DE10012579A1 - Prozeßmodul für eine Bearbeitungsstation, Bearbeitungsstation und Verfahren zur Inbetriebnahme einer Bearbeitungsstation - Google Patents
Prozeßmodul für eine Bearbeitungsstation, Bearbeitungsstation und Verfahren zur Inbetriebnahme einer BearbeitungsstationInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Prozeßmodul für eine Bearbeitungsstation (18) zur Ausführung einer vorgegebenen Funktion, mit einer Steuereinrichtung (60), der eine Programmablaufeinheit (76; 76') zugeordnet ist, auf der ein das Prozeßmodul steuerndes Programm zum Ablauf gelangt. Das Prozeßmodul ist dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (60) eine Programmdaten-Verwaltungseinheit (74) umfaßt, die die Übertragung des dem Prozeßmodul (30) zugeordneten Programms aus einem Programmdaten-Speicher (72; 72'; 72'') zu der Programmablaufeinheit (76; 76') koordiniert. Ferner betrifft die Erfindung eine Bearbeitungsstation mit zumindest einem solchen Prozeßmodul (30) zur Ausführung einer vorgegebenen Funktion, sowie ein Verfahren zur Inbetriebnahme einer solchen Bearbeitungsstation (Fig. 4A).
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Prozeßmodul für eine Be
arbeitungsstation zur Ausführung einer vorgegebenen Funktion,
mit einer Steuereinrichtung, der eine Programmablaufeinheit zu
geordnet ist, auf der ein das Prozeßmodul steuerndes Programm
zum Ablauf gelangt. Die Erfindung betrifft ferner eine Bearbei
tungsstation mit zumindest einem solchen Prozeßmodul und einem
Bussystem zur Übertragung von Daten zu der Steuereinrichtung
des Prozeßmoduls.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Inbetriebnahme
einer solchen Bearbeitungsstation.
Eine Bearbeitungsstation der vorgenannten Art ist beispiels
weise aus der DE 197 41 671 A1 bekannt. Eine solche Bearbei
tungsstation ist üblicherweise Teil eines modularen Bearbei
tungs-, Montage- und Prüfsystems, das zur Bearbeitung, Montage
und Prüfung von Produkten dient. Innerhalb des Montagesystems
kommt jeder Bearbeitungsstation zumindest eine bestimmte Funk
tion zu, die bei dem Produkt durchgeführt werden soll. Bei
spielsweise kann eine Funktion darin bestehen, zwei Gehäuse
teile miteinander zu verbinden. Eine andere Funktion besteht
darin, ein Gehäuseteil per Laser zu beschriften. Diese Funktio
nen werden in den Bearbeitungsstationen automatisch durch
geführt. Daneben umfaßt ein Montagesystem beispielsweise auch
manuelle Bearbeitungsstationen, wo die Funktionen manuell aus
geführt werden, sowie reine Transferstationen, die lediglich
zum Weitertransport der mit den Produkten bestückten Paletten
dienen.
In der obengenannten Druckschrift sind Bearbeitungsstationen
gezeigt, die mehrere sogenannte Prozeßmodule umfassen. Diese
Prozeßmodule sind jeweils in sich abgeschlossene Vorrichtungen,
die eine bestimmte Funktion ausüben. Da eine Bearbeitungs
station mehrere solcher Prozeßmodule aufnehmen kann, ist es so
mit möglich, in einer Bearbeitungsstation mehrere Funktionen
auszuüben.
Aufgrund des modularen Aufbaus der Prozeßmodule lassen sich
diese mit sehr wenig Aufwand in die Bearbeitungsstation einset
zen sowie aus dieser wieder herausnehmen. Neben dem Einstecken
der notwendigen Verbindungsstecker für die Versorgungsmedien,
wie Druckluft, elektrische Energie etc., ist es zur Inbetrieb
nahme des jeweiligen Prozeßmoduls notwendig, das zur Steuerung
der Funktion notwendige Programm (Softwaremodul) in eine zen
trale Basis-Steuereinrichtung der Bearbeitungsstation einzu
spielen, wo es dann zusammen mit den anderen Programmen der an
deren Prozeßmodule zum Ablauf gelangt. Bei der Basis-Steuer
einrichtung handelt es sich beispielsweise um eine sogenannte
SPS.
Dieses Einspielen des Programms erfolgt über ein Notebook, das
mit der Basis-Steuereinrichtung verbunden wird.
Obgleich dieser Vorgang in der Praxis schnell und einfach aus
führbar ist, besteht selbstverständlich weiterhin das Bedürf
nis, den Einbau von Prozeßmodulen noch weiter zu vereinfachen.
Insbesondere soll der Einbau so einfach ausgestaltet sein, daß
er ohne weiteres auch von ungeschultem Personal durchgeführt
werden kann, d. h. eine sogenannte "Plug and Work"-Funktionali
tät aufweist.
Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der Erfindung dar
in, das Prozeßmodul der eingangs genannten Art so weiterzubil
den, daß es schnell und einfach auch von ungeschultem Personal
eingebaut werden kann. Darüber hinaus besteht eine weitere Auf
gabe der Erfindung darin, die Durchführung von Test- und War
tungsarbeiten zu vereinfachen.
Die vorgenannten Aufgaben werden bei dem Prozeßmodul der ein
gangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Steuereinrichtung
eine Programmdaten-Verwaltungseinheit umfaßt, die die Übertra
gung des dem Prozeßmodul zugeordneten Programms aus einem Pro
grammdaten-Speicher zu der Programmablaufeinheit koordiniert.
Mit diesem Prozeßmodul erreicht man den Vorteil, daß das zur
Steuerung des Prozeßmoduls notwendige Programm (Steuerungs
programm) nicht mehr manuell von einer Bedienperson eingespielt
werden muß, sondern daß dieser Vorgang automatisch nach An
schluß des Prozeßmoduls in der Bearbeitungsstation durchgeführt
wird. Das Prozeßmodul weist demgemäß so viel "Intelligenz" auf,
daß es der das Programm ausführenden Programmablaufeinheit ent
weder das Programm direkt übermitteln kann oder zumindest die
Information übermitteln kann, wo das Programm abgelegt ist.
Diese Möglichkeit der automatischen Übertragung des zur Steue
rung des Prozeßmoduls notwendigen Programms führt zu einer
deutlichen Vereinfachung des Aufbaus von Bearbeitungsstationen,
so daß nicht nur Zeit sondern auch Geld eingespart werden kann,
das bisher für die zur Inbetriebnahme notwendigen Techniker
ausgegeben werden mußte.
Wie bereits erwähnt, wird die Übertragung des Programms von der
Programmdaten-Verwaltungseinheit koordiniert. In diesem Zusam
menhang ist unter dem Begriff "Koordinieren" im einfachsten
Fall zu verstehen, daß die Programmdaten-Verwaltungseinheit je
ne Informationen trägt, die beispielsweise für die Basis-
Steuereinrichtung notwendig sind, um den Speicherort des Pro
gramms zu finden, und um dann das Programm aus dem Speicher in
die Programmablaufeinheit zu übertragen. Der Programmdaten-
Verwaltungseinheit kommt in diesem Fall eine passive Rolle zu.
Unter dem Begriff "Koordinieren" ist im weitesten Sinne jedoch
auch zu verstehen, daß die Programmdaten-Verwaltungseinheit das
gewünschte Programm aktiv aus dem Programmdaten-Speicher holt
und zu der Programmablaufeinheit überträgt. Selbstverständlich
sind auch Zwischenlösungen denkbar. Das Steuerungsprogramm läßt
sich somit aus unterschiedlichen Quellen laden, beispielsweise
aus einem Speicher im Prozeßmodul, aus dem Internet, von Dis
kette, CD-ROM etc.
In einer bevorzugten Weiterbildung umfaßt die Steuereinrichtung
des Prozeßmoduls den Programmdaten-Speicher.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das Prozeßmodul alle Soft
ware- und Hardwarekomponenten umfaßt, die letztlich zur Inbe
triebnahme und zum Betrieb dieses Prozeßmoduls notwendig sind.
Damit ist es sehr einfach möglich, dieses Prozeßmodul auch
außerhalb der Bearbeitungsstation zu testen. Die den Test
durchführende Person muß sich beispielsweise nicht darum küm
mern, ob das beim Test benutzte Programm auch jenem Programm
entspricht, das in der Bearbeitungsstation zur Anwendung kam,
bzw. kommen wird. Vielmehr wird auf das in dem Programmdaten-
Speicher abgelegte Programm, das auch im normalen Betrieb ver
wendet wird, zugegriffen.
In einer bevorzugten Weiterbildung umfaßt die Steuereinrichtung
des Prozeßmoduls die Programmablaufeinheit, die vorzugsweise
als Mikroprozessor ausgebildet ist. Mit anderen Worten bedeutet
dies, daß die Steuereinrichtung innerhalb des Prozeßmoduls
einen Mikrocomputer aufweist, auf dem das Programm zum Ablauf
gelangt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß auch zeitkritische Funktio
nen ausgeführt werden können, da das Programm nicht mehr in
einer zentralen, allen Prozeßmodulen zugeordneten Basis-Steuer
einrichtung zusammen mit den anderen Programmen der anderen
Prozeßmodule einer Bearbeitungsstation ausgeführt wird.
Damit läßt sich die Zeitdauer zwischen Ende des Programms und
Neustart des Programms (Durchlaufzyklus des Programms) deutlich
verringern. Darüber hinaus läßt sich die Programmablaufeinheit
im Hinblick auf das auszuführende Programm optimieren, was
nicht nur zu einer Verbesserung der Steuerung des Prozeßmoduls
führt sondern auch zu gewissen Kostenvorteilen. Insbesondere
ist es nicht mehr notwendig, die sonst zur Ausführung des Pro
gramms verwendete Basis-Steuereinrichtung entsprechend dem kom
plexesten oder zeitkritischsten Programm auszulegen. Zudem läßt
sich ein autarkes Prozeßmodul realisieren.
In einer bevorzugten Weiterbildung umfaßt die Programmdaten-
Verwaltungseinheit eine Speichereinheit zur Abspeicherung von
prozeßmodulspezifischen Daten. Ferner ist die Programmdaten-
Verwaltungseinheit vorzugsweise über einen Bus mit dem Pro
grammdaten-Speicher verbindbar.
Bei den in der Speichereinheit abgespeicherten prozeßmodul
spezifischen Daten handelt es sich beispielsweise um eine Iden
tifikationsnummer des Prozeßmoduls, die unter anderem von der
ausgeübten Funktion abhängt, oder um die Angabe des Speicher
orts des Programms, beispielsweise die Speicheradresse innerhalb
des Prozeßmodul-Speichers oder aber eine Internetadresse, über die
das Programm geladen werden kann. Ein weiteres produktspezifisches
Datum ist beispielsweise der Ort der zum Programmablauf
notwendigen Programmablaufeinheit, beispielsweise Prozeßmodul oder
Basis-Steuereinrichtung.
