DE10106902A1 - Komplexverbindungen und ihre Verwendung zur Polymerisation von Olefinen - Google Patents
Komplexverbindungen und ihre Verwendung zur Polymerisation von OlefinenInfo
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Abstract
DOLLAR F1 Die vorliegende Erfindung betrifft Komplexverbindungen der allgemeinen Formel Ia bis d, DOLLAR A wobei M ein Element der Gruppen 6 bis 10 des Periodensystems der Elemente ist, bevorzugt Ni. DOLLAR A Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Polymerisation und Copolymerisation von Olefinen, beispielsweise in Suspensionspolymerisationsverfahren, Gasphasenpolymerisationsverfahren, Massepolymerisationsverfahren oder Emulsionspolymerisationsverfahren.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Komplexverbindungen der allge
meinen Formel Ia bis d,
bei denen die Variablen wir folgt definiert sind:
M ein Element der 6. bis 10. Gruppe des Periodensystems der Elemente in der Oxidationsstufe +2 bis +4,
Nu ausgewählt aus O, S oder N-R7;
R1 bis R7 ausgewählt aus
Wasserstoff,
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C2-C8-Alkenyl, substituiert oder unsubstituiert, mit ein bis 4 isolierten oder konjugierten Doppelbindungen;
C3-C12-Cycloalkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy, substituiert oder unsubstituiert,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
fünf- bis sechsgliedrigen stickstoffhaltigen Heteroaryl resten, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
wobei räumlich benachbarte Reste R1 bis R7 miteinander zu einem 5- bis 12-gliedrigen Ring verbunden sein können;
L1 ein organischer oder anorganischer Neutralligand,
L2 ein organischer oder anorganischer anionischer Ligand, wobei L1 und L2 miteinander durch eine oder mehrere kovalente Bindungen verknüpft sein können,
z eine ganze Zahl von 1 bis 3,
R8 bis R10 gleich oder verschieden und ausgewählt werden aus Was serstoff, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl.
M ein Element der 6. bis 10. Gruppe des Periodensystems der Elemente in der Oxidationsstufe +2 bis +4,
Nu ausgewählt aus O, S oder N-R7;
R1 bis R7 ausgewählt aus
Wasserstoff,
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C2-C8-Alkenyl, substituiert oder unsubstituiert, mit ein bis 4 isolierten oder konjugierten Doppelbindungen;
C3-C12-Cycloalkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy, substituiert oder unsubstituiert,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
fünf- bis sechsgliedrigen stickstoffhaltigen Heteroaryl resten, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
wobei räumlich benachbarte Reste R1 bis R7 miteinander zu einem 5- bis 12-gliedrigen Ring verbunden sein können;
L1 ein organischer oder anorganischer Neutralligand,
L2 ein organischer oder anorganischer anionischer Ligand, wobei L1 und L2 miteinander durch eine oder mehrere kovalente Bindungen verknüpft sein können,
z eine ganze Zahl von 1 bis 3,
R8 bis R10 gleich oder verschieden und ausgewählt werden aus Was serstoff, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung der erfindungsgemäßen Komplexverbindungen aus Ligan
den der allgemeinen Formel II,
und ein Verfahren zur Polymerisation oder Copolymerisation von
Olefinen unter Verwendung einer Komplexverbindung der allgemeinen
Formeln I.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung von Trägerkatalysatoren für die Polymerisation unter
Verwendung der erfindungsgemäßen Komplexverbindung der allge
meinen Formeln I sowie ein Verfahren zur Polymerisation oder
Copolymerisation von Olefinen unter Verwendung der erfindungs
gemäßen Trägerkatalysatoren.
Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Emulsionspolymerisation und -Copolymerisation von Olefinen unter
Verwendung einer Komplexverbindung der allgemeinen Formel Ia bis
Id.
Polymere und Copolymere von Olefinen sind wirtschaftlich von gro
ßer Bedeutung, weil die Monomere in großen Mengen leicht
zugänglich sind und weil sich die Polymere durch Variation des
Herstellverfahrens oder der Verarbeitungsparameter in weiten Be
reichen variieren lassen. Besondere Aufmerksamkeit beim Herstell
verfahren gilt dabei dem verwendeten Katalysator. Neben Ziegler-
Natta-Katalysatoren sind verschiedenartige Single-Site-
Katalysatoren von wachsender Bedeutung, wobei als Zentralatome
neben Zr wie beispielsweise in Metallocenkatalysatoren (H.-H.
Brintzinger et al., Angew. Chem. 1995, 107, 1255) auch Ni oder Pd
(WO 96/23010) oder Fe und Co (z. B. WO 98/27124) genauer unter
sucht worden sind. Die Komplexe von Ni, Pd, Fe und Co werden auch
als Komplexe später Übergangsmetalle bezeichnet.
Metallocenkatalysatoren haben für den großtechnischen Einsatz
Nachteile. Die am häufigsten verwendeten Metallocene, das sind
Zirkonocene und Hafnocene, sind hydrolyseempfindlich. Außerdem
sind die meisten Metallocene empfindlich gegenüber einer Vielzahl
von Katalysatorgiften wie beispielsweise Alkoholen, Ethern oder
CO, was eine sorgfältige Reinigung der Monomeren bedingt.
Während Ni- oder Pd-Komplexe (WO 96/23010) die Bildung hochver
zweigter, kommerziell wenig interessanter Polymere katalysieren,
führt die Verwendung von Fe- oder Co-Komplexen zur Bildung von
hochlinearem Polyethylen mit sehr geringen Anteilen an Comonomer.
Weiterhin sind Komplexe untersucht worden, mit Hilfe derer sich
Ethylen in Anwesenheit von Wasser polymerisieren oder copoly
merisieren lässt.
In WO 98/42664 sind Komplexe der Formel A und eng verwandte
Derivate mit Salicylaldiminliganden beschrieben sowie ihre
Verwendung zur Polymerisation von Olefinen
In WO 98/42665 sind Komplexe der Formel B und eng verwandte
Derivate beschrieben sowie ihre Verwendung zur Polymerisation von
Olefinen. Gemeinsam ist den Komplexen der Formeln A und B, dass
der Rest R am Imin-Stickstoff eine C1-C11-Alkylgruppe oder eine
ortho-substituierte Phenylgruppe bedeutet. Ihre Aktivität sollte
sich jedoch noch verbessern lassen.
Von den Komplexen der allgemeinen Formel A und B ist weiterhin
bekannt, dass sie auch in Anwesenheit geringer Mengen von Wasser
polymerisationsaktiv sind, ohne dass die katalytische Aktivität
Einbußen erleidet (WO 98/42664, insbesondere Seite 17, Zeile 14
ff; WO 98/42665, S. 16, Zeile 13). Diese Wassermengen dürfen je
doch 100 Äquivalente, bezogen auf den Komplex, nicht überschrei
ten (WO 98/42664, Seite 17, Zeile 33-35; WO 98/42665, Seite 16,
Zeile 30-31). Unter diesen Bedingungen kann jedoch keine Emul
sionspolymerisation durchgeführt werden. P. Tomov et al. haben in
Macromol. Symp. 2000, 150, 53 berichtet, dass sich einige zwei
kernige Ni-Komplexe als Katalysatoren für die Emulsionspolymeri
sation von Ethylen eignen. Die Synthese der genannten Komplexe
ist jedoch kompliziert.
In WO 98/30609 sind Derivate von A offengelegt, die sich zur
Polymerisation von Ethylen und Propylen eignen. Ihre Aktivität
ist indes nicht immer befriedigend.
In EP-A 0 874 005 werden weitere polymerisationsaktive Komplexe
offengelegt. Es handelt sich bei den Komplexen bevorzugt um Ti-
Komplexe mit Salicylaldiminliganden. Auch sie tragen Phenyl
substituenten oder substituierte Phenylsubstituenten am Aldimin-
Stickstoffatom (Seite 18-23) oder aber das Aldimin-Stickstoffatom
ist in einen 6-gliedrigen Ring eingebaut (Seite 31-32). Sie wei
sen jedoch eine große Empfindlichkeit gegenüber polaren
Verbindungen wie beispielsweise Wasser, Alkoholen oder Ether auf.
In DE-A 199 61 340, publiziert am . . ., wird gezeigt, dass Kom
plexe später Übergangsmetalle der allgemeinen Formeln C und D
sowie Mischungen derselben bevorzugt eignet um durch Emulsions
polymerisation Ethylen zu polymerisieren, wobei R bis R''''' für
Wasserstoff, Alkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Arylgruppen steht.
Die Aktivitäten sollte sich jedoch noch verbessern lassen. In A.
Held et al., J. Chem. Soc., Chem. Commun. 2000, 301 wird gezeigt,
dass sich Komplexe der allgemeinen Formel, bei denen R für
Phenyl und R" für eine SO3 --Gruppe steht, in wässrigem Medium
Ethylen polymerisieren. Auch ist die Aktivität von C noch nicht
optimal.
Aufgrund der großen kommerziellen Bedeutung von Polyolefinen ist
die Suche nach möglichst vielseitigen polymerisationsaktiven Kom
plexen mit möglichst hoher Aktivität auch weiterhin von großer
Bedeutung.
Deshalb bestand die Aufgabe,
- - neue Komplexverbindungen bereitzustellen, die zur Polymeri sation von Olefinen geeignet sind;
- - ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Komplex verbindungen bereitzustellen;
- - ein Verfahren zur Polymerisation oder Copolymerisation von Olefinen unter Verwendung der erfindungsgemäßen Komplexver bindungen bereitzustellen;
- - Trägerkatalysatoren für die Polymerisation von Olefinen sowie ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Träger katalysatoren unter Verwendung der erfindungsgemäßen Komplex verbindungen bereitzustellen;
- - mit den erfindungsgemäßen Trägerkatalysatoren Olefine zu po lymerisieren und zu copolymerisieren;
- - ein Verfahren zur Emulsionspolymerisation oder Copolymeri sation von Olefinen, insbesondere Ethylen, unter Verwendung der erfindungsgemäßen Komplexe bereitzustellen.
Überraschend wurde nun gefunden, dass die Aufgabe mit Hilfe von
solchen Komplexverbindungen gelöst werden kann, die die eingangs
definierten Strukturen der allgemeinen Formel Ia bis d auf
weisen.
In Formel Ia bis d sind die Variablen wie folgt definiert:
14 ein Element der 6. bis 10. Gruppe des Periodensystem der Ele
mente in der Oxidationsstufe von +2 bis +4. Bevorzugt ist M aus
gewählt aus Cr, Fe, Pd oder Ni. Besonders bevorzugt ist Ni.
