DE10052757A1 - Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung - Google Patents
Rotorblatt-SteuerungsvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Steuerungsvorrichtung für einen Hubschrauber-Hauptrotor mit vier Rotorblättern (6), bei dem zur Übertragung von Steuerbewegungen eine Steuerspinne (8) mit vier Armen (10, 12, 14, 16) vorgesehen ist, welche gegenüber dem Rotormast (2) axial verschiebbar und kippbar ist. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, die Steuerspinne zweiteilig auszubilden, wobei ein erster Teil (38) der Steuerspinne (8) zwei gegenüberliegende Arme (12), (16) der Steuerspinne (8) umfasst, die starr miteinander verbunden sind, und ein zweiter Teil (40) der Steuerspinne (8) die anderen beiden, sich gegenüberliegenden Arme (10), (14) der Steuerspinne (8) umfasst, die starr mit einem Schaft (26) verbunden sind. Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Steuerspinne (8) ist ein Aktuator (42) zur axialen Verschiebung des ersten Teils (38) gegenüber dem zweiten Teil (40) entlang der Mittelachse (18) der Steuerspinne (8) angeordnet. Mit der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung können an den Rotorblättern beliebige höherharmonische Einstellwinkelbewegungen eingesteuert werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Rotorblatt-Steuerungsvor
richtung für einen Hubschrauber-Hauptrotor mit einer Steu
erspinne nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Mit üblichen Rotorblatt-Steuerungsvorrichtungen lässt
sich der Einstellwinkel der einzelnen Rotorblätter des Hub
schrauber-Hauptrotors kollektiv und zyklisch zur Rotation
sebene anstellen. Um den Auftrieb zu verändern, wird der
Einstellwinkel aller Rotorblätter kollektiv, das heißt
gleichzeitig und um den selben Betrag verändert. Nickbewe
gungen um die Querachse des Hubschraubers oder Rollbewegung
um die Längsachse des Hubschraubers werden durch eine zy
klische Einstellwinkelveränderung der einzelnen Rotorblät
ter eingeleitet, wobei alle Rotorblätter bei ihrem Umlauf
dieselbe, sinusförmige Einstellwinkelbewegung durchlaufen.
Bei jeder Rotorumdrehung wird dabei ein Maximum und ein
Minimum des Einstellwinkels durchlaufen, wobei bei einem
stationären Steuerzustand die Lage der Extremwerte für alle
Rotorblätter dieselbe ist.
Zur Übertragung der Steuerbewegungen vom stehenden
System der Hubschrauberzelle ins drehende System des Hub
schrauber-Hauptrotors ist es üblich, eine Taumelscheiben-
oder eine Spinnensteuerung vorzusehen.
Es hat sich gezeigt, dass Verbesserungen des Rotorwir
kungsgrades, der Lebensdauer des Hubschraubers sowie des
Komforts erzielt werden können, indem der kollektiven und
sinusförmigen, monozyklischen Einstellwinkelverstellung
weitere Einstellwinkeländerungen überlagert werden, um bei
spielsweise rotorblattinduzierten Schwingungen entgegenzu
wirken. Um von der reinen Sinusform abweichende Stellbewe
gungen zu erhalten, werden höherharmonische Steuerbewegun
gen mit verschiedenen Vielfachen der Grundfrequenz bzw. der
Grund-Winkelgeschwindigkeit des Hauptrotors überlagert. Mit
einer üblichen Taumelscheiben- oder Spinnensteuerung können
voneinander unabhängige Steuerbewegungen vom stehenden Sy
stem der Hubschrauberzelle ins drehende System des Hub
schrauber-Hauptrotors aber nur für maximal drei Rotorblät
ter übertragen werden. Sollen mehr als drei Rotorblätter
unabhängig voneinander angesteuert werden, so ist für je
des, über die Anzahl von drei hinausgehende, Rotorblatt ein
weiterer Freiheitsgrad im Übertragungssystem vorzusehen.
