DE10055289A1 - System zur Bestimmung der Position eines Objekts - Google Patents
System zur Bestimmung der Position eines ObjektsInfo
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Abstract
System zur Bestimmung der Position eines Objekts mit einer Referenz-Sende-Vorrichtung, die in einer festen Position angeordnet ist, wobei die Referenz-Sende-Vorrichtung eine Referenzzeit-Lieferungseinrichtung zum Liefern eines Referenzzeit-Signals, das eine Referenz-Uhrzeit angibt, aufweist, mindestens zwei Sende-Empfangs-Vorrichtungen, die in festen Positionen zueinander und zu der Referenz-Sende-Vorrichtung angeordnet sind, wobei jede Sende-Empfangs-Vorrichtung eine Zeit-Lieferungseinrichtung zum Liefern eines Zeit-Signals, das eine Uhrzeit angibt, eine Empfangseinrichtung zum Empfangen des Referenzzeit-Signals von der Referenz-Sende-Vorrichtung und eine Synchronisierungseinrichtung zum Verarbeiten des Zeit-Signals und des Referenzzeit-Signals und zum Synchronisieren der Uhrzeit mit der Referenz-Uhrzeit aufweist, und einer Positionsbestimmungsvorrichtung zum Bestimmen der Position des Objekts.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein System zur
Bestimmung der Position eines Objekts und insbesondere auf
ein Navigationssystem für den Innen- und Außen-Bereich.
Auf dem Gebiet der Außenbereichs-Navigation hat in den
letzten 25 Jahren die technische Entwicklung von Naviga
tionssystemen anhand von Satellitensignalen rasante Fort
schritte gemacht. Weltweit werden Empfänger bzw. Receiver,
die das amerikanische GPS-Signal (GPS = Global Positioning
System) oder das russische GLONASS-Signal auswerten, z. B.
im Flugverkehr oder in der Automobilindustrie eingesetzt. In
den letzten Jahren sind auf dem Markt auch Empfänger (GNSS =
Global Navigation Satellite System) erhältlich, die beide
Systeme kombinieren und dadurch höhere Ortsauflösungen er
reichen. Die erreichbare Ortsauflösung kann zusätzlich durch
Überlagerungssysteme bzw. Overlaysysteme, wie WAAS in Nord
amerika oder EGNOS in Europa erhöht werden.
Das GPS-System als Beispiel eines Außenbereichs-Navigations
systems bzw. Outdoor-Navigationssystems umfaßt eine Anzahl
von sich teilweise bewegenden Satelliten, die Navigationssi
gnale aussenden. Die Position eines Objekts wird im Empfän
ger des Objekts über die Laufzeiten der Navigationssignale
zu dem Empfänger und aus den bekannten Positionen der Sa
telliten bestimmt. Dazu ist eine zeitliche Synchronisation
der Satelliten notwendig, die durch Atomuhren in den einzel
nen Satelliten erreicht wird. Die Navigationssignale sind
Sichtlinien-Signale bzw. Line-Of-Sight-Signale, deren Kanal
modell lediglich durch die Ionosphäre der Erde bestimmt ist,
so daß die Signalleistungen am Empfänger im wesentlichen
immer gleich sind.
Ein Nachteil des GPS-Systems besteht darin, daß aufwendige
Sender, hier Satelliten, notwendig sind, um das GPS-System
als System zur Bestimmung der Position eines Objekts bzw.
als Navigationssystem zu betreiben. Außerdem müssen die ein
zelnen Sender jeweils sehr genaue und aufwendige Uhren, hier
Atomuhren, enthalten, um die notwendige zeitliche Synchroni
sation der Sender zu erreichen.
Ein weiterer Nachteil des GPS-Systems und allgemein von Sa
telliten gestützten Systemen besteht darin, daß diese nicht
für die hochgenaue Navigation im Innenbereich, wie z. B. Ge
bäuden, oder im Außenbereich in von den Satelliten abge
schatteten Bereichen, wie z. B. Gebäudeschluchten, verwendet
werden können.
Auf dem Gebiet der Innenbereichs-Navigation bzw. Indoor-Na
vigation werden derzeit Lösungen für die Ortung ausschließ
lich im Netz und nicht im Endgerät bzw. Empfänger vorge
schlagen, dabei wird die Position des Empfängers durch das
Sendernetz des Systems ermittelt und - je nach Anwendung -
dem Empfänger bzw. dem zu artenden Modul drahtlos über
mittelt. Als Beispiel dafür werden in mobilen Kommunika
tionsnetzen Navigationsdienste angeboten, die auch im Innen
bereich verwendet werden können. Andere Systeme, die auf
Transponder-Technologien basieren, werden für Logistikzwecke
und die Nahbereichsidentifikation eingesetzt. Die Ortung
durch Entfernungsmessungen ist das hier am meisten ange
wandte Verfahren. Dabei erfolgt die Ortung durch eine Lauf
zeitmessung von Funk-, Infrarot-, Ultraschall- oder Laser-
Signalen. Genauere Systeme setzen auch modulierte Signale
ein, um mittels einer geeigneten Signalverarbeitung eine hö
here Auflösung zu erzielen. Andere Verfahren, wie Feldstär
kemessungen oder die Auswertung des empfangenen Signalwin
kels bei komplexeren Basisstationen, die mit phasengesteu
erten Antennenanordnungen bzw. Phased-Array-Antennen aus
gerüstet sind, werden meistens zusätzlich zur Entfernungs
messung eingesetzt.
Die aktuellen Systeme für die Innenbereichs-Navigation bieten
entweder Insel-Lösungen (Pico-Zellen) mit Tags, Lösun
gen, die auf der Entfernungsmessung basieren und die einen
bidirektionalen Übertragungskanal verwenden und Lösungen mit
kombinierten Systemen auf Basis mobiler Kommunikationsdien
ste.
Ein Nachteil der Insel-Lösungen besteht darin, daß die Netz
struktur sehr aufwendig ist. Ein Nachteil der Lösungen, die
auf Entfernungsmessungen basieren, besteht darin, daß die
Kanalkapazität schnell erreicht wird, wenn zu viele Module
bzw. Empfänger gleichzeitig im Netz bzw. System geortet wer
den müssen. Ein Nachteil der Lösungen mit kombinierten Sy
stemen besteht darin, daß sowohl die Navigationssicherheit
nicht immer gewährleistet ist, da der Empfänger mindestens
zwei Basisstationen bzw. Sender im Gebäude empfangen muß,
als auch die Ortungsgenauigkeit noch über 25 m im Außenbe
reich mit Satellitensystemen und über 100 m mit einer Kom
munikationsinfrastruktur liegt und somit beispielsweise für
Innenbereichsanwendungen nicht geeignet ist. Allgemein bie
ten die meisten Systeme für den Innenbereich lediglich eine
1D-Ortung bzw. eine Abstandsmessung oder eine 2D-Ortung, z. B.
in x-y-Koordinaten.
Ein besonderes Problem der Innenbereichs-Navigationssysteme
aber auch der Außenbereichs-Navigationssysteme, z. B. in ab
geschatteten Gebäudebereichen, besteht darin, daß im Innen
bereich, z. B. in Gebäuden, eine hohe Signaldynamik und
Mehrwegsignale auftreten, die z. B. durch Reflexionen der
Navigationssignale innerhalb der Gebäude entstehen. Diese
Mehrwegsignale verzerren sehr stark den Übertragungskanal
und gefährden eine zuverlässige Ortung bzw. Bestimmung der
Position eines Objekts.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein
System zur Bestimmung der Position eines Objekts, eine Re
ferenz-Sende-Vorrichtung, eine Sende-Empfangs-Vorrichtung
und eine Positionsbestimmungsvorrichtung zu schaffen, die
eine einfache, zuverlässige und genaue Bestimmung der Position
eines Objekts ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch ein System zur Bestimmung der Po
sition eines Objekts gemäß Anspruch 1, eine Referenz-Sende-
Vorrichtung gemäß Anspruch 23, eine Sende-Empfangs-Vorrich
tung gemäß Anspruch 24 und eine Positionsbestimmungsvorrich
tung gemäß Anspruch 25 gelöst.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß
die Erfindung bei Navigationsanwendungen, die keine oder ei
ne eingeschränkte Sichtverbindung zu den Sendern des Systems
zur Bestimmung der Position eines Objekts besitzen, also bei
Anwendungen im Innenbereich, wie z. B. Gebäuden, oder im
Außenbereich in abgeschatteten Außenbereichen, wie z. B. Ge
bäudeschluchten, bei denen zwangsläufig eine hohe Signaldy
namik und Mehrwegsignale, die den Übertragungssignal stark
verzerren, auftreten, eine hohe Ortungszuverlässigkeit eines
Objekts, eine dreidimensionale Ortung (x,y,z-Koordinaten)
und eine Ortung mit einem System ermöglicht, das unempfind
lich gegenüber Störsignalen ist. Dies liegt daran, daß die
vorliegende Erfindung ein CDMA-basiertes (CDMA = Code Divi
sion Multiple Access) System verwendet, wobei das CDMA-Ver
fahren unempfindlicher als bekannte Innenbereichs-Naviga
tionsverfahren auf Störungen durch andere Funkdienste, wie
beispielsweise mobile Kommunikationsdienste, z. B. TDMA-
oder CDMA-basierte Systeme, digitalen Rundfunk als auch
Satelliten-Dienste, z. B. bei Anwendungen im Außenbereich,
reagiert.
Das System der vorliegenden Erfindung ermöglicht eine höhere
Ortsauflösung als bei vorhandenen CDMA-Systemen. Bei der Im
plementierung mit aktuell verfügbaren Technologien kann eine
Ortungsgenauigkeit von weniger als 1 m erreicht werden. Bei
kommerziellen Anwendungen wird zunächst eine mögliche Auf
lösung von ca. 1-5 m erwartet, ist aber theoretisch nur
durch die Wellenlänge der verwendeten Trägerfrequenz be
grenzt. Bei einer HF-Trägerfrequenz von 2,4 GHz im ISM-Band
kann die maximale Positionsauflösung 6,2 cm (eine halbe
Wellenlänge) betragen.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung, der durch
die Anwendung des CDMA-Verfahrens begründet ist, ist die ge
ringere elektromagnetische Belastung durch das Sendernetz im
Vergleich zu Verfahren, die Signallaufzeiten direkt oder in
direkt (durch einen Frequenzsweep des Senders) messen, da
durch die bei CDMA-Systemen typischen Verstärkungsgewinne
durch die Entspreizung des Signals Sender mit sehr niedriger
Sendeleistung die Innenbereiche bzw. Außenbereiche versor
gen. Da CDMA-Signale unter dem Rauschpegel liegen, ist keine
hohe Sendeleistung für die Ortung notwendig.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht dar
in, daß das System zur Bestimmung der Position eines Objekts
gemäß der Erfindung keinen Rückkanal für die Ortung und die
Navigation benötigt, da die Ortung bzw. Bestimmung der Posi
tion im Empfänger bzw. Empfängermodul und nicht im Sender
netz erfolgt, wodurch die Zahl der Benutzer, Anwender bzw.
