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DE1000386B - Verfahren zur Herstellung neuer Chinazolinderivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Chinazolinderivate

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Publication number
DE1000386B
DE1000386B DEI8991A DEI0008991A DE1000386B DE 1000386 B DE1000386 B DE 1000386B DE I8991 A DEI8991 A DE I8991A DE I0008991 A DEI0008991 A DE I0008991A DE 1000386 B DE1000386 B DE 1000386B
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DE
Germany
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mixture
filtered
nitroquinazoline
water
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DEI8991A
Other languages
English (en)
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DE1000386C2 (de
Inventor
Alfred Spinks
Edwin Harry Paterson Young
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1000386B publication Critical patent/DE1000386B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1000386C2 publication Critical patent/DE1000386C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/70Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D239/72Quinazolines; Hydrogenated quinazolines
    • C07D239/95Quinazolines; Hydrogenated quinazolines with hetero atoms directly attached in positions 2 and 4
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/70Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D239/72Quinazolines; Hydrogenated quinazolines
    • C07D239/86Quinazolines; Hydrogenated quinazolines with hetero atoms directly attached in position 4
    • C07D239/94Nitrogen atoms
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/495Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having six-membered rings with two or more nitrogen atoms as the only ring heteroatoms, e.g. piperazine or tetrazines
    • A61K31/505Pyrimidines; Hydrogenated pyrimidines, e.g. trimethoprim
    • A61K31/517Pyrimidines; Hydrogenated pyrimidines, e.g. trimethoprim ortho- or peri-condensed with carbocyclic ring systems, e.g. quinazoline, perimidine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung neuer Chinazolinderivate Die Erfindung betrifft die Herstellung neuer Chinazolinderivate der Strukturformel in der R1, R2 und X Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest, Y Wasserstoff, Halogen oder einen niederen Alkylrest und Z eine N H R3 Gruppe bedeuten, in der R3 Wasserstoff oder ein Acylrest ist und die sich in der 7- oder 8-Stellung des Chinazolinringsystems befindet.
  • Es wurde gefunden, daß Stoffe dieser Struktur, z. B. 4, 7- und 4, 8-Diaminochinazolin, eine starke harntreibende Wirkung mit sehr geringer Giftigkeit verbinden und den bekannten, diuretisch wirksamen Verbindungen überlegen sind.
  • Als neue Chinazolinderivate seien beispielsweise erwähnt: 4, 7-Diaminochinazolin, 4-Amino-7-acetamidochinazolin, 4-Methylamino-7-aminochinazolin, 4-Dimethylamino-7-aminochinazolin, 4-Äthylamino-7-aminochinazolin, 4-Isopropylamino-7-aminochinazolin, 4-n-Butylamino-7-aminochinazolin, 4-n-Butylamino-7-acetamidochinazolin, 4, 8-Diaminochinazolin, 4, 8-Diamino-6-chlorchinazolin, 4, 7-Diamino-2-methylchinazolin, 4, 7-Diamino-6-methylchinazolin, 4-Amino-7-butyramidochinazolin.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung dieser Chinazolinderivate besteht in der Reduktion von Verbindungen der Strukturformel in der R1, R2, X und Y die oben angegebene Bedeutung haben und die Nitrogruppe in der 7- oder 8-Stellung des Chinazolinringsystems steht, im Bedarfsfalle mit anschließender Acylierung des Reduktionsproduktes.
  • Die Reduktion kann mit Reduktionsmitteln, wie z. B. Zinnchlorür oder mit Metallpulvern, z. B. Eisenpulver, in einem wäßrigen, sauren Medium, wie wäßriger Salzsäure, ausgeführt werden.
  • Wie erwähnt, kann das Reduktionsprodukt anschließend, falls erforderlich, auf an sich bekannte Weise acyliert werden. Hierzu kann z. B. ein Gemisch einer geeigneten Säure mit ihrem Anhydrid, z. B. ein Gemisch von Essigsäure mit Essigsäureanhydrid, Verwendung finden.
  • Die folgenden Beispiele, in denen die Teile sich auf Gewichtsmengen beziehen, dienen zur Erläuterung der Erfindung, sollen sie jedoch nicht beschränken.
