DE1064067B - Verfahren zur Herstellung der therapeutisch wirksamen, in 4-Stellung durch einen gamma-oder delta-Oxybutylrest substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxo-pyrazolidine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der therapeutisch wirksamen, in 4-Stellung durch einen gamma-oder delta-Oxybutylrest substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxo-pyrazolidineInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
kl. 12 p 8/01
INTERNAT. KL. C 07
PATENTAMT
G17949 IVb/12p
ANMELDETAG: 9. SEPTEMBEK 1955
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 2 Y. AU G U ST 19 5 9
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 2 Y. AU G U ST 19 5 9
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der therapeutisch wertvollen, in 4-Stellung durch einen
γ- oder <5-Oxybutylrest substituierten 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-pyrazolidine
sowie deren Salze mit anorganischen und organischen Basen. Das 1,2-Diphenyl-4-n-butyl-3,5-dioxo-pyrazolidin
hat als Arzneimittel zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen große Bedeutung erlangt.
Aus der deutschen Patentschrift 903 578 sind einige 1 ^-Diphenyl-S.S-dioxo-pyrazolidine bekanntgeworden.die
in 4-Stellung durch Heteroatome (z. B. Sauerstoff) oder Heteroatomgruppen unterbrochene Kohlenwasserstoffreste
tragen, z. B. die /J-Acetoxyäthylgruppe. Diese Verbindungen
weisen günstige analgetische und antipyretische zum Teil auch antiphlogistische Eigenschaften
auf. Als Zwischenprodukt für die Herstellung von solchen Verbindungen mit Sauerstoff als Heteroatom wird in der
deutschen Patentschrift 903 578 auch das 1,2-Diphenyl-4-(/3-oxyäthyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
erwähnt, welches keine antiphlogistische Wirksamkeit besitzt.
Wie nun überraschenderweise gefunden wurde, besitzen das 4-(y-Oxybutyl)- und das 4-(<5~Oxybutyl)-l,2-diphenyl-3,5-dioxo-pyrazolidin
therapeutisch interessante Eigenschaften, insbesondere ausgezeichnete antiphlogistische
und uricosurische (harnsäureausschwemmende) Wirksamkeit, so daß sich diese beiden Verbindungen
besonders zur Behandlung der Gicht beim Menschen eignen. Sie sind dabei relativ wenig toxisch
(DLg0 620 bis 675 mg/kg i. v. bei der Maus).
Die Herstellung dieser beiden neuen Verbindungen kann in an sich bekannter Weise prinzipiell durch ringschließende
Kondensation von reaktionsfähigen funktionellen Derivaten von Malonsäuren, welche in α-Stellung
einen durch Hydrolyse und/oder durch Reduktion oder durch Hydrogenolyse in einen γ- oder (5-Oxybutylrest
überführbaren Substituenten enthalten, mit Hydrazobenzol bzw. mit N-Acylhydrazobenzolen oder anderen,
reaktionsfähigen N-substituierten Hydrazobenzolderivaten und anschließende Umwandlung des nun in 4-Stellung
des Pyrazolidinrings befindlichen Substituenten in eine γ- oder o-Oxybutylgruppe erfolgen. Gegebenenfalls
kann man auch durch Kondensation von <5-oxybutylsubstituierten Malonsäure-diestern mit Hydrazobenzol
oder N-substituierten Derivaten desselben direkt zu den entsprechenden 1 ^-Diphenyl^-oxybutyl-S.S-dioxo-pyrazolidinen
gelangen.