Empfängermodule nicht begrenzt ist, keine Gefahr einer Netz
überlastung besteht und der Funkkanal nur mit vom Sendernetz
erzeugten Signalen belastet ist. Dadurch wird ferner eine
reduzierte Komplexität der Basisstationen bzw. Sender und
der Endgeräte bzw. Empfänger ermöglicht, da die Basisstatio
nen lediglich eine Sendestufe und die Endgeräte lediglich
eine Empfangsstufe benötigen. Daher lassen sich die Empfän
ger einfach in existierenden Systemen, wie PDAs oder Handte
lephonen bzw. Handys, integrieren.
Ein weiterer wichtiger Vorteil dieser Erfindung ist daher
auch die Rückwärts-Kompatibilität mit Satelliten-Naviga
tions-Systemen, so daß in Endgeräten, die dieses Naviga
tionsverfahren verwenden, wesentliche Teile der Hardware für
den Empfang von CDMA-basierten, Satelliten gestützten Außen
bereichs-Navigationssystemen, wie GPS, GLONASS, WASS, EGNOS
und das zukünftige europäische System GALILEO, wiederverwen
det werden können.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht dar
in, daß es möglich ist, die Positionsbestimmungsgenauigkeit
anwendungsspezifisch einzustellen, und damit auch die Lei
stungsaufnahme des Systems zu variieren, da die Position im
Modul bestimmt wird.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht dar
in, daß die Reichweite eines Senders oder einer Basisstation
in vertretbaren Abständen (bis 100 m) liegt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß zu dem
Empfänger zusätzlich lokale Informationen mitübertragen wer
den können oder an Referenzstationen geladen werden können,
wie z. B. aktuelle Meldungen oder ein Gebäudeplan. Mit ei
nem integrierten Sprachcodierer kann dieses System als
Orientierungshilfe für Sehbehinderte verwendet werden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Systems zur Bestim
mung der Position eines Objekts gemäß der vorlie
genden Erfindung;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer Referenz-Sende-Vor
richtung des Systems der vorliegenden Erfindung von
Fig. 1;
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel einer Sende-Empfangs-Vor
richtung des Systems der vorliegenden Erfindung von
Fig. 1;
Fig. 4 eine allgemeine Darstellung einer Positionsbestim
mungsvorrichtung des Systems der vorliegenden Er
findung von Fig. 1;
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel einer Positionsbestimmungsvorrichtung
des Systems der vorliegenden Erfindung
von Fig. 1;
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel einer Korrelationseinrich
tung und einer Integrationseinrichtung der Posi
tionsbestimmungsvorrichtung von Fig. 5; und
Fig. 7 ein Ausgangssignal der Integrationseinrichtung von
Fig. 6.
Diese Erfindung beschreibt ein drahtloses, hochauflösendes,
funkbasiertes und zellulares Navigationssystem bzw. ein
System zur Bestimmung der Position eines Objekts, das zu
Ortung von beweglichen oder bewegbaren Objekten, wie z. B.
Personen, im Außen- und/oder im Innen-Bereich dient. Bei
einem Einsatz im Innenbereich können in diesem System zu
sätzliche Informationen, wie z. B. ein Gebäudeplan, als
Orientierungshilfe angeboten werden. Durch die zellulare
Struktur kann das beschriebene System auch zur Bestimmung
der Position eines Objekts im Außenbereich oder in Gebäude
komplexen, wie Messegeländen, die aus mehreren Gebäuden be
stehen, eingesetzt werden.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Systems zur Be
stimmung der Position eines Objekts. Das System 100 umfaßt
eine Referenz-Sende-Vorrichtung 202, die in einer festen Po
sition angeordnet ist, drei Sende-Empfangs-Vorrichtung 302,
die in festen Positionen zueinander und zu der Referenz-Sen
de-Vorrichtung 202 angeordnet sind, und eine Positionsbe
stimmungsvorrichtung 502 zum Bestimmen der Position des Ob
jekts, wobei das Objekt die Positionsbestimmungsvorrichtung
502 aufweist. Um die Position des Objekts mit der Positions
bestimmungsvorrichtung 502 im Zweidimensionalen zu bestim
men, muß das System 100 mindestens drei Sende-Vorrichtungen,
beispielweise eine Referenz-Sende-Vorrichtung 202 und zwei
Sende-Empfangs-Vorrichtung 302, umfassen. Um eine Position
des Objekts mit der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 im
Dreidimensionalen bzw. im Raum zu bestimmen, muß das System
100 mindestens vier Sende-Vorrichtungen, beispielsweise eine
Referenz-Sende-Vorrichtung 202 und drei Sende-Empfangs-Vor
richtung 302 umfassen, wie es in Fig. 1 gezeigt ist.
Zur dreidimensionalen Bestimmung der Position des Objekt mit
der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 werden die Positio
nen P1, P2, P3 und P4 der Sende-Vorrichtungen 202, 302 und
die Laufzeiten L1, L2, L3 und L4 von Navigationssignalen
bzw. Informationssignalen von den Sende-Vorrichtungen 202,
302 zu der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 benötigt. Da
zu müssen die Sende-Vorrichtungen 202, 302 zeitlich synchron
zueinander arbeiten, d. h. ihre Uhren müssen synchron arbei
ten. Die Laufzeiten L1, L2, L3 und L4 der Informationssigna
le werden aus der Differenz der Empfangszeiten der Informa
tionssignale bei der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 und
der Sendezeiten der Informationssignale von den Sende-Vor
richtungen 202, 302 bestimmt. Da die Sende-Vorrichtungen
202, 302 zeitlich synchron arbeiten, benötigt die Positions
bestimmungsvorrichtung 502 selbst keine eigene exakte Zeit
basis bzw. keine exakt laufende Uhr. Die Positionsbestim
mungsvorrichtung 502 benötigt lediglich einen Taktgeber oder
eine Zeit-Lieferungseinrichtung, die in bestimmten Zeitbe
reichen Zeitabstände relativ messen kann.
Zur zweidimensionalen (bzw. zur dreidimensionalen) Posi
tionsbestimmung, d. h. zur Bestimmung der Position eines Ob
jekts in der Ebene (bzw. im Raum), sind drei (bzw. vier)
Sender bzw. Sende-Vorrichtungen 202, 302 notwendig. Bei der
zweidimensionalen Bestimmung der Position könnte jedoch bei
spielsweise auf den dritten Sender bzw. hier auf eine zweite
Sende-Empfangs-Vorrichtung 302 verzichtet werden, obwohl die
um die zwei verbleibenden Sender, d. h. die Referenz-Sende-
Vorrichtung 202 und die verbleibende Sende-Empfangs-Vorrich
tung 302, gezogenen Kreise mit dem Radius der Laufzeit der
Navigationssignale zwei Schnittpunkte aufweisen und dadurch
die Positionsbestimmung des Objekts nicht eindeutig ist.
Dies liegt daran, daß der richtige Schnittpunkt bzw. die
richtige Position des Objekts auch über die Phase ohne eine
dritte Sende-Vorrichtung 202, 302 bestimmt werden kann. Die
dritte Sende-Vorrichtung ist jedoch bei der zweidimensiona
len Bestimmung der Position notwendig, um die tatsächliche
Empfangszeit der Informationssignale im Empfänger bzw. der
Positionsbestimmungsvorrichtung 502 zu bestimmen, um die
Laufzeiten der Informationssignale zu der Positionsbestim
mungsvorrichtung 502 exakt berechnen zu können. Daher ist in
der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 lediglich eine
Zeit-Lieferungseinrichtung, z. B. eine Uhr, notwendig, die
nicht exakt zeitlich mit den Sende-Vorrichtungen 202, 302
synchronisiert ist, und die über die Informationen der zu
sätzlichen Sende-Vorrichtung mit den Sende-Vorrichtungen
202, 302 synchronisiert werden kann. Ähnliches gilt für den
dreidimensionalen Fall. Hier ist ebenfalls, da eine Bestim
mung der Position abhängig von der Phase möglich ist,
eigentlich keine vierte Sende-Vorrichtung notwendig. Die
vierte Sende-Vorrichtung 202, 302 bzw. die dritte Sende-Emp
fangs-Vorrichtung 302 in Fig. 1 dient jedoch zur exakten
Empfangszeitbestimmung der Informationsignale innerhalb der
Positionsbestimmungsvorrichtung 502.
Die Zeitsynchronisation im Netz der Sende-Vorrichtungen 202,
302 von Fig. 1 erfolgt in zwei Schritten. Beim Einschalten
der Infrastruktur wird die Synchronisation im Netz durch
programmierbare Delays bzw. Zeitkorrekturwerte eingerichtet,
und beim Betrieb wird in regelmäßigen Abständen diese zeit
liche Synchronisation überprüft bzw. korrigiert. Die Syn
chronisation der Sende-Vorrichtung 202, 302 wird über eine
Verbindung zwischen denselben, über die die Vorrichtungen
miteinander kommunizieren, erreicht. Dabei liefert z. B. die
Referenz-Sende-Vorrichtung 202 eine Referenzzeit in Form ei
nes Referenzzeit-Signals, mit der sich die Sende-Empfangs-
Vorrichtungen 302 über die Verbindung zeitlich synchronisie
ren. Diese Verbindung kann drahtgebunden bzw. kabelgebunden,
wie z. B. über elektrische oder optische Kabel, oder draht
los ausgeführt sein. Die drahtgebundene Verbindung wird da
bei bevorzugt, da die Übertragungen von Referenzzeit-Signa
len von der fest positionierten Referenz-Sende-Vorrichtung
202 zu den fest positionierten Sende-Empfangs-Vorrichtungen
302 direkt sind und bekannte Laufzeiten über die Verbindung
besitzen, die bei der Synchronisation der Uhren berücksich
tigt werden müssen. Bei der drahtlosen Verbindung sind hin
gegen Sichtlinien bzw. Line-of-Sight-Signale notwendig, um
die Uhren synchronisieren zu können, dabei können Mehrweg
signale neben den Sichtliniensignalen, d. h. beispielsweise
Reflexionen des Referenzeit-Signals der Referenz-Sende-Vor
richtung 202 an Wänden auf dem Weg zu der jeweiligen Sende-
Empfangs-Vorrichtung 302, auftreten, die die Bestimmung der
Laufzeiten des Referenzeit-Signals zu den Sende-Empfangs-
Vorrichtungen 302 erschweren. Bei sowohl der drahtgebundenen
als auch der drahtlosen Übertragung von Referenzzeit-Signa
len werden die Uhren bzw. Zeit-Lieferungseinrichtungen der
Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 mit der Uhr bzw. einer Re
ferenzzeit-Lieferungseinrichtung der Referenz-Sende-Vorrich
tung 202, die das Referenzzeit-Signal liefert, synchroni
siert.
