DE10118536A1 - Verfahrbare Gleisbaumaschine - Google Patents
Verfahrbare GleisbaumaschineInfo
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Abstract
Es wird eine verfahrbare Gleisbaumaschine vorgeschlagen, die eine Räumeinrichtung zur Aufnahme von unter dem Gleis befindlichen Schotter, ein Schlagwalzenbett zum Reinigen des Schotters, Einbaueinrichtungen zum Einbauen des gereinigten Schotters unter das Gleis sowie eine erste Förderanlage von der Räumeinrichtung zu den Reinigungseinrichtungen und eine zweite Förderanlage von den Reinigungseinrichtungen zu den Einbaueinrichtungen enthält, um die Reinigung auch stark verschmutzter Schottersteine zu ermöglichen, sind über dem Schlagwalzenbett mehrere Prallbleche und auslaßseitig hinter den Prallblechen mehrere Fluiddüsen angeordnet, die unter Hochdruck stehendes Reinigungsfluid gegen die Schottersteine abmahlen.
Description
Die Erfindung betrifft eine verfahrbare Gleisbaumaschine mit einer ersten Räum
einrichtung zur Aufnahme von unter dem Gleis befindlichen Schotter, einer Trenn
anlage mit einem Schlagwalzenbett zum Abtrennen der Schmutzteile von dem
aufgenommenen Schotter, Einbaueinrichtungen zum Einbauen des gereinigten
Schotters unter das Gleis, mit einer ersten Förderanlage von der ersten Räum
einrichtung zu der Trennanlage, einer zweiten Förderanlage zum Zurückführen des
gereinigten Schotters zu den Einbaueinrichtung, mit mindestens einem Verladewa
gen zur Aufnahme der bei der Schotter-Reinigung anfallenden Schmutzteile, und
mit einer dritten Förderanlage zum Verbringen der anfallenden Schmutzteile zu dem
Verladewagen, wobei das Schlagwalzenbett mehrere parallele, antreibbare Schlag
walzen enthält, die jeweils mit mehreren Formkränzen oder Formscheiben bestückt
sind, welche radial auswärts gerichtete Formansätze tragen.
Aus der DE 198 08 956.2 sind derartige Gleisbaumaschinen bekannt, die bei der
Sanierung des Unterbaus oder der Schotterbettung von Gleisen eingesetzt werden.
Mit einer Räumeinrichtung wird - in der Regel unter dem in diesem Bearbeitungs
bereich angehobenen Gleis - der verschmutzte und damit stumpfe Schotter aufgenommen,
anschließend wird der kontaminierte Schotter in der Maschine einem
Schlagwalzenbett zugeführt, dort durch die rotierenden Schlagwalzen von Schmutz
befreit und anschließend wieder - in der Maschine - an die Einbaueinrichtungen
zurückgeführt, welche das gereinigte Material dann wieder unter den Schwellen
des angehobenen Gleises abgeben und verdichten. Gegebenenfalls wird der gerei
nigte Schotter gebrochen, und der gebrochene Schotter wird wieder unter das
Gleis eingebaut. Alternativ kann auch frischer Schotter hinzugegeben werden,
bevor das Gleisrost endgültig abgelegt und in der Schotterbettung befestigt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gleisbaumaschine der eingangs genannten Art
derart weiterzubilden, dass auch besonders stark verschmutzter Schotter wirksam
gereinigt wird und wieder eingebaut werden kann.
Diese Aufgabe wird bei der Gleisbaumaschine der eingangs genannten Art erfin
dungsgemäß dadurch gelöst, dass über den Schlagwalzen mehrere Prallbleche
angeordnet sind, und dass auf der dem Auslaß des Schlagwalzenbettes zugewand
ten Seite der Prallbleche Fluiddüsen angeordnet sind, welche über Fluidleitungen
von einem Fluidtank unter Hochdruck stehendes Fluid erhalten und gegen das
Schlagwalzenbett sprühen.
Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass zum Reinigen des stark
verschmutzten Schotters ein spezielles Schlagwalzenbett zum Einsatz kommt, bei
dem in vorgegebenem Abstand über den Schlagwalzen mehrere Prallbleche an
geordnet sind, gegen welche die von den Schlagwalzen aufgewirbelten Schotter
steine anschlagen und dann unter ihrer Schwerkraft wieder auf die Schlagwalze
zurückfallen, um dann unter den Prallblechen hindurch gegen den Auslaß zu
wandern. Auf der dem Auslaß des Schlagwalzenbettes zugewandten Seite der
Prallbleche sind außerdem jeweils mehrere Fluiddüsen angeordnet, denen unter
Hochdruck ein Reinigungsfluid, bevorzugt eine Reinigungsflüssigkeit zugeführt
wird, bei denen die Düsen die auf dem Bett liegenden Schottersteine beaufschla
gen, um auf diese Weise auch besonders stark an den Schottersteinen anhaftenden
Schmutz zu beseitigen. Durch die Prallbleche werden die Schottersteine im Schlag
walzenbett flach gehalten, so dass sie alle unter den entsprechenden Fluiddüsen
hindurchlaufen und mit der Hochdruckflüssigkeit, vorzugsweise Wasser abgestrahlt
werden können.
Besonders bevorzugt sind die Fluiddüsen direkt an den Prallblechen befestigt, um
den Abstand zu den Schottersteinen gering, und damit den Strahldruck gegen die
Schottersteine möglichst groß zu halten. Außerdem wird dadurch sichergestellt,
dass die Fluiddüsen nicht durch hochgewirbelte Schottersteine beschädigt werden.
Besonders bevorzugt sind die Prallbleche in vorgegebenem Abstand voneinander
jeweils über die gesamte Breite des Schlagwalzenbettes angeordnet und - wie
bevorzugt - als vertikale Bleche ausgebildet. Dieser Ausführungsform der Erfindung
stellt sicher, dass alle Schottersteine während eines Durchgangs durch das Schlag
walzenbett mehrfach mit Hochdruck-Flüssigkeit abgestrahlt werden, wodurch die
Reinigungswirkung erheblich verbessert ist.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die
Prallbleche höhenverstellbar ausgebildet, um je nach Art und Grad der Verschmut
zung und der Rotationsgeschwindigkeit der Schlagwalzen eine optimale Reinigung
der Schottersteine zu erzielen.
Die radial nach außen gerichteten Formansätze der Schlagwalzen sind in Achs
richtung der Walzen schmal und weisen je einen vorgegebenen Abstand von den
benachbarten Formansätzen derselben Walze auf, sie bilden also zwischen sich
jeweils einen Freiraum. Die Formansätze sind an einem Formkranz angeformt, der
auch einstückig mit der Welle ausgebildet sein kann. Die Formansätze lassen sich
auch radial an schmalen Formscheiben ausbilden, welche auf die Wellen - in
vorgegebenem Abstand - aufgezogen sind. Der Freiraum zwischen benachbarten
Formkränzen oder Formscheiben besitzt eine axiale Breite, welche derjenigen eines
Formkranzes oder einer Formscheibe entspricht. Auf diese Weise ist es möglich,
daß zwischen zwei benachbarten Formkränzen oder Formscheiben jeweils eine
Formscheibe hineinragt, die auf einer benachbarten Welle sitzt und von dieser
benachbarten Welle in Bewegung gehalten wird. Benachbarte Walzen sind - in
Achsrichtung - um die axiale Breite eines Formkranzes oder einer Formscheibe
versetzt angeordnet. Der Abstand der Walzen voneinander ist so bemessen, dass
die Formansätze der einen Walze - aufgrund des axialen Versatzes - in die Freiräu
me zwischen benachbarten Formkränzen oder Formscheiben der benachbarten
Walze greifen. Zwischen einer Walze und den Formansätzen der anderen Walze ist
ausreichend Spaltraum vorhanden, so dass kleinteilige Schmutzpartikel durch
diesen Spaltraum hindurchfallen können, daß jedoch Schotter am Durchtritt durch
den Spaltraum gehindert ist. Bei Rotation der Walzen erfahren die Schottersteine
von den rotierenden Formansätzen daher eine heftige Schlagbewegung, die be
wirkt, dass an den Schottersteinen anhaftende Schmutzteilchen sich lösen und
durch den Spaltraum zwischen den rotierenden Schlagwalzen nach unten fallen.
