DE1062825B - Vorrichtung zur Siedekuehlung von Elektronenroehren mit aeusserer Anode - Google Patents
Vorrichtung zur Siedekuehlung von Elektronenroehren mit aeusserer AnodeInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Siedekühlung von Elektronenröhren mit äußerer Anode,
wie sie bei Rundfunksendern, Gleichrichtern, Hochfrequenzwechselstromerzeugern oder für ähnliche technisch-industrielle
Zwecke Verwendung finden, und bezweckt im besonderen, eine Kühlvorrichtung dieser
Art, bei welcher eine Flüssigkeit in Berührung mit der als Wärmeableiter ausgestalteten, erhitzten Anode zur
Verdampfung gebracht wird, so auszubilden, daß sie auch bei Speisung mit rohem, d. h. unbehandeltem
Wasser einwandfrei arbeitet.
Wenn nämlich bei dieser Siedekühlung Rohwasser als zu verdampfende Flüssigkeit benutzt wird, hat die
Erfahrung gezeigt, daß zwar der größte Teil des in einem derartigen Wasser vorhandenen Kesselsteins
sich in Form von Schlamm oder Grieß am Boden des zur Aufnahme des Wasser die Anode mit Abstand
umgebenden Mantels absetzt, aber eine kleine Menge Kesselstein sich auch an dem Wärmeableiter niederschlägt
und dessen Wärmeabgabewirkung beeinträchtigt.
Bei einer Vorrichtung zur Siedekühlung von Elektronenröhren mit äußerer Anode wird Rohwasser dadurch
in einem von Kesselstein vollständig oder mindestens in praktisch befriedigendem Ausmaß befreiten
Zustand zur Berührung mit der erhitzten Anode gebracht, daß nach der Erfindung eine an beiden Enden
offene Muffe einen, als Anode ausgebildeten Wärmeableiter mit Abstand innerhalb eines sie ihrerseits mit
Zwischenraum umschließenden, mit dem Rohwasser gespeisten Mantels umgibt und im Zusammenwirken
mit zwischen ihr und dem Mantel angeordneten Lenkflächen das Rohwasser vor dem Auftreffen auf den
Wärmeableiter zum Durchlaufen einer langen Bahn veranlaßt, auf der es durch die von dem siedenden
Wasser an dem Wärmeableiter erhitzte Muffe auf eine Temperatur gebracht wird, bei der es am unteren Ende
der Muffe den größten Teil seines Kesselsteins abgibt, bevor es durch Thermosiphonwirkung den seine Verdampfung
herbeiführenden Wärmeableiter erreicht.
Der mit der Anode vereinigte Wärmeableiter kann beispielsweise so ausgebildet sein, daß er lotrechte,
durch dicke massive Wandungen begrenzte Führungskanäle für das Rohwasser aufweist oder aus kurzen,
dicken, an der Außenseite der Anodenwand vorgesehenen Höckern besteht. Die Muffe kann zusammen
mit dem sie umgebenden unteren Teil des das Wasser enthaltenden Mantels durch ein rasch lösbares Verbindungs-
und Abdichtungsglied an den als Dampfsammler ausgebildeten oberen Mantelteil angeschlossen
sein, auf dem ein mit der Anode über dem Wärmeableiter verbundener ringförmiger Zwischenteil aufruht.
Auch kann zur Aufrechterhaltung eines konstanten Flüssigkeitsspiegels im Mantel mit diesem ein
Vorrichtung zur Siedekühlung
von Elektronenröhren mit äußerer Anode
von Elektronenröhren mit äußerer Anode
Anmelder:
Compagnie Frangaise Thomson-Houstonr Paris
Compagnie Frangaise Thomson-Houstonr Paris
Vertreter: Dipl.-Ing. C. demente, Patentanwalt,
Deggendorf, Krankenhausstr. 26
Deggendorf, Krankenhausstr. 26
BeanspructLte Priorität:
Frankreich, vom 4. Dezember 1951
Frankreich, vom 4. Dezember 1951
Charles Beurtheret, Saint-Germain-en-Laye
(Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
(Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
kleiner Vorratsbehälter über ein durch einen Schwimmer gesteuertes Ventil in Verbindung stehen. Ferner
kann für die Überwachung der Konstanz des Flüssigkei.tsspiegels in dem Mantel in diesen ein zusätzlicher
Flüssigkeitsstrom eingeleitet werden, der ein geringes Trägheitsvermögen aufweist und dauernd mit geringer
Zufuhr gespeist wird. Die an beiden Enden offene Muffe erhält zweckmäßig eine nach dem unteren
geschlossenen Ende der Anode hin sich verjüngende Kegelstumpfform.
