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DE1066577B - - Google Patents

Info

Publication number
DE1066577B
DE1066577B DE1958P0021503 DEP0021503A DE1066577B DE 1066577 B DE1066577 B DE 1066577B DE 1958P0021503 DE1958P0021503 DE 1958P0021503 DE P0021503 A DEP0021503 A DE P0021503A DE 1066577 B DE1066577 B DE 1066577B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
castor oil
water
pressure vessel
ricinic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1958P0021503
Other languages
English (en)
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Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Priority to DE1958P0021503 priority Critical patent/DE1066577B/de
Publication of DE1066577B publication Critical patent/DE1066577B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/02Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils
    • C11C1/04Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils by hydrolysis

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
kl. 12 ο 21
INTERNAT. KL. C 07 C
PATENTAMT
P 21503 IVb/12 ο
ANMELDETAG: 9. OKTOBER 1958
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHKIFT: 8. O KTO B E R 1959
Es sind bisher zwei Verfahren zur Herstellung von Ricinensäure aus Ricinusöl bekannt. Bei dem einen Verfahren wird zuerst aus Ricinusöl Wasser abgespalten, wobei Ricinenöl entsteht, aus diesem erhält man dann durch Verseifung der Estergruppe die Salze der Ricinensäure, aus denen durch Behandlung mit Mineralsäure in bekannter Weise Ricinensäure erhalten werden kann.
Bei dem anderen Verfahren wird zuerst das Ricinusöl verseift, und aus der entstandenen Ricinolsäure wird dann Wasser abgespalten, wobei ebenfalls die Ricinensäure entsteht.
Die bisher bekannten Verfahren sind also zweistufige Verfahren. Es wurde nun gefunden, daß man die Ricinensäure auch in einem Arbeitsgang herstellen kann, indem man das Ricinusöl in einem Druckgefäß in Gegenwart von Wasser, gegebenenfalls unter mechanischer Vermischung der beiden Flüssigkeiten, auf 250° C so weit erhitzt, daß sich in dem Druckgefäß ein Druck zwischen 40 und 150 atü, Vorzugsweise zwischen 40 und 70 atü, einstellt, wobei sich neben Glycerin Ricinensäure bildet.
Nach dem Verfahren der Erfindung kann man also die Ricinensäure in einem Arbeitsgang aus dem Ricinusöl herstellen, wenn man dieses in Gegenwart von Wasser in einem Druckgefäß auf Temperaturen zwischen 250 und 340° C, vorzugsweise zwischen 250 und 285° C, erhitzt.
Durch dieses neue Verfahren wird ein nicht zu erwartender technischer Fortschritt erzielt, denn man hätte nur erwarten können, daß die Hydrolyse des Ricinusöles in wesentlich kürzerer Zeit verläuft, daß dabei aber nur, oder zur Hauptsache, Ricinolsäure entsteht.
Wird die Behandlung des Ricinusöles in einem Druckgefäß bei niederen Temperaturen durchgeführt oder unterwirft man Ricinusöl der Verseifung oder der Twitchell-Spaltung, so erhält man nur Ricinolsäure.
Beispiel 1
300; g Ricinusöl mit folgenden Kennzahlen
Säurezahl 6,0
Verseifungszahl 179,5
Jodzahl nach W ob urn 86,7
Hydroxylzahl 153,4
werden in einem Druckgefäß mit 450 ecm Wasser bei 263° C, also bei 50 atü, 9 Stunden erhitzt. Nach der Entspannung trennt sich das Gemisch in zwei Schichten, deren obere zu 90,4% aus Ricinensäure und. zu 9,6% aus Nebenprodukten, besonders nicht umgesetztem Ricinusöl besteht, während die untere das Glycerin, in Wasser gelöst, enthält.
Verfahren zur Herstellung
von Ricinensäure aus Ricinusöl
Anmelder:
Pintsch Bamag Aktiengesellschaft,
Berlin NW 87, Reuchlinstr. 10-17
Dr. Ernst Hügel, Hamburg-Altona,
und Dr. Dietrich Spannuth, Hamburg,
sind als Erfinder genannt worden
Man erhält nach der Abtrennung des Glycerins eine Fettsäure mit folgenden Kennzahlen:
Säurezahl , 175,0
Verseif ungszahl
(also ein Spaltgrad von 90,4%) ... 193,5
Jodzahl nach Woburn 146,8
Hydroxylzahl 37,5
Beispiel 2
3OO g Ricinusöl mit den im Beispiel 1 genannten Kennzahlen werden in einem Druckgefäß mit 450 ecm Wasser bei 275° C, also- 60 atü, etwa 9 Stunden erhitzt. Nach der Abtrennung des Glycerins wird eine Fettsäure in einer Ausbeute von 96,8% mit folgenden Kennzahlen erhalten:
Säurezahl 189,7 '
Verseif ungszahl
(also ein Spaltgrad von 96,8«/») . .. 195,9
Jodzahl nach Woburn 149
Hydroxylzahl 14,5
Wie diese Beispiele, besonders Beispiel 2, zeigen, erhält man aus dem Ricinusöl nach dem Verfahren der Erfindung in der Hauptsache Ricinensäure, wie aus der hohen Jodzahl und der niedrigen Hydroxylzahl hervorgeht.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Ricinensäure aus Ricinusöl durch Hydrolyse und Wasserabspaltung unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wasserabspaltung und die Hydrolyse in einem Arbeitsgang in Gegenwart von Wasser in einem Druckgefäß bei Temperaturen zwischen 250 und 340° C, vorzugsweise zwischen 250 und 285° C, durchführt und aus dem Reaktionsgemisch die Ricinensäure in an sich bekannter Weise abtrennt.
DE1958P0021503 1958-10-09 1958-10-09 Pending DE1066577B (de)

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