Als Modifikationen für das oben allgemein definierte Verfahren kommen in Frage:
a) Als Malonsäurederivate
Sl1) substituierte Malonsäurediester der allgemeinen
Formel
Verfahren zur Herstellung der therapeutisch wirksamen,
in 4-Stellung durch einen γ- oder ö-Oxybutylrest substituierten
1,2- Diphenyl -3,5- dioxo - pyrazolidine
Anmelder: J. R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. K. Griesing, Patentanwalt, Hönebach bei Bebra, Bahnhofstr. 9
Beanspruchte Priorität: Schweiz vom 10. September 1954
Dr. Rolf Denss, Dr. Rudolf Pfister und Dr. Franz Häfliger, Basel (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
CO-O—X
R-CH
CO-O —X
worin R einen durch Hydrolyse und/oder Reduktion oder durch Hydrogenolyse in einen γ- oder (5-Oxybutylrest
überführbaren Rest und X leicht abspaltbare Reste, insbesondere niedere Alkylreste, bedeutet;
a2) substituierte Malonsäurederivate der allgemeinen
Formel
45
45
R-CH
CO-Y
J-
worin R die oben angegebene Bedeutung hat und Y Chlor, Brom oder einen Acyloxyrest bedeutet;
909 609/414
a3) substituierte Malonsäure-esterderivate der allgemeinen
Formel
CO-Ο —Χ
R-CH
III
beziehungsweise
R-C
CO-Y
CO-O —X
C = O
worin R, X und Y die oben angegebenen Bedeutungen haben;
a4) Dialkylester der <5-Oxybutylmalonsäure.
b) Als Hydrazobenzole
Hydrazobenzol selbst oder in der Hydrazingruppe substituierte, reaktionsfähige Hydrazobenzole; als deren
Substituenten: leicht abspaltbare Reste, wie Säurereste (Acetylrest), Alkalimetallatome, Erdalkalimetallmonohalogenidreste.
Falls durch die Reaktion Säure frei wird, empfiehlt sich die Zugabe von säurebindenden Mitteln; wird
Alkohol frei, so ist die Gegenwart kondensierender Mittel, wie von Metallalkoholate^ förderlich. Falls die Reaktion
stufenweise erfolgt, wie z. B. mit Ester-halogeniden, so werden diese Mittel nacheinander eingesetzt.
Falls ein Zwischenprodukt entsteht, in welchem der Rest R unverändert geblieben ist, wird er anschließend
durch Hydrolyse und/oder Reduktion oder durch Hydrogenolyse in den Rest H O — C4 H8 — oder C H3 — C H O H
— C2H4 — übergeführt.
Die Wahl der Ausgangsstoffe der allgemeinen Formeln I und II und damit die zur Überführung der Zwischenprodukte
der allgemeinen Formel
CO —N-Phenyl
R-CH j V
^CO- Ν — Phenyl
in der R die oben angegebene Bedeutung hat, in die Endstoffe notwendigen Hydrolyse- und/oder Reduktionsverfahren
richten sich insbesondere nach dem Abstand der im Endstoff vorhandenen Hydroxylgruppen zum Pyrazolidinring
sowie danach, ob diese primärer oder sekundärer Natur sind. Während durch Hydrogenolyse, ζ. Β.
von Benzyloxy-alkylverbindungen, Hydroxylgruppen in jedem beliebigen Abstand vom Pyrazolidinring eingeführt,
d. h. in Freiheit gesetzt werden können, kommt die bloße Hydrolyse zur Einführung von Hydroxylgruppen
in y-Stellung wegen der Schwierigkeit der Herstellung
diesbezüglicher Ausgangsstoffe unter Vermeidung der Lactonisierung weniger in Betracht.
Für die Herstellung des Endstoffes mit einer cS-Oxybutylgruppe
können dagegen mit Vorteil Ausgangsstoffe Verwendung finden, welche eine durch bloße Hydrolyse
in die Oxygruppe überführbare Gruppe enthalten. Die Hydroxylgruppe kann z. B. verestert sein, vorteilhafter
ist es jedoch, wenn sie acetalartig gebunden ist, da sie in diesem Falle im alkalischen Medium der Kondensation
besser geschützt ist, nachher aber durch saure Hydrolyse leicht freigesetzt werden kann.
Als durch bloße Reduktion in Hydroxylgruppen überführbare sauerstoffhaltige Gruppen kommen freie Oxogruppen
sowie gegebenenfalls Carboxylgruppen sowie Halogenoformylgruppen (Säurehalogenide) in Betracht.
Als durch Hydrolyse und Reduktion in die Hydroxylgruppe überführbare Gruppen seien die Carbalkoxygruppen
sowie acetalisierte Oxogruppen genannt. Die 5 Oxogruppe kann mit zwei Molekülen eines einwertigen
Alkohols wie auch mit einem Molekül eines Glykols, am vorteilhaftesten mit Äthylenglykol, zu einer Acetalgruppierung
verbunden sein.
