DE10115100A1 - Verfahren zur Vergrößerung des Versorgungsspannungsbereichs einer integrierten Schaltung - Google Patents
Verfahren zur Vergrößerung des Versorgungsspannungsbereichs einer integrierten SchaltungInfo
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Abstract
Bei den bisher bekannten Verfahren werden die elektrischen Parameter einer integrierten Schaltung bei der Herstellung an die vorgesehene Versorgungsspannung angepaßt. DOLLAR A Mit dem neuen Verfahren findet eine Anpassung der elektrischen Parameter an die Versorgungsspannung durch eine integrierte Steuerschaltung statt. Diese Steuerschaltung paßt oder kompensiert mittels eines oder mehrerer Schaltelemente die durch eine Änderung der Versorgungsspannung hervorgerufenen Änderungen der elektrischen Parameter an.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergrößerung des Versorgungsspan
nungsbereichs einer integrierten Schaltung, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein solches Verfahren ist aus der Druckschrift US 5 825 166 bekannt. Dabei wird in Abhän
gigkeit einer anliegenden Versorgungsspannung mittels einer Versorgungsspannungseinheit
eine Referenzspannung erzeugt, die einem analogen Schaltungsteil und einem digitalen
Schaltungsteil zugeführt werden, um damit interne Spannungsreferenzen in einzelnen
Schaltungsblöcken einzustellen. Nachteilig ist, daß die Referenzspannung mittels einer sehr
aufwendigen sogenannten mixed-signal Schaltung generiert wird.
Um den Stromverbrauch von integrierten Schaltungen zu reduzieren, werden immer geringe
re Versorgungsspannungen an die Schaltungen angelegt. Gleichzeitig besteht jedoch die
Anforderung, daß die integrierten Schaltungen möglichst bei unterschiedlichen geringen Ver
sorgungsspannungen eingesetzt werden können. Dabei ist es durch die hohe Komplexität
und den immer höheren Eingangsempfindlichkeiten wichtig, daß die integrierten Schaltungen
bei unterschiedlichen Versorgungsspannungen eingesetzt werden können. Ein wichtiges
Einsatzgebiet solcher integrierten Schaltungen ist das Gebiet der infraroten Datenübertra
gung.
Bekannte integrierte Schaltungen werden entsprechend der Versorgungsspannung im Her
stellungsprozeß abgeglichen. Eine nachträgliche Änderung oder Anpassung der Versor
gungsspannung ist nicht möglich. Beispiel einer derartigen Schaltung sind die Schaltkreise
T2548B und T2524B von der Firma ATMEL Germany GmbH. Laut den Spezifikationen in
den Datenblättern werden diese Schaltkreise jeweils nur für eine Versorgungsspannung ein
gesetzt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben mit dem Schaltkreise
bei unterschiedlichen Versorgungsspannungen betrieben werden können. Eine weitere Auf
gabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfah
rens anzugeben, die sich einfach und kostengünstig herstellen läßt.
Die erstgenannte Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Die
Schaltungsanordnung durch die Merkmale des Patentanspruchs 5. Günstige Ausgestal
tungsformen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß bei einer integrierten elektrischen Schaltung
ausgewählte elektrische Parameter ohne einen manuellen Abgleich in Abhängigkeit von der
Höhe einer außen anliegenden Versorgungsspannung reversibel einzustellen. Hierzu wird
entsprechend der Höhe der Versorgungsspannung von einer Steuereinheit ein Steuersignal
erzeugt, mit dem wenigstens ein Schaltelement angesteuert wird und damit ein oder mehrere
elektrische Parameter der integrierten Schaltung eingestellt werden.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens werden die elektrischen Parameter der
integrierten Schaltung eingestellt, indem ein oder mehrere Bauelemente mittels einem oder
mehrerer Schaltelemente hinzugeschaltet oder überbrückt werden. Hierzu werden die
Schaltelemente parallel oder in Serie zu den zu schaltenden Bauelemente angeordnet. Eine
weitere Möglichkeit besteht darin, mittels der Schaltelemente Potentiale an Schaltungsknoten
mit einem Referenzpotential zu verbinden, oder Schaltungsteile einander parallelzuschalten.
