DE10002816A1 - Kindersicheres Medikamentenverpackungssystem - Google Patents
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Abstract
Kindersicheres Medikamentenverpackungssystem zur Aufnahme einer ein Medikament enthaltenden Blisterpackung, mit: DOLLAR A einem auf einer Oberseite offenen Kastenteil (1), DOLLAR A einem auf die Oberseite des Kastenteiles zum Verschließen des Kastenteiles (1) aufsetzbaren Deckelteil (3) und DOLLAR A einem Stempelteil (2); DOLLAR A bei dem das Kastenteil (1) eine Bodenwand (4) mit einer darin gebildeten Öffnung (5) aufweist, DOLLAR A bei dem das Deckelteil (3) eine Öffnung (11) aufweist, die in dem aufgesetzten Zustand mit der Öffnung (5) des Kastenteiles (1) ausgerichtet ist, DOLLAR A bei dem das Stempelteil (2) einen Durchmesser derart aufweist, daß es durch die Öffnung (11) des Deckelteiles (3) einführbar ist, DOLLAR A und bei dem die Anordnung des Medikamentes in der Blisterpackung in dem aufgenommenen Zustand der Anordnung der Öffnung des Kastenteiles (1) entspricht.
Description
Die Erfindung betrifft ein kindersicheres Medikamentenverpackungssystem,
insbesondere ein kindersicheres Medikamentenverpackungssystem zur Auf
nahme einer ein Medikament enthaltenden Blisterpackung.
Eine Blisterpackung besteht aus einer mit Vertiefungen für die Tabletten ver
sehenen Kunststoffolie, bei der die Vertiefungen, mit einer leicht perforier
baren Schutzfolie verschlossen sind. Nach der Entnahme einer Tablette wird
der Blisterstreifen oft einzeln und für Kinder frei zugänglich aufbewahrt. Da
der Blisterstreifen leicht durch Druck zu öffnen ist, sind die Medikamente darin
nicht kindersicher verpackt, was insbesondere bei hochtoxischen Präparaten zu
einer Gefährdung von Kindern führen kann.
Aus der DE 38 40 080 A1 ist eine Lochplatte bekannt, auf der ein Blister an
gebracht werden kann. Die Lochplatte ist mit Löchern versehen, die in einer
der Anordnung der Vertiefungen des Blisters entsprechenden einer Rasterung
angeordnet sind. Zu Entnahme werden die Tabletten aus dem Blister durch die
Löcher der Lochplatte gedrückt. Dadurch wird die Tablettenentnahme erleich
tert, die Verpackung ist jedoch nicht kindersicher.
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten kindersicheren
Medikamentenverpackungssystems.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Medikamentenverpackungssystem nach
Anspruch 1.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Weitere Merkmale und Zweckmäßigkeiten ergeben sich aus der Beschreibung
einer Ausführungsform der Erfindung anhand der beiliegenden Figuren. Von
diesen Figuren zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung von
unten;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Kastenteils mit einem daran ange
brachten Stempel der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform von oben;
Fig. 3 eine Draufsicht des in Fig. 2 dargestellten Kastenteils;
Fig. 4 eine Schnittansicht des in Fig. 3 dargestellten Kastenteils entlang der
Linie I-I;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines Deckels der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform von unten;
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung des in Fig. 5 dargestellten Deckels
von oben;
Fig. 7 eine Draufsicht des in Fig. 5 dargestellten Deckeis;
Fig. 8 eine Seitenansicht des in Fig. 7 dargestellten Deckels.
Das kindersichere Medikamentenverpackungssystem einer Ausführungsform
weist ein in Fig. 2 bis Fig. 4 dargestelltes Kastenteil 1, einen Stempel 2 und
einen in Fig. 5 bis 8 dargestellten Deckel 3 auf. Die perspektivische Ansicht
des kindersicheren Medikamentenverpackungssystems der Fig. 1 zeigt das
Kastenteil 1 mit dem daran angebrachten Stempel 2 von unten, wobei der
Deckel 3 verdeckt ist.
In Fig. 2 ist das Kastenteil 1 im unverschlossenen Zustand in einer perspek
tivischen Ansicht von oben dargestellt. Das in einer länglichen Quaderform
ausgebildete Kastenteil 1 weist einen Boden 4 auf, der aus einer rechteckigen
Platte in Längsrichtung des Bodens 4 mit in einer Reihe angeordneten, im
wesentlichen länglichen, ovalen Öffnungen 5 besteht. Die ovalen Öffnungen 5
sind mit ihrer Längsrichtung senkrecht zur Längsrichtung des Kastenteils 1 in
einem regelmäßigen Abstand zueinander angeordnet, der dem Abstand von
Vertiefungen einer in das Medikamentenverpackungssystem aufzunehmenden
Blisterpackung entspricht.
