DE1064071B - Verfahren zur Herstellung von Triallyl- bzw. Trimethallylcyanurat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Triallyl- bzw. TrimethallylcyanuratInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D251/00—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings
- C07D251/02—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings
- C07D251/12—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D251/26—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hetero atoms directly attached to ring carbon atoms
- C07D251/30—Only oxygen atoms
- C07D251/34—Cyanuric or isocyanuric esters
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Description
DEUTSCHES
Die bisher bekanntgewordenen Verfahren zur Herstellung von Triallylcyanurat bzw. Trimethallylcyanurat
beruhen auf der Einwirkung der entsprechenden ungesättigten Alkohole auf Cyanurhalogenide in
Gegenwart von Halogenwasserstoffacceptoren. Hierbei arbeitet man ohne (USA.-Patentschriften2510564
und 2537816) und mit (USA.-Patentschrift2631148)
Teilnahme von indifferenten Lösungs- bzw. Verdünnungsmitteln.
Die Verfahren nach (USA.-Patentschriften 2510564 und 2 537 816) weisen verhältnismäßig unwirtschaftliche
Ausbeuten (68 bis 85 %) sowie einen gegenüber dem angewandten Cyanurhalogenid sehr hohen Einsatz
an Allyl- bzw. Methallylalkohol (mindestens 13 Mol ungesättigter Alkohol pro Mol Cyanurhalogenid)
auf. Bei dem mit inerten organischen Lösungsbzw. Verdünnungsmitteln arbeitenden, in der USA.-Patentschrift
2 631 148 beschriebenen Verfahren müssen die angewandten Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel
nach Beendigung der Reaktion abdestilliert werden. Hierbei lassen sich die letzten Reste an
Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel nur sehr schwer vom Endprodukt trennen, wodurch die Reinheit und
spätere Anwendung desselben beeinflußt werden.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die genannten Unzulänglichkeiten weitgehend ausgeschaltet.
Dieses ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein Cyanurhalogenid mit überschüssigem Allylalkohol
bzw. Methallylalkohol in Gegenwart von Triallylcyanurat bzw. Trimethallylcyanurat als Lösungs- bzw.
Verdünnungsmittel und eines Halogenwasserstoffacceptors bei Temperatur unter + 10° C miteinander
reagieren läßt.
Der Vorteil dieses mit einer relativ hohen Ausbeute arbeitenden Verfahrens ist darin zu finden, daß die
Aufgabe der in dem bereits bekannten Verfahren angewandten inerten Lösungs- und Verdünnungsmittel
von dem jeweils herzustellenden ungesättigten Cyanursäureester selbst übernommen wird. Dadurch entfällt
die destillative und restlose Entfernung inerter Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel. Je Mol Cyanurhalogenid
werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren praktisch nur 4,5 Mol ungesättigter Alkohol
benötigt.
Bei der Darstellung z. B. von Triallylcyanurat wird dieses selbst als Verdünnungsmittel benutzt. Man
geht dabei so vor, daß man vor Beginn der Reaktion dem als Verdünnungsmittel benutzten reinen Triallylcyanurat
so viel Allylalkohol zugibt, daß dieses bei Temperaturen über 2° C wenig oder gar keine Neigung
zur Kristallisation zeigt.
Das optimale Verhältnis beträgt dabei etwa 3 Volumteile Triallylcyanurat auf 1 Volumteil Allylalkohol.
Die Menge an ungesättigtem Alkohol
Verfahren zur Herstellung
von Triallyl- bzw. Trimethallylcyanurat
von Triallyl- bzw. Trimethallylcyanurat
Anmelder:
Deutsche Akademie
der Wissenschaften zu Berlin,
der Wissenschaften zu Berlin,
Berlin-Adlershof,
Rudower Chaussee 116-125
Rudower Chaussee 116-125
Dipl.-Chem. Dr. Horst Schulze, Berlin-Grünau,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
kann dabei beliebig erhöht werden. Außerdem gibt man vor Beginn der Reaktion noch die Menge Allylalkohol
zu, die ausreicht, um das bei der Reaktion entstehende Triallylcyanurat bei den obengenannten
Temperaturen ebenfalls flüssig zu halten. Zu dieser Lösung fügt man die j eweils zur Reaktion mit Cyanurhalogenid
berechnete Menge an Allylalkohol zu. Man kann hierbei auf 1 Mol Cyanurhalogenid direkt 3 Mol
Allylalkohol oder beliebig mehr einsetzen. Zu der Gesamtlösung gibt man bei möglichst tiefer Temperatur,
wie z. B. 2 bis 10° C, unter Rühren die berechnete Menge an Cyanurhalogenid. Diese Suspension wird
dann, indem stark gerührt und vorsichtig gekühlt wird, tropfenweise mit der berechneten Menge an konzentrierter,
möglichst 40- bis 50%iger Natron- oder Kalilauge bzw. anderen Chlorwasserstofrakzeptoren
in entsprechender Menge versetzt, wobei die Reaktionstemperatur, wenn maximale Ausbeuten erhalten
werden sollen, in dem Temperaturintervall 2° - max. 10° C liegen muß.
Das nach der Reaktion erhaltene wasser-, alkohol- und alkalichloridhaltige Triallylcyanurat wird noch
etwa 1 Stunde gerührt und kann nach bekannten Methoden vom Wasser, Alkohol und Alkalichlorid getrennt
werden (s. Beispiel 1). Das isolierte Endprodukt kann z. B. mit CaCl2, Na2SO4 usw. bei Temperaturen
über 28° C oder im Vakuum getrocknet werden. Man erhält dabei Triallylcyanurat von hoher Reinheit mit
maximalen Ausbeuten um 90 °/o (bezogen auf lOO°/oiges Cyanurhalogenid).
