DE10043112A1 - Verfahren zum schnellen Bildaufbau, insbesondere bei begrenzten Übertragungsbandbreiten - Google Patents
Verfahren zum schnellen Bildaufbau, insbesondere bei begrenzten ÜbertragungsbandbreitenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung 22 von Graphikdaten 7 eines Computers 1 an eine Anzeigevorrichtung 2, wobei der Computer 1 einen ersten Computerspeicher 13 zur Speicherung von Graphikdaten 7 und die Anzeigevorrichtung 2 einen Bildschirm 3 zur Anzeige der Graphikdaten 7 sowie einen als Abschnittspeicher 11 bezeichneten Speicher zur Speicherung von Graphikdaten 7 umfaßt, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte umfaßt: DOLLAR A Die Graphikdaten 7 des Computers 1 werden in den ersten Computerspeicher 13 kopiert; die Graphikdaten 7 werden gegebenenfalls durch einen Benutzer oder durch ein Computerprogramm verändert; die aktuellen und gegebenenfalls veränderten Graphikdaten 7 des Computers 1 werden kontinuierlich abschnittsweise mit der letzten Kopie 12 der Graphikdaten 7 in dem ersten Computerspeicher 13 verglichen; bei einer Abweichung A eines aktuellen Abschnitts 9 von der letzten Kopie 12 dieses Abschnitts 9 in dem ersten Computerspeicher 13 wird überprüft, ob der abweichende Abschnitt 9 in der aktuellen Version bereits in dem Abschnittspeicher 11 gespeichert ist, wobei die Graphikdaten 7 des abweichenden Abschnitts 9 aus dem Abschnittspeicher 11 an die betreffende Stelle des Bildschirms 3 kopiert werden, falls sie bereits in dem Abschnittspeicher 11 gespeichert sind, oder wobei die Graphikdaten 7 des abweichenden Abschnitts 9 von dem Computer 1 an die Anzeigevorrichtung 2 übertragen, an der betreffenden Stelle des Bildschirms 3 angezeigt und in ...
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung von Grafik
daten eines Computers an eine Anzeigevorrichtung, wobei der Computer
einen ersten Computerspeicher zur Speicherung von Grafikdaten und die
Anzeigevorrichtung einen Bildschirm zur Anzeige der Grafikdaten sowie
einen Abschnittspeicher zur Speicherung von Grafikdaten umfaßt.
Derartige Verfahren sind allgemein bekannt. Ein wesentliches Kriterium zur
Beurteilung der Qualität eines derartigen Verfahrens ist die vom Benutzer
subjektiv empfundene Geschwindigkeit des Bildaufbaus bei der Interaktion
mit dem Computer. Längere Wartezeiten bis zum Aufbau einer verscho
benen, veränderten oder neuen Grafik auf dem Bildschirm der Anzeige
vorrichtung werden von den Benutzern als großer Nachteil empfunden.
Insbesondere dann, wenn die Anzeigevorrichtung nicht mit einem eigenen
Prozessor zur Erzeugung von Grafikdaten ausgestattet ist, sondern wenn die
anzuzeigenden Grafikdaten von einem separaten Computer empfangen
werden, ist daher eine schnelle Übertragung der Grafikdaten von dem
Computer auf die Anzeigevorrichtung sowie eine hohe Geschwindigkeit beim
Bildaufbau bzw. bei der Aktualisierung einer Grafik auf dem Bildschirm der
Anzeigevorrichtung von wesentlicher Bedeutung.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein einfach und kostengünstig durchzu
führendes Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, das auch
auf preiswerten Anzeigevorrichtungen, die keinen eigenen Prozessor zur
Erzeugung von Graphikdaten aufweisen, eine schnelle Datenübertragung
sowie einen schnellen Bildaufbau und eine schnelle Aktualisierung der
anzuzeigenden Grafikdaten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren nach Anspruch 1
gelöst. Wesentlich ist dabei, daß das Verfahren die folgenden Schritte
umfaßt:
Die Grafikdaten des Computers werden in den ersten Computerspeicher kopiert;
die Grafikdaten werden ggf. durch einen Benutzer oder durch ein Computer programm verändert;
die aktuellen und ggf. veränderten Grafikdaten des Computers werden kontinuierlich abschnittsweise mit der letzten Kopie der Grafikdaten in dem ersten Computerspeicher verglichen;
bei einer Abweichung eines aktuellen Abschnittes von der letzten Kopie dieses Abschnitts in dem ersten Computerspeicher wird überprüft, ob der abweichende Abschnitt in der aktuellen Version bereits in dem Abschnitt speicher gespeichert ist, wobei die Grafikdaten des abweichenden Abschnitts aus dem Abschnittspeicher an die betreffende Stelle des Bildschirms kopiert werden, falls sie bereits in dem Abschnittspeicher gespeichert sind, oder wobei die Grafikdaten des abweichenden Abschnitts von dem Computer an die Anzeigevorrichtung übertragen, an der betreffenden Stelle des Bild schirms angezeigt und in dem Abschnittspeicher gespeichert werden, falls sie nicht in dem Abschnittspeicher gespeichert gewesen sind;
und bei einer Abweichung eines aktuellen Abschnitts von der letzten Kopie dieses Abschnitts in dem ersten Computerspeicher wird die Kopie dieses Abschnitts in dem ersten Computerspeicher aktualisiert.
Die Grafikdaten des Computers werden in den ersten Computerspeicher kopiert;
die Grafikdaten werden ggf. durch einen Benutzer oder durch ein Computer programm verändert;
die aktuellen und ggf. veränderten Grafikdaten des Computers werden kontinuierlich abschnittsweise mit der letzten Kopie der Grafikdaten in dem ersten Computerspeicher verglichen;
bei einer Abweichung eines aktuellen Abschnittes von der letzten Kopie dieses Abschnitts in dem ersten Computerspeicher wird überprüft, ob der abweichende Abschnitt in der aktuellen Version bereits in dem Abschnitt speicher gespeichert ist, wobei die Grafikdaten des abweichenden Abschnitts aus dem Abschnittspeicher an die betreffende Stelle des Bildschirms kopiert werden, falls sie bereits in dem Abschnittspeicher gespeichert sind, oder wobei die Grafikdaten des abweichenden Abschnitts von dem Computer an die Anzeigevorrichtung übertragen, an der betreffenden Stelle des Bild schirms angezeigt und in dem Abschnittspeicher gespeichert werden, falls sie nicht in dem Abschnittspeicher gespeichert gewesen sind;
und bei einer Abweichung eines aktuellen Abschnitts von der letzten Kopie dieses Abschnitts in dem ersten Computerspeicher wird die Kopie dieses Abschnitts in dem ersten Computerspeicher aktualisiert.
Der Hauptvorteil besteht dabei darin, daß besonders hohe Geschwindig
keiten sowohl bei der Übertragung der Grafikdaten als auch bei der Anzeige
neuer oder veränderter Grafikdaten auf dem Bildschirm der Anzeige
vorrichtung erreicht werden. Wesentlich ist dabei, daß die Gesamtheit aller
aktuellen Grafikdaten des Computers in Abschnitte eingeteilt und diese
Abschnitte kontinuierlich mit einer in dem Computer bereit gehaltenen Kopie
des vorherigen Zustands der einzelnen Abschnitte verglichen wird. Wenn bei
diesem abschnittsweisen Vergleich der Grafikdaten festgestellt wird, daß in
einem Abschnitt keine Veränderung der Grafikdaten erfolgt ist, so ist eine
Übertragung der Grafikdaten dieses Abschnittes nicht erforderlich. Die un
veränderten Grafikdaten dieses Abschnittes sind bereits in dem Bildschirm
speicher der Anzeigevorrichtung vorhanden und werden auf dem Bildschirm
angezeigt. Dann erfolgt der Vergleich des nächsten Abschnittes.
Eine weitere deutliche Erhöhung der Geschwindigkeit bei der Aktualisierung
des Bildschirms der Anzeigevorrichtung ergibt sich dadurch, daß veränderte
Abschnitte von Grafikdaten nur dann übertragen werden müssen, wenn sie
noch nicht in dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung enthalten sind.
In dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung können eine bestimmte
Anzahl von Abschnitten mit aktuellen und/oder vorherigen Grafikdaten ge
speichert werden. Das Kopieren eines in dem Abschnittspeicher vorhande
nen Abschnitts auf den Bildschirm der Anzeigevorrichtung erfolgt bedeutend
schneller als die Übertragung der entsprechenden Grafikdaten eines
Abschnitts von dem Computer zur Anzeigevorrichtung. Die Anzahl der die
Geschwindigkeit des Bildaufbaus auf dem Bildschirm der Anzeigevorrichtung
negativ beeinflussenden Übertragungsvorgänge von Grafikdaten kann auf
diese Weise auf ein Minimum reduziert werden.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist einfach, und da die
Anzeigevorrichtung keinen eigenen Prozessor zur Erzeugung oder zur
Veränderung von Grafikdaten benötigt, kann sie relativ einfach und somit
preiswert ausgeführt sein.
