Die Erfindung betrifft eine Axialkolbenmaschine,
insbesondere einen Kompressor, mit in einem Zylin
derblock geführten Axialkolben, an denen jeweils
ein Schubelement mit seinem ersten Ende schwenkbar
angelenkt ist, und mit einem Taumelscheibenantrieb
für die Axialkolben, der eine drehantreibbare
Schwenkscheibe und ein Halteelement für die zweiten
Enden der Schubelemente umfasst, wobei das Halte
element gegenüber der Schwenkscheibe drehentkoppelt
ist, wobei von dem Halteelement ein erster Fortsatz
ausgeht, der die Schwenkscheibe in axialer Richtung
zumindest teilweise durchgreift.
Axialkolbenmaschinen werden als Pumpen oder Kom
pressoren realisiert. Derartige Maschinen weisen
einen Zylinderblock auf, in dem zumindest ein Axi
alkolben geführt ist. An dem Axialkolben greift ein
Schubelement mit seinem ersten Ende an. Das Schub
element ist bezüglich des Axialkolbens schwenkbar.
Ferner weist die Axialkolbenmaschine als Triebwerk
einen Taumelscheibenantrieb für die Axialkolben
auf. Der Taumelscheibenantrieb besitzt eine dreh
antreibbare Schwenkscheibe oder Schrägscheibe und
ein mit dieser Scheibe nicht mitrotierendes Halte
element, mit dem das zweite Ende des Schubelements
an der Schwenkscheibe gehalten wird. Zwischen
Schwenk- beziehungsweise Schrägscheibe und Halteelement
ist noch eine Taumelscheibe angeordnet, die
von dem Halteelement und der Scheibe drehentkoppelt
ist.
Eine gattungsgemäße Axialkolbenmaschine, die als
Kompressor ausgebildet ist, ist aus der
DE 28 39 662 C2 bekannt. Das Schubelement weist an
seinen beiden Enden jeweils einen Kugelkopf auf,
der in eine entsprechende Kugelaufnahme am Kolben
und an der Taumelscheibe angelenkt ist. Die Taumel
scheibe ist gegenüber der drehangetriebenen Schräg
scheibe mittels einer Führungseinrichtung drehent
koppelt, wobei diese Führungseinrichtung an der
Taumelscheibe und an dem Gehäuse der Axialkolbenma
schine angreift. Außerdem weist dieser bekannte
Taumelscheibenantrieb noch das Halteelement auf,
das die Taumelscheibe an der Schrägscheibe hält, um
bei einer Rückwärtsbewegung des Kolbens ein Abheben
der Taumelscheibe von der Schrägscheibe zu vermei
den. Der gesamte Taumelscheibenantrieb ist auf der
drehantreibbaren Antriebswelle axial verschieblich
gelagert. Für die Einstellung des Förderstromvolu
mens des Kompressors ist eine Ventileinrichtung
vorgesehen.
Aus der US 41 78 136 A ist ebenfalls eine Axialkol
benmaschine bekannt, die als Kompressor ausgebildet
ist. Der Taumelscheibenantrieb dieser Axialkolben
maschine ist ähnlich ausgebildet wie der, der vor
stehend im Zusammenhang mit der DE 28 39 662 C2 be
schrieben ist. Allerdings ist hier die Schrägschei
be als Schwenkscheibe ausgebildet, deren Schwenk
winkel einstellbar ist. Außerdem ist der gesamte
Taumelscheibenantrieb auf der Antriebswelle axial
verschiebbar. Durch unterschiedliche Schrägstell
winkel der Schwenkscheibe kann der Förderstrom be
einflusst werden. Die axiale Beweglichkeit des ge
samten Taumelscheibenantriebs ist bei Kompressoren,
insbesondere für komprimierbare Kühlmedien (Gase,
Fluide, Gemische), auch notwendig, da eine Schad
raumoptimierung erfolgen soll. Das heißt, unabhän
gig vom Schwenkwinkel der Schwenkscheibe sollte der
Kolben bei seiner oberen Totpunktstellung so zum
Zylinderboden liegen, dass im wesentlichen kein Vo
lumen zwischen dem Kolbenboden und dem Zylinderbo
den gebildet ist, so dass das komprimierbare Kühl
medium auch vollständig aus dem Zylinderraum her
ausbefördert wird.
Außerdem ist in der DE 11 13 635 A eine Pumpe mit
mehreren gleichmäßig um die Pumpenhauptachse ver
teilten feststehenden Zylindern beschrieben. Die
Kolben sind in den Zylindern durch eine von einer
umlaufenden Platte betätigte, nicht umlaufende Tau
melscheibe antreibbar. Die Pumpe besteht aus einem
Pumpengehäuse mit zwei Deckeln. In dem Pumpengehäu
se ist ein Hohlkolben bewegbar. Ein zylindrischer
Teil der Platte dreht sich in einem Rollenlager.
Für jeden Kolben ist ein Schuh vorgesehen, in des
sen halbkugelige Höhlung eine Stange kugelgelenkar
tig eingesetzt ist. Ein Zylinder bildet ein Stück
mit der Taumelscheibe.
Darüber hinaus ist in der DE 197 34 217 A1 eine
hydraulische Pumpe mit einer Gleitvorrichtung, ei
nem Kolben, einer Schräg- beziehungsweise Taumel
platte und einem Gleitvorrichtungshalter beschrie
ben. An einem Ende der Gleitvorrichtung ist eine
sphärische Kugel angeordnet, und ein Gleitteil am
anderen Ende davon, der mit einem Halsteil verbun
den ist.
Die im Stand der Technik bekannten Taumelscheiben
antriebe weisen also die drehangetriebene Schwenk
scheibe oder Schrägscheibe, die Taumelscheibe, das
Halteelement und die Schubelemente auf.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen einfachen
Taumelscheibenantrieb für Axialkolbenmaschinen auf
zuzeigen.
