DE10030064A1 - Motorabgasreinigungsvorrichtung - Google Patents
MotorabgasreinigungsvorrichtungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, das Vorliegen von Bedingungen zu beurteilen, die einen Einfluß auf die Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines NOx-Katalysators ausüben, wodurch, wenn sie vorliegen, die Bestimmung der Leistungsfähigkeit des NOx-Katalysators angehalten wird, um dadurch eine fehlerhafte Beurteilung der Leistungsfähigkeit des NOx-Katalysators zu verhindern. DOLLAR A Die vorstehende Aufgabe wird durch eine Motorabgasreinigungsvorrichtung gelöst, die enthält: eine NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal eines Motors vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis eines Gasgemisches mager ist, und um NOx freizusetzen oder zu reduzieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und eine NOx-Einfangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit der Abgasreinigung einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx-Falle (15), wobei der Betriebszustand der NOx-Falle (15) direkt oder indirekt gemessen wird, und wenn der gemessene Betriebszustand als außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungsleistungsfähigkeit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird. DOLLAR A Außerdem wird die zuvor genannte Aufgabe durch eine Motorabgasreinigungsvorrichtung gelöst, die enthält: eine NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal des Motors (1) vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das ...
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Motorabgasreinigungsvorrichtung.
Es wurde eine Technologie zur Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs des Motors
vorgeschlagen, die einen überhöhten Luftanteil (im folgenden als mager bezeichnet)
bewirkt, der über dem bei einem stöchiometrischen Luft-/Kraftstoffverhältnis (im
folgenden als stöchiometrisch bezeichnet) liegt, um Kraftstoff mager zu verbrennen.
Es wurde zum Beispiel ein System zum Einspritzen von Kraftstoff in der Nähe einer
Einlaßöffnung eines Einlaßkanalabschnitts (Kanaleinspritzung) verwendet, bei dem
die magere Verbrennung bei einem Luft-/Kraflstoffverhältnis von etwa 20 bis 25
verwirklicht wird, und ein Kraftstoffdirekteinspritzsystem (Zylindereinspritzung),
bei dem ein Schichtgemisch gebildet wird, um die extrem magere Verbrennung bei
einem Luft-/Kraftstoffverhältnis von 40 bis 50 zu bewirken. Mit diesen Technologi
en ist es möglich, die magere Verbrennung zu steigern, d. h. die Einlaßluftmenge
und damit den Pumpverlust und den Wärmeverlust zu verringern, wodurch der
Kraftstoffverbrauch verbessert wird.
Im Falle einer stöchiometrischen Verbrennung können jedoch zur Reinigung von
Abgasen die in ihnen enthaltenen HC, CO und NOx durch einen Dreiwegekatalysa
tor gleichzeitig oxidiert und reduziert werden, wohingegen die Reduktion von NOx
bei der mageren Verbrennung schwierig ist, da die Abgase übermäßig viel Sauer
stoff enthalten. Daher wurde eine Motorabgasreinigungsvorrichtung vorgeschlagen,
bei der ein NOx-Absorbent in einem Auslaßkanal vorgesehen ist, um NOx zu ab
sorbieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis eines Gemisches mager ist, und um
NOx freizusetzen, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist (übermäßiger Kraft
stoff), so daß das Luft-/Kraftstoffverhältnis zeitweilig während einer vorgegebenen
Zeitdauer von einem mageren in ein stöchiometrisches oder fettes Luft-/Kraftstoff
verhältnis geändert wird, um das in dem NOx-Absorbent absorbierte NOx freizuset
zen und zu reduzieren.
Bei der zuvor beschriebenen Abgasreinigungsvorrichtung ist es im Hinblick auf eine
Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgaskomponenten wie HC in den
Abgasen wünschenswert, zeitweilig das Luft-/Kraftstoffverhältnis nur für eine der
Menge des absorbierten NOx entsprechenden Zeitdauer in ein stöchiometrisches
oder fettes Verhältnis zu ändern.
In dem japanischen Patent Nr. 2692380 (WO 94/17291) wurde eine Technologie zur
Beurteilung der Beendigung des Freisetzens von NOx vorgeschlagen, wenn das
Luft-/Kraftstoffverhältnis zeitweilig in das stöchiometrische oder fette Verhältnis
geändert wird. In diesem Patent wird die Beendigung des Freisetzens von NOx be
urteilt, wenn sich das Luft-/Kraftstoffverhältnis, das von einem stromab einer NOx-
Falle angebrachten Luft-/Kraftstoffverhältnissensor erfaßt wird, von mager in fett
geändert hat, nachdem das Luft-/Kraftstoffverhältnis von mager auf stöchiometrisch
oder fett umgestellt wurde. Dieses basiert auf der Tatsache, daß das Luft-/Kraftstoff
verhältnis, das von dem stromab der NOx-Falle angebrachten Luft-/Kraftstoffver
hältnissensor erfaßt wird, etwas mager wird, und das von dem Luft-/Kraftstoffver
hältnissensor erfaßte Luft-/Kraftstoffverhältnis nach der Beendigung des Freisetzens
und Reduzierens des in der NOx-Falle absorbierten NOx fett wird, da HC und CO
der stromauf fließenden Abgase zur Reduktion von NOx verbraucht werden, bis das
in der NOx-Falle absorbierte NOx freigesetzt und reduziert wird, sogar wenn das
Luft-/Kraftstoffverhältnis stromauf der NOx-Falle stöchiometrisch oder fett wird.
Eine ähnliche Technologie beschreibt die japanische Offenlegungsschrift Nr.
10-128058 (entspricht U.S.P 5743084), bei der die während einer Zeitdifferenz ein
gefangene NOx-Menge geschätzt wird, bis das Luft-/Kraftstoffverhältnis, das von
dem stromab der NOx-Falle angebrachten Luft-/Kraftstoffverhältnissensor erfaßt
wird, von mager auf fett umgestellt wird, nachdem das Luft-/Kraftstoffverhältnis
von mager auf stöchiometrisch oder fett umgestellt wurde, wodurch die Leistungs
fähigkeit der NOx-Falle überwacht wird.
Es wird jedoch z. B. eine Ausgangswellenform des stromab einer NOx-Falle oder
einer Einfangvorrichtung (im folgenden als "NOx-Falle" bezeichnet) angebrachten
Luft-/Kraftstoffverhältnissensors sogar durch die Sauerstoffspeicherfähigkeit beein
flußt, wenn die in der NOx-Falle eingefangene NOx-Menge dieselbe ist. Dieses
wurde jedoch in dem zuvor genannten Stand der Technik nicht berücksichtigt.
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, das Bestehen von Bedingungen zu be
urteilen, die die Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines NOx-Katalysators beein
flussen, wodurch, wenn sie bestehen, die Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines
NOx-Katalysators angehalten wird, um dadurch eine fehlerhafte Beurteilung der
Leistungsfähigkeit eines NOx-Katalysators zu verhindern.
Die zuvor genannte Aufgabe wird durch eine Motorabgasreinigungsvorrichtung
gelöst, die aufweist: eine Abgaskomponentenfalle, die in einem Auslaßkanal eines
Motors vorgesehen ist und als Falle zum Adsorbieren oder Absorbieren einer Ab
gaskomponente wirkt, und eine Einrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit
der Abgaskomponentenfalle, wobei, die Bestimmung der Leistungsfähigkeit der
Abgaskomponentenfalle durchgeführt oder angehalten wird, wenn zumindest ein
Betriebszustand eines Motorsystems oder der Betriebszustand der Abgaskomponen
tenfalle oder die Einrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit der Abgas
komponentenfalle als außerhalb eines vorgegebenen Betriebsbereichs liegend beur
teilt wird.
Außerdem wird die zuvor genannte Aufgabe durch eine Motorabgasreinigungsvor
richtung gelöst, die aufweist: eine NOx-Falle, die in einem Auslaßkanal eines Mo
tors vorgesehen ist und durch Adsorption oder Absorption bei einem Luft-/Kraft
stoffverhältnis einer mageren Gasmischung NOx in Abgasen einfängt und bei einem
fetten Luft-/Kraftstoffverhältnis NOx freisetzt oder reduziert, und eine NOx-Ein
fangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Abgasreinigungsleistungs
fähigkeit einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx-Falle, wobei der Betriebs
zustand der NOx-Falle direkt oder indirekt gemessen wird und wobei die Bestim
mung der Reinigungsleistungsfähigkeit der NOx-Falle nicht durchgeführt oder an
gehalten wird, wenn der gemessene Betriebszustand als außerhalb eines vorgegebe
nen Bereiches liegend beurteilt wird.
Erfindungsgemäß ist es möglich, eine Motorabgasreinigungsvorrichtung vorzuse
hen, bei der die NOx-Einfangmenge und die Sauerstoffspeicherfähigkeit mit hoher
Genauigkeit getrennt voneinander erfaßt werden können, da das Freisetzen von ge
speichertem Sauerstoff und der Zeitpunkt des Freisetzens des eingefangenen NOx
unabhängig voneinander von einem Ausgang des Luft-/Kraftstoffverhältnissensors
stromab der NOx-Falle zum Einfangen der Abgaskomponenten wie z. B. NOx erfaßt
werden. Für den Fall, daß die Genauigkeit der Erfassung nicht gewährleistet werden
kann, wird die Erfassung nicht durchgeführt oder angehalten, um dadurch eine irr
tümliche Erfassung verhindern zu können.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Motorabgasreinigungs
vorrichtung,
Fig. 2 eine Kennlinie eines Luft-/Kraftstoffverhältnissensors,
Fig. 3 den Aufbau einer ECU,
Fig. 4 eine Tabelle eines äquivalenten Sollverhältnisses für jeden Betriebsbereich,
Fig. 5 eine Darstellung zur Erläuterung einer Beziehung zwischen einer Ausgangs
wellenform eines Luft-/Kraftstoffverhältnisses stromab einer NOx-Falle, wenn ein
NOx-Abführen gesteuert wird, und einem Unterschied in der NOx-Falle,
Fig. 6 eine Darstellung zur Erläuterung eines Verfahrens zur Beurteilung einer Sau
erstoffspeichermenge und einer NOx-Einfangmenge in Abhängigkeit von einer
Ausgangswellenform eines Luft-/Kraftstoffverhältnisses stromab einer NOx-Falle,
wenn ein NOx-Abführen gesteuert wird,
Fig. 7 eine Darstellung einer Beziehung zwischen T2 und der NOx-Einfangmenge,
Fig. 8 eine Darstellung einer Beziehung zwischen T1 und der Sauerstoffspeicher
menge,
Fig. 9 eine Darstellung zur Erläuterung eines Verfahrens zur Beurteilung einer Sau
erstoffspeichermenge und einer NOx-Einfangmenge in Abhängigkeit von einer
Ausgangswellenform eines Luft-/Kraftstoffverhältnisses stromab einer NOx-Falle,
wenn ein NOx-Abführen gesteuert wird, nach dem Stand der Technik,
Fig. 10 eine Darstellung einer Beziehung zwischen Tx und der NOx-Einfangmenge
nach dem Stand der Technik,
Fig. 11 eine Darstellung zur Erläuterung der NOx-Abführsteuerung, der Zeitsteue
rung zur Beurteilung der Verschlechterung usw.,
Fig. 12 ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines Kraftstoffsteuerungsablaufs,
Fig. 13 ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines NOx-Abführsteuerungsablaufs,
Fig. 14 ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines Verschlechterungsbeurteilungsab
laufs,
Fig. 15 ein Flußdiagramm zum Unterlassen einer NOx-Katalysator-(Einfang)-
diagnose und
Fig. 16 ein Flußdiagramm zur Beurteilung der Abnormalität eines Motorsystems.