Insbesondere wenn die Grafikdaten des Computers in einem oder mehreren
Fenstern anzeigbar sind, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Datenver
gleich der Grafikdaten fensterweise durchgeführt wird, wobei die Fenster
jeweils abschnittsweise verglichen werden. Das erfindungsgemäße Verfah
ren kann dabei auch bei Computerprogrammen angewendet werden, die nur
ein einziges Fenster zur Anzeige der Grafikdaten verwenden. Eine weitere
Steigerung der vom Benutzer subjektiv empfundenen Geschwindigkeit bei
der Aktualisierung der anzuzeigenden Grafikdaten kann dabei dadurch
erreicht werden, daß nach der Aktivierung eines Fensters die Grafikdaten
dieses Fensters verglichen werden. Da mit der Aktivierung eines Fensters
die Änderung von anzuzeigenden Grafikdaten verbunden ist, ist es von
Vorteil, wenn der Vergleich in den Bereich eines gerade aktivierten Fensters
begonnen wird. Nach dem Vergleich aller Abschnitte des aktiven Fensters
können die Grafikdaten der inaktiven Fenster abschnittsweise verglichen
werden.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Fenster nacheinander verglichen
werden, wobei ein über ein anderem Fenster oder über mehreren anderen
Fenstern liegendes Fenster vor den darunter liegenden Fenstern verglichen
wird. Hierbei ist es zur Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit auf geänder
te Grafikdaten des Computers weiterhin günstig, wenn der Datenvergleich
eines inaktiven Fensters unterbrochen wird und die Grafikdaten des aktiven
Fensters verglichen werden, sobald eine Änderung der Grafikdaten im
aktiven Fenster stattfindet. Vorzugsweise wird hierbei vorgeschlagen, daß
nach einer Änderung und dem erfolgten Vergleich der Grafikdaten des
aktiven Fensters der Datenvergleich des inaktiven Fensters fortgesetzt wird,
wobei der Vergleich des inaktiven Fensters entweder erneut begonnen oder
insbesondere an der Stelle fortgesetzt werden kann, an der er zuvor unter
brochen wurde.
Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn nur die Fenster verglichen werden,
von denen mindestens ein Bereich sichtbar ist. Änderungen von solchen
Fenstern, die vollständig verdeckt sind, brauchen nicht übertragen bzw.
aktualisiert werden, da diese Grafikdaten nicht auf dem Bildschirm der
Anzeigevorrichtung angezeigt werden. Auf diese Weise können diejenigen
Fenster, in denen mögliche Änderungen auf dem Bildschirm aktualisiert
werden müssen, schneller erneut verglichen werden.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Verfahrens wird vorgeschlagen, daß die Abschnitte der zu ver
gleichenden Grafikdaten des Computers rechteckig sind. Da die auf dem
Bildschirm anzuzeigenden Fenster üblicherweise ebenfalls eine rechteckige
Form haben, können sie hierdurch besonders einfach in einzelne Abschnitte
aufgeteilt werden. Auch besteht dann eine wesentlich höhere Wahrschein
lichkeit auf Pixel gleicher Farbe in einem Abschnitt, so daß eine bessere
Möglichkeit zur Komprimierung der gegebenenfalls zu übertragenden Grafik
daten besteht. Es ist jedoch auch möglich, die Abschnitte in anderen For
men, beispielsweise linienförmig mit einer einzigen Reihe von Pixeln oder
rund bzw. ringförmig auszuführen.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die verglichenen Abschnitte jeweils
eine konstante Größe aufweisen. Lediglich in den Randbereichen eines zu
vergleichenden Fensters können die Abschnitte dabei eine geringere Größe
aufweisen. Mit einer Vergrößerung der Vergleichsabschnitte ist einerseits
eine Reduzierung ihrer Anzahl aber andererseits auch eine Erhöhung der
Anzahl von Änderungen in den einzelnen Abschnitten sowie eine Verringe
rung der Wahrscheinlichkeit, daß der veränderte Abschnitt bereits in dem Ab
schnittspeicher der Anzeigevorrichtung gespeichert ist, verbunden. Vorzugs
weise wird daher vorgeschlagen, daß die zu vergleichenden Abschnitte eine
Größe von 32 × 32 Pixeln haben. Ohne daß hierdurch die Anzahl der Ab
schnitte zu groß wird, bleiben hierbei relativ viele Abschnitte unverändert und
je nach Größe des Abschnittspeichers der Anzeigevorrichtung kann eine die
Bildaktualisierungsgeschwindigkeit positiv beeinflussende Trefferanzahl der
in dem Abschnittspeicher bereits vorhandenen Abschnitte erreicht werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn von einem Fenster, das von anderen
Fenstern teilweise derart verdeckt ist, daß ein oder mehrere ausschließlich
rechteckige Restbereiche sichtbar sind, nur die Restbereiche abschnitts
weise verglichen werden. Von Vorteil ist es dabei auch, wenn ein Fenster
dann vollständig verglichen wird, wenn es von anderen Fenstern teilweise
derart verdeckt ist, daß mindestens ein Restbereich mit einer von einem
Rechteck verschiedenen Formen sichtbar ist, wobei in dem verdeckten
Bereich des Fensters die sichtbaren Grafikdaten des oberen Fensters ver
glichen werden. In Verbindung mit einer rechteckigen Form der Vergleichs
abschnitte können hierdurch besonders hohe Geschwindigkeiten bei der
Aktualisierung der anzuzeigenden Grafikdaten erreicht werden.
Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn der Bezugspunkt eines Fensters, an
dem die Zerlegung des Fensters in die einzelnen Vergleichsabschnitte be
ginnt, eine Ecke des Fensters ist. Vorzugsweise wird hierbei vorgeschlagen,
die linke obere Ecke als Bezugspunkt zu wählen.
Eine besonders hohe Reaktionsgeschwindigkeit auf durch vom Benutzer
verursachte Änderungen von Grafikdaten kann dadurch erreicht werden, daß
nach der Eingabe eines Befehls durch ein grafisches Eingabegerät, insbe
sondere durch einen Mausklick oder durch die Berührung eines Touch-
Screens die Grafikdaten im Bereich der Betätigungsposition des Eingabe
gerätes verglichen und ggf. übertragen werden. Vorzugsweise wird vorge
schlagen, mit dem Vergleich derjenigen Grafikdaten zu beginnen, die in
z-Richtung unterhalb der Betätigungsposition liegen.
Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorgeschlagen, daß zu den einzelnen
Abschnitten von Grafikdaten ein den Inhalt des jeweiligen Abschnitts
eindeutig kennzeichnender Kennwert gebildet wird, der in einem zweiten
Computerspeicher gespeichert wird, wobei zu jedem in dem Abschnitt
speicher der Anzeigevorrichtung gespeicherten Abschnitt ein zugehöriger
Kennwert in dem zweiten Computerspeicher gespeichert wird. Auf diese
Weise kann insbesondere die Überprüfung, ob ein geänderter Abschnitt
bereits in dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung vorhanden ist,
erheblich vereinfacht werden.
Hierzu wird vorgeschlagen, daß bei einer festgestellten Abweichung eines
aktuellen Abschnitts von der letzten Kopie dieses Abschnitts in dem ersten
Computerspeicher ein den Inhalt des aktuellen Abschnitts eindeutig
kennzeichnender Kennwert gebildet wird und daß zur Überprüfung, ob der
aktuelle Abschnitt bereits in dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung
gespeichert ist, der für den aktuellen Abschnitt gebildete Kennwert mit allen
in dem zweiten Computerspeicher gespeicherten Kennwerten verglichen
wird. Auf diese Weise brauchen die veränderten Abschnitte nicht erneut Pixel
für Pixel verglichen zu werden, um festzustellen, ob eine Übertragung des
veränderten Abschnittes vom Computer an die Anzeigevorrichtung erforder
lich ist, oder ob der veränderte Abschnitt bereits im Abschnittspeicher der
Anzeigevorrichtung vorhanden ist. Hierzu reicht der relativ einfache Vergleich
der eindeutig gebildeten Kennwerte aus.