Das System 100 von Fig. 1 kann als Sende-Vorrichtungen 202,
302 auch nur Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 aufweisen, wo
bei abhängig von der Struktur und der Umgebung des Systems
eine der Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 zu einer Refe
renz-Sende-Empfangs-Vorrichtung bzw. Referenz-Sende-Vorrich
tung bestimmt wird. Eine solche Bestimmung kann beispiels
weise davon abhängen, daß eine Sende-Empfangs-Vorrichtung
302 der mehreren Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 die genau
este Uhr besitzt und damit der Lieferant einer Referenz-Uhr
zeit sein kann, auf die sich alle anderen Sende-Empfangs-
Vorrichtungen 302 synchronisieren können.
Weiterhin kann jedes System 100 eine sehr große Anzahl von
Sende-Vorrichtungen 202, 302 aufweisen, die z. B. nur Sen
de-Empfangs-Vorrichtungen 302 sind. Diese große Anzahl von
Sende-Vorrichtungen kann auf sehr viele Untergruppen, wie z. B.
Gebäude in einem Gebäudekomplex, Räume in einem Gebäude
etc., verteilt sein, da z. B. die Reichweite der Sende-Vor
richtungen begrenzt ist, wobei hierarchische Strukturen in
dem System gebildet werden können. Jede Untergruppe, wie z. B.
ein Raum, kann darin wiederum eine eigene hierarchische
Struktur von Sende-Vorrichtungen besitzen, in der eine Sen
de-Vorrichtung zu einer Referenz-Sende-Vorrichtung bzw. Re
ferenz-Sende-Empfangs-Vorrichtung bestimmt werden kann, auf
die sich alle anderen Sende-Vorrichtungen der Untergruppe
synchronisieren, weil diese Referenz-Sende-Vorrichtung bei
spielsweise die genaueste Uhr besitzt oder selbst mit einer
Sende-Vorrichtung einer übergeordneten Gruppe synchronisiert
ist. Eine übergeordnete Gruppe, wie z. B. ein Stockwerk oder
ein Gebäude, kann für sich Untergruppen, wie z. B. Räume,
aufweisen, die sich mit einer ausgewählten Referenz-Sende-
Vorrichtung, wie z. B. des Stockwerks oder des Gebäudes,
synchronisieren usw.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Referenz-Sende-
Vorrichtung des Systems der vorliegenden Erfindung von Fig.
1. Die Referenz-Sende-Vorrichtung 202 umfaßt eine Referenz
zeit-Lieferungseinrichtung 204 zum Liefern eines Referenz
zeit-Signals, das eine Referenz-Uhrzeit angibt, eine Signal
erzeugungseinrichtung 206 zum Erzeugen eines Informationssi
gnals bzw. Navigationssignals, das die Sendezeit des Infor
mationssignals, die aus dem Referenz-Zeitsignal bestimmt
wird, aufweist, und eine Sendeeinrichtung 208 zum Senden des
Informationssignals und/oder des Referenzzeit-Signals.
Die Referenzzeit-Lieferungseinrichtung 204 ist vorzugsweise
ein Taktgeber oder eine Uhr etc., die eine Zeitbasis zum Be
stimmen einer Uhrzeit bzw. eines Zeitpunktes, in diesem Fall
der Referenz-Uhrzeit, liefert. Die Signalerzeugungseinrich
tung 206 ist vorzugsweise eine analoge oder digitale Signal
erzeugungseinrichtung, wie z. B. eine Verarbeitungseinrich
tung, die ein Informationssignal erzeugt, in dem unter ande
rem die Sendezeit des Informationssignals selbst enthalten
ist. Die Signalerzeugungseinrichtung 206 kann ferner ange
ordnet sein, um ein Informationssignal zu erzeugen, das fer
ner die Position der Referenz-Sende-Vorrichtung 202, lokale
Informationen für den Bereich des Netzes der Sende-Referenz-Vorrichtung
202 und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen
302 bzw. für den Bereich, in dem sich das Objekt der Posi
tionsbestimmungsvorrichtung 502 befindet, lokale Meldungen,
spezifische Systemparameter, Synchronisierungsdaten, einen
Umgebungs- oder Gebäudeplan und/oder Verzeichnisse von Refe
renz-Sende-Vorrichtungen 202 und/oder Funkbalken aufweist.
Die Sendeeinrichtung 208 der Referenz-Sende-Vorrichtung 202
weist vorzugsweise eine Codelieferungseinrichtung 210 zum
Liefern eines Codes, der der Referenz-Sende-Vorrichtung 202
zugeordnet ist, und eine Codierungseinrichtung 212 zum Co
dieren des Informationssignals mit dem Code der Codeliefe
rungseinrichtung 210 auf. Die Codelieferungseinrichtung 210
ist vorzugsweise ein Speicher, der ein kontinuierliches
(analoges) oder wertdiskretes (digitales) Signal enthält,
das den Code darstellt. Bevorzugt wird dabei ein rauschähn
liches Signal bzw. ein rauschähnlicher Code (PN-Codes; PN =
Pseudo Noise), der sowohl in den Sende-Vorrichtungen 202,
302 als auch der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 unab
hängig voneinander wiedererzeugt werden kann. Zu diesen Co
des gehören unter anderem die Codes maximaler Länge (m-Se
quenzen). Andere mögliche Codes sind beispielsweise die
Gold-Sequenzen.
Die Codierungseinrichtung 212 der Sendeeinrichtung 208 ist
vorzugsweise eine synchrone Operation oder eine Exklusiv-
Oder-Einrichtung (EXLUSIVE-OR), die den Code mit dem Infor
mationssignal zusammenaddiert, wodurch eine Bandspreizung
des Informationssignals erfolgt. Durch die Verwendung von
rauschähnlichen Signalen bzw. Codes wird eine gleichmäßige
Verteilung der Signalleistung des Informationssignals über
das gespreizte Frequenzband erreicht. Zur Rückgewinnung des
Informationssignals in beispielsweise der Positionsbestim
mungsvorrichtung 502 wird dieses Informationssignal mit dem
zur Spreizung benutzten Code korreliert. Hierzu wird der in
der Referenz-Sende-Vorrichtung 202 erzeugte Code phasenrich
tig auf den Empfangscode synchronisiert und mit dem Emp
fangssignal multipliziert. Das Informationssignal wird dann
wieder auf die ursprüngliche Bandbreite dekorreliert. Dem
Signal überlagerte Störungen werden dabei spektral gespreizt
und z. B. durch eine nachfolgende Signalintegration oder
eine Tiefpaßfilterung in ihrer Amplitude entsprechend dem
Bandbreitenverhältnis reduziert.
Die Sendeeinrichtung 208 der Referenz-Sende-Vorrichtung 202
kann ferner eine Modulationseinrichtung 214 zum Modulieren
des Informationssignals und/oder des Referenzzeit-Signals
auf ein Trägersignal, das eine Trägerfrequenz fTR aufweist,
umfassen. Die Modulationseinrichtung 214 ist vorzugsweise
eine Mischeinrichtung bzw. eine Multiplikationseinrichtung,
die das Informationssignal auf das Trägersignal moduliert,
wobei das Trägersignal vorzugsweise ein Hochfrequenz-Träger
signal ist. Die Modulationseinrichtung 214 führt vorzugswei
se eine Phasenumtastungs-Modulation (PSK-Modulation oder
BPSK-Modulation) zum Modulieren des Informationssignals auf
das Trägersignal durch. Es können jedoch auch andere bekann
te Modulationsverfahren verwendet werden.
Die Referenz-Sende-Vorrichtung 202 kann beispielsweise bei
der Verwendung eines HF-Trägersignals eine Antenne 216 auf
weisen, die unter anderem zum Senden des HF-Signals verwen
det werden kann.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Sende-Empfangs-
Vorrichtung des Systems der vorliegenden Erfindung von Fig.
1. Die Sende-Empfangs-Vorrichtung 302 umfaßt vorzugsweise
eine Zeit-Lieferungseinrichtung 304 zum Liefern eines Zeit
signals, das eine Uhrzeit angibt, eine Empfangseinrichtung
306 zum Empfangen des Referenzzeit-Signals von der Refe
renz-Sende-Vorrichtung 202 oder zum Empfangen eines Zeitsi
gnals von einer anderen Sende-Empfangs-Vorrichtung 302 als
Referenzzeit-Signal, eine Synchronisierungseinrichtung 308
zum Verarbeiten des Zeitsignals und des Referenzzeit-Signals
und zum Synchronisieren der Uhrzeit der Sende-Empfangs-Vor
richtung 302 mit der Referenz-Uhrzeit, eine Signalerzeu
gungseinrichtung 310 zum Erzeugen eines Informationssignals,
das die Sendezeit des Informationssignals, die aus dem Zeit
signal bestimmt wird, aufweist, und eine Sendeeinrichtung
312 zum Senden des Informationssignals.
Wie im vorhergehenden erwähnt, kann das System der Sende-
Vorrichtungen 202, 302 nach Fig. 1 auch nur aus Sende-Emp
fangs-Vorrichtungen 302 bestehen, wobei abhängig von der
Struktur des Systems eine oder mehrere Sende-Empfangs-Vor
richtungen 302 zu Referenz-Sende-Vorrichtungen bzw. Refe
renz-Sende-Empfangs-Vorrichtungen bestimmt werden. Das Zeit
signal, das von der Zeit-Lieferungseinrichtung 304 geliefert
wird, ist dann das Referenzzeit-Signal, auf das sich die an
deren Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 synchronisieren.
Durch eine solche Struktur wird eine stärkere Flexibilität
des Systems abhängig von den äußeren Umständen des Systems
und eine höhere Zuverlässigkeit, z. B. wenn eine Sende-Emp
fangs-Vorrichtung als Referenz-Sende-Empfangs-Vorrichtung
ausfällt, erreicht. Die Empfangseinrichtung 306 und die Syn
chronisierungseinrichtung 308 sind bei einer zur Referenz-
Sende-Vorrichtung bestimmten Sende-Empfangs-Vorrichtung 302
auch nicht überflüssig, da sich diese selber auch wieder mit
einer übergeordneten Sende-Empfangs-Vorrichtung 302, die
ebenfalls eine Referenz-Sende-Vorrichtung beispielsweise ei
ner übergeordneten Gruppe ist, synchronisieren kann. Dadurch
wird eine hierarchische Struktur ermöglicht.
Zurückkehrend zu Fig. 3, ist die Zeit-Lieferungseinrichtung
304 vorzugsweise ein Taktgeber oder eine Uhr etc. die eine
Zeitbasis zum Bestimmen einer Uhrzeit bzw. eines Zeitpunk
tes, in diesem Fall der Uhrzeit, liefert.