Die DE 11 62 7869 A1 zeigt eine Rotorblatt-
Steuerungsvorrichtung, bei der für jedes, über die Anzahl
von drei hinausgehende, Rotorblatt ein Stellglied zwischen
einem drehbaren Teil der Taumelscheibe und den Rotorblatt-
Aufnahmen vorgesehen ist. Nachteilig bei diesem System ist
der unsymmetrische Aufbau, bei dem die durch die zusätzli
chen Stellglieder verursachte Unwucht ausgeglichen werden
muss. Darüber hinaus hat das System einen erhöhten Raumbe
darf und bedarf eines aufwendigeren Sicherungssystems.
Aus der US 4,930,988 ist eine Taumelscheiben-Steuerung
für einen Vierblatt-Rotorkopf bekannt, bei welcher ein wei
teres Stellglied vorgesehen ist, das zwei sich gegenüber
liegenden Rotorblättern eine zusätzliche Steuerbewegung
überlagert. Für die Grundsteuerung ist dabei ein übliches
Taumelscheiben-System vorgesehen, das durch eine aufwendige
Mechanik erweitert wurde.
Die US 3,926,536 zeigt eine Rotorblatt-Steuerungs
vorrichtung für einen Hubschrauber-Hauptrotor mit vier Ro
torblättern, die gleichmäßig am Umfang einer Rotornabe an
geordnet sind. Die Rotornabe ist Teil eines Rotormasts, der
von einem Hauptgetriebe antreibbar ist. Zur Übertragung der
Steuerbewegungen vom nichtdrehenden ins drehende System ist
eine Steuerspinne mit vier Armen vorgesehen, wobei jeder
Arm einen Anlenkpunkt aufweist, der über eine Steuerstange
an ein Blatthorn eines Rotorblatts gekoppelt ist. Die Steu
erspinne weist entlang einer Mittelachse einen zentralen
Schaft mit einem Fußpunkt auf, wobei die Steuerbewegungen
am Fußpunkt eingeleitet werden. Zum Kippen der Steuerspinne
gegenüber dem Rotormast wird der Fußpunkt horizontal durch
Stellglieder aus der Drehachse des Rotormasts verschoben.
Damit wird eine zyklische Einstellwinkelbewegung der Rotor
blätter eingesteuert. Zur kollektiven Einstellwinkelbewe
gung wird die Steuerspinne durch Stellglieder parallel zur
Drehachse des Rotormasts, also vertikal, verschoben. Gegen
über einer Taumelscheiben-Steuerung weist eine Spinnen
steuerung den Vorteil eines einfacheren mechanischen Auf
baus auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rotor
blatt-Steuerungsvorrichtung für einen vierblättrigen Hub
schrauber-Hauptrotor mit einer Steuerspinne so weiterzubil
den, dass an den Rotorblättern beliebige höherharmonische
Einstellwinkelbewegungen eingesteuert werden können.
Diese Aufgabe wird durch eine, auch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Hauptanspruchs aufweisende, Ro
torblatt-Steuerungsvorrichtung gelöst. Vorteilhafte Ausge
staltungen sind durch die Unteransprüche gegeben.
Erfindungsgemäß ist die Steuerspinne also zweiteilig
ausgebildet, wobei ein erster Teil zwei gegenüberliegende
Arme der Steuerspinne umfasst, die starr miteinander ver
bunden sind und ein zweiter Teil der Steuerspinne die ande
ren beiden sich gegenüberliegenden Arme der Steuerspinne
umfasst, die starr mit dem Schaft verbunden sind. Zwischen
dem ersten und dem zweiten Teil der Steuerspinne ist ein
Aktuator zur axialen Verschiebung des ersten Teils gegen
über dem zweiten Teil entlang der Mittelachse der Steuer
spinne angeordnet. Während bei blockiertem Aktuator die
Steuerfunktionen einer herkömmlichen Steuerspinne möglich
sind, d. h. kollektive und monozyklische Rotorblatt-
Verstellung durch vertikale bzw. horizontale Verschiebung
des Fußpunkts der Steuerspinne, wird durch die Bewegung des
Aktuators ein weiterer Freiheitsgrad geschaffen. Damit sind
nicht nur die höherharmonischen, deren Ordnung den ganzza
lig Vielfachen der Rotorblattanzahl Vier und deren Nachba
rordnungen einsteuerbar, also die dritte, vierte, fünfte,
siebte, achte, neunte usw. Ordnung, sondern auch die zwei
te, sechste, zehnte usw. Ordnung. Ein weiterer Vorteil be
steht darin, dass der Aktuator praktisch im Drehzentrum des
Rotormasts angeordnet ist, und daher nur geringen Zentrifu
galkräften ausgesetzt ist. Die Ansteuerung und Versorgung
des Aktuators gestaltet sich durch im oder entlang des
Schafts verlaufende Leitungen einfach.