Mittels dieser hier genannten Verfahrensmodifikationen
ίο bei der ringschließenden Kondensation erhält man Pyrazolidinderivate,
welche das Kohlenstoffgerüst der Seitenkette in 4-Stellung bereits enthalten, wenn auch meist
nicht die fertige Oxybutylgruppe.
Eine Möglichkeit zur nachträglichen Einführung der Oxybutylgruppe in die 4-Steilung des 1,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidins
besteht darin, daß man diese Verbindung mit einer aliphatischen Oxoverbindung der
allgemeinen Formel
R' = O VI
worin R' den einem oben definierten Rest R entsprechenden, um ein Wasserstoffatom ärmeren, geminal zweiwertigen
Rest bedeutet, oder mit einem funktionellen Derivat einer solchen Oxoverbindung, insbesondere einem
Acetal, Alkoholat oder Enoläther, kondensiert und gleichzeitig oder anschließend katalytisch, ζ. Β. mittels Edelmetallkatalysatoren
oder Raney-Nickel, aktivierten Wasserstoff einwirken läßt, zweckmäßig unter gleichzeitiger
Reduktion oder Hydrogenolyse einer gegebenenfalls im Rest R' vorhandenen, auf diese Weise in die
Hydroxylgruppe überführbaren sauerstoff haltigen Gruppe, und gegebenenfalls anschließend eine hydrolysierbare
Gruppe des Restes R' hydrolysiert und das Hydrolysenprodukt, sofern es nicht bereits die Hydroxylgruppe enthält,
reduziert. Geeignete Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel R' = O sind beispielsweise Benzyloxybutylaldehyde,
Acetale, Diacetale und Enoläther von Dioxobutanen und Dioxobutenen, wie z. B. 1,1-Dimethoxy-butan-3-on,
1,1,3,3-Tetramethoxybutan, l-Methoxy-buten-(l)-on-(3) und 1,3,3-Trimethoxybuten-(1).
Die neuen l,2-Diphenyl-4~oxybutyl-3,5-dioxo-pyrazolidine
sind farblose kristalline Substanzen, die sich sowohl in üblichen organischen Lösungsmitteln als auch, infolge
Anwesenheit eines sauren Wasserstoffatoms, als Enolation in verdünnten, wäßrigen Alkalien leicht auflösen
und auch mit anderen anorganischen sowie mit organischen Basen leicht einbasische Salze bilden.
In diesem Zusammenhang sei auf eine Eigentümlichkeit der y-Oxybutylverbindung hingewiesen. Während
in den Salzen dieser Verbindung bzw. deren wäßrigen Lösungen stets eine tautomere Form des 4-(y-0xy-butyl)-l,2-diphenyl-3,5-dioxopyrazolidins
vorliegt, kann sich das freie 4-(y-0xy-butyl)-l,2-diphenyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
in das Ν,Ν'-Diphenylhydrazid der entsprechenden Lactoncarbonsäure,
d. h. in das <5-Caprolacton-a-carbonsäure-Ν,Ν'-diphenyIhydrazid
der Formel
CH9-CH
CO — N —Phenyl
NH-Phenyl
NH-Phenyl
CH,
CH — O
CH3
umlagern. Die Umlagerung erfolgt oft so leicht, daß bei üblicher Aufarbeitung des Rohproduktes, d. h. bei der
Umkristallisation aus einem organischen Lösungsmittel, die Lactonform der Formel VII erhalten wird. Dasselbe
ist der Fall, wenn man aus alkoholhaltigen Lösungen von
Alkaiisalzen des 4-(y-Oxybutyl)-l,2-diphenyl-3,5-dioxopyrazolidins
das ihnen zugrunde liegende Dioxopyrazolidin durch Ansäuern freisetzt und hierauf nicht rasch
abtrennt. Die Lactonverbindung der Formel VII ist in wäßrigen Laugen als solche nicht löslich, sie geht aber
allmählich unter Umlagerung in Salze einer tautomeren Form der y-Oxybutyl-dioxopyrazolidinverbindung in
Lösung.