  • Beispiel i Eine Mischung von 2o Teilen Eisenpulver, io Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und 5oo Teilen Wasser wird unter Rühren 15 Minuten lang auf 95° erhitzt. Dann werden i9 Teile 4-Amino-7-nitrochinazolin zugesetzt, und die Mischung wird unter Rühren 5 Stunden lang auf 95° gehalten. Dann wird sie bis zur alkalischen Reaktion gegen Brillantgelb mit Natriumcarbonat versetzt und heiß filtriert. Der feste Rückstand wird mit ioo Teilen heißem Wasser gewaschen. Das Filtrat wird mit den Waschflüssigkeiten vereinigt, gekühlt und filtriert und der feste Rückstand aus Wasser umkristallisiert. Man erhält 4, 7-Diaminochinazolin als farblose Nadeln vom Schmelzpunkt 253 bis 254°.
  • 2,6 Teile Essigsäureanhydrid werden zu einer Lösung von 4 Teilen 4, 7-Diaminochinazolin in 26 Teilen Eisessig zugesetzt, und die Mischung wird io Minuten lang auf ioo° erhitzt, dann auf 2o° abgekühlt und zu 25o Teilen Wasser und ioo Teilen Eis zugegeben. Die Mischung wird filtriert und das Filtrat durch Zusatz von konzentriertem wäßrigem Ammoniak gegen Brillantgelb alkalisch gemacht. Die Mischung wird filtriert und der feste Rückstand aus Wasser umkristallisiert, wobei man 7-Acetamido-4-aminochinazolin als farblose, feste, kristalline Masse vom Schmelzpunkt 349 bis 35o° (unter Zersetzung) erhält.
  • Beispiel 2 Eine Mischung von 5 Teilen Eisenpulver, 2 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und Zoo Teilen Wasser wird unter Rühren 15 Minuten lang auf 95 bis ioo° erhitzt. Nach Zusatz von 5 Teilen 4-Methylamino-7-nitrochinazolin zur Mischung wird diese weitere 6 Stunden lang bei 95 bis ioo° gerührt. Dann wird filtriert und das Filtrat durch Zusatz von Natriumcarbonat gegen Brillantgelb alkalisch gemacht und wieder filtriert. Zu dem Filtrat werden 72 Teile 4o°/oige wäßrige Natronlauge zugegeben, und die Mischung wird filtriert. Der feste Rückstand -wird aus Wasser umkristallisiert, und man erhält 7-Amino-4-methylaminochinazolin als blaßcremefarbenen festen Stoff; Schmelzpunkt 221°.
  • Das als Ausgangsmaterial verwendete 4-Methylamino-7-nitrochinazolin kann durch Zugabe von 2o Teilen 4-Chlor-7-nitrochinazolin unter Rühren im Verlaufe von 3o Minuten zu Zoo Teilen einer 23°/oigen wäßrigen Lösung von Methylamin bei 45 bis 5o° dargestellt werden. Die Mischung wird dann weitere 15 Minuten lang bei 45 bis 5o° gerührt, abgekühlt und filtriert. Der feste Rückstand wird zweimal mit je 5o Teilen Wasser gewaschen und dann aus Wasser umkristallisiert. Man erhält 4-Methylamino-7-nitrochinazolin in Form gelber Nadeln; Fp. 245 bis 246°. Beispiel 3 Eine Mischung von io Teilen Eisenpulver, 5 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und ioo Teilen Wasser wird unter Rühren 15 Minuten lang auf 95 bis ioo° erhitzt. Dann werden 6 Teile 4-Dimethylamino-7-nitrochinazolin zugesetzt, und die Mischung wird 6 Stunden lang unter Rühren auf 95 bis ioo° gehalten. Dann filtriert man, stellt das Filtrat durch Zusatz von Natriumcarbonat auf ein p$ von 8 ein, kocht auf und filtriert heiß. Das Filtrat wird abgekühlt, stehengelassen und dann wieder filtriert. Der feste Rückstand wird aus Wasser umkristallisiert, wobei man 7-Amino-4-dimethylaminochinazolin als farblose Nadeln vom Schmelzpunkt 89 bis gi° erhält.