Die Auswirkungen einer Fehlfunktion bzw. eines Aus
falls des Aktuators zwischen den beiden Teilen der Steuer
spinne können in Grenzen gehalten werden. Einerseits durch
eine mechanische Begrenzung des maximalen Stellwegs des
Aktuators auf eine freigegebene Autorität. Außerdem wirkt
sich ein Ausfall des Aktuators nur auf den kollektiven
Blatt-Einstellwinkel von zwei gegenüberliegenden Rotorblät
tern aus. Es werden geringe aerodynamische Unwuchten er
zeugt und die Auswirkungen können durch Veränderung des
kollektiven Blatt-Einstellwinkels vom Piloten kompensiert
werden. Es kommt zu einem Spurlaufunterschied, bei dem ge
genüberliegende Blätter gleiche Einstellwinkel aufweisen.
Bisherige Untersuchen haben gezeigt, dass bei hinreichend
kleiner Differenz des Einstellwinkels ein solcher Zustand
tolerabel ist. Daher ist es möglich, auf eine Redundanz der
Aktuator-Funktion zu verzichten, wodurch das Gesamtsystem
weniger komplex wird.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
eine Verriegelungsvorrichtung für den Aktuator vorgesehen,
womit bei Funktionsstörungen eine starre Verbindung des
ersten und des zweiten Teils der Steuerspinne hergestellt
werden kann. Ist der Aktuator ein hydraulischer Aktuator,
der einen Hydraulikzylinder mit einem darin geführten Kol
ben aufweist, wobei an den Hydraulikzylinder mindestens
eine hydraulische Zuleitung angeschossen ist, kann der Ak
tuator durch Absperren der hydraulischen Zuleitung verrie
gelt werden. Hierzu weist die Verriegelungsvorrichtung also
mindestens ein in einer hydraulischen Zuleitung angeordne
tes Sperrventil auf. Mit einer derartigen Verriegelungsvor
richtung ist der Aktuator in jeder Position verriegelbar.
In einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausgestal
tung ist der Kolben im Hydraulikzylinder von zwei Seiten
mit Hydraulikmedium beaufschlagt, wobei für beide Seiten
hydraulische Zuleitungen mit jeweils einem Sperrventil vor
gesehen sind.
Bei einer alternativen Ausgestaltung der Verriegelungsvor
richtung ist der Kolben im Hydraulikzylinder von einer Sei
te mit Hydraulikmedium und von der anderen Seite durch ein
vorgespanntes elastisches Element, z. B. eine Feder oder
Druckgas beaufschlagt. Bei einer Funktionsstörung ist der
Kolben des Hydraulikzylinders durch das elastische Element
in einer Endlage verriegelbar.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung einer Verrie
gelungsvorrichtung weist einen vorgespannten Riegel auf,
der bei einer Fehlfunktion ausgelöst werden kann und in
einer Verriegelungsposition in eine zugeordnete Ausnehmung
eines Aktuatorteils einfällt. Mit einer derartigen Verrie
gelungsvorrichtung ist auch eine Mittenverriegelung mög
lich.
Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert, wobei
Fig. 1 schematisch eine räumliche Darstellung einer
erfindungsgemäßen Rotorblatt-Steuerungsvor
richtung und
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Verrie
gelungsvorrichtung
zeigen.
In Fig. 1 ist mit 2 ein von einem nicht dargestellten
Hauptgetriebe antreibbarer Rotormast bezeichnet. Am Umfang
einer Rotornabe 4 sind vier Rotorblätter 6 gleichmäßig ver
teilt angeordnet. Mit 8 ist eine Steuerspinne bezeichnet.
