DE10046939A1 - Tauchankersystem mit Anschlagdämpfung - Google Patents
Tauchankersystem mit AnschlagdämpfungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Tauchankersystem für einen elektropneumatischen Druckwandler, umfassend zumindest teilweise in einer Ummantelung, insbesondere Eisenummantelung, einen Tauchanker, einen Kern, wie einen Eisenkern oder einen Magnetkern, zumindest eine erste Ausnehmung in dem Tauchanker und/oder eine zweite Ausnehmung in dem Kern, einen Luftspalt zwischen der Ummantelung und dem Tauchanker und/oder dem Kern, der durch Relativbewegung zwischen dem Tauchanker und dem Kern, während der der Tauchanker in die zweite Ausnehmung in dem Kern und/oder der Kern in die erste Ausnehmung in dem Tauchanker zumindest teilweise hinein- bzw. aus derselben hinaus bewegbar ist, einstellbar ist, sowie ein erstes Dämpfungsglied in der ersten Ausnehmung und/oder ein zweites Dämpfungsglied in der zweiten Ausnehmung.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertra
gung von zeitkritischen Daten in einem - vorzugsweise priva
ten - paket-orientierten Datenübertragungsnetz mit mehreren,
untereinander verbundenen Kommunikationseinrichtungen und ei
ne Kommunikationsanlage zur Durchführung des Verfahrens.
Mit der vorliegenden Erfindung wird ein - vorzugsweise priva
tes - Kommunikationssystem mit mehreren räumlich verteilten
Kommunikationsanlagen betrachtet. Die einzelnen Kommunika
tionsanlagen sind dabei über ein paket-orientiertes Daten
übertragungsnetz, z. B. ein LAN (Local Area Network) und/oder
ein WAN (Wide Area Network) miteinander verbunden. Weiterhin
sind die Kommunikationsanlagen mit einem öffentlichen Kommu
nikationsnetz verbunden. Eine Datenübertragung über das Da
tenübertragungsnetz erfolgt dabei mittels eines asynchronen
paket-orientierten Übertragungsprotokolls, z. B. gemäß dem IP-
Protokoll (Internet Protocol).
Hierbei werden unter anderem zwischen den Kommunikationsanla
gen zu übertragende zeitkritische Daten, insbesondere Sprach
daten, asynchron, beispielsweise in IP-Pakete verpackt, über
das Datenübertragungsnetz übertragen. In der Literatur wird
in diesem Zusammenhang häufig von 'Voice Over IP', kurz VoIP,
gesprochen. Hierbei werden einzelne Abtastwerte des zu über
mittelnden Signals, d. h. der zu übermittelnden Sprachdaten in
sogenannte 'Frames' verpackt. Mehrere Frames werden wiederum
in ein Datenpaket verpackt und über das Datenübertragungsnetz
an den jeweiligen Empfänger, d. h. an die jeweilige Kommunika
tionsanlage, übermittelt.
Einige der bekannten paket-orientierten Datenübertragungsnet
ze, beispielsweise ein IP-orientiertes Netz, können dabei eine
für die Übertragung von zeitkritischen Daten erforderliche
Dienstgüte - in der Literatur häufig als 'Quality of Ser
vice', kurz QoS, bezeichnet - nicht garantieren. Bei einer
Übertragung von zeitkritischen Daten, wie z. B. Sprachdaten,
sind jedoch die Auswirkungen einiger QoS-Parameter, wie z. B.
die Paketlaufzeiten, der sogenannte Jitter, der Paketdurch
satz und die Paketverlustrate, für die Übertragungsqualität
der zeitkritischen Daten von einer entscheidenden Bedeutung.
Die bekannte Norm H.323 der ITU-T (International Telecommuni
cation Union - Telecommunication Standardization Sector) be
inhaltet technische Vorgaben für die Audio- und Video-Kommu
nikation über paket-orientierte Datenübertragungsnetze, die
keine garantierte Dienstgüte zur Verfügung stellen. Die zu
der Norm H.323 gehörende Norm H.225.0 der ITU-T gibt unter
anderem Mechanismen zur Paketierung, Synchronisation und Bei
behaltung der Dienstgüte an. Eine Beibehaltung der Dienstgüte
wird dabei einerseits über eine Berücksichtigung der Paket
verlustrate realisiert, wobei hier auch Bitfehler mitbetrach
tet werden, die zu einem Paketverlust führen können, und an
dererseits über eine Berücksichtigung der Verzögerungen/Lauf
zeiten innerhalb einer Verbindung realisiert. Die Kernmecha
nismen zum Erreichen der Dienstgüte sind dabei stets in einer
Sendeeinrichtung, d. h. von einer Kommunikationsanlage zum Da
tenübertragungsnetz, definiert bzw. wirksam.