Die Schottersteine werden dann - in gereinigtem Zustand - am Auslaß der Trenn
anlage wieder auf ein Förderband gegeben und können dann weiterverarbeitet
werden.
Die Umfangskontur der Formansätze und die axiale Breite der Formansätze ist so
gestaltet und bemessen, dass die Schottersteine bei einer Rotation der Walze von
den rotierenden Formansätzen nach oben mitgenommen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind dem Schlagwalzen
bett noch weitere Reinigungseinrichtungen, beispielsweise ein Rüttelsieb, vor- oder
nachgeordnet, welches eine Feinabsiebung durchführt und durch eine Rüttelbewe
gung insbesondere die kleineren Schmutzteilchen noch von den Schottersteinen ab
trennt.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, der Siebvorrichtung
und/oder dem Schlagwalzenbett eine Brecheranlage nachzuordnen, welche den
Schotter scharfkantig macht und anschließend die gewünschte Korngröße aussiebt.
Der aufbereitete Schotter läßt sich dann wieder zu den Einbaueinrichtungen zurück
transportieren, welche den aufbereiteten Schotter - gegebenenfalls mit neuem
Schotter gemischt - wieder unter die Schwellen des angehobenen Gleises abgeben
und verdichten.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unter
ansprüche gekennzeichnet.
Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeich
nungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Gesamtdarstellung der verfahrbaren
Gleisbaumaschine;
Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht des Schlagwalzenbetts;
Fig. 3 eine Aufsicht auf das Schlagwalzenbett der Trennanlage;
Fig. 4 eine Seitenansicht benachbarter Schlagwalzen mit ihren
Formansätzen.
Fig. 5 eine schematische Gesamtdarstellung einer weiteren Aus
führungsform der Erfindung mit mehreren Verladewagen,
und
Fig. 6 einen schematischen Querschnitt durch einen Gleisunterbau.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Seitenansicht einer verfahrbaren Gleisbaumaschine in
Gesamtansicht (Fig. 1) und in einer Teilansicht (Fig. 2). Die Gleisbaumaschine
enthält eine Arbeitsmaschine 2 mit einer Brücke 3, deren Enden auf gleisverfahr
baren Drehgestellen 4 ruhen. Die Arbeitsmaschine 2 wird von einer Antriebseinheit
5 angetrieben und verfahren.
An der Arbeitsmaschine 2 sind mehrere Einrichtungen angeordnet, die bei den
verschiedenen Arbeitsschritten zur Erneuerung des Gleisunterbaus zum Einsatz
kommen. Mittels Gleishebe-Einrichtungen (nicht dargestellt) wird das Gleis, auf
dem die Gleisbaumaschine fährt, und dessen Schotterbettung gereinigt und gege
benenfalls auch erneuert werden soll, im Bereich der Brücke 3 angehoben. Eine
erste Räumeinrichtung 6 ist an der Brücke 3 angebracht und dient zur Aufnahme
einer unter den Schwellen befindlichen Materialschicht, die im wesentlichen aus
Schotter besteht. Unter der Schotterbettung befindet sich eine Zwischenschicht
aus Schotter und stark kontaminiertem Sand und darunter liegt die Planumsschutz
schicht. An der Brücke 3 ist ferner eine Einbaueinrichtung 40 angeordnet, welche
den zuvor mit der Räumeinrichtung 6 aufgenommenen Schotter nach seiner Reini
gung und gegebenenfalls auch weiteren Bearbeitung wieder erhält und wieder unter
das Gleis einbaut und dort mittels eines Verdichters verdichtet. An dem der An
triebseinheit 5 gegenüberliegenden Ende der Gleisbaumaschine lassen sich Ver
ladewagen (in Fig. 1 und 2 nicht dargestellt) ankoppeln, welche bei der Reinigung
oder Bearbeitung des Schotters anfallenden Abraum aufnehmen und/oder auch
zusätzliche Einbaumaterialien, wie Schotter oder dergleichen, zuführen.