Die Zeichnung veranschaulicht die Anodenkühlvorrichtung nach der Erfindung beispielsweise in einer
Ausführungsform in rein schematischer Darstellung. Abb. 1 zeigt die den Anodenkörper umschließende
Vorrichtung in ihren Einzelheiten im Achsschnitt, und Abb. 2 läßt ihren Einbau in das ganze Kühlsystem
einer Elektronenröhre erkennen.
Abb. 2 läßt ihren Einbau in das ganze Kühlsystem einer Elektronenröhre erkennen.
Gemäß Abb. 1 tritt das als Kühlmittel zu verdampfende, unbehandelte Rohwasser über die einen
kleinen Durchmesser aufweisende Speiseleitung 2 in den oberen Teil des Mantels 1 ein, wo es auf einem
Flüssigkeitsspiegel 30 durch eine geeignete Leitungsanlage gehalten wird. Eine innerhalb des Mantels 1
angeordnete kegelige Muffe 31, vorzugsweise aus gut wärmeleitendem Metallblech, die an ihren beiden
Enden offen ist, umgibt mit geringem Abstand den mit der Anode vereinigten, aus kurzen und dicken
909 580/320
Höckern bestehenden Wärmeableiter 32, durch den sie auf eine höhere Temperatur als der Mantel 1 gebracht
wird, so daß sie etwa 100° C erreicht.
Das Rohwasser erhitzt sich daher in Berührung mit der metallischen Außenfläche der eine Temperatur
von rund IOO0C aufweisenden Muffe 31, die mit Rippen 33 zur Vergrößerung ihrer Wärmeabgabefläche
versehen sein kann. Eine von der Innenseite des Mantels 1 abstehende schraubenlinig gewundene
Lenkfläche 34, z. B. aus Blech, von der in Abb. 1 nur der Querschnitt ersichtlich ist, zwingt das Rohwasser,
in einer langen Bahn den Raum zwischen dem Mantel 1 und der Muffe 31 zu durchströmen, wie die
Pfeile 35 in Abb. 1 andeuten. Wenn das Wasser am tiefsten Punkt der Muffe 31 ankommt, hat es auf
diese Weise eine Temperatur erreicht, welche die mittlere, etwa 80° C betragende Temperatur überschreitet,
bei welcher die Kesselsteinablagerungen auftreten. Das Wasser gibt daber, während es sich
noch zwischen dem Mantel 1 und der Muffe 31 befindet, die schlammigen und die festen Kesselsteinniederschläge
von Kesselstein an den Boden des Mantels 1 ab, von wo sie durch ein Ventil 36 entleert
werden können.
Zur Feststellung und Überwachung der am Boden des Mantels 1 abgelagerten Kesselsteinmenge kann an
das untere Mantelende 1 ein Glaszylinder 36' angesetzt sein, der durch das Ventil 36 für gewöhnlich abgeschlossen
ist. Das von diesem Kesselstein befreite, abgeklärte Wasser wird nach dem Wärmeableiter 32
durch dessen Verdampfungswirkung in der Richtung des Pfeiles 37 hingezogen und durch die Berührung
mit den Buckeln oder Rippen des Wärmeabieiters in an diesem hochsteigenden, mehr oder weniger Wasserteilchen
mit sich reißenden Dampf übergeführt.
In das untere verjüngte Ende der kegelstumpfförmigen Muife 31 ist ein mechanisches Filter 37' eingebaut,
durch welches das Wasser hindurchtreten muß, bevor es nach dem Wärmeableiter 32 gelangt.
Durch die Auffangwirkung dieses Filters wird erreicht, daß die Strudel, die sich um den Wärmeableiter
32 infolge der in dessen Nähe in der Wasser-Dampf-Emulsion auftretenden Wirbel bilden, nicht
auf das im unteren Teil des Mantels 31 befindliche Wasser und insbesondere nicht auf das am Boden des
Mantels 31 etwa gerade abgelassene, mit Kesselsteinablagerungen verschlammte Wasser übertragen werden.
Um aus dem nach dem Sammler 3 geleiteten Dampf das von diesem etwa noch mitgerissene Wasser
zu beseitigen, ist dem Sammelraum 3 ein am unteren Ende gelochter Zylinder 22 vorgeschaltet, der den
Dampfstrom zu einer mehrfachen Richtungsumkehr gemäß dem in Abb. 1 eingezeichneten zweimal geknickten
Pfeil zwingt.