Sie weist vier Arme 10, 12, 14, 16 auf, die von einer Mit
telachse 18 radial nach außen weisen. An ihrem äußeren Ende
weisen sie jeweils einen Anlenkpunkt 20 auf. Jeder der An
lenkpunkte 20 ist über eine Steuerstange 22 mit einem
Blatthorn 24 eines Rotorblatts 6 gekoppelt. Die Steuerspin
ne weist entlang der Mittelachse 18 einen zentralen
Schaft 26 mit einem Fußpunkt 28 auf. Der zentrale Schaft
verläuft durch den hohlen Rotormast 2. Der Fußpunkt 28, der
sich mit sich Rotormast 2 drehenden Steuerspinne 8, ist
drehbar in einem Lager 30 gelagert. Der Fußpunkt 28 ist
durch Stellglieder 32, 34, die auf das Lager 30 wirken, aus
der Drehachse des Rotormasts 2 horizontal verschiebbar.
Dabei wird die Steuerspinne 8 um einen Drehpunkt, der in
der Nähe des von den vier Anlenkpunkten 20 gebildeten Mit
telpunkts liegt gegenüber dem Rotormast gekippt. Hierdurch
wird eine sinusförmige, monozyklische Einstellwinkelbewe
gung der Rotorblätter 6 bewirkt. Außerdem ist ein Stell
glied 36 vorgesehen, mit dem die Steuerspinne parallel zur
Drehachse des Rotormasts vertikal verschoben wird, was eine
kollektive Einstellwinkel-Änderung an allen Rotorblättern 6
zur Folge hat.
Gemäß der vorliegenden Erfindung weist die Steuerspin
ne 8 zwei gegeneinander bewegliche Teile auf. Der erste
Teil 38 der Steuerspinne 8 umfasst die beiden starr mitein
ander verbundenen, gegenüberliegenden Arme 12, 16. Der
zweite Teil 40 der Steuerspinne umfasst die anderen beiden,
sich gegenüber liegenden Arme 10, 14 der Steuerspinne 8,
die starr mit dem Schaft 26 verbunden sind. Zwischen dem
ersten und dem zweiten Teil der Steuerspinne ist ein Aktua
tor 42 zur axialen Verschiebung des ersten Teils gegenüber
dem zweiten Teil entlang der Mittelachse 18 der Steuerspinne
angeordnet. Außer der axialen Bewegung zwischen den bei
den Teilen der Steuerspinne werden keine Relativbewegungen
dieser Teile zugelassen. Insbesondere ist gewährleistet,
dass eine Kippbewegung, die ja über den Fußpunkt zunächst
auf den zweiten Teil der Steuerspinne übertragen wird, auch
auf den ersten Teil der Steuerspinne übertragen wird.
Der gezeigte Aktuator 42 weist einen Hydraulikzylinder
und einen darin geführten Kolben 44 auf, der mit einer Kol
benstange 46 verbunden ist, die starr mit den beiden Ar
men 12, 16 verbunden ist und zusammen mit diesen und dem
Kolben 44 den ersten Teil 38 der Steuerspinne bildet. Der
zweite Teil 38 der Steuerspinne ist entlang der Mittelachse
der Steuerspinne um den Betrag Δh verschiebbar, wodurch
ein weiterer Freiheitsgrad der Rotorblatt-Steuerungs
vorrichtung geschaffen ist. Innerhalb der durch die maxima
len Stellwege der Stellglieder 32, 34, 36 und des Aktua
tors 42 vorgegebenen Grenzen ist mit dieser Anordnung für
jede Drehstellung entlang eines Rotorumlaufs jede beliebige
Kombination der Steuerpositionen der vier Anlenkpunkte 20
realisierbar. Die Positionen der vier Anlenkpunkte 20 sind
also linear unabhängig, so dass mit der erfindungsgemäßen
Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung auf einfache Weise die
vollständige Reihe der höherharmonischen Ordnungen einge
steuert werden kann. Jede Kombination der Positionen der
vier Anlenkpunkte 20 entspricht dabei einer Kombination von
Steuerstellungen der Stellglieder 32, 34, 36 und des Aktua
tors 42.
Fig. 2 zeigt eine Verriegelungsvorrichtung für die
Kolbenstange 46 des Aktuators. Die Verriegelungseinrichtung
weist einen durch eine Feder 52 vorgespannten Riegel 50
auf, der im Falle einer Fehlfunktion durch eine Auslösevor
richtung 54 ausgelöst wird und in eine zugeordnete Ausneh
mung 48 in der Kolbenstange 46 einfällt.