An die Arbeitsmaschine 2 ist eine Trennanlage 10 angekoppelt, die auf zwei
Drehgestellen 12 montiert ist, ein Schlagwalzenbett aufweist und ebenfalls auf
dem Gleis 1 verfahrbar ist. An das Schlagwalzenbett 14 ist - in der dargestellten
Ausführungsform - eine Siebvorrichtung 30 angekoppelt, die ebenfalls auf Drehge
stellen 32 und einem Rahmen 34 montiert ist und auf dem Gleis 1 verfahrbar ist.
Eine erste Förderanlage 50 verläuft von der Räumeinrichtung 6 über die Brücke 3
der Arbeitsmaschine bis zum Einlaß 11 des Schlagwalzenbettes 14 und vom
Auslaß 13 des Schlagwalzenbettes 14 anschließend bis zu der Siebvorrichtung 30.
Unterhalb der Siebvorrichtung 30 nimmt eine zweite Förderanlage 60 den gereinig
ten Schotter auf und verläuft über den Wagen der Trennanlage 10 und teilweise
über die Brücke 3 zurück bis zu den Einbaueinrichtungen 40. Eine dritte Förder
anlage 70 beginnt unterhalb dem Schlagwalzenbett 14, läuft unter der Siebvorrichtung
30 hindurch und gegebenenfalls auf einen Verladewagen (in Fig. 1 und 2
nicht dargestellt), der an dem der Antriebseinheit 5 entgegengesetzten Ende an die
Gleisbaumaschine ankoppelbar ist.
Schotter, welcher von der ersten Räumeinrichtung 6 aufgenommen wird, wird
mittels der ersten Förderanlage 50 über die Brücke 3 zum Einlaß 11 des Schlagwal
zenbettes 14 gefördert und dort in das Bett 14 eingegeben. Am Auslaß 13 des
Schlagwalzenbett 14 übernimmt die erste Förderanlage 50 erneut den Schotter und
verbringt diesen in das Rüttelsieb 30, welches den dann gereinigten Schotter auf
die zweite Förderanlage 60 abgibt, die dann zurück zur Arbeitsmaschine 2 verläuft
und den gereinigten Schotter den Einbaueinrichtungen 40 zuführt, welche den
gereinigten Schotter unter das angehobene Gleis abgeben und dort verdichten.
Wie insbesondere den Fig. 2, 3 und 4 entnehmbar ist, wird der verschmutzte
Schotter über die erste Förderanlage 50 dem Schlagwalzenbett 14 aus mehreren
parallelen Walzen 110 zugeführt, das eine umlaufende Seitenwandung 12 besitzt.
Die parallelen Walzen 110 werden von einem Antrieb (nicht dargestellt) angetrieben
und sind in vorgegebenem Abstand a voneinander angeordnet und tragen jeweils
mehrere Formscheiben 112, die in Achsrichtung der Walzen 110 eine geringe
Breite aufweisen und in der dargestellten Ausführungsform eine sternförmige
Kontur mit mehreren radialen Formansätzen 114 besitzen. Benachbarte Form
scheiben 112 sind in Achsrichtung der Walzen 110 voneinander mit Abstand b
angeordnet, der geringfügig größer als die Breiten c der Formscheiben 112 ist.