An den seitlichen Rändern des Bodens 4 sind Seitenwände 6, 7, 8 und 9
rechtwinklig angebracht. Die Seitenwände 6, 7, 8 und 9 sind derart an dem
Boden 4 angeordnet, daß die in das Verpackungssystem aufzunehmende
Blisterpackung in das Kastenteil 1 oberhalb des Bodens 4 aufgenommen werden
kann. Die Blisterpackung mit den Tabletten wird in dem Zwischenraum
oberhalb des Bodens 4 zwischen dem Boden 4 und einer Oberfläche, auf der
das Kastenteil 1 aufliegt, aufgenommen. Dabei weist die glatte Siegelseite der
Blisterpackung nach unten auf den Boden. In der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform erstreckt sich ungefähr 1/3 der Höhe der Seitenwände 6 bis 9
unterhalb des Bodens 4, und ungefähr 2/3 ihrer Höhe erstreckt sich oberhalb
des Bodens 4.
Der in Fig. 5 bis 8 dargestellte Deckel 2 des Medikamentenverpackungssystems
ist als eine dem Boden 4 entsprechende längliche Platte ausgebildet. Der
Deckel 3 ist auf die Seitenwände 6 bis 9 des Kastenteils 1 oberhalb des Bodens
4 aufsetzbar, wobei seine in Fig. 5 dargestellte Unterseite zum Boden 4
gerichtet ist. Um den Deckel 3 auf dem Kastenteil auszurichten, sind schienen
förmige Stege 10 in einem der Dicke der Seitenwände 6 bis 9 entsprechenden
Abstand parallel in den Deckel Ränder des von den Rändern des Deckels an
geordnet.
Der Deckel 3 weist Öffnungen 11 auf, die in einer Reihe, der Rasterung der
Öffnungen 5 des Bodens 4 entsprechend angeordnet sind, d. h. die Abstände der
Öffnungen 11 zueinander und zu den Seitenwänden sind derart ausgebildet, daß
sie in aufgesetzten Zustand des Deckels mit den Öffnungen 5 des Bodens 4
ausgerichtet sind. Die Öffnungen 11 besitzen eine Schlüssellochform mit einem
länglichen schmalen Bereich 12 und einem weiten runden Bereich 13, wie aus
Fig. 6 ersichtlich ist. Die Öffnungen 11 sind in einer Reihe in einer Hälfte des
Deckels derart angeordnet, daß ihr weiter Bereich 13 zu einer Längsseite des
Deckels 3 ausgerichtet ist. Der schmale Bereich 12 ist senkrecht zur Längsrich
tung des Deckels ausgerichtet. An dem zu der Längsseite des Deckels ausge
richteten Rand des weiten Bereichs 13 jeder Öffnung 11 ist ein halbrunder Steg
14 auf der Unterseite des Deckels 3 angebracht. Am freien Ende jedes Steges
14 ist parallel zu der Platte des Deckels 3 eine runde Anschlagplatte 15 in
einem Abstand zum Deckel 3 befestigt. Der Durchmesser der Anschlagplatte 15
entspricht dem Durchmesser des weiten Bereiches 13 der jeweiligen Öffnung
11.
Auf der Unterseite des Deckels 3 befindet sich an einer Seite jeder Öffnung ein
senkrecht zur Längsrichtung des Deckels ausgerichteter Quersteg 16, dessen
Höhe kleiner ist als die Höhe der Seitenwände oberhalb des Bodens 4 des
Kastenteils und der im aufgesetzten Zustand des Deckels 3 auf die Blister
packung zeigt. Der Abstand der Querstege 16 zu den Öffnungen 11 ist im
wesentlichen halb so groß wie der Abstand der Öffnungen 11 zueinander.
Durch die Querstege 16 wird der Innenraum des verschlossenen Medikamen
tenverpackungssystems in einzelne, gleich große Abteilungen für die
Hohlräume des Blisters, in denen sich die Tabletten befinden, unterteilt.
