DE1091375B - UEberlast- und Steinsicherung fuer Pflugschare - Google Patents
UEberlast- und Steinsicherung fuer PflugschareInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überlast- und Steinsicherung für Pflugschare, bei der der das Schar
tragende Stiel an einem Schwenkhebel, der seinerseits am Grindel schwenkbar gelagert ist, schwenkbar gelagert
ist und ein Verlängerungsstück des Stiels in der Arbeitsstellung durch eine einerseits an dem Stiel
bzw. am Schwenkhebel und andererseits am Grindel angreifende Zugfeder in Anlage an einem grindelfesten
Anschlag gehalten wird, von dem es sich bei Auftreten übermäßigen Boden Widerstandes unter Spannen
der Feder löst.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art, bei der diese auf einen Untergrundlockerer angewendet ist,
befindet sich das Schwenkgelenk des winkelförmig ausgebildeten Stiels oberhalb des am Stiel angreifenden,
als Rolle ausgebildeten Anschlages am unteren Ende eines doppelarmigen Hebels, an dessen oberem
Ende die Zugfeder angreift, so daß von diesem mit dem abgebogenen Ende des Stiels ein Winkelhebel gebildet
wird, der bei Auftreten eines Hindernisses nach oben einknickt, während das abgebogene Ende des
Stiels mit einer Kurve an dem Rollenanschlag entlanggeführt wird. Während der ganzen Ausschwenkbewegung
des Schars wird die Feder zunehmend gespannt und muß eine Spannung aufbringen, die dem
Bodenwiderstand das Gleichgewicht halt. Die Federkraft ist aber in dieser Größe und wegen Verschleißes
im längeren Gebrauch nicht kontrollierbar und nicht auf ein genau bestimmtes Auslösemoment einstellbar.
Wegen der Ausbildung des Getriebes als Winkelhebel muß sich der Rollenanschlag in Bodennähe befinden,
so daß seine Abrollung an der Kurve des Stiels der Verschmutzung unterliegt und diese gleichfalls die
Auslösekraft unterschiedlich beeinflußt'. Ferner gestattet das bekannte Getriebe nicht, das Schar genügend
über den Boden anzuheben, so daß das Hindernis mit Sicherheit freigegeben und überfahren werden
kann. Es kann vorkommen, daß das Hindernis, ζ. B. ein größerer Stein,, von dem nur unzureichend
ausgeschwenkten Schar mitgenommen wird und der
Bedienungsmann das Hindernis von Hand von dem Schar befreien muß.
Bei einer bekannten Ausführungsform einer Steinsicherung ähnlicher Art ist ein Verlängerungsstück
des im wesentlichen lotrecht zum Boden verlaufenden Stiels von diesem um etwa 90° in Richtung des' Grindels
abgekröpft und mittels eines vom Grindel vorstehenden Lagerzapfens an einem in Grindelrichtung
verlaufenden, in dem Verlängerungsstück vorgesehenen Längsschlitz längsverschiebbar gelagert. Das freie, in
Zugrichtung vorn gelegene Ende des Verlängerungsstückes
ist dabei mit einem Einschnitt versehen, in den ein vom Grindel abstehender Bolzen eingreift, der für
gewöhnlich das Ausschwenken des das Schar tragenüberlast- und Steinsicherung
für Pflugschare
für Pflugschare
Anmelder:
Jakob Schönberger K. G.