Nu ist ausgewählt aus O, S und N-R7, wobei Sauerstoff bevorzugt
ist;
R1 bis R7 sind gleich oder verschieden und ausgewählt aus
R1 bis R7 sind gleich oder verschieden und ausgewählt aus
- - Wasserstoff,
- - C1-C18-Alkylgruppen, wie Methyl, Ethyl n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso- Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso- Amyl, n-Hexyl, iso-Hexyl, sec.-Hexyl, n-Heptyl, iso-Heptyl n- Octyl, n-Decyl, n-Dodecyl oder n-Octandecyl; bevorzugt C1-C12-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso-Amyl, n- Hexyl, iso-Hexyl, sec.-Hexyl oder n-Decyl, besonders bevor zugt C1-C4-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n- Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl und tert.-Butyl;
- - Unter den substituierten C1-C18-Alkylgruppen seien beispiel haft genannt: ein- oder mehrfach halogenierte C1-C8-Alkyl gruppen wie Fluormethyl, Difluormethyl Trifluormethyl, Chlormethyl, Dichlormethyl, Trichlormethyl, Brommethyl, Dibrommethyl, Tribrommethyl, Pentafluorethyl, Perfluorpropyl und Perfluorbutyl, besonders bevorzugt sind Fluormethyl, Difluormethyl, Trifluormethyl und Perfluorbutyl;
- - C2-C18-Alkenyl mit ein bis 4 isolierten oder konjugierten Doppelbindungen, beispielsweise Vinyl, 1-Allyl, 3-Allyl, ω-Butenyl, ω-Pentenyl, ω-Hexenyl, 1-cis-Buta-1,3-dienyl oder 1-cis-Hexa-1,5-dienyl.
- - Unter den substituierten C2-C18-Alkenylgruppen seien beispiel haft genannt: Isopropenyl, 1-Isoprenyl α-Styryl, β-Styryl, 1-cis-1,2-Phenylethenyl oder 1-trans-1,2-Phenylethenyl.
- - C3-C12-Cycloalkyl wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Cyclononyl, Cyclodecyl, Cycloundecyl und Cyclododecyl; bevorzugt sind Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloheptyl;
- - unter den substituierten Cycloalkylgrupen seien beispielhaft
genannt:
2-Methylcyclopentyl, 3-Methylcyclopentyl, cis-2,4-Dimethyl cyclopentyl, trans-2,4-Dimethylcyclopeityl, cis-2,5-Dimethyl cyclopentyl, trans-2,5-Dimethylcyclopeityl, 2,2,5,5-Tetra methylcyclopentyl, 2-Methylcyclohexyl, 3-Methylcyclohexyl, 4-Methylcyclohexyl, cis-2,6-Dimethylcyclohexyl, trans-2,6- Dimethylcyclohexyl, cis-2,6-Diisopropylcyclohexyl, trans-2,6- Diisopropylcyclohexyl, 2,2,6,6-Tetramethylcyclohexyl, 2-Methoxycyclopentyl, 2-Methoxycyclohexyl, 3-Methoxycyclo pentyl, 3-Methoxycyclohexyl, 2-Chlorcyclopentyl, 3-Chlor cyclopentyl, 2,4-Dichlorcyclopentyl, 2,2,4,4-Tetrachlorcyclo pentyl, 2-Chlorcyclohexyl, 3-Chlorcycl hexyl, 4-Chlorcyclo hexyl, 2,5-Dichlorcyclohexyl, 2,2,6,6-Fetrachlorcyclohexyl, 2-Thiomethylcyclopentyl, 2-Thiomethylcyclohexyl, 3-Thio methylcyclopentyl, 3-Thiomethylcyclohexyl und weitere Derivate; - - C7-C13-Aralkyl, bevorzugt C7- bis C12-Phenylalkyl wie Benzyl, 1-Phenethyl, 2-Phenethyl, 1-Phenyl-propyl, 2-Phenyl-propyl, 3-Phenyl-propyl, Neophyl (1-Methyl-1-phenylethyl), 1-Phenyl butyl, 2-Phenyl-butyl, 3-Phenyl-butyl und 4-Phenyl-butyl, be sonders bevorzugt Benzyl;
- - C6-C14-Aryl, beispielsweise Phenyl, 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 1-Anthryl, 2-Anthryl, 9-Anthryl, 1-Phenanthryl, 2-Phenant hryl, 3-Phenanthryl, 4-Phenanthryl und 9-Phenanthryl, bevor zugt Phenyl, 1-Naphthyl und 2-Naphthyl besonders bevorzugt Phenyl;
- - C6-C14-Aryl wie Phenyl, 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 1-Anthryl, 2-Anthryl, 9-Anthryl, 1-Phenanthryl, 2-Phenanthryl, 3-Phenanthryl, 4-Phenanthryl und 9-Phenanthryl, gleich oder verschieden substituiert durch eine oder mehrere
- - C1-C18-Alkylgruppen, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso- Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n- Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso-Amyl, n-Hexyl, iso-Hexyl, sec.- Hexyl, n-Heptyl, iso-Heptyl n-Octyl, n-Decyl, n-Dodecyl oder n-Octadecyl; bevorzugt C1-C12-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.- Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso-Amyl, n-Hexyl, iso- Hexyl, sec.-Hexyl oder n-Decyl, besonders bevorzugt C1-C4-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n- Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl und tert.-Butyl;
- - Unter den substituierten C1-C18-Alkylgruppen seien bei spielhaft genannt: ein- oder mehrfach halogenierte C1-C8-Alkylgruppen wie Fluormethyl Difluormethyl, Tri fluormethyl, Chlormethyl, Dichlormethyl, Trichlormethyl, Brommethyl, Dibrommethyl, Tribrommethyl, Pentafluorethyl, Perfluorpropyl und Perfluorbutyl, besonders bevorzugt sind Fluormethyl, Difluormethyl, Trifluormethyl und Per fluorbutyl;
- - C2-C18-Alkenyl mit ein bis 4 isolierten oder konjugierten Doppelbindungen, beispielsweise Vinyl, 1-Allyl, 3-Allyl, ω-Butenyl, ω-Pentenyl, ω-Hexenyl, 1-cis-Buta-1,3-dienyl oder 1-cis-Hexa-1,5-dienyl.
- - Unter den substituierten C2-C8-Alkenylgruppen seien bei spielhaft genannt: Isopropenyl, 1-Isoprenyl, α-Styryl, β-Styryl, 1-cis-1,2-Phenylethenyl oder 1-trans-1,2-Phe nylethenyl.
- - C3-C12-Cycloalkyl wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclo pentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Cyclononyl, Cyclodecyl, Cycloundecyl und Cyclododecyl; bevorzugt sind Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloheptyl;
- - C7-C13-Aralkyl, bevorzugt C7- bis C12-Phenylalkyl wie Benzyl, 1-Phenethyl, 2-Phenethyl, 1-Phenyl-propyl, 2-Phe nyl-propyl, 3-Phenyl-propyl, Neophyl (1-Methyl-1-phenyl ethyl), 1-Phenyl-butyl, 2-Phenyl-butyl, 3-Phenyl-butyl und 4-Phenyl-butyl, besonders bevorzugt Benzyl;
- - C6-C14-Aryl, beispielsweise Phenyl 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 1-Anthryl, 2-Anthryl, 9-Anthryl, 1-Phenanthryl, 2-Phenanthryl, 3-Phenanthryl, 4-Phenanthryl und 9-Phenanthryl, bevorzugt Phenyl, 1-Naphthyl und 2-Naphthyl, besonders bevorzugt Phenyl;
- - Halogen, beispielsweise Fluor, Chlor, Brom oder Iod, be sonders bevorzugt Fluor oder Chlor;
- - C1-C6-Alkoxygruppen wie Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, iso- Propoxy, n-Butoxy, iso-Butoxy, sec.-Butoxy, tert.-Butoxy, n-Pentoxy, iso-Pentoxy, n-Hexoxy und iso-Hexoxy, beson ders bevorzugt Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy und n-Butoxy;
- - C6-C14-Aryloxygruppen wie Phenoxy, ortho-Kresyloxy, meta- Kresyloxy, para-Kresyloxy, α-Naphthoxy, β-Naphthoxy oder 9-Anthryloxy;
- - Silylgruppen SiR8R9R10, wobei R8 bis R10 unabhängig von einander aus Wasserstoff, C1-C8-Alkylgruppen, Benzyl resten und C6-C14-Arylgruppen ausgewählt sind; bevorzugt sind die Trimethylsilyl-, Triethylsilyl-, Triisopropyl silyl-, Diethylisopropylsilyl-, Dimethylthexylsilyl-, tert.-Butyldimethylsilyl-, tert.Butyldiphenylsilyl-, Tribenzylsilyl-, Triphenylsilyl- und die Tri-para-xylyl silylgruppe; besonders bevorzugt sind die Trimethylsilyl gruppe und die tert.-Butyldimethylsilylgruppe;
- - Silyloxygruppen OSiR8R9R10, wobei R8 bis R10 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, C1-C8-Alkylgruppen, Benzyl resten und C6-C14-Arylgruppen ausgewählt sind; bevorzugt sind die Trimethylsilyloxy-, Triethylsilyloxy-, Triiso propylsilyloxy-, Diethylisopropylsilyloxy-, Dimethyl thexylsilyloxy-, tert.-Butyldimethylsilyloxy-, tert. Butyldiphenylsilyloxy-, Tribenzylsilyloxy-, Triphenyl silyloxy- und die Tri-para-xylylsilyloxygruppe; besonders bevorzugt sind die Trimethylsilyloxygruppe und die tert. Butyldimethylsilyloxygruppe;
- - fünf- bis sechsgliedrigen stickstoffhaltigen Heteroarylresten wie beispielsweise N-Pyrrolyl, Pyrrol-2-yl, Pyrrol-3-yl, N- Imidazolyl, 2-Imidazolyl, 4-Imidazolyl, 1,2,4-Triazol-3-yl, 1,2,4-Triazol-4-yl, 2-Pyridyl, 3-Pyridyl, 4-Pyridyl, 3-Pyridazinyl, 4-Pyridazinyl, 2-Pyrimidinyl, 4-Pyrimidinyl, 5-Pyrimidinyl, N-Indolyl und N-Carbazolyl;
- - fünf- bis sechsgliedrigen stickstoffhaltigen Heteroarylresten wie beispielsweise N-Pyrrolyl, Pyrrol-2-yl, Pyrrol-3-yl, N- Imidazolyl, 2-Imidazolyl, 4-Imidazolyl, 1,2,4-Triazol-3-yl, 1,2,4-Triazol-4-yl, 2-Pyridyl, 3-Pyridyl, 4-Pyridyl, 3-Pyridazinyl, 4-Pyridazinyl, 2-Pyrimidinyl, 4-Pyrimidinyl, 5-Pyrimidinyl, N-Indolyl und N-Carbazolyl, gleich oder ver schieden einfach oder mehrfach substituiert mit
- - C1-C18-Alkylgruppen, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso- Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n- Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso-Amyl, n-Hexyl, iso-Hexyl, sec.- Hexyl, n-Heptyl, iso-Heptyl n-Octyl, n-Decyl, n-Dodecyl oder n-Octadecyl; bevorzugt C1-C12-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.- Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso-Amyl, n-Hexyl, iso- Hexyl, sec.-Hexyl oder n-Decyl, besonders bevorzugt C1-C4-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n- Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl und tert.-Butyl;
- - Unter den substituierten C1-C18-Alkylgruppen seien bei spielhaft genannt: ein- oder mehrfach halogenierte C1-C8-Alkylgruppen wie Fluormethyl, Difluormethyl, Tri fluormethyl, Chlormethyl, Dichlormethyl, Trichlormethyl, Brommethyl, Dibrommethyl, Tribrommethyl, Pentafluorethyl, Perfluorpropyl und Perfluorbutyl, besonders bevorzugt sind Fluormethyl, Difluormethyl, Trifluormethyl und Per fluorbutyl;
- - C2-C18-Alkenyl mit ein bis 4 isolierten oder konjugierten Doppelbindungen, beispielsweise Vinyl, 1-Allyl, 3-Allyl, ω-Butenyl, ω-Pentenyl, ω-Hexenyl, 1-cis-Buta-1,3-dienyl oder 1-cis-Hexa-1,5-dienyl.
