority patent/US3084997A/en
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/082Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C01B21/087Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals containing one or more hydrogen atoms
    • C01B21/092Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals containing one or more hydrogen atoms containing also one or more metal atoms
    • C01B21/0923Metal imides or amides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Imidopolyphosphorsäuren sind kondensierte Phosphorsäuren, in denen die Brückensauerstoffatome durch Imidogruppen ersetzt sind. Die Bemühungen, Imidopolyphosphorsäureamide herzustellen, sind trotz hohen Alters dieser Aufgabe bisher stets ohne Erfolg geblieben. Auch die Darstellung anderer definierter Verbindungen dieser Säuren ist bisher kaum beschrieben worden. Lediglich in allerletzter Zeit haben R. Element und G. Biberacher »Zeitschrift für Anorganische und allgemeine Chemie«, 283, S. 246 (1956), die Herstellung der Imidodiphosphorsäure bzw. deren Natriumsalz beschrieben. Hiernach wird wasserfreies Dinatriumamidophosphat im Hochvakuum über 160 Stunden thermisch behandelt. Dieses Verfahren ist insbesondere für technische Zwecke viel zu umständlich, außerdem ist die vorliegende Aufgabe der Herstellung der Imidopolyphosphorsäureamide auf diesem Wege nicht zu lösen.
Gemäß der Erfindung wird erstmalig ein Weg zur Herstellung der Imidopolyphosphorsäureamide bzw. deren Substituenten aufgezeigt, der auch technisch gangbar ist. Dies Verfahren ist gekennzeichnet durch die Kondensation von Phosphorsäureamid bzw. dessen Substituenten mit trockenem Chlorwasserstoff unter Bildung von Ammonchlorid oder Aminhydrochlorid als Nebenprodukt.
Gemäß dem Verfahren können Imidophosphorsäureamide verschiedener Kondensationsgrade gewonnen werden. Die Regelung des Kondensationsgrades erfolgt durch Einstellung der Kondensationstemperatur in einem Bereich von etwa — 60 bis + 250°. Während man bei einer Temperatur von etwa — 60 bis + 10° das einfache Imidodiphosphorsäureamid erhält und bei Temperaturen von über 100° sich Gemische der verschiedenen höherkondensierten Imidopolyphosphorsäureamide bilden, ist es
Verfahren zur Herstellung
von Imidopolyphosphorsäureamiden
Anmelder:
Jon. A. Benckiser G.m.b.H.,
Chemische Fabrik,
Ludwigshafen/Rhein, Frankenthaler Str. 3
Dr. Margot Goehring, Heidelberg,
ist als Erfinder genannt worden
möglich, im Bereich der dazwischenliegenden Temperaturen auch mehr oder weniger unvermischte Individuen der unteren Kondensationsstufen zu erhalten.
Vorteilhafterweise wird die Reaktion unter intensivem Rühren und gegebenenfalls in Gegenwart eines indifferenten Mediums durchgeführt.
Die erfindungsgemäßen Produkte sind wegen ihrer Fähigkeit, Komplexe und Wasserstoffbrücken zu bilden, von großem technischem Interesse, insbesondere als Ausgangsstoffe für Kondensations- und Substitutionsreaktionen.
Der Reaktionsverlauf kann durch folgende Formeln dargestellt werden:
OO OO
R2N-P-NR2 + R2N-P-NR2 + HCl ->- R2N-P- NH — P— NR2 + R3N-HCI
1 I
NR2 NR2 NR2 NR2
Hierin bedeutet R gegebenenfalls verschiedene Alkyloder Arylreste oder Wasserstoffatome. Im einfachsten Falle des Imidodiphosphorsäuretetramids:
H2N-P-NH2 + H2N-P-NH2 + HCl-VH2N-P-NH-P-NH2 +NH4CI
NH,
NH,
NH,
NH,
709 587/397
1 Oil
Die Erfindung soll in folgendem an Hand eines Beispiels erläutert werden.
Beispiel 1
Imidodiphosphorsäuretetramid