Fabrik landw. Maschinen,
Seelbach über Nassau/Lahn
Josef Cron, Niederlahnstein,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
den Stiels nach hinten verhindert. Zu diesem Zweck geht von dem Verlängerungsstück eine Zugfeder in
Grindelrichtung bzw. in Zugrichtung des Pfluges zu einem am Grindel festen Punkt. Die Spannung dieser
Feder ist in der Arbeitsstellung des Pfluges dem Höchstwert des für gewöhnlich ohne Beschädigung
des Schars zμlassigen Bodenwiderstandes gleich. Trifft
das Schar auf einen Stein oder ein sonstiges Hindernis,
das den Bodenwiderstand über diesen Höchstwert erhöht, so· wird die Feder gespannt, das Verlängerungsstück
in Grindelrichtung an den beiden vom Grindel vorstehenden Bolzen nach hinten verschoben und
rastet dadurch der vordere Bolzen aus dem Einschnitt am Vorderende des Verlängerungsstückes aus, so daß
der Stiel und das Schar für Ausschwenkbewegung um den anderen Bolzen oder Zapfen als Drehachse freigegeben
wird. Nach Überfahren des Hindernisses kann
das Schar durch Zurücksetzen des Pfluges wieder in die Ausgangsstellung geschwenkt und das Verlängerungsstück
des Stiels in seine Einraststejlung arn Grindel unter Wirkung der Feder zurückgeführt
werden.
Steinsicherungen dieser Art haben sich aus vielen Gründen nicht bewährt. Die dabei verwendete Zugfeder
muß übermäßig stark und in der Normalstellung genau dem Grenzwert des zulässigen Bodenwiderstandes
gleich bemessen werden. Rost, Verscjimutzung und
Verschleiß der Bolzen und Zapfenlagerungen des Verlängerungsstückes
am Grindel bringen nach längerem Gebrauch erhebliche zusätzliche Reibungskräfte mit
sich, die den Pflug erst bei einem übermäßigen, den Grenzwert weit überschreitenden Bodenwidefstand
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unbestimmter Höhe ausschwenken lassen. Die am Pflugschar aufzubringende große Federkraft bedingt
in Verbindung mit dem durch den Stiel gebildeten langen Hebelarm an dem aus praktischen Gründen
stets viel kürzeren Verlängerungsstück ein sehr großes Drehmoment an der Einraststelle des Anschlagbolzens
in seinem Einschnitt, so daß hier erst recht unkontrollierbar große und nach Verschleiß erhöhte
Reibungskräfte auftreten und der Rastbolzen beim Vorbei schwenken des Vorderendes des Verlängerungsstückes
starken Verschleiß erfährt. Auch hierdurch wird die auslösende Kraft unkontrollierbar erhöht.
Auch bestehen Schwierigkeiten, den Rastbolzen beim Zurücksetzen des Pfluges und Zurückschwenken des
Verlängerungsstückes genau in seinen die Rast bildenden Einschnitt einzuführen, so daß zu diesem Zweck
meist die Bedienungsperson den Schlepper verlassen und Hand anlegen muß.
Ähnliche Nachteile besitzt eine das vorstehende Prinzip abwandelnde Steinsicherung, bei der nicht das
wieder vom Stiel nach vorn abgekröpfte und mit dem Stiel am Grindel schwenkbar gelagerte Verlängerungsstück
gegenüber dem Grindel längs verschiebbar ist, sondern das auslösende Moment auf den Rastbolzen
einwirkt, der dabei an einem zum Grindel schwenkbar gelagerten Knickhebelpaar sitzt, dessen Schwenklager
zum Grindel sich unter Zusammendrücken einer Druckfeder nach vorn verschiebt, wenn das zum Grindel
hin abgeschrägte Vorderende des Verlängerungsstückes bei Erreichen des Auslösemomentes den Rastbolzen
in Zugrichtung nach vorn wegzudrücken versucht. Da in diesem Augenblick die Vorderkante des
Verlängerungsstückes an einer nahezu waagerecht verlaufenden Rundung des Rastbolzens angreift, bedarf
es an dieser Kante einer sehr großen, durch das Auslösemoment hervorgerufenen, nach unten gerichteten
Druckkraft, um das Zusammendrücken der Federin Grindelrichtung herbeiführen zu können. Die
Größe dieser Kraft bedingt schnellen Verschleiß des Rastbolzens und der ihn auslösenden Kante des Verlängerungsstückes,
so daß die Größe dieser Kraft, inssondere nach längerem Gebrauch der Vorrichtung,
wieder unkontrollierbar vom Verschleißzustand, Rostbildung und Schmutz an den zusammenwirkenden
Teilen abhängt und ein auf die Dauer zuverlässiges Ausrasten bei dem vorgegebenen Grenzwert des Bodenwiderstandes
nicht gewährleistet wird. Außerdem bedarf diese bekannte Vorrichtung wenigstens dreier
hintereinandergeschalteter Gelenke, eines für den Pflug, eines zwischen den Einzelhebeln des Knickhebelpaares
und eines für dessen schwenkbare Lagerung an der Betätigungsstange der Druckfeder, so daß
auch der Betriebszustand dieser Lager das Auslösemoment ungünstig und unkontrollierbar beeinflußt,
wobei eine Verstellmöglichkeit für das Auslösemoment nicht vorgesehen ist.