Die Lactonverbindung VII besitzt einen höheren Schmelzpunkt als die freie y-Oxybutyl-dioxopyrazolidinverbindung.
Man erhält aus der Lactonverbindung der Formel VII durch Auflösen in einem alkalischen Medium, insbesondere
wäßrigen oder wäßrig-alkoholischen Alkalihydroxydlösungen, Alkalisalzlösungen der y-Oxybutyldioxopyrazolidinverbindung
und aus dieser durch Ansäuern und rasches Abtrennen der ausgefallenen Substanzen
die freie y-Oxybutyl-dioxopyrazolidinverbindung.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Herstellung der beiden neuen Verbindungen näher erläutern. Teile bedeuten
darin Gewichtsteile, diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3.
a) l,2-Diphenyl-4-(3',3'-äthylendioxy-butyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
274 Teile (3,3-Äthylendioxy-butyl)-malonsäure-diäthylester werden in 100 Volumteilen abs. Benzol gelöst
und mit 57 Teilen Natriummethylat und 184 Teilen Hydrazobenzol versetzt. Es tritt Erwärmung ein. Die
Reaktionsmasse wird 15 Stunden lang am Rückfluß gekocht. Nach dem Erkalten wird in Wasser gegossen,
abgetrennt und der wäßrige Anteil zweimal mit Benzol gewaschen. Die Benzollösungen werden dreimal mit
2 n-Sodalösung gewaschen und die vereinigten wäßrigen Lösungen mit 2n-Salzsäure angesäuert. Dasausgefallene
l,2-Diphenyl-4-(3',3'-äthylendioxy-butyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
kann aus Alkohol umkristallisiert werden. Schmp. 165 bis 167° C.
b) 1,2-Diphenyl-4-(3'-oxobutyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
36,6 Teile l,2-Diphenyl-4-(3',3/-äthylendioxy-butyl)-3,5-dioxopyrazolidin
werden in 750 Volumteilen Aceton mit 0,35 Teilen p-Toluolsulfonsäure 18 Stunden lang am
Rückfluß erhitzt. Dann wird die Lösung filtriert, mit 1500 Teilen Wasser versetzt und 24 Stunden lang bei
5° C stehengelassen. Das ausgefallene 1,2-Diphenyl-4-(3'-oxobutyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
wird abgesaugt und mit 50°/0igem Aceton gewaschen. Schmp. 115,5 bis
116,5° C aus Alkohol-Wasser-Gemisch. Gelegentlich wird
eine bei 127,5 bis 128,5° C schmelzende Kristallform erhalten.
c) 1,2-Diphenyl-4-(3'-oxybutyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
Durch Reduktion mit Natriumborhydrid: 50 Teile 1,2-Diphenyl-4-(3'-oxobutyl)-3,5-dioxopyrazolidin werden
in 1300 Volumteilen Methanol und 171 Volumteilen 1 η-Natronlauge gelöst und mit 250 Volumteilen 10°/0iger
methanolischer Natriumborhydridlösung versetzt. Diese Lösung wird 24 Stunden stehengelassen, wobei durch
Wasserkühlung dafür gesorgt wird, daß die Temperatur 40° C nicht übersteigt. Dann wird filtriert und mit
2500 Volumteilen 2n-Salzsäure versetzt. Nach 48stündigem
Stehen bei 5° C wird abgesaugt und das 1,2-Diphenyl-4-(3'-oxy-butyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
mit 50%igem Methanol gewaschen. Schmp. aus Aceton: 163 bis 164°C.
Aus der wäßrig-methanolischen Mutterlauge können durch Ausschütteln mit Chloroform weitere Mengen des
Endproduktes gewonnen werden.
Die kristallisierte Verbindung vom Schmp. 163 bis 164° C stellt das
<5-Caprolacton-a-carbonsäure-N,N'-diphenylhydrazid
dar. Sie löst sich ziemlich schwer in Alkohol, etwas leichter in Aceton und noch leichter in Chloroform.
In wäßrigen oder alkoholisch-wäßrigen Alkalien tritt in der Kälte erst nach stundenlangem Schütteln Lösung ein.
