DE1009729B - Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in Elektronenroehren - Google Patents
Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in ElektronenroehrenInfo
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- H01J25/00—Transit-time tubes, e.g. klystrons, travelling-wave tubes, magnetrons
- H01J25/02—Tubes with electron stream modulated in velocity or density in a modulator zone and thereafter giving up energy in an inducing zone, the zones being associated with one or more resonators
- H01J25/22—Reflex klystrons, i.e. tubes having one or more resonators, with a single reflection of the electron stream, and in which the stream is modulated mainly by velocity in the modulator zone
- H01J25/24—Reflex klystrons, i.e. tubes having one or more resonators, with a single reflection of the electron stream, and in which the stream is modulated mainly by velocity in the modulator zone in which the electron stream is in the axis of the resonator or resonators and is pencil-like before reflection
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Description
Die Erfindung betrifft ein Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in Elektronenröhren, insbesondere
für kurze und sehr kurze Wellen. Bei einem solchen Elektrodensystem wird in an sich bekannter Weise
durch eine Reflektorelektrode, die gegenüber einer ihr vorgelagerten durchbrochenen Elektrode, z. B. in
Form eines Gitters, negativ vorgespannt ist, ein Bremsfeld gebildet, in welchem ankommende Elektronen
zur Umkehr gezwungen werden. Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung eines solchen
Systems und ermöglicht vor allem solche Hysterese-Erscheinungen bei Reflexgeneratoren zu vermeiden,
welche durch Auslenkung der reflektierten Elektronen in zu der Achse des Elektronenstrahls nicht parallele
Bahnen entstehen. Die Erfindung hat besondere Bedeutung für Röhren nach Art der Reflexklystrone,
ist aber auch überall dort von Vorteil, wo es sich darum handelt, Elektronen in einem Bremsfeld zur
Umkehr zu bringen.
Bei einem Reflexoszillator hat die Reflektorelektrode die Aufgabe, mittels des Bremsfeldes die Elektronen
auf zu der Achse des Elektronenstrahls möglichst parallelen Bahnen wieder durch den Laufraum zurückzuschicken.
Es ist dabei aber vielfach unerwünscht, die reflektierten Elektronen auf genau denselben
Bahnen zurückzuschicken, auf denen sie gegen den Reflektor anliefen, um Hysterese zu vermeiden, so daß
man bereits versucht hat, durch geeignete Formgebung der Reflektorelektrode die Elektronen in eine
gewünschte Richtung zu lenken. Die Erfindung löst die Aufgabe einer einheitlichen Reflexion des überwiegenden
Teiles der Elektronen in eine gewünschte Richtung mit besonderen Mitteln. Erfindungsgemäß
ist (sind) von den Elementen der durchbrochenen Elektrode, beispielsweise den Gitterdrähten, ein einzelnes
Element oder mehrere einander nicht benachbarte Elemente so ausgebildet, daß es (sie) eine
wesentlich größere Tiefenerstreckung nach der Reflektorelektrode hin besitzt (besitzen) als die anderen
Elemente der durchbrochenen Elektrode, wobei die Tiefenerstreckung so groß ist, daß die öffnungen der
durchbrochenen Elektrode praktisch ohne Einfluß auf den Verlauf der Äquipotentialflächen im Bereich der
durchbrochenen Elektrode sind. Gleichzeitig hiermit können sich an die Elemente mit Tiefenerstreckung
zusätzliche Hilfselektroden, die ebenfalls eine Tiefenerstreckung besitzen, anschließen.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. In
Fig. 1 ist eine bekannte Elektrodenanordnung schematisch veranschaulicht, wahrend
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel in seinen für die Erfindung wesentlichen Teilen in stark vereinfachter,
schematischer Darstellung, zeigt.
Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in Elektronenröhren
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 4
München 2, Wittelsbacherplatz 4
Dr. Werner Veith, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Bei der üblichen bekannten Anordnung gemäß Fig. 1 befindet sich in einem gewissen Abstand vor einer
als Reflektorelektrode wirksamen Platte 10 eine durchbrochene Elektrode, beispielsweise ein .Gitter 11. Mit
1 bis 9 sind Äquipotentialflächen bezeichnet. Dabei
a5 zeigt sich, daß die dem Gitter 11 benachbarten Äquipotentialflächen
1 und 2 erheblich durch die Nähe der Einzelelemente des Gitters verformt werden. Die Folge
davon sind Brechungen der Elektronenbahnen 13, so daß die Elektronen unter verschiedenen Winkeln in
den Reflektorraum gelangen und nur außerordentlich schwierig in eine gewünschte einheitliche Richtung
zurückgelenkt werden können.
Ferner ist aus der französischen Patentschrift 996 934 eine Anordnung bekannt, bei der vor der
Reflektorelektrode zwei aus stabförmigen Elementen bestehende, quer zur Röhrenachse angeordnete Gitterelektroden
vorgesehen sind, von denen die eine auf Reflektorpotential und die andere auf Resonatorpotential
liegt. Durch das Zusammenwirken der Reflektorelektrode und dieser beiden Gitterelektroden erhält
man ein Feld, dessen Stärke in dem Maße abnimmt, in dem man sich der Reflektorelektrode nähert. Man will
dadurch erreichen, daß eine geringe Änderung der Modulationsspannung eine beachtliche Änderung der
4-5 Laufzeit der Elektronen bewirkt und ferner der zurückkehrende
Elektronenstrahl fokussiert wird.