Zuverlässiger arbeiten die Steinsicherungen, die sich eines auswechselbaren Scherstiftes bedienen, der bei
Überschreiten einer dem Bodenwiderstand entsprechenden Scherkraft zwischen den durch den Scherstift an
Bewegung gegeneinander gehinderten und den Stiel mit dem Schar führenden Teilen abgeschert wird.
Diese Steinsicherungen haben aber den Nachteil, daß nach jedem Abscheren des Scherstiftes der Schlepperführer
das Fahrzeug verlassen und einen neuen Scherstift einsetzen muß.
Es ist auch bekannt, die Nachteile eines Scherstiftes oder des Verschleißes eines Anschlagbolzens dadurch
zu vermeiden, daß der das Schar tragende Stiel an einem fest mit dem Grindel verbundenen Träger unterhalb
des Grindels schwenkbar gelagert ist und gegen Ausschwenken in der Arbeitsstellung durch ein am
Grindel und am Stiel schwenkbar gelagertes Knickhebelpaar gehindert wird, das durch eine entsprechend
ausgespannte Zugfeder am Ausknicken aus der Strecklage gehindert wird, solange der Bodenwiderstand den
vorgegebenen Grenzwert nicht überschreitet. Diese Ausführung ist schon durch die Vielzahl der erforderlichen
Hebel, insbesondere die mindestens vier hintereinandergeschalteten Gelenke, umständlich und nachteilig,
weil diese mit dem 5- bis 7fachen des Arbeitsdruckes belastet werden und sich daher in kurzer Zeit
ausschlagen, so daß sich ein ungleichmäßiges Arbeiten des Pfluges in der Tiefe und der Breite ergibt und
auch das rechtzeitige Ausschwenken bei Überschreiten des zulässigen Bodenwiderstandes nicht gewährleistet
ist.
Die Erfindung behebt, ausgehend von einer Überlast- und Steinsicherung der eingangs genannten Art,
ao die Nachteile aller vorgenannten Sicherungen dadurch, daß der Anschlag, an dem das Verlängerungsstück des
Stieles in der Arbeitsstellung anliegt, ungefähr lotrecht oberhalb des Schwenklagers des Stiels und in
der Ruhestellung des Stiels nahe dem oberen Ende seines Verlängerungsstückes angeordnet ist, daß ferner
die Feder nahezu parallel zu diesem Verlängerungsstück verläuft und nahe der Achse des Schwenklagers
angreift und daß das Verlängerungsstück des Stiels derart in Richtung zum Boden längsverschiebbar
gelagert ist, daß eine geringe Längsverschiebung des Verlängerungsstückes nach unten und eine entsprechend
geringe und vorübergehende Beanspruchung der Feder ausreichen, das obere Ende des Verlängerungsstückes
vom Anschlag zu lösen und die Ausschwenkbewegung des Schars in an sich bekannter
Weise frei unter der Einwirkung des Bodenwiderstandes vor sich gehen zu lassen. Dabei kann die Feder,
die nur die Aufgabe hat, das Gewicht des Schars aufzunehmen und das Verlängerungsstück des Grindels
in der Ruhestellung an seinem Anschlag zu halten, die aber bei der Ausschwenkbewegung durch den
Bodenwiderstand nicht beansprucht wird, verhältnismäßig schwach gehalten werden. Insbesondere haben
diese Federkraft und der Verschleiß dieser Feder keinen Einfluß auf das Auslösemoment, das vielmehr
durch die Anordnung des Stiels am Schwenkhebel bedingt ist. Dabei bietet die Schwenklagerung des Stiels
die Möglichkeit, durch entsprechend geringe Neigung der von der Schwenkachse des Hebels zur Schwenkachse
des Stiels gehenden Verbindungslinie nach unten den größten Teil des Bodenwiderstandes an dem
Hebel und seinem Schwenklager aufzunehmen und nur eine kleine Komponente dieser Kraft durch die
Zugfeder aufnehmen zu müssen. Vorzugsweise soll zu diesem Zweck die genannte Verbindungslinie in sehr
spitzem Winkel nach unten oder nahezu parallel zur Richtung des Bodenwiderstandes bzw. zur Zugrichtung
des Pfluges verlaufen.
