DE1011212B - Zitzengummi fuer Melkbecher - Google Patents
Zitzengummi fuer MelkbecherInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/08—Teat-cups with two chambers
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Environmental Sciences (AREA)
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Description
DEUTSCHES
Zitzengummi für Melkbecher von Melkmaschinenanlagen sind bisher so ausgebildet, daß sie einen kreisrunden
Querschnitt mit auf dem ganzen Umfang gleichbleibender Wandungsdicke besitzen, wobei ein
zylindrischer Teil im Melkbecher liegt, der das Ende der Zitze bzw. einen Teil derselben aufnimmt. Beim
Entlastungstakt, d. h. dann, wenn das Innere des Zitzengummis unter Vakuum steht und der Melkbecher
an die Außenluft angeschlossen ist, wird der Zitzengummi versuchen, sich flach zusammenzulegen
und die Zitze ebenfalls flach zusammenzudrücken. Es wird also bisher einmal ein unnatürliches Zusammendrücken
der Zitze vorgenommen, was für das Tier unangenehm ist, und zum anderen wird unterhalb der
Zitze kein absoluter Abschluß des Gummis zwischen Zitze und der zum Pulsator führenden Leitung erreicht,
so daß auch keine absolute Entlastung eintritt, da der Gummi sich praktisch nur im Mittelteil flach
zusammendrückt. Da somit nur eine unvollständige Entlastung eintritt, wird auch die Öffnung der Schließmuskeln
beim folgenden Arbeitstakt entsprechend unvollkommen sein. Beim Entlastungstakt versucht das
Vakuum nicht nur den Mittelteil, sondern auch die Wandung des Gummis an den beiden Knickstellen
flach zusammenzudrücken. Dem widersetzt sich aber der Gummi, da er auf dem ganzen Umfang gleiche
Wandungsstärke aufweist, so daß der Gummi an den beiden Knickstellen besonders stark beansprucht wird
und hier zu Brüchen neigt, d. h., die Lebensdauer dieser bekannten Zitzengummis wird durch diese Beanspruchung
stärker begrenzt.
Es ist verständlich, daß für das Tier beim Entlastungstakt eine radiale allseitig gleichmäßige Kontraktion
des Zitzengummis das Ideal wäre, da eine Annäherung an eine kreisförmige bzw. blendenförmige
Verengung für das Tier naturgemäß am günstigsten und angenehmsten ist. Um dies möglichst angenähert
zu erreichen, ist schon vorgeschlagen worden, den Zitzengummi innerhalb des Melkbechers auf der ganzen
Höhe oder auf einem Teil der Höhe mit mindestens drei längs verlaufenden in gleichen Umfangsabständen
angeordneten Knickstellen zu versehen, die so ausgebildet sind, daß der Zitzengummi unter
innerem Vakuum einen Querschnitt annimmt, bei dem die Teile zwischen den Knickstellen nach innen einbiegen
und sich unterhalb der Zitze fest und dicht aneinanderlegen. Die Knickstellen der bekannten
Zitzengummis werden dadurch erreicht, daß die Wandung des Gummis unter Beibehaltung einer inneren
Kreisform der Wandung verstärkt wird. Dadurch kippen die Wandungsflächen des Gummis zwischen den
durch die Verstärkungen gebildeten Knickstellen unterhalb der Zitze beim Entlastungstakt von der nach
außen gerichteten Wölbung zwar plötzlich nach innen Zitzengummi für Melkbecher
Anmelder:
Utina-Elektrowerk G.m.b.H.,
Eutin (Holst.), Elisabethstr. 72
Eutin (Holst.), Elisabethstr. 72
Karl Baschant, Lübeck,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
gerichtet um und legen sich mit einem Teil ihrer Innenflächen gegeneinander, jedoch nicht dort, wo sich
die durch die vergrößerte Wandungsdicke gebildeten Knickstellen befinden, da die größere Wandungsdicke
ein scharfes Einknicken des Zitzengummis verhindert, wie ohne weiteres verständlich ist. Der Gummi wird
daher unterhalb der Zitze gegenüber dem Vakuum zwar plötzlich, aber nur teilweise abgeschlossen. Beim
Arbeitstakt werden sich die vorerwähnten Wandungsflächen plötzlich wieder nach außen wölben. Das nicht
vollständige Abschließen der Zitze gegenüber dem Vakuum beeinflußt das Ausmelken ungünstig und verlängert
die Melkzeiten unnötig.