Untersuchungen der Anmelderin haben gezeigt, daß es vorteilhaft ist, wenn das Hinzuschal
ten oder das Überbrücken der Bauelemente innerhalb der integrierten Schaltung mittels ei
nem oder mehreren MOS-Transistoren durchgeführt wird. Durch die verlustlose Steuerung
der MOS-Transitoren wird die integrierte Schaltung durch die Schaltelemente nur wenig be
einflußt. Insbesondere wenn mehrere MOS-Transistoren als Transmissionsgate verschaltet
werden, werden durch die geringe Restspannung und den kleinen Restwiderstand die elek
trischen Parameter durch die zusätzlichen Schaftelemente besonders wenig beeinflußt. Da
mit lassen sich elektrische Parameter wie beispielsweise die Güte von Filtern, die Anstiegs
zeit von Signalen und Arbeitspunkte von Schaltungsteile einfach einstellen. Insbesondere
lassen sich die Änderungen in elektrischen Parametern einer Schaltung die sich durch die
Änderung der Versorgungsspannung ergeben kompensieren.
Das erfindungsgemäße Verfahren soll nachfolgend anhand der Ausführungsbeispiele im Zu
sammenhang mit den Zeichnungen erläutert werden. Es zeigen, die
Fig. 1 eine erste Schaltungsanordnung zur Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfah
rens, und
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel als Verfahren zur Arbeitspunkteinstellung, und
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel als Verfahren zur Einstellung der Ladezeit eines Kondensa
tors.
Die in Fig. 1 abgebildete integrierte Schaltungsanordnung stellt, zwei elektrische Parameter
wie beispielsweise den Arbeitspunkt eines Transistors oder die Anstiegszeit einer Ausgangs
spannug eines integrierten Schaltungsteils IS mittels einer zusätzlich integrierten Steuer
schaltung ST in Abhängigkeit der Höhe einer anliegenden Versorgungsspannung Vdd ein.
Eine derartige Schaltung wird beispielsweise bei der infraroten Datenübertragung als Emp
fängerschaltung eingesetzt. Im Folgenden wird der Aufbau der Steuerschaltung ST erläutert.
Die Steuerschaltung ST besteht aus einer Steuereinheit SE, einem ersten Schaltelement
SEL1, das mit einer ersten Schaltungseinheit SB1 verbunden ist, und einem zweiten Schal
telement SEL2, das mit einer zweiten Schaltungseinheit SB2 verschaltet ist. Ferner besteht
die Steuereinheit SE aus einem Widerstand R1, der mit einer Versorgungsspannung Vdd
verbunden ist, einem Widerstand R2, der mit einem Bezugspotential verbunden ist. Beide
Widerstände R1, R2 bilden einen Spannungsteiler, dessen Ausgang mit einem ersten Ein
gang eines invertierenden Schmitt-Triggers TR verschaltet ist. An einem zweiten Eingang
des Schmitt-Triggers TR ist eine Referenzspannungsquelle Uref angeschlossen. Der Aus
gang des Schmitt-Triggers TR, an dem eine Steuerspannung Ucontrol anliegt, ist mit einem
Steuereingang des erstes Schaltelementes SEL1 und mit einem Steuereingang des zweiten
Schaltelementes SEL2 verschaltet.
Im Folgenden wird die Funktionsweise der Schaltungsanordnung erläutert, wobei in einem
ersten Betriebsfall die Versorgungsspannung Vdd wesentlich kleiner als in einem zweiten
Betriebsfall ist.
In dem ersten Betriebsfall ist die am ersten Eingang des Schmitt-Triggers TR anliegende
Spannung des Spannungsteilers kleiner als die Schaltspannung des Schmitt-Triggers TR,
d. h. der am Ausgang des Schmitt-Triggers TR anliegende Wert der Steuerspannung Ucon
trol ist "low" und beide Schaltelemente SEL1 und SEL2 sind geschlossen. Sowohl in der
Schaltungseinheit SB1 als auch in der Schaltungseinheit SB2 werden die jeweiligen elektri
schen Parameter geändert.