Wenn z. B. eine NOx-Falle selbst ein O2-Speichervermögen besitzt oder wenn ein
Katalysator oder ähnliches, das ein O2-Speichervermögen besitzt, stromauf und
stromab dicht bei der NOx-Falle angeordnet ist, wird Sauerstoff während eines Ma
gerbetriebs gespeichert, und der Sauerstoff freigesetzt, wenn das Luft-/Kraftstoff
verhältnis von mager auf ein stöchiometrisches oder fettes Luft-/Kraftstoffverhältnis
umgestellt wird. Dementsprechend wird ein Ausgang eines stromab des Katalysa
tors oder von ähnlichem mit O2-Speichervermögen angebrachten Luft-/Kraftstoff
verhältnissensors durch den von diesem freigesetzten Sauerstoff beeinflußt.
Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit fehlerhafter Ergebnisse groß, wenn die
in der NOx-Falle absorbierte NOx-Einfangmenge und die Einfangleistungsfähigkeit
mittels des Luft-/Kraftstoffverhältnissensors geschätzt werden. Wenn z. B. die Sau
erstoffspeichermenge groß ist, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis zeitweilig von
einem mageren auf ein stöchiometrisches oder fettes Luft-/Kraftstoffverhältnis um
gestellt wird, wird die Zeit länger, während der der Ausgang des stromab der NOx-
Falle angebrachten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors mager anzeigt. Daher wird die
NOx-Menge irrtümlicherweise als groß beurteilt. Wenn im Gegensatz dazu die Sau
erstoffspeichermenge gering ist, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis zeitweilig von
einem mageren auf ein stöchiometrisches oder fettes Luft-/Kraftstoffverhältnis um
gestellt wird, zeigt der Ausgang des stromab der NOx-Falle angebrachten Luft-
/Kraftstoffverhältnissensors frühzeitig fett an. Daher wird die NOx-Einfangmenge
irrtümlicherweise als gering beurteilt.
Wenn der Magerbetrieb ausgeführt wird, erreicht die Sauerstoffspeichermenge das
Sauerstoffspeichervermögen innerhalb kurzer Zeit, aber da das Sauerstoffspeicher
vermögen seinerseits aufgrund der Verschlechterung oder ähnlichem ungleichmäßig
wird, ist die Beurteilung wie oben beschrieben möglicherweise fehlerhaft.
Außerdem sind die NOx-Falle mit einem Sauerstoffspeichervermögen oder der Ka
talysator usw. mit einem Sauerstoffspeichervermögen, der stromauf und stromab
dicht bei der NOx-Falle angeordnet ist, in Abhängigkeit von dem Sauerstoffspei
chervermögen einer Oxidationsreaktion von unverbranntem HC, CO ausgesetzt.
Wenn sich dementsprechend das Sauerstoffspeichervermögen verringert, werden
deren Oxidations- und Reduktionsreaktionen schwächer, so daß sich der NOx-Falle
und der Katalysator mit einem Sauerstoffspeichervermögen, der stromauf und
stromab dicht bei der NOx-Falle angeordnet ist, verschlechtern, und es ist demzu
folge wünschenswert, daß das Sauerstoffspeichervermögen unabhängig erfaßt wird.
Außerdem ist in diesem Fall eine Trennung von der NOx-Einfangmenge wie oben
beschrieben notwendig. Die Leistungsfähigkeit der NOx-Falle wird stark von dem
Zustand der NOx-Falle selbst beeinflußt. Darunter fallen z. B. die Temperatur der
NOx-Falle, die O2-Speichermenge, die Leistungsfähigkeit eines Dreiwegekatalysa
tors usw. Außerdem beeinflussen auch die Motorabgaskomponenten (Zusammen
setzungsverhältnis der Komponenten), die Abgasmenge, die Abgastemperatur, das
Luft-/Kraftstoffverhältnis usw. die Leistungsfähigkeit der NOx-Falle. Wenn die
Leistungsfähigkeit einer Erfassungseinrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähig
keit der NOx-Falle verschlechtert ist, beeinflußt dieses außerdem das Ergebnis der
Bestimmung der Leistungsfähigkeit der NOx-Falle.
Erfindungsgemäß wird anhand der Bedingungen, die das Ergebnis der Bestimmung
der Leistungsfähigkeit der NOx-Falle beeinflussen, beurteilt, und eine gegebenen
falls durchgeführte Bestimmung der Leistungsfähigkeit der NOx-Falle wird ange
halten, um dadurch eine fehlerhafte Beurteilung der Leistungsfähigkeit der NOx-
Falle zu verhindern.
Die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im folgenden mit Be
zug auf die Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 ist eine Darstellung des Aufbaus einer Luft-/Kraftstoffverhältnissteuervor
richtung des Motors gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform. In der vor
liegenden Ausführungsform wird ein Direkteinspritzsystem erläutert. Ein Einlaßsy
stem 23 eines Motors 1 weist einen Luftfilter 2, einen Luftmengenmesser 3 zum
Erfassen der Einlaßluftmenge, eine Drosselklappe 4 zum Einstellen der Einlaßluft
menge, eine Drosselklappenansteuereinrichtung 5, einen Drosselöffnungsgradsensor
5a, ein Verwirbelungssteuerventil 6, eine Verwirbelungssteuerventil-Ansteuerein
richtung 7 und ein Einlaßventil 8 auf. Die Verwirbelungssteuerventile 6 sind direkt
vor dem Einlaßventil 8 jedes Zylinders vorgesehen und für einen integrierten Be
trieb ausgelegt. Eine Brennkammer 9 des Motors 1 weist ein Kraftstoffeinspritz
ventil 10 zum direkten Einspritzen von Kraftstoff in die Brennkammer 9, eine
Zündkerze 11 und einen Zylinderdrucksensor 12 auf. Ein Abgassystem 24 des Mo
tors weist ein Auslaßventil 13, einen ersten Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 14, ei
nen NOx-Falle 15 und einen zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 25 auf. Die
Luft-/Kraftstoffverhältnissteuervorrichtung weist außerdem eine auf einer Kurbel
welle des Motors 1 angebrachte Fühlplatte 16, einen Kurbelwinkelsensor 17 zum
Erfassen eines vorstehenden Abschnitts derselben, um dadurch eine Drehzahl und
einen Kurbelwinkel zu erfassen, und einen Gaspedalsensor 19 zum Erfassen eines
Winkels eines Gaspedals auf.
Die erfaßten Werte der jeweiligen Sensoren werden in eine elektronische Steuerein
heit (im folgenden als ECU bezeichnet) 20 eingegeben, die einen Gaspedalwinkel,
eine Einlaßluflmenge, eine Motordrehzahl, einen Kurbelwellenwinkel, einen Zylin
derdruck, einen Drosselöffnungsgrad etc. erfaßt oder berechnet. In Abhängigkeit
von diesen Ergebnissen werden die dem Motor 1 zugeführte Kraftstoffmenge und
die Zeitsteuerung berechnet, um einen Ansteuerimpuls an das Kraftstoffeinspritz
ventil 10 auszugeben, der Öffnungsgrad der Drosselklappe 4 wird berechnet, um ein
Steuersignal an die Drosselklappenansteuereinrichtung 5 auszugeben, und die
Zündzeitsteuerung oder ähnliches wird berechnet, um ein Zündsignal an die Zünd
kerze 11 auszugeben. Außerdem wird z. B. ein Signal an eine Alarmlampe 26 aus
gegeben, um einen Fahrer zu warnen, wenn eine Verschlechterung der NOx-Falle
15 beurteilt wird.
Kraftstoff wird durch eine Kraftstoffpumpe unter Druck von einem nicht gezeigten
Kraftstofftank eingespeist und durch eine Kraftstoffdruckregelung auf einem vorge
gebenen Druck (näherungsweise 5 bis 15 MPa) gehalten und dem Kraftstoffein
spritzventil 10 zugeführt. Eine vorgegebene Kraftstoffmenge wird auf einen von der
ECU 20 ausgegebenen Ansteuerimpuls hin direkt in die Brennkammer 9 einge
spritzt. Die Betriebsarten des Motors 1 umfassen einen stöchiometrischen Betrieb,
einen homogenen Magerbetrieb, einen Schichtbetrieb usw. Beim homogenen Ma
gerbetrieb wird Kraftstoff im Einlaßtakt zur Vermischung mit Luft und zur Ver
brennung eines homogenen Gemisches eingespritzt. Im Schichtbetrieb wird Kraft
stoff im Verdichtungstakt zur Verteilung von Kraftstoff in geschichteter Form im
Gemisch eingespritzt, und Kraftstoff in der Nähe der Zündkerze 11 angesammelt
(um ein fettes Gemisch bereitzustellen).
Von der Drosselklappe 4 eingestellte Einlaßluft fließt in die Brennkammer, wobei
sie durch das Einlaßventil 8 gelangt. Zu dieser Zeit wird die Verwirbelungsstärke
durch das Verwirbelungssteuerventil 6 gesteuert. Normalerweise wird es so einge
stellt, daß die Verwirbelungsstärke im Schichtbetrieb und im homogenen Magerbe
trieb groß und in anderen Betriebsarten niedrig ist. Besonders im Schichtbetrieb
wird Kraftstoff nicht über die gesamte Brennkammer 9 verteilt, sondern aufgrund
der zuvor genannten Kraftstoffeinspritzzeitsteuerung des durch die Verwirbelung
verursachten Luftflusses und der Ausgestaltung eines Hohlraums 22 in der Oberflä
che des Kolbens 21 in der Nähe der Zündkerze 11 angesammelt.
Ein Gemisch aus Kraftstoff und Einlaßluft wird durch die Zündkerze 9 gezündet
und verbrannt. Nach der Verbrennung werden Abgase durch das Auslaßventil 13
zum Abgassystem 24 ausgelassen. Die Abgase fließen in die im Abgassystem 24
angeordnete NOx-Falle 15.