Die vorliegende Erfindung erlaubt mit einem sehr ein
fachen mechanischen Aufbau eine höherharmonische Steuerung
eines Vierblattrotors, wobei sämtliche Ordnungen eingesteu
ert werden können.
2
Rotormast
4
Rotornabe
6
Rotorblatt
8
Steuerspinne
10
Arm
12
Arm
14
Arm
16
Arm
18
Mittelachse
20
Anlenkpunkt
22
Steuerstange
24
Blatthorn
26
Schaft
28
Fußpunkt
30
Lager
32
Stellglied
34
Stellglied
36
Stellglied
38
erster Teil der Steuerspinne
40
zweiter Teil der Steuerspinne
42
Aktuator
44
Kolben
46
Kolbenstange
48
Ausnehmung
50
Riegel
52
Feder
54
Auslösemechanismus
Claims (6)
1. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung für einen Hub
schrauber-Hauptrotor mit folgenden Merkmalen:
- - ein Rotormast (2) ist von einem Hauptgetriebe um eine Drehachse drehantreibbar,
- - vier Rotorblätter (6) sind gleichmäßig am Umfang einer Rotornabe (4) angeordnet,
- - eine Steuerspinne (8) weist vier Arme (10, 12, 14, 16) mit jeweils einem Anlenkpunkt (20) auf, mit denen je weils ein Einstellorgan (24) der Rotorblätter (6) gekop pelt ist,
- - die Steuerspinne (8) weist entlang einer Mittelach se (18) einen zentralen Schaft (26) mit einem Fuß punkt (28) auf,
- - der Fußpunkt (28) ist
- - durch Stellglieder (32, 34) aus der Drehachse des Ro tormasts (2) verschiebbar, wobei die Steuerspinne (8) gegenüber dem Rotormast (2) gekippt wird,
- - durch Stellglieder (36) parallel zur Drehachse des Ro tormasts (2) verschiebbar, wobei die Steuerspinne (8) parallel zur Drehachse des Rotormasts (2) verschoben wird,
- - ein erster Teil (38) der Steuerspinne (8) umfasst zwei gegenüberliegende Arme (12, 16) der Steuerspinne (8), die starr miteinander verbunden sind,
- - ein zweiter Teil (40) der Steuerspinne (8) umfasst die anderen beiden, sich gegenüberliegenden Arme (10, 14) der Steuerspinne (8), die starr mit dem Schaft (26) ver bunden sind,
- - zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Steuerspin ne (8) ist ein Aktuator (42) zur axialen Verschiebung des ersten Teils (38) gegenüber dem zweiten Teil (40) entlang der Mittelachse (18) der Steuerspinne (8) ange ordnet.
2. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Verrie
gelungsvorrichtung für den Aktuator (42) vorgesehen ist zur
starren Verbindung des ersten und des zweiten Teils der
Steuerspinne (8).
3. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Aktua
tor (42) ein hydraulischer Aktuator mit einem an mindestens
eine hydraulische Zuleitung angeschlossenen Hydraulikzylin
der und einem darin geführten Kolben (44) ist, und dass die
Verriegelungsvorrichtung mindestens ein in einer hydrauli
schen Zuleitung angeordnetes Sperrventil aufweist.
4. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 2
oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kolben (44) im Hydraulikzylinder von einer Seite mit Hy
draulikmedium und von der anderen Seite durch ein vorge
spanntes elastisches Element beaufschlagt ist, wobei der
Kolben durch das elastische Element in einer Endlage ver
riegelbar ist.
5. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kol
ben (44) im Hydraulikzylinder von zwei Seiten mit Hydrau
likmedium beaufschlagt ist, und dass für beide Seiten hydraulische
Zuleitungen mit jeweils einem Sperrventil vorge
sehen sind.
6. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach einem der An
sprüche 2 bis 5, dass die Verriegelungsvorrichtung einen
vorgespannten Riegel (50) aufweist, der bei einer Fehlfunk
tion ausgelöst werden kann und in einer Verriegelungsposi
tion in eine zugeordnete Ausnehmung (48) eines Aktuator
teils (46) einfällt.
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