Zwischen zwei benachbarten Formscheiben 112 bildet sich jeweils ein Freiraum der
axialen Breite b. Benachbarte Walzen 110 sind mit einem axialen Versatz zur Breite
b gelagert, so dass die Formscheiben 112 der einen Walze 110 jeweils in die
Freiräume zwischen zwei Formscheiben 112 der Nachbarwalze 110 eingreifen.
Der Abstand a zwischen benachbarten Walzen 110 ist so bemessen, dass in
radialer Richtung zwischen der einen Walze und den Formansätzen 114 der ande
ren Walze 110 ausreichend Spaitraum 116 vorhanden ist, so dass Schmutzpartikel
durch das Bett 14 nach unten fallen können. Der Spaltraum 116 ist jedoch so klein,
daß größere Schottersteine nicht durch den Spaltraum hindurchfallen. Die Breite
der Formscheiben 112 - in Achsrichtung der Walzen 110 gemessen - ist bevorzugt
so gering, daß bei Rotation der Walzen der jeweils sich nach oben bewegende Um
fangsabschnitt die Schottersteine nach oben mitnimmt und auch aus den Zwi
schenräumen der nach unten laufenden Umfangsabschnitte der Formscheiben 112
heraus nach oben bewegt. Es wird dadurch verhindert, daß größere Schottersteine
zwischen Formscheiben benachbarter Walzen 110 eingeklemmt werden und zu
einer Blockade der Drehbewegung der Walzen 110 führen.
In Fig. 2 sind in dem Schlagwalzenbett 14 in vorgegebenem Abstand voneinander
mehrere Prallbleche 16 angeordnet, die sich über die gesamte Breite des Schlag
walzenbettes 14 erstrecken und von dem Schlagwalzenbett 10 einen vorgebbaren,
bevorzugt einstellbaren Abstand a aufweisen. An den Prallblechen 16 sind - auf der
dem Auslaß 13 zugewandten Seite - Fluiddüsen 18 befestigt, die über Fluidleitun
gen 19 an einem Fluidtank 20 angeschlossen sind und unter Hochdruck stehendes
Fluid, bevorzugt Wasser zugeführt halten und gegen die auf den Schlagwalzen 110
liegenden Schottersteine unter Hochdruck abstrahlen.
Die nach unten durch die Schlagwalzen 14 hindurchfallenden Schmutzteile bzw.
Kleinanteile des Schotters fallen auf die dritte Förderanlage 70 und werden in
einem Transportbehälter oder einem angekoppelten Verladewagen 200 (vgl. Fig. 5)
abgefördert.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform einer verfahrbaren Gleisbaumaschine,
die wiederum von einer Antriebseinheit 5 angetrieben wird und eine Brücke 3
aufweist, welche auf zwei Drehgestellen 4 gleichsverfahrbar gelagert ist. Zwischen
der Antriebseinheit 5 und der Brücke 3 befindet sich eine Trennanlage 10 auf
einem Fahrgestell 17, die - in der dargestellten Ausführungsform - nur das Schlag
walzenbett 14 mit entsprechend angetriebenen Schlagwalzen gemäß den Fig. 3
und 4 aufweist. Das Schlagwalzenbett 14 besitzt einen Aufbau, wie er in Fig. 2
dargestellt ist. Über den Schlagwalzen 14 sind wiederum mehrere Prallbleche 16
angeordnet, und auf der dem Auslaß des Schlagwalzenbettes 14 zugewandten
Seite der Prallbleche 16 sind Fluiddüsen vorgesehen, welche über Fluidleitungen
von einem Fluidtank (nicht dargestellt) unter hochdruckstehendes Fluid erhalten
und gegen das Schlagwalzenbett sprühen.