Der in den Waschwässern enthaltene überschüssige ungesättigte Alkohol kann mit Hilfe bekannter Methoden
zurückgewonnen werden.
909 609/418
Beispiel 1
Darstellung von Triallylcyanurat
Darstellung von Triallylcyanurat
In einer Lösung von 160,0 g (0,64 Mol) Triallylcyanurat in 261,3 g (4,5 Mol) Allylalkohol werden bei
einer Temperatur zwischen 2 und 10° C 184,4 g (1 Mol) Cyanurchlorid (reinst) unter starkem Rühren
suspensiert. Dieser Suspension werden ebenfalls unter starkem Rühren tropfenweise 300,0 g (3 Mol) 40°/oige
Natronlauge hinzugegeben, wobei zur Erlangung einer maximalen Ausbeute darauf zu achten ist, daß die
Temperatur 10° C nicht überschreitet. Gekühlt wird vorsichtig mit einer auf etwa —20° C gehaltenen
Kältemischung aus äthanolfeste Kohlensäure. Nach Zugabe der Natronlauge wird noch etwa 10 g 40°/oige
Lauge als Überschuß hinzugegeben. Die ganze Reaktion benötigt etwa IV2 bis 2 Stunden. Danach wird
ohne Kühlung noch etwa 1 Stunde gerührt. Das erhaltene Reaktionsgemisch schüttelt man mit 500 cm3
heißem Wasser und läßt absitzen. Die untere, aus wäßriger Xatriumchloridlösung und Allylalkohol bestehende
Lösung wird abgelassen und die hauptsächlich aus Triallylcyanurat bestehende obere Schicht
durch eine Glasfritte filtriert und abermals mit 1100 cm3 heißem Wasser geschüttelt. Nach dem Absitzen
besteht die untere Schicht jetzt aus nahezu reinem Triallylcyanurat, während die obere wäßrige
noch Allylalkohol und Natriumchlorid enthält. Die restlichen Mengen an Allylalkohol werden durch nochmaliges
Schütteln mit warmem Wasser aus dem Triallylcyanurat entfernt. Das von der wäßrigen Schicht
abgetrennte wasserfeuchte Triallylcyanurat wird bei einer Temperatur über 28° C mit CaCl2 getrocknet
und nitriert.
Es werden 380 g Triallylcyanurat vom Fp. 28° C erhalten, die nach Abzug der als Verdünnungsmittel
eingesetzten 160 g Triallylcyanurat einer Ausbeute von 220 g = 92,3 "/» der Theorie (bezogen auf IOWoiges
Cyanurchlorid) entsprechen.
Beispiel 2
Darstellung von Trimethallylcyanurat
Darstellung von Trimethallylcyanurat
Die Darstellung verläuft analog der im Beispiel 1 beschriebenen Darstellung von Triallylcyanurat. Statt
Allylalkohol wird die äquivalente Menge Methallylalkohol eingesetzt. Das Reaktionsprodukt muß zur
vollständigen Entfernung von überschüssigem Methallylalkohol mehrere Male mit heißem Wasser geschüttelt
werden. Die Ausbeuten sind geringer (etwa 85%), als im Beispiel 1 angegeben.
Darstellung von Triallyl- bzw. Trimethallylcyanurat unter Einsatz von Cyanurbromid
Die Darstellungen verlaufen analog der in den Beispielen 1 und 2 beschriebenen. Statt Cyanurchlorid
wird die äquivalente Menge Cyanurbromid eingesetzt. Die Ausbeuten sind die gleichen wie bei den Beispielen
1 und 2.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Triallylcyanurat bzw. Trimethallylcyanurat, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Cyanurhalogenid mit überschüssigem Allylalkohol bzw. Methallylalkohol in Gegenwart von Triallylcyanurat bzw. Trimethallylcyanurat als Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel und eines Halogenwasserstoffacceptors bei Temperaturen unter +100C miteinander reagieren läßt.© 909 609/418 8.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED26433A DE1064071B (de) | 1957-09-12 | 1957-09-12 | Verfahren zur Herstellung von Triallyl- bzw. Trimethallylcyanurat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED26433A DE1064071B (de) | 1957-09-12 | 1957-09-12 | Verfahren zur Herstellung von Triallyl- bzw. Trimethallylcyanurat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064071B true DE1064071B (de) | 1959-08-27 |
Family
ID=7038886
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED26433A Pending DE1064071B (de) | 1957-09-12 | 1957-09-12 | Verfahren zur Herstellung von Triallyl- bzw. Trimethallylcyanurat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1064071B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP2011190431A (ja) * | 2010-02-17 | 2011-09-29 | Nippon Kasei Chem Co Ltd | トリアジン誘導体およびその応用 |
-
1957
- 1957-09-12 DE DED26433A patent/DE1064071B/de active Pending
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP2011190431A (ja) * | 2010-02-17 | 2011-09-29 | Nippon Kasei Chem Co Ltd | トリアジン誘導体およびその応用 |
| CN102741235A (zh) * | 2010-02-17 | 2012-10-17 | 日本化成株式会社 | 三嗪衍生物及其应用 |
| EP2537833A4 (de) * | 2010-02-17 | 2013-06-19 | Nippon Kasei Chem | Triazinderivat und anwendung davon |
| US8987383B2 (en) | 2010-02-17 | 2015-03-24 | Nippon Kasei Chemical Company Limited | Triazine derivatives and application thereof |
| CN102741235B (zh) * | 2010-02-17 | 2015-09-09 | 日本化成株式会社 | 三嗪衍生物及其应用 |
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