Der erste Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 14 gibt ein der Konzentration des Sauer
stoffs im Abgas stromauf der NOx-Falle 15 entsprechendes Signal aus, um eine Er
fassung des tatsächlichen Luft-/Kraftstoffverhältnisses von dem Ausgang zu ermög
lichen. In Abhängigkeit von dem von dem ersten Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 14
erfaßten tatsächlichen Luft-/Kraftstoffverhältnis wird das Luft-/Kraftstoffverhältnis
des zugeführten Gemisches auf ein Soll-Luft-/Kraftstoffverhältnis rückführgesteu
ert.
Der zweite Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 25 gibt ein der Sauerstoffkonzentration
in den Abgasen stromab der NOx-Falle 15 entsprechendes Signal aus, um eine Er
fassung des tatsächlichen Luft-/Kraftstoffverhältnisses von dem Ausgang zu ermög
lichen. Die durch die NOx-Falle 15 eingefangene NOx-Menge wird in Abhängigkeit
von dem von dem zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 25 erfaßten tatsächlichen
Luft-/Kraftstoffverhältnis beurteilt.
Während in der vorliegenden Ausführungsform als zweiter Luft-/Kraftstoffverhält
nissensor 25 ein sogenannter O2-Sensor verwendet wird, bei dem, wie in Fig. 2 ge
zeigt, das Luft-/Kraftstoffverhältnis in die Nähe eines stöchiometrischen Verhältnis
ses plötzlich geändert wird, um einen Binärwert auszugeben, ist der Sensor nicht
darauf beschränkt. Zum Beispiel kann ein sogenannter Breit-Luft-/Kraftstoffver
hältnissensor eingesetzt werden, bei dem ein im wesentlichen linearer Ausgang ent
sprechend dem Luft-/Kraftstoffverhältnis in Abhängigkeit von der Sauerstoffkon
zentration in den Abgasen erzeugt wird.
Ein nicht gezeigter Kanal und ein nicht gezeigtes AGR-Ventil sind vom Abgassy
stem 24 zum Einlaßsystem 23 führend vorgesehen. Besonders im Schichtbetrieb
wird eine große AGR-Menge eingeleitet, um die Erzeugung von NOx und um die
Verbrennungsgeschwindigkeit zu hemmen.
Fig. 3 zeigt den Aufbau einer ECU 20. Die Signale 35, 5s, 12s, 14s, 25s, 17s und 19s
des zuvor genannten Luftmengenmessers 3, des Drosselklappenöffnungsgradsensors
5a, des Zylinderdrucksensors 12, des ersten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 14,
des zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25, des Kurbelwellenwinkelsensors 17
und des Gaspedalsensors 19 und ein Signal eines nicht gezeigten Zylinderunter
scheidungssensors 27 werden in eine Eingangsschaltung 31 eingegeben. Eine CPU
30 liest anhand eines Programmes und einer in einem ROM 37 gespeicherten Kon
stanten die Eingangssignale über einen Eingangs-/Ausgangskanal 32 aus, um eine
arithmetische Verarbeitung durchzuführen.
Als Ergebnisse der arithmetischen Verarbeitung werden die Zündzeitsteuerung, die
Einspritzansteuerimpulsbreite und -zeitsteuerung, die Drosselklappenöffnungsgrad
befehle und die Verwirbelungssteuerventilöffnungsgradbefehle von der CPU 30 an
eine Zündausgangsschaltung 33, eine Kraftstoffeinspritzventilansteuerschaltung 34,
eine Drosselklappenansteuerschaltung 35 und eine Verwirbelungssteuerventilan
steuerschaltung 36 über den Eingangs-/Ausgangskanal 32 ausgegeben, um die Zün
dung, die Kraftstoffeinspritzung, die Drosselklappenöffnungsgradsteuerung und die
Verwirbelungssteuerventilöffnungsgradsteuerung auszuführen. Außerdem wird z. B.
eine Alarmlampe 26 durch eine Alarmlampenansteuerschaltung 37 eingeschaltet,
wenn eine Verschlechterung der NOx-Falle beurteilt wird. Ein RAM 38 wird zum
Speichern von Eingangssignalwerten, Betriebsergebnissen usw. verwendet.
Anhand eines Programms und einer in dem ROM 37 gespeicherten Konstanten wird
die Kraftstoffeinspritzzeit Ti z. B. durch die folgende Gleichung berechnet und
Kraftstoff von dem Kraftstoffeinspritzventil 10 eingespritzt und dem Motor 1 zuge
führt.
Ti = K . (Qa/Ne) . TGFBA . ALPHA . Kr,
wobei K der von der Kennlinie des Kraftstoffeinspritzventils 10 oder ähnlichem ab
hängiger Koeffizient, Qa die Einlaßluftmenge, Ne die Motordrehzahl, TGFBA das
äquivalente Sollverhältnis eines dem Motor 1 zuzuführenden Gemisches und
ALPHA der Rückführkorrekturkoeffizient sind. Kr ist der Luft-/Kraftstoffverhält
niskorrekturkoeffizient in der Luft-/Kraftstoffverhältnisänderungssteuerung (im fol
genden als NOx-Abführsteuerung bezeichnet) zum zeitweiligen Ändern des Luft-
/Kraftstoffverhältnisses des Abgases von einem mageren in ein stöchiometrisches
oder fettes Luft-/Kraftstoffverhältnis für eine vorgegebene Zeitdauer.
Wenn das äquivalente Sollverhältnis TGFBA gleich 1 ist, ist das dem Motor 1 zuge
führte Gemisch stöchiometrisch. Wenn andererseits TGFBA kleiner als 1 ist, ist das
dem Motor 1 zugeführte Gemisch mager, und wenn TGFBA größer als 1 ist, ist ein
dem Motor 1 zugeführtes Gemisch fett. Das äquivalente Sollverhältnis TGFBA wird
z. B. wie in Fig. 4 gezeigt als Tabelle der Motordrehzahl Ne und einer Last (z. B. ein
in Abhängigkeit von einem Signal des Gaspedalsensors 19 zum Erfassen eines Win
kels des Gaspedals 18 berechnetes Solldrehmoment) in dem ROM 37 gespeichert.
Das heißt, daß in dem Betriebsbereich einer unterhalb der durchgezogenen Linie L
liegenden Last TGAF mager ist, im Betriebsbereich zwischen der durchgezogenen
Linie L und der durchgezogenen Linie R TGFBA gleich 1, d. h. stöchiometrisch ist,
und im Betriebsbereich einer Last oberhalb der durchgezogenen Linie R TGFBA
größer als 1, d. h. fett ist. Außerdem wird im Betriebsbereich einer Last unterhalb
der durchgezogenen Linie L und im Betriebsbereich einer Last unterhalb der ge
punkteten Linie S ein Schichtgemisch gebildet, um die Verbrennung durch ein Ge
misch zu bewirken, das bei dem Luft-/Kraftstoffverhältnis von 40 bis 50 (Schicht
magerbetrieb) äußerst mager ist. Im Betriebsbereich zwischen der durchgezogenen
Linie R und der gepunkteten Linie S wird eine Verbrennung eines beim Luft-/Kraft
stoffverhältnis von 20 bis 25 homogenen und mageren Gemisches bewirkt (homoge
ner Magerbetrieb).
Im stöchiometrischen Betrieb (TGFBA = 1, Kr = 1) wird die Rückführsteuerung in
Abhängigkeit von dem von dem ersten Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 14 erfaßten
tatsächlichen Luft-/Kraftstoffverhältnis so durchgeführt, daß das Luft-/Kraftstoff
verhältnis genau stöchiometrisch ist, und der in der Kraftstoffeinspritzzeit Ti wider
zuspiegelnde Rückführkorrekturkoeffizient ALPHA wird berechnet. ALPHA wird
kleiner, wenn das tatsächliche Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und größer, wenn
das tatsächliche Luft-/Kraftstoffverhältnis mager ist, und bewegt sich normalerweise
um etwa 1,0 herum. ALPHA wird bei anderen Betriebsarten als dem stöchiometri
schen Betrieb auf einen vorgegebenen Wert oder einen Lernwert festgesetzt.
Im Magerbetrieb (TGFBA < 1, Kr = 1) wird in den Abgasen enthaltenes NOx in der
NOx-Falle 15 eingefangen. Wenn die eingefangene NOx-Menge eine vorgegebene
Menge annimmt (innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer), dann sind TGFBA = 1,
Kr ≧ 1, d. h. das Luft-/Kraftstoffverhältnis wird auf einen Zustand umgestellt, daß
die Sauerstoffkonzentration im Stöchiometrischen oder Fetten gering ist (NOx-Ab
führsteuerung), so daß das durch Adsorption oder Absorption in der NOx-Falle 15
durch HC oder CO in den Abgasen eingefangene NOx reduziert oder nach der Frei
setzung reduziert wird. Während im Fall des Direkteinspritzmotors der vorliegenden
Erfindung die Drosselklappe 6 durch die Drosselklappenansteuereinrichtung 5
hauptsächlich in Richtung Schließen betrieben wird, um die Einlaßluftmenge zu
verringern und die zugeführte Kraftstoffmenge zu steuern, wodurch das Luft-/Kraft
stoffverhältnis geändert wird, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis auf ein stöchio
metrisches oder fettes umgestellt wird, wird angemerkt, daß sie nicht auf ein wie
oben beschriebenes Verfahren beschränkt ist.
Der NOx-Falle 15 ist so aufgebaut, daß sie sowohl die sogenannte Dreiwegekataly
satorleistungsfähigkeit zum Gewährleisten des NOx-Einfangens zu einer mageren
Zeit als auch die Abgasreinigungsleistungsfähigkeit zu einer stöchiometrischen Zeit
aufweist. Es wird z. B. Aluminium als Träger verwendet und Alkalimetall und alka
lische Erde wie Natrium Na, Barium Ba oder ähnliches und Edelmetall wie Platin Pt
und Rhodium Rh getragen. Außerdem wird manchmal Zer Ce mit einem Sauer
stoffspeichervermögen zur Verbesserung der sogenannten Dreiwegeleistungsfähig
keit bei Stöchiometrie getragen. Die NOx-Falle 15 adsorbiert oder absorbiert das
NOx zum Einfangen, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis der einfließenden Abgase
mager ist, und das adsorbierte NOx reagiert mit in den Abgasen enthaltenem HC
oder NOx und wird reduziert, wenn die Sauerstoffkonzentration in den Abgasen
geringer wird (z. B. bei stöchiometrischem oder fettem Verhältnis). Das absorbierte
NOx reagiert durch z. B. einen katalytischen Prozeß mit Platin Pt mit HC oder CO in
den Abgasen, nachdem NOx freigesetzt und reduziert wurde. Auf diese Weise kann
die in die Atmosphäre freigelassene NOx-Menge verringert werden. Außerdem
werden im stöchiometrischen Betrieb in den Abgasen enthaltenes HC und Co oxi
diert, z. B. durch einen katalytischen Prozeß mit Platin Pt, und NOx reduziert, wo
durch die Verringerung der Abgaskomponenten ermöglicht wird. Einige NOx-Fal
len bewirken sogar in Abhängigkeit von der Art der NOx-Falle eine Reduktion eines
Teils des NOx durch in den Abgasen enthaltenes HC oder CO, wenn das Luft-
/Kraftstoffverhältnis des einfließenden Gemisches mager ist.