- - Unter den substituierten C2-C8-Alkenylgruppen seien bei spielhaft genannt: Isopropenyl, 1-Isoprenyl, α-Styryl, β-Styryl, 1-cis-1,2-Phenylethenyl oder 1-trans-1,2- Phenylethenyl.
- - C3-C12-Cycloalkyl wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclo pentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Cyclononyl, Cyclodecyl, Cycloundecyl und Cyclododecyl; bevorzugt sind Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloteptyl;
- - C7-C13-Aralkyl, bevorzugt C7- bis C12-Phenylalkyl wie Benzyl, 1-Phenethyl, 2-Phenethyl, 1-Phenyl-propyl, 2-Phenyl-propyl, 3-Phenyl-propyl, Neophyl (1-Methyl-1- phenylethyl), 1-Phenyl-butyl, 2-Phenyl-butyl, 3-Phenyl- butyl und 4-Phenyl-butyl, besondeis bevorzugt Benzyl;
- - C6-C14-Aryl, beispielsweise Phenyl 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 1-Anthryl, 2-Anthryl, 9-Anthryl, 1-Phenant hryl, 2-Phenanthryl, 3-Phenanthryl, 4-Phenanthryl und 9-Phenanthryl, bevorzugt Phenyl, 1-Naphthyl und 2-Naphthyl, besonders bevorzugt Phenyl;
- - Halogen, beispielsweise Fluor, Chlor, Brom oder Iod, be sonders bevorzugt Fluor oder Chlor;
- - C1-C6-Alkoxygruppen wie Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, iso- Propoxy, n-Butoxy, iso-Butoxy, sec.-Butoxy, tert.-Butoxy, n-Pentoxy, iso-Pentoxy, n-Hexoxy und iso-Hexoxy, beson ders bevorzugt Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy und n-Butoxy;
- - C6-C14-Aryloxygruppen wie Phenoxy, ortho-Kresyloxy, meta- Kresyloxy, para-Kresyloxy, α-Naphthoxy, β-Naphthoxy oder 9-Anthryloxy;
- - Silylgruppen SiR8R9R10, wobei R6 bis R10 unabhängig von einander aus Wasserstoff, C1-C8-Alkylgruppen, Benzyl resten und C6-C14-Arylgruppen ausgewählt sind; bevorzugt sind die Trimethylsilyl-, Triethylsilyl-, Triisopropyl silyl-, Diethylisopropylsilyl-, Dimethylthexylsilyl-, tert.-Butyldimethylsilyl-, tert.-Butyldiphenylsilyl-, Tribenzylsilyl-, Triphenylsilyl- und die Tri-para-xylyl silylgruppe; besonders bevorzugt sind die Trimethylsilyl gruppe und die tert.-Butyldimethylsilylgruppe;
- - Silyloxygruppen OSiR8R9R10, wobei R8 bis R10 unabhängig voneinander aus Wasserstoff, C1-C8-Alkylgruppen, Benzyl resten und C6-C14-Arylgruppen ausgewählt sind; bevorzugt sind die Trimethylsilyloxy-, Triethylsilyloxy-, Triiso propylsilyloxy-, Diethylisopropylsilyloxy-, Dimethyl thexylsilyloxy-, tert.-Butyldimethylsilyloxy-, tert.- Butyldiphenylsilyloxy-, Tribenzylsilyloxy-, Triphenyl silyloxy- und die Tri-para-xylylsilyloxygruppe; besonders bevorzugt sind die Trimethylsilylcxygruppe und die tert.- Butyldimethylsilyloxygruppe;
In einer besonderen Ausführungsform können benachbarte Reste R1
bis R7 miteinander zu einem 5 bis 12-gliedrigen Ring verbunden
sein. Beispielsweise können R1 und R6 zusammen sein: -(CH2)3-
(Trimethylen), -(CH2)4- (Tetramethylen), -(CH2)5- (Pentamethylen),
-(CH2)6- (Hexamethylen), -CH2-CH=CH-, -CH2-H=CH-CH2-, -CH=CH-CH=CH-, -O-CH2-O-,
-O-CHMe-O-, -O-CH-(C6H5)-O-, -O-CH2-CH2-O-, -O-CMe2-O-, -NMe- CH2-CH2-NMe-,
-NMe-CH2-NMe- oder -O-SiMe2-O- mit Me=CH3. In einem bevorzugten Beispiel bilden R1 und R6 zusammen eine 1,2-Butadien-1,4-diyl-Ein heit, die ihrerseits mit C1-C8-Alkyl ein oder mehrfach substi tuiert sein kann. In einem weiteren bevorzugten Beispiel bilden R2 und R4 zusammen eine 1,3-Butadien-1,4-diyl-Einheit, die ihrerseits mit C1-C8-Alkyl ein oder mehrfach substituiert sein können.
-(CH2)6- (Hexamethylen), -CH2-CH=CH-, -CH2-H=CH-CH2-, -CH=CH-CH=CH-, -O-CH2-O-,
-O-CHMe-O-, -O-CH-(C6H5)-O-, -O-CH2-CH2-O-, -O-CMe2-O-, -NMe- CH2-CH2-NMe-,
-NMe-CH2-NMe- oder -O-SiMe2-O- mit Me=CH3. In einem bevorzugten Beispiel bilden R1 und R6 zusammen eine 1,2-Butadien-1,4-diyl-Ein heit, die ihrerseits mit C1-C8-Alkyl ein oder mehrfach substi tuiert sein kann. In einem weiteren bevorzugten Beispiel bilden R2 und R4 zusammen eine 1,3-Butadien-1,4-diyl-Einheit, die ihrerseits mit C1-C8-Alkyl ein oder mehrfach substituiert sein können.
L1 wird gewählt anorganischen oder organischen Neutralliganden,
beispielsweise aus Phosphanen der Formel (R11)xPH3-x oder Ami
nen der Formel (R11)xNH3-x, wobei x eins ganze Zahl von 0 und
3 bedeutet. Aber auch Ether (R11)2O wie beispielsweise
Dialkylether, z. B. Diethylether, oder cyclische Ether, wie
beispielsweise Tetrahydrofuran, H2O, Alkohole (R11)OH wie
Methanol oder Ethanol, Pyridin, Pyridinderivate der Formel
C5H5-x(R13)xN, wie beispielsweise 2-Picolin, 3-Picolin,
4-Picolin, 2,3-Lutidin, 2,4-Lutidin, 2,5-Lutidin, 2,6-Lutidin
oder 3,5-Lutidin, CO, C1-C12-Alkylnitrile oder C6-C14-Aryl
nitrile sind geeignet, wie Acetonitril, Propionitril, Butyro
nitril oder Benzonitril. Weiterhin körnen einfach oder mehr
fach ethylenisch ungesättigte Doppelbindungssysteme als
Ligand dienen, wie Ethenyl, Propenyl, cis-2-Butenyl,
trans-2-Butenyl, Cyclohexenyl oder Norbornenyl.
L2 wird ausgewählt anorganischen oder organischen anionischen
Liganden, beispielsweise aus
- - Halogenidionen wie Fluorid, Chlorid, Bromid, oder Iodid, bevorzugt sind Chlorid und Bromid,
- - Amidanionen (R11)x-1NH2-x, wobei x eine ganze Zahl von 0 bis 3 bedeutet,
- - C1-C6-Alkylanionen wie (CH3)-, (C2H5)-, (C3H7)-, (n-C4H9)-, (tert.-C4H9)- oder (C6H14);
- - Allylanionen oder Methallylanionen,
- - Benzylanionen oder
- - Arylanionen wie (C6H5)-.
z ist eine ganze Zahl von 1 bis 3, wie 0, 1, 2 oder 3;
R1 sind gleich oder verschieden und ausgewählt aus Wasserstoff,
C1-C8-Alkylgruppen,
Benzylresten und
C6-C14-Arylgruppen, wobei diese Gruppen wie vorstehend defi niert sind und wobei 2 Reste R11 miteinander kovalent ver knüpft sein können.
In einer besonderen Ausführungsform sind L1 und L2 miteinander
durch eine oder mehrere kovalente Bindungen verknüpft. Beispiele
für solche Liganden sind 1,5-Cyclooctadienyl--Liganden ("COD"),
1,6-Cyclodecenyl-Liganden oder 1,5,9-all-trans-Cyclododeca
trienyl-Liganden.
In einer weiteren besonderen Ausführung ist L1 Tetramethylethylen
diamin, wobei nur ein Stickstoff mit dem Nickel koordiniert.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Komplexverbindungen der
allgemeinen Formel Ia bis d erfolgt im Allgemeinen aus Liganden
der allgemeinen Formel IIa beziehungsweise IIb, in denen die
Variablen wie oben definiert sind. Zur Synthese der erfindungs
gemäßen Komplexverbindungen werden die Liganden zunächst mit
Hilfe einer Base deprotoniert und anschließend mit Metall
verbindungen der allgemeinen Formeln MX2, MX3, MX4 oder ML1L2 um
gesetzt.