Innerhalb der Norm H.323 sind das sogenannte RTP-Protokoll
(Real Time Protocol oder Real Time Transfer Protocol) und das
sogenannte RTCP-Protokoll (Real Time Control Protocol) defi
niert. Diese Protokolle dienen einer Echtzeit-kritischen
Übertragung von Daten, z. B. von Audio- und Videodaten, über
ein paket-orientiertes Datenübertragungsnetz. Dabei werden
zur Reduzierung einer Paketverlustrate Überlastungen des Da
tenübertragungsnetzes über eine sogenannte RTCP-Komponente
der jeweiligen Datenpakete überwacht, wobei bei einer Überla
stung die Sendelast verringert wird. Weiterhin werden stören
de Echos von einer Kommunikationseinrichtung zum Datenübertragungsnetz,
die durch eine erhöhte Laufzeit von Datenpake
ten entstehen, mittels Echokompensation beseitigt.
Beim Stand der Technik sind in Kommunikationsanlagen mit ei
ner integrierten H.323-Funktionalität folgende Maßnahmen zur
Verbesserung der Qualität von zu übertragenden zeitkritischen
Daten, insbesondere von Sprachdaten, realisiert:
Zur Reduzierung der Paketverlustrate wird gemäß der Norm H.225.0 bei einer Überlast des Datenübertragungsnetzes die Paketübertragungsrate in Senderichtung verringert. Dies ge schieht durch eine Erhöhung der Anzahl der Frames pro RTP- Paket. Die Steuerung erfolgt dabei über RTCP-Daten. Eine Re duzierung der Paketrate erfolgt auch durch sog. "Silence Com pression/Supression", d. h. daß in einer Sprachpause keine Daten über das Datenübertragungsnetz übertragen werden.
Zur Reduzierung der Paketverlustrate wird gemäß der Norm H.225.0 bei einer Überlast des Datenübertragungsnetzes die Paketübertragungsrate in Senderichtung verringert. Dies ge schieht durch eine Erhöhung der Anzahl der Frames pro RTP- Paket. Die Steuerung erfolgt dabei über RTCP-Daten. Eine Re duzierung der Paketrate erfolgt auch durch sog. "Silence Com pression/Supression", d. h. daß in einer Sprachpause keine Daten über das Datenübertragungsnetz übertragen werden.
Für eine Echokompensation ist für jede Verbindung ein soge
nannter 'Echo-Canceller' - beispielsweise gemäß der Norm
GAGS der ITU-T - implementiert, wobei der Echo-Canceller
nach Bedarf zu- oder abschaltbar ist.
Zusätzlich wird bei einem Paketverlust in einer Empfangsrich
tung, d. h. vom Datenübertragungsnetz zur Kommunikationsanla
ge, ein sogenanntes Geräusch-Paket - gegebenenfalls auch ge
dämpft - ausgegeben.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Übertragung von zeitkritischen Daten in ei
nem paket-orientierten Datenübertraungsnetz und eine Kommuni
kationsanlage zur Durchführung dieses Verfahrens bereitzu
stellen, durch die eine Optimierung der Qualität einer Ver
bindung über das paket-orientierte Datenübertragungsnetz er
reicht wird. Die verfügbare Dienstgüte (QoS, Quality of Ser
vice) des paket-orientierten Datenübertragungsnetzes wird da
bei nicht betrachtet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur
Übertragung von zeitkritischen Daten gemäß den beigefügten
Patentansprüchen 1 und 2 und eine Kommunikationsanlage gemäß
den beigefügten Patentansprüchen 11 und 12 gelöst.