Günstig ist es hierbei, den Kennwert nach einer Hash-Wert-Funktion zu
ermitteln. Vorzugsweise wird vorgeschlagen, den Kennwert nach folgender
Formel zu berechnen:
K = ((((a) × 33 + b) × 33 + c) × 33 + d) . . . usw.,
wobei a, b, c, d, usw. die Farbwerte aller Pixel in einem Abschnitt sind.
Auf diese Weise kann ein dem Inhalt eines Abschnitts entsprechender
Kennwert gebildet werden. Die Kennwerte werden dabei lediglich zu der
Überprüfung verwendet, ob und gegebenenfalls wo ein geänderter
Grafikabschnitt schon in dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung
vorhanden ist, oder ob er noch von dem Computer an die Anzeigevorrichtung
übertragen werden muß.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn eine der Anzahl der in dem
Abschnittspeicher gespeicherten Abschnitte entsprechende Anzahl von
Kennwerten in dem zweiten Computerspeicher gespeichert wird, wobei ein
neuer und noch nicht gespeicherter Kennwert jeweils den ältesten Kennwert
ersetzt. Da es sehr wahrscheinlich ist, daß die zuletzt geänderten Grafik
daten zum Beispiel beim Verschieben, Öffnen oder Vergrößern eines
Fensters erneut verfügbar sein müssen, sollten die zuletzt geänderten
Grafikdaten in dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung gespeichert
sein bzw. die zugehörigen zuletzt berechneten Kennwerte in dem zweiten
Computerspeicher gespeichert sein. Die Ersetzung des ältesten Kennwertes
durch einen neuen Kennwert erfolgt dabei gleichzeitig mit der Ersetzung des
ältesten Abschnitts durch einen neuen Abschnitt im Abschnittspeicher der
Anzeigevorrichtung.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Anzahl der in dem Abschnittspeicher
gespeicherten Abschnitte bzw. die Anzahl der in dem zweiten Computer
speicher gespeicherten Kennwerte mindestens so groß, vorzugsweise
dreifach so groß ist, wie diejenige Anzahl von Abschnitten, die zur Anzeige
aller Grafikdaten des Bildschirms erforderlich ist. Eine Vergrößerung der
Speicherkapazität bewirkt hierbei einerseits eine Erhöhung der Trefferanzahl
von bereits in der Anzeigevorrichtung vorhandenen geänderten Abschnitten
und somit eine Erhöhung der Aktualisierungsgeschwindigkeit des Bild
schirms, jedoch ist hiermit andererseits auch eine Erhöhung der Kosten der
Anzeigevorrichtung verbunden. Ein relativ guter Kompromiß kann dabei
erzielt werden, wenn dreimal so viele Abschnitte in dem Abschnittspeicher
speicherbar sind, wie zur Anzeige aller Grafikdaten des Bildschirms benötigt
werden. Bei besonders preiswerten Anzeigevorrichtungen kann der Ab
schnittspeicher jedoch auch kleiner ausgeführt sein, wobei auch schon dann
eine (allerdings geringere) Erhöhung der Aktualisierungsgeschwindigkeit
erreicht werden kann, wenn die Anzahl der in dem Abschnittspeicher
speicherbaren Abschnitte geringer ist als die zur Anzeige aller Grafikdaten
auf dem Bildschirm erforderliche Anzahl von Abschnitten.
Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn die Grafikdaten der Randbereiche
des zu vergleichenden Fensters, deren Höhe und/oder Breite geringer ist als
die Höhe bzw. Breite eines Vergleichsabschnitts, bei einer Abweichung des
aktuellen Randbereiches von der letzten Kopie dieses Randbereiches in dem
ersten Computerspeicher von dem Computer an die Anzeigevorrichtung
übertragen und an der betreffenden Stelle des Bildschirms angezeigt
werden. Bei dieser Ausführungsvariante werden die Randbereiche nicht in
dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung gespeichert und es werden
keine zugehörigen Kennwerte ermittelt.
Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Grafikdaten von dem Computer
an die Anzeigevorrichtung drahtlos, vorzugsweise über Funk übertragen. Auf
diese Weise wird nicht nur eine besonders hohe Mobilität für den Benutzer
der Anzeigevorrichtung erreicht, sondern die Vorteile einer besonders hohen
Geschwindigkeit der Datenübertragung und des Aufbaus eines geänderten
Bildschirms treten hierbei besonders stark hervor. Da die Geschwindigkeit
bei der Übertragung von Grafikdaten über Funk relativ stark begrenzt ist,
macht sich eine Reduzierung der zu übertragenden Datenmenge besonders
vorteilhaft bemerkbar.
Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Übertragung der Grafikdaten
von dem Computer an die Anzeigevorrichtung paketweise erfolgt. Hierbei
können die Informationen zu einem veränderten aktuellen Abschnitt vorzugs
weise in einem einzigen Datenpaket enthalten sein.
Günstig ist es bei der paketweisen Übertragung der Grafikdaten ferner, wenn
ein Datenpaket einen Kopierbefehl sowie Informationen über die Position des
aktuellen Abschnitts im Bildschirm und über die Speicheradresse im Ab
schnittspeicher der Anzeigevorrichtung enthält, an der der aktuelle Abschnitt
gespeichert ist, oder an der der neu übertragene aktuelle Abschnitt
gespeichert wird.
Auch können die Datenpakete andere Daten, insbesondere Steuerbefehle
enthalten. Insbesondere kann ein Datenpaket Informationen über die
Grafikdaten des aktuellen Abschnittes enthalten, falls sie noch nicht in dem
Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung gespeichert sind und sie daher
übertragen werden müssen.
Für eine Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit ist es ferner beson
ders vorteilhaft, wenn die einzelnen Datenpakete komprimiert werden, wozu
vorzugsweise die RLE-Komprimierung (run length encoding) angewendet
werden kann: Bei dem RLE-Verfahren wird dabei zu einem Farbwert die
Anzahl der in x-Richtung folgenden Pixel des aktuellen Abschnitts mit iden
tischem Farbwert angegeben. Falls alle Pixel des aktuellen Abschnitts einen
identischen Farbwert haben, so wird als Anzahl der Wert 0 angegeben. Auf
diese Weise kann je nach Beschaffenheit des aktuellen Abschnitts eine deut
liche Komprimierung der zu übertragenden Datenmenge erreicht werden.
Die Effektivität der Komprimierung hängt dabei von den Bilddaten ab. Im
optimalen Fall enthält der Abschnitt große Bereiche identischer Farbwerte,
wohingegen im ungünstigsten Fall es in dem Abschnitt keine benachbarten
Pixel mit gleichen Werten gibt. Daher ist es vorteilhaft, wenn die Datenpakete
unkomprimiert übertragen werden, falls sich durch die Komprimierung eine
Vergrößerung der zu übertragenden Datenmenge ergibt.
Besonders vorteilhaft ist es dabei ferner, wenn bei einer Abweichung ei nes
aktuellen Abschnitts von der letzten Kopie dieses Abschnitts in dem ersten
Computerspeicher die Farbe derjenigen Pixel des aktuellen Abschnitts als
identisch markiert wird, deren Farbe mit der Farbe der letzten Kopie dieses
Abschnittes identisch ist. Dabei wird nur für veränderte Pixel der neue Farb
wert und für unveränderte Pixel der Wert identisch übertragen. Auf diese
Weise kann bei der RLE-Komprimierung eine besonders gute Daten
reduktion und somit ein besonders schneller Bildschirmaufbau erreicht
werden. Für jedes Pixel, das in einem übertragenen Datenpaket als identisch
markiert ist, kann die Anzeigevorrichtung den in dem Bildschirm bzw. in dem
zugehörigen Bildschirmspeicher vorhandenen Farbwert dieses Pixels
übernehmen.
Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn die Übertragung der Grafikdaten
vom Computer an die Anzeigevorrichtung ohne Empfangsbestätigung,
insbesondere nach dem UDP-Protokoll erfolgt. Hierdurch können bei einem
besonders guten Nutzdaten-/Protokolldaten-Verhältnis besonders hohe
Übertragungsgeschwindigkeiten erzielt werden. Andere Steuerdaten oder
Kontrolldaten, insbesondere beim Aufbau der Verbindung zwischen dem
Computer und der Anzeigevorrichtung können jedoch auch nach einem
Protokoll mit Empfangsbestätigung übertragen werden.