Als Base können die in der Metallorganischen Chemie gängigen
Metallalkyle verwendet werden wie beispielsweise Methyllithium,
Ethyllithium, n-Butyllithium, sec-Butyllithium, tert.-Butyl
lithium oder Hexyllithium, weiterhin Grignard-Verbindungen wie
beispielsweise Ethylmagnesiumbromid, weiterhin Lithiumamid,
Natriumamid, Kaliumamid, Kaliumhydrid oder Lithiumdiisopropylamid
("LDA"). Als Lösemittel haben sich hochsiedende Lösemittel wie
Toluol, ortho-Xylol, meta-Xylol, para-Xylol, Ethylbenzol oder
Mischungen derselben als geeignet erwiesen, des Weiteren nicht
cyclische oder cyclische Ether wie 1,2-Dimethoxyethan, Tetra
hydrofuran oder Diethylether.
Diese Deprotonierung ist im Allgemeinen nach einigen Stunden be
endet, sinnvoll ist eine Reaktionsdauer von 2 bis 10 Stunden,
bevorzugt sind 3 bis 5 Stunden. Die Temperaturbedingungen sind im
Allgemeinen unkritisch, eine Durchführung bei Temperaturen von
-90°C bis -20°C hat sich als bevorzugt erwiesen.
Der deprotonierte Ligand und die Metallverbindung der allgemeinen
Formeln MX2, MX3, MX4 oder ML1L2 werden anschließend miteinander
umgesetzt.
X sind gleich oder verschieden und gewählt aus:
Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom oder Iod, bevorzugt sind Chlor und Brom;
Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom oder Iod, bevorzugt sind Chlor und Brom;
- - C1-C8-Alkylgruppen, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso- Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso- Amyl, n-Hexyl, iso-Hexyl, sec.-Hexyl, 1-Heptyl, iso-Heptyl und n-Octyl; bevorzugt C1-C6-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Pro pyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sic.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethyl propyl, iso-Amyl, n-Hexyl, iso-Hexyl, iec.-Hexyl, besonders bevorzugt C1-C4-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl und tert.-Butyl;
- - C3-C12-Cycloalkyl wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Cyclononyl, Cyclodecyl, Cycloundecyl und Cyclododecyl; bevorzugt sind Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloheptyl;
- - C7-C13-Aralkyl, bevorzugt C7- bis C12-Phenylalkyl wie Benzyl, 1-Phenethyl, 2-Phenethyl, 1-Phenyl-propyl, 2-Phenyl-propyl, 3-Phenyl-propyl, Neophyl (1-Methyl-1-phenylethyl), 1-Phenyl butyl, 2-Phenyl-butyl, 3-Phenyl-butyl and 4-Phenyl-butyl, be sonders bevorzugt Benzyl;
- - C6-C14-Aryl, beispielsweise Phenyl, 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 1-Anthryl, 2-Anthryl, 9-Anthryl, 1-Phenanthryl, 2-Phenan thryl, 3-Phenanthryl, 4-Phenanthryl und 9-Phenanthryl, bevor zugt Phenyl, 1-Naphthyl und 2-Naphthyl, besonders bevorzugt Phenyl;
bevorzugt sind X gleich.
Dabei können MX2, MX3, MX4 oder ML1L2 optional durch Neutralligan
den stabilisiert werden. Als Neutralligandan bieten sich die gän
gigen Liganden der Komplexchemie an, wie beispielsweise cyclische
und nichtcyclische Ether, Amine, Diamine, Nitrile, Isonitrile
oder Phosphine. Besonders bevorzugt sind Diethylether, Tetra
hydrofuran, 1,2-Dimethoxyethan, Tetramethylethylendiamin, Acetonitril
oder Triphenylphosphan. Insbesondere in Fällen, in denen
beispielsweise Ni-Dialkylverbindungen eingesetzt werden sollen,
haben sich Neutralliganden bewährt. Die Neutralliganden können
auch als Lösemittel verwendet werden.
Die Bedingungen für die Umsetzung sind an sich unkritisch;
üblicherweise mischt man den deprotonierten Liganden II und MX2,
MX3, MX4 oder ML1L2 miteinander in einem geeigneten Lösemittel wie
Benzol, Toluol, Ethylbenzol, ortho-Xylol, meta-Xylol oder para-
Xylol, Chlorbenzol, Cyclohexan, Acetonitril, Tetrahydrofuran,
Methylenchlorid oder Gemischen derselben. Als Temperaturbereich
kommen -100°C bis +150°C in Frage, bevorzugt -78°C bis +100°C.
Wichtig ist, dass man die Umsetzung unter Ausschluss von Sauer
stoff und Feuchtigkeit durchführt.
Als Molverhältnisse zwischen Ligand und M sind solche im Bereich
von 5 : 1 bis 1 : 5 geeignet. Da jedoch die erfindungsgemäßen Ligan
den der allgemeinen Formel II die aufwändiger zugänglichen Reak
tionspartner sind, sind Molverhältnisse Ligand : M im Bereich von
1 : 1 bis 1 : 3 bevorzugt, besonders bevorzugt sind stöchiometrische
Mengen.
Die Reinigung der erfindungsgemäßen Komplexverbindungen der
allgemeinen Formel Ia bis d gelingt durch die in der metall
organischen Chemie üblichen Methoden, wobei die Kristallisation
besonders bevorzugt ist, weiterhin sind Filtrationen über Filter
hilfsmittel wie beispielsweise Celite® geeignet.
Für die Polymerisation ist es nicht in allen Fällen notwendig,
die erfindungsgemäßen Komplexe zu isoliere 71. Man kann auch einen
Liganden der allgemeinen Formel II mit einer geeigneten Metall
verbindung der Formel MX2, MX3, MX4 oder ML1L2 erst unmittelbar
vor der Polymerisation miteinander umsetzen und in situ erzeugen.
Wählt man X in der Metallverbindung der Formel MX2, MX3 oder MX4
aus der Gruppe der C1-C8-Alkylgruppen, C3-C12-Cycloalkylgruppen,
C7-C13-Aralkylgruppen oder C6-C14-Arylgruppen aus, so kann man auf
die Deprotonierung des Liganden der allgemeinen Formel II ver
zichten. In diesen Fällen hat sich als bevorzugt erwiesen, die
erfindungsgemäßen Komplexe nicht zu isolieren, sondern erst un
mittelbar vor der Polymerisation in situ zu erzeugen.
Die Herstellung der Liganden der allgemeinen Formel IIa und IIb
ist in den parallelen
Anmeldungen DE. . . und DE. . . beschrieben. Sie lassen sich durch
Umsetzung eines deprotonierten Imins bzw. Nitrils mit acidem α-H-
Atom mit einer elektrophilen Verbindung der allgemeinen Formel
III
erhalten, in der die Variablen wie vorstehend definiert sind.
Es wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Komplexe der allge
meinen Formel Ia bis Id geeignet sind, und Olefine zu polymeri
sieren. Besonders gut polymerisieren und copolymerisieren sie
Ethylen und Propylen zu hochmolekularen Polymeren.
Damit die erfindungsgemäßen Komplexe der allgemeinen Formeln Ia
bis d katalytisch aktiv sind, müssen sie activiert werden. Geei
gnete Aktivatoren sind ausgewählte Aluminium- oder Bor-Verbindun
gen mit elektronenziehenden Resten (z. B. Trispentafluorphenyl
boran, Trispentafluorphenylaluminium, N,N-)imethylanilinium
tetrakis-pentafluorphenylborat, Tri-n-butylammonium-tetrakis
pentafluorphenylborat, N,N-Dimethylaniliniim-tetrakis-(3,5-bis
perfluormethyl)-phenylborat, Tri-n-butylamnonium-tetra
kis-(3,5-bisperfluormethyl)-phenylborat sosie Tritylium-tetrakis
pentafluorphenylborat). Bevorzugt sind Dimathylanilinium-tetra
kis-pentafluorphenylborat, Tritylium-tetracispentafluorphenyl
borat sowie Trispentafluorphenylboran.
Verwendet man Bor- oder Aluminiumverbindungen als Aktivatoren für
die erfindungsgemäßen metallorganischen Verbindungen der allge
meinen Formel Ia bis d, so setzt man sie im Allgemeinen in einem
molaren Verhältnis von 1 : 10 bis 10 : 1, bezogen auf M, ein;
bevorzugt 1 : 2 bis 5 : 1 und besonders bevorzugt in stöchio
metrischen Mengen.
Eine andere geeignete Klasse von Aktivatoren sind Aluminoxane.
Die Struktur der Aluminoxane ist nicht genau bekannt. Es handelt
sich bei ihnen um Produkte, die durch vorsichtige partielle
Hydrolyse von Aluminiumalkylen erhalten werden (s. DE-A 30 07 725).
Diese Produkte liegen nicht rein vor, sondern als Gemische
von offenkettigen und cyclischen Strukturen des Typs IVa und IV
b. Diese Gemische liegen vermutlich in einem dynamischen Gleich
gewicht zueinander vor.
In Formel IVa und IVb sind die Reste Rm unabhängig voneinander
- - C1-C12-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso-Amyl, n- Hexyl, iso-Hexyl, sec.-Hexyl, n-Heptyl, iso-Heptyl, n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, und n-Dodecyl; bevorzugt C1-C6-Alkyl wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1,2-Dimethylpropyl, iso-Amyl, n-Hexyl, iso-Hexyl, sec.-Hexyl, besonders bevorzugt ist Methyl;
- - C3-C12-Cycloalkyl wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Cyclononyl, Cyclodecyl, Cycloundecyl und Cyclododecyl; bevorzugt sind Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloheptyl;
- - C7- bis C20-Aralkyl, bevorzugt C7- bis C12-Phenylalkyl wie Benzyl, 1-Phenethyl, 2-Phenethyl, 1-Phenyl-propyl, 2-Phenyl propyl, 3-Phenyl-propyl, 1-Phenyl-butyl, 2-Phenyl-butyl, 3-Phenyl-butyl und 4-Phenyl-butyl, besonders bevorzugt Benzyl, oder
- - C6-C14-Aryl wie Phenyl, 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 1-Anthryl, 2-Anthryl, 9-Anthryl, 1-Phenanthryl, -Phenanthryl, 3-Phenanthryl, 4-Phenanthryl und 9-Phenanthryl, bevorzugt Phenyl, 1-Naphthyl und 2-Naphthyl, besonders bevorzugt Phenyl; und
n ist eine ganze Zahl von 0 bis 40, bevorzugt von 1 bis 25 und
besonders bevorzugt von 2 bis 22.