Der Mantel 1 ist vorzugsweise aus zwei Teilen 39 und 40 zusammengesetzt, die durch ein rasch lösbares
ringförmiges Dichtungs- und Verbindungsglied 38 miteinander vereinigt sind. Der zylindrisch ringförmige
obere Mantelteil 39, der in eine den Zylinder 22 umschließende Ausbauchung übergeht, weist an
seinem oberen Ende einen Flansch auf, mit dem ein von der Anode über dem Wärmeableiter 32 nach oben
ragender kegeliger Zwischenteil nicht verschweißt ist. Der untere Mantelteil 40, in dem sich der Kesselstein
ablagert, kann sehr leicht ohne eine besondere, an der Elektronenröhre auszuführende Vorbereitungsmaßnahme zusammen mit der von ihm getragenen
Muffe 31 in seiner Achsrichtung nach Lösung des Verbindungsgliedes 38 von der Anode zu Reinigungszwecken abgezogen werden, und ebenso ist die einfach
■ auf einen Innenflansch am oberen Ende des unteren Mantelteiles 40 aufgelegte Muffe 31 bequem von diesem
zur Freilegung seines Inneren abhebbar.
Abb. 2 veranschaulicht eine Anlage zur Speisung der Anodenkühlvorrichtung nach Abb. 1 mit Rohwasser
unter Anwendung eines Speichers für das Destillat und einer Sicherheitsvorrichtung für die
Durchführung der Kühlung. Der das Kühlwasser und die zu kühlende Anode enthaltende Mantel 1 steht gemaß
Abb. 2 über die mit dem DampfumIenkungszylinder 22 versehene Ausbauchung seines Oberteiles
und das Dampfsammelrohr 3 sowie über das sich anschließende senkrechte Rohr 23 mit einem von einer
Rohrschlange 5' durchsetzten Kondensor 5 in Verbindung, der die angesammelte destillierte Flüssigkeit
nach einem mit einem Entnahmehahn 42 versehenen Speicherbehälter 41 abgibt.
Die Einhaltung eines gleichbleibenden Flüssigkeitsspiegels bei der Speisung des Mantels 1 ist mit niede-
rem Druck von einem mit einem Reiniger bekannter Bauart vereinigten Vorratsbehälter 20' aus gewährleistet,
dem von dem verfügbaren allgemeinen Wasserverteilungssystem aus durch ein von einem Schwimmer
beherrschtes Rohr Rohwasser zugeführt wird, so daß die Wasserspeisung des Mantels 1 der Kühlvorrichtung
mit einem unter dem Druck des Wasserverteilungssystems liegenden Druck erfolgt. Der
Vorratsbehälter 20', der für mehrere Anodenkühlvorrichtungen nach Abb. 1 gemeinsam sein kann, ist
über die senkrechte Leitung 19 mit einer einen konstanten Flüssigkeitsspiegel im Mantel 1 einstellenden
Vorrichtung verbunden, die in der Hauptsache aus der geerdeten Isolierrohrschlange 43 und dem deren
Anschluß an ein Gefäß 12 und damit an den Einlaßstutzen 2 des Mantels 1 beherrschenden und von
einem Schwimmer 17' im Gefäß 12 gesteuerten Ventil 44 besteht. Das nur ein kleines Fassungsvermögen
besitzende Gefäß 12 ist mit dem Oberteil des Mantels 1 durch eine in ihm den gleichen Druck wie im
Dampfraum des Mantels herstellende Ausgleichsleitung 16' verbunden.
Das im Speicherbehälter 41 angesammelte Kondenswasser fließt durch das Überlaufrohr 45 einer Sicherheitsvorrichtung
46 zu, die in bekannter Weise als mit Kontakten in seinem Inneren versehener Behälter
ausgestaltet sein kann und von der aus eine Rohrleitung 47, 48 das Kondenswasser in den Kühlflüssigkeitsstrom
zur Wiederausnutzung zurückführt. Der nur mit unbehandeltem Frischwasser gespeiste Vorratsbehälter
20' dient lediglich zur Lieferung der Rohwassermengen für den Ausgleich der beim Ablassen
von Kondenswasser aus dem Behälter 41 durch den Hahn 42 auftretenden Verluste. Der 'im Behälter 46
herrschende Druck wird durch eine Ausgleichsleitung 16" gleich dem Druck im Mantel 1 gehalten.
Zwischen dem Behälter 46 und dem Mantel 1 findet ein dauernder schwacher Übergang von Kondenswasser
statt, so daß das isolierend wirkende Rohrstück 48 stets mit Wasser gefüllt ist, was notwendig
ist, damit die Isolierung zwischen dem Mantel 1 und der auf Erdpotential zu haltenden Sicherheitsvorrichtung
46 durch ein Rohrstück 48 von geringer Länge gewährleistet ist. Zur Aufrechterhaltung dieses
Flüssigkeitsüberganges wird durch die Leitung 16" in den Behälter 46 eine kleine Menge von Kondenswasser,
z. B. das sich in der hochsteigenden Dampfleitung 23 durch natürliche Abkühlung bildende Kondenswasser,
eingespritzt. Eine in einer Ausbauchung der Rohrleitung 23 an der Einmündungssteile der
Leitung 16" vorgesehene ringförmige Schrägfläche 51
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Siedeküblung von Elektronenröhren mit äußerer Anode unter Verwendung
von Rohwasser, dadurch gekennzeichnet, daß eine an beiden Enden offene Muffe (31) einen
als Anode ausgebildeten Wärmeableiter (32) mit Abstand innerhalb eines sie ihrerseits mit
Zwischenraum umschließenden, mit dem Rohwasser gespeisten Mantels (1) umgibt und im
Zusammenwirken mit zwischen ihr und. dem Mantel angeordneten Lenkflächen (34) das Rohwasser
vor dem Auftreffen auf den Wärmeableiter (32) zum Durchlaufen einer langen Bahn veranlaßt, auf
der es durch die von dem siedenden Wasser an dem Wärmeableiter (32) erhitzte Muffe (31) auf
eine Temperatur gebracht wird, bei der es am unteren Ende der Muffe den größten Teil seines
Kesselsteins abgibt, bevor es durch Thermosiphon-
wirkung den seine Verdampfung herbeiführenden Wärmeableiter (32) erreicht (Abb. 1).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (31) zusammen mit
dem sie umgebenden unteren Teil (40) des Mantels (1) durch ein rasch lösbares Verbindungs- und
Abdichtungsglied (38) an den als Dampfsammler ausgebildeten oberen Mantelteil (39) angeschlossen
ist, auf dem ein mit der Anode über dem Wärmeableiter (31) verbundener ringförmiger Zwischenteil
auf ruht (Abb. 1).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufrechterhaltung eines
konstanten Flüssigkeitsspiegels (30) in dem Mantel (1) mit diesem ein kleiner Vorratsbehälter (20')
über ein durch einen Schwimmer (17') gesteuertes Ventil (44) in Verbindung steht (Abb. 1 und 2).
4. A7Orrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Überwachung
der Konstanz des Flüssigkeitsspiegels in dem Mantel (1) in diesen ein zusätzlicher Flüssigkeitsstrom
(47, 48) eingeleitet wird, der ein geringes Trägheitsvermögen aufweist sowie nur
Kondenswasser führt und dauernd mit geringer Zufuhr gespeist wird (Abb. 2).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an beiden
Enden offene Muffe (31) eine nach dem unteren geschlossenen Ende der Anode (32) hin sich verjüngende
Kegelstumpfform aufweist (Abb. 1).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 254 946, 257 346,
836, 284 117, 397 218, 496 461, 541 780, 546 156, 090, 598 026, 632 817, 639 336, 645 892, 650 177, 586, 668 376, 697 721, 804 939;
Deutsche Patentschriften Nr. 254 946, 257 346,
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österreichische Patentschriften Nr. 87 501, 122 941; schweizerische Patentschriften Nr. 109 997,
698, 117 881;
698, 117 881;
französische Patentschrift Nr. 777 077;
USA--Patentsehriften Nr. 1 903 945, 1 924 368,
110 774;
USA--Patentsehriften Nr. 1 903 945, 1 924 368,
110 774;
Die Schrift »25 Jahre Telefunken«, 1928, S. 138.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 580/520 7.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1062825X | 1951-12-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1062825B true DE1062825B (de) | 1959-08-06 |
Family
ID=9600829
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC6684A Pending DE1062825B (de) | 1951-12-04 | 1952-11-19 | Vorrichtung zur Siedekuehlung von Elektronenroehren mit aeusserer Anode |
Country Status (1)
| Country | Link |
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