Um zu gewährleisten, daß hierbei keine Daten verloren gehen, wird vorge
schlagen, daß jedes Datenpaket mit einer fortlaufenden Nummer versehen
wird. Hierbei kann durch einfaches Mitzählen in der Anzeigevorrichtung
schnell erkannt werden, ob ein Datenpaket fehlt. Dazu wird ferner vorge
schlagen, daß im Falle eines festgestellten Datenverlustes ein Signal von der
Anzeigevorrichtung an den Computer übertragen wird, das die nochmalige
Übertragung des fehlenden und aller ggf. schon übertragenen nachfolgenden
Datenpakete vom Computer an die Anzeigevorrichtung auslöst. Diese
Signalübertragung vom Computer zur Anzeigevorrichtung kann dabei
entweder auf dem gleichen oder auf einem zweiten Kanal erfolgen.
Auch ist es vorteilhaft, wenn die Übertragung von Daten von der Anzeige
vorrichtung an den Computer, insbesondere bei nicht empfangenen Daten
paketen oder bei Steuerdaten nach Eingaben des Benutzers mit einer
Empfangsbestätigung, beispielsweise nach dem TCP-Protokoll erfolgt.
Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsvariante wird der
abschnittsweise Vergleich der aktuellen und ggf. veränderten Grafikdaten
des Computers mit der letzten Kopie der Grafikdaten in dem ersten
Computerspeicher mittels eines auf dem Computer laufenden Computer
programms kontinuierlich ausgeführt. Dieses Programm kann als nicht
sichtbares Dienstleistungsprogramm im Hintergrund des Computers laufen.
Vorzugsweise kann das Computerprogramm dabei eine API-Programmier-
Schnittstelle aufweisen, die es ermöglicht, Programme zu entwickeln, die
direkt Bilddaten an die Anzeigevorrichtung senden. Dadurch lassen sich
verschiedene optimal an die Anzeigevorrichtung angepasste Programme,
beispielsweise Notepads oder Spiele entwickeln.
Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn nach dem Einschalten der Anzeige
vorrichtung ein Signal von der Anzeigevorrichtung an den Computer über
mittelt wird, das die Übertragung der aktuellen Grafikdaten des Computers
vom Computer an die Anzeigevorrichtung auslöst, wobei die von der
Anzeigevorrichtung empfangenen Grafikdaten auf dem Bildschirm dargestellt
und in dem Abschnittspeicher der Anzeigevorrichtung abschnittsweise
gespeichert werden. Auf diese Weise kann die Verbindungsherstellung
zwischen dem Computer und der Anzeigevorrichtung besonders einfach und
sicher durchgeführt werden.
Die Erfindung betrifft ferner eine Anzeigevorrichtung zur Durchführung des
zuvor beschriebenen Verfahrens. Wesentlich ist dabei, daß die Anzeige
vorrichtung einen Bildschirm zur Anzeige der Grafikdaten sowie einen
Abschnittspeicher zur Speicherung von Grafikdaten umfaßt.
Bei einer hohen Mobilität der Anzeigevorrichtung, insbesondere bei einer
drahtlosen Datenübertragung ist es für eine besonders einfache Daten
eingabe besonders vorteilhaft, den Bildschirm der Anzeigevorrichtung als
Touch-Screen auszubilden. Die Anzeigevorrichtung kann jedoch auch
andere Eingabevorrichtungen, insbesondere eine Tastatur und/oder eine
Maus und/oder einen Trackball zur Eingabe von Daten bzw. Steuerbefehlen
aufweisen.
Um ein Maximum an Mobilität für den Benutzer der Anzeigevorrichtung zu
erreichen, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Anzeigevorrichtung ein
Funkmodul zum Empfangen und zur Versendung von Daten von mindestens
einem bzw. an mindestens einen Computer umfaßt. Hierbei kann die
Anzeigevorrichtung über Funk mit einem oder mehreren Computern in
Kontakt treten und deren Grafikdaten anzeigen.
Die Erfindung betrifft ferner einen Computer zur Durchführung des zuvor
beschriebenen Verfahrens. Wesentlich ist dabei, daß der Computer einen
ersten Computerspeicher zur Speicherung von Grafikdaten sowie insbeson
dere einen zweiten Computerspeicher zur Speicherung von Kennwerten um
faßt. Der Computer kann dabei vorzugsweise durch einen PC gebildet sein.
Für eine besonders hohe Mobilität für den Benutzer der Anzeigevorrichtung
ist es hierbei besonders vorteilhaft, wenn die Datenübertragung vom Compu
ter zur Anzeigevorrichtung drahtlos erfolgt. Hierzu wird vorgeschlagen, daß
der Computer ein Funkmodul zum Empfangen und zur Versendung von
Daten von mindestens einer bzw. an mindestens eine Anzeigevorrichtung
umfaßt. Dadurch kann der Computer über Funk Verbindung zu einer oder
mehreren Anzeigevorrichtungen aufnehmen und Grafikdaten an diese
übertragen.
Die Erfindung betrifft schließlich auch ein System zur Durchführung des
voranstehend beschriebenen Verfahrens, das mindestens einen Computer
der voranstehend beschriebenen Art und mindestens eine Anzeigevorrich
tung der voranstehend beschriebenen Art umfaßt. Falls ein Computer Daten
an mehrere Anzeigevorrichtungen übertragen soll, so ist es vorteilhaft, wenn
der Computer eine entsprechende Anzahl von ersten Computerspeichern
oder eine entsprechende Anzahl von Bereichen eines einzigen ersten
Computerspeichers sowie ggf. eine entsprechende Anzahl von zweiten
Computerspeichern bzw. Speicherbereichen aufweist. Ebenso ist es günstig,
wenn eine Anzeigevorrichtung die Grafikdaten von mehreren Computern
empfängt, eine der Anzahl der Computer entsprechende Anzahl von
Abschnittspeichern oder eine entsprechende Anzahl von Bereichen eines
einzigen Abschnittspeichers aufweist.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung und den in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Fig. 1 Eine schematische Darstellung des Ablaufs eines erfindungs
gemäßen Verfahrens,
Fig. 2 Schematische Darstellung des Vergleichs verschiedener Fenster
Fig. 3a,
und 3b Schematische Darstellung des Vergleichs unterschiedlich
voneinander verdeckter Fenster,
Fig. 4 Schematische Darstellung des abschnittweisens Vergleichs eines
Fensters,
Fig. 5a
und 5b Schematische Darstellungen unterschiedlicher Verfahrensabläufe
bei der Aktualisierung des Bildschirms.
Das in Fig. 1 dargestellte Verfahren wird zur drahtlosen Übertragung von
Graphikdaten eines PC 1 an eine Anzeigevorrichtung 2 angewendet. Di e
Anzeigevorrichtung 2 ist dabei eine mobile und leicht tragbare Einheit, deren
Bildschirm 3 mit einer Touch-Screen-Funktion für Stifteingaben ausgestattet
ist. Die Anzeigevorrichtung 2 empfängt die Graphikdaten des PC 1 per Funk
und stellt sie auf seinem Bildschirm 3 dar. Per Stifteingaben kann die
Funktion der Maus nachgebildet werden. Texteingaben erfolgen auf einer bei
Bedarf eingeblendeten virtuellen Tastatur. Somit vereint die Anzeige
vorrichtung 2 die Funktionen des PC-Bildschirms, der Maus und der Tastatur
in einem handlichen tragbaren Gehäuse.
Die Güte der Nachbildung der genannten Funktionen hängt hauptsächlich
davon ab, wie verzögerungsfrei die Graphikdaten des PC 1 auf dem
Bildschirm 3 der Anzeigevorrichtung 2 aufgebaut werden, und wie schnell
das System 4 auf Benutzereingaben reagiert. Der Datentransfer zwischen .
dem PC 1 und der Anzeigevorrichtung 2 geschieht dabei sehr effektiv nach
dem nachfolgend beschriebenen Protokoll, das als MOUI-Protokoll (Mobile
User Interface) bezeichnet wird.
Die Leistungsfähigkeit des MOUI-Protokolls wird im wesentlichen durch
folgende Schlüsselfunktionen erreicht:
- - Der Vergleich 5 und die Aktualisierung 6 der Graphikdaten 7 des PC 1 und Anzeigevorrichtung 2 geschieht fensterweise mit bevorzugter Behandlung des aktiven Fensters 8a und des Bereiches unterhalb des Mauszeigers. Dies sind die Bildschirmbereiche, die für die subjektive Beurteilung des Reaktionsvermögens auf Benutzereingaben die entscheidende Rolle spielen.