In der Literatur werden auch käfigartige Strukturen für Alumin
oxane diskutiert (Y. Koide, S. G. Bott, A. F. Barron Organo
metallics 1996, 15, 2213-26; A. R. Barron Macromol. Symp. 1995,
97, 15-25). Unabhängig davon, wie die Struktur der Aluminoxane
tatsächlich aussieht, sind sie als Aktivatoren der erfindungs
gemäßen Metallkomplexe der allgemeinen Formeln I geeignet.
Gemische verschiedener Aluminoxane sind in den Fällen besonders
bevorzugte Aktivatoren, in denen in einer Lösung eines Paraffins,
beispielsweise n-Heptan oder Isododekan, polymerisiert wird. Eine
besonders bevorzugtes Gemisch ist das kommerziell bei der Firma
Witco GmbH erhältliche CoMAO mit einer Formel von
[(CH3)0,9(iso-C4H9)0,1AlO]n.
Um die Komplexverbindungen der allgemeinen Formel Ia bis d mit
Aluminoxanen zu aktivieren, ist im Allgemeinen ein Überschuss von
Aluminoxan, bezogen auf M, notwendig. Sinnvolle Molverhältnisse
M : Al liegen im Bereich von 1 : 10 bis 1 : 10.000, bevorzugt
1 : 50 bis 1 : 1000 und besonders bevorzugt 1 : 100 bis 1 : 500.
Aktivatoren für Metallkomplexe der allgemeinen Formel Ia bis d
abstrahieren nach gängiger Vorstellung einen Liganden L1 oder L2.
Bei dem Aktivator kann es sich anstatt um Aluminiumalkylverbin
dungen der allgemeinen Formel IIIa oder IIIb oder den vorste
hend beschriebenen Aluminium- oder Bor-Verbindungen mit
elektronenziehenden Resten beispielsweise um Olefinkomplexe des
Rhodiums oder Nickels handeln.
Bevorzugte, kommerziell bei Aldrich erhältliche Nickel-(Ole
fin)y-Komplexe mit y = 1, 2, 3 oder 4 sind Ni(C2H4)3,
Ni(1,5-Cyclooctadien)2 "Ni(COD)2", Ni(1,6-Cyclodecadien)2, oder
Ni(1,5,9-all-trans-Cyclododecatrien)2. Besonders bevorzugt ist
Ni(COD)2.
Besonders geeignet sind gemischte Ethylen/1,3-Dicarbonylkomplexe
des Rhodiums, beispielsweise Rhodium-Acetylacetonat-Ethylen
Rh(acac)(CH2 =CH2)2, Rhodium-Benzoylacetonat-Ethylen Rh(C6H5-CO-CH-
CO-CH3)(CH2=CH2)2 oder Rh(C6H5-CO-CH-CO-C6H5)(CH2 =CH2)2. Am besten
geeignet ist Rh(acac)(CH2=CH2)2. Diese Verbindung lässt sich nach
den Angaben von R. Cramer aus Inorg. Synth, 1974, 15, 14 synthe
tisieren.
Einige Komplexe der allgemeinen Formel I lassen sich durch
Ethylen aktivieren. Die Leichtigkeit der Activierungsreaktion
hängt entscheidend von der Natur des Liganden L1 ab.
Je nach Synthesebedingungen können die erfindungsgemäßen Komplex
verbindungen als Monomere anfallen oder aber als Dimere, die über
zwei der Substituenten L2 µ-verbrückt sind. Für die Aktivierung
ist es unkritisch, ob die Komplexe in mononerer oder dimerer Form
anfallen.
Der gewählte Komplex der allgemeinen Formen I und der Aktivator
bilden zusammen ein Katalysatorsystem.
Durch Zugabe von weiterem Aluminiumalkyl dir allgemeinen Formel
Al(Rm)3 oder Aluminoxanen kann die Aktivität des erfindungsgemäßen
Katalysatorsystems erhöht werden, insbesondere dann, wenn
Verbindungen der allgemeinen Formel IVa oder IVb oder die vor
stehend genannten Aluminium- oder Bor-Verbindungen mit
elektronenziehenden Resten als Aktivatoren verwendet werden; Alu
miniumalkyle der allgemeinen Formel Al(Rm)3 oder Aluminoxane kön
nen auch als Molmassenregler wirken. Ein weiterer effektiver Mol
massenregler ist Wasserstoff. Besonders gut kann man die Molmasse
durch die Reaktionstemperatur und den Druck regeln. Für den Fall,
dass die Verwendung einer Bor-Verbindung wie oben beschrieben ge
wünscht ist, ist die Zugabe eines Aluminiumalkyls der allgemeinen
Formel Al(Rm)3 besonders bevorzugt.
Es wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Komplexe der allge
meinen Formel Ia bis d geeignet sind, um Olefine zu polymerisie
ren. Besonders gut polymerisieren und copolymerisieren sie
Ethylen und Propylen.
Druck- und Temperaturbedingungen während der Polymerisation kön
nen in weiten Grenzen gewählt werden. Als Druck hat sich ein Be
reich von 0,5 bar bis 4000 bar als geeignet erwiesen, bevorzugt
sind 10 bis 75 bar oder Hochdruckbedingungen von 500 bis 2500 bar.
Als Temperatur hat sich ein Bereich von 0 bis 120°C als geei
gnet erwiesen, bevorzugt sind 40 bis 100°C und besonders bevorzugt
50 bis 85°C.
Als Monomer sind die folgenden Olefine zu nennen: Ethylen,
Propylen, 1-Buten, 1-Penten,
1-Hexen, 1-Octen, 1-Decen oder 1-Undecen, wobei Propylen und
Ethylen bevorzugt und Ethylen besonders bevorzugt ist.
Als Comonomere sind α-Olefine geeignet, wie beispielsweise 0,1
bis 20 mol-% 1-Buten,
1-Penten, 1-Hexen, 4-Methyl-1-Penten, 1-Octen, 1-Decen oder
1-Undecen. Aber auch Isobuten und Styrol sind geeignete Comono
mere, des weiteren interne Olefine wie beispielsweise Cyclo
penten, Cyclohexen, Norbornen und Norbornadien.
Als Lösemittel haben sich Toluol, ortho-Xylol, meta-Xylol, para-
Xylol oder Ethylbenzol als geeignet erwiesen sowie Mischungen
derselben, weiterhin Diethylether, Tetrahydrofuran, Chlorbenzol,
1,3-Dichlorbenzol, Dichlormethan und - bei Hochdruckbedingungen -
überkritisches Ethylen.
Die erfindungsgemäßen Komplexverbindungen der allgemeinen Formel
I lassen sich bei der Polymerisation mit Wasserstoff regeln, d. h.
durch Zugabe von Wasserstoff lässt sich das Molekulargewicht der
durch das erfindungsgemäße Katalysatorsystem erhältlichen
Polymere senken. Bei genügend Wasserstoffzugabe werden Wachse er
halten, wobei die erforderliche Wasserstoffkonzentration auch von
der Art der verwendeten Polymerisationsanlage abhängt.
Damit die erfindungsgemäßen Katalysatorsysteme in modernen Poly
merisationsverfahren wie Suspensionsverfahren, Massepolymerisati
onsverfahren oder Gasphasenverfahren eingesetzt werden können,
ist es notwendig, sie auf einem festen Träger zu immobilisieren.
Andernfalls kann es zu Morphologieproblemen des Polymers (Broc
ken, Wandbeläge, Verstopfungen in Leitungen oder Wärmetauschern)
kommen, die zum Abschalten der Anlage zwingen. Ein solches immo
bilisiertes Katalysatorsystem wird als Katalysator bezeichnet.
Es wurde gefunden, dass sich die erfindungsgemäßen Katalysator
systeme gut auf einem festen Träger abscheiden lassen. Als
Trägermaterialien kommen z. B. poröse Metalloxide von Metallen der
Gruppen 2 bis 14 oder Mischungen derselben in Frage, weiterhin
Schichtsilikate und Zeolithe. Bevorzugte Beispiele für Metall
oxide der Gruppen 2 bis 14 sind SiO2, B2O3 Al2O3, MgO, CaO und
ZnO. Bevorzugte Schichtsilikate sind Montmorrilonite oder
Bentonite; als bevorzugter Zeolith wird MCM-41 eingesetzt.
Besonders bevorzugte Trägermaterialien sind sphärische Kieselgele
und Alumosilikatgele der allgemeinen Formel SiO2.a Al2O3, wobei a
allgemein für eine Zahl im Bereich von 0 bis 2 steht, bevorzugt 0
bis 0,5. Derartige Kieselgele sind im Handel erhältlich, z. B.
Silica Gel SG 332, Sylopol® 948 oder 952 oder S 2101 der Fa. W. R.
Grace oder ES 70X der Fa. Crosfield.
Als Partikelgröße des Trägermaterials haben sich mittlere
Teilchendurchmesser von 1 bis 300 µm bewährt, bevorzugt von 20
bis 80 µm, wobei der Teilchendurchmesser durch bekannte Methoden
wie Siebmethoden bestimmt wird. Das Porenvolumen dieser Träger
beträgt 1,0 bis 3,0 ml/g, bevorzugt von 1,6 bis 2,2 ml/g und be
sonders bevorzugt von 1,7 bis 1,9 ml/g. Die BET-Oberfläche be
trägt 200 bis 750 m2/g, bevorzugt 250 bis 400 m2/g.
Um dem Trägermaterial anhaftende Verunreinigungen, insbesondere
Feuchtigkeit, zu entfernen, können die Trägermaterialien vor der
Dotierung ausgeheizt werden, wobei sich Temperaturen von 45 bis
1000°C eignen. Temperaturen von 100 bis 750°C sind für Kieselgele
und andere Metalloxide besonders geeignet. Dieses Ausheizen kann
über einen Zeitraum von 0,5 bis 24 Stunden erfolgen, wobei Aus
heizzeiten von 1 bis 12 Stunden bevorzugt sind. Die Druck
bedingungen sind vom gewählten Verfahren abhängig; das Ausheizen
kann in einem Festbettverfahren, einem gerührten Kessel oder aber
in einem Fließbettverfahren erfolgen. Ganz allgemein kann das
Ausheizen bei Atmosphärendruck erfolgen. Vorteilhaft sind jedoch
verminderte Drücke von 0,1 bis 500 mbar, besonders vorteilhaft
ist ein Bereich von 1 bis 100 mbar und ganz besonders vorteilhaft
ein Bereich von 2 bis 20 mbar. Für Fließbettverfahren hingegen
empfiehlt es sich, bei leicht erhöhtem Druck zu arbeiten, wobei
der Druck in einem Bereich von 1,01 bar bis 5 bar, bevorzugt 1, 1
bis 1,5 bar gewählt wird.