Wie oben beschrieben, wird NOx in der NOx-Falle eingefangen, wenn das Luft-
/Kraftstoffverhältnis des Gemisches mager ist. Jedoch gibt es eine Grenze für das
NOx-Einfangvermögen der NOx-Falle. Wenn die NOx-Falle NOx einfangt, bis die
Einfangkapazität gesättigt ist, kann kein NOx mehr absorbiert werden, gelangt
durch die NOx-Falle und wird in die Atmosphäre freigelassen. Daher ist es not
wendig, NOx von der NOx-Falle 15 freizusetzen, bevor das NOx-Einfangvermögen
der NOx-Falle 15 gesättigt ist. Somit ist es notwendig zu schätzen, wieviel NOx in
der NOx-Falle 15 eingefangen wird. Im folgenden wird ein Verfahren zum Schätzen
der eingefangenen NOx-Menge der NOx-Falle 15 näher erläutert.
Wenn die NOx-Menge (je Zeiteinheit) in den vom Motor 1 abgegebenen Abgasen
anwächst, erhöht sich auch die NOx-Menge (pro Zeiteinheit), die durch Adsorption
oder Absorption in der NOx-Falle 15 eingefangen wird. Da die NOx-Menge (je
Zeiteinheit) in den vom Motor 1 abgegebenen Abgasen im wesentlichen in Abhän
gigkeit von der Motordrehzahl des Motors 1 und der Last bestimmt wird, ist die in
der NOx-Falle 15 eingefangene NOx-Menge (je Zeiteinheit) eine Funktion der Mo
tordrehzahl des Motors 1 und der Last. Dementsprechend wird die in der NOx-Falle
15 eingefangene NOx-Menge (je Zeiteinheit) NOAS im voraus als Funktion der
Motordrehzahl des Motors 1 und der Last gemessen und im voraus in Form einer
Tabelle im ROM 37 gespeichert.
Die geschätzte in der NOx-Falle 15 einzufangende NOx-Menge TNOA kann ent
sprechend der folgenden Gleichung durch Aufsummieren der NOAS zu jeder vor
gegebenen Zeit während der Fortdauer eines Magerbetriebs erhalten werden.
TNOA (neu) = TNOA (alt) + NOAS
In der vorliegenden Ausführungsform wird, bevor die geschätzte in der NOx-Falle
einzufangende NOx-Menge TNOA die Sättigungsabscheidungsmenge TNOAMX
erreicht, das Luft-/Kraftstoffverhältnis des Gemisches zeitweilig stöchiometrisch
oder fett eingestellt, so daß NOx von der NOx-Falle 15 freigesetzt oder reduziert
wird.
Da die in der NOx-Falle 15 eingefangene NOx-Menge (je Zeiteinheit) NOAS von
der Änderung der Zündzeitsteuerung und der Kraftstoffeinspritzzeit beeinflußt wird,
ist es vorzuziehen, daß die Menge mittels dieser Parameter korrigiert wird. Außer
dem wird die in der NOx-Falle 15 eingefangene NOx-Menge (je Zeiteinheit) auch
durch die bereits in der NOx-Falle 15 eingefangene NOx-Menge beeinflußt. Dem
entsprechend kann bei der in der NOx-Falle eingefangenen NOx-Menge (je Zeitein
heit) in dem Zustand, in dem die NOx-Einfangmenge der NOx-Falle 15 selten gera
de NOAS ist, die in der NOx-Falle 15 einzufangende NOx-Menge TNOA z. B.
durch die folgende Gleichung erhalten werden.
TNOA (neu) = TNOA (alt) + (1 - TNOA (alt)/TNOAMX) × NOAS
Das heißt, daß die in der NOx-Falle 15 eingefangene NOx-Menge (je Zeiteinheit)
im wesentlichen proportional zu dem Wert ist, der durch Subtrahieren der bereits
eingefangenen Menge von der Sättigungseinfangmenge erhalten wird.
Außerdem ist eine kleine Menge an SOx in den Abgasen des Motors 1 enthalten, da
Schwefel im Kraftstoff und im Schmieröl des Motors 1 enthalten ist. Das SOx wird
ebenfalls zusammen mit dem NOx in der NOx-Falle 15 eingefangen. Wenn SOx
einmal eingefangen ist, ist es schwer freizusetzen, und da die SOx-Einfangmenge
anwächst, verringert sich schrittweise die NOx-Menge, die in der NOx-Falle einge
fangen werden kann. Dieses bedeutet, daß sich das NOx-Einfangvermögen der
NOx-Falle 15 verschlechtert. Das NOx-Einfangvermögen der NOx-Falle 15 kann
sich sogar aus anderen als den genannten Gründen durch die Hitze während des Be
triebs und durch verschiedene Materialien (Zink Pd, Silicium Si etc.) verschlech
tern. Dementsprechend ist es notwendig zu sehen, wieviel NOx in der NOx-Falle 15
eingefangen werden kann, d. h. die NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX der
NOx-Falle 15 zu erfassen. Dieses wird im folgenden näher erläutert.
Als erstes wird das Verfahren zur Erfassung der tatsächlich in der NOx-Falle 15
eingefangenen NOx-Einfangmenge erläutert. Wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis
des Gemisches zeitweilig stöchiometrisch oder fett eingestellt wird (NOx-Abführ
steuerung), um NOx von der NOx-Falle 15 freizusetzen, werden Abgase, die viel
unverbranntes HC und CO enthalten und eine geringe Sauerstoffkonzentration auf
weisen, von dem Motor 1 ausgegeben.
Wenn die NOx-Falle 15 oder ein Katalysator oder ähnliches mit einem Sauer
stoffspeichervermögen, der oder das stromauf der NOx-Falle 15 angebracht ist, vor
gesehen ist, wird darin gespeicherter Sauerstoff zunächst freigesetzt oder reduziert.
Wenn die Freisetzung oder Reduktion fortschreitet und sich die Sauerstoffkonzen
tration der NOx-Falle 15 verringert, wird das eingefangene NOx freigesetzt oder
reduziert und zur selben Zeit durch unverbranntes HC, CO etc. reduziert. Ein Bei
spiel für Ausgangswellenformen des zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25
bei der NOx-Abführsteuerung ist in Fig. 5 gezeigt. Die Kurven a und b zeigen Aus
gangswellenformen des zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25, wenn sich
bezüglich der Sauerstoffspeichermenge (Sauerstoffspeichervermögen) unterschei
dende NOx-Falle 15 verwendet werden, um die NOx-Einfangmenge dieselbe wer
den zu lassen, wobei Kurve a und Kurve b jeweils ein geringes und ein großes Sau
erstoffspeichervermögen zeigen. Im Magerbetrieb wird Sauerstoff innerhalb einer
kurzen Zeitdauer vollständig bis zum Sauerstoffspeichervermögen gespeichert,
weshalb für diesen Fall die Sauerstoffspeichermenge und das Sauerstoffspeicher
vermögen als dieselben betrachtet werden können. Die Kurven b und c zeigen Aus
gangswellenformen des zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25, wenn eine
NOx-Falle 15 verwendet wird, um die NOx-Einfangmenge zu verändern, wobei die
Kurven b und c jeweils zeigen, daß die NOx-Einfangmenge gering bzw. groß ist. In
diesem Fall ist die Sauerstoffspeichermenge (Sauerstoffspeichervermögen) dieselbe.
Wie in Fig. 6 gezeigt, sind ein Schwellenwert VS1 für mager und ein Schwellenwert
VS2 für fett eingestellt, wobei Ti die Zeit zwischen dem Beginn der NOx-Abführ
steuerung und dem Zeitpunkt anzeigt, zu dem ein Ausgang des zweiten Luft-/Kraft
stoffverhältnissensors 25 VS1 schneidet, und T2 die Zeit zwischen dem Beginn der
NOx-Abführsteuerung und dem Zeitpunkt anzeigt, bei dem ein Ausgang des zwei
ten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25 VS2 schneidet. Die Fig. 7 und 8 zeigen je
weils Beziehungen zwischen der NOx-Einfangmenge und T2 und zwischen der
Sauerstoffspeichermenge und T1 zum Zeitpunkt derselben Betriebsbedingung. Aus
den Zeichnungen ist ersichtlich, daß eine im wesentlichen lineare Beziehung zwi
schen T2 und der NOx-Einfangmenge und zwischen T1 und der Sauerstoffspei
chermenge betrachtet wird.
Bei einer experimentellen Verwendung der NOx-Falle wurde durch das Experiment
bestätigt, daß VS1 und VS2 jeweils auf etwa 0,2 V und etwa 0,8 eingestellt werden,
womit die Sauerstoffspeichermenge und die NOx-Einfangmenge getrennt erfaßt
werden. Es wurde außerdem durch Experiment bestätigt, daß die Zeitsteuerung, zu
der der Ausgang des zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25 VS2 schneidet,
die Zeitsteuerung ist, die die Freisetzung von in der NOx-Falle eingefangenem NOx
beendet. Dementsprechend ist die Abführsteuerung zu beenden, nachdem der Aus
gang des zweiten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25 VS2 schneidet.
Wenn sich der zweite Luft-/Kraftstoffverhältnissensor 25 verschlechtert, verändern
sich die Spannungswerte von VS1 und VS2. Daher ist es z. B. vorzuziehen, daß die
Spannungswerte von VS1 und VS2 entsprechend dem Ausgang beim Magerbetrieb
und dem Ausgang beim fetten Betrieb korrigiert werden.
Aus dem Vorhergehenden wird ersichtlich, daß die Sauerstoffspeichermenge sogar
aus T1 erfaßt werden kann, wenn nur VS1 eingestellt ist.