Die Empfangseinrichtung 306 ist vorzugsweise eine Einrich
tung zum Verarbeiten des Referenzzeit-Signals von der Refe
renz-Sende-Vorrichtung 202, die das über eine Verbindung
eintreffende Referenzzeit-Signal verarbeitet. Die Empfangs
einrichtung 306 kann angepaßt sein, um ein über die drahtge
bundene oder drahtlose Verbindung übermitteltes Referenz
zeit-Signal zu verarbeiten.
Die Synchronisierungseinrichtung 308 der Sende-Empfangs-Vor
richtung 302 weist vorzugsweise eine Uhrzeit-Korrekturein
richtung zum Korrigieren des Zeitsignals bzw. der Uhrzeit
der Zeit-Lieferungseinrichtung 304 mit einer Delay oder mit
einem Zeitkorrekturwert auf, der den zeitlichen Unterschied
der Referenz-Uhrzeit der Referenzzeit-Lieferungseinrichtung
204 der Referenz-Sende-Vorrichtung 202 und der Uhrzeit der
Zeit-Lieferungseinrichtung 304 der Sende-Empfangs-Vorrich
tung 302 darstellt. Dieser Zeitkorrekturwert kann beispiels
weise ein Korrekturfeld sein, das bei der Einrichtung des
Systems gemessen wird und in Zeitabständen neu bestimmt
wird. Die Referenz-Sende-Vorrichtung 202 muß daher für den
Fall eines einfachen Sendernetzwerkes nicht unbedingt stän
dig mit den Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 kommunizieren.
Bei einem komplexeren System, bei dem sich die Sende-Emp
fangs-Vorrichtungen 302 mit der Referenz-Sende-Vorrichtung
202 synchronisieren, kann eine regelmäßige Zeit-Abgleichmög
lichkeit zwischen der Referenz-Sende-Vorrichtung 202 und den
Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 vorgesehen werden.
Die Signalerzeugungseinrichtung 310 zum Erzeugen des Infor
mationssignals ist vorzugsweise eine analoge oder digitale
Verarbeitungseinrichtung, wie z. B. eine Verarbeitungsein
richtung, die ein Informationssignal erzeugt, das die Sende
zeit des Informationssignals aufweist. Die Signalerzeugungs
einrichtung 310 kann ferner angeordnet sein, um ein Informa
tionssignal zu erzeugen, das ferner die Position der Sende-
Empfangs-Vorrichtung 302 aufweist. Das Informationssignal
kann ferner lokale Informationen für den Bereich des Netzes
der Referenz-Sende-Vorrichtung 202 und der Sende-Empfangs-
Vorrichtungen 302 bzw. für den Bereich, in dem sich das Ob
jekt der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 befindet bzw.
bewegt, lokale Meldungen, spezifische Systemparameter, Syn
chronisierungsdaten, einen Umgebungs- und Gebäudeplan
und/oder Verzeichnisse von Referenz-Sende-Vorrichtungen 202
und/oder Funkbalken aufweisen.
Die Sendeeinrichtung 312 der Sende-Empfangs-Vorrichtung 302
weist vorzugsweise eine Codelieferungseinrichtung 314 zum
Liefern eines Codes, der der Sende-Empfangs-Vorrichtung 302
zugeordnet ist und der sich von den Codes der anderen Sen
de-Vorrichtungen 202, 302 unterscheidet, und eine Codie
rungseinrichtung 316 zum Codieren des Informationssignals
mit dem Code auf.
Die Codelieferungseinrichtung 314 der Sendeeinrichtung 312
ist vorzugsweise ein Speicher, der ein analoges oder digi
tales Codesignal enthält, das den Code darstellt. Dieser
Code ist vorzugsweise ein rauschähnlicher Code, der sowohl
in der jeweiligen Sende-Empfangs-Vorrichtung 302 als auch in
der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 unabhängig voneinan
der wiedererzeugt werden kann. Zu den rauschähnlichen Codes
gehören sogenannte Codes maximaler Länge (m-Sequenzen). An
dere mögliche Codes sind beispielsweise die Gold-Sequenzen.
Die Codierungseinrichtung 316 der Sendeeinrichtung 312 ist
vorzugsweise eine synchrone Operation oder eine Exklusiv-
Oder-Einrichtung (EXCLUSIVE-OR), die den Code der Codeliefe
rungseinrichtung 314 mit dem Informationssignal der Sende-
Empfangs-Vorrichtung 302 zusammenaddiert bzw. zusammenführt.
Durch die Multiplikation des Informationssignals mit dem
Code wird das Informationssignal gespreizt und es wird eine
gleichmäßige Verteilung der Signalleistung über das ge
spreizte Frequenzband erreicht. Zur Rückgewinnung des ge
spreizten Informationssignals wird dieses in der Positions
bestimmungsvorrichtung 502 mit dem zur Spreizung verwendeten
Code korreliert. Hierzu wird der in der Sende-Empfangs-Vor
richtung 302 erzeugte Code phasenrichtig auf den Empfangs
code synchronisiert und mit dem Empfangssignal multipli
ziert. Das gespreizte Empfangs-Informationssignal wird damit
wieder auf die ursprünglichen Bandbreite dekorreliert. Dem
Signal überlagerte Störungen werden dagegen spektral ge
spreizt und können beispielsweise durch eine nachfolgende
Signalintegration oder eine Tiefpaßfilterung in ihrer Ampli
tude entsprechend dem Bandbreitenverhältnis reduziert wer
den.
Die Sendeeinrichtung 312 der Sende-Empfangs-Vorrichtung 302
kann ferner eine Modulationseinrichtung 318 zum Modulieren
des Informationssignals auf ein Trägersignal, das eine Trä
gerfrequenz fTR aufweist, die vorzugsweise gleich der Trä
gerfrequenz der Referenz-Sende-Vorrichtung 202 ist, umfas
sen. Die Modulationseinrichtung 318 ist vorzugsweise eine
Mischeinrichtung bzw. eine Multiplikationseinrichtung, die
das Informationssignal auf das Trägersignal moduliert, wobei
das Trägersignal vorzugsweise ein Hochfrequenz-Trägersignal
(HF-Trägersignal) ist. Die Modulationseinrichtung 318 kann
beispielsweise eine Phasenumtastungs-Modulation (PSK-Modula
tion oder BPSK-Modulation) zum Modulieren des Informations
signals auf das Trägersignal durchführen. Es können jedoch
auch andere bekannte Modulationsverfahren verwendet werden.
Die Sende-Empfangs-Vorrichtung weist vorzugsweise ferner ei
ne Antenne 320 auf, die unter anderem zum Senden des Hoch
frequenz-Trägersignals verwendet werden kann.
Fig. 4 zeigt eine allgemeine Darstellung einer Positions
bestimmungsvorrichtung des Systems der vorliegenden Erfin
dung von Fig. 1. Die Positionsbestimmungsvorrichtung 402
weist eine Antenne 404 zum Empfangen der Informationssigna
le, beispielsweise der HF-Informationssignale, der Sende-
Vorrichtungen 202, 302 als ein (HF-)Empfangssignal auf.
Dieses Empfangssignal wird von der Antenne 404 zu einem Ra
dio-Frontend 406 bzw. einer Funk-Eingangsstufe weitergelei
tet. Dieses Radio-Frontend 406 umfaßt beispielsweise eine
Mischeinrichtung, die das Hochfrequenz-Empfangssignal in das
Basisband mischt. Dieses Mischen kann analog oder analog/di
gital mit einer Zwischenfrequenz-Abtastvorrichtung bzw. ei
nem IF-Sampler realisiert werden. Die Weiterverarbeitung
erfolgt dann digital. Im Basisband erfolgt die Korrelation
des Empfangssignals mit einer definierten Anzahl von Codes,
wobei jeder dieser Codes einer Sende-Vorrichtung 202, 302
(Fig. 1) zugeordnet ist. Diese Codes werden in einem Code-
Generator 408 entsprechend den Codes der Sende-Vorrichtungen
erzeugt. Für jeden Code wird das Empfangssignal mit einem
oder mehreren Korrelatoren in einem Korrelationsabschnitt
410 und in einem ersten Verarbeitungsabschnitt 412 korre
liert, um einzelne Empfangs-Informationssignale, die den In
formationssignalen der Sende-Vorrichtungen zugeordnet sind,
aus dem Empfangssignal durch Korrelation zu erhalten. Das
mit den einzelnen Codes in dem Korrelationsabschnitt 410
korrelierte Empfangssignal wird in den ersten Verarbeitungs
abschnitt 412 der Positionsbestimmungsvorrichtung 402 ge
speist, in dem die abschließende Korrelation der Codes mit
dem Empfangssignal und die Ableitung der zugeordneten Emp
fangs-Informationssignale erfolgt. Dabei müssen auch Mehr
wegsignale, die durch die Reflexion der durch die Sende-Vor
richtungen 202, 302 gesendeten Informationssignale, z. B.
von Wänden, entstehen, von den Sichtlinien-Signalen bzw.
Line-of-Sight-Signalen getrennt werden, um für jede Sende-
Vorrichtung 202, 302 das Informationssignal zu erhalten, das
sich auf dem direkten Weg zu der Positionsbestimmungsvor
richtung ausgebreitet hat. Nur mit diesem Signal ist eine
korrekte Laufzeitbestimmung des jeweiligen Informationssi
gnals und eine Positionsbestimmung des Objekts möglich. Der
erste Verarbeitungsabschnitt 412 der Positionsbestimmungs
vorrichtung 402 übernimmt ferner die Code-Ansteuerung des
Code-Generators 408, um die Korrelation des Codes mit dem
Empfangssignal in dem Korrelationsabschnitt 410 zu steuern,
und steuert ferner über eine automatische Verstärkungssteu
erung (AGC; AGC = Automatic Gain Control) 418 die Verstär
kung des Empfangssignals, das abhängig von der Beschaffen
heit der Umgebung der Positionsbestimmungsvorrichtung 402,
d. h. vor allem abhängig von dem Auftreten von Mehrwegsigna
len und Störungen, unterschiedlich groß ist und eine hohe
Dynamik besitzt. Die erhaltenen Empfangs-Informationssignale
werden an einen zweiten Verarbeitungsabschnitt 414 der Posi
tionsbestimmungsvorrichtung 402 weitergeleitet, der das je
weilige Empfangs-Informationssignal, ohne die Mehrwegsigna
le, verfolgt und mit den anderen Empfangs-Informationssigna
len zeitlich synchronisiert und decodiert, um aus den jewei
ligen Empfangs-Informationssignalen neben anderen Informa
tionen die Sendezeiten der Informationssignale, die den Empfangs-Informationssignalen
zugeordnet sind, und vorzugsweise
ferner die Positionen der Sende-Vorrichtungen 202, 302 zu
erhalten, um damit die Position des Objekts zu dem ent
sprechenden Zeitpunkt zu bestimmen. Der zweite Verarbei
tungsabschnitt 414 der Positionsbestimmungsvorrichtung 402
übernimmt ferner die Navigation des Objekts, indem Naviga
tionsanweisungen, Navigationssignale etc. durch den zweiten
Verarbeitungsabschnitt 414 ausgegeben werden, und kann bei
spielsweise ein digitaler Signalprozessor sein. Der Code
generator 408 kommuniziert mit dem zweiten Verarbeitungsab
schnitt 414, um die den jeweiligen Code zugeordneten Emp
fangs-Informationssignale identifizieren zu können. Die Po
sitionsbestimmungsvorrichtung 402 weist ferner einen Synthe
sizer bzw. ein Frequenzerzeuger 416 mit der Frequenz fc auf,
der die zeitliche Steuerung des Radio-Frontends 406, des
Code-Generators 408 und des zweiten Verarbeitungsabschnitts
414 der Positionsbestimmungsvorrichtung 402 übernimmt.