Eine chemische Vorbehandlung des Trägermaterials mit einer Alkyl
verbindung wie Aluminiumalkyl, Lithiumalkyl oder einem Aluminoxan
ist ebenfalls möglich.
Für eine Polymerisation im Suspensionsverfahren werden solche
Suspensionsmittel verwendet, in denen das gewünschte Polymer
nicht oder nur in geringem Ausmaß löslich ist, weil andernfalls
in den Anlagenteilen, in denen das Produkt vom Suspensionsmittel
abgetrennt wird, Beläge des Produkts auftreten und zu wiederhol
ten Abschaltungen und Reinigungsoperationen zwingen. Geeignete
Suspensionsmittel sind gesättigte Kohlenwasserstoffe wie
beispielsweise Propan, n-Butan, Isobutan, n-Pentan, Isopentan, n-
Hexan, Isohexan und Cyclohexan, wobei Isobutan bevorzugt ist.
Druck- und Temperaturbedingungen während dar Polymerisation kön
nen in weiten Grenzen gewählt werden. Als Druck hat sich ein Be
reich von 0,5 bar bis 150 bar als geeignet erwiesen, bevorzugt
sind 10 bis 75 bar. Als Temperatur hat sich ein Bereich von 0 bis
120°C als geeignet erwiesen, bevorzugt sind 40 bis 100°C.
Als Monomer sind die folgenden Olefine zu nennen: Ethylen,
Propylen, 1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen, 1-Octen, 1-Decen oder
1-Undecen, wobei Ethylen bevorzugt ist.
Als Comonomere sind α-Olefine geeignet, wie beispielsweise 0,1
bis 20 mol-% 1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen, 4-Methyl-1-Penten,
1-Octen, 1-Decen oder 1-Undecen. Aber auch Isobuten und Styrol
sind geeignete Comonomere, des weiteren interne Olefine wie
beispielsweise Cyclopenten, Cyclohexen, Norbornen und Norborna
dien.
Die erfindungsgemäßen Katalysatoren haben sich weiterhin als Was
serstoff-regelbar erwiesen, d. h. durch Zugabe von Wasserstoff
lässt sich das Molekulargewicht der durch die erfindungsgemäßen
Katalysatoren erhältlichen Polymere senken. Bei genügend Wasser
stoffzugabe werden Wachse erhalten, wobei die erforderliche
Wasserstoffkonzentration auch von der Art der verwendeten Poly
merisationsanlage abhängt. Bei Wasserstoffzugabe steigt die
Aktivität der erfindungsgemäßen Katalysatoren.
Die erfindungsgemäßen Katalysatoren können auch gemeinsam mit
einem oder mehreren anderen, an sich bekannten Polymerisations
katalysatoren verwendet werden. So können sie zusammen mit
- - Ziegler-Natta-Katalysatoren,
- - geträgerten Metallocenkatalysatoren der Übergangsmetalle der Gruppen 4 bis 6 des Periodensystems der Elemente,
- - Katalysatoren der späten Übergangsmetalle (WO 96/23010),
- - Fe- oder Co-Komplexen mit Pyridyldiimiiliganden, wie sie in WO 98/27124 offenbart werden,
- - oder auch Chromoxidkatalysatoren nach Phillips eingesetzt werden.
Dabei ist es einerseits möglich, verschiedene Katalysatoren mit
einander zu mischen und gemeinsam zu dosieren oder cogeträgerte
Komplexe auf einem gemeinsamen Träger zu verwenden oder auch ver
schiedene Katalysatoren getrennt an derselben oder an verschiede
nen Stellen in das Polymerisationsgefäß zu dosieren.
Es wurde außerdem gefunden, dass sich die erfindungsgemäßen Kom
plexe der allgemeinen Formel Ia und Ib, insbesondere solche mit
M = Ni, in besonderer Weise zur Polymerisation oder Copolymeri
sation von 1-Olefinen, bevorzugt Ethylen, in Emulsionspolymeri
sationsverfahren eignen.
Neben anderen 1-Olefinen als Comonomeren, wie beispielsweise
Propen, 1-Buten, 1-Hexen, 1-Octen oder 1-Decen, lassen sich mit
Hilfe des erfindungsgemäßen Katalysatorsystems auch polare
Comonomere einbauen, wobei 0,1 bis 50 mol-% Comonomer verwendet
werden können. Bevorzugt sind
- - Acrylate wie Acrylsäure, Acrylsäuremethylester, Acrylsäure ethylester, Acrylsäure-(2-ethyl)-hexylester, Acrylsäure-n butylester oder Acrylsäure-tert.-butylester;
- - Methacrylsäure, Methacrylsäuremethylester, Methacrylsäure ethylester, Methacrylsäure-n-butyleste oder Methacrylsäure tert.-butylester;
- - Vinylcarboxylate, wobei Vinylacetat besonders bevorzugt ist,
- - Ungesättigte Dicarbonsäuren, besonders bevorzugt ist Malein säure,
- - ungesättigte Dicarbonsäurederivate, besonders bevorzugt sind Maleinsäureanhydrid und Maleinsäurealkylimide wie beispiels weise Maleinsäuremethylimid.
Weiterhin lassen sich Terpolymere mit mindestens 2 der oben auf
geführten Monomeren sowie Ethylen herstellen.
Die Emulsionspolymerisation der 1-Olefine unter Verwendung der
erfindungsgemäßen Metallkomplexe der allgemeinen Formel I kann in
an sich bekannter Weise durchgeführt werden.
Dabei ist die Reihenfolge der Zugabe der Reagenzien bei der
Polymerisation unkritisch. So kann zunächst gasförmiges Monomer
auf das Lösemittel aufgepresst bzw. flüssiges Monomer dosiert
werden, und anschließend wird das Katalysatorsystem zugegeben.
Man kann aber auch die Lösung des Katalysatorsystems zunächst mit
weiterem Lösemittel verdünnen und anschließend Monomer zugeben.
Die eigentliche Polymerisation läuft üblicherweise bei einem Min
destdruck von 1 bar, unterhalb dieses Druckes ist die Polymeri
sationsgeschwindigkeit zu gering. Bevorzugt sind 2 bar und beson
ders bevorzugt ist ein Mindestdruck von 10 bar.
Als maximaler Druck sind 4000 bar zu nennen; bei höheren Drücken
sind die Anforderungen an das Material des Polymerisationsreak
tors sehr hoch, und der Prozess wird unwirtschaftlich. Bevorzugt
sind 100 bar und besonders bevorzugt sind 10 bar.
Die Polymerisationstemperatur lässt sich in einem weiten Bereich
variieren. Als Mindesttemperatur sind 10°C zu nennen, da bei
tiefen Temperaturen die Polymerisationsgeschwindigkeit zurück
geht. Bevorzugt ist eine Mindesttemperatur von 40°C und besonders
bevorzugt sind 65°C. Als maximale sinnvolle Temperatur sind 350°C
zu nennen und bevorzugt 150°C, besonders bevorzugt sind 100°C.
Vor der Polymerisation wird die Komplexverbindung der allgemeinen
Formel Ia bis d in einem organischen Lösemittel oder in Wasser
gelöst. Durch mehrminütiges Rühren oder Schütteln wird gewährlei
stet, dass die Lösung klar ist. Dabei kann - je nach Löslichkeit
der betreffenden Struktur - die Rührzeit zwischen 1 und 100 Minu
ten betragen.
Gleichzeitig wird der Aktivator, sofern er notwendig ist, in
einer zweiten Portion desselben Lösemittel; oder aber in Aceton
gelöst.
Als organische Lösemittel eignen sich aromatische Lösemittel wie
Benzol, Toluol, Ethylbenzol, ortho-Xylol, meta-Xylol und para-
Xylol sowie Mischungen derselben. Des weiteren eignen sich cycli
sche Ether wie Tetrahydrofuran und Dioxan oder nicht cyclische
Ether wie Diethylether, Di-n-butylether, Diisopropylether oder
1,2-Dimethoxyethan. Auch Ketone wie Aceton Methylethylketon oder
Diisobutylketon sind geeignet, desgleichen Amide wie Dimethyl
formamid oder Dimethylacetamid. Weiterhin sind Gemische dieser
Lösemittel untereinander geeignet sowie Gemische dieser Löse
mittel mit Wasser oder Alkoholen wie Methanol oder Ethanol.
Bevorzugt sind Aceton und Wasser sowie Mischungen aus Aceton und
Wasser, wobei das Mischungsverhältnis beliebig ist. Die Menge des
Lösemittels ist ebenfalls unkritisch, es muss jedoch gewährlei
stet sein, dass sich der Komplex und der Aktivator vollständig
lösen können, andernfalls ist mit Aktivitätseinbußen zu rechnen.
Der Lösungsvorgang kann gegebenenfalls durch Ultraschallbehand
lung beschleunigt werden.
Ein optional zuzugebender Emulgator kann in einer dritten Portion
des Lösemittels oder auch zusammen mit dem Komplex gelöst werden.
Dabei wird die Menge des Emulgators so gewählt, dass das Massen
verhältnis zwischen Monomer und Emulgator größer als 1 ist,
bevorzugt größer als 10 und besonders bevorzugt größer als 20.
Dabei ist es umso günstiger, je weniger Emulgator verwendet wer
den muss. Die Aktivität in der Polymerisation wird deutlich ge
steigert, wenn ein Emulgator zugegeben wird. Dieser Emulgator
kann nichtionischer oder ionischer Natur sein.
Gebräuchliche nichtionische Emulgatoren sind z. B. ethoxylierte
Mono-, Di- und Tri-Alkylphenole (EO-Grad: 1 bis 50, Alkylrest:
C4-C12) sowie ethoxylierte Fettalkohole (EC-Grad: 3 bis 80; Alkyl
rest: C8-C36). Beispiele hierfür sind die Lutensol®-Marken der
BASF AG oder die Triton®-Marken der Union Carbide.
Übliche anionische Emulgatoren sind z. B. Alkalimetall- und
Ammoniumsalze von Alkylsulfaten (Alkylrest: C8 bis C12), von
Schwefelsäurehalbestern ethoxylierter Alkanole (EO-Grad: 4 bis
30, Alkylrest: C12-C18) und ethoxylierter Alkylphenole (EO-Grad: 3
bis 50, Alkylrest: C4-C12), von Alkylsulfonsäuren (Alkylrest:
C12-C18) und von Alkylarylsulfonsäuren (Alkylrest: C9-C18).
Geeignete kationische Emulgatoren sind in der Regel einen
C6-C18-Alkyl-, -Aralkyl- oder heterocyclischen Rest aufweisende
primäre, sekundäre, tertiäre oder quartäre Ammoniumsalze, Alkano
lammoniumsalze, Pyridiniumsalze, Imidazoliniumsalze, Oxazolinium
salze, Morpholiniumsalze, Thiazoliniumsalze sowie Salze von Amin
oxiden, Chinoliniumsalze, Isochinoliniumsalze, Tropyliumsalze,
Sulfoniumsalze und Phosphoniumsalze. Beispielhaft genannt seien
Dodecylammoniumacetat oder das entsprechende Hydrochlorid, die
Chloride oder Acetate der verschiedenen 2-(N,N,N-Trimethylammo
nium)ethylparaffinsäureester, N-Cetylpyridiniumchlorid, N-Lauryl
pyridiniumsulfat sowie N-Cetyl-N,N,N-trimethylammoniumbromid, N-
Dodecyl-N,N,N-trimethylammoniumbromid, N,N-Distearyl-N,N-di
methylammoniumchlorid sowie das Gemini-Tenrid N,N'-(Lauryl
dimethyl)ethylendiamindibromid. Zahlreiche weitere Beispiele
finden sich in H. Stache, Tensid-Taschenbuch, Carl-Hanser-Verlag,
München, Wien, 1981 und in McCutcheon's, Emulsifiers &
Detergents, MC Publishing Company, Glen Rock, 1989.
Anschließend werden die Komponenten - Komplexverbindung in
Lösung, optional die Lösung des Emulgators und optional die
Lösung des Aktivators in den Polymerisationsreaktor gegeben. Als
Polymerisationsreaktor haben sich gerührte Kessel und Autoklaven
sowie Rohrreaktoren als brauchbar erwiesen wobei die Rohr
reaktoren als Schlaufenreaktor ausgeführt werden können.
Das oder die zu polymerisierenden Monomere werden in dem Poly
merisationsmedium gemischt. Dabei können als Polymerisations
medium Wasser oder Gemische von Wasser mit den oben aufgeführten
Lösemitteln verwendet werden. Es ist zu beachten, dass der Anteil
an Wasser mindestens 50 Vol.-% beträgt, bezogen auf die Gesamt
mischung, bevorzugt mindestens 90 Vol.-% und besonders bevorzugt
mindestens 95 Vol.-%.
Die Lösungen der Komplexverbindung, gegebenfalls des Aktivators
und gegebenenfalls des Emulgators werden ml dem Gemisch aus
Monomer und wässrigem Polymerisationsmedium vereinigt. Die
Reihenfolge der Zugabe der verschiedenen Komponenten ist an sich
unkritisch. Es ist jedoch erforderlich, das die Vereinigung der
Komponenten so schnell erfolgt, dass keine Kristallisation von
intermediär eventuell auftretenden schwer löslichen Komplexver
bindungen erfolgt.
Das erfindungsgemäße Verfahren liefert Polyolefine und Olefinco
polymere in hohen Ausbeuten, d. h. die Aktivität der erfindungs
gemäßen Komplexe unter den Bedingungen der Emulsionspolymerisa
tion ist sehr hoch.
Als Polymerisationsverfahren sind grundsätzlich kontinuierliche
und diskontinuierliche Verfahren geeignet. Bevorzugt sind halb
kontinuierliche Verfahren (Semi-batch-Verfahren), in denen nach
Vermischen aller Komponenten Monomer oder Monomerengemische im
Verlauf der Polymerisation nachdosiert werden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zunächst wässrige
Polymerdispersionen erhalten.
Die mittleren Teilchendurchmesser der Polymerpartikel in den
erfindungsgemäßen Dispersionen betragen zwischen 10 und 1000 nm,
bevorzugt zwischen 50 und 500 nm und besonders bevorzugt zwischen
70 und 350 nm. Die Verteilung der Teilchendurchmesser kann, muss
aber nicht sehr einheitlich sein. Für manche Anwendungen, ins
besondere für solche mit hohen Feststoffen seilen (< 55%), sind
breite oder bimodale Verteilungen sogar bevorzugt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Polymere wei
sen technisch interessante Eigenschaften auf. Im Falle von Poly
ethylen weisen sie einen hohen Grad der Kristallinität auf, was
beispielsweise durch die Anzahl der Verzweigungen nachgewiesen
werden kann. Man findet weniger als 100 Verzweigungen, bevorzugt
weniger als 50 Verzweigungen pro 1000 C-Atomen des Polymers, be
stimmt durch 1H-NMR und 13C-NMR-Spektroskopie.
Die Schmelzenthalpien der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
erhältlichen Polyethylene sind größer 100 J/g, bevorzugt größer
140 und besonders bevorzugt größer als 180 J/g, gemessen durch
DSC.
Die Molekulargewichtsverteilungen der nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhältlichen Polyethylene sind eng, d. h. die Q-Werte
liegen zwischen 1,1 und 3,5 und bevorzugt zwischen 1,5 und 3,1.
Vorteilhaft an den erfindungsgemäßen Dispersionen ist neben dem
günstigen Preis aufgrund der billigen Monomeren und Verfahren,
dass sie witterungsstabiler als Dispersionen von Polybutadien
oder Butadiencopolymeren sind. Gegenüber Dispersionen von Poly
meren mit Acrylaten oder Methacrylaten als Hauptmonomer ist die
geringere Neigung zum Verseifen als vorteilhaft zu nennen.
Weiterhin ist von Vorteil, dass die meisten Olefine leicht
flüchtig sind und sich nicht polymerisiert Restmonomere leicht
entfernen lassen. Schließlich ist von Vorteil, dass während der
Polymerisation keine Molmassenregler wie beispielsweise tert.-
Dodecylmercaptan zugegeben werde müssen, die einerseits schlecht
abgetrennt werden können und andererseits unangenehm riechen.
Aus den zunächst erhaltenen wässrigen Dispersionen lassen sich
durch Entfernen des Wassers und gegebenenfalls des oder der orga
nischen Lösemittel die Polymerpartikel als solche erhalten. Zur
Entfernung des Wassers und gegebenenfalls des oder der organi
schen Lösemittel sind zahlreiche gängigen Verfahren geeignet,
beispielsweise Filtrieren, Sprühtrocknen oder Verdampfen. Die so
erhaltenen Polymere haben eine gute Morphologie und eine hohe
Schüttdichte.
Die Teilchengröße lassen sich mit Lichtstreumethoden bestimmen.
Einen Überblick findet man in D. Distler "Wäßrige Polymer
dispersionen", Wiley-VCH Verlag, 1. Auflage, 1999, Kapitel 4.
Die erfindungsgemäßen Dispersionen lassen sich in zahlreichen
Anwendungen vorteilhaft verwenden, wie beispielsweise Papieran
wendungen wie Papierstreicherei oder Oberflächenleimung, weiter
hin Anstrichen und Lacken, Bauchemikalien, Klebrohstoffe, Form
schäume, Textil- und Lederapplikationen, Teppichrückenbeschich
tungen, Matratzen oder pharmazeutischen Anwendungen.
Das folgende Arbeitsbeispiel erläutert die Erfindung.
Alle Arbeiten wurden unter Ausschluß von Luft und Feuchtigkeit
unter Verwendung von Standard-Schlenk-Techniken hergestellt. Ge
räte und Chemikalien waren entsprechend vorbereitet. Die Polymer
viskosität wurde nach ISO 1628-3 bestimmt. Die Molmassen wurden
mittels GPC bestimmt. Für die GPC-Untersuchungen wurden folgende
Bedingungen in Anlehnung an DIN 55672 gewählt: Lösungsmittel:
1,2,4-Trichlorbenzol, Fluss: 1 ml/min. Temperatur: 140°C,
Kalibrierung: PE-Standards, Gerät: Waters 150C. Die Anzahl der
Methylgruppen wurde mittels IR-Spektroskopie bestimmt.
In einem 250-ml-Rundkolben mit Wasserabscheider wurden die Edukte
- 4,97 g Aceto
phenon (41,4 mmol), 7,33 g 2,6-Diisopropylanilin (41,4 mmol) -
vorgelegt, in 70 ml Toluol gelöst und nach Zugabe von 500 mg p-
Toluolsulfonsäure 2 h unter Rückfluss erhitzt. Die orangefarbene
Lösung wurde 2 × mit H2O, dann 1 × 10% NaHCO3-Lösung neutral
gewaschen. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet. Nach
Abzug des Lösungsmittels am Rotationsverdampfer wurden Spuren von
Toluol sowie nicht umgesetztes Amin und Keton im Hochvakuum zwi
schen 105 und 115°C abgezogen. Das ölige Irin kristallisierte über
Nacht aus.
Nach dieser Methode wurde hergestellt: Imin III.1
Ausbeute: 84.6%, Summenformel: C20H25N, Farbe: gelb, Schmp: 68-
69°C
1H NMR (CDCl3): 1, 21 (12H, m, 4 × CH3), 2,16 (3H, s, CH3), 2, 83 (2H, Sept., CH), 7, 11-8, 12 (8H, m, Phenyl)
13C NMR (CDCl3): 18,0, 22,9, 23,2, 28,2, 122,9, 123,3, 127,1, 128,4, 130,3, 136,0, 139,1, 146,7, 164,7 (C=N)
IR (KBr, cm-1): 3056 (w), 2958 (m), 2867 (n), 1630 (s), 1578 (s), 1449 (s), 1366 (m), 1289 (s), 1243 (m), 1192 (m), 1111 (w), 1044 (w), 1027 (m), 969 (w), 938 (m), 822 (m), 174 (vs), 760 (vs), 735 (s), 693 (vs)
M+ = 279,2 m/z
1H NMR (CDCl3): 1, 21 (12H, m, 4 × CH3), 2,16 (3H, s, CH3), 2, 83 (2H, Sept., CH), 7, 11-8, 12 (8H, m, Phenyl)
13C NMR (CDCl3): 18,0, 22,9, 23,2, 28,2, 122,9, 123,3, 127,1, 128,4, 130,3, 136,0, 139,1, 146,7, 164,7 (C=N)
IR (KBr, cm-1): 3056 (w), 2958 (m), 2867 (n), 1630 (s), 1578 (s), 1449 (s), 1366 (m), 1289 (s), 1243 (m), 1192 (m), 1111 (w), 1044 (w), 1027 (m), 969 (w), 938 (m), 822 (m), 174 (vs), 760 (vs), 735 (s), 693 (vs)
M+ = 279,2 m/z
In ein ausgeheiztes und mit Argon gespültes Schlenkrohr wurden
0,18 ml Diisopropylamin (1,3 mmol) vorgelegt, in 10 ml THF (abso
lut) gelöst und bei -80°C mit n-BuLi (0,72 ml, 1, 1 Äquivalente,
2.0 M Lösung in Pentan) versetzt. Nach Entfernen des Kältebades
(EtOH, N2) wurde die entstehende LDA-Lösung ½ h bei Raumtempera
tur gerührt.
Das Imin III.1 (0,36 g, 1,30 mmol) wurde dir frisch hergestellten
LDA-Lösung bei -80°C zugegeben. Nach Entfernung des Kältebades
wurde das gelöste Edukt 2 h bei Raumtemperatur gerührt und da
durch deprotoniert (Farbwechsel: gelblich-gelbgrün).
0,24 g Benzophenon (1,3 mmol) wurden anschließend bei Raumtempe
ratur zugegeben und über Nacht gerührt.
Die gelbe THF-Lösung wurde dann auf 100 ml Eiswasser gegossen und
3 × mit je 25 ml Diethylether extrahiert. Die vereinigten organi
schen Phasen wurden mit H2O gewaschen, übe Na2SO4 getrocknet und
die organischen Lösungsmittel am Rotavapor abgetrennt. Das gelbe
Produkt kristallisierte innerhalb von 2 h aus. Anschließende Umkristallisation
aus Essigester/Hexan lieferte das reine β-Hydroxy
imin II.1.
Ausbeute: 72%, Summenformel: C33H35NO, Farbe: weißgelb, Schmp:
121-122°C
1H NMR (CDCl3): 0,61 (6H, d, 2 × CH3), 0,82 (6H, d, 2x CH3), 2,19 (2H, sept, CH), 3,76 (2H, s, CH2), 6,80-7,51 (19H, m, Phenyl, OH)
1H NMR (CDCl3): 0,61 (6H, d, 2 × CH3), 0,82 (6H, d, 2x CH3), 2,19 (2H, sept, CH), 3,76 (2H, s, CH2), 6,80-7,51 (19H, m, Phenyl, OH)
13C NMR (CDCl3): 22,0, 24,5, 27,9 (CH3, CH), 48,4 (CH2), 78,5
(C-OH), 122,9, 124,2, 126,0, 126,7, 127,0, 128,1, 128.2, 128,3,
129,5, 130,0, 132,4, 136,8, 137,6, 143,6, 147,4 (Phenyl), 170,4
(C=N)
IR (KBr, cm-1): 3288 (m, breit), 3062 (w), 2962 (m), 2925 (w), 2867 (m), 1634 (vs), 1492 (m), 1453 (vs), 1343 (m), 1227 (m), 1065 (m), 1042 (s), 1015 (s), 942 (s), 917 (m), 899 (s), 805 (m), 749 (vs), 700 (vs), 637 (s)
M+ = 461,3 m/z
IR (KBr, cm-1): 3288 (m, breit), 3062 (w), 2962 (m), 2925 (w), 2867 (m), 1634 (vs), 1492 (m), 1453 (vs), 1343 (m), 1227 (m), 1065 (m), 1042 (s), 1015 (s), 942 (s), 917 (m), 899 (s), 805 (m), 749 (vs), 700 (vs), 637 (s)
M+ = 461,3 m/z
In einem 1-l-Stahlautoklav wurden 46 mg (0,1 mmol) Ligand II.1
und 40 mg (0,22 mmol) (CH3)2Ni(TMEDA) in 2i0 ml Toluol gegeben und
miteinander verrührt. Anschließend wurden 40 bar Ethylen aufge
presst und 120 Minuten bei 70°C polymerisiert. Man erhielt 3,3 g
Polyethylen, was einer Aktivität von 7,5 kg Polyethylen/mol Ni.h
entspricht.
TMEDA: Tetramethylethylendiamin.
Claims (9)
1. Komplexverbindungen der allgemeinen Formel Ia bis d,
bei denen die Variablen wir folgt definiert sind:
M ein Element der 6. bis 10. Gruppe des Periodensystems der Elemente in der Oxidationsstufe +2 bis +4,
Nu ausgewählt aus O, S oder N-R7;
R1 bis R7 ausgewählt aus
Wasserstoff,
C1-C18-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C2-C18-Alkenyl, substituiert oder unsubstituiert, mit ein bis 4 isolierten oder konjugierter Doppelbindungen;
C3-C12-Cycloalkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy, substituiert oder unsubstituiert,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
fünf- bis sechsgliedrigen stickstoffhaltigen Heteroaryl resten, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
wobei räumlich benachbarte Reste R1 bis R7 miteinander zu einem 5- bis 12-gliedrigen Ring verbunden sein können;
L1 ein organischer oder anorganischer Neutralligand,
L2 ein organischer oder anorganischer anionischer Ligand, wobei L1 und L2 miteinander durch eine oder mehrere kovalente Bindungen verknüpft sein können,
z eine ganze Zahl von 1 bis 3,
R8 bis R10 gleich oder verschieden und ausgewählt werden aus Wasserstoff, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl.
bei denen die Variablen wir folgt definiert sind:
M ein Element der 6. bis 10. Gruppe des Periodensystems der Elemente in der Oxidationsstufe +2 bis +4,
Nu ausgewählt aus O, S oder N-R7;
R1 bis R7 ausgewählt aus
Wasserstoff,
C1-C18-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C2-C18-Alkenyl, substituiert oder unsubstituiert, mit ein bis 4 isolierten oder konjugierter Doppelbindungen;
C3-C12-Cycloalkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy, substituiert oder unsubstituiert,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
fünf- bis sechsgliedrigen stickstoffhaltigen Heteroaryl resten, unsubstituiert oder einfach oder mehrfach gleich oder verschieden substituiert mit
C1-C8-Alkyl, substituiert oder unsubstituiert,
C3-C12-Cycloalkyl,
C7-C13-Aralkyl,
C6-C14-Aryl,
Halogen,
C1-C6-Alkoxy,
C6-C14-Aryloxy,
SiR8R9R10 oder O-SiR8R9R10;
wobei räumlich benachbarte Reste R1 bis R7 miteinander zu einem 5- bis 12-gliedrigen Ring verbunden sein können;
L1 ein organischer oder anorganischer Neutralligand,
L2 ein organischer oder anorganischer anionischer Ligand, wobei L1 und L2 miteinander durch eine oder mehrere kovalente Bindungen verknüpft sein können,
z eine ganze Zahl von 1 bis 3,
R8 bis R10 gleich oder verschieden und ausgewählt werden aus Wasserstoff, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl.
2. Komplexverbindungen nach Anspruch 1, bei denen M aus Nickel
oder Palladium gewählt wird.
3. Komplexverbindungen nach Anspruch 1 und 2, wobei
L1 ausgewählt wird aus
Phosphanen (R11)xPH3-x
Aminen (R11)xNH3-x
Ethern (R11)2O,
H2O,
Alkoholen (R11) OH,
Pyridin,
Pyridinderivaten der Formel C5H5-x(R11)xN,
CO,
C1-C12-Alkylnitrilen,
C6-C14-Arylnitrilen oder
ethylenisch ungesättigten Doppelbindungssystemen,
wobei x eine ganze Zahl von 0 bis 3 bedeutet;
L2 ausgewählt wird aus Halogenidionen,
Amidionen (R11)x-1NH2-x,
C1-C6-Alkylanionen,
Allylanionen,
Benzylanionen oder Arylanionen;
die Reste R11 gleich oder verschieden sind und ausgewählt wer den aus Wasserstoff, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl.
L1 ausgewählt wird aus
Phosphanen (R11)xPH3-x
Aminen (R11)xNH3-x
Ethern (R11)2O,
H2O,
Alkoholen (R11) OH,
Pyridin,
Pyridinderivaten der Formel C5H5-x(R11)xN,
CO,
C1-C12-Alkylnitrilen,
C6-C14-Arylnitrilen oder
ethylenisch ungesättigten Doppelbindungssystemen,
wobei x eine ganze Zahl von 0 bis 3 bedeutet;
L2 ausgewählt wird aus Halogenidionen,
Amidionen (R11)x-1NH2-x,
C1-C6-Alkylanionen,
Allylanionen,
Benzylanionen oder Arylanionen;
die Reste R11 gleich oder verschieden sind und ausgewählt wer den aus Wasserstoff, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl.
4. Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen gemäß den
Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man einen
Liganden der allgemeinen Formel IIa oder IIb
zunächst mit Hilfe einer Base deprotoniert und anschließend mit 0,2 bis 5 Äquivalenten einer Metallverbindung MX4, MX3, ML1L2 oder MX2 umsetzt, wobei X Halogen, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl bedeutet und wobei MX2, MX3 oder MX4 optional durch weitere Neutralliganden stabilisiert werden können.
zunächst mit Hilfe einer Base deprotoniert und anschließend mit 0,2 bis 5 Äquivalenten einer Metallverbindung MX4, MX3, ML1L2 oder MX2 umsetzt, wobei X Halogen, C1-C8-Alkyl, C3-C12-Cycloalkyl, C7-C13-Aralkyl oder C6-C14-Aryl bedeutet und wobei MX2, MX3 oder MX4 optional durch weitere Neutralliganden stabilisiert werden können.
5. Verfahren zur Polymerisation oder Copolymerisation von
Olefinen unter Verwendung von Komplexverbindungen gemäß den
Ansprüchen 1 bis 4.
6. Verfahren zur Herstellung eines Trägerkatalysators für die
Polymerisation oder Copolymerisation von Olefinen, dadurch
gekennzeichnet, dass man eine oder mehrere Komplexverbindun
gen nach den Ansprüchen 1 bis 4 und optional einen Aktivator
auf einem festen Träger abscheidet.
7. Trägerkatalysator für die Polymerisation oder Copoly
merisation von Olefinen gemäß Anspruch 6.
8. Verfahren zur Polymerisation oder Copolymerisation von
Olefinen unter Verwendung eines Trägerkatalysators gemäß
Anspruch 7.
9. Verfahren zur Emulsionspolymerisation oder -Copolymerisation
von Ethylen oder anderen 1-Olefinen uni optional weiteren
Olefinen unter Verwendung einer Komplexverbindung der allge
meinen Formel Ia bis d nach den Ansprüchen 1 bis 3.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10106902A DE10106902A1 (de) | 2001-02-13 | 2001-02-13 | Komplexverbindungen und ihre Verwendung zur Polymerisation von Olefinen |
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