Um eine Verbesserung der Qualität der Datenübertragung von an
ein paket-orientiertes Datenübertragungsnetz angeschlossenen
Endeinrichtungen, insbesondere bei der Übertragung von zeit
kritischen Daten zwischen Kommunikationsanlagen, zu errei
chen, werden erfindungsgemäß die nachfolgend beschriebenen
Maßnahmen eingeführt:
Es erfolgt eine Echokompensation (Echosperre, Echo Control) mit verbindungsabhängiger Funktionalität. Das heißt, daß die jeweilige Kommunikationsanlage die Echokompensation in Abhän gigkeit von der jeweiligen Verbindung durchführt, z. B. in Ab hängigkeit davon, ob eine Verbindung zu einem öffentlichen Kommunikationsnetz (im POTS- oder ISDN-System) oder innerhalb eines paket-orientierten Datenübertragungsnetzes - z. B. über ein LAN oder über ein WAN (z. B. Internet) - erfolgt. Ein Vor teil dabei ist, daß die Echokompensation somit an die Bedürf nisse der jeweiligen Verbindung angepaßt werden kann. Außer dem müssen weniger teure Bauelemente zur Echokompensation be reitgestellt werden, da für bestimmte Verbindungen zum Teil einfachere Bauelemente eine ausreichende Echokompensation zur Verfügung stellen.
Es erfolgt eine Echokompensation (Echosperre, Echo Control) mit verbindungsabhängiger Funktionalität. Das heißt, daß die jeweilige Kommunikationsanlage die Echokompensation in Abhän gigkeit von der jeweiligen Verbindung durchführt, z. B. in Ab hängigkeit davon, ob eine Verbindung zu einem öffentlichen Kommunikationsnetz (im POTS- oder ISDN-System) oder innerhalb eines paket-orientierten Datenübertragungsnetzes - z. B. über ein LAN oder über ein WAN (z. B. Internet) - erfolgt. Ein Vor teil dabei ist, daß die Echokompensation somit an die Bedürf nisse der jeweiligen Verbindung angepaßt werden kann. Außer dem müssen weniger teure Bauelemente zur Echokompensation be reitgestellt werden, da für bestimmte Verbindungen zum Teil einfachere Bauelemente eine ausreichende Echokompensation zur Verfügung stellen.
Eine weitere Maßnahme zur Qualitätsverbesserung besteht dar
in, daß bei einer Überlastung des Datenübertragungsnetzes die
Frame-Rate und somit auch die Paketübertraungsrate der zu
übertragenden Datenpakete reduziert wird. Bei Verlusten von
Datenpaketen werden die zu übermittelnden zeitkritischen Da
ten empfangsseitig rekonstruiert.
Verfahren für die beiden letztgenannten Maßnahmen, d. h. die
Reduzierung der Paketübertragungsrate durch eine Sendeein
richtung und die Rekonstruktion von Daten bei einem Verlust
von Datenpaketen durch den Empfänger, wurden bereits in der
deutschen Patentanmeldung mit dem amtlichen Anmeldekennzei
chen 100 06 245.8 vorgeschlagen.
Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Qualität einer
Übertragung von zeitkritischen Daten über ein paketorien
tiertes Datenübertragungsnetz besteht darin, daß mehrere auf
einanderfolgende Abtastwerte (bzw. Frames) der zu übertragen
den zeitkritischen Daten in unterschiedlichen Datenpaketen
übertragen werden - in der Literatur häufig als 'Frame Inter
leaving' bezeichnet. Auf diese Weise müssen bei einem Verlust
von Datenpaketen nicht mehrere, aufeinanderfolgende Abtast
werte rekonstruiert werden. Die Verzerrungen, die in diesem
Fall durch die Rekonstruktion der verlorengegangenen Daten
entsteht, fällt somit geringer aus, als bei der Rekonstruk
tion von mehreren, aufeinanderfolgenden Abtastwerten.
Eine Reduzierung der Sendelast, d. h. eine Reduzierung der zu
übertragenden Daten, wird zusätzlich dadurch erreicht, daß
den Daten zugeordnete Signalisierungsdaten, die eine Steue
rung der Datenübertragung ausführen, nach bekannten Verfahren
komprimiert werden.
Weiterhin können die zu übertragenden zeitkritischen Daten
durch eine Sendeeinrichtung nach Kompressionsverfahren kom
primiert und durch eine Empfängereinrichtung nach Dekompres
sionsverfahren wieder dekomprimiert werden, die besonders
bitfehlertolerant sind (z. B. MPEG-4). In diesem Zusammenhang
wird vorteilhaft ausgenutzt, daß Bitfehler in der Übertragung
von zeitkritischen Audiodaten und hier insbesondere bei
Sprachdaten nicht zwangsläufig zu hörbaren Verzerrungen füh
ren.
Diese Maßnahme eignet sich besonders für störanfälligere Da
tenübertragungsnetze. Beispiele hierfür sind sogenannte 'Sha
red LANs', bei denen viele an das Datenübertragungsnetz ange
schlossene Endeinrichtungen auf das Datenübertragungsnetz zugreifen,
und sogenannte 'Wireless LANs', bei denen die Daten
übertragung über eine Luftschnittstelle realisiert wird.