Die Ausbreitung von Mehrwegsignalen, die Reflexionen der In
formationssignale der Sende-Vorrichtung 202, 302, z. B. in
Innenbereichen an Innenwänden oder in abgeschatteten Außen
bereichen an Außenwänden von Gebäuden, sind, und die Signal
dynamik des aus den einzelnen Empfangs-Informationssignalen
zusammengesetzten Empfangssignals der Positionsbestimmungs
vorrichtung 402, die durch die unterschiedliche Amplitude
des Empfangssignals, beispielsweise durch Reflexionen, un
terschiedliche Umgebungsbedingungen bezüglich der Dämpfung
etc., verursacht wird, stellen höchste Ansprüche an die Po
sitionsbestimmungsvorrichtung. Es ist durch die unterschied
liche Struktur von Innenbereichen bzw. Räumen allgemein sehr
schwierig, die Ausbreitungsbedingungen der Informationssi
gnale generell zu definieren. Die Informationssignale werden
durch die Entfernung, durch flaches Fading, feste und zeit
variante Hindernisse unterschiedlich gedämpft. Die Dämpfung
kann bis zu 80 dB betragen. Die Mehrwegausbreitung ist daher
durch sehr große Dynamikunterschiede gekennzeichnet. Die
hohen Dynamikanforderungen werden in der Positionsbestim
mungsvorrichtung 402 durch die von dem ersten Verarbeitungsabschnitt
412 gesteuerte Regelschleife (AGC) 418 und durch
die Verwendung eines AD-Umsetzers mit einer Auflösung von
ca. 10 Bit und einer Abtastrate, deren Periodendauer kleiner
ist als die aufzulösenden Laufzeitunterschiede, gelöst. Die
Mehrwegsignale werden dann mit einer angepaßten Entschei
dungseinrichtung separiert.
Es sei bemerkt, daß die Navigationsdaten bzw. Informations
daten eine sehr niedrige Datenrate (fINF) besitzen. Um einen
ausreichenden Verarbeitungsgewinn bzw. Processing Gain
sicherzustellen, muß jedoch die Datenrate der Informations
daten fINF deutlich kleiner als die Bandbreite des Informa
tionssignals sein. Das Informationssignal wird dann direkt
auf die Trägerfrequenz (fTR) phasenstarr moduliert. Um den
Übertragungskanal des Informationssignals effizient nutzen
zu können, eignen sich hierzu insbesondere PSK-Modulations
verfahren, wie z. B. das BPSK-Modulationsverfahren.
Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Positionsbestim
mungsvorrichtung 502 des Systems der vorliegenden Erfindung
von Fig. 1. Die Positionsbestimmungsvorrichtung 502 umfaßt
vorzugsweise eine Zeit-Lieferungseinrichtung 504 zum Liefern
eines Zeitsignals, das eine Uhrzeit angibt, eine Empfangs
einrichtung 506 zum Empfangen eines Empfangssignals, das die
Empfangs-Informationssignale der Sende-Vorrichtungen 202,
302 aufweist, eine Verarbeitungseinrichtung 508 zum Verar
beiten der Empfangs-Informationssignale und eine Empfangs
zeit-Bestimmungseinrichtung 510 zum Bestimmen der Empfangs
zeit jedes Empfangs-Informationssignals mit dem Zeitsignal
der Zeit-Lieferungseinrichtung 504.
Die Zeit-Lieferungseinrichtung 504 ist vorzugsweise ein
Taktgeber oder eine Uhr etc., die eine Zeitbasis zum Bestim
men einer Uhrzeit bzw. eines Zeitpunkts liefert.
Die Empfangseinrichtung 506 der Positionsbestimmungsvorrich
tung 502 umfaßt vorzugsweise eine Codelieferungseinrichtung
512 zum Liefern der Codes der Sende-Vorrichtungen 202, 302
und eine Decodierungseinrichtung 514 zum Decodieren des Emp
fangssignals unter Verwendung der von der Codelieferungsein
richtung 512 gelieferten Codes der Sende-Vorrichtungen 202,
302, um den Informationssignalen der Sende-Vorrichtungen
202, 302 entsprechende Empfangs-Informationssignale aus dem
Empfangssignal zu erhalten.
Die Codelieferungseinrichtung 512 der Empfangseinrichtung
506 ist vorzugsweise ein Speicher, der analoge oder digitale
Codesignale enthält, die die Codes der Sende-Vorrichtungen
202, 302 darstellen, wobei die Codes vorzugsweise rausch
ähnliche Codes (PN-Codes) sind. Hierzu gehören die sogenann
ten Codes maximaler Länge (m-Sequenzen) oder andere mögliche
Codes, wie z. B. Gold-Sequenzen.
Die Decodierungseinrichtung 514 der Empfangseinrichtung 506
umfaßt für jede Sende-Vorrichtung 202, 302 des Systems 100
vorzugsweise mindestens eine Korrelationseinrichtung 516 zum
Korrelieren des Empfangssignals mit dem Code, der der jewei
ligen Sende-Vorrichtung 202, 302 zugeordnet ist und der in
der Codelieferungseinrichtung 512 verfügbar ist, um ein kor
reliertes Empfangssignal zu erhalten, und jeweils eine der
Korrelationseinrichtung 516 zugeordnete Integrationseinrich
tung 518, die jedes Korrelationsergebnis der Korrelation des
Empfangssignals mit jedem zugeordneten Code über eine Zeit,
die vorzugsweise einer Periode einer Codesequenz entspricht,
integriert, um ein der jeweiligen Sende-Vorrichtung 202, 302
zugeordnetes Empfangs-Informationssignal zu erhalten.
In der Korrelationseinrichtung 516 wird das Empfangssignal
um je einen Takt verschoben und dann parallel mit jedem Code
in der Codelieferungseinrichtung 512 korreliert. Diese Code
lieferungseinrichtung 512 enthält jeden einer Sende-Vorrich
tung 202, 302 zugeordneten Code in einem zugeordneten Schie
beregister, wobei der Code darin mit einer schnellen Takt
rate, die größer als die Chipping-Rate ist, verschoben wird.
Bei einer Synchronisation des Eingangssignals mit dem jewei
ligen Inhalt eines Schieberegisters entsteht ein Korrelationspeak
am Ausgang der Integrationseinrichtung 518.
Für die Empfangseinrichtung 506 ist jede Sende-Vorrichtung
202, 302 ein Satellit, unabhängig davon, ob nur Sende-Emp
fangs-Vorrichtungen 302 oder auch Referenz-Sende-Vorrichtun
gen 202 im Netz verwendet werden. Für eine 3-D-Lokalisierung
müssen vier verschiedene Signale und für eine 2-D-Lokalisie
rung nur drei verschiedene Signale in der Empfangseinrich
tung unabhängig von welcher Sende-Vorrichtung 202, 302 in
der Auswertung berücksichtigt werden. Dies bedeutet, daß
vorzugsweise mehr als vier bzw. drei Korrelationseinrichtun
gen 516 und zugeordnete Integrationseinrichtungen 518 vorge
sehen werden sollten, um mit höherer Sicherheit vier. bzw.
drei Signale von verschiedenen Sende-Vorrichtungen 202, 302
im Empfangssignal decodieren zu können. Für jede zu empfan
gende Sende-Vorrichtung 202, 302 ist daher mindestens eine
Korrelationseinrichtung 516 und eine zugeordnete Integra
tionseinrichtung 518 in der Decodierungseinrichtung 514 vor
zusehen. Zur schnelleren Korrelation können auch mehr als
eine Korrelationseinrichtung 516 und Integrationseinrichtung
518 pro Sende-Vorrichtung 202, 302 enthalten sein.
Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Korrelationsein
richtung 516 und der Integrationseinrichtung 518 der Deco
dierungseinrichtung 514 von Fig. 5. Jede einem Code bzw.
einer Sende-Vorrichtung 202, 302 zugeordnete Korrelations
einrichtung 516 umfaßt einen Korrelator 520 zum Korrelieren
des Codes mit dem Empfangssignal, um ein korreliertes Emp
fangssignal zu erhalten, und jede einem Code bzw. einer Sen
de-Vorrichtung 202, 302 zugeordnete Integrationseinrichtung
518 umfaßt einen Integrator 526, der dem Korrelator 520 zu
geordnet ist, zum Integrieren des korrelierten Empfangssi
gnals des Korrelators 520 über die Zeit, um das dem Code
bzw. der Sende-Vorrichtung 202, 302 zugeordnete Empfangs-In
formationssignal zu erhalten. Jede einer Sende-Vorrichtung
202, 302 zugeordnete Korrelationseinrichtung 516 umfaßt
ferner einen weiteren Korrelator 522 zum Korrelieren des
zeitversetzten Codes mit dem Empfangssignal, um ein korreliertes
Empfangssignal zu erhalten, und jede einer Sende-
Vorrichtung 202, 302 zugeordnete Integrationseinrichtung 518
umfaßt ferner einen dem weiteren Korrelator 522 zugeordneten
Integrator 528 zum Integrieren des korrelierten Empfangssi
gnals über die Zeit, um ein dem Code zugeordnetes zeitver
setztes Empfangs-Informationssignal bzw. Mehrwegsignal zu
erhalten, das sich von dem Empfangs-Informationssignal un
terscheidet, das auf einem direkten Weg zu der Positionsbe
stimmungsvorrichtung 502 gelangt ist. Jede Korrelationsein
richtung 516 weist mindestens drei und vorzugsweise mehr als
drei weitere Korrelatoren 522, . . ., 524 und mindestens drei
und vorzugsweise mehr als drei weitere den weiteren Korre
latoren 522, . . ., 524 zugeordnete Integratoren 528, . . ., 530
in der Integrationseinrichtung 518 auf. Die Erhöhung der An
zahl der Korrelatoren und der zugeordneten Integratoren er
möglicht eine feinere Auflösung der Flanken und möglicher
Nebenmaxima des Korrelationspeaks. Nebenmaxima erscheinen
bei einem Empfang von Mehrwegsignalen bzw. bei einem Mehr
weg-Empfang. Das Ausführungsbeispiel in Fig. 6 erlaubt damit
eine Bestimmung des "Line of Sight"-Signals und von Mehrweg
signalen, die in Fig. 7 zeitlich aufgetragen sind.