Gelöst wird diese Aufgabe mit einer Axialkolbenma
schine, insbesondere einem Kompressor, mit in einem
Zylinderblock geführten Axialkolben, an denen je
weils ein Schubelement mit seinem ersten Ende
schwenkbar angelenkt ist, und mit einem Taumel
scheibenantrieb für die Axialkolben, wobei der Tau
melscheibenantrieb eine drehantreibbare Schwenk
scheibe und ein Halteelement für die zweiten Enden
der Schubelemente umfasst, wobei das Halteelement
gegenüber der Schwenkscheibe drehentkoppelt ist,
wobei von dem Halteelement ein erster Fortsatz aus
geht, der die Schwenkscheibe in axialer Richtung
zumindest teilweise durchgreift. Die erfindungsge
mäße Axialkolbenmaschine zeichnet sich dadurch aus,
dass das Halteelement die zweiten Enden der Schub
elemente hält, so dass die zweiten Enden der Schub
elemente zwischen dem Halteelement und der Schwenk
scheibe geführt sind, und dass am Ende des ersten
Fortsatzes ein Befestigungsmittel angreift, das
sich drehentkoppelt von der Schwenkscheibe an die
ser abstützt. Der erfindungsgemäße Taumelscheiben
antrieb zeichnet sich also insbesondere dadurch
aus, dass auf eine zusätzliche Taumelscheibe ver
zichtet werden kann. Durch das Befestigungselement
kann das Halteelement drehentkoppelt auf einfache
Art und Weise an der Schwenkscheibe gehalten wer
den.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel zeichnet sich
durch einen in axialer Richtung vom Halteelement
ausgehenden zweiten Fortsatz aus, der am Zylinder
block schwenkbar angelenkt ist, so dass das Halte
element bezüglich des Zylinderblocks zentriert wer
den kann.
Um die Schwenkbarkeit des Halteelements am Zylin
derblock einfach realisieren zu können, weist der
zweite Fortsatz in bevorzugter Ausführungsform an
seinem zylinderblockseitigen Ende einen Kugelkörper
auf, der in einer am Zylinderblock ausgebildeten
Kugelkörperaufnahme liegt. Dadurch wird das Halte
element bezüglich des Zylinderblockes auf einfache
Art und Weise zentriert und kann dennoch in einem
vorgegebenen Winkelbereich jeden Schwenkwinkel ein
nehmen.
Um eine axiale Verschiebbarkeit des Taumelscheiben
antriebs zu ermöglichen und die Axialkolbenmaschine
schadraumoptimiert auszubilden, ist in einer Wei
terbildung der Erfindung am Zylinderblock eine Kol
benaufnahmebohrung ausgeführt, in der ein Aufnahme
kolben geführt ist, an dem die Kugelkörperaufnahme
für den Kugelkörper des zweiten Fortsatzes ausge
bildet ist. In der Kolbenaufnahmebohrung kann der
Aufnahmekolben axial bewegt werden, so dass der
Taumelscheibenantrieb in Richtung auf den Zylinder
block bewegt werden kann. Dadurch ist es in jeder
Schwenkstellung des Taumelscheibenantriebs möglich,
dass der Boden der/des verdichtenden Axialkol
ben/Axialkolbens möglichst nahe an den/dem Zylin
derboden herangeführt werden können/kann, so dass
bei dieser Totpunktstellung der/des Axialkol
ben/Axialkolbens kein wesentlicher Schadraum zwi
schen dem Boden des Axialkolbens und dem Zylinder
boden entsteht.
Um die axiale Bewegung des Aufnahmekolbens beein
flussen zu können, ist in einer Weiterbildung der
Erfindung vorgesehen, dass der von dem Aufnahmekol
ben und der Kolbenaufnahmebohrung umschlossene Raum
druckbeaufschlagbar ist.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weisen
die Schubelemente an ihren ersten Enden einen Ku
gelkopf auf, der in eine an den Axialkolben ange
ordnete Kugelaufnahme eingreift, um die Schwenkbe
wegung des Schubelements bezüglich des Kolbens zu
ermöglichen, so dass die unterschiedlichen Schwenk
winkelstellungen der Schwenkscheibe eingenommen
werden können.
Ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel
zeichnet sich dadurch aus, dass die Schubelemente
an ihren zweiten Enden einen Gleitschuh besitzen,
der zwischen dem Halteelement und der Schwenkschei
be liegt. Dieser als Scheibe realisierbare Gleit
schuh bewegt sich je nach Schwenkwinkel der
Schwenkscheibe in radialer Richtung auf einem mehr
oder weniger langen Gleitweg. Dadurch kann auf eine
zusätzliche Kugelkopfaufnahme an der Schwenkscheibe
verzichtet werden.
Zwischen den beiden Enden jedes Schubelements, also
zwischen einem Gleitschuh und einem Kugelkopf,
liegt eine Schubstange, die das Halteelement durch
greift. Dadurch kann der Gleitschuh zwischen Halte
element und Schwenkscheibe gleitend geführt und an
der Schwenkscheibe gehalten werden.
Um die radiale Beweglichkeit der Gleitschuhe zu er
möglichen, weist das Halteelement radial verlaufen
de Langlöcher auf, durch die die Schubstangen grei
fen. Diese Langlöcher können randoffen ausgebildet
sein.
Um eine Relativbewegung in axialer Richtung zwi
schen den Gleitschuhen und dem Halteelement zu ver
meiden, wodurch Materialverspannungen aufgebaut
werden könnten, ist in bevorzugter Ausführungsform
vorgesehen, dass in jeder Schwenkstellung der
Schwenkscheibe die zylinderblockseitige Schwenkach
se des Halteelements und die Schwenkachsen zwischen
den Schubelementen und den Axialkolben in einer
Ebene liegen.
In bevorzugter Ausführungsform weist die Schwenk
scheibe einen axial verlaufenden Durchbruch auf,
der von dem ersten Fortsatz des Halteelements
durchsetzt ist. Die Schwenkscheibe wird also als
Schwenkring ausgebildet.
Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass der Querschnitt des Durch
bruchs in der Schwenkscheibe größer ist als der
Querschnitt des Fortsatzes. Somit kann zwischen dem
Halteelement und dem Schwenkring eine Relativbewe
gung in radialer Richtung stattfinden.