Die beschriebenen Maßnahmen können dabei gemeinsam oder nach
Bedarf auch nur teilweise in ein paket-orientiertes Daten
übertragungsnetz bzw. in an das Datenübertragungsnetzes ange
schlossene Endeinrichtungen, insbesondere in Kommunikations
anlagen mit einem Zugang zum paket-orientierten Datenübertra
gungsnetz, integriert werden.
Ein Vorteil der Implementierung der beschriebenen Maßnahmen
besteht darin, daß die Qualität einer Übertragung von zeit
kritischen Daten, insbesondere von Audiodaten, über ein pa
ketorientiertes Datenübertragungsnetz erheblich verbessert
wird. Außerdem kann durch die Verwendung günstigerer Bauteile
eine Kosteneinsparung bei den an das Datenübertragungsnetz
angeschlossenen Endeinrichtungen erreicht werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Zur Echokompensation in Abhängigkeit von einer Verbindung
zwischen den jeweiligen Endeinrichtungen kann beispielsweise
ein adaptives Filter oder ein Dämpfungsglied, welches gegen
über einem adaptiven Filter wesentlich einfacher im Aufbau
ist, zugeschaltet werden. So muß beispielsweise bei einer Au
dioverbindung mit einem analogen Teilnehmer (insbesondere
über eine weite Strecke) ein technisch aufwendiges, adaptives
Filter verwendet werden. Besteht jedoch eine Verbindung zu
einem Teilnehmer mit einem digitalen Endgerät, so hat sich in
der Praxis gezeigt, daß oftmals ein einfaches Dämpfungsglied
zur Echokompensation ausreichend ist.
Auf diese Weise müssen in der erfindungsgemäßen Telekommuni
kationsanlage für eine bestimmte Anzahl möglicher Verbin
dungen weniger aufwendige Echokompensatoren (adaptive Filter)
als beim Stand der Technik zur Verfügung gestellt werden, da
bei einem Teil von Verbindungen mit großer Wahrscheinlichkeit
einfache Dämpfungsglieder ausreichend sind.
Die Planung einer benötigten Funktionalität im Rahmen von
Echokompensatoren kann beispielsweise anhand der Normen G.113
der ITU-T oder EIA/TIA TSB32-A erfolgen.
Die Reduzierung der Frame-Rate und somit die Reduzierung der
zu übermittelnden Datenpakete (d. h. eine Reduzierung der Pa
ketübertragungsrate) erfolgt durch eine Herabsetzung der Ab
tastrate, mit der ein zu übertragendes Signal, insbesondere
ein Audiosignal, abgetastet wird.
Weiterhin kann eine Reduzierung der Paketübertragungsrate er
folgen, indem eine zeitliche Umsetzung des Signals, insbeson
dere eines Audiosignals, erfolgt. Zur zeitlichen Umsetzung
des Signals wird zunächst ermittelt, ob zwei aufeinanderfol
gende Zeitintervalle des Signals einen weitgehend ähnlichen
Amplitudenverlauf aufweisen. Ist dies der Fall, werden die
Daten (entsprechenden den Abtastwerten des zu übertragenden
Signals) von nur einem dieser beiden Zeitintervalle übertra
gen. Die Dauer der Datenübertragung wird somit von zwei Zei
tintervallen auf ein Zeitintervall für die entsprechenden Da
ten verkürzt. Diese Art der Umsetzung wird in der Literatur
häufig als "Time Scale Modification" bezeichnet, z. B. in "Ti
me Scale Modification of Speech Based on Short-Time Fourier
Anaysis" von M. R. Portnoff, IEEE Transactions on ASSP, Juli
1981, Seiten 374 bis 390. Bei der Umsetzung des Audiosignals
wird dessen Tonhöhe dabei weitgehend beibehalten.
Die Reduzierung der Anzahl der Abtastwerte sowie die Verrin
gerung der Zeitdauer des zu übertragenden Signals müssen in
einer Empfangseinrichtung, insbesondere in einer die Daten
empfangenden Kommunikationsanlage, wieder entsprechend rück
gängig gemacht werden.