Im Vergleich zu den mit mehreren Schwenkgelenken und Winkelhebeln arbeitenden, eingangs genannten
Steinsicherungen ist bei der Erfindung in an sich bekannter Weise, aber ohne die Nachteile der erstgenannten
bekannten Steinsicherung in Kauf zu nehmen, nur ein den vollen Arbeitsdruck aufnehmendes
Schwenklager, nämlich dasjenige am Stiel, vorgesehen und entsprechend robust ausführbar, abgesehen
davon, daß diese Lagerbeanspruchung wie üblich nach der Freigabe des Verlängerungsstückes vom Anschlag
nicht mehr wesentlich beansprucht ist. Für dieses Auslösen ist nur eine geringe Kraft erforderlich. Die
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wegen des nahezu oder praktisch lotrechten Verlaufs der Zugfeder trotz der großen Auslösekraft am Schar
geringe Auslösekraft an der Feder kann aber genau und zuverlässig eingestellt werden, da auch Verschleiß
am Schwenklager des Stiels diese auslösende Kraftkomponente nicht nennenswert ändert.
Die Erfindung bietet weiter die Möglichkeit, die genaue Einhaltung des vorgegebenen Grenzwertes des
Bodenwiderstandes beim Auslösen noch dadurch zu verbessern, daß vorzugsweise das Verlängerungsstück
eine gerade Verlängerung des Stiels bildet und diese zweckmäßig in der Arbeitsstellung nur an der Hinterseite
des Anschlages gleitfähig anliegt. Da dann der gesamte Bodenabstand des Hinterendes des Grindels
für den Stiel und sein. Verlängerungsstück zur Verfügung
steht, kann der Angriffspunkt des Bodenwiderstandes an dem Schar in der Arbeitsstellung in etwa
gleichem Abstand unterhalb der Schwenkachse des Stiels verlegt werden, wie diese unterhalb des Anlagepunktes
seiner Verlängerung an seinem Anschlag liegt, d. h., der Stiel kann einen doppelarmigen Hebel
mit ungefähr gleichlangen Hebelarmen bilden. Dies hat den Vorzug, daß das am unteren Ende des Stiels
angreifende Auslösemoment senkrecht zum Anschlag nur eine Kraft erzeugt, die im Gegensatz zu der eingangs
genannten Konstruktion nicht größer als der Bodenwiderstand ist, so daß die Reibung entsprechend
gering gehalten wird. Zum gleichen Zweck kann überdies der Anschlag als Gleitrolle drehbar gelagert sein,
so daß insgesamt der nur geringe Verschleiß und etwaige Verschmutzung an der nur praktisch tangential
zum Anschlag wirkenden Auslösekraft nichts ändern.