Für die Drehentkopplung zwischen Halteelement und
Schwenkring sind in bevorzugter Ausführungsform
Gleitflächen an der Schwenkscheibe, an dem Halte
element und den zweiten Enden der Schubelemente
ausgebildet. Auf Axial- beziehungsweise Radialla
ger, die bei bekannter Taumelscheibenlagerung ver
wendet werden, kann somit verzichtet werden.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist das Einbringen
eines Schmiermittels zwischen die Schwenkscheibe
und dem Halteelement vorgesehen, um die Gleitflä
chen mit Schmiermittel versorgen zu können. Hierzu
ist in einer bevorzugten Ausführungsform vorgese
hen, dass die Schwenkscheibe an ihrer dem Halteele
ment zugewandten Ringfläche zumindest eine Schmier
nut aufweist. Diese verläuft vorzugsweise radial,
so dass die gesamte Ringfläche der Schwenkscheibe
mit Schmiermittel versorgt werden kann.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass
die Schmiernut vom Durchbruch der Schwenkscheibe
ausgeht und sich radial in Richtung des Randes der
Schwenkscheibe erstreckt. Da - wie vorstehend er
wähnt - der Durchbruch in der Schwenkscheibe etwas
größer ausgebildet ist als der Querschnitt des ers
ten Fortsatzes, kann hier die Schmiernut leicht mit
Öl versorgt werden, das somit über den Durchbruch
zu der Schmiernut gelangen kann.
In bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, dass
die Schmiernut in der Zone an der Ringfläche des
Schwenkrings liegt, auf die das/die Schubele
ment/Schubelemente des/der gerade ansaugenden Axi
alkolbens/Axialkolben wirkt/wirken. Diese Zone, die
auch als drucklastfreie Zone bezeichnet wird, liegt
aufgrund der Schwenkstellung der Schwenkscheibe an
der Stelle, die der rücklaufenden Kolbenbewegung
zugeordnet ist. Da der Axialkolben in dieser Bewe
gungsrichtung Medium ansaugt, wird im wesentlichen
kein Druck auf die Schwenkscheibe ausgeübt. Das
Schmiermittel kann somit besonders gut an die
Gleitflächen herangeführt werden.
Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass die Schwenkscheibe über ein
topfförmiges Antriebselement drehantreibbar ist,
wobei dieses Antriebselement zumindest bereichswei
se die Topfwandung aufweist. Die Schwenkscheibe
liegt zumindest teilweise innerhalb des Topfes und
ist schwenkbar gegenüber dem Antriebselement gela
gert. Die Schwenkscheibe bewegt sich also in ihrer
Schwenkbewegung zwischen der Topfwandung. Der
Durchmesser des Topfes ist demnach so gewählt, dass
die Schwenkscheibe in den Topf hinein tauchen kann.
Die Tiefe des Topfes ist dabei so gewählt, dass die
Schwenkscheibe im gewünschten Schwenkwinkelbereich
bewegt werden kann.
Um die Schwenkbarkeit der Schwenkscheibe bezüglich
des Topfes zu ermöglichen, weist die Topfwandung
zwei Schwenklageraufnahmen und die Schwenkscheibe
eine Ausnehmung auf, in denen ein Koppelstift
liegt. Mittels dieses Koppelstiftes erfolgt also
einerseits die Drehmomentübertragung von dem An
triebselement auf die Schwenkscheibe; andererseits
bildet dieser Koppelstift die Schwenkachse für die
Schwenkscheibe.
In bevorzugter Ausführungsform sind die Schwenkla
geraufnahmen außermittig bezüglich des Topfes ange
ordnet, um so eine exzentrische Schwenkachse für
die Schwenkscheibe zu bilden. Die exzentrische
Schwenkachse ist ebenfalls für die Ausführung der
Axialkolbenmaschine als Kompressor vorteilhaft, da
diese die Schadraumoptimierung begünstigt.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass
die Schwenklageraufnahmen in der Topfwandung und
der Koppelstift dieselbe Querschnittskontur besit
zen. Insbesondere werden hier kreisförmige Quer
schnitte bevorzugt.
In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die
Schwenklageraufnahmen zum Topfrand hin randoffen
ausgebildet sind. Bei kreisförmiger Kontur der
Schwenklageraufnahmen sind diese jedoch so randof
fen ausgebildet, dass der Koppelstift nicht heraus
rutschen kann. Dadurch steht der Koppelstift etwas
über die Schwenklageraufnahmen hervor und damit
auch über den Rand der Topfwandung. Mithin kann
sich die Schwenkscheibe über die gesamte Länge an
dem Koppelstift abstützen. Es wirken somit im we
sentlichen keine Biegekräfte auf den Koppelstift.
Die für den Koppelstift an der Schwenkscheibe vor
gesehene Ausnehmung ist vorzugsweise als Führungs
rinne ausgebildet, deren Tiefe größer als der Quer
schnitt des Koppelstiftes ist. Die Breite der Füh
rungsrinne ist etwa gleich beziehungsweise gering
fügig größer als der Querschnitt des Koppelstiftes.
Somit kann die Schwenkscheibe an dem Koppelstift
nahezu spielfrei angelenkt sein. Die Führungsrinne
erstreckt sich in der Schwenkscheibe von einem ers
ten Umfangspunkt zu einem zweiten Umfangspunkt an
der Mantelfläche der Schwenkscheibe. Die Führungs
rinne liegt also mit Abstand zu einer Mittellängs
achse der Schwenkscheibe und verläuft im wesentli
chen quer, insbesondere rechtwinklig, zu dieser
Mittellängsachse.
Um eine Begrenzung des Schwenkwinkels der Schwenk
scheibe zu ermöglichen, kann zwischen dem Antriebs
element und der Schwenkscheibe ein Schwenkwinkelbe
grenzungsmittel ausgebildet sein. In bevorzugter
Ausführungsform weist dieses Schwenkwinkelbegren
zungsmittel Führungsflächen auf, auf denen Füh
rungsmittel liegen, so dass bei einer Schwenkbewe
gung der Schwenkscheibe diese eine Hubbewegung aus
führt, die quer zu einer Drehachse des Antriebsele
ments verläuft. Die Führungsfläche bildet außerdem
einen Anschlag für das Führungsmittel, so dass die
Schwenkbewegung der Schwenkscheibe stoppt, wenn das
Führungsmittel an den Anschlag trifft.