Um nun einerseits beim Entlastungstakt ein plötzliches vollständiges Abschließen der Zitze gegenüber
dem Vakuum und umgekehrt ein plötzliches volles öffnen des Zitzengummis unterhalb der Zitze beim
Arbeitstakt zu erreichen, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, daß bei Zitzengummis mit mindestens drei
längs verlaufenden Knickstellen diese Knickstellen durch auf der Innenseite der Zitzengummis vorgesehene
längs verlaufende, nutenförmige Ausnehmungen gebildet sind. Vorteilhaft bestehen die Knickstellen
aus längs verlaufenden Ausbauchungen der Zitzengummiwandung. Durch diese Knickstellen können
sich die Innenflächen des Zitzengummis beim Entlastungstakt unterhalb der Zitze voll gegeneinanderlegen,
auch unmittelbar an den Knickstellen, so daß ein volles und plötzliches Abschließen der Zitze gegenüber
dem Vakuum erfolgt. Da eine Melkmaschinenanlage um so besser arbeitet, je kürzer und plötzlicher
die Zeiten für das volle Schließen in den Zitzengummis sind, und zwar in Übereinstimmung mit der
gewünschten plötzlichen vollen Freigabe der Pulsatorquerschnitte, so wird diese bessere Arbeit aus den vorerwähnten
Gründen durch die erfindungsgemäßen Zitzengummis erreicht, abgesehen davon, daß die
Zitzen beim Entlastungstakt jetzt nicht mehr flach, sondern im wesentlichen allseitig radial zusammen-
709 550/41
1 Oil
gedrückt werden, was naturgemäß eine angenehmere Massage der Zitze darstellt als ein unnatürliches
flaches Zusammendrücken.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele
gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 einen axialen Längsschnitt durch einen Melkbecher
mit Zitzengummi,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Zitzengummi.
Der Zitzengummi gemäß der Erfindung kann zunächst in üblicher Weise ausgebildet sein, d. h., er
kann einen Kopfteil 1 aufweisen, der mit einem Ringflansch 2 über das Oberende des Melkbechers 3 faßt
und der nach oben durch eine durchbrochene dünnere Wandung zum Einführen der Zitze abgeschlossen ist.
Der zylindrische Teil 4 des Zitzengummis kann im Unterende des Melkbechers in beliebiger Weise befestigt
und mit einem Anschluß an die Vakuumleitung verbunden werden. Der Melkbecher 3 steht über einen
Stutzen 5 und eine Schlauchleitung in bekannter Weise mit dem Pulsator in Verbindung, so daß der Melkbecher
3 abwechselnd an die Vakuumleitungen und die Außenluft angeschlossen werden kann.
Der zylindrische Zitzengummiteil 4 besaß bisher in der Praxis einen Querschnitt entsprechend Fig. 3, d. h.,
der Gummi war auf dem ganzen Umfang mit gleichmäßiger Wandungsstärke ausgebildet. Beim Entlastungstakt
nahm dieser Zitzengummi unterhalb des Zitzenendes die in Fig. 3 gestrichelt dargestellte Profilierung
an, d. h., die Gummis wurden so deformiert, daß sie im Mittelteil flach aneinanderlagen, während
sie an den Knickstellen eine abgerundete Form annahmen. Es ist verständlich, daß dadurch ein
dichter Abschluß des Zitzengummis zwischen Zitze und Vakuum nicht eintreten konnte, so daß damit eine
einwandfreie Arbeit nicht erreicht werden konnte, zu der erforderlich ist, daß ein dichter Abschluß zwischen
Zitze und Vakuum während des Entlastungstaktes vorhanden ist, wie schon einleitend auseinandergesetzt
wurde.
Um nun einen möglichst vollen dichten Abschluß zwi sehen Zitze und Vakuum beim Entlastungstakt zu erreichen,
wird nach der Erfindung von einer bekannten Ausführung ausgegangen, bei der durch eine entsprechende
Profilierung des Zitzengummis innerhalb des Melkbechers mindestens drei längs verlaufende, in
gleichmäßigen Umfangsabständen angeordnete, durch Wandungsverstärkungen gebildete 'Knickstellen vorgesehen
sind, zwischen denen die Flächenteile der Zitzengummis zwischen den Knickstellen nach innen
einbiegen, sobald der Entlastungstakt einsetzt und sich mit diesen Flächenteilen unterhalb der Zitze fest
und dicht aneinander legen.
Da, wie schon erwähnt, derartige Knickstellen ein Aneinanderlegen der Zitzengummiinnenfläche an den
Knickstellen nicht zulassen, werden die Knickstellen nach der Erfindung gemäß Fig. 2 so ausgebildet, daß
drei oder mehr Knickstellen aus längs verlaufenden Ausbauchungen α der Zitzengummiwandung bestehen,
so daß sich die Innenfläche des Gummis beim Entlastungstakt unterhalb der Zitze plötzlich so zusammenlegt,
wie gestrichelt in Fig. 2 angedeutet ist.
Claims (2)
1. Zitzengummi für Melkbecher, die innerhalb des Bechers über die ganze Länge oder einen Teil
ihrer Länge mit mindestens drei in gleichen Umfangsabständen angeordneten Knickstellen versehen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Knickstellen (α) durch auf der Innenseite des Zitzengummis
vorgesehene längs verlaufende, nutenför-^ mige Ausnehmungen gebildet sind.
2. Zitzengummi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Knickstellen aus längs verlaufenden
Ausbauchungen der Zitzengummiwandung bestehen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 276 396.
Schweizerische Patentschrift Nr. 276 396.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 55W41 6.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU4022A DE1011212B (de) | 1956-07-20 | 1956-07-20 | Zitzengummi fuer Melkbecher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU4022A DE1011212B (de) | 1956-07-20 | 1956-07-20 | Zitzengummi fuer Melkbecher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1011212B true DE1011212B (de) | 1957-06-27 |
Family
ID=7565475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU4022A Pending DE1011212B (de) | 1956-07-20 | 1956-07-20 | Zitzengummi fuer Melkbecher |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1011212B (de) |
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- 1956-07-20 DE DEU4022A patent/DE1011212B/de active Pending
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