Die erfindungsgemäße, schwenkbare Lagerung des Stiels an einem seinerseits schwenkbar gelagerten
Hebel bietet eine besonders einfache Möglichkeit, die Auslösekraft nach Bedarf größer oder kleiner einzustellen.
Der Hebel muß ohnehin gegen Verschwenkung nach oben durch einen Anschlag gesichert sein. Dieser
Anschlag für die Schwenklage des Hebels kann nun vorzugsweise durch ein gegen dessen Träger verstellbares
Glied, z. B. eine Stellschraube, gebildet werden, durch das der Winkel der Verbindungslinie der beiden
vorgenannten Schwenkachsen bzw. der Winkel des Hebels zum Stiel veränderlich einstellbar ist. Die Veränderung
dieses Winkels verändert die Kraftkomponente, mit der das Auslösemoment des Schars auf die
Feder im. Sinne der Freigabe des Schars einwirkt.
Die bevorzugte Ausführung der Erfindung macht schließlich auch nach dem Ausschwenken des Schars
ein einfaches Wiedereinsetzen durch Zurückbewegen des Pfluges ohne Eingreifen einer Bedienungsperson
am Pflug und ohne Verschleiß der dabei beanspruchten Teile möglich. Zu diesem Zweck besitzt das Verlängerungsstück
am oberen Ende vorzugsweise, wie an sich bekannt, eine in Richtung seiner Wiedereinsetzschwenkbewegung
verlaufende und in dieser Richtung in der Arbeitsstellung nach unten geneigte Führungsbahn.
Da nun das Verlängerungsstück vorzugsweise hinter seinem Anschlag anliegt, greift diese
Führungsbahn bei der Wledereinsetzschwenkbewegung unter den Anschlag. Um nun kurz vor der Endlage
bzw. vor Erreichen der Arbeitsstellung, d. h. wenn die Feder den größten Zug ausübt, unnötigen
Verschleiß der Führungsbahn zu vermeiden, geht diese in dieser Stellung in ein nahezu, senkrecht zur
Längsrichtung des Stiels und vorzugsweise im Bogen um seine Schwenkachse verlaufendes Bahnstück über.
In der Zeichnung ist die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Pfluges in Arbeitsstellung,
Fig. 2 mit weggebrochenen Teilen den Stiel und sein Verlängerungsstück in der ausgeschwenkten
Lage des Schars und
Fig. 3 das Verlängerungsstück des Stiels kurz vor dem Wiedereinrasten in die Arbeitsstellung beim
Wiedereinsetzvorgang.
Das Pflugschar 1 ist an einem Stiel 2 befestigt, der in geradliniger Verlängerung in ein Verlängerungsstück
3 übergeht, das sich oberhalb eines Schwenklagers 4 des Stiels befindet. Das obere Ende des Verlängerungsstückes
3 ist rechtwinklig zu einem Führungsstück abgewinkelt, dessen frei auslaufender Teil 5 in der Arbeitsstellung nach Fig. 1 zur Waagerechten nach unten geneigt ist und bei a in einen
Teil 6 übergeht. Das Bahnstück 6 der Führungsbahn ist mit dem zum Schwenkgelenk 4 als Krümmungsmittelpunkt gehenden Radius r gewölbt.
Das Ende des Verlängerungsstückes liegt in der Arbeitsstellung gemäß Fig. 1 an einem als Gleitrolle ausgebildeten
Anschlag 7 an, der an einem mit dem Grindel 8 fest verbundenen Trägerstück 9 drehbar gelagert
ist.
Das Schwenklager 4 sitzt etwa in der Mitte zwischen den Teilen 2 und 3 und wird von einem Hebel
10 getragen, der seinerseits am unteren Ende des Trägerstückes 9 um eine Schwenkachse 11 schwenkbar
gelagert ist.
Der Hebel 10 ist als doppelarmiger Winkelhebel ausgebildet, dessen nach hinten stehender Arm 12
einen Schlitz besitzt, in den eine mit Kopf versehene Stellschraube 13 eingreift, deren Gewinde in ein drehbar
am Tragstück 9 gelagertes Befestigungsglied 14 eingreift.