Bei einer Rekonstruktion von verlorengegangenen Daten in ei
ner Empfangseinrichtung wird ebenfalls die zeitliche Umset
zung wie zuvor beschrieben angewendet. Der Unterschied be
steht darin, daß ein den verlorengegangenen Datenpaketen vor
ausgehendes und/oder nachfolgendes Datenpaket zeitlich so
verlängert wird, daß eine durch das bzw. die verlorenen Da
tenpakete bedingte Lücke im Signal geschlossen bzw. zumindest
verkleinert wird.
Die Aufteilung von aufeinanderfolgenden Abtastwerten bzw.
Frames erfolgt gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung der
art, daß eine Durchnumerierung der Frames und eine Trennung
der Frames nach einer geraden und ungeraden Numerierung er
folgt. Die Frames mit einer geraden Numerierung werden dabei
in ersten Datenpaketen und Frames mit einer ungeraden Nume
rierung in zweiten Datenpaketen über das Datenübertragungs
netz übermittelt. Die Datenpakete werden dabei dahingehend
gekennzeichnet, ob sie "gerade" oder "ungerade" Frames ent
halten. Dazu können beispielsweise freie Bits im Header eines
jeweiligen Datenpakets, z. B. freie Bits im Header von RTP-
Paketen, verwendet werden. Durch die Kennzeichnung können die
Frames durch eine die Datenpakete empfangende Einrichtung
wieder in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung erfolgt eine Kompres
sion von Signalisierungsdaten indem die Header-Daten eines
Datenpakets, beispielsweise eines RTP-Datenpakets, kompri
miert werden. Dadurch wird ebenfalls eine Reduzierung der Da
tenübertragungsrate erreicht.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines be
vorzugten Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die bei
gefügte Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigt:
Fig. 1: ein Strukturbild zur schematischen Darstellung von
zwei untereinander verbundenen erfindungsgemäßen Kom
munikationsanlagen.
Fig. 1 zeigt ein Strukturbild zur schematischen Darstellung
eines - vorzugsweise privaten - Kommunikationssystems, beste
hend aus zwei erfindungsgemäßen Kommunikationsanlagen 1, 2
mit den an den erfindungsgemäßen Verfahren beteiligten we
sentlichen Funktionseinheiten. Die beiden Kommunikationsanla
gen 1, 2 sind untereinander über ein paket-orientiertes Da
tenübertragungsnetz LAN, WAN verbunden, wobei das Datenüber
tragungsnetz als LAN (Local Area Network), z. B. innerhalb ei
nes Gebäudes, oder als WAN (Wide Area Network), z. B. zwischen
zwei Städten, ausgebildet sein kann. Bei einem WAN erfolgt
die Datenübertragung beispielsweise über das bekannte Inter
net. Zum Anschluß an das paket-orientierte Datenübertragungs
netz (LAN, WAN) verfügen die Kommunikationsanlagen über ent
sprechend ausgestaltete Schnittstellen 1-2, 2-2.
Weiterhin sind die Kommunikationsanlagen 1, 2 mit einem -
nicht dargestellten - öffentlichen Kommunikationsnetz ver
bindbar, wobei eine Datenübertragung zwischen einer Kommuni
kationsanlage 1, 2 und einer im öffentlichen Kommunikations
netz angeordneten Kommunikationsanlage entweder in einem so
genannten POTS-(Plain Old Telephone Service)- oder in einem
sogenannten ISDN-System (Integrated Service Digital Network)
realisiert wird.
Innerhalb des paket-orientierten Datenübertragungsnetzes LAN,
WAN erfolgt die Übertragung von zeitkritischen Daten, insbe
sondere von Audiodaten - beispielsweise von Abtastwerten ei
nes abgetasteten Sprachsignals -, in IP-Paketen. In der Lite
ratur wird in diesem Zusammenhang häufig von 'Voice Over IP',
kurz VoIP, gesprochen. Eine Übertragung von Audio- und Video
daten über ein IP-orientiertes Netzwerk ist dabei in der Norm
H.323 der ITU-T festgelegt.
An die Kommunikationsanlagen 1, 2 sind Endgeräte 1-16, 2-16 -
beispielsweise herkömmliche Telefone oder entsprechend ausge
staltete Datenverarbeitungseinrichtungen - angeschlossen, de
ren Audiodaten übertragen werden sollen. Die Endgeräte 1-16,
2-16 sind über eine Vermittlungseinrichtung 1-1, 2-1 mit der
jeweiligen Kommunikationsanlage 1, 2 verbunden.