Zur Befestigung des Deckels 3 auf dem Kastenteil 1 weisen die Längsseiten
wände 6 und 8 des Kastenteils 1 auf ihrer Innenseite Ausnehmungen 17 und der
Deckel 3 auf dem an seinen Längsrändern angeordneten schienenförmigen Ste
gen 10 stiftförmige Stege 18 auf. Die Anordnung und die Abstände der Stege
18 entspricht denjenigen der Ausnehmungen 17. Am freien Ende der Stege 18
ist jeweils an nach außen gerichteter Vorsprung vorgesehen, der auf in die
entsprechende Ausnehmung 17 einrastet, wenn der Deckel 3 auf das Kastenteil
1 aufgesetzt wird. Dadurch wird der Deckel mit dem Kastenteil so fest verbun
den, daß er dauerhaft befestigt ist.
Der Stempel 2 des Medikamentenverpackungssystems besteht aus einem Griff
19 und einer Preßplatte 20, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die Preßplatte 20
weist einen Durchmesser auf, der kleiner ist als der Durchmesser des weiten
Bereiches 13 der Öffnungen 11 im Deckel 3. Die Dicke der Preßplatte 20 ist
kleiner als der Abstand der Anschlagplatte 15 zu dem Deckel 3. Der Griff 19
besitzt einen Durchmesser, der gewährleistet, daß der Griff 19 durch den
schmalen Bereich 12 der Öffnungen 11 paßt. An dem der Preßplatte 20 gegen
überliegenden Ende weist der Griff 19 eine Verbreiterung auf, um das Ergrei
fen des Stempels 2 zu erleichtern. Im unbenutzten Zustand ist der Griff 19 des
Stempels 2 mit einer Quer-Seitenwand des Kastenteils über einen Steg abbrech
bar verbunden.
Das Medikamentenverpackungssystem der Ausführungsform ist durch Spitz
gießen mit Polystyrol, Polypropylen, Polyethylen oder Copolymeren davon her
gestellt.
Im Gebrauch befindet sich der Blisterstreifen in dem zwischen dem Deckel 3
und dem Kastenteil 1 gebildeten Innenraum, wobei die Öffnungen 5 und 11 mit
den Hohlräumen des Blisters, in denen sich die Tabletten befinden, fluchten.
Die zu öffnende Schutzfolie des Blisters ist zu den Öffnungen 5 des Kastenteils
1 ausgerichtet. Das Medikamentenverpackungssystem wird mit den Öffnungen
5 des Kastenteils 1 nach unten auf eine Oberfläche gelegt. Dann wird der
Stempel 2 vom Kastenteil 1 entfernt und mit seiner Preßplatte 20 in den weiten
Bereich 13 einer Öffnung 11 des Deckels 3 soweit eingeführt, bis er gegen die
Anschlagplatte 15 stößt. Danach wird der Stempel 2 in den schmalen Bereich
12 der Öffnung 11 verschoben. Anschließend wird mit dem Stempel 2 in Rich
tung des Bodens 4 Druck auf die im Blisterhohlraum unter der Öffnung 11 ver
packten Tablette ausgeübt und durch die Öffnung 5 im Boden 4 des Kastenteils
1 in den Zwischenraum zwischen dem Boden 4 und der Oberfläche gedrückt.
Um eine Tablette der Blisterpackung zu entnehmen, muß also der Stempel 2
benutzt werden. Da zudem der Deckel 3 dauerhaft auf dem Kastenteil 1 befe
stigt ist, ist das Medikamentenverpackungssystem kindersicher.
Das Medikamentenverpackungssystem führt außerdem zu dem Vorteil, daß je
der Blisterstreifen einzeln geschützt ist. Außerdem kann der Stempel 2 zu sei
ner Aufbewahrung nach der Tablettenentnahme im schmalen Bereich 12 der
Öffnung 11, in der er eingeführt ist, belassen werden.
In der oben beschriebenen Ausführungsform sind die Öffnungen 5 des Kasten
teils 1 oval ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform für Blisterstreifen
mit runden Tabletten sind die Öffnungen 5 rund ausgebildet. Zu dem können
die Öffnungen 11 im Deckel 3 mittig in einer Reihe in Längsrichtung des
Deckels oder an einer anderen Position angeordnet sein, solange sie mit den
Öffnungen 5 im Boden des Kastenteils ausgerichtet sind und die Anschlag
platten 15 nicht mit den Blisterhohlräumen, in denen sich die Tabletten befin
den, kollidieren.