Durch gelindes Erwärmen kann der Lösungsvorgang wesentlich beschleunigt werden. Aus der alkalisch-wäßrigen
Lösung wird durch rasches Ausfällen mit Säure das
ίο l,2-Diphenyl-4-(3'-oxy-butyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin erhalten,
welches bei 89 bis 910C schmilzt und sich in Alkohol und Aceton sowie auch in wäßrigen Alkalien
sehr leicht löst. Durch Kristallisieren aus Alkohol und Aceton wird wieder die Verbindung vom Schmp. 163 bis
1640C erhalten.
Arbeitet man im obigen Beispiel in wäßriger statt in wäßrig-methanolischer Lösung, so wird beim Ausfällen
mit 2n-Salzsäure sofort die bei 89 bis 910C schmelzende,
leicht alkalilösliche Dioxopyrazolidinverbindung erhalten, die durch Umkristallisieren aus z. B. Aceton in die bei
163 bis 164° C schmelzende Lactonverbindung übergeführt werden kann.
Katalytische Reduktion: 5 Teile 1,2-Diphenyl-4-(3'-oxobutyl)-3,5-dioxopyrazolidin
werden in 100 Teilen Alkohol und 50 Teilen 1 n-NaOH gelöst und mit 5 Teilen
Nickel-Katalysatoren (Raney) bei gewöhnlicher Temperatur und Normaldruck in einer H2-Atmosphäre geschüttelt.
Nach Absorption der berechneten Menge H2 kommt die Hydrierung praktisch zum Stillstand. Es wird
vom Katalysator abfiltriert und das Filtrat mit 50 Teilen 2n-HCl versetzt. Nach mehrtägigem Stehen bei 5°C wird
das ausgefallene l,2-Diphenyl-4-(3'-oxybutyl)-3,5-dioxopyrazolidin
abgesaugt und mit 50°/„igem Alkohol ausgewaschen. Das Produkt ist mit dem durch Reduktion mit
NaBH1 hergestellten identisch.
a) l,2-Diphenyl-4-(4'-tetrahydropyranyl-(a)-oxybutyl)-
3,5-dioxo-pyrazolidin
40
40
25 Teile 4- (Tetrahydropyranyl- (α) -oxy) -butyl-malonsäure-diäthylester
(hergestellt aus (4-Oxy-butyl)-malonsäure-diäthylester,
Dihydropyran und wenig konzentrierter Salzsäure) werden in 15 Volumteilen Benzol abs.
gelöst und mit 4,5 Teilen Natriummethylat und 14,9 Teilen Hydrazobenzol 12 Stunden lang am Rückfluß zum
Sieden erhitzt. Die erkaltete Reaktionsmasse wird in Eiswasser gegossen, abgetrennt und der wäßrige Anteil
zweimal mit Benzol extrahiert. Die Benzollösungen werden dreimal mit 2n-Sodalösung nachgewaschen und
die vereinigten wäßrigen Lösungen mit eiskalter 2n-Salzsäure angesäuert. Das ausgefallene l,2-Diphenyl-4-(4'-tetrahydropyranyl
- (α) - oxy - butyl) - 3,5 - dioxo - pyrazolidin schmilzt nach Umkristallisieren aus Alkohol bei 123 bis
1240C. Es kann ebenfalls aus einem der unter a2) bis a4)
in der Beschreibungseinleitung genannten Malonsäurederivate hergestellt werden.
b) 1,2-Diphenyl-4-(4'-oxybutyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
50 Teile l,2-Diphenyl-4-(4'-tetrahydropyranyl-(a)-oxybutyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
werden in 2300 Volumteilen Alkohol gelöst und in der Kälte mit 200 Volumteilen 2n-Schwefelsäure versetzt. Die Lösung wird 7 Stunden
lang bei Zimmertemperatur stehengelassen und dann mit 4000 Volumteilen Wasser verdünnt. Nach 48stündigem
Stehen im Kühlschrank wird das auskristallisierte 1,2-Diphenyl-4-(4'-oxybutyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Es kann aus etwa 25%igem Alkohol (Lösen in wenig Alkohol und Versetzen
mit Wasser bis zur beginnenden Trübung) umkristallisiert
werden. Die Verbindung schmilzt bei 104 bis 1050C,
erstarrt wieder und schmilzt endgültig bei 114 bis 1150C.