Fig. 9 zeigt ein Verfahren zum Erfassen der NOx-Einfangmenge gemäß dem Stand
der Technik. Der Schwellenwert VSx (näherungsweise 0,5 V), der die Nähe der
Stöchiometrie zeigt, wird eingestellt, um die Zeit Tx zwischen dem Zeitpunkt, zu
dem der Ausgang VSx schneidet, und dem Beginn der NOx-Abführsteuerung zu
messen. Für diesen Fall ist eine Beziehung zwischen der NOx-Einfangmenge und
Tx in Fig. 10 gezeigt. Wenn die Sauerstoffspeichermenge konstant ist, kann die
NOx-Einfangmenge aus Tx erfaßt werden, aber wenn die Sauerstoffspeichermenge
unterschiedlich ist, kann die NOx-Einfangmenge nicht genau aus Tx erfaßt werden.
Da das durch Adsorption oder Absorption in der NOx-Falle 15 eingefangene NOx
im wesentlichen während T2 freigesetzt oder reduziert wird, ist die in der NOx-
Falle 15 eingefangene NOx-Menge bekannt, wenn die während der Zeitdauer frei
gesetzte oder reduzierte NOx-Menge erhalten wird.
Außerdem werden in den Abgasen enthaltenes HC und CO zur Reduktion von NOx
verwendet, wenn NOx von der NOx-Falle 15 freigesetzt oder reduziert wird. Dem
entsprechend ist die von der NOx-Falle 15 je Zeiteinheit freigesetzte oder reduzierte
NOx-Menge NODS proportional zu der je Zeiteinheit zugeführten Menge von un
verbranntem HC und CO, d. h. der überschüssigen Kraftstoffmenge. Die je Zeitein
heit zugeführte überschüssige Kraftstoffmenge Qfex wird durch die folgende Glei
chung ausgedrückt.
Qfex = k1 . Ti . (Kr - 1)/Kr . Ne = k1 . K . Qa . (Kr - 1),
wobei k1 eine Proportionalitätskonstante bezeichnet, und die anderen die entspre
chenden Größen der Gleichung von Ti bezeichnen. Da die von der NOx-Falle 15 je
Zeiteinheit freigesetzte oder reduzierte NOx-Menge NODS proportional zu Qfex ist,
wenn die Proportionalitätskonstante k2 ist, wird NODS durch die folgende Glei
chung ausgedrückt.
NODS = k2 . Qfex = k . Qa . (Kr - 1),
wobei k = k1 . k2.
Wenn Kr bei der Abführsteuerung außerordentlich groß ist (zu fettes Luft-/Kraft
stoffverhältnis), besteht die Möglichkeit einer Zufuhr übermäßiger Reduktionsreak
tionsgeschwindigkeit von in der NOx-Falle 15 eingefangenem NOx in Abhängigkeit
von der Art der NOx-Falle 15. In diesem Fall gelangt aufgrund eines Fehlers in der
Berechnung der NOx-Einfangmenge ein Teil unverbranntes HC und CO durch die
NOx-Falle 15. Andererseits wird Kr bei der normalen NOx-Abführsteuerung
manchmal auf einen etwas großen Wert (z. B. Kr < 1,1) eingestellt, um die Freiset
zung oder Reduktion von NOx zu beschleunigen. Daher ist beim Erhalt der NOx-
Einfangmenge im Hinblick auf Kr bei der NOx-Abführsteuerung ein Wert vorzu
ziehen (z. B. 1 < Kr < 1,1), der sich von dem bei der normalen NOx-Abführsteue
rung unterscheidet.
Wie oben beschrieben, kann die in der NOx-Falle 15 eingefangene NOx-Menge
durch den Erhalt der Gesamtsumme TNOD über NODS während der Zeitdauer T2
bei der NOx-Abführsteuerung erhalten werden. Das heißt, die Gleichung lautet wie
folgt:
TNOD = ΣNODS (die Gesamtsumme während der Zeitdauer T2) = k . Σ(Qa . (Kr - 1)) (die Gesamtsumme während der Zeitdauer T2).
TNOD = ΣNODS (die Gesamtsumme während der Zeitdauer T2) = k . Σ(Qa . (Kr - 1)) (die Gesamtsumme während der Zeitdauer T2).
In der folgenden Berechnungsgleichung der Menge NODS an von der NOx-Falle 15
freigesetztem NOx ist
NODS = k . Qa . (Kr - 1).
Tatsächlich ist Kr oftmals ein fester Wert (z. B. werden mehrere feste Werte im vor
aus für jede Betriebsart eingestellt). Dementsprechend ist die Gesamtsumme TNOD
über NODS während der Zeitdauer T2 proportional zur Gesamtsumme über Qa
während der Zeitdauer T2. Daraus kann TNOD durch die folgende Gleichung erhal
ten werden.
TNOD = k' . Qave . Kr . T2,
wobei k' eine Proportionalitätskonstante und Qave einen gemittelten Wert von Qa
während T2 bezeichnen.
Zum Erfassen der NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX der NOx-Falle 15 sollte
die in der NOx-Falle 15 bei der NOx-Abführsteuerung eingefangene Menge TNOA
die NOx-Sättigungseinfangmenge sein. Andererseits wird die normale NOx-Abführ
steuerung ausgeführt, wenn die in der NOx-Falle 15 zu absorbierende geschätzte
NOx-Menge TNOA ein Wert TNOAP ist, der kleiner als die NOx-Sättigungsein
fangmenge TNOAMX ist. Aus diesem Grund wird, wie in Fig. 11 gezeigt, norma
lerweise die NOx-Abführsteuerung ausgeführt, wenn die geschätzte NOx-Einfang
menge TNOA gleich TNOAP ist, und nur, wenn die NOx-Sättigungseinfangmenge
TNOAMX erfaßt wird und wenn TNOA vom Wert her etwas größer als die NOx-
Sättigungseinfangmenge TNOAMX ist, wird die NOx-Abführsteuerung ausgeführt.
Dann wird der erfaßte Wert TNOD der NOx-Einfangmenge durch das zuvor ge
nannte Verfahren erhalten, die NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX wird ge
mäß TNOD aktualisiert, und außerdem wird der Schwellenwert TNOAP zum Star
ten der normalen NOx-Abführsteuerung ebenfalls aktualisiert.
Die NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX der NOx-Falle 15 wird durch das
oben beschriebene Verfahren erfaßt. Wenn z. B. die erfaßte NOx-Sättigungseinfang
menge TNOAMX kleiner als ein vorgegebener Wert ist, wird eine SOx-Vergif
tungserholungssteuerung zum Finden von durch SOx verursachten Schäden durch
geführt, und wenn danach die erfaßte NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX
auch kleiner als ein vorgegebener Wert ist, wird eine Verschlechterung der NOx-
Falle 15 beurteilt und die Speicherung eines für die Verschlechterung des NOx-Ka
talysators repräsentativer Code und/oder die Warnung durch Aufleuchten einer
Alarmlampe für einen Fahrer ausgeführt.
Die SOx-Vergiftungserneuerungssteuerung wird durch Anheben der Temperatur der
NOx-Falle 15 auf eine voreingestellte Temperatur von z. B. nicht weniger als 600°C
und Einstellen eines fetten Luft-/Kraftstoffverhältnisses erzielt, um den Betrieb für
eine vorgegebene Zeitdauer fortzusetzen.
Andererseits enthält die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA einen Fehler, da sie
bis zum Ende ein geschätzter Wert ist. Der Fehler rührt z. B. von einer Abweichung
zwischen einem Wert einer Tabelle, in der die in der zuvor genannten NOx-Falle
eingefangene NOx-Menge (vom Motor freigesetzt oder reduziert) voreingestellt ist,
und dem tatsächlichen Wert oder von einer Verschlechterung der NOx-Absorp
tionsleistungsfähigkeit der NOx-Falle 15 her. Dementsprechend ist es z. B. vorzu
ziehen, die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA durch Änderung (Korrigieren)
wie folgt zu verwenden. Das heißt, daß der für die normale NOx-Abführsteuerung
erfaßte Wert TNOD der NOx-Einfangmenge mit dem Schwellenwert TNOAP für
die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA zum Starten der NOx-Abführsteuerung
verglichen wird, so daß die geschätzte NOx-Einfangmenge korrigiert wird, um dem
erfaßten Wert TNOD der NOx-Einfangmenge zu entsprechen.
Genauer gesagt wird z. B. der Koeffizient kc gemäß der folgenden Gleichung erhal
ten und erneut für die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA verwendet.
kc (neu) = kc (alt) . TNOAP/TNOA.
Andererseits kann beurteilt werden, daß der Motor 1 oder die NOx-Falle 15 nicht
normal ist, wenn der oben beschriebene Korrekturkoeffizient kc stark von 1 ab
weicht. Genauer gesagt kann eine Verschlechterung der NOx-Falle 15 beurteilt
werden, wenn kc < 1 und die Abweichung groß ist. Außerdem wird vorzugsweise
die zuvor genannte Beurteilung der Verschlechterung der NOx-Falle zum Zwecke
der Verbesserung der Genauigkeit der Verschlechterungsbeurteilung ausgeführt,
wenn die Verschlechterung der NOx-Falle 15 durch kc beurteilt wird. Im Gegensatz
dazu ist die vom Motor 1 ausgelassene NOx-Menge größer als der voreingestellte
Tabellenwert, d. h. der Motor kann als nicht normal beurteilt werden, wenn kc < 1
und die Abweichung groß ist.
Vorzugsweise werden die zuvor genannte Erfassung der NOx-Sättigungseinfang
menge TNOAMX und die Beurteilung einer Verschlechterung der NOx-Falle 15
nur ausgeführt, wenn die festgelegten Bedingungen vorliegen, z. B. wenn die Tem
peratur der NOx-Falle 15 und die Betriebsbedingungen im festgelegten Bereich lie
gen, oder nach Verstreichen der festgelegten Zeit oder wenn die Verschlechterung
wie oben beschrieben mittels kc beurteilt wird. Die Gründe werden unten erläutert.
Da die NOx-Einfangmenge der NOx-Falle 15 stark von der Temperatur der NOx-
Falle 15 beeinflußt wird, wird die Bedingung betreffend die Temperatur der NOx-
Falle 15 eingestellt. Die NOx-Einfangmenge der NOx-Falle 15 verringert sich so
gar, wenn die Temperatur zu niedrig oder zu hoch ist. Die Temperatur kann direkt
gemessen oder aus der Betriebsbedingung geschätzt werden.
Die Betriebsbedingungen werden z. B. eingestellt, um die Schätzgenauigkeit der ge
schätzten NOx-Einfangmenge TNOA zu verbessern. Da der Magerbetrieb fortge
setzt wird, bis die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA die NOx-Sättigungsein
fangmenge TNOAMX oder mehr annimmt, wenn die geschätzte NOx-Einfangmen
ge kleiner als der tatsächliche Wert geschätzt wird, erhöht sich als Folge davon die
NOx-Menge, die die NOx-Falle 15 durchläuft. Außerdem beginnt die NOx-Abführ
steuerung, bevor die NOx-Einfangmenge die NOx-Sättigungseinfangmenge
TNOAMX annimmt, wenn die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA größer als der
tatsächliche Wert geschätzt wird, was möglicherweise zu einer Beurteilung führt,
daß die NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX kleiner als der tatsächliche Wert
ist. Aus diesem Grund wird der Betriebsbereich, in dem eine Verbrennung stabil ist,
als Bedingung eingestellt.