  • Das als Ausgangsstoff verwendete 4-Dimethylamino-7-nitrochinazolin kann dargestellt werden, indem man 2o Teile 4-Chlor-7-nitrochinolin unter Rühren zu Zoo Teilen einer 24o/oigen wäßrigen Lösung von Dimethylamin bei 45 bis 50° zusetzt. Die Mischung wird dann io Minuten lang auf 7o° erhitzt und darauf auf 2o° abkühlen gelassen, worauf man sie 16 Stunden stehenläßt. Dann filtriert man, wäscht den festen Rückstand mit kaltem Wasser und kristallisiert ihn aus 15o Teilen Äthanol um. Man erhält 4-Dirnethylamino-7-nitrochinazolin als gelbe Kristalle vom Schmelzpunkt 171 bis 173°. Beispiel 4 Eine Mischung von io Teilen Eisenpulver, 5 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und ioo Teilen Wasser wird unter Rühren io Minuten lang auf 95 bis ioo° erhitzt. Dann werden 5,3 Teile 4-Äthylamino-7-nitrochinazolin zugesetzt, und die Mischung wird unter Rühren 5 Stunden lang auf 95 bis ioo° gehalten. Die Mischung wird durch Zugabe von Natriumcarbonat gegen Brillantgelb alkalisch gemacht und filtriert. Der feste Rückstand wird mit 2o Teilen heißem Wasser gewaschen. Das mit den Waschflüssigkeiten vereinigte Filtrat wird abgekühlt und filtriert, und der feste Rückstand wird aus Wasser umkristallisiert. Man erhält 7-Amino-4-äthylaminochinazolin in kristallwasserhaltiger Form als farblose Nadeln vom Schmelzpunkt 99 bis ioo°. Das als Ausgangsstoff verwendete 4-Äthylamino-7-nitrochinazolin kann dargestellt werden, indem man 2o Teile 4-Chlor-7-nitrochinazolin schnell unter Rühren zu 8o Teilen einer 24°/oigen Lösung von Äthylamin bei 2o° zusetzt. Dann wird die Mischung 15 Minuten lang auf 6o bis 7o° gehalten und darauf auf 2o° abgekühlt. Dann wird die Mischung mit Zoo Teilen Wasser verdünnt und filtriert. Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen und aus 7o Teilen Äthanol umkristallisiert. Man erhält 4-Äthylamino-7-nitrochinazolin als gelbe, kristalline, feste Masse; Fp. 195 bis i97°. Beispiel 5 Eine Mischung von io Teilen Eisenpulver, io Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und ioo Teilen Wasser wird unter Rühren auf 95 bis ioo° erhitzt, bis sie nicht mehr sauer gegen Kongorot reagiert. Dann werden 8 Teile 4-Isopropylamino-7-nitrochinazolin zugesetzt, und die Mischung wird 6 Stunden lang unter Rühren auf 95 bis ioo° gehalten. Dann wird sie durch Zugabe von Natriumcarbonat gegen Brillantgelb alkalisch gemacht und filtriert. Der feste Rückstand wird mit 2o Teilen heißem Wasser gewaschen, das mit den Waschflüssigkeiten vereinigte Filtrat wird mit 25 Teilen 4o°/oiger Natronlauge alkalisch gemacht, und die so erhaltene Mischung wird mit 2io Teilen Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird getrocknet, dann mit trockenem Chlorwasserstoffgas gesättigt und filtriert. Der feste Rückstand wird in 24 Teilen Methanol gelöst und durch Zusatz von 135 Teilen Äthylacetat ausgefällt. Man erhält 7-Amino-4-isopropylaminochinazolin-dihydrochlorid als farblose, feste, kristalline Masse; Fp. 239 bis 24o°.
  • Das als Ausgangsstoff verwendete 4-Isopropylamino-7-nitrochinazolin kann dargestellt werden, indem man 2o Teile 4-Chlor-7-nitrochinazolin zu 35 Teilen Isopropylamin bei 2o° unter Rühren hinzufügt. Man läßt das Gemisch i Stunde stehen, verdünnt dann mit 5oo Teilen kaltem Wasser und filtriert. Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen und aus Zoo Teilen 5o°/oigem wäßrigem Methanol umkristallisiert. Man erhält 4-Isopropylamino-7-nitrochinazolin als gelbe, feste, kristalline Masse; Fp. i61 bis 163°. . Beispiel 6 Eine Mischung von 5 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure, io Teilen Eisenpulver und 25o Teilen Wasser wird unter Rühren 30 Minuten lang auf 95 bis ioo° erhitzt. Dann werden im Verlaufe einer Stunde bei 95 bis ioo° io Teile 4-n-Butylamino-7-nitrochinazolin zugesetzt, und die Mischung wird weitere 6 Stunden lang unter Rühren auf 95 bis ioo° gehalten und dann heiß filtriert. Das heiße Filtrat wird durch Zusatz von Natriumcarbonat auf ein pH von 8 eingestellt und filtriert. Dieses Filtrat wird mit 2o Teilen 4o°/oiger Natronlauge alkalisch gemacht und die so erhaltene Mischung mit 28o Teilen Äther bei 30° extrahiert. Der Ätherextrakt wird getrocknet, auf etwa 15o Teile konzentriert, gekühlt und filtriert. Man erhält 7-Amino-4-n-butylaminochinazolin als farblose, feste, kristalline Masse; Fp. 15o bis 152°.