An der Brücke 3 ist die erste Räumeinrichtung 6 befestigt, welche das Schotterbett
206 abräumt und über die erste Förderanlage 50 dem Schlagwalzenbett 14 ver
fügt. An der Brücke 3 ist ferner eine zweite Räumvorrichtung 7 vorgesehen,
welche unter dem Schotter 206 befindliches Bodenmaterial 207, 208 ausräumt
und über eine vierte Förderanlage 160 abfördert. Die Gleisbaumaschine enthält vor
der Antriebseinheit 5 einen ersten Verladewagen 200, der von der dritten Förder
anlage 70, welche unter dem Schlagwalzenbett 14 verläuft, dort die von den
Schottersteinen abgetrennten Schmutzteile aufnimmt und diese dem ersten Ver
ladewagen 200 zuführt.
Die zweite Förderanlage 60 nimmt am Auslaß des Schlagwalzenbettes 14 den
gereinigten Schotter auf und führt diesen den Einbaueinrichtungen 40 zu, welche
den gereinigten Schotter wieder unter dem Gleis einbauen. Vorgesehen ist eine
vierte Förderanlage 160, welche das von der zweiten Räumeinrichtung 7 aufge
nommene Bodenmaterial 207, 208, welches unter der Schotterbettung liegt,
aufnimmt und mittels über den ersten Verladewagen 200 geführte Transportbänder
162, 164 einem zweiten Verladewagen 200 zuführt, damit die auf diese Weise
aufgenommenen Bodenschichten abtransportiert werden können.
An dem der Antriebseinheit 5 gegenüberliegenden Ende der Gleisbaumaschine ist
eine dritter Verladewagen 200 vorgesehen, der über eine fünfte Förderanlage 170
frischen Schotter oder Sand zuführt und an die Einbaurichtungen 40 abgibt.
Verladewagen 200 können mit einem Bodenförderband 152 und einem daran
anschließenden, in den Nachbarwagen hineinragenden Übergabeband 154 ausge
stattet sein, um den Inhalt des einen Verladewagens 200 zu dem benachbarten
Verladewagen 200 zu transportieren.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch einen Gleisunterbau. Die Gleise 202 sind an
Schwellen 204 befestigt, die auf einer Schotterschicht 206, auch Schotterbettum
genannt, ruhen. Unter der Schotterschicht 206 folgt eine Zwischenschicht 207 aus
Schotter und Sand sowie weiteren kleinteiligen Abraum. Unter der Zwischenschicht
207 liegt die Planumsschutzschicht 208 aus Sand, darunter befindet sich das
Planum 10.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Gleisbaumaschine hebt die erste Räumeinrichtung 6
den Schotter 206 und gegebenenfalls auch die stark konterminierte Zwischen
schicht Zone 7 aus. Die zweite Räumeinrichtung 7 dient dann dazu, den mit 208
bezeichneten Teil der Planumsschutzschicht abzuheben und über Förderbänder
abzutragen.
Claims (20)
1. Verfahrbare Gleisbaumaschine mit einer ersten Räumeinrichtung (6) zur
Aufnahme von unter dem Gleis befindlichen Schotter, einer Trennanlage (10) mit
einem Schlagwalzenbett (14) zum Abtrennen der Schmutzteile von dem aufge
nommenen Schotter, Einbaueinrichtungen (40) zum Einbauen des gereinigten
Schotters unter das Gleis,
mit einer ersten Förderanlage (50) von der ersten Räumeinrichtung (60) zu der Trennanlage (10),
einer zweiten Förderanlage (60) zum Zurückführen des gereinigten Schotters zu den Einbaueinrichtung (40),
mit mindestens einem Verladewagen (200) zur Aufnahme der bei der Schotter- Reinigung anfallenden Schmutzteile, und mit einer dritten Förderanlage (70) zum Verbringen der anfallenden Schmutzteile zu dem Verladewagen (200)
wobei das Schlagwalzenbett (14) mehrere parallele, antreibbare Schlagwalzen (110) enthält, die jeweils mit mehreren Formkränzen oder Formscheiben (112) be stückt sind, welche radial auswärts gerichtete Formansätze (114) tragen,
dadurch gekennzeichnet, dass über den Schlagwalzen (114) mehrere Prallbleche (16) angeordnet sind, und dass auf der dem Auslaß (13) des Schlagwalzenbettes (114) zugewandten Seite der Prallbleche (16) je mindestens eine Fluiddüse (18) angeordnet ist, welche über Fluidleitungen (19) von einem Fluidtank (20) unter Hochdruck stehendes Fluid erhalten und gegen das Schlagwalzenbett (14) sprühen.