Zum Erfassen der NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX ist es notwendig, die
NOx-Abführsteuerung durchzuführen, nachdem NOx bis zur NOx-Sättigungsein
fangmenge oder mehr eingefangen wurde, und demzufolge erhöht sich die Menge
des durch die NOx-Falle 15 gelangenden NOx ein wenig. Daher ist es notwendig,
die Frequenz der Erfassung der NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX zu be
grenzen. Genauer gesagt erfolgt die Ausführung nach dem Verstreichen einer vor
gegebenen Zeitdauer nach der vorherigen Erfassung der NOx-Sättigungseinfang
menge TNOAMX, oder die Frequenz zur Ausführung vom Start bis zum Anhalten
des Motors wird begrenzt.
In der obigen Erläuterung wird die NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX mit
dem vorgegebenen Wert zur Beurteilung der Ausführung der SOx-Vergiftungserho
lungssteuerung oder Beurteilung einer Verschlechterung der NOx-Falle 15 vergli
chen. Andererseits kann das folgende von der folgenden Gleichung des erfaßten
Wertes TNOD der NOx-Einfangmenge, der zum Erhalt der NOx-Sättigungseinfang
menge TNOAMX verwendet wird,
TNOD = k . Σ(Qa . (Kr - 1)) (die Gesamtsumme während der Zeitdauer T2)
oder der Gleichung mit Kr als festem Wert
TNOD = k' . Qave . T2
verwendet werden. Das heißt, daß ein Schwellenwert im voraus in einer Tabelle von
Qa und Kr gespeichert wird und der Schwellenwert und T2 zur Beurteilung vergli
chen werden können.
Es wird eine weitere Ausführungsform der Beurteilung der Verschlechterung der
NOx-Falle 15 erläutert. Bei der normalen NOx-Abführsteuerung wird der Schwel
lenwert TNOAP zum Starten der NOx-Abführsteuerung mit einer vorgegebenen
Zeitsteuerung z. B. um einen vorgegebenen Wert angehoben, um TNOAPC bereit
zustellen. Die jeweiligen erfaßten Werte TNOD der NOx-Einfangmenge bei einem
jeweiligen Schwellenwert TNOAP und TNOAPC werden erhalten und eine Diffe
renz zwischen diesen berechnet. Wenn die Differenz nicht größer als ein vorgege
bener Wert ist, wird TNOAP um den vorgegebenen Wert verringert. Wenn der ak
tualisierte TNOAP nicht größer als ein vorgegebener Wert ist, wird eine Verschlech
terung der NOx-Falle 15 beurteilt. Der darauffolgende Ablauf ist ähnlich denen der
zuvor genannten Ausführungsform. In dieser Ausführungsform wird die Tatsache
ausgenutzt, daß sich, wenn die NOx-Einfangmenge innerhalb der NOx-Sättigungs
einfangmenge TNOAMX liegt, die NOx-Einfangmenge auch auf die in der NOx-
Falle 15 fließende NOx-Menge hin ändert. Umgekehrt gesagt wird sich die NOx-
Einfangmenge in der NOx-Falle 15 sogar dann nicht erhöhen, wenn später eine be
liebige Menge an NOx einfließt, wenn die NOx-Einfangmenge die NOx-Sättigungs
einfangmenge TNOAMX erreicht. Das Wesen dieser Erfindung liegt darin, daß eine
Änderung des erfaßten Wertes TNOD der NOx-Einfangmenge bei einer Änderung
der geschätzten NOx-Einfangmenge TNOA untersucht wird, um zu beurteilen, ob
sie die NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX erreicht, wodurch keine anderen
Abläufe eingeschränkt werden.
Fig. 12 ist ein Flußdiagramm, das den erfindungsgemäßen Ablauf der Luft-/Kraft
stoffverhältnissteuerung zeigt. Diese Steuerung wird jeweils zu vorgegebenen Zei
ten (z. B. 20 ms) von einer nicht gezeigten Hauptroutine gestartet.
Zunächst wird im Schritt 100 abgefragt, ob ein Bereich ein Magerbetriebsbereich
ist. Hierbei wird untersucht, ob die Last und die Drehzahl des Motors 1, die Kühl
wassertemperatur und die Fahrzeuggeschwindigkeit innerhalb eines vorgegebenen
Bereichs liegen. Wenn beurteilt wird, daß der Bereich nicht der Magerbetriebsbe
reich ist, wird die Prozedur im Schritt 113 fortgesetzt, in dem 1 zu TGFBA gesetzt
und auch 1 zu Kr gesetzt werden. Das heißt, daß der stöchiometrische Betrieb aus
geführt wird. Danach wird die Prozedur im Schritt 114 fortgeführt, in dem die
Rückführsteuerung des Luft-/Kraftstoffverhältnisses auf der Grundlage eines Aus
gangs des ersten Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 14 ausgeführt wird.
Wenn im Schritt 100 beurteilt wird, daß der Bereich ein Magerbetriebsbereich ist,
wird die Prozedur im Schritt 101 fortgesetzt, in dem der Gegenstandswert (< 1) aus
der in Fig. 4 gezeigten Tabelle mit der Drehzahl und Last des Motors 1 geholt und
als äquivalentes Sollverhältnis TGFBA eingestellt wird. Dann wird die Prozedur im
Schritt 102 fortgeführt, bei dem, wenn ein später beschriebenes Verschlechterungs
beurteilungsanforderungsflag gesetzt ist (= 1), eine Verschlechterungsbeurteilungs
unterroutine (später beschrieben) im Schritt 115 ausgeführt wird, wonach der Steu
erfluß beendet ist. Wenn das Verschlechterungsbeurteilungsflag nicht gesetzt ist,
wird die Prozedur im Schritt 103 fortgeführt. Wenn ein später beschriebenes NOx-
Abführanforderungsbeurteilungsflag gesetzt ist (= 1), wird eine NOx-Abführsteuer
unterroutine (später beschrieben) im Schritt 116 ausgeführt. Dann wird im Schritt
117 ein Zähler CNOP für die Anzahl der Zeiten der normalen NOx-Abführsteue
rung um 1 hochgezählt, wonach dieser Steuerfluß beendet ist. Wenn das NOx-Ab
führanforderungsbeurteilungsflag nicht gesetzt ist, wird die Prozedur im Schritt 104
fortgesetzt, in dem ein Rückführkoeffizient ALPHA = 1 und ein Luft-/Kraftstoff
verhältniskoeffizient Kr = 1 bei der NOx-Abführsteuerung gesetzt werden. Dann
wird die Prozedur im Schritt 105 fortgesetzt, in dem die Kraftstoffeinspritzzeit Ti
durch die folgende Gleichung berechnet wird:
Ti = K . (Qa/Ne) . TGFBA . ALPHA . Kr
= K . (Qa/Ne) . TGFBA.
Das heißt, daß der Magerbetrieb gemäß dem äquivalenten Sollverhältnis TGFBA
auszuführen ist.
Im nächsten Schritt 106 wird, während der Magerbetrieb andauert, die geschätzte
NOx-Einfangmenge TNOA aufsummiert und durch die folgende Gleichung erhal
ten.
TNOA (neu) = TNOA (alt) + kc . NOAS.
Hierbei wird NOAS aus der Tabelle oder ähnlichem, gemäß der Betriebsbedingung
des Motors 1 Voreingestellten berechnet. kc bezeichnet den geschätzten Fehlerkor
rekturkoeffizienten.
Im nächsten Schritt 107 wird abgefragt, ob der Zähler CNOP für die Anzahl der
Zeiten der normalen NOx-Abführsteuerung nicht kleiner als der Beurteilungswert
KNOP ist. Ist dieses der Fall, wird beurteilt, daß eine Beurteilung der Verschlechte
rung der NOx-Falle 15 notwendig ist und die Prozedur im Schritt 110 fortgesetzt.
Hier wird abgefragt, ob die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA überschreitet
(gesättigte NOx-Einfangmenge TNOAMX + α). Im Falle des Überschreitens wird
im Schritt 111 ein Verschlechterungsbeurteilungsanforderungsflag gesetzt (= 1) und
der Zähler CNOP für die Anzahl der Zeiten der normalen NOx-Abführsteuerung
gelöscht. Für den Fall, daß keine Überschreitung vorliegt, ist dieser Steuerfluß be
endet.
Wenn im Schritt 107 CNOP kleiner als der Beurteilungswert KNOP ist, wird im
Schritt 108 die Startbedingung der normalen NOx-Abführsteuerung untersucht.
Hierbei wird abgefragt, ob die geschätzte NOx-Einfangmenge TNOA den NOx-
Abführschwellenwert TNOAP überschreitet. Im Falle des Überschreitens wird im
Schritt 109 das NOx-Abführanforderungsflag gesetzt (= 1). Für den Fall, daß kein
Überschreiten vorliegt, ist dieser Steuerfluß beendet.
Die Beurteilung der Verschlechterung ist durch die vorgenannten Abläufe jeweils zu
Zeiten durchzuführen, zu denen die normale NOx-Abführsteuerung KNOP-mal
ausgeführt wird.
Fig. 13 ist ein Flußdiagramm, das den normalen erfindungsgemäßen NOx-Abführ
steuerablauf zeigt. Wenn, wie in Fig. 12 gezeigt, das NOx-Abführsteueranforde
rungsflag von dem Steuerfluß gesetzt ist, wird er als Unterroutine gestartet.
Zunächst werden im Schritt 200 der Rückführkoeffizient ALPHA = 1 und das äqui
valente Sollverhältnis TGFBA = 1 dargestellt und der Luft-/Kraftstoffverhältnis
korrekturkoeffizient Kr bei der NOx-Abführsteuerung gesetzt. Außerdem wird eine
Korrektursteuerung der Zündzeitsteuerung oder ähnlichem ausgeführt, um die
Wucht aufgrund der Änderung des erzeugten Drehmomentes des Motors 1 durch die
Änderung des Luft-/Kraftstoffverhältnisses zu verringern. Wenn die Betriebsart vor
dem Beginn der NOx-Abführsteuerung der Schichtbetrieb ist (der äußerst magere
Verbrennungsbetrieb bei einem Luft-/Kraftstoffverhältnis von näherungsweise 40
bis 50 mit einer ausgebildeten Schichtmischung), wird eine weitere Steuerung zum
Umstellen des Betriebes auf den homogen Betrieb (der Betrieb zur homogenen
Kraftstoffversorgung) ausgeführt. Zu diesem Zweck werden die Steuerung eines
Öffnungsgrades des Verwirbelungssteuerventils 6, die Steuerung der AGR-Menge
und die Steuerung der Änderung der Kraftstoffeinspritzzeitsteuerung und der Ver
ringerung der Einlaßluftmenge ausgeführt.