Claims (9)
1. Kindersicheres Medikamentenverpackungssystem zur Aufnahme einer ein
Medikament enthaltenden. Blisterpackung, mit:
einem auf einer Oberseite offenen Kastenteil (1),
einem auf die Oberseite des Kastenteiles zum Verschließen des Kastenteiles (1)
aufsetzbaren Deckelteil (3) und
einem Stempelteil (2);
bei dem das Kastenteil (1) eine Bodenwand (4) mit einer darin gebildeten Öff nung (5) aufweist,
bei dem das Deckelteil (3) eine Öffnung (11) aufweist, die in dem aufgesetzten Zustand mit der Öffnung (5) des Kastenteiles (1) ausgerichtet ist,
bei dem das Stempelteil (2) einen Durchmesser derart aufweist, daß es durch die Öffnung (11) des Deckelteiles (3) einführbar ist,
und bei dem die Anordnung des Medikamentes in der Blisterpackung in dem aufgenommenen Zustand der Anordnung der Öffnung des Kastenteiles (1) ent spricht.
einem auf einer Oberseite offenen Kastenteil (1),
einem auf die Oberseite des Kastenteiles zum Verschließen des Kastenteiles (1)
aufsetzbaren Deckelteil (3) und
einem Stempelteil (2);
bei dem das Kastenteil (1) eine Bodenwand (4) mit einer darin gebildeten Öff nung (5) aufweist,
bei dem das Deckelteil (3) eine Öffnung (11) aufweist, die in dem aufgesetzten Zustand mit der Öffnung (5) des Kastenteiles (1) ausgerichtet ist,
bei dem das Stempelteil (2) einen Durchmesser derart aufweist, daß es durch die Öffnung (11) des Deckelteiles (3) einführbar ist,
und bei dem die Anordnung des Medikamentes in der Blisterpackung in dem aufgenommenen Zustand der Anordnung der Öffnung des Kastenteiles (1) ent spricht.
2. Medikamentenverpackungssystem nach Anspruch 1,
bei dem das Kastenteil (1) eine im wesentlichen längliche Quaderform aufweist
und bei dem die Öffnung (5) des Kastenteiles (1) eine längliche Form senkrecht
zu der Längsrichtung des Kastenteiles (1) aufweist.
3. Medikamentenverpackungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem die Öffnung des Deckelteiles (3) eine Schlüssellochform mit einem
weiten Bereich (13) und einem schmalen Bereich (12) aufweist,
wobei der schmale Bereich (12) in dem aufgesetzten Zustand des Deckelteiles
(3) mit der Öffnung des Kastenteiles (1) ausgerichtet ist.
4. Medikamentenverpackungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem das Deckelteil (3) eine in dem aufgesetzten Zustand dem Kastenteil (1)
zugewandte Unterseite und auf der Unterseite des Deckelteiles (3) in einem
Abstand von dem Deckelteil (3) unter dem weiten Bereich (13) der Öffnung
(11) des Deckelteiles (3) eine Anschlagplatte (20) angebracht ist.
5. Medikamentenverpackungssystem nach Anspruch 3 oder 4,
bei dem auf der Unterseite des Deckelteiles (3) ein Steg (16) an einer Seite der
Öffnung (5) des Deckelteiles (3) angebracht ist.
6. Medikamentenverpackungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
bei dem das Kastenteil (1) eine Mehrzahl von in der Längsrichtung des Kasten
teiles (1) angeordnete Öffnungen (5) aufweist,
bei dem das Deckelteil (3) eine Mehrzahl entsprechender Öffnungen (11) und
eine Mehrzahl von zwischen den Öffnungen (11) angebrachten Stegen (16)
aufweist.
7. Medikamentenverpackungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
bei dem das Stempelteil (2) einen Griff (19) und eine Preßplatte (20) aufweist.
8. Medikamentenverpackungssystem nach Anspruch 7,
bei der der Durchmesser des Griffes (19) so gewählt ist, daß er durch den
schmalen Bereich (12) der Öffnung (11) des Deckelteiles (3) geht.
9. Medikamentenverpackungssystem nach Anspruch 7 oder 8,
bei dem der Durchmesser der Preßplatte (20) so gewählt ist, daß die Preßplatte
(20) durch den weiten Bereich (13) der Öffnung (5) des Deckelteiles (3) ein
führbar ist, aber nicht durch den schmalen Bereich (12), und
bei dem die Dicke der Preßplatte (20) kleiner als der lichte Abstand der An
schlagplatte (20) von dem Deckelteil (3) ist.
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| DE2000102816 DE10002816A1 (de) | 2000-01-24 | 2000-01-24 | Kindersicheres Medikamentenverpackungssystem |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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