DE10115007A1 - Gittermatte - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gittermatte mit in Längs- oder
Kettrichtung in regelmäßigen Abständen verlaufenden Kettfadensträngen und
in Quer- oder Schußrichtung in regelmäßigen Abständen verlaufenden
Schußfadensträngen, die an den Kreuzungsstellen mit den Kettfadensträngen
durch Rascheln, Vernähen, Verweben, Kleben oder Schweißen mit den
Kettfadensträngen verbunden sind.
Gittermatten dieser Art sind aus zahlreichen Schriften bekannt, unter
anderem aus der DE 20 00 937, DE 41 37 310 und DE 41 38 506.
Diese Gittermatten werden für zahlreiche Anwendungsgebiete hergestellt,
insbesondere für Bergbau und Tunnelbau als Verzugmatte, Grund- und
Erdbau zum Bewehren des Bodens und zur Sicherung oder Stabilisierung
von Böschungen und zum Schutz gegen Steinschlag, im Straßenbau zum
Bewehren der Straßendecke.
Gittermatten dieser Art sind beispielsweise drei bis sechs Meter breit und 20
oder 30 Meter lang. Die Hauptbelastungsrichtung verläuft in Längs- oder
Kettrichtung. Aber für viele Anwendungen ist auch eine hohe Belastbarkeit
in Schußrichtung erforderlich. Nebeneinander verlegte Gittermatten werden
dadurch miteinander verbunden, daß ihre Randbereiche einander überlappen,
und mittels Fädelelementen, das sind Stangen oder Seile, die in einer oder
zwei längs verlaufenden Maschenreihen so eingefädelt sind, daß sie die
Schußfadenstränge des unten liegenden Randbereiches untergreifen und die
Schußfadenstränge des oben liegenden Randbereiches übergreifen. Wenn auf
die so verbundenen Gittermatten in Schußrichtung wirkende Zugkräfte
einwirken, dann wird die Verbindung der Schußfadenstränge mit den
Kettfadensträngen an den Kreuzungsstellen belastet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gittermatte zu schaffen, bei
der das Verbinden nebeneinander angeordneter Gittermatten mittels
Fädelelementen erleichtert ist und die Aufnahme von Zubelastungen in
Schußrichtung bei miteinander im Überlappungsbereich verbundenen
Gittermatten verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in den in
Kettrichtung verlaufenden Randbereichen der Gittermatte, die bei Verlegen
und Verbinden nebeneinander verlegter Gittermatten einander überlappen,
der Abstand von mindestens zwei benachbarten Kettfadensträngen um
mindestens 50% größer ist als der Abstand der übrigen Kettfadenstränge
voneinander und die Breite und Festigkeit dieser Kettfadenstränge um
mindestens 25% größer ist als die Breite und Festigkeit der übrigen Kettfa
denstränge.
Durch die Vergrößerung der Abstände der Kettfadenstränge im Randbereich
wird das Einfädeln der Fädelelemente erheblich erleichtert. Durch die
größere Breite dieser Kettfadenstränge wird im Randbereich an den Kreu
zungsstellen die Verschiebefestigkeit erhöht.
Vorteilhafterweise haben im Randbereich mindestens drei Kettfadenstränge
einen Abstand voneinander, der doppelt so groß ist wie der Abstand der
Kettfadenstränge im Hauptbereich. Diese Kettfadenstränge im Randbereich
sind mindestens um die Kettfäden der beiden Kettfadenstränge, die durch die
Abstandsvergrößerung entfallen, zu verstärken. Durch die massivere und
breitere Ausbildung der Kettfadenstränge im Randbereich verbessert sich
auch die Verschiebefestigkeit an den Kreuzungsstellen, unabhängig davon,
ob die Verbindung durch Rascheln, Nähen, Weben, Kleben oder Schweißen
erfolgt.