Danach wird im Schritt 201 die Kraftstoffeinspritzzeit Ti durch die folgende Glei
chung berechnet.
Ti = K . (Qa/Ne) . TGFBA . ALPHA . Kr
= K . (Qa/Ne) . Kr.
Im darauffolgenden Schritt 202 wird abgefragt, ob der Ausgang Vo des zweiten
Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25 VS2 überschreitet. Liegt kein Überschreiten
vor, wird im darauffolgenden Schritt 202 abgefragt, ob Vo VS1 überschreitet. Liegt
kein Überschreiten von VS1 vor, wird eine Freisetzung oder Reduktion von NOx
nicht begonnen (gespeicherter Sauerstoff wird freigesetzt oder reduziert), und daher
ist dieser Steuerfluß beendet. Im Falle des Überschreitens von VS1 wird NOx frei
gesetzt oder reduziert und daher im darauffolgenden Schritt 204 ΔT zu T2 addiert
(Steuerstartzeitdauer) (kann jeweils um 1 addiert werden). Danach werden im
Schritt 205 jeweils ein aufsummierter Wert SQa einer Luftdurchflußrate Qa und ein
aufsummierter Zeitzähler CQa aktualisiert.
Wenn im Schritt 202 Vo VS2 überschreitet, wird die Freisetzung oder Reduktion
von NOx beendet und daher der Schritt 206 zur Beendigung des Ablaufs ausgeführt.
Zu dieser Zeit ist T2 der durch Messen der Zeit zwischen VS1 und VS2 erhaltene
Wert. Im Schritt 206 wird das NOx-Abführanforderungsflag gelöscht (= 0) und im
darauffolgenden Schritt 207 eine mittlere Luftdurchflußrate Qave während der Frei
setzung von NOx durch die folgende Gleichung berechnet.
Qave = SQa/CQa.
Im darauffolgenden Schritt 208 wird der erfaßte Wert TNOD der NOx-Einfangmen
ge durch die folgende Gleichung berechnet.
TNOD = k' . Qave . Kr . T2.
Im darauffolgenden Schritt 209 wird der geschätzte Fehlerkorrekturkoeffizient kc
durch die folgende Gleichung berechnet.
Kc (neu) = kc (alt) . TNOAP/TNOA.
Im nächsten Schritt 210 werden TNOD, TNOA, T2, SQa und CQa initialisiert, wo
nach dieser Steuerfluß beendet ist. Wenn die Betriebsart vor dem Beginn der NOx-
Abführsteuerung der Schichtbetrieb ist, wird auch die Steuerung zur Umstellung des
Betriebes vom homogenen Betrieb auf den Schichtbetrieb ausgeführt, wonach dieser
Steuerfluß beendet ist.
Fig. 14 ist ein Flußdiagramm, das den erfindungsgemäßen Verschlechterungsbeur
teilungsablauf zeigt. Wenn von dem in Fig. 12 gezeigten Steuerfluß ein Verschlech
terungsbeurteilungsanforderungsflag gesetzt ist, wird er als Unterroutine gestartet.
Zunächst werden im Schritt 300 der Rückführkoeffizient ALPHA = 1 und das äqui
valente Sollgewichtsverhältnis TGFBA = 1 und der Luft-/Kraftstoffverhältniskor
rekturkoeffizient Kr bei der NOx-Abführsteuerung gesetzt. Außerdem wird die Kor
rektursteuerung der Zündzeitsteuerung ausgeführt, um die Wucht aufgrund der
durch eine Änderung des Luft-/Kraftstoffverhältnisses verursachten Änderung des
erzeugten Drehmoments des Motors 1 zu mindern. Man beachte, daß, wenn die Be
triebsart vor dem Beginn der NOx-Abführsteuerung ein Schichtbetrieb ist (der äu
ßerst magere Verbrennungsbetrieb bei einem Luft-/Kraftstoffverhältnis von etwa 40
bis 50 mit einer ausgebildeten Schichtmischung), wird ebenfalls eine Steuerung der
Umschaltung des Betriebes auf einen homogenen Betrieb (der Betriebsart für ho
mogene Kraftstoffversorgung) ausgeführt. Aus diesem Grund wird auch eine Steue
rung wie z. B. die Steuerung eines Öffnungsgrads des Verwirbelungssteuerventils 6,
die Steuerung der AGR-Menge, die Änderung der Kraftstoffeinspritzzeitsteuerung,
der Einlaßluftmenge usw. ausgeführt.
Danach wird im Schritt 301 die Kraftstoffeinspritzzeit Ti anhand der folgenden
Gleichung berechnet.
Ti = K . (Qa/Ne) . TGFBA . ALPHA . Kr
= K . (Qa/Ne) . Kr.
Im darauffolgenden Schritt 302 wird abgefragt, ob der Ausgang Vo des zweiten
Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 25 VS2 überschreitet. Liegt kein Überschreiten
vor, wird im nächsten Schritt 302 überprüft, ob Vo VS1 überschreitet. Liegt kein
Überschreiten von VS1 vor, wird eine Freisetzung oder Reduktion von NOx nicht
begonnen (gespeicherter Sauerstoff wird freigesetzt oder reduziert) und daher dieser
Steuerfluß beendet. Im Falle eines Überschreitens von VS1 wird NOx freigesetzt
oder reduziert und daher im nachfolgenden Schritt 304 ΔT zu T2 addiert (Steuer
startzeitdauer) (kann jeweils um 1 addiert werden). Danach werden jeweils im
Schritt 305 ein aufsummierter Wert SQa einer Luftdurchflußrate Qa und ein auf
summierter Zeitzähler CQa aktualisiert.
Wenn im Schritt 302 Vo VS2 überschreitet, wird die Freisetzung oder Reduktion
von NOx beendet und daher die Prozedur im Schritt 306 zur Beendigung des Ab
laufs fortgeführt. Zu dieser Zeit ist T2 der Wert, der durch Messen der Zeit zwi
schen VS1 und VS2 erhalten wird. Im Schritt 306 wird das NOx-Abführanforde
rungsflag gelöscht (= 0) und im darauffolgenden Schritt 307 eine mittlere Luftfluß
rate Qave während der Freisetzung von NOx anhand der folgenden Gleichung be
rechnet.
Qave = SQa/CQa.
Im darauffolgenden Schritt 308 wird der erfaßte Wert TNOD der NOx-Einfangmen
ge anhand der folgenden Gleichung berechnet.
TNOD = k' . Qave . Kr . T2.
Im darauffolgenden Schritt 309 wird die NOx-Sättigungseinfangmenge TNOAMX
gemäß TNOD aktualisiert, und der Schwellenwert TNOAP zu Beginn der normalen
NOx-Abführsteuerung wird ebenfalls aktualisiert. Genauer gesagt wird die folgende
Gleichung verwendet.
TNOAMX = TNOD
TNOAP = kp . TNOD,
wobei Kp eine Konstante ist, deren Wert 0,6 bis 0,8 beträgt.
Im darauffolgenden Schritt 310 werden TNOD, TNOA, T2, SQa und CQa initiali
siert.
Im nächsten Schritt 311 wird abgefragt, ob TNOAMX kleiner als der Verschlechte
rungsbeurteilungsschwellenwert KNOASL ist. Wenn er klein ist, wird im Schritt
312 ein Verschlechterungsbeurteilungsflag gesetzt (= 1), und wenn er nicht klein ist,
wird im Schritt 312 das Verschlechterungsbeurteilungsflag gelöscht (= 0), wonach
dieser Steuerfluß beendet ist. Wenn die Betriebsart vor dem Beginn der NOx-Ab
führsteuerung ein Schichtbetrieb ist, wird die Steuerung zur Umstellung der Be
triebsart vom homogenen Betrieb auf den Schichtbetrieb ausgeführt, wonach dieser
Steuerfluß beendet ist.
Wenn das Verschlechterungsbeurteilungsflag gesetzt ist, wird durch eine nicht ge
zeigte Steuerung ein für eine Verschlechterung der NOx-Falle 15 repräsentativer
Code gespeichert, und die Warnung an einen Fahrer, wie z. B. ein Anschalten einer
Alarmlampe ausgeführt.
Während das Vorangehende eine Ausführungsform in Verbindung mit einer Ein
richtung zum Diagnostizieren der NOx-Falle zum Einfangen von NOx in den Ab
gaskomponenten aufweist, ist anzumerken, daß eine ähnliche Anwendung für die
HC-Falle zum Einfangen von HC möglich ist. Außerdem wird die Diagnose von
Einfangmaterialien wie die der NOx-Falle und einer MC-Falle unter für die Diagno
se geeigneten Bedingungen durchgeführt, um dadurch ihre Genauigkeit zu verbes
sern. Mit anderen Worten, wenn die geeigneten Bedingungen für eine Diagnose
nicht gegeben sind, kann gesagt werden, daß eine Nichtausführung der Diagnose die
Prozedur zur Verhinderung einer fehlerhaften Diagnose ist. Im folgenden wird die
Prozedur zur Verhinderung einer fehlerhaften Diagnose beim Diagnostizieren der
Leistungsfähigkeit des Einfangmaterials wie der NOx-Falle beschrieben.
Fig. 15 zeigt die Bedingungen zum Ausführen einer Diagnose des Einfangmaterials.
Im Schritt 1501 wird die Beurteilung des Motorsystems durchgeführt, um zu beur
teilen, ob der Zustand ein Zustand des in das zu diagnostizierende Einfangmaterial
eingegebenen Abgases ist, z. B. ein Zustand, in dem das Luft-/Kraftstoffverhältnis,
die Abgasmenge, die Abgaskomponente oder ähnliches für eine Diagnose geeignet
sind. Das heißt, wenn sich der Zustand des in das Einfangmaterial gegebenen Abga
ses ändert, besteht die Möglichkeit, daß ein schlechter Einfluß auf das Diagnoseer
gebnis ausgeübt wird, was zu einer fehlerhaften Diagnose führt. Die betrachteten
Inhalte des Schrittes 1501 enthalten Abnormitäten des Luftmengenmessers 3, des
Drosselklappenöffnungsgradsensors 25, des Zylinderdrucksensors 12, des ersten
Luft-/Kraftstoffverhältnissensors 14, des Kurbelwellenwinkelsensors 17, des Be
schleunigungssensors 19 etc., und zusätzlich Abnormitäten des Kraftstoffdrucks, der
Zündzeitsteuerung, der zugeführten Kraftstoffmenge (z. B. Fehler im Luft-/Kraft
stoffverhältnis jedes Zylinders), des Verbrennungsdrucks, der Abgastemperatur, des
AGR-Systems und der Leistungsfähigkeit eines stromauf des Einfangmaterials an
gebrachten Katalysators. Wenn außerdem die Motordrehzahl, die Motorlast usw.