In bevorzugter Ausführungsform weist das Schwenk
winkelbegrenzungsmittel zumindest einen von der
Schwenkscheibe in radialer Richtung ausgehenden
Führungsstift und ein in der Topfwandung angeordne
tes Langloch auf, dessen Längserstreckung unter ei
nem Winkel zur Drehachse liegt. Der Rand des Lang
lochs bildet somit die Führungsfläche, die unter
einem Winkel zur Drehachse verläuft. Jedes Ende des
Langlochs bildet somit den Anschlag, um den
Schwenkwinkel zu begrenzen. Der Führungsstift bil
det das Führungsmittel und durchgreift das Langloch
und liegt somit auf den Führungsflächen auf.
In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass zwi
schen dem Antriebselement und der Schwenkscheibe
ein Federelement angeordnet ist, das einen Minimal
schwenkwinkel der Schwenkscheibe einstellt. Das Fe
derelement beaufschlagt also die Schwenkscheibe
derart, dass diese eine im wesentlichen vertikale
Schwenkstellung nicht einnehmen kann, also eine Mi
nimalförderung der Axialkolbenmaschine gegeben ist.
An dem topfförmigen Antriebselement ist in bevor
zugter Ausführungsform eine Antriebswelle angeord
net, in die das Antriebsdrehmoment in die Axialkol
benmaschine eingeleitet werden kann. Die Antriebs
welle entspringt von der Außenseite des Topfbodens.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die An
triebswelle unter einem von 90° abweichenden Winkel
zu dem Topfboden angeordnet. Die Antriebswelle ist
also geneigt beziehungsweise angewinkelt, so dass
zwischen einem die Antriebswelle aufnehmenden Lager
und der Antriebswelle eine Vorspannung vorliegt.
Dadurch ergibt sich ein exzentrischer Kraftangriff
am Lager für die Antriebswelle, so dass durch die
ses Vorspannen der Lagerung entgegen weiteren Be
triebskräften des Lagers die Lebensdauer des Lagers
erhöht werden kann. Dieses Lager ist also in bevor
zugter Ausführungsform am beziehungsweise im Gehäu
se der Axialkolbenmaschine angeordnet, um die An
triebswelle drehbar gelagert aufzunehmen.
Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist das topfförmige Antriebselement an seinem Topf
gegenüber dem Gehäuse der Axialkolbenmaschine in
einem Axial- und Radiallager gelagert. Auch diese
Lager können gegebenenfalls im vorher beschriebenen
Sinne vorgespannt sein.
Um eine Unwucht des Taumelscheibenantriebs ausglei
chen zu können, weist das Antriebselement in bevor
zugter Ausführungsform ein Unwuchtausgleichsgewicht
auf. Insbesondere dadurch, dass die Topfwandung le
diglich bereichsweise vorliegt und der Koppelstift
außermittig die Schwenkachse bildet, kann eine Un
wucht entstehen, die jedoch durch das Unwuchtaus
gleichselement kompensiert wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausfüh
rungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt in axialer Richtung
durch eine Axialkolbenmaschine,
Fig. 2 in Explosionsdarstellung den Taumelschei
benantrieb der Axialkolbenmaschine nach
Fig. 1,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel einer Schwenk
scheibe des Taumelscheibenantriebs und
Fig. 4 die Lagerung der Antriebswelle des Tau
melscheibenantriebs in einer Teilschnitt
ansicht entlang der Linie IV-IV in
Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Axialkolbenmaschine, insbesonde
re einen Kompressor 1. Der Kompressor 1 ist insbe
sondere als CO2-Kühlmittelverdichter ausgebildet.
Er umfasst ein Gehäuse 2, in dem eine Kolben-
Zylindereinheit 3 und ein Triebwerk 4 für den An
trieb der Kolben angeordnet sind. Das Triebwerk 4
ist als Taumelscheibenantrieb 5 ausgebildet und in
einer nach außen dichten Gehäuseausnehmung 6 ange
ordnet, die über einen Kanal 7 mit dem Kühlmittel
beziehungsweise einem Kühlmittel-Schmierstoffge
misch, insbesondere aus dem Hochdruck- beziehungs
weise Auslassbereich des Kompressors 1, beauf
schlagbar ist.
Der Taumelscheibenantrieb 5 umfasst ein topfförmi
ges Antriebselement 8, das einen Topf 9 mit einer
Topfwandung 10 und einem Topfboden 11 aufweist. Vom
Topfboden 11 geht eine Antriebswelle 12 aus, die
sich von der Topfwandung 10 weg erstreckt. Die An
triebswelle 12 durchgreift eine Gleitringdichtung
13 und ist in einer Lagereinrichtung 14 drehbar ge
lagert. Am hier nicht dargestellten Ende der An
triebswelle 12 ist ein Antriebsdrehmoment, bei
spielsweise über eine an der Antriebswelle be
festigbare Riemenscheibe, einleitbar. Die Lagerein
richtung 14 und die Gleitringdichtung 13 sind in
einem Gehäusedurchbruch 15 angeordnet, der sich in
Richtung zur Kolben-Zylindereinheit 3 stufenweise
zu der Ausnehmung 6 erweitert.
Vom Topfboden 11 geht ferner ein Lagerfortsatz 16
aus, der als Ringkragen ausgebildet ist und die
Gleitringdichtung 13 teilweise übergreift. Zwischen
der Innenwandung des Ringkragens und der Gleitring
dichtung 13 ist ein Zwischenraum ausgebildet. An
seiner Außenseite stützt sich der Ringkragen über
ein Radiallager 17 an einer Wandung 18 einer Stufe
der Ausnehmung 6 ab. Radial außenliegend stützt
sich der Topfboden 11 gegenüber der Ausnehmung 6
mit einem Axiallager 19 ab. Die Lagerung des Topfes
9 ist also derart, dass die Längsmittelachsen des
Radiallagers und des Axiallagers etwa einen rechten
Winkel zueinander einschließen.
Wie vorstehend erwähnt, schließt sich an den Topf
boden 9 die Topfwandung 10 an, die - gemäß Fig. 2 -
nur bereichsweise, also nicht vollständig umlaufend
ausgebildet ist. Teilweise vom Topf 9 aufgenommen
ist eine Schwenkscheibe 20 des Taumelscheibenan
triebs 5. Bezüglich des Topfes 9 ist die Schwenk
scheibe 20 an einer Schwenkachse 21 außermittig,
also exzentrisch angelenkt. Die Schwenkachse 21
liegt mit Abstand zu der Drehachse 22 der Antriebs
welle 12. Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbei
spiel der Schwenkscheibe 20.