Die Anzahl der Korrelatoren bzw. die Anzahl der zugeordneten
Integratoren ist anders als beispielsweise bei dem GPS-
System (Early, Present, Late: EPL-Struktur) nicht fest de
finiert und hängt von dem Zeitraum, in dem das System die
Mehrwegsignale erkennen und decodieren soll, oder anders
ausgedrückt stark von den Eigenschaften der Umgebung, in der
das System eingesetzt wird, z. B. von Gebäuden oder Räumen,
ab. Die Anzahl der Korrelatoren kann je nach Umgebung oder
Gebäude sehr groß werden. Es ist auch vorstellbar, daß für
jeden Raum oder jedes getrennte Gebäude eine unterschied
liche Korrelatorenanzahl benötigt oder genutzt wird, und daß
diese Anzahl als Systemparameter in das Navigationsendgerät
als Variable beim Betreten des Gebäudes über Funkbalken,
Funk, manuelle Eingabe etc. geliefert wird. Das Endgerät
stellt dann automatisch die richtige Konfiguration über
Software etc. ein. Die Anzahl der benötigten oder genutzten
Korrelatoren kann also variabel sein.
Die Codelieferungseinrichtung 512 weist für jeden zugeord
neten Code jeweils ein Schieberegister mit nr Bit auf, das
den zeitlichen Versatz des Codes realisiert. In dem nr Bit
breiten Schieberegister 512 wird der Code jeweils um ein
Inkrement der Chiplänge (CC) mit einer Taktrate (fsr) ver
schoben. Nach der Korrelation des Empfangssignals mit dem
Inhalt des Schieberegisters 508 wird das korrelierte Emp
fangssignal in der Integrationseinrichtung 528 integriert.
Die Länge des Schieberegisters (nr) bzw. die Anzahl der
Korrelatoren und der zugeordneten Integratoren und die Takt
rate (fsr) definieren den Zeitraum, in dem die Mehrwegsigna
le getrennt voneinander decodiert werden können, und die
Auflösung mit der dies erfolgen kann. Eine Positionsauflö
sung mit einer Genauigkeit von einer halben Wellenlänge der
Trägerfrequenz kann unter der Bedingung erfolgen, daß die
Trägerfrequenz mit der Chipping-Rate synchronisiert ist.
Dadurch bleibt die Information der Phasenlage des Trägersi
gnals trotz Abwärtsmischung, Abtastung und Verarbeitung wei
ter erhalten. An jedem Korrelator 520, . . ., 524 der Korrela
tionseinrichtung 516 steht beispielsweise ein Basisbandsi
gnal 532 bitweise am Eingang des jeweiligen Korrelators 520,
. . ., 524 an, und der Code der jeweiligen Sende-Vorrichtung
202, 302 wird mit der Taktrate fsr über das Signal geschoben
(korreliert), um damit die "Spitzen" bzw. die Höhen der Kor
relationspeaks des Informationssignals und der zugeordneten
Mehrwegsignale zu erhalten. Diese Korrelationsergebnisse
sind in Fig. 6 als SIG1, SIG2, . . ., SIGN dargestellt. In der
der Integrationseinrichtung 518 folgenden digitalen Signal
verarbeitung 534 wird das Signal verfolgt, um die Spitze
bzw. den Peak des Sichtlinien-Signals zu finden. Es sei be
merkt, daß das Informationssignal nicht unbedingt die
stärkste bzw. höchste Spitze aufweisen muß.
Fig. 7 zeigt den zeitlichen Verlauf nach der Integration
durch die Integrationseinrichtung 518, wobei der Verlauf die
einzelnen Spitzen eines Empfangs-Informationssignals und
seiner Mehrwegsignale aufweist. In Fig. 7 sind bei t0 das
Empfangs-Informationssignal und bei t0 + δt, t0 + 2δt, t0 +
3δt und t0 + 4δt die Mehrwegsignale zu erkennen. Diese
Spitzen ergeben sich aus der Korrelation des Empfangssignals
mit dem zugeordneten Code einer Sende-Vorrichtung, wodurch
eine Entspreizung des Empfangs-Informationssignals bzw. der
Mehrwegsignale erfolgt und eine Spitze entsteht, die jeweils
aus dem ebenfalls in Fig. 7 gezeigten Rauschen hinausragt.
Der minimale zeitliche Abstand 6 zwischen den Korrelations
peaks, der aufgelöst werden kann, entspricht der Perioden
länge des Taktsignals, mit dem ein Analog-Digital-Wandler
betrieben wird.
Zurückkehrend zu Fig. 5 umfaßt die Empfangszeit-Bestimmungs
einrichtung 510 der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 vor
zugsweise ferner eine Einrichtung, die aus dem Zeitsignal
der Zeitlieferungseinrichtung 504 und dem Ereignis des Er
fassens des Empfangs-Informationssignals in dem Empfangssi
gnal eine Empfangszeit des Empfangs-Informationssignals be
stimmt.
Die Verarbeitungseinrichtung 508 der Positionsbestimmungs
vorrichtung 502 umfaßt vorzugsweise eine Extrahierungsein
richtung 536 zum Extrahieren der Sendezeiten der Informa
tionssignale der Sende-Vorrichtungen 202, 302 aus den Emp
fangs-Informationssignalen, eine Laufzeit-Bestimmungsein
richtung 538 zum Bestimmen der Laufzeiten der Informations
signale von den Sende-Vorrichtungen 202, 302 zu der Posi
tionsbestimmungsvorrichtung 502 aus den Sendezeiten der In
formationssignale und den Empfangszeiten der Empfangs-Infor
mationssignale, und eine Berechnungseinrichtung 540 zum Be
rechnen der Position des Objekts unter Verwendung der Lauf
zeiten der Informationssignale und der Positionen der Sen
de-Vorrichtungen 202, 302.
Die Extrahierungseinrichtung 536 zum Extrahieren der Sende
zeiten der Informationssignale weist vorzugsweise eine Ver
arbeitungseinrichtung auf, die die Sendezeiten der Informationssignale
aus den Informationssignalen extrahiert. Wenn
die Informationssignale weitere Informationen, wie die Posi
tionen der Sende-Vorrichtungen 202, 302, aufweisen, ist die
Verarbeitungseinrichtung ferner angeordnet, um diese Infor
mationen dem jeweiligen Informationssignal zu entnehmen.
Die Laufzeit-Bestimmungseinrichtung 538 zum Bestimmen der
Laufzeiten der Informationssignale weist vorzugsweise eine
Verarbeitungseinrichtung auf, die die Differenz der Sende
zeit eines Informationssignals zu der Empfangszeit eines
Informationssignals bzw. des Empfangs-Informationssignals
bestimmt. Dabei kommt es, wie erwähnt, nicht darauf an, ob
die Zeit-Lieferungseinrichtung 504 der Positionsbestimmungs
vorrichtung 502 mit den Zeit-Lieferungseinrichtungen 204,
304 der Sende-Vorrichtungen 202, 302 synchronisiert ist, da
es ausreicht, daß die innere Zeit-Lieferungseinrichtung 504
der Positionsbestimmungsvorrichtung 502 in einem bestimmten
Bereich eine genaue Empfangszeit der Empfangs-Informations
signale angibt. Die zeitliche Synchronisierung der Empfangs
zeit der Empfangs-Informationssignale mit den Zeitliefe
rungseinrichtungen 204, 304 der Sende-Vorrichtungen 202, 302
wird berechnungsmäßig durch beispielsweise ein Gleichungssy
stem erreicht, das der Berechnungseinrichtung 540 zugeführt
wird, wobei z. B. bei der dreidimensionalen Positionsbestim
mung die vierte Sende-Vorrichtung 202, 302 die Bestimmung
der genauen Empfangszeit aus dem Gleichungssystem durch eine
vierte Bedingung ermöglicht.
Die Berechnungseinrichtung 540 der Verarbeitungseinrichtung
508 weist vorzugsweise eine Verarbeitungseinrichtung auf,
die angeordnet ist, um beispielsweise ein Gleichungssystem
der Laufzeiten L1, L2, L3 und L4 der Informationssignale und
der bekannten Positionen P1, P2, P3 und P4 (Fig. 1) der Sen
de-Vorrichtung 202, 302 aufzustellen und zu lösen.
Die Verarbeitungseinrichtung 508 umfaßt vorzugsweise ferner
eine Mehrwegsignalfilterungs- und Datenrückgewinnungs-Ein
richtung 542 zum Extrahieren der Empfangs-Informationssignale
bzw. zum Demodulieren und Decodieren der Empfangs-In
formationssignale, um sich auf ein Empfangsinformationsfor
mat bzw. ein Navigationsdatenformat zu synchronisieren und
gegebenfalls die Informationsdaten weiter an die Extrahie
rungseinrichtung 536 zu leiten. Die Synchronisation wird ge
gebenenfalls sichergestellt und beibehalten, und die Daten
werden zur Decodierung weitergeleitet. An dem Eingang der
Mehrwegsignalfilterungs- und Datenrückgewinnungs-Einrichtung
542 liegen Datenwerte SIG1, SIG2, . . ., SIGN (Fig. 6) aus der
Integrationseinrichtung 518 an, und für jeden Code einer
Sende-Vorrichtung 202, 302 werden parallel die Korrelations
peaks von Mehrwegsignalen erkannt. Das richtige Signal wird
für die weitere Signalverarbeitung selektiert und für die
Auswertung weitergeleitet. Für jeden Code werden die Signale
auf Synchronisation geprüft und die Informationsdaten werden
gegebenenfalls extrahiert.
Die Empfangseinrichtung 506 der Positionsbestimmungsvorrich
tung 502 umfaßt ferner vorzugsweise eine Mischeinrichtung
544 zum Mischen des Empfangssignals, das die Empfangs-Infor
mationssignale der Sende-Vorrichtungen 202, 302 aufweist,
die auf das Trägersignal moduliert sind, in ein Zwischensi
gnal bzw. in das Basisband. Ein Analog/Digital-Wandler lie
fert die digitalen komplexen Daten zu der Decodierungsein
richtung 514.
Die Positionsbestimmungsvorrichtung 502 umfaßt vorzugsweise
ferner einen Speicher 546 zum Speichern der Positionen der
Sende-Vorrichtungen 202, 302 und alternativ zum Speichern
von sowohl den Positionen der Sende-Vorrichtungen 202, 302
als auch von Gebäudeplänen oder Umgebungsplänen, um die Po
sition des Objekts in einem Gebäude oder in einer Umgebung
anzuzeigen. Zur Ausgabe dieser gespeicherten Informationen
und der durch die Empfangs-Informationssignale gelieferten
Informationen kann die Positionsbestimmungsvorrichtung 502
ferner eine Informationsausgabeeinheit zum Ausgeben von In
formationen über die Position, die von der Berechnungsein
richtung 540 der Verarbeitungseinrichtung 508 der Positionsbestimmungsvorrichtung
502 bestimmt wird, des Gebäudeplans
oder des Umgebungsplans, der in dem Speicher 546 der Posi
tionsbestimmungsvorrichtung 502 gespeichert ist und/oder von
optischen und akustischen Orientierungshilfen und/oder
Orientierungsanweisungen bzw. Navigationsanweisungen auf
weisen.