In der folgenden Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnungen
zeigen in
Fig. 1 eine Stirnansicht und
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Gittermatte nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Stirnansicht zweier im Randbereich überlappender Gitter
matten,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Gittermatten nach Fig. 3,
Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht einer Gittermatte nach der Erfin
dung.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Gittermatte besteht aus in Längs- oder
Kettrichtung verlaufenden Kettfadensträngen 1 und rechtwinklig dazu
verlaufenden Schußfadensträngen 2. Die Kettfadenstränge 1 und die Schuß
fadenstränge 2 setzen sich aus mehreren Fäden zusammen und haben
regelmäßige Abstände voneinander, so daß sich quadratische oder rechtecki
ge Maschen bilden.
Je nach Zweckbestimmung kann die Maschengröße der Gittermatte bei
spielsweise im Bereich von 10 mm × 10 mm bis 70 mm × 70 mm liegen, und
die Belastbarkeit kann 30 Kilonewton bis 400 Kilonewton pro Meter betra
gen. Die Fäden der Kett- und Schußfadenstränge bestehen aus Chemiefaser
stoffen, insbesondere Polyamiden, Polyester, Polyethylen, Polypropylen,
Aramid oder dergl. Die Kett- und Schußfadenstränge und ihre Kreuzungs
stellen können mit Kunststoff wie PVC, Latex oder anderen Polymeren
ummantelt sein. Insbesondere zum Einsatz im Untertagebergbau kann die
Gittermatte mit einem Flammschutzmittel behandelt sein.
An den Kreuzungsstellen 8 sind die Schußfadenstränge 2 mit den Kettfa
densträngen 1 schiebefest miteinander verbunden. Die Verbindung kann
durch Raschelfäden, Nähfäden, durch Verweben oder durch Kleben oder
Schweißen hergestellt werden.
In den beiden Rand- und Überlappungsbereichen 3 der Gittermatte sind - mit
Ausnahme des Kettfadenstranges 1" am äußeren Rand der Gittermatte - die
Kettfadenstränge 1' um mindestens 25% verstärkt, und die Abstände der
verstärkten Kettfadenstränge 1' voneinander sind um mindestens 50%
vergrößert.
Besonders vorteilhaft ist eine Vergrößerung der Abstände der Kettfa
denstränge 1' im Randbereich um 100% und die Verstärkung dieser Kettfa
denstränge 1' um mindestens 50%. Im wesentlichen sollen die Kettfa
denstränge 1' im Randbereich um die Kettfäden verstärkt werden, die durch
Wegfall der Kettfadenstränge infolge der Abstandsvergrößerung entfallen.
Dadurch bleibt die Belastbarkeit über die Breite der Gittermatte gleich groß.
Gegenüber einer Gittermatte mit gleichbleibendem Abstand der Kettfa
denstränge voneinander entfällt bei der erfindungsgemäßen Gittermatte im
Randbereich 3 jeder zweite Kettfadenstrang, und die Kettfäden der entfallenden
Kettfadenstränge werden zur Verstärkung der verbleibenden Kettfa
denstränge 1' benutzt.
Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, wird durch die Vergrößerung der Abstände der
Kettfadenstränge 1' im Überlappungsbereich 3 das Einfädeln der Fädelele
mente 7 erheblich erleichtert. Durch die Verbreiterung der Kettfadenstränge
1' und damit auch der Kreuzungsstellen 8 wird auch die Verbindung der
Schußfadenstränge 2 mit den im Überlappungsbereich 3 befindlichen
Kettfadensträngen 1" erheblich verbessert, so daß größere in Schußrichtung
verlaufende Zugbelastungen von den miteinander verbundenen Gittermatten
5 und 6 aufgenommen werden können.
Eine zuverlässige Verbindung der beiden Gittermatten 5 und 6, die sich im
Randbereich überlappen, kommt dadurch zustande, daß Fädelelemente 7 in
Form einer Fädelstange aus Stahl oder Kunststoff oder eines Fädelseiles in
zwei Maschenreihen unter die Schußfadenstränge 2 der im Überlappungsbe
reich unten liegenden Gittermatte 6 und über die Schußfadenstränge 2 der im
Überlappungsbereich oben liegenden Gittermatte 5 eingefädelt werden.