In dem zweiten Betriebsfall ist die am ersten Eingang des Schmitt-Triggers TR anliegende
Spannung des Spannungsteilers größer als die Schaltspannung des Schmitt-Triggers TR,
d. h. der am Ausgang des Schmitt-Triggers TR anliegende Wert der Steuerspannung Ucon
trol ist "high" und beide Schaltelemente SEL1 und SEL2 sind offen. Sowohl in der Schaltungseinheit
SB1 als auch in der Schaltungseinheit SB2 verbleiben die jeweiligen elektri
schen Parameter bei dem voreingestellten Wert.
Durch die Hysterese des Schmitt-Triggers TR wird erreicht, daß bei Versorgungsspannun
gen, die in der Mitte der beiden Umschaltspannungen des Schmitt-Triggers TR liegen, ein
stabiler Betriebszustand erhalten bleibt. Ferner läßt sich die abgebildete Schaltungsanord
nung erweitern, indem zusätzliche Schmitt-Trigger weitere Schaltelemente ansteuern und
damit weitere elektrische Parameter einstellen oder einen elektrischen Parameter mehrfach
einstellen.
Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel stellt den Arbeitspunkt der Schaltungseinheit
SB1 in Abhängigkeit einer anliegenden Versorgungsspannung Vdd ein. Hierzu wird als
Schaltelement SEL1 ein PMOS-Transistor T2 verwendet. Die an dem Gate des Transistors
T2 anliegende Steuerspannung Ucontrol wird entsprechend den Erläuterungen in Zusam
menhang mit dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 erzeugt.
Im Folgenden wird die Schaltung der Schaltungseinheit SB1 erläutert. Ein an der Versor
gungsspannung Vdd liegender Widerstand R3 und ein in Reihe liegender Widerstand R4 bil
den zusammen mit einem an das Bezugspotential angeschlossenen Widerstand R5 einen
Spannungsteiler. Der Ausgang des Spannungsteilers ist mit der Basis eines Transistors T1
verbunden, an der gleichzeitig auch ein Signaleingang IN1 angeschlossen ist. Der Transistor
T1 ist in einer Kollektorgrundschaltung angeordnet, d. h. ein Ausgangssignal OUT1 wird über
einen im Emitterzweig des Transistors T1 liegenden Widerstand R6 abgegriffen.
Im Folgenden wird die Funktionsweise der Schaltungseinheit SB1 erläutert. Ist die am Gate
des Transistors T2 anliegende Steuerspannung Ucontrol "low" ist der Transistor T2 ge
schlossen und der mit dem Transistor T2 parallel liegende Widerstand R3 wird überbrückt.
Da der Transistor T2 nur eine sehr kleine Restspannung aufweist, wird der Arbeitspunkt des
Transistors T1 bei niedrigen Versorgungsspannungen durch den Spannungsteiler aus R4
und R5 bestimmt. Ist die am Gate des Transistors T2 anliegende Steuerspannung Ucontrol
"high", ist der Transistor T2 geöffnet und die Reihenschaltung aus R3 und R4 bilden zusam
men mit dem Widerstand R5 den Spannungsteiler. Damit wird bei höheren Versorgungs
spannungen der Arbeitspunkt des Transistors T1 abgesenkt.
Das in der Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel stellt die Anstiegszeit in Abhängigkeit der
anliegenden Versorgungsspannung Vdd ein. Hierzu wird von dem Schaltelement SEL2, das
als sogenanntes Transmissionsgate ausgeführt ist, die Kapazität der Schaltungseinheit SB2
erhöht oder erniedrigt, indem ein Kondensator C1 mit der Schaltungseinheit SB2 verbunden
oder getrennt wird. Die an das Schaltelement SEL2 anliegende Steuerspannung Ucontrol
wird entsprechend den Erläuterungen in Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel von
Fig. 1 erzeugt.