Die erfindungsgemäßen Kommunikationsanlagen 1, 2 beinhalten
eine jeweilige Auswahleinrichtung 1-3, 2-3 zur Auswahl eines
geeigneten Echokompensators 1-4, 2-4 in Abhängigkeit von ei
ner eingerichteten Verbindung. Eine Echokompensation erfolgt
dabei von der jeweiligen Kommunikationsanlage 1, 2 zum ent
sprechenden Netz, d. h. zum paket-orientierten Datenübertra
gungsnetz oder zum öffentlichen Kommunikationsnetz.
Wird beispielsweise ausgehend von einem Endgerät 1-16 eine
Verbindung zu einem analogen Amt im öffentlichen Kommunika
tionsnetz aufgebaut, so wird dies von der Auswahleinrichtung
1-3 automatisch erkannt und zur Echokompensation ein adapti
ves Filter zugeschaltet. Wird von diesem Endgerät 1-16 jedoch
eine Verbindung zu einem Endgerät 2-16 innerhalb des Kommuni
kationssystems über das paket-orientierte Datenübertragungs
netz aufgebaut, so wird dies ebenfalls von der Auswahlein
richtung 1-3 automatisch erkannt, und zur Echokompensation
beispielsweise ein Dämpfungsglied zugeschaltet.
Weiterhin ist in den erfindungsgemäßen Kommunikationsanlagen
1, 2 jeweils eine Reduzierungseinrichtung enthalten. Die Re
duzierungseinrichtung dient einer Reduzierung der Paketüber
tragungsrate für das paket-orientierte Datenübertragungsnetz
und wird durch eine Herabsetzung der Abtastrate mit einer Ab
tastraten-Reduzierungseinrichtung 1-5, 2-5 in einer Sendeein
richtung realisiert. In einer Empfangseinrichtung wird die
Herabsetzung der Abtastrate mittels einer invers arbeitenden
empfängerseitigen Abtastraten-Reduzierungseinrichtung 1-6,
2-6 wieder rückgängig gemacht.
Eine Verringerung der Zeitdauer des Audiosignales erfolgt in
einer Sendeeinrichtung mittels einer Zeitdauer-Reduzierungs
einrichtung 1-7, 2-7. In einer Empfangseinrichtung wird die
Verringerung der Zeitdauer mittels einer invers arbeitenden
empfängerseitigen Zeitdauer-Reduzierungseinrichtung 1-8, 2-8
wieder rückgängig gemacht.
Mittels einer in der jeweiligen Kommunikationsanlage 1, 2 im
plementierten Zuordnungseinrichtung 1-9, 2-9 werden zu sen
dende, aufeinanderfolgende Abtastwerte eines abgetasteten Au
diosignales für die Datenübertragung über das paket-orientier
te Datenübertragungsnetz unterschiedlichen Datenpaketen (RTP-
Paketen) zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt dabei für als "ge
rade" und "ungerade" numerierte Frames in unterschiedlichen
Datenpaketen. Die so verschachtelten Frames werden durch eine
Zuordnungseinrichtung 1-10, 2-10 in einer Empfangseinrichtung
wieder in ihre ursprüngliche Reihenfolge zusammengesetzt.
Zusätzlich werden in den zu versendenden Datenpaketen Signa
lisierungsdaten, beispielsweise die Daten eines RTP-Headers,
durch eine Signalisierungs-Kompressionseinrichtung 1-11, 2-11
komprimiert. Die Dekompression dieser Daten erfolgt in einer
Empfangseinrichtung durch eine entsprechende Signalisierungs-
Dekompressionseinrichtung 1-12, 2-12.
Audiodaten können zur Datenübertragung ebenfalls mit geeigne
ten CODEC-Verfahren (z. B. MPEG-4) komprimiert werden. Die
Kompression erfolgt dabei in einer Sendeeinrichtung durch ei
ne Audiokompressionseinrichtung 1-13, 2-13. Die Dekompression
wird in einer Empfangseinrichtung von einer Audiodekompressi
onseinrichtung 1-14, 2-14 durchgeführt.
Zur Kompensation von Paketverlusten steht in einer Empfangs
einrichtung eine Rekonstruktionseinrichtung 1-15, 2-15 zur
Verfügung. Bei einem Verlust eines Datenpaketes wird durch
die Rekonstruktionseinrichtung 1-15, 2-15 das Datenpaket, das
dem verlorengegangenen Datenpaket vorausgeht und/oder nachfolgt
wiederholt zum Empfänger, d. h. an das entsprechende an
der Kommunikationsanlage 1, 2 angeschlossene Endgerät 1-16,
2-16, ausgegeben.