Zustände sind, die für eine Diagnose geeignet sind, werden sie ebenfalls beurteilt.
Dieses kommt daher, daß eine große Wahrscheinlichkeit der Beeinflussung des Er
gebnisses der Diagnose des Einfangmaterials auch dann besteht, wenn die Abgas
menge einen festen Bereich, zu groß oder zu klein, überschreitet. Fig. 16 zeigt ein
Beispiel eines Flußdiagramms zur Beurteilung, ob der Zustand des Motorsystems in
einem für die Diagnose der NOx-Falle geeigneten Zustand ist.
Wenn im Schritt 1502 der Fig. 15 beurteilt wird, daß das Motorsystem wie oben
beschrieben nicht normal ist, wird die Bestimmung der Leistungsfähigkeit des Ein
fangmaterials im Schritt 1507 übersprungen. Außerdem wird im Schritt 1503 beur
teilt, ob das Einfangmaterial selbst in einem für die Bestimmung der Leistungsfä
higkeit geeigneten Zustand ist. Ein Element ist z. B. die Temperatur des Einfangma
terials, aber im tatsächlich angewendeten Beispiel wird die Temperatur des Abgases
stromauf oder stromab des Einfangmaterials indirekt oder die Temperatur innerhalb
des Einfangmaterials direkt gemessen, um den Zustand des Einfangmaterials zu be
urteilen. Genauer gesagt wird Schritt 1507 übersprungen, wenn die direkt oder indi
rekt gemessene Temperatur des Einfangmaterials nicht innerhalb des festen Berei
ches liegt (300°C bis 400°C in der vorliegenden Ausführungsform, obwohl dieser
in Abhängigkeit von der Qualität des Einfangmaterials unterschiedlich ist). Als an
deres Element wird z. B. die andere Leistungsfähigkeit des Einfangmaterials (z. B.
die Umwandlungseffizienz von anderen Abgaskomponenten als die eingefangenen)
in Betracht gezogen.
Schließlich wird Schritt 1507 übersprungen, wenn im Schritt 1505 erfaßt wird, daß
die Diagnoseeinrichtung für das Einfangmaterial für eine Diagnose nicht geeignet
ist.
Während eine Beschreibung der vorliegenden Erfindung anhand eines Beispiels ei
nes Direkteinspritzbenzinmotors durchgeführt wurde, ist diese nicht darauf be
schränkt. Das Beurteilungsverfahren für die NOx-Falle mittels eines Luft-/Kraft
stoffverhältnissensors stromab der NOx-Falle, die den wesentlichen Teil der vorlie
genden Erfindung aufweist, kann bei einem Kanaleinspritzbenzinmotor oder sogar
dem Dieselmotor angewendet werden. Während außerdem bei der vorliegenden Er
findung unter Umständen, die für eine Bestimmung der Leistungsfähigkeit des Ein
fangmaterials nicht geeignet sind, die Bestimmung der Leistungsfähigkeit des Ein
fangmaterials nicht durchgeführt oder angehalten wird, kann das Ergebnis der Be
stimmung der Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit von den Umständen korrigiert
werden. Während sich die vorliegende Erfindung hauptsächlich auf eine NOx-Falle
bezieht, kann die Prozedur der vorliegenden Anwendung auch zu Zwecken der Ver
besserung der Diagnosegenauigkeit für die HC-Falle zum Adsorbieren oder Absor
bieren von HC in den Abgaskomponenten angewendet werden.
Da die Freisetzung von gespeichertem Sauerstoff und die Zeitsteuerung der Freiset
zung von eingefangenem NOx durch den Ausgang des Luft-/Kraftstoffverhältnis
sensors stromab der NO-Falle zum Einfangen von NOx getrennt erfaßt werden, ist
es erfindungsgemäß möglich, eine Motorabgasreinigungsvorrichtung vorzusehen,
die in der Lage ist, die NOx-Einfangmenge und das Sauerstoffspeichervermögen
getrennt voneinander mit guter Genauigkeit zu erfassen. Unter den Umständen, daß
die zuvor genannte Erfassungsgenauigkeit nicht gewährleistet werden kann, ist es
möglich, eine irrtümliche Erfassung durch Unterlassen oder Anhalten des Erfas
sungsbetriebs zu verhindern.
Claims (8)
1. Motorabgasreinigungsvorrichtung mit:
einer Abgaskomponentenfalle (15) mit einer Einfangfunktion, die in einem Aus laßkanal eines Motors (1) vorgesehen ist und eine Abgaskomponente adsorbiert oder absorbiert, und
einer Einrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit der Abgaskomponen tenfalle,
wobei, wenn zumindest ein Betriebszustand des Motorsystems oder der Betriebs zustand der Abgaskomponentenfalle oder die Einrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit der Abgaskomponentenfalle als außerhalb eines vorgegebenen Betriebsbereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Leistungsfähigkeit der Abgaskomponentenfalle nicht durchgeführt oder angehalten wird.
einer Abgaskomponentenfalle (15) mit einer Einfangfunktion, die in einem Aus laßkanal eines Motors (1) vorgesehen ist und eine Abgaskomponente adsorbiert oder absorbiert, und
einer Einrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit der Abgaskomponen tenfalle,
wobei, wenn zumindest ein Betriebszustand des Motorsystems oder der Betriebs zustand der Abgaskomponentenfalle oder die Einrichtung zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit der Abgaskomponentenfalle als außerhalb eines vorgegebenen Betriebsbereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Leistungsfähigkeit der Abgaskomponentenfalle nicht durchgeführt oder angehalten wird.
2. Motorabgasreinigungsvorrichtung mit:
einer NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal eines Motors vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das Luft- /Kraftstoffverhältnis eines Gasgemisches mager ist, und um NOx freizusetzen oder zu reduzieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und
eine NOx-Einfangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Leistungs fähigkeit der Abgasreinigung einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx- Falle (15),
wobei der Betriebszustand der NOx-Falle (15) direkt oder indirekt gemessen wird, und wenn der gemessene Betriebszustand als außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungsleistungsfähig keit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
einer NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal eines Motors vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das Luft- /Kraftstoffverhältnis eines Gasgemisches mager ist, und um NOx freizusetzen oder zu reduzieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und
eine NOx-Einfangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Leistungs fähigkeit der Abgasreinigung einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx- Falle (15),
wobei der Betriebszustand der NOx-Falle (15) direkt oder indirekt gemessen wird, und wenn der gemessene Betriebszustand als außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungsleistungsfähig keit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
3. Motorabgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 2, bei der als Betriebszustand
der NOx-Falle (15) die innere Temperatur der NOx-Falle (15) direkt oder indirekt
gemessen wird, und wenn die gemessene Temperatur als außerhalb eines vorge
gebenen Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungslei
stungsfähigkeit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
4. Motorabgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 2, bei der das innere Luft-
/Kraftstoffverhältnis der NOx-Falle (15) direkt oder indirekt gemessen wird, und
wenn das gemessene Luft-/Kraftstoffverhältnis als außerhalb eines vorgegebenen
Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungsleistungsfähig
keit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
5. Motorabgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 2, bei der das Komponenten
verhältnis der inneren Abgase der NOx-Falle (15) direkt oder indirekt gemessen
wird, und wenn das gemessene Komponentenverhältnis als außerhalb eines vor
gegebenen Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungslei
stungsfähigkeit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
6. Motorabgasreinigungsvorrichtung mit:
einer NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal eines Motors vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das Luft- /Kraftstoffverhältnis eines Gemisches mager ist, und um NOx freizusetzen oder zu reduzieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und
einer NOx-Einfangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Lei stungsfähigkeit der Abgasreinigung einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx-Falle (15),
wobei ein Betriebszustand eines Motorsystems direkt oder indirekt gemessen wird, und wenn der gemessene Betriebszustand als außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungsleistungsfähig keit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
einer NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal eines Motors vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das Luft- /Kraftstoffverhältnis eines Gemisches mager ist, und um NOx freizusetzen oder zu reduzieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und
einer NOx-Einfangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Lei stungsfähigkeit der Abgasreinigung einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx-Falle (15),
wobei ein Betriebszustand eines Motorsystems direkt oder indirekt gemessen wird, und wenn der gemessene Betriebszustand als außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungsleistungsfähig keit der NOx-Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
7. Motorabgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 6, bei der als Betriebssystem
des Motorsystems, wenn ein Motorparameter, der zumindest die Abgastempera
tur des Motors, das Abgasluft-/Kraftstoffverhältnis, die Abgaskomponente und/
oder die Abgasmenge beeinflußt, als außerhalb eines vorgegebenen Bereichs lie
gend beurteilt wird, die Bestimmung der Reinigungsleistungsfähigkeit der NOx-
Falle (15) nicht durchgeführt oder angehalten wird.
8. Motorabgasreinigungsvorrichtung mit:
einer NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal eines Motors (1) vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis eines Gemisches mager ist, und um NOx freizusetzen oder zu reduzieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und
einer NOx-Einfangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Lei stungsfähigkeit der Abgasreinigung einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx-Falle (15),
wobei der Betriebszustand der NOx-Einfangleistungsfähigkeitsbestimmungsein richtung direkt oder indirekt beurteilt wird und die Bestimmung der Leistungsfä higkeit der Reinigung der NOx-Falle (15) in Abhängigkeit von dem beurteilten Betriebszustand nicht durchgeführt oder angehalten wird.
einer NOx-Falle (15), die in einem Auslaßkanal eines Motors (1) vorgesehen ist, um NOx in Abgasen durch Adsorption oder Absorption einzufangen, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis eines Gemisches mager ist, und um NOx freizusetzen oder zu reduzieren, wenn das Luft-/Kraftstoffverhältnis fett ist, und
einer NOx-Einfangmengenbeurteilungseinrichtung zum Bestimmen der Lei stungsfähigkeit der Abgasreinigung einschließlich der NOx-Einfangmenge der NOx-Falle (15),
wobei der Betriebszustand der NOx-Einfangleistungsfähigkeitsbestimmungsein richtung direkt oder indirekt beurteilt wird und die Bestimmung der Leistungsfä higkeit der Reinigung der NOx-Falle (15) in Abhängigkeit von dem beurteilten Betriebszustand nicht durchgeführt oder angehalten wird.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |