DE1000768B - Verfahren zur Herstellung von Fermenten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FermentenInfo
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- C12N9/00—Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
- C12N9/14—Hydrolases (3)
- C12N9/24—Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2)
- C12N9/2402—Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2) hydrolysing O- and S- glycosyl compounds (3.2.1)
- C12N9/2405—Glucanases
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- C12N1/14—Fungi; Culture media therefor
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Fermenten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Fermenten durch einen kombinierten Vorgang der Ankeimung von pflanzlichen Samen und Verpilzung mit Mikroorganismen auf halbsterilem Wege.
- Es ist bekannt, daß alle pflanzlichen Samen beim Ankeimen Fermente, insbesondere Amylasen bilden. So läßt man z. B. Gerste ankeimen und gewinnt dadurch das für die Brauerei und Brennerei so wichtige enzymreiche Malz. Auch die Gewinnung von Weizenmalz, Hafermalz ist bekannt und wird im großtechnischen Maßstab vorgenommen. Man hat auch schon durch Verpilzung von Cerealien der verschiedensten Art im Oberflächenverfahren oder submers Fermente gewonnen. Man verwendet dazu entweder Schimmelpilzkulturen, besonders vom Typ des Aspergillus, Bakterienkulturen, z. B. Bakterium mesentericus, oder auch algenartige Mikroorganismen. Die Menge der gebildeten Fermente ist jedoch bei der Vermälzung wie auch bei der »Verpilzung« mit Mikroorganismen begrenzt. Grünmalz aus Gerste hat normalerweise nicht über 400 Diastaseeinheiten und der Fermentgehalt von anderen Malzarten ist noch wesentlich geringer. Durch die Verpilzung von Cerealien ist es zwar möglich, Endprodukte mit höherem Fermentgehalt zu bekommen, doch ist auch die Fermentbildung der Mikroorganismen begrenzt.
- Es wurde nun gefunden, daß man zu besonders fermentreicheen Endprodukten kommt, wenn man die Ankeimung von pflanzlichen Samen mit einer Verpilzung mit Mikroorganismen kombiniert und Kulturbedingungen wählt, die eine Fremdinfektion mit schädlichen Mikroorganismen unmöglich machen. Um eine optimale Ferrnentbildung zu erreichen, weicht man z. B. Weizen 12 Stunden in Wasser ein, wäscht ihn dann kurz mit lo/oiger Zitronensäurelösung, breitet ihn auf Horden aus, beimpft ihn mit Aspergillusorycae`Kulturen und läßt ihn in einem entsprechenden Kulturraum, der gut belüftet und befeuchtet ist, ankeimen und gleichzeitig verschimmeln. Dadurch erhält man ein verpilztes Weizenmalz mit besonders hohem Fermentgehalt. Dieses wird dann vorsichtig getrocknet und gegebenenfalls gemahlen.
- Ein auf diese Weise erzeugtes Ferrnentkonzentrat eignet sich besonders gut als Backhilfsmittel und als Zusatzfuttermittel für die Aufzucht. Auf Grund seines hohen Diastasegehaltes ist das fermentierte Malz den normalen Malzmehlen und auch den meisten Fermentkonzentraten, die allein durch Schimmelpilze oder andere Mikroorganismen gewonnen werden, überlegen. Als Zusatzfuttermittel verwendet, begünstigt es die Aufzucht bei Jungtieren und die Mast bei Schweinen, weil es eine probiotische Wirkung hervorruft. Auch die Verwendung des verpilzten Malzes nach oben beschriebenem Verfahren als Diät- und Arzneimittel bietet gegenüber den bekannten Fermentpräparaten Vorteile. Gerade die Kombination der bei der Ankeimung entstehenden pflanzlichen Fermente mit den von den Schimmelpilzen und Bakterien gebildeten Wirkstoffen ist eine neuartige Basis für die Verwendung dieses Rohstoffes als Fermentdiätmittel und als Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Störungen -und allen Erscheinungen, die durch Fermentschwäche und Fermentmangel hervorgerufen werden, ferner percutan anzuwendende Präparate (Salben, Gesichtsmasken u. dgl.) mit proteolytischer und lipatischer Wirkung auf die Haut.
- Beispiele 1. 1 t Weizen wird in einem Bottich mit 4000 1 Wasser eingeweicht und über Nacht stehengelassen. Am nächsten Morgen wird das nicht aufgenommene Weichwasser abgelassen und das Getreide kurz mit lo/oiger Zitronensäurelösung gewaschen. Anschließend wird es auf Horden ausgebreitet, in einen Kulturraum gebracht und mit Sporen von Aspergillus orycae beimpft. Der Kulturraum muß gut belüftet sein und stets eine gleichmäßige Raumfeuchtigkeit aufweisen. Hier erfolgt nun ein Ankeimen des Getreides und gleichzeitig eine Verschimmelung, die nach 3 Tagen ihren Höhepunkt erreicht hat. Nun wird das angekeimte und verpilzte Getreide vorsichtig bei Temperaturen von nicht über 40° getrocknet und gemahlen. Das erhaltene Mehl dient als Backhilfsmittel und kann auch zur Herstellung von Diät- und Arzneimitteln Verwendung finden.
- 2. 100 kg Hafer werden in 5001 Wasser eingeweicht und 12 Stunden stehengelass@en. Das überschüssige Weichwasser wird abgelassen und der gequollene Hafer mit einer 0,51/eigen Phosphorsäurelösu,ng gewaschen. Anschließend wird der Hafer auf Tennen ausgebreitet und reit Sporen von Aspergillus niger beimpft. Der Hafer wird gut feucht gehalten und ist nach 3 Tagen ausgekeimt und gut durchgeschimmelt. Er wird vorsichtig bei Temperaturen unter 40° getrocknet und grob geschrotet. Nach Vermischung von 31/o Kalk findet es als Zusatzfuttermittel für die Mast von Schweinen und idie Aufzucht von Jungtieren Verwendung.
- Die Erzeugnisse des Verfahrens können unter anderem auch zur Herstellung kosmetischer Präparate, wie z. B. von Fußpackungen u. dgl., Verwendung finden.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: ` -1. Verfahren zur Herstellung von Fermenten, dadurch gekennzeichnet, daß - man pflanzliche Samen nach Einweichen in Wasser und Beizen mit einer schwachen organischen öder" anorganischen Säure _mit Schimmelpilzku.lturen beimpft, während der Änkeimung unter halbsterilen Bedingungen verschimmelt, das so erhaltene Produkt alsdann vorsichtig bei Temperaturen unter 40° trocknet und gegebenenfalls vermahlt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Cerealien insbesondere Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Mais verwendet.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet"daß man,das Beizen mit Zitronensäure, Weinsäure, Essigsäure, Phosphorsäure, Salzsäure oder Schwefelsäure vornimmt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Verpilzung vorzugsweise Reinkulturen von Aspergillus orycae und Aspergillus niger verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 677 387; USA.-Patentschrift Nr. 2 359 356.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK23202A DE1000768B (de) | 1954-08-20 | 1954-08-20 | Verfahren zur Herstellung von Fermenten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK23202A DE1000768B (de) | 1954-08-20 | 1954-08-20 | Verfahren zur Herstellung von Fermenten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1000768B true DE1000768B (de) | 1957-01-17 |
Family
ID=7216666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK23202A Pending DE1000768B (de) | 1954-08-20 | 1954-08-20 | Verfahren zur Herstellung von Fermenten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1000768B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1212826B (de) * | 1960-02-24 | 1966-03-17 | Bierhefe Verarbeitungsgesellsc | Futtermittelzusatzstoff und Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE1257725B (de) * | 1959-12-01 | 1968-01-04 | Taisho Pharma Co Ltd | Verfahren zur Herstellung eines saeurefesten Verdauungsenzym-Praeparates |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2359356A (en) * | 1941-10-30 | 1944-10-03 | Nat Agrol Company Inc | Method of increasing the diastase content of materials |
| GB677387A (en) * | 1949-09-17 | 1952-08-13 | Kalle & Co Ag | Manufacture of amylases of improved enzymatic efficiency |
-
1954
- 1954-08-20 DE DEK23202A patent/DE1000768B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2359356A (en) * | 1941-10-30 | 1944-10-03 | Nat Agrol Company Inc | Method of increasing the diastase content of materials |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1257725B (de) * | 1959-12-01 | 1968-01-04 | Taisho Pharma Co Ltd | Verfahren zur Herstellung eines saeurefesten Verdauungsenzym-Praeparates |
| DE1212826B (de) * | 1960-02-24 | 1966-03-17 | Bierhefe Verarbeitungsgesellsc | Futtermittelzusatzstoff und Verfahren zu seiner Herstellung |
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