  • Das als Ausgangsstoff verwendete 4-n-Butylamino-7-nitrochinazolin kann dargestellt werden, indem man 2o Teile 4-Chlor-7-nitrochinazolin unter Rühren allmählich bei 20° zu 38 Teilen n-Butylamin zugibt. Die Mischung wird dann 15 Minuten lang auf 8o° gehalten, gekühlt, in 2ooo Teile kaltes Wasser gegossen und filtriert. Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen, zu einer Mischung von 95o Teilen Wasser und 45 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure zugegeben und filtriert. Das Filtrat wird mit konzentriertem wäßrigem Ammoniak alkalisch gemacht, und man erhält 4-n-Butylamino-7-nitrochinazolin; Fp. i42 bis 144°.
  • Eine Mischung von i,i Teilen 7-Amino-4-n-butylaminochinazolin, io,5 Teilen Eisessig und o,65 Teilen Essigsäureanhydrid wird zum Sieden erhitzt. Dann läßt man die Mischung auf 2o° abkühlen, gießt sie in ioo Teile kaltes Wasser, macht sie mit konzentriertem wäßrigem Ammoniak alkalisch und filtriert. Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen und aus wäßrigem Äthanol umkristallisiert. Man erhält 7-Acetamido-4-n-butylaminochinazolin; Fp. 303 bis 3o4° (unter Zersetzung). Beispiel 7 Eine Mischung von io Teilen Eisenpulver, 5 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und ioo Teile Wasser wird unter Rühren auf 95 bis ioo° erhitzt, bis sie gegen Kongorot nicht mehr sauer reagiert. Dann werden 5 Teile 4-Amino-8-nitrochinazolin zugesetzt, die Mischung wird unter Rühren 6 Stunden lang auf 95 bis ioo° gehalten und dann filtriert. Das Filtrat wird durch Zusatz von konzentriertem wäßrigem Ammoniak alkalisch gemacht, filtriert und der feste Rückstand mit ioo Teilen Äthanol extrahiert. Der Äthanolextrakt wird auf etwa 2o Teile konzentriert, gekühlt und filtriert. Der feste Rückstand wird aus Wasser umkristallisiert; man erhält 4, 8-Diaminochinazolin als farblose, feste, kristalline Masse; Fp. 2io bis 2i2°.
  • Das als Ausgangsstoff verwendete 4-Amino-8-nitrochinazolin kann dargestellt werden, indem man 11,3 Teile 4-Chlor-8-nitrochinazolin im Verlaufe von io Minuten allmählich unter Rühren zu einer Mischung von 5o Teilen Phenol und z5 Teilen Ammoniumcarbonat bei 9o bis 95° zugibt. Die Mischung wird i Stunde lang unter Rühren auf 9o bis 95° gehalten, wobei erforderlichenfalls die alkalische Reaktion gegen Brillantgelb durch Zusatz von Ammoniumcarbonat aufrechterhalten wird. Dann wird die Mischung gekühlt und in iooo Teile kaltes Wasser gegossen, worauf man 4o°/oige wäßrige Natronlauge zusetzt, bis die Mischung stark alkalisch reagiert. Man filtriert, wäscht den festen Rückstand mit kaltem Wasser, trocknet ihn und setzt ihn unter Rühren im Verlaufe von io Minuten zu Zoo Teilen Ammoniumacetat bei 14o bis 15o° zu. Die Mischung wird 30 Minuten lang auf 14o bis 15o° gehalten, abgekühlt, mit i5o Teilen Wasser verdünnt und filtriert. Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser ausgewaschen und zu einer Mischung von 5 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und ioo Teilen Wasser bei 95° zugesetzt, worauf man filtriert. Das Filtrat wird mit konzentriertem wäßrigem Ammoniak alkalisch gemacht und wieder filtiiert, und der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen und aus Wasser umkristallisiert. Man erhält 4-Amino-8-nitrochinazolin als gelbe, feste, kristalline Masse; Fp. 284 bis 286° (unter Zersetzung).