Wie bereits zuvor erwähnt, sind diese Daten dann notwendig, wenn
die Programmdaten-Verwaltungseinheit passiv arbeitet. In diesem
Fall wird beispielsweise die Basis-Steuereinrichtung diese Daten
über den Bus abfragen und entsprechende Aktionen ausführen.
Alternativ kann die Programmdaten-Verwaltungseinheit auch aktiv
arbeiten, so daß die Übertragung der Programmdaten zur Programm
ablaufeinheit direkt von dieser ohne Beteiligung der Basis-Steuer
einrichtung ausgeführt wird. Im besten Fall kann dann sogar auf
eine Basis-Steuereinrichtung vollständig verzichtet werden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch von einer
Bearbeitungsstation der eingangs genannten Art gelöst, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß die Steuereinrichtung des Prozeßmoduls
eine Programmdaten-Verwaltungseinheit umfaßt, die die Übertragung
des dem Prozeßmodul zugeordneten Programms aus einem Programm
daten-Speicher zu der Programmablaufeinheit koordiniert.
Auch hier ergeben sich die bereits im Zusammenhang mit dem Prozeß
modul erläuterten Vorteile.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung umfaßt die vorzugsweise vor
gesehene Basis-Steuereinrichtung der Bearbeitungsstation die Pro
grammablaufeinheit. D. h., daß die zur Steuerung der Funktionen der
einzelnen Prozeßmodule notwendigen Programme zentral in der Basis-
Steuereinrichtung ablaufen, wobei vorzugsweise mehrere Mikro
prozessoren vorgesehen sind, so daß die Programme parallel, d. h.
zeitgleich, ausführbar sind. Damit ergeben sich keine Beeinträch
tigungen durch die Dauer eines Programmzyklus. Selbstverständlich
ist es auch denkbar, die Programme in einem timesharing-Modus qua
si-parallel auf einem Mikroprozessor auszuführen.
Je nach Anwendungsfall läßt sich die Bearbeitungsstation mit meh
reren Prozeßmodulen, vorzugsweise bis maximal vier Prozeßmodulen,
ausstatten, so daß die Bearbeitungsstation selbst eine der Anzahl
der Prozeßmodule entsprechende Anzahl an Funktionen ausüben kann.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung ist die Basis-Steuer
einrichtung und/oder die Steuereinrichtung eines Prozeßmoduls so
ausgebildet, daß sie eine Verbindung mit dem Programmdaten-
Speicher herstellen kann, der außerhalb der Bearbeitungsstation,
beispielsweise in einem Speicher eines zentralen Leitsystems, in
einer Datenbank eines Rechners oder auf einem Internet-Server
liegt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das Programm beispielsweise
über das Internet von einem am Internet angeschlossenen Server ge
laden werden kann, so daß insbesondere die Pflege der Programme
und die Installation von Updates deutlich vereinfacht wird.
Selbstverständlich ist es auch denkbar, statt dem Internet andere
Datennetze hierfür einzusetzen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch von einem
Verfahren zur Inbetriebnahme einer Bearbeitungsstation mit den zu
vor genannten Merkmalen gelöst, das sich dadurch auszeichnet, daß
nach Anschluß eines Prozeßmoduls an der Bearbeitungsstation vor
zugsweise über die Schnittstelle, das das Prozeßmodul steuernde
Programm abhängig von in der Programmdaten-Verwaltungseinheit ab
gelegten prozeßmodulspezifischen Daten aus dem Programmdaten-
Speicher ausgelesen und zur Programmablaufeinheit übertragen wird.
Vorzugsweise umfassen die prozeßmodulspezifischen Daten zumindest
ein Datum der folgenden Daten: Speicherort des Programms, Ort des
Übertragungsziels des Programms und Identifikationsdaten des Pro
zeßmoduls. Auch mit diesem Verfahren lassen sich die bereits zuvor
beschriebenen Vorteile realisieren.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels mit
Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer kompletten Bear
beitungsstation bzw. eines Bearbeitungs-, Prüf- und -
Montagesystems in einer Seiten- und einer Drauf
sicht;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer automatischen
Bearbeitungsstation mit auswechselbaren Prozeß
modulen;
Fig. 3 eine schematische Darstellung des steuerungstechni
schen Aufbaus der Bearbeitungsanlage;
Fig. 4A ein schematisches steuerungstechnisches Blockdia
gramm einer Bearbeitungsstation; und
Fig. 4B ein schematisches steuerungstechnisches Blockdia
gramm einer Bearbeitungsstation gemäß Fig. 4A ohne
Basis-Steuereinrichtung.
In Fig. 1 ist ein Montagesystem bzw. eine Bearbeitungsanlage
mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Bearbeitungsanlage 10
ist in der oberen Darstellung in Seitenansicht und in der unte
ren Darstellung in Draufsicht gezeigt. Die Bearbeitungsanlage
10 setzt sich aus mehreren in Reihe angeordneten Einheiten 12.1
bis 12.6 zusammen. Die Anzahl von sechs Einheiten ist rein bei
spielhaft und in der Praxis darauf nicht beschränkt. Vielmehr
kann die Bearbeitungsanlage aus weniger oder auch mehr als
sechs Einheiten bestehen, die nicht nur in einer Linie sondern
auch in anderen geometrischen Formen angeordnet sein können.
Jede der Einheiten 12.1 bis 12.6 weist zwei parallel zueinander
liegende Transportbahnabschnitte auf, die in der unteren Drauf
sicht mit den Bezugszeichen 14 bzw. 16 gekennzeichnet sind. Die
beiden in einer Einheit 12.1 bis 12.6 vorgesehenen Transport
bahnabschnitte 14, 16 besitzen entgegengesetzte Lauf- bzw.
Transportrichtungen. Die Transportbahnabschnitte 14, 16 der
Einheiten 12.1 bis 12.6 sind so ausgelegt, daß ein Transport
einer Palette von einer Einheit zur nächsten Einheit möglich
ist. Um eine geschlossene Transportbahn zu erzielen, sind die
beiden am Ende der Bearbeitungsanlage angeordneten Einheiten
12.1 und 12.6 als Umlenk- bzw. Wendeeinheiten ausgelegt, die
die beiden Transportbahnabschnitte 14, 16 der benachbarten Ein
heit 12.2 bzw. 12.5 miteinander verbinden.
Eine solche Bearbeitungsanlage 10 ermöglicht es, ein auf einer
Palette umlaufendes Werkstück der Reihe nach unterschiedlichen
Bearbeitungsvorgängen zu unterziehen. Hierfür sind die Einhei
ten 12.2 bis 12.5 unterschiedlich ausgebildet, da sie unter
schiedliche Zwecke erfüllen sollen. So ist die Einheit 12.2 als
automatische Bearbeitungsstation 18 ausgebildet, die beiden
Einheiten 12.3 und 12.4 als manuelle Bearbeitungsstationen 20
und die Einheit 12.5 als reine Transport- bzw. Transferstation
(Puffer) 22.
Zur Versorgung der einzelnen Einheiten 12.1 bis 12.6 mit den
erforderlichen Medien, wie elektrische Spannung, Druckluft
etc., erstrecken sich entsprechende Energiestränge von Einheit
zu Einheit. In der Seitenansicht in Fig. 1 ist der Druckluft-
oder pneumatische Energiestrang mit dem Bezugszeichen 24 ge
kennzeichnet, während der elektrische Energiestrang mit dem Be
zugszeichen 26 gekennzeichnet ist. Der pneumatische Energie
strang 24 verläuft im unteren Bereich der Einheiten 12.1 bis
12.6, der elektrische Energiestrang 26 demgegenüber jedoch im
oberen Bereich der Einheiten. Zu dem elektrischen Energiestrang
26 gehören nicht nur die Leitungen für die elektrische Energie
versorgung sondern beispielsweise auch die Leitungen eines Da
tenbusses. Die Verbindung der beiden Energiestränge 24, 26 zwi
schen den Einheiten erfolgt üblicherweise mittels Steckverbin
dungen, die der Übersichtlichkeit wegen in der Figur jedoch
nicht dargestellt sind.
Die in der Bearbeitungsanlage 10 vorgesehene automatische Bear
beitungsstation 18 ist in der Lage, bei Bedarf nicht nur eine
Funktion sondern auch mehrere Funktionen auszuführen. In diesem
Zusammenhang ist unter Funktion ein Arbeitsschritt zu verste
hen, der an dem Werkstück, das die Bearbeitungsstation durch
läuft, ausgeübt wird. Ein solcher Arbeitsschritt kann
beispielsweise in einer spanenden oder nichtspanenden Bearbei
tung des Werkstücks gesehen werden, im Verbinden des Werkstücks
mit einem anderen Teil, im Prüfen des Werkstücks auf Funktions
fähigkeit, im Beschriften des Werkstücks mittels eines Lasers
oder einem beliebigen anderen Prüftest oder Bearbeitungs
schritt.
Jede dieser Funktionen bzw. jeder dieser Arbeitsschritte wird
nachfolgend als Prozeß bezeichnet, wobei die automatische Bear
beitungsstation 18 zur Ausführung eines solchen Prozesses ein
entsprechend ausgelegtes Prozeßmodul aufweist. Dieses Prozeß
modul ist in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 30 bezeichnet. Deut
lich zu erkennen ist in Fig. 1, daß die automatische Bearbei
tungsstation 18 insgesamt vier solcher Prozeßmodule 30 auf
weist. Diese Zahl von vier Prozeßmodulen ist jedoch rein bei
spielhaft gewählt. Es ist durchaus denkbar, auch eine geringere
Anzahl von Prozeßmodulen oder möglicherweise auch eine höhere
Anzahl von Prozeßmodulen zu verwenden.
Jedes der Prozeßmodule 30 ist in sich abgeschlossen und ist un
abhängig von den anderen in einer Bearbeitungsstation 18 vor
handenen Prozeßmodulen 30 funktionsfähig. Die Installation der
elektrischen und pneumatischen Leitungen eines Prozeßmoduls 30
ist so weit vorbereitet, daß lediglich die Anbindung an den
entsprechenden Energiestrang, beispielsweise mittels üblicher
Steckverbinder, erforderlich ist.
In Fig. 2 ist ein Prozeßmodul 30 in Seitenansicht gezeigt, das
von einem Hubwagen 31 gestützt wird. Der Pfeil 32 soll andeu
ten, daß dieses Prozeßmodul 30 in die Bearbeitungsstation 18
hineingefahren werden kann und dort mit einer entsprechend vor
gesehenen (nicht dargestellten) Trägereinheit verbunden wird.
Diese Trägereinheit umfaßt Abstützelemente, auf denen das Pro
zeßmodul 30 aufliegt, sowie zumindest zwei Positionierelemente,
die für eine exakte Positionierung des Prozeßmoduls 30 inner
halb der Bearbeitungsstation 18 sorgen. Die Verbindung des Pro
zeßmoduls 30 mit den Energiesträngen 24, 26 erfolgt über sche
matisch angedeutete Steckverbindungen 34, 36.
Dieser modulare Aufbau der automatischen Bearbeitungsstation 18
ermöglicht eine sehr flexible und einfache Anpassung an die Er
fordernisse des Betreibers der Bearbeitungsanlage 10. Darüber
hinaus ist jederzeit eine Anpassung oder Änderung der automati
schen Bearbeitungsstation 18 möglich, indem die jeweiligen Pro
zeßmodule 30 durch Prozeßmodule 30 anderer Funktion ausge
tauscht werden.
Wie bereits erwähnt, erfolgt die Anbindung des Prozeßmoduls 30
an die Energiestränge 24, 26 über entsprechende Steckverbin
dungen 34, 36. Zur Inbetriebnahme des Prozeßmoduls 30 ist es
daneben auch erforderlich, eine das Prozeßmodul 30 steuernde
Softwarekomponente (im folgenden als Programm bezeichnet) an
entsprechender Stelle zu installieren und zu starten. Dieser
Vorgang soll nun anhand der Fig. 3 und 4 nachfolgend be
schrieben werden.
In Fig. 3 ist der steuerungstechnische Aufbau der Bearbeitungs
anlage 10 ausschnittsweise schematisch dargestellt. Die Bear
beitungsanlage 10 umfaßt optional eine Anlagensteuerung bzw.
ein Leitsystem 40, das übergeordnete und koordinierende Funk
tionen innerhalb der gesamten Bearbeitungsanlage 10 übernimmt.
In diesem Leitsystem ist unter anderem die Konfiguration der
gesamten Anlage sowie die Bearbeitungsfolge der zu bearbeiten
den Werkstücke angegeben. Das Leitsystem 40 kommuniziert mit
den einzelnen Einheiten 12.1 bis 12.6 über einen Datenbus 42,
der beispielsweise als Profibus ausgelegt ist. Die einzelnen
Einheiten 12.1 bis 12.6 sind, sofern überhaupt erforderlich,
über eine Steckverbindung 44 mit dem Datenbus 42 verbunden. Wie
bereits erwähnt, ist der Datenbus 42 Teil des elektrischen
Energiestrangs 26, der sich durch die gesamte Bearbeitungs
anlage 10 erstreckt.
In Fig. 3 ist der steuerungstechnische Aufbau der automatischen
Bearbeitungsstation 18 dargestellt, die über die Steckverbin
dung 44 an dem Datenbus 42 angeschlossen ist. Die Bearbeitungs
station 18 weist eine Basis- bzw. Stations-Steuerung 50 auf,
die an einem internen Datenbus 52 angeschlossen ist. Diese Ba
sis-Steuerung 50, die beispielsweise eine SPS umfaßt, dient un
ter anderem dazu, der Bearbeitungsstation 18 zugeordnete Auf
gaben auszuführen. Hierzu gehört beispielsweise das Abschalten
der gesamten Station bei Betätigung eines Not-Aus-Schalters,
der in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 54 gekennzeichnet ist. Eine
weitere Aufgabe der Basis-Steuerung 50 kann in der Kommunikati
on über den Datenbus einerseits mit dem Leitsystem 40 und ande
rerseits mit vor- und nachgeordneten Einheiten 12 der Bearbei
tungsanlage 10 bestehen.
Die Ein- und Ausgabe von Informationen, Daten oder Befehlen er
folgt über eine Stationsbedienung 56, die ebenfalls am internen
Datenbus 52 angeschlossen ist. Diese Stationsbedienung 56 um
faßt ein Display zur Anzeige von bestimmten Informationen, so
wie ein Tastenfeld zur Eingabe von Daten. Die Stationsbedienung
56 ist ergonomisch an einer leicht zugänglichen Stelle der Be
arbeitungsstation 18 angebracht. Die Basis-Steuerung 50 hin
gegen ist in einem üblicherweise elektromagnetisch abgeschirm
ten Gehäuse, das in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen 58 gekenn
zeichnet ist, untergebracht.
Wie bereits erwähnt, ist die Bearbeitungsstation 18 zur Aufnah
me mehrerer Prozeßmodule 30 ausgelegt. Zum Anschluß der Prozeß
module 30 sind die bereits erwähnten Steckverbindungen 36 in
einer der Anzahl der Prozeßmodule entsprechenden Anzahl vorge
sehen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel kann die Bearbei
tungsstation 18 insgesamt vier Prozeßmodule 30 aufnehmen, so
daß insgesamt auch vier Steckverbindungen 36 vorgesehen sind.
Aus Übersichtlichkeitsgründen ist in Fig. 3 der steuerungstech
nische Aufbau von nur einem Prozeßmodul 30 dargestellt.
Das Prozeßmodul 30 umfaßt eine dezentrale E/A-Einheit bzw.
Steuerung 60 (Prozeßmodul-Steuerung), die mit dem internen Da
tenbus 52 verbunden ist. Dieser Prozeßmodul-Steuerung 60 kommt
die Aufgabe zu, die in dem jeweiligen Prozeßmodul 30 vorgesehe
nen Geräte zu steuern. Zu solchen Geräten gehören beispielswei
se Schrittmotoren, Aktuatoren, Laserbeschriftungsvorrichtungen,
Meß- und Prüfgeräte etc. In Fig. 3 sind rein beispielhaft ein
Schrittmotor 62 sowie zwei Ein/Ausgabe-Schnittstellen 64 darge
stellt, wobei letztere beispielsweise zur Ansteuerung eines La
sers und zum Empfang von Meßdaten dienen können.
Zur Ablaufsteuerung der erwähnten Geräte eines Prozeßmoduls 30
ist ein Programm erforderlich, das entweder in der Prozeßmodul-
Steuerung 60 oder aber in der Basis-Steuerung 50 zum Ablauf ge
langt. Im erstgenannten Fall verfügt die Prozeßmodul-Steuerung
60 über eine entsprechende Programmablaufeinheit 76. Falls das
Programm auf der Basis-Steuerung 50 abläuft, werden die ent
sprechenden Steuerungsbefehle über den internen Datenbus 52 an
die Prozeßmodul-Steuerung 60 weitergeleitet. Da die Basis-
Steuerung 50 für alle innerhalb der Bearbeitungsstation 18 an
geschlossenen Prozeßmodule 30 zuständig ist, werden in diesem
Fall die unterschiedlichen Programme der Prozeßmodule 30 nach
einander, d. h. sequentiell, ausgeführt, so daß es bei zeit
kritischen Funktionen eines Prozeßmoduls 30 zu Problemen führen
kann. Abhilfe kann hier neben der bereits erwähnten Verlagerung
der Programmablaufeinheit 76 in das jeweilige Prozeßmodul 30
auch das Vorsehen mehrerer Programmablaufeinheiten 76, d. h.
Mikrocomputern, in der Basis-Steuerung 50 (Mehrprozessorsystem)
schaffen.
Unter Bezugnahme auf die schematische Darstellung in Fig. 4A
soll nachfolgend erläutert werden, wie die Prozeßmodul-
Steuerung 60 aufgebaut ist und wie das zur Steuerung erforder
liche Programm in die Programmablaufeinheit 76 gelangt.
Zur Vereinfachung wurden in Fig. 4A für die bereits im Zusam
menhang mit Fig. 3 erläuterten Teile die gleichen Bezugszeichen
verwendet, so daß auf deren nochmalige ausführliche Beschrei
bung verzichtet werden kann.
Jedes Prozeßmodul 30 umfaßt die Prozeßmodul-Steuerung 60, die
unter anderem eine Steuerungseinheit 70, einen Programmspeicher
72 sowie eine Programmdaten-Verwaltungseinheit 74 umfaßt.
Bei dem Programmspeicher 72 handelt es sich um einen nicht
flüchtigen Speicher, beispielsweise in Form eines ROM's, EE-
PROM's oder eines Festplattenspeichers, in dem das notwendige
Programm zur Steuerung des Prozeßmoduls 30 abgelegt ist. Bei
der Programmdaten-Verwaltungseinheit 74 handelt es sich im ein
fachsten Fall um eine Speichereinheit, in der unterschiedliche
prozeßmodulspezifische Daten abgelegt sind. Zu diesen Daten ge
hört beispielsweise eine das Prozeßmodul 30 identifizierende
Kennung, ein Wert, der den Ort des Programms angibt und ein
Wert, der den Ort der zur Ausführung dieses Programms notwendi
gen Programmablaufeinheit 76 angibt.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Basis-Steuerung
50 eine Programmablaufeinheit 76 auf. Ferner umfaßt auch das in
Fig. 4A unten liegende Prozeßmodul 30 eine solche Programmda
teneinheit 76', die Teil der Prozeßmodul-Steuerung 60 ist.
Fig. 4A läßt noch erkennen, daß das Leitsystem 40 über das In
ternet 80 mit einem Server 82 verbindbar ist, wobei der Server
82 einen Programmspeicher 72' umfaßt. Des weiteren ist eben
falls durch eine gestrichelte Linie angedeutet, daß auch die
Basis-Steuerung 50 oder das Leitsystem 40 über einen Programm
speicher 72" bzw. 72''' verfügen kann, in dem die zur Steue
rung der Prozeßmodule 30 notwendigen Programme abgelegt sind.
Alle am Datenbus 42 angeschlossenen Einheiten weisen Schnitt
stellen 84 auf, die die Kommunikation über den Datenbus 42
steuern.
In Fig. 4B ist eine Abwandlung des in Fig. 4A gezeigten Ausfüh
rungsbeispiels dargestellt. Zur Vereinfachung sind gleiche Tei
le mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet, so daß auf deren
nochmalige Beschreibung verzichtet werden kann. Im Unterschied
zu dem in Fig. 4A gezeigten Ausführungsbeispiel weist diese Ab
wandlung keine Basis-Steuerung 50 mehr auf. Die Funktionalität
dieser Basis-Steuerung 50 ist vollständig verlagert auf die
Prozeßmodule 30 und/oder das Leitsystem 40. Aus diesem Grund
verfügt jedes Prozeßmodul 30 über einen Programmspeicher 72,
eine Programmdaten-Verwaltungseinheit 74 und eine Programm
ablaufeinheit 76. Damit ergibt sich ein vollständig dezentraler
Aufbau des gesamten Systems. Die Prozeßmodule 30 sind damit au
tark. Die Funktionsweise selbst verändert sich jedoch gegenüber
dem in Fig. 4A gezeigten Ausführungsbeispiel im wesentlichen
nicht, lediglich der über den Datenbus 52 übertragene Daten
strom verringert sich. Darüber hinaus kommunizieren die Prozeß
module 30 über diesen Datenbus 52 sowohl miteinander als auch
mit dem Leitsystem 40. Aufgrund der geringen Unterschiede der
beiden in Fig. 4A und 4B gezeigten Ausführungsbeispiele wird
nachfolgend die Inbetriebnahme eines Prozeßmoduls 30 anhand des
in Fig. 4A gezeigten Systems beschrieben. Die Funktionen der
dort angegebenen Basis-Steuerung 50 werden in dem in Fig. 4B
gezeigten Ausführungsbeispiel dezentral, d. h. von dem Prozeß
modul selbst oder beispielsweise von dem Leitsystem 40, er
bracht.
Die Inbetriebnahme eines Prozeßmoduls 30 läuft nun wie folgt
ab:
Zunächst wird das Prozeßmodul 30 bzw. die Prozeßmodule 30 in
die Bearbeitungsstation 18 eingeschoben und über die Steck
verbindungen 34, 36 an die Energiestränge 24, 26 angeschlossen.
Beim Einschalten eines Prozeßmoduls 30 meldet sich die Prozeß
modul-Steuerung 60 über den Datenbus 42 bzw. über den internen
Datenbus 52 bei der Basis-Steuerung 50 an (oder den anderen
Prozeßmodulen oder dem Leitsystem 40, wenn gemäß Fig. 4B keine
Basis-Steuerung 50 vorgesehen ist). Die Basis-Steuerung 50 (ge
mäß Fig. 4B die Prozeßmodul-Steuerung 60 selbst oder das Leit
system 40) liest die in der Programmdaten-Verwaltungseinheit 74
abgelegten Daten aus und überträgt abhängig davon die Programm
daten aus dem Programmspeicher 72 in die Programmablaufeinheit
76. Alternativ und abhängig von dem in der Programmdaten-
Verwaltungseinheit 74 abgelegten Datum kann das Programm auch
aus dem Programmspeicher 72', dem Programmspeicher 72" oder dem
Programmspeicher 72''' im Leitsystem 40 geladen werden, wobei im
erstgenannten Fall das Leitsystem 40 eine Verbindung über das
Internet 80 mit dem Server 82 herstellt. Selbstverständlich ist
es auch denkbar, daß die Prozeßmodule 30 eine Verbindung zum
Internet selbständig ohne Beteiligung des Leitsystems 40 her
stellen können. Die Information, wo das Programm abgelegt ist,
findet sich also in der Programmdaten-Verwaltungseinheit 74 je
des Prozeßmoduls 30. Darüber hinaus ist in dieser Programmda
ten-Verwaltungseinheit 74 auch angegeben, wo die Programm
ablaufeinheit 76 liegt. So ist die Programmablaufeinheit 76' in
dem unteren Prozeßmodul 30 beispielsweise Teil der Prozeßmodul-
Steuerung, so daß das Programm aus dem Programmspeicher 72 in
die Programmablaufeinheit 76' übertragen wird.
Der vorgenannte Vorgang des Übertragens des Programms aus dem
Programmspeicher 72 in die Programmablaufeinheit 76 läuft auto
matisch ab, ohne daß eine Bedienperson eingreifen müßte. Insbe
sondere ist es nicht mehr erforderlich, daß das Programm zur
Steuerung des Prozeßmoduls 30 von der Bedienperson über ein
Notebook in die Programmablaufeinheit 76 geladen wird und bei
spielsweise Programmanpassungen vorgenommen werden müssen.
Nachdem die Programme der verschiedenen angeschlossenen Prozeß
module 30 in die Programmablaufeinheit 76 bzw. Programmablauf
einheiten 76' der Prozeßmodule 30 geladen sind, werden sie ge
startet und zyklisch wiederholt. Diese Programme sorgen dann
beispielsweise dafür, daß die Schrittmotoren 62 der Prozeß
module 30 angesteuert, der zur Beschriftung verwendete Laser 86
richtig bewegt und die Meßwerte einer Waage 88 richtig ausgele
sen und ausgewertet werden.
Zuvor wurde die Programmdaten-Verwaltungseinheit 74 als ein
fache Speichereinheit beschrieben, die prozeßmodulspezifische
Daten enthält. Alternativ hierzu kann es sich bei der Programm
daten-Verwaltungseinheit 74 auch um eine aktive Einheit han
deln, die die zuvor beschriebenen Aufgaben der Basis-Steuerung
50, nämlich beispielsweise das Übertragen des Programms aus dem
entsprechenden Programmspeicher 72 in die Programmablaufeinheit
76, übernimmt.
Selbstverständlich sind auch andere Aufgabenverteilungen zwi
schen der Programmdaten-Verwaltungseinheit 74 und der Basis-
Steuerung 50 denkbar. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Er
findung ist es lediglich von Bedeutung, daß das Programm auto
matisch aus einem Programmspeicher 72 abhängig von den in der
Programmdaten-Verwaltungseinheit 74 abgelegten Informationen
gelesen wird, wobei der Programmspeicher 72 Teil der Bearbei
tungsanlage 10 ist.
Zusammenfassend zeigt sich also, daß die erfindungsgemäße
steuerungstechnische Ausgestaltung der Prozeßmodule 30 zu einer
deutlichen Vereinfachung der Inbetriebnahme führt. So ist es
beispielsweise nicht mehr notwendig, daß geschultes Personal
per Notebook die erforderlichen Programme einspielt, so daß
einerseits Kosten eingespart werden können und andererseits
eine mögliche Fehlerquelle beseitigt wird (Plug and Work). Dar
über hinaus trägt jedes Prozeßmodul 30 alle notwendigen Kompo
nenten, um außerhalb der Bearbeitungsstation 18 getestet werden
zu können.
Claims (17)
1. Prozeßmodul für eine Bearbeitungsstation (18) zur Ausfüh
rung einer vorgegebenen Funktion, mit einer Steuereinrich
tung (60), der eine Programmablaufeinheit (76; 76') zuge
ordnet ist, auf der ein das Prozeßmodul steuerndes Pro
gramm zum Ablauf gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuereinrichtung (60) eine Programmdaten-Verwaltungs
einheit (74) umfaßt, die die Übertragung des dem Prozeß
modul (30) zugeordneten Programms aus einem Programmdaten-
Speicher (72; 72'; 72") zu der Programmablaufeinheit (76;
76') koordiniert.
2. Prozeßmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuereinrichtung (60) den Programmdaten-Speicher (72)
umfaßt.
3. Prozeßmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Steuereinrichtung (60) die Programmablauf
einheit (76') umfaßt.
4. Prozeßmodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Programmablaufeinheit (76) als Mikroprozessor vorge
sehen ist.
5. Prozeßmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Programmdaten-Verwaltungs
einheit (74) eine Speichereinheit zur Abspeicherung von
prozeßmodulspezifischen Daten umfaßt.
6. Prozeßmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Programmdaten-Verwaltungs
einheit (74) über einen Bus (42; 52; 80) mit dem Programm
daten-Speicher (72; 72'; 72"; 72''') verbindbar ist.
7. Bearbeitungsstation mit zumindest einem Prozeßmodul (30)
zur Ausführung einer vorgegebenen Funktion, wobei das Pro
zeßmodul (30) eine Steuereinrichtung (60) umfaßt, der eine
Programmablaufeinheit (76; 76') zugeordnet ist, auf der
ein das Prozeßmodul (30) steuerndes Programm zum Ablauf
gelangt, und mit einem Bussystem (42; 52) zur Übertragung
von Daten zu der Steuereinrichtung (60) des Prozeßmoduls
(30), dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung
(60) eine Programmdaten-Verwaltungseinheit (74) umfaßt,
die die Übertragung des dem Prozeßmodul (30) zugeordneten
Programms aus einem Programmdaten-Speicher (72; 72'; 72")
zu der Programmablaufeinheit koordiniert.
8. Bearbeitungsstation nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß eine Basis-Steuereinrichtung (50) vorgesehen ist,
und daß das Prozeßmodul (30) eine Schnittstelle (84) zum
Anschluß an die Basis-Steuereinrichtung umfaßt.
9. Bearbeitungsstation nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Basis-Steuereinrichtung (50) die Programm
ablaufeinheit (76; 76') umfaßt.
10. Bearbeitungsstation nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Programmablaufeinheit (76; 76') als
Mikrocomputer ausgebildet ist.
11. Bearbeitungsstation nach Anspruch 7, 8, 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Prozeßmodule (30) vorgesehen
sind, wobei die den Prozeßmodulen (30) zugeordneten Pro
gramme auf der Programmablaufeinheit (76) zum Ablauf ge
langen.
12. Bearbeitungsstation nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Programmablaufeinheit (76) mehrere Mikro
prozessoren umfaßt, so daß die den Prozeßmodulen (30) zu
geordneten Programme parallel auf unterschiedlichen Mikro
prozessoren zum Ablauf gelangen.
13. Bearbeitungsstation nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß zumindest einer der Mikroprozessoren (76') in
einer Steuereinrichtung (60) eines Prozeßmoduls (30) vor
gesehen ist.
14. Bearbeitungsstation nach einem der Ansprüche 7 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß die Basis-Steuereinrichtung (50)
und/oder die Steuereinrichtung (60) so ausgebildet sind,
eine Verbindung mit dem Programmdaten-Speicher (72') her
zustellen, der außerhalb der Bearbeitungsstation (18)
liegt.
15. Bearbeitungsstation nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß die Verbindung mit dem Programmdaten-Speicher
(72') über das Internet (80) erfolgt, wobei der Programm
daten-Speicher (72') in einem mit dem Internet (80) ver
bundenen Server (82) vorgesehen ist.
16. Verfahren zur Inbetriebnahme einer Bearbeitungsstation
nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Anschluß eines Prozeßmoduls (30) an der Bearbei
tungsstation (18) über die Schnittstelle (84) das das Pro
zeßmodul (30) steuernde Programm abhängig von in der Pro
grammdaten-Verwaltungseinheit (74) abgelegten prozeßmodul
spezifischen Daten aus dem Programmdaten-Speicher (72;
72'; 72") ausgelesen und zur Programmablaufeinheit (76;
76') übertragen wird.
17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die prozeßmodulspezifischen Daten zumindest ein Datum der
folgenden Daten umfassen: Speicherort des Programms, Ort
des Übertragungsziels des Programms und Identifikations
daten des Prozeßmoduls (30).
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| R010 | Appeal proceedings settled by withdrawal of appeal(s) or in some other way | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20141001 |