Anhand der Fig. 1 und 2 wird im Folgenden die
Verbindung zwischen der Schwenkscheibe 20 und dem
Antriebselement 8 erläutert. Durch Wandungsausneh
mungen A in der Topfwandung 10 bildet diese zwei
Schwenklageraufnahmen 23 und 24 aus, die von rand
offenen Ausnehmungen 25 und 26 gebildet sind. An
der Schwenkscheibe 20 ist eine Ausnehmung als Füh
rungsrinne 27 vorgesehen. Diese Führungsrinne 27
erstreckt sich von einem ersten Umfangspunkt U1 zu
einem zweiten Umfangspunkt U2 an der Mantelfläche
28 der Schwenkscheibe 20. Der Querschnitt der Füh
rungsrinne 27 ist im wesentlichen U-förmig, so dass
ihr Grund 29 an den Querschnitt eines Koppelstiftes
30 angepasst ist, der die Schwenkachse 21 bildet.
Der Koppelstift 30 durchgreift also die randoffenen
Ausnehmungen 25 und 26 und liegt in der Führungs
rinne 27 der Schwenkscheibe 20. Aus Fig. 2 ist er
sichtlich, dass der Querschnitt der Ausnehmungen 25
und 26 an den Querschnitt des Koppelstiftes 30 an
gepasst ist. Dadurch, dass die Ausnehmungen 25 und
26 randoffen ausgebildet sind, steht die Mantelflä
che 30' des Koppelstiftes 30 über den Rand 31 der
Topfwandung 10 hervor, so dass sich die eine der
Bodeninnenseite 33 zugewandte Wandung 32 der Füh
rungsrinne 27 über die gesamte Länge des Koppel
stiftes 30 an diesem abstützen kann. Somit werden
bei Belastung der Schwenkscheibe 20 in axialer
Richtung nahezu keine Biegemomente in den Koppel
stift 30 eingebracht, der im übrigen der Drehmo
mentübertragung zwischen Antriebselement 8 und
Schwenkscheibe 20 dient.
An der Bodeninnenseite 33 des Topfbodens 11 stützt
sich ein Federelement 34 mit seinem einen Ende ab.
Das andere Ende des Federelements 34 kommt an der
der Bodeninnenseite 33 zugewandten Scheibenfläche
35 der Schwenkscheibe 20 zu liegen. Das Federele
ment 34 ist als Schraubenfeder ausgebildet und
weist vorzugsweise etwas mehr als einen Windungs
gang auf.
Die Topfwandung 10 bildet außerdem Arme 36 für
Schwenkwinkelbegrenzungsmittel 36' aus, die Füh
rungsflächen 37 und Führungsmittel 38 aufweisen, so
dass bei einer Schwenkbewegung der Schwenkscheibe
20 diese eine Hubbewegung ausführt, die quer zu der
Drehachse 22 des Topfes 9 verläuft, und der
Schwenkwinkel der Schwenkscheibe 20 begrenzt ist.
An den Führungsflächen 37 sind außerdem in annä
hernd axialer Richtung beabstandet zueinander lie
gende Anschläge 39 und 40 ausgebildet, die der Be
grenzung des Schwenkwinkels der Schwenkscheibe 20
dienen. Die Führungsflächen 37 und die Anschläge 39
und 40 werden jeweils durch ein Langloch 41 in der
Topfwandung 10 gebildet, wobei die Langlöcher 41
für die Hubbewegung der Schwenkscheibe 20 so orien
tiert sind, dass sie einen Winkel mit der Drehachse
22 einschließen. In jedes Langloch 41 greift je
weils eines der Führungsmittel 38 ein, die als Bol
zen ausgebildet sind und in der Schwenkscheibe 20
über deren Mantelfläche 28 hervorstehen. Sie
erstrecken sich von der Schwenkscheibe 20 in radia
ler Richtung, wobei die Längsmittelachsen der Bol
zen auf einer gedachten gemeinsamen Achse liegen.
Die Führungsmittel 38 sind in Führungsmittelaufnah
men 42 an der Schwenkscheibe 20 eingebracht. Die
Führungsmittel 38 können steck- oder schraubbar in
die Führungsmittelaufnahmen 42 eingebracht werden.
An der Scheibenfläche 35 und der der Scheibenfläche
35 gegenüberliegenden Scheibenfläche 43 sind Gleit
flächen 44 ausgebildet. In der Gleitfläche 44 an
der Scheibenfläche 43 ist zumindest eine Schmiernut
45 ausgebildet, die sich vom Scheibenmittelpunkt
radial in Richtung zur Mantelfläche 28 zumindest
bereichsweise erstreckt. Im vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel sind zwei Schmiernuten 45 vorgesehen,
die mit Abstand zueinander liegen. Auch an der
Scheibenfläche 35 kann zumindest eine derartige
Schmiernut vorgesehen sein.