In Fig. 2 sollen die in Fig. 1 bei einer bekannten Anordnung dargestellten Verhältnisse bei einer Anordnung
nach der Erfindung veranschaulicht werden.
Hier ist an einzelnen einander nicht benachbarten Elementen des Gitters 11 ein Teil 12 angesetzt, der
z. B. die Form eines zylindrischen Ringes besitzt. Durch diesen Teil 12 wird das Feld in der Nähe des
Gitters 11 so sehr geschwächt, daß die Äquipotential-
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flächen 1 und 2 nicht mehr durch jeden einzelnen Gitterdraht, sondern nur durch deren Gesamtheit beeinflußt
werden. Durch die geringeren Verformungen können sie sich nicht in dem bisherigen Maß auf eine
Brechung der Elektronenbahnen auswirken. Weiterhin finden die rückkehrenden Elektronen bei ihrer Beschleunigung
ein solches Feld vor, daß sie wieder in parallele Richtung zueinander kommen, wie dies in
Fig. 2 veranschaulicht ist, während sie im Falle der in der Fig. 1 dargestellten Anordnung nur normale
Parabeln zu beschreiben imstande sind.
Bei den bisher bekannten Anordnungen beschreiben die reflektierten Elektronen sehr verschiedene Bahnen,
■je nachdem, ob hohe oder geringe negative Reflektorspannungen angelegt werden. Bei der Anordnung gemaß
der obengenannten französischen Patentschrift liegen bei großen negativen Spannungen an der Reflektorelektrode
die Umkehrpunkte der Elektronen weit von der Reflektorelektrode weg, also in einem Bereich,
in dem die Elektronenbahnen durch die Gitterelektroden auf einen verhältnismäßig engenRaum zusammengedrängt
sind. Dies hat aber eine störende Erhöhung der Raumladung zur Folge; denn durch die im Umkehrbereich
auftretende hohe Raumladung werden die Äquipotentialflächen so verformt, daß die Elektronen
nach Durchlaufen der Umkehrpunkte stark divergieren. — Bei einer Anordnung gemäß Fig. 1 werden die
gegen die Reflektorelektrode 10 laufenden Elektronen durch die sehr welligen Äquipotentialflächen im Bereich
des Gitters 11 stark zerstreut, so daß es verhältnismäßig schwierig ist, die reflektierten Elektronen
auf Bahnen zu lenken, die parallel zur Achse des Elektronenstrahls 13 verlaufen. Bei geringerem negativem
Potential der Reflektorelektrode wirkt sich dies nicht so störend aus wie bei hohem negativem Potential
dieser Elektrode,, bei dem die Umkehrpunkte der Elektronen in den Bereich der Äquipotentialflächen 1,2
verlegt werden und die dort auftretende Raumladung eine weitere, im ungünstigen Sinne wirkende Deformation
der Äquipotentialflächen in der Nähe der Gitterelektrode 11 zur Folge hat. Dadurch werden
auch die rückläufigen Elektronen beim Durchlaufen der Gitterebene 11 zerstreut, so daß sie nicht auf zur
Achse des Elektronenstrahls parallelen Bahnen zurücklaufen.
Bei der Anordnung nach der Erfindung liegen demgegenüber die Verhältnisse wesentlich günstiger, wie
sich aus der Fig. 2 ohne weiteres ersehen läßt. Der Verlauf der Äquipotentialflächen zwischen Gitter 11
und Reflektorelektrode 10 ist durch die Elemente mit So
Tiefenerstreckung 12 gegenüber dem Verlauf der Äquipotentialflächen in der Fig. 1 stark verändert.
Selbst bei verhältnismäßig geringen negativen Potentialen an der Reflektorelektrode liegen die Umkehrpunkte
der Elektronen noch in einem Bereich, -in dem die Äquipotentialflächen stark wellig sind. Zumindest
durchlaufen die Elektronen zwischen der Gitterelektrode und den Umkehrpunkten Bereiche mit stark
unterschiedlichem Verlauf der Äquipotentialflächen. Dadurch wird erreicht, daß die gegen die Reflektorelektrode
anlaufenden Elektronen auf Bahnen gelenkt werden, die es erlauben, nach Durchlaufen der Umkehrpunkte
die Elektronen auf im wesentlichen zur Achse der Elektronenströmung parallele Bahnen zu
lenken. Die erfindungsgemäße Anordnung weist aber noch einen anderen wesentlichen Vorteil auf, der darin
besteht, daß bei stark negativen Potentialen an der Reflektorelektrode 10 die Raumladung im Umkehrbereich
gegenüber einer Anordnung gemäß Fig. 1 oder den sonst bekannten Anordnungen erheblich verringert
ist. Nimmt man z. B. an, daß in Fig. 2 die Umkehrpunkte entlang der Äquipotentialfläche 1 liegen, so erkennt
man sofort, daß sich infolge der größeren Ausdehnung der Äquipotentialfläche 1 eine geringere
Raumladung ausbildet, als dies z. B. entlang der Äquipotentialfläche 2 der Fig. 1 der Fall ist. Die
Raumladung bewirkt deshalb eine wesentlich kleinere Verformung der Äquipotentialflächen als bei den bekannten
Anordnungen.