- - Anwendungen im PC 1, sowie Windows-Steuerelemente wie das Start- PopUp-Fenster, werden in rechteckigen Fenstern dargestellt, die leicht in rechteckige Abschnitte 9 zerlegt werden können. Durch die Zerlegung 10 der Fenster 8 in rechteckige Abschnitte 9 ist ein sehr effektives Cachmanagement möglich. Wiederholt darzustellende Fenster 8 können sehr schnell angezeigt werden, da sie nicht per Funk übertragen werden brauchen, sondern direkt aus dem als Cache-Speicher fungierenden Abschnittspeicher 11 kopiert werden. Auf diese Weise wird ein sehr gutes Reaktionsverhalten des Systems 4 auf Benutzereingaben erreicht.
- - Die Zerlegung 10 der Fenster 8 in rechteckige Abschnitte 9 (Rechtecke 9), ermöglicht die Anwendung der sehr einfachen und effektiven Kompri mierungs-Methode RLE.
- - Der Bezugspunkt für die Zerlegung der Fenster 8 in Rechtecke 9 ist immer die linke obere Ecke, so daß Fenster 8 komplett im Abschnittspeicher 11 abgelegt werden können. Dies führt bei der Verschiebung oder bei dem wiederholten Öffnen von Fenstern 8 zu sehr guten Bildschirmaufbau- Geschwindigkeiten, da die Graphikdaten 7 größtenteils aus dem Abschnitt speicher 11 genommen werden können und nicht vom PC 1 an die Anzeigevorrichtung 2 übertragen werden müssen.
Die auf dem PC 1 laufende Software bietet eine API Programmier-Schnitt
stelle, die die Entwicklung von Programmen ermöglicht, die direkt Bilddaten
an Anzeigevorrichtung 2 senden. Damit lassen sich verschiedenste auf die
Anzeigevorrichtung 2 optimierte Programme entwickeln, beispielsweise
Notepads oder Spiele.
Der abschnittsweise Vergleich 5 der Graphikdaten wird durch ein als "Rect-
Server" bezeichnetes Hilfsprogramm durchgeführt, das auf dem PC 1 im
Hintergrund läuft. Der Rect-Server vergleicht die aktuellen Graphikdaten 7
des PC 1 mit der letzten Kopie 12 der Graphikdaten des PC 1 im ersten
Computerspeicher 13, der sich im RAM-Arbeitsspeicher des PC 1 befindet
(Fig. 4). Der Bildschirm 3 der Anzeigevorrichtung 2 und diese Kopie 12
werden stets gemeinsam aktualisiert. Somit sind die Graphikdaten 7 in der
Kopie 12 und auf dem Bildschirm 3 der Anzeigevorrichtung 2 immer identisch.
Für den Vergleich 5 der Graphikdaten 7 erfolgt zunächst die Auswahl 14
eines zu vergleichenden Fensters 8. Der Vergleich 5 der Graphikdaten 7
beginnt hierbei im aktiven Fenster 8a und wird in z-Richtung abwärts fü r alle
Fenster 8 bis hinunter zum Desktop durchgeführt (Fig. 2). Ein vollständig von
anderen Fenstern 8 verdecktes, also nicht sichtbares Fenster 8, wird nicht
verglichen.
Wird ein Fenster 8b von anderen Fenstern 8 derart verdeckt, daß ein
rechteckiger Restbereich 15a sichtbar ist, wird nur dieser Restbereich 15a
verglichen (Fig. 3a). Wird ein Fenster 8c hingegen von anderen Fenstern 8
derart verdeckt, daß ein nicht-rechteckiger Restbereich 15b sichtbar ist, dann
wird das untenliegende Fenster 8c komplett verglichen, wobei im überlappten
Bereich 16 die sichtbaren Graphikdaten 7 des darüberliegenden Fensters 8
genommen werden. Da dieser Bereich bereits verglichen und gegebenenfalls
vorhandene Unterschiede bereits übertragen wurden, sind hier in der Regel
keine Unterschiede mehr vorhanden (Fig. 3b).
Der Rect-Server prüft kontinuierlich, ob eine Änderung im aktiven Fenster 8a
stattfindet. Falls eine solche Änderung stattfindet unterbricht er den Vergleich
5 des aktuellen Rechtecks 9 und startet den Vergleich 5 und das Update des
aktiven Fensters 8a. Anschließend wird der Vergleich 5 an der Stelle fortge
setzt, an der er unterbrochen wurde. Durch die bevorzugte Behandlung des
aktiven Fensters 8a verbessert sich die Reaktionsfähigkeit des Systems 4
auf Benutzereingaben.
Für den Vergleich 5 der Graphikdaten 7 eines Fensters 8 mit der letzten
Kopie 12 dieses Fensters 8 im ersten Computerspeicher 13 wird das Fenster
8 in eine Vielzahl von Rechtecken 9 zerlegt. Diese Zerlegung 10 der Fenster
8 erfolgt in Quadrate 9 mit einer konstanten Größe von 32x 32 Pixel. Die
Randbereiche 17 des Fensters 8, das verglichen werden soll, werden in
entsprechend kleinere Rechtecke 18 zerlegt (Fig. 4). Diese kleineren
Rechtecke 18 werden genauso behandelt wie die übrigen Rechtecke 9,
jedoch werden sie nicht im Abschnittspeicher 11 (Cache) gespeichert.
Jedes Rechteck 9, 18 wird mit seinem Gegenstück in der Kopie 12 im ersten
Computerspeicher 13 des PC 1 verglichen. Falls der Vergleich 5 eines
Rechtecks 9 eine Abweichung A ergibt, wird der Hash-Wert als Kennwert K
dieses Rechtecks 9 berechnet. Der Hash-Wert K stellt eine bis auf eine in der
Praxis zu vernachlässigende Anzahl von Abweichungen eindeutige Kennung
des Bildinhalts dieses Rechtecks 9 dar. Bei den kleineren Rechtecken 18 der
Randbereiche 17 wird ein derartiger Kennwert nicht berechnet, da hierbei
kein Caching stattfindet.
Bei der Berechnung des Hash-Wertes K werden die Farbwerte jedes Pixels
in der folgenden Formel verarbeitet:
K = ((((a).33 + b).33 + c).33 + d). . . usw.,
für die Farbwerte a, b, c, d,. . . aller Pixel im Rechteck 9.
Mit diesem Kennwert K kann sehr einfach und schnell überprüft werden, ob
ein Rechteck 9 mit diesen Graphikdaten 7 bereits im Abschnittspeicher 11
der Anzeigevorrichtung 2 vorhanden ist. Für diese Überprüfung 19 braucht
der Hash-Wert K des zu überprüfenden Rechtecks 9 lediglich mit allen in
dem zweiten Computerspeicher 20 gespeicherten Hash-Werten K verglichen
zu werden.
Der Rect-Server verwaltet den zweiten Computerspeicher 20 als Cache-
Speicher des PC 1 für die Aufnahme der Hash-Werte K. Hier sollen die
zuletzt angezeigten Daten bzw. Kennwerte K verfügbar sein, weil es sehr
wahrscheinlich ist, daß sie z. B. durch das Verschieben, Öffnen oder
Vergrößern eines Fensters 8 wiederholt anzuzeigen sind. Der Rect-Server
führt dazu eine MRU-Liste (Most Recently Used Liste); in der die Priorität
jedes Hash-Werts K geführt wird. Zugriffe auf schon vorhandene Kennwerte
K kennzeichnen diese als "neu" und der Kennwert K erhält die höchste
Priorität. Ein neu eingetragener Kennwert K ersetzt dabei den ältesten,
nämlich den Kennwert K mit der niedrigsten Priorität.
In der Anzeigevorrichtung 2 befindet sich mit dem Abschnittspeicher 11
ebenfalls ein Cache-Speicher, der im Gegensatz zum Cache-Speicher 20
des PC 1 nicht die Rechteck-Kennungen bzw. Hash-Werte K speichert,
sondern der die kompletten Graphikdaten 7 jedes Rechtecks 9 speichert.
Dies ermöglicht das schnelle Kopieren eines Rechtecks 9 aus dem
Abschnittspeicher 11 in den Bildschirm 3 der Anzeigevorrichtung 2. Die
Adresse eines bestimmten Hash-Wertes K im Cache-Speicher 20 des PC 1
entspricht dabei der Position des zugehörenden Rechtecks 9 im Cache-
Speicher 11 der Anzeigevorrichtung 2.
Wenn bei dem zuvor beschriebenen Vergleich 5 der Rechtecke 9 ein ver
ändertes Rechteck 9 gefunden wurde, berechnet der Rect-Server den Hash-
Wert K dieses veränderten Rechtecks 9 und überprüft (19), ob sich dieser
Hash-Wert K bereits im Cache-Speicher 20 des PC 1 befindet.