In der Scheibenmitte der Schwenkscheibe 20 ist ein
im Querschnitt kreisförmiger Durchbruch 46 ausge
bildet. Der Durchbruch 46 wird von einem ersten
Fortsatz 47 eines Halteelements 48 des Taumelschei
benantriebs 5 durchsetzt. Aus Fig. 1 ist ersicht
lich, dass der Durchbruch 46 als Stufendurchbruch
ausgebildet ist, wobei eine Stufe 49 des Durch
bruchs 46 an der Scheibenfläche 35 mündet. In die
ser Stufe 49 liegt ein am ersten Fortsatz 47 ausge
bildeter Ringkragen 50, der sich über einen gewis
sen Winkelbereich mit seiner Seitenwandung 51 an
der Seitenwandung 52 der Stufe 49 abstützt. Eine
Stirnwandung 53 des Ringkragens 50 liegt an einer
Stirnwandung 54 der Stufe 49 über einen gewissen
Winkelbereich an. An dem Ringkragen 50 schließt
sich ein Befestigungsfortsatz 55 an, an dem eine
Gleitscheibe 56 befestigbar ist, deren Durchmesser
D1 größer gewählt ist als der Durchmesser D2 des
Durchbruchs 46, insbesondere im Bereich der Stufe
49, so dass sich die Gleitscheibe 56 bereichsweise
an der Gleitfläche 44 der Scheibenfläche 35 ab
stützt. Die Gleitscheibe 56 bildet somit ein Befes
tigungsmittel für das Halteelement 48. An seinem
dem Befestigungsfortsatz 55 gegenüberliegenden Ende
schließt sich an den ersten Fortsatz 47 das im wesentlichen
scheibenförmige Halteelement 48 an, des
sen Scheibenunterseite 57 vorzugsweise gestuft aus
gebildet ist und mit Abstand zur Scheibenfläche 43
beziehungsweise Gleitfläche 44 liegt, so dass zwi
schen dem Halteelement 48 und dieser Scheibenfläche
43 ein Gleitschuh 58 eines Schubelements 59 radial
verschieblich und im Wesentlichen ohne axiales
Spiel geführt ist. Am ersten Ende des Schubelements
59 ist ferner ein Kugelkopf 60 ausgebildet, der in
eine Kugelkopfaufnahme 61 eines Axialkolbens 62
eingreift. Somit ist das Schubelement 59 mit seinem
ersten Ende schwenkbar mit dem Axialkolben 62 ver
bunden. An seinem zweiten Ende weist das Schubele
ment 59 den Gleitschuh 58 auf, der im wesentlichen
kreisscheibenförmig ausgebildet sein kann. Die Un
terseite 44' des Gleitschuhs 58 ist als Gleitfläche
44" ausgebildet.
Zwischen dem Gleitschuh 58 und dem Kugelkopf 60 ist
eine Schubstange 63 ausgebildet, die das Halteele
ment 48 durchgreift. Hierfür ist an dem Halteele
ment 48 eine radial verlaufende Ausnehmung 64 aus
gebildet, die als, vorzugsweise randoffenes, Lang
loch 65 realisiert ist. Entsprechend der Anzahl der
in der Kolben-Zylindereinheit 3 vorliegenden Axial
kolben 62 sind eine entsprechende Anzahl Schubele
mente 59 und Ausnehmungen 64 ausgebildet, wobei
diese Ausnehmungen 64 vorzugsweise jeweils densel
ben Winkelabstand zueinander - in Umfangsrichtung
gesehen - aufweisen.
Am Halteelement 48 ist ein zweiter axialer Fortsatz
66 ausgebildet, der an seinem dem Halteelement 48
abgewandten Ende einen Kugelkörper 67 aufweist, der
in eine Kugelkörperaufnahme 68 eingreift, die in
einem Zylinderblock 69 der Kolben-Zylindereinheit 3
ausgebildet ist. Die Kugelkörperaufnahme 68 ist
zentriert in der die Ausnehmung 6 begrenzenden Wand
69' des Zylinderblocks 69 angeordnet. Der zweite
Fortsatz 66 weist also an seinem zylinderblocksei
tigen Ende den Kugelkörper 67 auf. Die Kugelkörper
aufnahme 68 ist in einem Aufnahmekolben 70 ausge
bildet, der in einer Aufnahmebohrung 71 axial ver
schieblich geführt ist. Die Aufnahmebohrung 71 ist
im Zylinderblock 69 ausgebildet und weist über ei
nen Verbindungskanal 72 eine Verbindung zu der auch
als Triebwerkraum bezeichneten Ausnehmung 6 auf.
Somit ist der Aufnahmekolben 70 an seinem Kolbenbo
den mit dem im Triebwerkraum 6 vorliegenden Kühl
mitteldruck beaufschlagbar und so in der Aufnahme
bohrung 71 beeinflussbar axial verschieblich.
Im Zylinderblock 69 sind Zylinderbohrungen 73 aus
geformt, die auf einer gedachten Umfangslinie um
die Aufnahmebohrung 71 angeordnet sind. Die Zylin
derbohrungen 73 weisen vorzugsweise jeweils densel
ben Winkelabstand zu einer benachbart liegenden Zy
linderbohrung 73 auf. In den Zylinderbohrungen 73
sind die Axialkolben 62 verschieblich geführt. An
dem Boden 74 der Zylinderbohrung 73 sind hier nicht
dargestellte Ein- und Auslass-Einrichtungen ange
ordnet, über die das zu fördernde Kühlmittel in die
Zylinderbohrungen 73 eingebracht und bei entspre
chender Axialkolbenbewegung wieder ausgestoßen
wird. Derartige Ein- und Auslass-Einrichtungen sind
jedoch bekannt, so dass auf deren Ausgestaltung
hier nicht näher eingegangen wird.
Der Taumelscheibenantrieb 5 für die Axialkolben 62,
der - wie vorstehend erwähnt - die drehantreibbare
Schwenkscheibe 20 und das Halteelement 48 für die
zweiten Enden der Schubelemente 59 umfasst, ist so
realisiert, dass das Halteelement 48 gegenüber der
Schwenkscheibe 20 drehentkoppelt ist. Bei einer Ro
tation der Schwenkscheibe 20 führt das Halteelement
48 also lediglich eine Taumelbewegung aus, rotiert
jedoch mit der Schwenkscheibe nicht mit. Die rotie
rende Schwenkscheibe 20 erzeugt bei dem nicht ro
tierenden Halteelement 48 jedoch die Taumelbewe
gung, so dass die Schubelemente 59 über die Gleit
schuhe 58 und die Gleitfläche 44 in axialer Rich
tung bewegt und über die Schubelemente 59 die Axi
alkolben 62 entsprechend in den Zylinderbohrungen
73 hin und her bewegt werden. Die zweiten flächigen
Enden der Schubelemente 59 liegen zwischen dem Hal
teelement 48 und der Scheibenfläche 43 der Schwenk
scheibe 20 und sind in den Ausnehmungen 64 des Hal
teelements 48 radial bewegbar geführt. Die Länge
der Ausnehmungen 64 ist so bemessen, dass die
Gleitschuhe 58 in jeder Schwenkstellung der
Schwenkscheibe 20 den notwendigen Gleitweg in radi
aler Richtung abfahren können.