Zur Realisierung der Erfindung sind auch andere Lösungen als der im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2
veranschaulichte zylindrische Ring möglich. So können in einfacher Weise streifenförmige Ansätze an
den Gitterelementen angebracht sein, derart, daß in steter Reihenfolge nach einer Anzahl normaler Gitterdrähte
jeweils ein Blechstreifen vorgesehen ist. Weiterhin können die Streifen auch in mehreren Richtungen
verlaufen, so daß sich ein Rahmen oder bei mehreren sich kreuzenden Streifen ein Kästchensystem ergibt.
In entsprechender Weise kann auch an Stelle eines einzigen Ringes eine Anzahl von solchen angewendet
werden, wobei es besonders vorteilhaft ist, dieselben konzentrisch ineinander anzuordnen. Schließlich kann
auch ein Streifen durch spiraliges Aufwickeln in manchen Fällen eine Vereinfachung der Herstellung bedeuten.
Es ist im übrigen auch nicht unbedingt notwendig, die Streifen, Ringe od. dgl. massiv auszubilden; denn
es kommt zur Erzielung der gewünschten Wirkung in den meisten Fällen lediglich auf den der Reflektorelektrode
benachbarten Rand derselben an. Dementsprechend können diese auch gegebenenfalls durchbrochen
ausgebildet sein oder nur aus einem Draht od. dgl. bestehen, der den der Reflektorelektrode benachbarten
Rand derselben darstellt und durch einige wenige Stege od. dgl. abgestützt ist. Dies bietet den
Vorteil, freie öffnungen zum Durchtritt der zurückkehrenden Elektronen zu schaffen.
Claims (9)
1. Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in Elektronenröhren, insbesondere für kurze und sehr
kurze Wellen, bei dem durch eine nicht durchbrochene Reflektorelektrode, die gegenüber einer
ihr vorgelagerten durchbrochenen Elektrode, vorzugsweise in Form eines Gitters, negativ vorgespannt
ist, ein statisches Bremsfeld gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß von den Elementen
der durchbrochenen Elektrode, beispielsweise den Gitterdrähten, ein einzelnes Element
oder mehrere einander nicht benachbarte Elemente so ausgebildet ist (sind), daß es (sie) eine wesentlich
größere Tiefenerstreckung nach der Reflektorelektrode hin besitzt (besitzen) als die anderen
Elemente der durchbrochenen Elektrode, und daß die Tiefenerstreckung so groß ist, daß die öffnungen
der durchbrochenen Elektrode praktisch ohne Einfluß auf den Verlauf der Äquipotentialflächen
im Bereich der durchbrochenen Elektrode sind.
2. Elektrodensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das (die) Element (e) mit
Tiefenerstreckung zusätzliche Hilfselektroden aufweist (aufweisen), die ebenfalls eine Tiefenerstreckung besitzen.
3. Elektrodensystem nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine streifenförmige Ausbildung
der Elektrodenteile mit Tiefenerstreckung.
4. Elektrodensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die streifenförmigen Elek-
trodenteile in mehreren Richtungen, insbesondere senkrecht zueinander, angeordnet sind.
5. Elektrodensystem nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine kästchenförmige Anordnung
der streifenförmigen Elektrodenteile.
6. Elektrodensystem nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine ringförmige Ausbildung
der Elektrodenteile mit Tiefenerstreckung.
7. Elektrodensystem nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch mehrere, vorzugsweise konzenirische
Ringe.
8. Elektrodensystem nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine spiralförmige Ausbildung
der Elektrodenteile mit Tiefenerstreckung.
9. Elektrodensystem nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen
Hilfselektroden mit Durchbrechungen versehen sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 996 934.
Französische Patentschrift Nr. 996 934.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 54-7/336 5.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES36415A DE1009729B (de) | 1953-11-20 | 1953-11-20 | Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in Elektronenroehren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES36415A DE1009729B (de) | 1953-11-20 | 1953-11-20 | Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in Elektronenroehren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1009729B true DE1009729B (de) | 1957-06-06 |
Family
ID=7482207
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES36415A Pending DE1009729B (de) | 1953-11-20 | 1953-11-20 | Elektrodensystem zur Elektronenreflexion in Elektronenroehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1009729B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR996934A (fr) * | 1949-09-02 | 1951-12-28 | Materiel Telephonique | Tube oscillateur à caractéristique de modulation en fréquence linéaire dans une large bande |
-
1953
- 1953-11-20 DE DES36415A patent/DE1009729B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR996934A (fr) * | 1949-09-02 | 1951-12-28 | Materiel Telephonique | Tube oscillateur à caractéristique de modulation en fréquence linéaire dans une large bande |
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