Falls sich der berechnete Hash-Wert K bereits im Cache-Speicher 20 des PC
1 befindet erhält die Anzeigevorrichtung 2 per Funk den Befehl 21, das zum
Hash-Wert K gehörende Rechteck 9 aus dem Abschnittspeicher 11 an die
betreffende Stelle des Bildschirms 3 zu kopieren. Dieser Transfer erfolgt sehr
schnell, was zu einem sehr schnellen Bildaufbau führt.
Falls sich der berechnete Hash-Wert K nicht in dem Cache-Speicher 20 des
PC 1 befindet wird das Rechteck 9 komprimiert und per Funk an die Anzeige
vorrichtung 2 gesendet. In der Anzeigevorrichtung 2 werden die übertrage
nen Graphikdaten 7 sowohl an die betreffende Stelle des Bildschirms 3
kopiert als auch im Abschnittspeicher 11 gespeichert. Die Funkübertragung
22 der Graphikdaten 7 erfordert mehr Zeit als der lediglich innerhalb der
Anzeigevorrichtung 2 erfolgende Transfer aus dem Abschnittspeicher 11 in
den Bildschirm 3 und führt daher zu einem langsameren Bildschirmaufbau.
Bei dem Vergleich 5 der Rechtecke 9 werden diejenigen Pixel, die nicht
verändert wurden und die sich daher nicht von ihrer letzten Kopie 12 unter
scheiden, als identisch markiert. Wenn ein Rechteck 9 zur Anzeige
vorrichtung 2 übertragen werden muß werden für veränderte Pixel dere n
tatsächliche Farbwerte und für identische Pixel der Farbwert "identisch"
übertragen. Dies führt durch die gewählte Art der RLE-Komprimierung zu
einer guten Datenreduktion und somit zu einem schnellen Bildschirmauibau.
Für die Funkübertragung 22 der Graphikdaten 7 vom PC 1 zu der Anzeige
vorrichtung 2 stellt der Rect-Server separate Datenpakete zusammen. Für
die Aktualisierung 6 des Bildschirms 3 bzw. für die Durchführung der
Änderungen der Graphikdaten 7 des PC 1 auf dem Bildschirm 3 der
Anzeigevorrichtung 2 sendet der PC 1 entsprechende Kommandos und
Daten an die Anzeigevorrichtung 2. Hierzu stellt der Rect-Server nach einem
vorgegebenen Microcode Datenpakete zusammen. In der Anzeigevor
richtung 2 wird der Microcode dekodiert und nach Graphikdaten 7 und nach
Kommandos aufgeschlüsselt.
Ein Datenpaket kann dabei beispielsweise die folgende Struktur haben:
Byte 1: Befehl
Byte 2-3: Anzeigevorrichtung 2-Bildschirm Koordinate.
Byte 4-5: Anzeigevorrichtung 2-Cache Adresse
Byte 6-7: Farbwert
Byte 8: Anzahl
Byte 9-10: Farbwert
Byte: 11: Anzahl
u. s. w. . .
Byte 1: Befehl
Byte 2-3: Anzeigevorrichtung 2-Bildschirm Koordinate.
Byte 4-5: Anzeigevorrichtung 2-Cache Adresse
Byte 6-7: Farbwert
Byte 8: Anzahl
Byte 9-10: Farbwert
Byte: 11: Anzahl
u. s. w. . .
Unterstützte Befehle sind dabei z. B.:
- - Befehl 23: Kopiere die folgenden Graphikdaten 7 eines Rechtecks 9 in den Bildschirm 3 der Anzeigevorrichtung 2 und anschließend in den Abschnittspeicher 11 der Anzeigevorrichtung 2 an die folgenden Bildschirm- und Cache-Adressen (Fig. 5b); oder
- - Befehl 21: Kopiere das Rechteck 9 vom Abschnittspeicher 11 der Anzeigevorrichtung 2 in den Bildschirm 3 der Anzeigevorrichtung 2 an die folgenden Adressen (Fig. 5a).
Die Übertragung 22 eines Befehls 23 dauert aufgrund der größeren
Datenmenge länger als die Übertragung 24 eines Befehls 21.
Der Aufbau der Datenpakete zeigt die Art der Komprimierung der Graphik
daten 7 der Rechtecke 9. Bei der RLE (run lenght encoding) Komprimierung
folgt auf einen bestimmten Farbwert die Information, wie oft dieser Wert in x-
Richtung folgt. Die Effektivität der Komprimierung hängt dabei von den
Graphikdaten 7 ab. Im optimalen Fall enthält das Rechteck 9 große Bereiche
identischer Farbwerte. Im ungünstigsten Fall, gibt es im Rechteck 9 keine
benachbarten Pixel mit gleichen Farbwerten. In diesem ungünstigen Fall
würde durch die Komprimierung die Datenmenge vergrößert, weil für jeden
Farbwert ein zusätzlicher Wert mit der Anzahl "1" übertragen würde. Falls
sich durch die Komprimierung eine Vergrößerung der Datenmenge ergibt,
dann überträgt der Rect-Server die Daten dieses Rechtecks 9 unkomprimiert.
Enthält das Rechteck 9 ausschließlich identische Farbwerte, so wird nur
dieser Farbwert und die Anzahl "0" übertragen.
Diese Art der Komprimierung ist insbesondere auch durch die Markierung
von unveränderten Pixeln als "identisch" besonders effektiv. Diese
Markierung von unveränderten Pixeln als "identisch" entspricht auch einer
Bildung von Transparent-Pixeln, wobei als Farbwert der unveränderten Pixel
der Wert "transparent" übertragen wird. Falls sich z. B. nur ein einziges Pixel
in einem Rechteck 9 ändert, so sind alle anderen Pixel mit dem identischen
Farbwert "transparent" markiert und lassen sich somit sehr gut komprimieren.
Der PC 1 und die Anzeigevorrichtung 2 tauschen Informationen per Funk
aus. Im wesentlichen sendet der PC 1 Graphikdaten 7 und Kommandos an
die Anzeigevorrichtung 2 und empfängt beispielsweise über den Touch-
Screen 25 gemachte Eingaben des Benutzers von der Anzeigevorrichtung 2.
Den überwiegenden Teil der Funkübertragungen 22 stellen dabei Graphik
daten 7 von Rechtecken 9 und Kommandos dar, die der PC 1 an die An
zeigevorrichtung 2 sendet. Um hierfür die höchstmögliche Übertragungs
geschwindigkeit zu erzielen, werden die Datenpakete im UDP-Protokoll über
tragen. Dieses Protokoll sieht keine Empfangsbestätigung der gesendeten
Datenpakete vor und hat ein besonders gutes Nutzdaten/Protokolldaten-
Verhältnis.
Um zu gewährleisten, daß keine Daten verlorengehen ist jedes Paket mit
einer fortlaufenden Nummer versehen, die der Anzeigevorrichtung 2 durch
einfaches Mitzählen die Erkennung eines fehlenden Paketes ermöglicht.
Stellt die Anzeigevorrichtung 2 ein fehlendes Datenpaket fest, so schickt sie
über den TCP-Kanal ein NAK (negative acknowledge) an den PC 1, um das
fehlende Paket anzufordern. Da währenddessen weitere Pakete vom Rect-
Server gesendet wurden, die die Anzeigevorrichtung 2 verworfen hat,
müssen nicht nur das fehlende Paket, sondern auch die nachfolgenden
Pakete nochmals gesendet werden. Sobald Anzeigevorrichtung 2 wieder" in
sync" ist, schickt sie über TCP ein NAK COMPLETE. Damit erhält der Rect-
Server das Signal, daß er mit der normalen Datenübertragung weitermachen
kann.
Um die korrekte Übertragung der TCP Daten, braucht sich der PC 1 und
auch die Anzeigevorrichtung 2 nicht aktiv zu kümmern, da im TCP Protokoll
das Versenden von Empfangsbesätigungen vorgesehen ist, was den Verlust
von Daten ausschließt.
Meldungen des Touch-Screens 25 werden im TCP Protokoll von der
Anzeigevorrichtung 2 zum PC 1 gesendet, da die bei dieser Übertragung 26
gesendete Datenmenge relativ gering ist. Der Touch-Screen 25 erzeugt die
Koordinaten der berührten Stelle des Bildschirms 3. Die Anzeigevorrichtung
2 überträgt diese Koordinaten per Funk an den PC 1, wo die weitere
Verarbeitung 27, beispielsweise eine Filterung stattfindet.
Ein auf dem Touch-Screen 20 aufgesetzter Stift, wird vom PC 1 dabei als
gedrückte linke Maustaste interpretiert. Um die Reaktionsfähigkeit auf
Benutzereingaben zu optimieren, vergleicht und gegebenenfalls überträgt der
Rect-Server die Graphikdaten 7 des Rechtecks 9 unter dem Mauszeiger,
sobald der Touch-Screen 25 eine Berührung gemeldet hat.