Die Positionsbestimmungsvorrichtung 502 umfaßt vorzugsweise
ferner eine Antenne 548 zum Empfangen des Empfangssignals
und zum Weiterleiten an die Mischeinrichtung 544, und die
Verarbeitungseinrichtung 514 der Positionsbestimmungsvor
richtung 502 kann ferner ein Mehrwegmodulfilter zum Filtern
der Empfangs-Informationssignale, um den Empfangs-Informa
tionssignalen überlagerte Störsignale, die im gleichen Fre
quenzband liegen, und Mehrwegsignale voneinander zu trennen,
aufweisen.
Wie bereits erwähnt umfaßt das System 100 zur Bestimmung der
Position eines Objekts ferner vorzugsweise eine Verbin
dungseinrichtung zum Verbinden der Sendeeinrichtung 208 der
Referenz-Sende-Vorrichtung 202 mit der Empfangseinrichtung
306 von jeder Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 und zum Über
tragen des Referenzzeit-Signals zu den Sende-Empfangs-Vor
richtungen 302, um die Uhrzeit jeder Sende-Empfangs-Vorrich
tung 302 mit der Referenz-Uhrzeit der Referenz-Sende-Vor
richtung 202 mittels der Synchronisierungseinrichtung 308
jeder Sende-Empfangs-Vorrichtung 302 zu synchronisieren. Die
Verbindungseinrichtung kann dabei eine drahtlose Verbindung,
wie z. B. über ein Hochfrequenz-Signal, oder eine drahtge
bundene bzw. kabelgebundene Verbindung, wie z. B. mit einem
elektrischen oder einem optischen Kabel, sein. Wie ebenfalls
bereits erwähnt wurde kann das System 100 auch ausschließ
lich aus Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 bestehen, aus de
nen einzelne Sende-Empfangs-Vorrichtungen 302 zu Referenz-
Sende-Vorrichtungen bzw. Referenz-Sende-Empfangs-Vorrich
tungen bestimmt werden. In diesem Fall ist die Verbindungs
einrichtung zwischen beispielsweise einer Sendeeinrichtung
312 einer Sende-Empfangs-Vorrichtung 302 und Empfangseinrichtungen
306 untergeordneter Sende-Empfangs-Vorrichtungen
302 vorgesehen usw.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine einfache und sehr
genaue Bestimmung der Position eines Objekts im Außen- und
Innen-Bereich und kann vor allem zur Navigation bzw. Ortung
in Gebäuden bzw. Gehäusekomplexen vorteilhaft eingesetzt
werden.
Claims (25)
1. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts,
mit folgenden Merkmalen:
einer Referenz-Sende-Vorrichtung (202), die in einer festen Position angeordnet ist, wobei die Referenz-Sen de-Vorrichtung (202) folgende Merkmale aufweist:
einer Referenz-Sende-Vorrichtung (202), die in einer festen Position angeordnet ist, wobei die Referenz-Sen de-Vorrichtung (202) folgende Merkmale aufweist:
- a) eine Referenzzeit-Lieferungseinrichtung (204) zum Liefern eines Referenzzeit-Signals, das eine Refe renz-Uhrzeit angibt;
- b) eine Signalerzeugungseinrichtung (206) zum Erzeugen eines Informationssignals, das mindestens die Sende zeit des Informationssignals, die aus dem Referenz- Zeitsignal bestimmt wird, aufweist; und
- c) eine Sendeeinrichtung (208) zum Senden des Informa
tionssignals und/oder des Referenzzeit-Signals, wobei
die Sendeeinrichtung folgende Merkmale aufweist:
- 1. eine Codelieferungseinrichtung (210) zum Liefern eines Codes, der der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) zugeordnet ist; und
- 2. eine Codierungseinrichtung (212) zum Codieren des Informationssignals mit dem Code;
- a) eine Zeit-Lieferungseinrichtung (304) zum Liefern ei nes Zeitsignals, das eine Uhrzeit angibt;
- b) eine Empfangseinrichtung (306) zum Empfangen des Re ferenzzeit-Signals von der Referenz-Sende-Vorrichtung (202);
- c) eine Synchronisierungseinrichtung (308) zum Verarbei ten des Zeit-Signals und des Referenzzeit-Signals und zum Synchronisieren der Uhrzeit mit der Referenz-Uhr zeit;
- d) eine Signalerzeugungseinrichtung (310) zum Erzeugen eines Informationssignals, das mindestens die Sende zeit des Informationssignals, die aus dem Zeit-Signal bestimmt wird, aufweist; und
- e) eine Sendeeinrichtung (312) zum Senden des Informa
tionssignals, wobei die Sendeeinrichtung (312) fol
gende Merkmale aufweist:
- 1. eine Codelieferungseinrichtung (314) zum Liefern eines Codes, der der Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) zugeordnet ist und der sich von dem Code der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und den Codes der anderen Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) unterscheidet; und
- 2. eine Codierungseinrichtung (316) zum Codieren des Informationssignals mit dem Code; und
- a) eine Zeit-Lieferungseinrichtung (504) zum Liefern ei nes Zeitsignals, das eine Uhrzeit angibt;
- b) eine Empfangseinrichtung (506) zum Empfangen eines
Empfangssignals, das die Informationssignale der Re
ferenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Emp
fangs-Vorrichtungen (302) aufweist, wobei die Emp
fangseinrichtung (506) folgende Merkmale aufweist:
- 1. eine Codelieferungseinrichtung (512) zum Liefern der Codes der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302);
- 2. eine Decodierungseinrichtung (514) zum Decodieren des Empfangssignals unter Verwendung der von der Codelieferungseinrichtung (522) gelieferten Codes der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sen de-Empfangs-Vorrichtungen (302), um den Informa tionssignalen der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) entsprechende Empfangs-Informationssignale zu er halten; und
- 3. eine Empfangszeit-Bestimmungseinrichtung (510) zum Bestimmen der Empfangszeit jedes Empfangs-In formationssignals mit dem Zeitsignal der Zeit- Lieferungseinrichtung (504); und
- c) eine Verarbeitungseinrichtung (508) zum Verarbeiten
der Empfangs-Informationssignale, wobei die Verarbei
tungseinrichtung (508) folgende Merkmale aufweist:
- 1. eine Extrahierungseinrichtung (536) zum Extrahie ren der Sendezeiten der Informationssignale der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende- Empfangs-Vorrichtungen (302) aus den Empfangs-In formationssignalen;
- 2. eine Laufzeit-Bestimmungseinrichtung (538) zum Bestimmen der Laufzeiten der Informationssignale von der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und den Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) zu der Positionsbestimmungsvorrichtung (540) aus den Sende zeiten der Informationssignale und den Empfangs zeiten der Empfangs-Informationssignale; und
- 3. eine Berechnungseinrichtung (520) zum Berechnen der Position des Objekts unter Verwendung der Laufzeiten der Informationssignale und der Posi tionen der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302).
2. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 1, bei dem die Sendeeinrichtungen (208,
312) der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sen
de-Empfangs-Vorrichtungen (302) ferner folgendes Merkmal
aufweisen:
- 1. eine Modulationseinrichtung (214, 318) zum Modu lieren des Informationssignals und/oder des Refe renzzeit-Signals auf ein Trägersignal, das eine Trägerfrequenz aufweist.
3. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 2, bei dem die Verarbeitungseinrichtung
(508) der Positionsbestimmungsvorrichtung (502) ferner
folgendes Merkmal aufweist:
- 1. eine Mehrwegsignalfilterungs- und Datenrückgewin nungs-Einrichtung (542) zum Demodulieren und De codieren der Empfangs-Informationssignale, um sich auf ein Empfangsinformationsformat zu syn chronisieren und gegebenenfalls die Informations daten weiter an die Extrahierungseinrichtung (536) zu leiten.
4. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 2 oder 3, bei dem die Empfangseinrichtung
(506) der Positionsbestimmungsvorrichtung (502) ferner
folgendes Merkmal aufweist:
- 1. eine Mischeinrichtung (544) zum Mischen des Emp fangssignals, das die Informationssignale der Re ferenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Em pfangs-Vorrichtungen (302) aufweist, die auf das Trägersignal moduliert sind, in ein Zwischensi gnal, das eine Zwischenfrequenz aufweist.
5. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die
Decodierungseinrichtung (514) der Empfangseinrichtung
(506) der Positionsbestimmungsvorrichtung (502) ferner
folgendes Merkmal aufweist:
- - mindestens eine Korrelationseinrichtung (516) für jede Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und jede Sende-Emp fangs-Vorrichtung (302) des Systems (100) zum Korre lieren des Empfangssignals mit dem Code, der der je weiligen Referenz-Sende-Vorrichtung (202) oder Sende- Empfangs-Vorrichtung (302) zugeordnet ist, um ein kor reliertes Empfangssignal zu erhalten;
- - jeweils eine Integrationseinrichtung (518), die jeder Korrelationseinrichtung (516) zugeordnet ist, zum In tegrieren des korrelierten Empfangssignals über die Zeit, um ein der jeweiligen Referenz-Sende-Vorrichtung (202) oder Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) zugeordne tes Empfangs-Informationssignal zu erhalten.
6. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 5, bei dem die Korrelationseinrichtung
(516) einen Korrelator (520) zum Korrelieren des Codes
mit dem Empfangssignal, um ein korreliertes Empfangssi
gnal zu erhalten, aufweist, und bei dem die Integra
tionseinrichtung (518) einen dem Korrelator (520) zuge
ordneten Integrator (526) zum Integrieren des korrelier
ten Empfangssignals über die Zeit, um das dem Code zu
geordnete Empfangs-Informationssignal zu erhalten aufweist.
7. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 6, bei dem die Korrelationseinrichtung
(516) ferner einen weiteren Korrelator (522) zum Korre
lieren des zeitversetzten Codes mit dem Empfangssignal,
um ein korreliertes Empfangssignal zu erhalten, auf
weist, und bei dem die Integrationseinrichtung (518)
ferner einen weiteren dem weiteren Korrelator (522) zu
geordneten Integrator (528) zum Integrieren des korre
lierten Empfangssignals über die Zeit aufweist, um ein
dem Code zugeordnetes zeitversetztes Empfangs-Informa
tionssignal zu erhalten, das sich von dem Empfangs-In
formationssignal unterscheidet, das auf einem direkten
Weg zu der Positionsbestimmungsvorrichtung (502) ge
langt.
8. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 7, das mindestens drei weitere Korrelato
ren (522, 524) und zugeordnete Integratoren (528, 530)
für jede einem Code zugeordnete Korrelationseinrichtung
(516) aufweist.
9. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 1 bis 8, das ferner folgendes
Merkmal aufweist:
eine Verbindungseinrichtung zum Verbinden der Sendeein richtung (208) der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) mit der Empfangs-Einrichtung (306) von jeder Sende-Emp fangs-Vorrichtung (302) und zum Übertragen des Referenz zeit-Signals zu den Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302), um die Uhrzeit jeder Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) mit der Referenz-Uhrzeit der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) mittels der Synchronisierungseinrichtung (308) je der Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) zu synchronisieren.
eine Verbindungseinrichtung zum Verbinden der Sendeein richtung (208) der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) mit der Empfangs-Einrichtung (306) von jeder Sende-Emp fangs-Vorrichtung (302) und zum Übertragen des Referenz zeit-Signals zu den Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302), um die Uhrzeit jeder Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) mit der Referenz-Uhrzeit der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) mittels der Synchronisierungseinrichtung (308) je der Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) zu synchronisieren.
10. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem die Codeliefe
rungseinrichtungen (210, 314, 512) der Sendeeinrichtun
gen (208, 312) der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und
der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) und der Empfangs
einrichtung (506) der Positionsbestimmungsvorrichtung
(502) einen Speicher und/oder rückgekoppelte Schiebere
gister aufweisen, die rauschähnliche Codes (PN-Codes)
liefern.
11. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem das Trägersi
gnal der Modulationseinrichtung (214, 318) ein Hochfre
quenz-Trägersignal ist.
12. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem das Infor
mationssignal der Signalerzeugungseinrichtung (206) der
Referenz-Sende-Vorrichtung (202) ferner die Position der
Referenz-Sende-Vorrichtung (202) aufweist, und das In
formationssignal der Signalerzeugungseinrichtung (310)
jeder Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) ferner die Posi
tion der Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) aufweist, und
bei dem die Extrahierungseinrichtung (536) der Verarbei
tungseinrichtung (514) der Positionsbestimmungsvorrich
tung (502) ferner die Positionen der Referenz-Sende-Vor
richtung (202) und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen
(302) aus den Empfangs-Informationssignalen extrahiert.
13. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei dem die Posi
tionsbestimmungsvorrichtung (502) ferner folgendes Merk
mal aufweist:
- a) einen Speicher (546) zum Speichern der Positionen der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Emp fangs-Vorrichtungen (302).
14. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 2 bis 13, bei dem die Modula
tionseinrichtungen (214, 318) der Sendeeinrichtungen
(208, 312) der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der
Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) und die Mehrwegsi
gnalfilterungs- und Datenrückgewinnungs-Einrichtung
(542) der Verarbeitungseinrichtung (508) der Positions
bestimmungsvorrichtung (502) eine Phasenumtastungs-Modu
lation (PSK-Modulation) zum Modulieren des Informations
signals und/oder des Referenzzeit-Signals auf das Trä
gersignal und zum Demodulieren des Informationssignals
und/oder des Referenzzeit-Signals von dem Trägersignal
verwenden.
15. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 9 bis 14, bei dem die Verbin
dungseinrichtung ein elektrisches oder optisches Kabel
ist.
16. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem die Referenz
zeit-Lieferungseinrichtung (204) der Referenz-Sende-Vor
richtung (202), die Zeit-Lieferungseinrichtungen (304)
der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) und/oder die
Zeit-Lieferungseinrichtung (504) der Positionsbestim
mungsvorrichtung (502) folgendes Merkmal aufweisen:
- - eine Uhr zum Liefern der Referenz-Uhrzeit und/oder der Uhrzeit.
17. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 16, bei dem die Synchronisierungseinrich
tung (308) jeder Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) fol
gendes Merkmal aufweist:
- 1. eine Uhrzeit-Korrektureinrichtung zum Korrigieren der Uhrzeit der Uhr der Zeit-Lieferungseinrich tung (304) mit einem Zeitkorrekturwert, der den zeitlichen Unterschied der Referenz-Uhrzeit der Referenzzeit-Lieferungseinrichtung (204) der Re ferenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Uhrzeit der Zeit-Lieferungseinrichtung (304) der Sende- Empfangs-Vorrichtung (302) darstellt.
18. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 12 bis 17, bei dem die Informa
tionssignale der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und
der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) ferner lokale In
formationen, lokale Meldungen, spezifische Systemparame
ter, Synchronisierungsdaten, einen Umgebungs- oder Ge
bäudeplan und/oder Verzeichnisse von Referenz-Sende-Vor
richtungen (202) und/oder Funkbalken aufweisen.
19. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 13 bis 18, bei dem in dem Spei
cher (546) der Positionsbestimmungsvorrichtung (502)
ferner ein Gebäudeplan oder ein Umgebungsplan gespei
chert ist, um die Position des Objekts in einem Gebäude
oder in einer Umgebung anzuzeigen.
20. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach Anspruch 19, bei dem die Positionsbestimmungsvor
richtung (502) ferner folgendes Merkmal aufweist:
- a) eine Informationsausgabeeinheit zum Ausgeben von In formationen über die Position, die von der Berech nungseinrichtung (540) der Verarbeitungseinrichtung (508) der Positionsbestimmungsvorrichtung (502) be stimmt wird, des Gebäudeplans und/oder des Umgebungs plans, der in dem Speicher (546) der Positionsbestim mungsvorrichtung (502) gespeichert ist, und/oder von optischen und akustischen Orientierungshilfen und/oder Orientierungsanweisungen.
21. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 3 bis 20, bei dem die Verarbei
tungseinrichtung (508) der Positionsbestimmungsvorrichtung
(502) ferner folgendes Merkmal aufweist:
- 1. ein Mehrwegmodulfilter zum Filtern der Empfangs- Informationssignale, um den Empfangs-Informa tionssignalen überlagerte Mehrwegsignale vonei nander zu trennen.
22. System (100) zur Bestimmung der Position eines Objekts
nach einem der Ansprüche 1 bis 21, bei dem die Refe
renz-Sende-Vorrichtung (202) eine weitere Sende-Emp
fangs-Vorrichtung (302) ist.
23. Referenz-Sende-Vorrichtung (202), die in einer festen
Position angeordnet ist, wobei die Referenz-Sende-Vor
richtung (202) folgende Merkmale aufweist:
- a) eine Referenzzeit-Lieferungseinrichtung (204) zum Liefern eines Referenzzeit-Signals, das eine Refe renz-Uhrzeit angibt;
- b) eine Signalerzeugungseinrichtung (206) zum Erzeugen eines Informationssignals, das mindestens die Sende zeit des Informationssignals, die aus dem Referenz- Zeitsignal bestimmt wird, aufweist; und
- c) eine Sendeeinrichtung (208) zum Senden des Informa
tionssignals und/oder des Referenzzeit-Signals, wobei
die Sendeeinrichtung (208) folgende Merkmale auf
weist:
- 1. eine Codelieferungseinrichtung (210) zum Liefern eines Codes, der der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) zugeordnet ist; und
- 2. eine Codierungseinrichtung (212) zum Codieren des Informationssignals mit dem Code.
24. Sende-Empfangs-Vorrichtung (302), die in einer festen
Position zu einer anderen Sende-Empfangs-Vorrichtung
(302) und zu einer Referenz-Sende-Vorrichtung (202) an
geordnet ist, wobei die Sende-Empfangs-Vorrichtung (302)
folgende Merkmale aufweist:
- a) eine Zeit-Lieferungseinrichtung (304) zum Liefern ei nes Zeitsignals, das eine Uhrzeit angibt;
- b) eine Empfangseinrichtung (306) zum Empfangen eines Referenzzeit-Signals von der Referenz-Sende-Vorrich tung (202);
- c) eine Synchronisierungseinrichtung (308) zum Verarbei ten des Zeit-Signals und des Referenzzeit-Signals und zum Synchronisieren der Uhrzeit mit der Referenz-Uhr zeit;
- d) eine Signalerzeugungseinrichtung (310) zum Erzeugen eines Informationssignals, das mindestens die Sende zeit des Informationssignals, die aus dem Zeit-Signal bestimmt wird, aufweist; und
- e) eine Sendeeinrichtung (312) zum Senden des Informa
tionssignals, wobei die Sendeeinrichtung (312) fol
gende Merkmale aufweist:
- 1. eine Codelieferungseinrichtung (314) zum Liefern eines Codes, der der Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) zugeordnet ist und der sich von dem Code der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und dem Code der anderen Sende-Empfangs-Vorrichtung (302) un terscheidet; und
- 2. eine Codierungseinrichtung (316) zum Codieren des Informationssignals mit dem Code.
25. Positionsbestimmungsvorrichtung (502) zum Bestimmen der
Position eines Objekts, wobei das Objekt die Positionsbestimmungsvorrichtung
(502) aufweist, und die Posi
tionsbestimmungsvorrichtung (502) folgende Merkmale auf
weist:
- a) eine Zeit-Lieferungseinrichtung (504) zum Liefern ei nes Zeitsignals, das eine Uhrzeit angibt;
- b) eine Empfangseinrichtung (506) zum Empfangen eines
Empfangssignals, das Informationssignale einer Refe
renz-Sende-Vorrichtung (202) und von Sende-Empfangs-
Vorrichtungen (302) aufweist, wobei die Empfangsein
richtung (506) folgende Merkmale aufweist:
- 1. eine Codelieferungseinrichtung (512) zum Liefern von Codes der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302);
- 2. eine Decodierungseinrichtung (514) zum Decodieren des Empfangssignals unter Verwendung der von der Codelieferungseinrichtung (512) gelieferten Codes der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sen de-Empfangs-Vorrichtungen (302), um den Informa tionssignalen der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) entsprechende Empfangs-Informationssignale zu er halten; und
- 3. eine Empfangszeit-Bestimmungseinrichtung (510) zum Bestimmen der Empfangszeit jedes Empfangs- Informationssignals mit dem Zeitsignal der Zeit- Lieferungseinrichtung (504);
- c) eine Verarbeitungseinrichtung (508) zum Verarbeiten
der Empfangs-Informationssignale, wobei die Verarbei
tungseinrichtung (508) folgende Merkmale aufweist:
- 1. eine Extrahierungseinrichtung (536) zum Extrahie ren der Sendezeiten der Informationssignale der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende- Empfangs-Vorrichtungen (302) aus den Empfangs-In formationssignalen;
- 2. eine Laufzeit-Bestimmungseinrichtung (538) zum Bestimmen der Laufzeiten der Informationssignale von der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und den Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302) zu der Posi tionsbestimmungsvorrichtung (502) aus den Sende zeiten der Informationssignale und den Empfangs zeiten der Empfangs-Informationssignale; und
- 3. eine Berechnungseinrichtung (540) zum Berechnen der Position des Objekts unter Verwendung der Laufzeiten der Informationssignale und der Posi tionen der Referenz-Sende-Vorrichtung (202) und der Sende-Empfangs-Vorrichtungen (302).
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