  • Beispiel 8 io Teile Zinnchlorür werden unter Rühren zu einer Suspension von 2 Teilen 4-Amino-6-chlor-8-nitrochinazolin in 6o Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure bei 20° zugesetzt. Dann wird die Mischung 3 Minuten am Rückflußkühler erhitzt, gekühlt, durch Zusatz von 4o°/oiger wäßriger Natronlauge stark alkalisch gemacht und darauf filtriert. Der feste Rückstand wird zweimal mit je 5o Teilen kaltem Wasser gewaschen, dann zu 4o Teilen Äthanol zugesetzt und filtriert. Das Filtrat wird eingedampft; man erhält 6-Chlor-4, 8-diaminochinazolin als kristalline feste Masse. Fp. 258 bis 259°.
  • Das als Ausgangsstoff verwendete 4-Amino-6-chlor-8-nitrochinazolin kann folgendermaßen hergestellt werden: Eine Mischung von io Teilen 3-Nitro-5-chloranthranilsäure und 22,5 Teilen Formamid wird 12 Stunden lang auf 155 bis 16o° erhitzt. Die Mischung wird gekühlt und zweimal mit je Zoo Teilen einer 50/,igen wäßrigen Lösung von Bicarbonat extrahiert. Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen, getrocknet und aus Nitrobenzol umkristallisiert, wobei man 6-Chlor-4-oxy-8-nitrochinazolin als gelbe, kristalline, feste Masse vom Schmelzpunkt 245 bis 246° erhält.
  • Eine Mischung von 3,1 Teilen 6-Chlor-4-oxy-8-nitrochinazolin, 3 Teilen Phosphorpentachlorid und 42 Teilen Phosphoroxychlorid wird i Stunde lang am Rückflußkühler erhitzt. Dann wird die Lösung abgekühlt, es werden 8o Teile Petroläther (4o bis 6o°) zugesetzt, und die Mischung wird filtriert. Der feste Rückstand wird mit Petroläther (KP- 4o bis 6o°) gewaschen, und man erhält 4, 6-Dichlor-8-nitrochinazolin; Fp. 152 bis i53°.
  • 25,2 Teile 4, 6-Dichlor-8-nitrochinazolin werden im Verlaufe von 30 Minuten unter Rühren zu einer Mischung von Zoo Teilen Phenol und ioo Teilen Ammoniumcarbonat bei 9o bis 95° zugesetzt. Die Mischung wird eine weitere Stunde lang auf 9o bis 95° gehalten, dann abgekühlt und in 2ooo Teile kaltes Wasser gegossen. Die Mischung wird mit 4o°/oiger wäßriger Natronlauge gegen Claytongelb alkalisch gemacht und filtriert. Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen und getrocknet, und das so erhaltene 6-Chlor-8-nitro-4-phenoxychinazolin (Fp. 3oo bis 302°) wird im Verlaufe von 5 Minuten zu Zoo Teilen Ammoniumacetat bei 14o bis 15o° zugesetzt. Die Mischung wird i Stunde lang auf 14o bis 15o° gehalten, dann abgekühlt und in 5oo Teile kaltes Wasser gegossen und filtriert.
  • Der feste Rückstand wird mit kaltem Wasser gewaschen, dann zu einer Mischung von 24 Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure und 28o Teilen Wasser bei 95 bis ioo° zugegeben und filtriert. Das Filtrat wird mit konzentriertem wäßrigem Ammoniak alkalisch gemacht, und man erhält 4-Amino-6-chlor-8-nitrocbinazolin ; Fp. 284 bis 285°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung neuer Chinazolinderivate der Strukturformel in der R1, R2 und X Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest, Y Wasserstoff, Halogen oder einen niederen Alkylrest und Z eine NHR3-Gruppe bedeuten, in der R3 Wasserstoff oder ein Acylrest ist und die sich in der 7- oder 8-Stellung des Chinazolinringsystems befindet, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der Strukturformel in der R1, R2, X und Y die oben angegebenen Bedeutungen haben und die Nitrogruppe sich in 7- oder 8-Stellung des Chinazolinringsystems befindet, reduziert und das Reduktionsprodukt erforderlichenfalls anschließend acyliert. a. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Zinnchlorür oder einem Metallpulver, besonders Eisenpulver, in wäßrigem, saurem Medium, besonders in wäßriger Salzsäure, als Reduktionsmittel. In Betracht gezogene Druckschriften: C. Weygand, Organisch-chemische Experimentierkunst, 1948, S. 351, Ziffer a.
DE1954I0008991 1953-08-07 1954-08-05 Verfahren zur Herstellung neuer Chinazolinderivate Expired DE1000386C2 (de)

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DE1000386C2 DE1000386C2 (de) 1957-06-27

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