Aus Fig. 1 wird deutlich, dass in jeder Schwenk
stellung der Schwenkscheibe 20 die zylinderblock
seitige Schwenkachse 75, die von dem Kugelkörper 67
und der Kugelkörperaufnahme 68 gebildet wird, und
die Schwenkachsen 76 zwischen den Schubelementen 59
und den Axialkolben 62 in einer gemeinsamen Ebene E
liegen, wodurch gewährleistet ist, dass im Betrieb
des Kompressors 1 eine zumindest minimierte Rela
tivbewegung in axialer Richtung und keine wesentlichen
Winkelunterschiede zwischen den Gleitschuhen
58 und dem auch als Niederhalter bezeichneten Hal
teelement 48 entstehen. Damit außerdem die Drehent
kopplung zwischen dem Schwenkring 20, dem Halteele
ment 48 und der Gleitscheibe 56 vorliegt, sind an
den entsprechenden Berührstellen die Gleitflächen
44 ausgebildet, die also an den Scheibenflächen 35
und 43 vorliegen. An den diesen Scheibenflächen 35
und 43 zugewandten Flächen der Gleitscheibe 56 und
des Gleitschuhs 58 sind ebenfalls entsprechende
Gleitflächen ausgebildet. Auch die Stirnwände 53
und 54 sowie die Seitenwandungen 51 und 52 können
als Gleitflächen realisiert sein. Um die Gleitflä
chen 44 mit einem Schmiermittel beaufschlagen zu
können, sind die vorstehend erwähnten Schmiernuten
45 angeordnet, die mit im Triebwerkraum 6 vorlie
gendem Schmiermittel über den Durchbruch 46 ver
sorgbar sind. Die Schmiernuten 45 sind in der soge
nannten drucklastfreien Zone 77 (Fig. 2 und 3)
an der Scheibenfläche 43 ausgebildet. Die druck
lastfreie Zone 77 liegt an dem Bereich der Schei
benfläche 43 vor, an dem die ansaugenden Axialkol
ben 62 aus den Zylinderbohrungen 73 herausgezogen
werden, so dass auf diese drucklastfreie Zone 77
keine Druckkräfte von den Gleitschuhen 58 ausgeübt
werden. In den Fig. 2 und 3 liegt die drucklast
freie Zone 77 seitlich unterhalb der Drehachse 22.
Bei einer Rotation in Drehrichtung D der Schwenk
scheibe 20 wandert die drucklastfreie Zone 77 mit.
Sie läuft also um die Drehachse 22 um. Die druck
lastfreie Zone 77 liegt bei der angegebenen Dreh
richtung D etwa zwischen den beiden einen Winkelbe
reich β einschließenden Schmiernuten 45, wobei eine
der Schmiernuten etwa senkrecht nach unten und die
andere Schmiernut 45 etwa in 4-Uhr-Position ver
läuft.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die Antriebswelle
22 unter einem von 90° abweichenden Winkel mit dem
Topfboden 11 hergestellt, wie dies aus Fig. 2 her
vorgeht. Im drucklastfreien Zustand beziehungsweise
wenn das Antriebselement 8 nicht im Gehäuse 2 ange
ordnet ist, würde die Mittellängsachse 12' der An
triebswelle 12 also den Winkel α mit der Drehachse
22 einschließen, wie dies in Fig. 4 dargestellt
ist. Durch das winkelige Anstellen der Antriebswel
le 12 gegenüber der Drehachse 22 wird zwischen La
gereinrichtung 14 und Antriebswelle 12 eine Vor
spannung aufgebaut, die sich im Betrieb des Kom
pressors 1 verschleißmindernd an der Lagereinrich
tung 14 bemerkbar macht. Gleichwirkende Maßnahmen
können gegebenenfalls auch an den Lagereinrichtun
gen 17 und 19 getroffen werden. Das winkelige An
stellen der Antriebswelle 12 erfolgt - in Fig. 4 -
nach rechts, also weggerichtet von dem Bereich der
Schwenkscheibe 20, der die Axialkolben 62 beim
Komprimiervorgang in die Zylinderbohrungen 73
drückt.
Für den Ausgleich einer Unwucht an dem Taumelschei
benantrieb 5 weist das Antriebselement 8 ein Un
wuchtausgleichselement 78 auf, das vorzugsweise an
der Innenseite des Topfbodens 11 angeordnet ist.
Dadurch wird die Unwucht, die durch die bereichs
weise ausgebildete Topfwandung 10 und andere außer
mittig versetzt angeordnete Bauteile hervorgerufen
wird, ausgeglichen, wodurch sich der Taumelscheibenantrieb
durch einen vibrationsfreien Lauf aus
zeichnet.
Im Betrieb der Axialkolbenmaschine wird über die
Antriebswelle 12 ein Antriebsdrehmoment eingelei
tet, so dass das Antriebselement 8 in Rotation ver
setzt wird. Über den Koppelstift 30 und gegebenen
falls die Führungsmittel 38 wird diese Rotationsbe
wegung auf die Schwenkscheibe 20 übertragen, die
also synchron mit dem Topf 9 mitdreht. Durch einen
entsprechend - gegenüber einer gedachten und senk
recht zur Drehachse 22 liegenden Vertikalen - einge
stellten Schwenkwinkel der rotierenden Schwenk
scheibe 20 führt das Halteelement 48 eine Taumelbe
wegung aus, wodurch die Axialkolben 62 in den Zy
linderbohrungen 73 hin und her bewegt werden. Das
Halteelement 48 führt durch die Drehentkopplung al
so lediglich die Taumelbewegung aus. Die auf der
Scheibenfläche 43 liegenden Gleitschuhe 58, die
durch das Halteelement 48 auf dieser Scheibenfläche
43 gehalten werden, gleiten unter anderem radial
und in Drehrichtung auf der Scheibenfläche 43 hin
und her, so dass die Schubelemente 59 der relativen
Taumelbewegung der Schwenkscheibe 20 nachgeführt
werden, wodurch abwechselnd eine Zug- und Schub
kraft auf die Axialkolben 62 wirkt. Die Schwenk
scheibe 20 rotiert unter den Gleitschuhen 58. Bei
einer Schwenkwinkelverstellung der Schwenkscheibe
20 schwenkt diese um ihre Schwenkachse 21. Dadurch,
dass die Tiefe T der Führungsrinne 27 größer ist
als der Querschnitt des Koppelstiftes 30 und die
Langlöcher 41 unter einem Winkel zur Drehachse 22
verlaufen, erfährt die Schwenkscheibe 20 außerdem
eine Hubbewegung um den Kugelkörper 67. Ferner kann
sich die Schwenkscheibe 20 auch in axialer Richtung
in Richtung auf den Zylinderblock 69 bewegen, da
sich der Aufnahmekolben 70 in Richtung des Hodens
der Aufnahmebohrung 71 bewegen kann. Durch diese
überlagerten Bewegungen der Schwenkscheibe 20 ist
gewährleistet, dass in jeder Schwenkstellung die
Schwenkachsen 75 und 76 in der Ebene E liegen, die
parallel zur Scheibenfläche 43 liegt. Sämtliche Ku
gelmittelpunkte haben somit im Wesentlichen densel
ben Abstand zur Scheibenfläche 43. Durch die Bewe
gung der Schwenkscheibe 20 in axialer Richtung in
Richtung des Zylinderblocks 69 ist der Kompressor 1
außerdem schadraumoptimiert, da die Axialkolben 62
bei ihrer Verdichtungsbewegung mit ihrem Kolbenbo
den bis unmittelbar vor den Boden 74 der Zylinder
bohrung 73 bewegt werden und demgemäss das gesamte
im Zylinderraum vorliegende Kühlmittel über den
Auslass herausgedrückt wird.