mit einer ersten Förderanlage (50) von der ersten Räumeinrichtung (60) zu der Trennanlage (10),
einer zweiten Förderanlage (60) zum Zurückführen des gereinigten Schotters zu den Einbaueinrichtung (40),
mit mindestens einem Verladewagen (200) zur Aufnahme der bei der Schotter- Reinigung anfallenden Schmutzteile, und mit einer dritten Förderanlage (70) zum Verbringen der anfallenden Schmutzteile zu dem Verladewagen (200)
wobei das Schlagwalzenbett (14) mehrere parallele, antreibbare Schlagwalzen (110) enthält, die jeweils mit mehreren Formkränzen oder Formscheiben (112) be stückt sind, welche radial auswärts gerichtete Formansätze (114) tragen,
dadurch gekennzeichnet, dass über den Schlagwalzen (114) mehrere Prallbleche (16) angeordnet sind, und dass auf der dem Auslaß (13) des Schlagwalzenbettes (114) zugewandten Seite der Prallbleche (16) je mindestens eine Fluiddüse (18) angeordnet ist, welche über Fluidleitungen (19) von einem Fluidtank (20) unter Hochdruck stehendes Fluid erhalten und gegen das Schlagwalzenbett (14) sprühen.
2. Gleisbaumaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fluiddüsen (18) an den Prallblechen (16) befe
stigt sind.
3. Gleisbaumaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prallbleche (18) in einem vorgegebenen Abstand
(a) über den Schlagwalzen (110) angeordnet sind und sich über die gesamte Breite
des Schlagwalzenbettes (14) erstrecken.
4. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prallbleche (18) in der Höhe verstellbar sind.
5. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prallbleche ebene Blechabschnitte enthalten, die
vertikal in vorgegebenem Abstand voneinander über dem Schlagwalzenbett (14)
angeordnet sind.
6. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Gleishebeeinrichtungen zum Anheben der Gleise im Bereich
der Räumeinrichtung (6) und/oder der Einbaueinrichtungen (40).
7. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Formkränze oder Formscheiben (112) auf den
drehbaren Wellen (110) eine vorgegebene Breite c in Achsrichtung der Wellen
aufweisen und zwischen sich jeweils einen Abstand b besitzen, welcher geringfü
gig größer als die axiale Breite eines Formkranzes oder einer Formscheibe (112) ist,
und daß benachbarte Wellen (110) jeweils um die axiale Breite eines Formkranzes
oder einer Formscheibe (112) axial versetzt sind und voneinander einen vorgegebe
nen Abstand a aufweisen.
8. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Abstand a benachbarter Schlagwalzen
(110) so bemessen ist, daß zwischen den Formansätzen der benachbarten Schlag
walzen (110) ein vorgegebener geringer Spaltraum (116) vorhanden ist.
9. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Formansätze (114) einstückig an den Schlagwal
zen (110) angeformt sind.
10. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trennanlage (10) vor oder nach dem Schlagwalzenbett
(14) eine Siebvorrichtung (30) enthält, um Schmutzpartikel vom Schotter
abzutrennen.
11. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Förderanlage (50) den Schotter von der
Räumeinrichtung (6) zu dem Schlagwalzenbett (14) und von dem Schlagwalzenbett
(14) zu der Siebvorrichtung (30) fördert, und dass die zweite Förderanlage (60) den
gereinigten Schotter von der Siebvorrichtung (30) zu den Einbaueinrichtungen (40)
fördert.
12. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Förderanlage (70) unter dem Schlagwal
zenbett (14) verläuft und die durch das Schlagwalzenbett (14) nach unten fallen
den Schmutzteile aufnimmt, und dass die dritte Förderanlage (70) anschließend
unter der Siebvorrichtung (30) verläuft, die durch die Siebvorrichtung (30) hin
durchfallenden Schmutzteile aufnimmt und die Schmutzteile zu dem Verladewagen
(200) transportiert.
13. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Räumungseinrichtung (6) mit dem Schotter
auch einen unmittelbar darunter liegenden Teil der Planumschutzschicht (207)
abräumt und der Trennanlage (10) zuführt.
14. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine zweite Raumeinrichtung (7) zur Aufnahme von unter
Schotter (206) befindlichem Bodenmaterial (207, 208) und eine vierte Förderanlage
(160) zum Verbringen des Bodenmaterial zu dem Verladewagen (200).
15. Gleisbaumschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verladewagen (200) ein Bodenförderband (152)
und ein daran anschließendes, in den Nachbarwagen hineinragendes Übergabeband
(154) und parallel zu den Boden- und Übergabebändern (152, 154) über dem
Laderaum ein parall verlaufendes Transportband (162) enthalten.
16. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Förderanlage (50) eine vorgegebene Strec
ke über die Gleisbaumaschine parallel zu, bevorzugt neben der vierten Förderanlage
(160) verläuft.
17. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verladewagen (200) über dem Laderaum zwei
gemeinsam oder getrennt betreibbare Transportbänder und gegebenenfalls zwi
schen benachbarten Verladewagen (200) entsprechende Übergabebänder auf
weisen.
18. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Förderanlagen die Verladewagen (200) minde
stens abschnittweise überbrücken.
19. Gleisbaumschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine fünfte Förderanlage (170) zur Zuförderung von frischem
Schotter oder Sand aus einem Verladewagen (200).
20. Gleisbaumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine sechste Förderanlage zur Zuförderung von frischem
Sand aus einem Verladewagen (200).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001118536 DE10118536A1 (de) | 2001-04-14 | 2001-04-14 | Verfahrbare Gleisbaumaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001118536 DE10118536A1 (de) | 2001-04-14 | 2001-04-14 | Verfahrbare Gleisbaumaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10118536A1 true DE10118536A1 (de) | 2002-10-17 |
Family
ID=7681539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001118536 Withdrawn DE10118536A1 (de) | 2001-04-14 | 2001-04-14 | Verfahrbare Gleisbaumaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10118536A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2887267A1 (fr) * | 2005-06-16 | 2006-12-22 | Europ De Travaux Ferroviaires | Procede et dispositif pour le traitement du ballast lors d'une operation d'entretien d'une voie |
| CN103403255A (zh) * | 2010-11-25 | 2013-11-20 | 弗兰茨普拉塞铁路机械工业股份有限公司 | 用于清筛轨道的碎石道床的方法和机械 |
-
2001
- 2001-04-14 DE DE2001118536 patent/DE10118536A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2887267A1 (fr) * | 2005-06-16 | 2006-12-22 | Europ De Travaux Ferroviaires | Procede et dispositif pour le traitement du ballast lors d'une operation d'entretien d'une voie |
| CN103403255A (zh) * | 2010-11-25 | 2013-11-20 | 弗兰茨普拉塞铁路机械工业股份有限公司 | 用于清筛轨道的碎石道床的方法和机械 |
| CN103403255B (zh) * | 2010-11-25 | 2015-08-19 | 弗兰茨普拉塞铁路机械工业股份有限公司 | 用于清筛轨道的碎石道床的方法和机械 |
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