7 g Phosphorsäuretriamid werden in 300 ml Äther suspendiert. Unter gutem Rühren und Kühlen wird ein langsamer Strom von trockenem HCl eingeleitet. Die Temperatur wird auf etwa —15° gehalten. Nach 3 Stunden beendet ι ο man die Gaseinleitung und rührt noch 3 Stunden. Dann filtriert man unter Ausschluß von Luftfeuchtigkeit. Nach Auswäschen mit trockenem Äther erhält man etwa 8,4 g Reaktionsprodukt.
Das Reaktionsprodukt wird zur Entfernung des Ammoniumchlorids mit flüssigem Ammoniak ausgewaschen. Nach Abfiltrieren unter Feuchtigkeitsausschluß wird das noch anhaftende Ammoniak durch Überblasen eines trockenen inerten Gases entfernt.
20
Ausbeute: 5,6 g = 89 % der Theorie.
Analyse
Berechnet 35,79% P, 40,47% N;
gefunden. 35,6 % P, 40,4 % N. ^
Die Verbindung ist in Wasser leicht löslich. Beim Erhitzen auf über 70° zersetzt sie sich unter Abspaltung von Ammoniak. Imidodiphosphorsäuretetramid ist isotyp mit Diphosphorsäuretetramid, wie aus den Debyeogrammen hervorgeht.
Beispiel 2
Diimido-triphosphorsäure pentamid
35
H2N-P-NH-P-NH-P-NH2
NH9
NH9
NH9 5 g Phosphoroxytriamid, OP(NHj)3, werden in etwa 200 ml absolutem Äther suspendiert. Man erwärmt auf 28 bis 30° und leitet langsam trockenen Chlorwasserstoff ein. Es setzt eine exotherme Reaktion ein. Durch Dosierung des Chlorwasserstoffstromes und Kühlung sorgt man ,dafür, daß die Temperatur der ätherischen Suspension nicht über 32° steigt. Nach etwa 4 Stunden soll der Äther mit HCl gesättigt sein. Man rührt das Reaktionsgemisch danach noch weitere 3 Stunden unter Durchleiten von wenig HCl, wobei eineReaktionstemperatur von 28 bis 30° , eingehalten wird. Danach filtriert man unter Ausschluß von Luftfeuchtigkeit durch eine Fritte. Das Produkt wird mehrmals mit trockenemÄther gewaschen und im Vakuum über P(IO10 getrocknet. Man erhält so etwa 6,3 g eines farblosen Gemisches von Diimido-triphosphorsäurepentamid und Ammoniumchlorid. Man wäscht das Ammoniumchlorid mit verflüssigtem Ammoniak aus. Es bleibt jfein Rückstand von 3,8 g Diimido-triphosphorsäurepentamPi. Die Ausbeute beträgt etwa 86 % der Theorie.Das erhaltene Produkt zersetzt sich bei 75° unter Abgabe von NHj,,;;;,,
Analyse
Berechnet 37,0 % P, 39,1 % N;j
gefunden 37,0% P, 39,0% N;'[',

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE: ' ■ ,■ j: ..r Jl
1. Verfahren zur Herstellung von ImidopolyphpSr phorsäureamiden, dadurch gekennzeichnet, daß man Phosphorsäuretriamid bzw. dessen Substitutionspro;- ; dukte mit trockenem Chlorwasserstoff kondensier^
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensation bei Temperaturen zwischen etwa — 60 und + 250° durchführt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oderi 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion unter intensivem Rühren durchführt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion ja Gegenwart eines indifferenten Mediums durchführt, -
■■ : ■
709 5&7I/39.7 7.
DEB39541A 1956-10-16 1956-10-16 Verfahren zur Herstellung von Imidopolyphosphorsaeureamiden Pending DE1011859B (de)

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CH357710D CH357710A (de) 1956-10-16 1957-03-18 Verfahren zur Herstellung von Phosphamen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3029283A (en) * 1958-10-20 1962-04-10 Victor Chemical Works Flameproofing compositions and the use of same
DE1163324B (de) * 1961-08-11 1964-02-20 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsaeurealkylamiddiamiden

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CH357710A (de) 1961-10-31
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