Um einen Minimalschwenkwinkel der Schwenkscheibe 20
schon im Stillstand des Kompressors 1 zu gewähr
leisten, beaufschlagt das Federelement 34 die
Schwenkscheibe 20 derart, dass sie in ihrer
Schwenkbewegung ohne zusätzliche, entsprechend hohe
Druckkräfte nicht rechtwinklig zur Drehachse 22
ausgerichtet werden kann.
Im Betrieb des Kompressors 1 verhindert das Halte
element 48 ein Abheben der Gleitschuhe 58 von der
Schwenkscheibe 20. Das Halteelement 48 selbst wird
gegenüber der Schwenkscheibe 20 durch die Gleit
scheibe 56 und durch den im Zylinderblock 69 gela
gerten zweiten Fortsatz 66 positioniert. Wichtig
bei der Positionierung ist, dass die Kugelmittelpunkte,
also die Schwenkachsen 75 und 76, in der
Ebene E liegen, damit keine oder zumindest ledig
lich eine geringe Relativbewegung in axialer Rich
tung und keine Winkelabweichungen zwischen den
Gleitschuhen 58 und dem Halteelement 48 entstehen.
Durch die zentrale Lagerung des Halteelements 48 in
der Kugelkörperaufnahme 68 ist dieses zentriert, so
dass in Umfangsrichtung das Spiel zwischen den
Langlöchern 65 und den Schubstangen 63 sehr gering
ausgeführt werden kann, wodurch die Belastungen des
Halteelements 48 vermindert sind. Da sich der Nie
derhalter (Halteelement 48) in dieser Zentrierung
abstützt, werden keine Stützkräfte auf die Gleit
schuhe 58 übertragen. Durch dieses geringe Spiel
entstehen außerdem im Betrieb des Kompressors 1 we
niger Geräusche. Insgesamt ergibt sich gegenüber
einem bekannten Taumelscheibenantrieb jedoch eine
wesentliche Vereinfachung, da der Taumelscheibenan
trieb 5 ohne eine zusätzliche Taumelscheibe aus
kommt.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel ei
ner Schwenkscheibe 20, die in ihrem oberen Bereich
als Stufenscheibe ausgebildet ist, also einen über
die Umfangswand 28 des Grundkörpers G überstehen
den, teilweise umlaufenden Rand R aufweist. Im obe
ren Kreissektor S steht dieser Rand R über den
Grundkörper G derart über, dass sich die Schwenk
scheibe 20 über ihre gesamte Breite am Koppelstift
30 abstützen kann. Bei in dem Topf 9 eingesetzter
Schwenkscheibe 20 überragt ihr Rand R die Topfwan
dung 9 und liegt direkt gegenüber zu den Schwenk
lageraufnahmen 23, 24 beziehungsweise Ausnehmungen
25, 26. Es werden somit im Wesentlichen keine Bie
gekräfte in den Koppelstift 30 eingeleitet.
Die mit der Anmeldung eingereichten Patentansprüche
sind Formulierungsvorschläge ohne Präjudiz weiter
gehenden Patentschutzes. Die Anmelderin behält sich
vor, noch weitere, bisher nur in der Beschreibung
und/oder den Zeichnungen offenbarte Merkmalskombi
nationen zu beanspruchen.
In Unteransprüchen verwendete Rückbeziehungen wei
sen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des
Hauptanspruchs durch die Merkmale des jeweiligen
Unteranspruches hin; sie sind nicht als ein Ver
zicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegen
ständlichen Schutzes für die Merkmalskombinationen
der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
Da die Gegenstände der Unteransprüche im Hinblick
auf den Stand der Technik am Prioritätstag eigene
und unabhängige Erfindungen bilden können, behält
die Anmelderin sich vor, sie zum Gegenstand unab
hängiger Ansprüche oder Teilungserklärungen zu ma
chen. Sie können weiterhin auch selbständige Erfin
dungen enthalten, die eine von den Gegenständen der
vorhergehenden Unteransprüche unabhängige Gestal
tung aufweisen.
Die Ausführungsbeispiele sind nicht als Einschrän
kung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im
Rahmen der vorliegenden Offenbarung zahlreiche Ab
änderungen und Modifikationen möglich, insbesondere
solche Varianten, Elemente und Kombinationen
und/oder Materialien, die zum Beispiel durch Kombination
oder Abwandlung von einzelnen, in Verbindung
mit den in der allgemeinen Beschreibung und Ausfüh
rungsformen sowie den Ansprüchen beschriebenen und
in den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen bezie
hungsweise Elementen oder Verfahrensschritten für
den Fachmann im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe
entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu
einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrens
schritten beziehungsweise Verfahrensschrittfolgen
führen, auch soweit sie Herstell-, Prüf- und Ar
beitsverfahren betreffen.