1,2-Diphenyl-4-(4'-oxy-butyl)-3,5-dioxo-pyrazolidin
aus (4-Oxy-butyl) -malonsäure-diäthylester
18 Teile (4-Oxybutyl)-malonsäure-diäthylester werden
in 20 Volumteilen Benzol gelöst und mit 4,5 Teilen Natriummethylat und 14,9Teilen Hydrazobenzol 12Stunden
lang am Rückfluß gekocht. Nach dem Erkalten wird in Wasser 'gegossen und die wäßrige Phase mit Benzol gewaschen.
Sie ergibt beim Ansäuern mit verdünnter Salzsäure ein Öl, das in Äther aufgenommen wird. Der Äther
wird mit Wasser neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und abdestilliert. Der ölige Rückstand kann
aus Alkohol-Wasser- oder Benzol-Petroläther-Gemisch umkristallisiert werden. Schmp. 114 bis 115°C.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung der therapeutisch wirksamen, in 4-Stellung durch einen γ- oder <5-Oxybutylrest substituierten l^-Diphenyl-S.S-dioxo-pyrazolidine sowie deren Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise einen substituierten Malonsäurediester der allgemeinen FormelR-CHCO-O —XCO —O-Xworin R einen durch Hydrolyse und/oder Reduktion oder durch Hydrogenolyse in einen γ- oder <5-0xybutylrest überführbaren Rest und X leicht abspaltbare Reste bedeutet, oder ein substituiertes Malonsäurederivat der allgemeinen FormelR-CHCO-YCO-YII40worin R die oben angegebene Bedeutung hat und Y Chlor, Brom oder einen Acyloxyrest bedeutet, oderein substituiertes Malonsäure-ester-denvat der allgemeinen FormelCO-0 —XR-CH IIICO-Ybeziehungsweise^CO-O-X
R-C IVin denen R, X und Y die oben angegebene Bedeutung haben, oder einen Dialkylester der <5-Oxybutylmalonsäure auf Hydrazobenzol oder ein N-substituiertes, reaktionsfähiges Hydrazobenzolderivat einwirken läßt, gegebenenfalls in Gegenwart säurebindender bzw. kondensierender Mittel oder 1,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin mit einer aliphatischen Oxoverbindung der allgemeinen FormelR' = O VIworin R' einen dem oben definierten Rest R entsprechenden, um ein Wasserstoffatom ärmeren, geminal zweiwertigen Rest bedeutet, oder mit einem funktioneilen Derivat einer solchen Oxoverbindung, insbesondere einem Acetal, Alkoholat oder Enoläther, kondensiert und gleichzeitig oder anschließend katalytisch aktivierten Wasserstoff einwirken läßt, zweckmäßig unter gleichzeitiger Reduktion oder Hydrogenolyse einer gegebenenfalls im Rest R' vorhandenen, auf diese Weise in die Hydroxylgruppe überführbaren sauerstoffhaltigen Gruppe, und im erhaltenen Pyrazolidin, falls es den Rest R gemäß obiger Definition enthält, diesen durch Hydrolyse und/oder durch Reduktion oder durch Hydrogenolyse in den γ- oder o-Oxybutylrest überführt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen in ihre Salze mit anorganischen oder organischen Basen verwandelt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 814150.© 909 609/414 8.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1064067X | 1954-09-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064067B true DE1064067B (de) | 1959-08-27 |
Family
ID=4555594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG17949A Pending DE1064067B (de) | 1954-09-10 | 1955-09-09 | Verfahren zur Herstellung der therapeutisch wirksamen, in 4-Stellung durch einen gamma-oder delta-Oxybutylrest substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxo-pyrazolidine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1064067B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE814150B (de) | 1949-03-17 | 1951-07-26 | J R Geigy A -G , Basel (Schweiz) | Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 3 5-Dioxopyrazolidms |
-
1955
- 1955-09-09 DE DEG17949A patent/DE1064067B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE814150B (de) | 1949-03-17 | 1951-07-26 | J R Geigy A -G , Basel (Schweiz) | Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 3 5-Dioxopyrazolidms |
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