Im Folgenden wird die Schaltung der Schaltungseinheit SB2 gemeinsam mit deren Funkti
onsweise erläutert. Eine mit der Versorgungsspannung Vdd verbundene Stromquelle Q1 lädt
ein an das Bezugspotential angeschlossenen Kondensator C2. Die Ladespannung des Kon
densators C2 bestimmt gleichzeitig als Ausgangsspannung OUT2 der Schaltungseinheit
SB2. Ferner wird der Kondensator C2 mittels eines mit dem Bezugspotential verbundenen
Transistors T5 entladen, sofern an dem Steuereingang des Transistors T5 ein Eingangs
signal IN2 mit dem Wert "high" anliegt. Des Weiteren verbindet oder trennt das Transmissi
onsgate einen Kodensator C1 mit der Schaltungseinheit SB2 in Abhängigkeit des Wertes der
anliegenden Steuerspannung Ucontrol. Ist die Steuerspannung Ucontrol "high", trennt das
Transmissionsgate die Kapazität C2 von der Schaltungseinheit SB2 ab und die Anstiegszeit
der Ausgangsspannung OUT2 wird erniedrigt. Ist die Steuerspannung Ucontrol "low", wird
der Kondensator C2 dem Kondensator parallel geschaltet und erhöht die Anstiegszeit der
Ausgangsspannung OUT2. Durch die geringe Restspannung und den sehr geringen Restwi
derstand des Transmissionsgates wird die Anstiegszeit der Ausgangsspannung OUT2 im
Wesentlichen durch die beiden Kapazitätswerte der Kondensatoren C1 und C2 bestimmt.
Claims (6)
1. Verfahren zur Vergrößerung des Versorgungsspannungsbereichs einer integrierten
Schaltung (IS), bei der
in Abhängigkeit der Höhe der anliegenden Versorgungsspannung (Vdd) ein Steuersignal (Ucontrol) erzeugt wird, und
von dem Steuersignal (Ucontrol) ein Schaltelement (SEL1, SEL2) angesteuert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
mittels des Schaltelements (SEL1, SEL2) wenigstens ein elektrischer Parameter der in tegrierten Schaltung (IS) eingestellt wird.
in Abhängigkeit der Höhe der anliegenden Versorgungsspannung (Vdd) ein Steuersignal (Ucontrol) erzeugt wird, und
von dem Steuersignal (Ucontrol) ein Schaltelement (SEL1, SEL2) angesteuert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
mittels des Schaltelements (SEL1, SEL2) wenigstens ein elektrischer Parameter der in tegrierten Schaltung (IS) eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrischer Parameter
der Arbeitspunkt eines Bauelementes einer integrierten Schaltung (IS) eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der elektri
schen Parameter wenigstens ein Bauelement der integrierten Schaltung (IS) hinzuge
schaltet oder überbrückt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalten oder das
Überbrücken mittels eines oder mehreren MOS-Transistoren durchgeführt wird.
5. Steuerschaltung (ST) für eine integrierte Schaltung (IS) zur Erzeugung eines Steuersi
gnals (Ucontrol) mit einer Steuereinheit (SE) und einem Schaltelement (SEL1, SEL2) zur
Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach einem oder mehreren der voran
gegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Steuereinheit (SE) einen Spannungsteiler, der mit einem ersten Eingang eines Schmitt-Triggers (TR) verbunden ist, und eine Referenzspannungsquelle (Uref) der mit einem zweiten Eingang des Schmitt-Triggers (TR) verbunden ist, aufweist, und der Aus gang des Schmitt-Triggers (TR) mit einem Schaltelement (SEL1, SEL2) verbunden ist, und
- - das Schaltelement (SEL1, SEL2) mit wenigstens einem Bauelement der integrierten Schaltung (IS) verschaltet ist.
6. Steuerschaltung (ST) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltele
ment (SEL1, SEL2) in Serie oder parallel mit wenigstens einem Bauelement der inte
grierten Schaltung (IS) verschaltet ist.
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