Gittermatten können in unterschiedlichen Größen hergestellt werden.
Vorzugsweise sind diese Matten vier bis fünf Meter breit und zehn bis 40
Meter lang. Die Breite des Überlappungsbereiches beträgt 20 bis 40 cm, so
daß für die Fädelverbindung mindestens zwei in Kettrichtung verlaufende
Maschenreihen zur Verfügung stehen.
Bezugszeichenliste
1 Kettfadenstrang im Hauptbereich 4
1' Kettfadenstrang im Überlappungsbereich 3
1" Kettfadenstrang am äußeren Rand
2 Schußfadenstrang
3 Überlappungsbereich/Randbereich
4 Hauptbereich
5 linke Gittermatte
6 rechte Gittermatte
7 Fädelelement, Seil oder Stange
8 Kreuzungsstelle
1' Kettfadenstrang im Überlappungsbereich 3
1" Kettfadenstrang am äußeren Rand
2 Schußfadenstrang
3 Überlappungsbereich/Randbereich
4 Hauptbereich
5 linke Gittermatte
6 rechte Gittermatte
7 Fädelelement, Seil oder Stange
8 Kreuzungsstelle
Claims (4)
1. Gittermatte mit in Längs- oder Kettrichtung in regelmäßigen Abständen
verlaufenden Kettfadensträngen (1) und in Quer- oder Schußrichtung in
regelmäßigen Abständen verlaufenden Schußfadensträngen (2), die an den
Kreuzungsstellen (8) mit den Kettfadensträngen (1) durch Rascheln, Vernä
hen, Verweben, Kleben oder Schweißen mit den Kettfadensträngen (1)
verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß in den in Kettrichtung verlaufenden Randbe
reichen (3) der Gittermatte, die bei Verlegen und Verbinden nebeneinander
verlegter Gittermatten (5, 6) einander überlappen, der Abstand von minde
stens zwei benachbarten Kettfadensträngen (1') um mindestens 50% größer
ist als der Abstand der übrigen Kettfadenstränge (1) voneinander und die
Breite und Festigkeit dieser Kettfadenstränge (1') um mindestens 25%
größer ist als die Breite und Festigkeit der übrigen Kettfadenstränge (1).
2. Gittermatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
drei Kettfadenstränge (1') im Randbereich (3) einen etwa doppelt so großen
Abstand voneinander haben wie die Kettfadenstränge (1) im Hauptbereich
(4) und die Breite und Belastbarkeit um mindestens 50% größer ist als die
Breite und Belastbarkeit der übrigen Kettfadenstränge (1).
3. Gittermatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Randbe
reich (3) jeder zweite Kettfadenstrang (1) des regelmäßigen Rasters entfällt,
so daß sich der Abstand der verbleibenden Kettfadenstränge (1') verdoppelt
und die Kettfäden der entfallenden Kettfadenstränge (1) den zu verstärken
den Kettfadensträngen (1') zugeordnet sind.
4. Gittermatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite Gittermatte (5) mit ihrem Randbereich (3) den Randbereich
(3) einer ersten Gittermatte (6) überlappt, wobei die Maschenreihen zwi
schen den verstärkten Kettfadensträngen (1') im wesentlichen übereinander
liegen und in die breiteren Maschenreihen Fädelstangen oder Fädelseile (7)
eingefädelt sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Country Status (3)
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: HUESKER SYNTHETIC GMBH, 48712 GESCHER, DE |
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| R008 | Case pending at federal patent court | ||
| R010 | Appeal proceedings settled by withdrawal of appeal(s) or in some other way | ||
| R003 | Refusal decision now final |
Effective date: 20110810 |