Für die Funkübertragungen 22, 24 paßt der Rect-Server die Größe der zu
sendenden Pakete optimal an die unterschiedlichen Protokolle an. Die
Anzeigevorrichtung 2 empfängt die Funksignale und gewinnt dabei mit den
Datenpaketen die Graphikdaten 7 der Rechtecke 9 zurück, so daß ein Micro
controller der Anzeigevorrichtung 2 die Aktualisierung 6 des Bildschirms 3
veranlassen kann.
Die Aktualisierung 6 des Bildschirms 3 der Anzeigevorrichtung 2 kann dabei
auf zwei unterschiedlichen Arten erfolgen:
Falls sich das zu ändernde Rechteck 9 bereits im Cache bzw. im Abschnitt
speicher 11 befindet enthält das Datenpaket die Adresse des Rechtecks 9 im
Cache 11 und die Adresse des zu aktualisierenden Bildschirmbereiches. Die
Aktualisierung 6 des Bildschirms 3 erfolgt in diesem Fall sehr schnell, da die
Menge der per Funk zu übertragenden Daten mit nur zwei Adressen und nur
einem Befehl 21 sehr gering ist, und da das Kopieren von Daten innerhalb
des RAM-Speichers der Anzeigevorrichtung 2 sehr schnell erfolgt (Fig. 5a).
Falls sich das zu aktualisierende Rechteck 9 nicht im Cache 11 bzw.
Abschnittspeicher 11 befindet und die Graphikdaten 7 dieses Rechtecks 9
daher per Funk übertragen werden, werden die Graphikdaten 7 des
Rechtecks 9 in der Anzeigevorrichtung 2 dekomprimiert und an die
gesendeten Cache- und Bildschirm-Adressen kopiert. In diesem Fall nimmt
die Aktualisierung 6 des Bildschirms 3 mehr Zeit in Anspruch, da eine
größere Menge 23 von Daten per Funk übertragen werden (Fig. 5b).
Insgesamt kann durch den einerseits fensterweise und andererseits
innerhalb der Fenster 8 abschnittsweise durchgeführten Vergleich 5 der
Graphikdaten eine deutliche Steigerung der Reaktionsgeschwindigkeit bei
der Aktualisierung 6 des Bildschirms 3 der Anzeigevorrichtung 2 erreicht
werden, da die Anzahl der zu übertragenden Datenpakete, die auch
Graphikdaten 7 enthalten, auf ein Minimum reduziert wird.
Claims (41)
1. Verfahren zur Übertragung von Graphikdaten eines Computers an eine
Anzeigevorrichtung, wobei der Computer einen ersten Computerspeicher zur
Speicherung von Graphikdaten und die Anzeigevorrichtung einen Bildschirm
zur Anzeige der Graphikdaten sowie einen als Abschnittspeicher
bezeichneten Speicher zur Speicherung von Graphikdaten umfaßt,
gekennzeichnet durch
folgende Verfahrensschritte:
- - die Graphikdaten (7) des Computers (1) werden in den ersten Computer speicher (13) kopiert,
- - die Graphikdaten (7) werden gegebenenfalls durch einen Benutzer oder durch ein Computerprogramm verändert,
- - die aktuellen und gegebenenfalls veränderten Graphikdaten (7) des Computers (1) werden kontinuierlich abschnittsweise mit der letzten Kopie (12) der Graphikdaten (7) in dem ersten Computerspeicher (13) verglichen,
- - bei einer Abweichung (A) eines aktuellen Abschnitts (9) von der letzten Kopie (12) dieses Abschnitts (9) in dem ersten Computerspeicher (13) wird überprüft, ob der abweichende Abschnitt (9) in der aktuellen Version bereits in dem Abschnittspeicher (11) gespeichert ist, wobei die Graphik daten (7) des abweichenden Abschnitts (9) aus dem Abschnittspeicher (11) an die betreffende Stelle des Bildschirms (3) kopiert werden, falls sie bereits in dem Abschnittspeicher (11) gespeichert sind, oder wobei die Graphikdaten (7) des abweichenden Abschnitts (9) von dem Computer (1) an die Anzeigevorrichtung (2) übertragen, an der betreffenden Stelle des Bildschirms (3) angezeigt und in dem Abschnittspeicher (11) gespeichert werden, falls sie nicht in dem Abschnittspeicher (11) gespeichert gewesen sind,
- - bei einer Abweichung (A) eines aktuellen Abschnitts (9) von der letzten Kopie (12) dieses Abschnitts (9) in dem ersten Computerspeicher (13) wird die Kopie (12) dieses Abschnitts (9) in dem ersten Computerspeicher (13) aktualisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Graphikdaten des Computers in
einem oder mehreren Fenstern anzeigbar sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Datenvergleich (5) der Graphikdaten (7) fensterweise
durchgeführt wird, wobei die Fenster (8) jeweils abschnittsweise verglichen
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
nach der Aktivierung eines Fensters (8a) die Graphikdaten (7) dieses
Fensters (8a) verglichen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fenster (8) nacheinander verglichen werden, wobei ein über einem
oder mehreren anderen Fenster(n) (8) liegendes Fenster (8) vor den
darunterliegenden Fenstern (8) verglichen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Datenvergleich (5) eines inaktiven Fensters (8) unterbrochen wird und
die Graphikdaten (7) des aktiven Fensters (8a) verglichen werden, sobald
eine Änderung der Graphikdaten (7) im aktiven Fenster (8a) stattfindet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Datenvergleich (5) des inaktiven Fensters (8) nach dem Abschluß des
Datenvergleichs (5) des aktiven Fensters (8a) vorzugsweise an der Stelle
fortgesetzt wird, an der er unterbrochen wurde.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß nur die Fenster (8) verglichen werden, von denen
mindestens ein Bereich (15a, 15b) sichtbar ist.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die verglichenen Abschnitte (9) der Graphikdaten (7) des
Computers (1) rechteckig sind.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die verglichenen Abschnitte (9) eine konstante Größe von vorzugsweise 32 ×
32 Pixeln haben.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9 und einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß von einem Fenster (8b), das
von anderen Fenstern (8) teilweise derart verdeckt ist, daß nur ein
rechteckiger Restbereich (15a) sichtbar ist, nur der Restbereich (15a)
verglichen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10 und einem der Ansprüche 2
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fenster (8c), das von
anderen Fenstern (8) teilweise derart verdeckt ist, daß mindestens ein
Restbereich (15b) mit einer von einem Rechteck verschiedenen Form
sichtbar ist, vollständig verglichen wird, wobei in dem verdeckten Bereich des
Fensters (8c) die sichtbaren Graphikdaten (7) des obersten Fensters (8)
verglichen werden.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Bezugspunkt eines Fensters (8), an dem die
Zerlegung in die einzelnen Vergleichsabschnitte (9) beginnt, eine Ecke,
vorzugsweise die linke obere Ecke des Fensters (8) ist.
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach der Eingabe eines Befehls durch ein graphisches
Eingabegerät, insbesondere durch einen Mausklick oder durch die
Berührung eines Touch-Screens, die Graphikdaten (7) im Bereich der
Betätigungsposition des Eingabegerätes, vorzugsweise die Graphikdaten (7)
unterhalb der Betätigungsposition, verglichen und gegebenenfalls übertragen
werden.
14. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß zu den einzelnen Abschnitten (9) von Graphikdaten (7)
ein den Inhalt des jeweiligen Abschnitts (9) eindeutig kennzeichnender
Kennwert (K) gebildet wird, der in einem zweiten Computerspeicher (20)
gespeichert wird, wobei zu jedem in dem Abschnittspeicher (11)
gespeicherten Abschnitt (9) ein zugehöriger Kennwert (K) in dem zweiten
Computerspeicher (20) gespeichert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Abweichung (A) eines aktuellen Abschnitts (9) von der letzten Kopie
(12) dieses Abschnitts (9) in dem ersten Computerspeicher (13) ein den
Inhalt des aktuellen Abschnitts (9)eindeutig kennzeichnender Kennwert (K)
gebildet wird, und daß zur Überprüfung (19), ob der aktuelle Abschnitt (9)
bereits in dem Abschnittspeicher (11) gespeichert ist, der für den aktuellen
Abschnitt (9) gebildete Kennwert (K) mit allen in dem zweiten Computer
speicher (20) gespeicherten Kennwerten (K) verglichen wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeich
net, daß der Kennwert (K) nach einer Hash-Wert-Funktion ermittelt wird,
vorzugsweise nach der Formel K = ((((a) × 33 + b) × 33 + c) × 33 + d). . . usw.,
wobei a, b, c, d, usw. die Farbwerte aller Pixel in einem Abschnitt (9) sind.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine der Anzahl der in dem Abschnittspeicher (11)
gespeicherten Abschnitte (9) entsprechende Anzahl von Kennwerten (K) in
dem zweiten Computerspeicher (20) gespeichert wird, wobei ein neuer und
noch nicht gespeicherter Kennwert (K) jeweils den ältesten Kennwert (K)
ersetzt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anzahl der in dem Abschnittspeicher (11) gespeicherten Abschnitte (9)
bzw. die Anzahl der in dem zweiten Computerspeicher (20) gespeicherten
Kennwerte (K) mindestens so groß, vorzugsweise dreifach so groß ist, wie
diejenige Anzahl von Abschnitten (9), die zur Anzeige aller Graphikdaten (7)
des Bildschirms (3) erforderlich ist.
19. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Graphikdaten (7) der Randbereiche (17) des zu
vergleichenden Fensters (8), deren Höhe und/oder Breite geringer ist als die
Höhe bzw. Breite eines Vergleichsabschnitts (9), bei einer Abweichung (A)
des aktuellen Randbereichs (18) von der letzten Kopie dieses Randbereichs
(18) in dem ersten Computerspeicher (13) von dem Computer (1) an die
Anzeigevorrichtung (2) übertragen und an der betreffenden Stelle des
Bildschirms (3) angezeigt werden.
20. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Übertragung (22) der Graphikdaten von dem
Computer (1) an die Anzeigevorrichtung (2) drahtlos, vorzugsweise über
Funk erfolgt.
21. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, insbesondere nach
Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung
(22) der Graphikdaten (7) von dem Computer (1) an die Anzeigevorrichtung
(2) paketweise erfolgt.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Informationen zu einem veränderten aktuellen Abschnitt (9) in einem
einzigen Datenpaket enthalten sind.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeich
net, daß ein Datenpaket einen Kopierbefehl sowie Informationen über die
Position des aktuellen Abschnitts (9) im Bildschirm (3) und über die Speicher
adresse im Abschnittspeicher (11) enthält, an der der aktuelle Abschnitt (9)
gespeichert ist oder gespeichert wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Datenpaket Informationen über die Graphikdaten (7)
des aktuellen Abschnitts (9) enthält, falls sie nicht in dem Abschnittspeicher
(11) gespeichert sind.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Graphikdaten (7) der Abschnitte (9) in den einzelnen
Datenpaketen vorzugsweise nach dem RLE-Verfahren komprimiert werden,
wobei gegebenenfalls zu einem Farbwert die Anzahl der in x-Richtung
folgenden Pixel des aktuellen Abschnitts (9) mit identischem Farbwert
angegeben wird, und wobei als Anzahl der Wert 0 angegeben wird, falls alle
Pixel des aktuellen Abschnitts (9) einen identischen Farbwert haben.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die Datenpakete unkomprimiert übertragen werden, falls sich durch die
Komprimierung eine Vergrößerung der zu übertragenden Datenmenge
ergibt.
27. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeich
net, daß bei einer Abweichung (A) eines aktuellen Abschnitts (9) von der
letzten Kopie (12) dieses Abschnitts (9) in dem ersten Computerspeicher (13)
der Farbwert derjenigen Pixel des aktuellen Abschnitts (9) als identisch
markiert wird, deren Farbe mit der Farbe der letzten Kopie (12) dieses
Abschnitts (9) identisch ist.
28. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Übertragung (22) der Graphikdaten (7) vom
Computer (1) an die Anzeigevorrichtung (2) ohne Empfangsbestätigung,
insbesondere nach dem UDP-Protokoll erfolgt.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Datenpaket mit einer fortlaufenden Nummer versehen wird.
30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß
von der Anzeigevorrichtung (2) ein Signal an den Computer (1) übertragen
wird, falls von der Anzeigevorrichtung (2) festgestellt wird, daß ein
Datenpaket nicht empfangen wurde, wobei das Signal die nochmalige
Übertragung (22) des fehlenden und aller folgenden Datenpakete vom
Computer (1) an die Anzeigevorrichtung (2) auslöst.
31. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Übertragung (26) von Daten von der Anzeige
vorrichtung (2) an den Computer (1), insbesondere bei nicht empfangenen
Datenpaketen oder bei Steuerdaten nach Eingaben des Benutzers, mit einer
Empfangsbestätigung erfolgt.
32. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der abschnittsweise Vergleich (5) der aktuellen und
gegebenenfalls veränderten Graphikdaten (7) des Computers (1) mit der
letzten Kopie (12) der Graphikdaten (7) in dem ersten Computerspeicher (13)
mittels eines auf dem Computer (1) laufenden Computerprogramms
kontinuierlich ausgeführt wird.
33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß
das Computerprogramm eine API-Programmier-Schnittstelle aufweist.
34. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach dem Einschalten der Anzeigevorrichtung (2) ein
Signal von der Anzeigevorrichtung (2) an den Computer (1) übermittelt wird,
das die Übertragung (22) der aktuellen Graphikdaten (7) des Computers (1)
vom Computer (1) an die Anzeigevorrichtung (2) auslöst, wobei die von der
Anzeigevorrichtung (2) empfangenen Graphikdaten (7) auf dem Bildschirm
(3) dargestellt und in dem Abschnittspeicher (11) abschnittsweise
gespeichert werden.
35. Anzeigevorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie
einen Bildschirm (3) zur Anzeige der Graphikdaten (7) sowie einen
Abschnittspeicher (11) zur Speicherung von Graphikdaten (7) umfaßt.
36. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeich
net, daß der Bildschirm (3) als Touch-Screen zur Eingabe von Daten
ausgebildet ist.
37. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 35 oder 36, dadurch gekenn
zeichnet, daß sie eine Tastatur und/oder eine Maus und/oder einen
Trackball zur Eingabe von Daten bzw. Steuerbefehlen aufweist.
38. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 37, dadurch
gekennzeichnet, daß sie ein Funkmodul zum Empfang und zur
Versendung (26) von Daten von mindestens einem bzw. an mindestens
einen Computer (1) umfaßt.
39. Computer zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
34, dadurch gekennzeichnet, daß er einen ersten Computer
speicher (13) zur Speicherung von Graphikdaten (7) und insbesondere einen
zweiten Computerspeicher (20) zur Speicherung von Kennwerten (K) umfaßt.
40. Computer nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß
er ein Funkmodul zum Empfang und zur Versendung (22) von Daten von
mindestens einer bzw. an mindestens eine Anzeigevorrichtung (2) umfaßt.
41. System zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
34, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens einen
Computer (1) nach Anspruch 39 oder 40 und mindestens eine Anzeige
vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 35 bis 38 umfaßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000143112 DE10043112A1 (de) | 2000-08-31 | 2000-08-31 | Verfahren zum schnellen Bildaufbau, insbesondere bei begrenzten Übertragungsbandbreiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000143112 DE10043112A1 (de) | 2000-08-31 | 2000-08-31 | Verfahren zum schnellen Bildaufbau, insbesondere bei begrenzten Übertragungsbandbreiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10043112A1 true DE10043112A1 (de) | 2002-03-14 |
Family
ID=7654648
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000143112 Withdrawn DE10043112A1 (de) | 2000-08-31 | 2000-08-31 | Verfahren zum schnellen Bildaufbau, insbesondere bei begrenzten Übertragungsbandbreiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10043112A1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5602596A (en) * | 1994-04-08 | 1997-02-11 | U S West Technologies, Inc. | Method for navigating a complex multimedia structure at an interactive user station |
| US5670993A (en) * | 1995-06-07 | 1997-09-23 | Alliance Semiconductor Corporation | Display refresh system having reduced memory bandwidth |
| US5987190A (en) * | 1992-10-01 | 1999-11-16 | Hudson Soft Co., Ltd. | Image processing system including a processor side memory and a display side memory |
-
2000
- 2000-08-31 DE DE2000143112 patent/DE10043112A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5987190A (en) * | 1992-10-01 | 1999-11-16 | Hudson Soft Co., Ltd. | Image processing system including a processor side memory and a display side memory |
| US5602596A (en) * | 1994-04-08 | 1997-02-11 | U S West Technologies, Inc. | Method for navigating a complex multimedia structure at an interactive user station |
| US5670993A (en) * | 1995-06-07 | 1997-09-23 | Alliance Semiconductor Corporation | Display refresh system having reduced memory bandwidth |
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