Claims (16)
1. Verfahren zur Übertragung von zeitkritischen Daten über
ein paket-orientiertes, aus mehreren untereinander verbunde nen Kommunikationseinrichtungen (1, 2) bestehenden Datenüber tragungsnetz (LAN, WAN), wobei an den Kommunikationseinrich tungen (1, 2) jeweils Endgeräte (1-16, 2-16) angeschlossen sind,
bei dem Abtastwerte der zu übermittelnden zeitkritischen Da ten in Datenpaketen über das Datenübertragungsnetz (LAN, WAN) übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Auswahl eines Echokompensators (1-4, 2-4) in Abhän gigkeit von der Art einer Verbindung zwischen den Endgeräten erfolgt.
ein paket-orientiertes, aus mehreren untereinander verbunde nen Kommunikationseinrichtungen (1, 2) bestehenden Datenüber tragungsnetz (LAN, WAN), wobei an den Kommunikationseinrich tungen (1, 2) jeweils Endgeräte (1-16, 2-16) angeschlossen sind,
bei dem Abtastwerte der zu übermittelnden zeitkritischen Da ten in Datenpaketen über das Datenübertragungsnetz (LAN, WAN) übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Auswahl eines Echokompensators (1-4, 2-4) in Abhän gigkeit von der Art einer Verbindung zwischen den Endgeräten erfolgt.
2. Verfahren zur Übertragung von zeitkritischen Daten über
ein paket-orientiertes, aus mehreren untereinander verbunde nen Kommunikationseinrichtungen (1, 2) bestehenden Datenüber tragungsnetz (LAN, WAN), wobei an den Kommunikationseinrich tungen (1, 2) jeweils Endgeräte (1-16, 2-16) angeschlossen sind,
bei dem Abtastwerte der zu übermittelnden zeitkritischen Da ten in Datenpaketen über das Datenübertragungsnetz (LAN, WAN) übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß aufeinanderfolgende Abtastwerte unterschiedlichen Daten paketen zugeordnet werden.
ein paket-orientiertes, aus mehreren untereinander verbunde nen Kommunikationseinrichtungen (1, 2) bestehenden Datenüber tragungsnetz (LAN, WAN), wobei an den Kommunikationseinrich tungen (1, 2) jeweils Endgeräte (1-16, 2-16) angeschlossen sind,
bei dem Abtastwerte der zu übermittelnden zeitkritischen Da ten in Datenpaketen über das Datenübertragungsnetz (LAN, WAN) übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß aufeinanderfolgende Abtastwerte unterschiedlichen Daten paketen zugeordnet werden.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
daß die Paketübertragungsrate der zu übermittelnden Datenpa kete bei einer Überlastung des Datenübertragungsnetzes (LAN, WAN) reduziert wird,
daß empfangenen zeitkritische Daten bei einem Verlust von Da tenpaketen im einer Empfangseinrichtung rekonstruiert werden,
daß Signalisierungsdaten und zeitkritische Daten mittels bit fehlertoleranter Codec-Verfahren zur Sprachdatenübertragung komprimiert und dekomprimiert werden.
daß die Paketübertragungsrate der zu übermittelnden Datenpa kete bei einer Überlastung des Datenübertragungsnetzes (LAN, WAN) reduziert wird,
daß empfangenen zeitkritische Daten bei einem Verlust von Da tenpaketen im einer Empfangseinrichtung rekonstruiert werden,
daß Signalisierungsdaten und zeitkritische Daten mittels bit fehlertoleranter Codec-Verfahren zur Sprachdatenübertragung komprimiert und dekomprimiert werden.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Echokompensation in Abhängigkeit von der Verbindung
entweder ein Echokompensator mit adaptiven Filtern oder ein
Echokompensator mit Dämpfungsgliedern ausgewählt wird.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 2 bis 34,
dadurch gekennzeichnet,
daß aufeinanderfolgende Abtastwerte numeriert, und Abtastwer
te mit gerader Numerierung ersten Datenpaketen und Abtastwer
te mit ungerader Numerierung zweiten Datenpaketen zugeordnet
werden.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Paketübertragungsrate durch eine Herabsetzung der Ab
tastrate zur Abtastung der zeitkritischen Daten reduziert
wird.
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Paketübertragungsrate durch eine Verringerung der
Zeitdauer der zeitkritischen Daten unter weitgehender Beibe
haltung einer Tonhöhe reduziert wird.