In der Nähe des Schwenklagers 4 greift das eine Ende einer Zugfeder 15 an, deren anderes Ende am
Tragstück 9 oder am Grindel bei 16 befestigt ist.
Wie ersichtlich, bildet der nach vorn stehende Hebelarm 10 nur einen geringen Neigungswinkel a
mit der Senkrechten zum Stiel 2 und einen noch geringeren
Winkel mit dem in Richtung des Pfeiles W verlaufenden Bodenwiderstand.
Dieser Bodenwiderstand wird zum größten Teil über das Schwenklager 4 und den Hebel 10 auf das
Schwenklager 11 abgesetzt und besitzt nur eine kleine Komponente b, die den Hebel 10 nach unten zu
schwenken sucht. In der entgegengesetzten Schwenkrichtung ist der freie Arm 12 des Hebels durch die
Stellschraube 13 gegen Verschwenkung gesichert.
Die Zugkraft der Feder 15 braucht demgemäß nur auf die bei Auftreten eines Steines oder sonstigen
größeren Hindernisses erzeugte geringe Kraft b bzw. deren in Federrichtung verlaufende Komponente abgestellt
zu werden. Wird in diesem Falle die Grenze der Auslösekraft überschritten, so rollt das obere
Ende des Verlängerungsstückes 3 an der Anschlagrolle 7 ab und gibt den Stiel in die in Fig. 2 gezeigte
Ausschwenkstellung frei.
Wird der Pflug nach Überfahren des Hindernisses zurückgesetzt, so gelangt das Verlängerungsstück 3 in
die in Fig. 3 gezeigte Stellung, in der sich die Rolle nach Auflaufen auf das Führungsbahnstück 5 über
das Bahnstück 6 hinwegbewegt. Hiernach zieht die Feder 15 den Stiel und sein Verlängerungsstück
wieder in die Einraststellung gemäß Fig. 1.
Claims (9)
1. Überlast- und Steinsicherung für Pflugschare, bei der der das Schar tragende Stiel an einem
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Schwenkhebel, der seinerseits am Grindel schwenkbar gelagert ist, schwenkbar gelagert ist und ein Verlängerungsstück
des Stiels in der Arbeitsstellung durch eine einerseits an dem Stiel bzw. am Schwenkhebel
und andererseits am Grindel angreifende Zugfeder in Anlage an einem grindelfesten Anschlag gehalten
wird, von dem es sich bei Auftreten übermäßigen Bodenwiderstandes unter Spannen der Feder
löst, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (7) ungefähr lotrecht oberhalb des Schwenklagers (4) des
Stiels (2) und in der Ruhestellung des Stiels nahe dem oberen Ende seines Verlängerungsstückes (3)
angeordnet ist, daß ferner die Feder (15) nahezu parallel zu diesem Verlängerungsstück verläuft
und nahe der Achse des Schwenklagers (4) angreift und daß das Verlängerungsstück des Stiels
derart in Richtung zum Boden längsverschiebbar gelagert ist, daß eine geringe Längsverschiebung
dts Verlängerungsstückes nach unten und eine entsprechend
geringe und vorübergehende Beanspruchung der Feder (15) ausreichen, das obere Ende
des Verlängerungsstückes vom Anschlag zu lösen und die Ausschwenkbewegung des Schars in an
sich bekannter Weise frei unter der Einwirkung des Bodenwiderstandes vor sich gehen zu lassen.
2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie von der
Schwenkachse des Hebels (10) zur Schwenkachse des Stiels (2) in der Arbeitsstellung in sehr spitzem
Winkel nach unten oder nahezu parallel zur Richtung des Bodenwiderstandes bzw. zur Zugrichtung
des Pfluges verläuft.
3. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsstück
(3) eine gerade Verlängerung des Stiels bildet.
4. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsstück
in der Arbeitsstellung nur an der Hinterseite seines Anschlags (7) gleitfähig anliegt und in dieser
Stellung der Hebel (10) gegen Verschwenkung nach oben durch einen Anschlag (13) gesichert ist.
5. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffspunkt
des Bodenwiderstandes an dem Schar (1) in der Arbeitsstellung etwa in gleichem Abstand unterhalb
der Schwenkachse (4) des Stiels (2) wie diese unterhalb des Anlagepunktes seiner Verlängerung
an seinem Anschlag (7) liegt.
6. Sicherung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (13)
für die Schwenkbewegung des Hebels (10) durch ein gegen dessen Träger (9) verstellbares Glied
(z. B. eine Stellschraube 13, 14) gebildet wird, durch das der Winkel der Schwenkachsenverbindungslinie
bzw. der Winkel (α) des Hebels zum Stiel (2) und damit das die Sicherung auslösende
Moment des Schars (1) veränderlich einstellbar ist.
7. Sicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hebel (10) als Winkelhebel ausgebildet ist, dessen einer Arm das Schwenklager
(4) des Stiels (2) trägt und dessen anderer Arm (12) an das verstellbare Anschlagglied (13) angreift.
8. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine das Verlängerungsstück
(3) am oberen Ende in an sich bekannter Weise in Richtung seiner Wiedereinsetzschwenkbewegung
verlängernde, in dieser Richtung in der Arbeitsstellung nach unten geneigte Führungsbahn (5), die sich bei dieser Bewegung
unter seinen Anschlag (7) schiebt, entgegen dieser Richtung in ein nahezu senkrecht zur Längsrichtung
des Stiels (2), vorzugsweise im Bogen um seine Schwenkachse (4) verlaufendes Führungsbahnstück
(6) übergeht.
9. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (7) des
Verlängerungsstückes (3) als Gleitrolle drehbar gelagert ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 398 806.
Deutsche Patentschrift Nr. 398 806.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH26307A DE1091375B (de) | 1959-07-03 | 1959-07-03 | UEberlast- und Steinsicherung fuer Pflugschare |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH26307A DE1091375B (de) | 1959-07-03 | 1959-07-03 | UEberlast- und Steinsicherung fuer Pflugschare |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1091375B true DE1091375B (de) | 1960-10-20 |
Family
ID=7430406
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH26307A Pending DE1091375B (de) | 1959-07-03 | 1959-07-03 | UEberlast- und Steinsicherung fuer Pflugschare |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1091375B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204445B (de) | 1964-02-13 | 1965-11-04 | Rabewerk Clausing Heinrich | Vorrichtung zum Schutz von Pfluegen und anderen Bodenbearbeitungsgeraeten gegen UEberlastung |
| DE1221477B (de) | 1963-07-23 | 1966-07-21 | Guillielmus Hertecant | UEberlastisicherung fuer einen Pflug, insbesondere Grenzpflug |
| DE1272613B (de) * | 1966-04-27 | 1968-07-11 | Eberhardt Geb | UEberlastsicherung fuer einen Pflug |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE398806C (de) * | 1923-09-21 | 1924-07-15 | Oswald Schmilinsky | Untergrundlockerer |
-
1959
- 1959-07-03 DE DESCH26307A patent/DE1091375B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE398806C (de) * | 1923-09-21 | 1924-07-15 | Oswald Schmilinsky | Untergrundlockerer |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1221477B (de) | 1963-07-23 | 1966-07-21 | Guillielmus Hertecant | UEberlastisicherung fuer einen Pflug, insbesondere Grenzpflug |
| DE1204445B (de) | 1964-02-13 | 1965-11-04 | Rabewerk Clausing Heinrich | Vorrichtung zum Schutz von Pfluegen und anderen Bodenbearbeitungsgeraeten gegen UEberlastung |
| DE1272613B (de) * | 1966-04-27 | 1968-07-11 | Eberhardt Geb | UEberlastsicherung fuer einen Pflug |
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