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rekonstruktion der empfangenen zeitkritischen Daten
dadurch erfolgt, daß das dem verlorengegangenem Datenpaket
vorangegangene oder nachfolgende Datenpaket durch den Empfän
ger erneut ausgegeben wird.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß Signalisierungsdaten die Daten in einem Paketkopf der Da
tenpakete sind.
10. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zeitkritischen Daten Audiodaten sind.
11. Kommunikationsanlage (1, 2) zum Anschluß von Endgeräten
(1-16, 2-16) an ein Kommunikationsnetz, mit einer Schnitt
stelle (1-2, 2-2) zu einem paket-orientierten Datenübertra
gungsnetz (LAN, WAN) wobei Abtastwerte von zu übermittelnden
zeitkritischen Daten in Datenpaketen über das Datenübertra
gungsnetz (LAN, WAN) übertragen werden,
gekennzeichnet durch
eine Auswahleinrichtung (1-2, 2-2) zur Auswahl eines Echokom
pensators (1-4, 2-4) in Abhängigkeit von einer Verbindung
zwischen den Endgeräten.
12. Kommunikationsanlage (1, 2) zum Anschluß von Endgeräten
(1-16, 2-16) an ein Kommunikationsnetz, mit einer Schnitt
stelle (1-2, 2-2) zu einem paket-orientierten Datenübertra
gungsnetz (LAN, WAN) wobei Abtastwerte von zu übermittelnden
zeitkritischen Daten in Datenpaketen über das Datenübertra
gungsnetz (LAN, WAN) übertragen werden,
gekennzeichnet durch
eine Zuordnungseinrichtung (1-9, 2-9, 1-10, 2-10) zum Zuord
nen von aufeinanderfolgenden Abtastwerten zu unterschiedli
chen Datenpaketen.
13. Kommunikationsanlage (1, 2) gemäß Anspruch 11 oder 12,
gekennzeichnet durch
eine Reduzierungseinrichtung (1-5, 2-5, 1-6, 2-6, 1-7, 2-7, 1-8, 2-8) zur Reduzierung der Paketübertragungsrate der zu übermittelnden Datenpakete bei einer Überlastung des Daten übertragungsnetzes (LAN, WAN),
eine Rekonstruktionseinrichtung (1-15, 2-15) zur Rekonstruk tion von zu empfangenden zeitkritischen Daten bei einem Ver lust von Datenpaketen, und
eine Signalisierungskompressions- (1-11, 2-11) und Signali sierungsdekompressionseinrichtung (1-12, 2-12) zur Kompres sion und Dekompression von Signalisierungsdaten, und
eine Datenkompressions- (1-13, 2-13) und Datendekompressions einrichtung (1-14, 2-14) zur Kompression und Dekompression der zeitkritischen Daten mittels bitfehlertoleranter Codec- Verfahren zur Sprachdatenübertragung.
eine Reduzierungseinrichtung (1-5, 2-5, 1-6, 2-6, 1-7, 2-7, 1-8, 2-8) zur Reduzierung der Paketübertragungsrate der zu übermittelnden Datenpakete bei einer Überlastung des Daten übertragungsnetzes (LAN, WAN),
eine Rekonstruktionseinrichtung (1-15, 2-15) zur Rekonstruk tion von zu empfangenden zeitkritischen Daten bei einem Ver lust von Datenpaketen, und
eine Signalisierungskompressions- (1-11, 2-11) und Signali sierungsdekompressionseinrichtung (1-12, 2-12) zur Kompres sion und Dekompression von Signalisierungsdaten, und
eine Datenkompressions- (1-13, 2-13) und Datendekompressions einrichtung (1-14, 2-14) zur Kompression und Dekompression der zeitkritischen Daten mittels bitfehlertoleranter Codec- Verfahren zur Sprachdatenübertragung.
14. Kommunikationsanlage (1, 2) gemäß Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reduzierungseinrichtung (1-5, 2-5, 1-6, 2-6) eine
Verringerung der Abtastrate bei einer Abtastung der zeitkri
tischen Daten vornimmt.
15. Kommunikationsanlage (1, 2) gemäß Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reduzierungseinrichtung (1-7, 2-7, 1-8, 2-8) die
Zeitdauer der zeitkritischen Daten unter weitgehender Beibe
haltung einer Tonhöhe der zeitkritischen Daten verringert.
16. Kommunikationsanlage (1, 2) nach einem der Ansprüche 11
bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zeitkritischen Daten Audiodaten sind.
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