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Leit- und Warnzeichen für den Straßenverkehr Die Erfindung bezieht
sich auf ein Leit- und Warnzeichen für den Straßenverkehr, bestehend aus einer ebenen
Grundplatte, aus der eine Signalflüche sowie Halteglieder für diese herausklappbar
sind.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein solches Leit-und Warnzeichen mit
einfachen. MittdIn so zu gestalten, daß ein Fahrzeug, und zwar sowohl Lastkraftwagen
als auch Personenkraftwagen,- eine ganze Reihe kleiner Warnzeichen auf kleinstem
Raum verpa ' ckt mit sich führen kann und daß diese Warnzeichen zur Bildung
einer Ablenklinie hinter oder auch vor einem stehenden Fahrzeug aufstellbar sind,
uni nachfolgende Fahrzeuge auf das stehende,.z.B. beschädigte Fahrzeug aufmerksam
zu. machen, wobei diese Leit- und Warnzeichen ihrerseits aber beim überfahren, keine
Gefahr für die nachfolgenden Fahrzeuge bilden und selbst durch ein Überfahren nicht
zerstört werden.
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Es sind schon viele Vorschläge für Leit- und Warnzeichen der fraglichen-
Art gemacht worden, aber bisher wurde keine Ausführung gefunden, die die genannte
Aufgabenstellung zufriedenstellend löst. Bekannt ist z. B. ein starres Anzeigegerät
aus einer starren Grundplatte, an deren einer Seite eine starre Anzeigescheibe und
an deren gegenüberliegender Seite Stützen für die hochklappbare Anzeigescheibe angelenkt
sind. Ein soldhes Zeichen bildet für den Verkehr eine erhebliche Gefahr, wenn es
zufällig, von Fahrzeugen überfahren wird, abgesehen davon, daß die erforderlichen
Gelenke zu einem komplizierten und teuren mechanischen Aufbau führen. Bei einer
diesen Nachteil vermeidenden Ausführung ist mit einer Grundplatte eine ständig nach
oben gerichtete Anzeigenfläche aus elastischem Werkzeugstoff verbunden, so daß diese
Fläche beim überfahren durchandere Fahrzeuge ausweichen kann, aber dieses Warnzeichen
ist nicht zusammenlegbar und nimmt daher beim Mitführen sehr viel Raum ein, wodurch
es in der Praxis als Lösung für die genannte Aufgabenstellting nicht brauchbar ist.
Auch alle anderenbekannten Ausführungen sind in dieser oder einer ähnlichen Weise
aufgebaut.
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Die erfindungsgemäße Lösung der vorstehenden Aufgabenstellung besteht
nun im wesentlichen darin, daß die Grundplatte aus zwei am Rande fest miteinander
verbundenen Schichten aus derart elastischem Material besteht, daß ein Teilaussehnitt
der oberen Schicht, als Signalfläche dienend, längs einer mit dem Rand der Grundplatte
verbundenen Kante herausklappbar ist und ein Teilausschnitt der unteren Schicht,
um eine der erstgenannten gegenüberliegende Kante hochgebogen, die Stütze für die
Signalfläche bildet.
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Dieses Leit- und Warnzeichen ist besonders leicht herzustellen, da
es nur aus zwei elastischen durch Stanz- oder Sohneidwerkzeuge mit Ausschnitten
versehenen Schichten zusammengesetzt ist, so daß ohne jegliche mechanische Gelenke
durch einfachen Fingerdruck von. uriten die Warnfläche und die Stützt hochstellbar
sind, womit das Gerät fertig für das Ab-
stellen auf. der Straße ist. In der
zusammengelegten Stellung wird nur sehr wenig Raum beansprucht, so daß beliebig
viele solcher Warnzeichen auf engstem Raum in ein-ein Fahrzeug mitgeführt werden
können, um bei eventuellen Fahrzeugpannen eine Ablenklinie bilden zu können, durch
die nachfolgende Fahrzeuge auf das Hindernis hingewiesen werden, wobei diese Fahrzeuge
das - Leit- und Warnzeichen ohne Gefahr überfahren 'können. Weitere Einzelheiten
der Erfind dung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreil#g4g - eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles, und zwar zeigt Fig.
1 eine Aufsicht auf das neue Leit- und Warnzeichen, Fig. 2 das aufgestellte
Leit- und Warnzeichen im Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1,
Fig.
3 eine perspektivische Vorderansicht des Zeichens nach Fig. 2, Fig. 4 eine
weitere perspektivische Ansicht zur Darstellung der Leuchtflächenabstützung.
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Das neue Leit- und Warnzeichen besteht aus einer Grundplatte
1 und einer Reflexleuchtfläche 2, die in ihrer Normallage zur Verpackung
im Fahrzeug in eine der Leuchtflächenform entsprechende Ausnehmung der Grundpfatte
ei-nfaßt, aus der sie durch Anlenkung an die Grundplatte aufrichtbar und feststellbar
ist, so daß die Leuchtfläche ankommenden Fahrzeugen. entgegengerichtet ist. Die
Leuchtflädie 2 kann jede beliebige Umfangsform annehmen, z. B. rund, bogenförmig,
dreieckig, rechteckig od. digl. Die Grundplatte
1 besteht
aus elastischem Material, und zwar ist sie zweckmäßig aus zwei Schichtena und
-b zusammengesetzt. Diese beiden Schichten werden miteinander verklebt oder
durch Vulkanisation miteinander verbun,den. Aus der oberen Schicht a ist die Leucht"
fläche 2 durch Winkelschnitte 2 a und - 2 b dreieckfürmig herausgeschnitten,
wobei diese dreieckige Leuchtfläche 2 an der dritten Seite 3 mit der oberen
Schicht a verbunden bleibt. Die Dreieckseite 3 bildet dann die Kante, um
die die Leuchtfläche gegenüber der Grundplatte 1 aufgerichtet bzw. hochgebogen
werden kann. Um dabei einen zu großen Biegungsradius der Leuchtfläche 2 an der Kante
3, zu vermeiden, kann die Oberseite der Schichi a entlang der Seite
3 mitenförmig eingeschnitten werden. Die Leuchtfläche 2 wird also um die
Kante 3 aufgerichtet und in der aufgerichteten Lage festgehalten, wenn das
Leit- oder Warnzelchen bei irgendwelchen Unfällen od. dgl. auf den Straßen aufgestellt
werden soll. Um dabei die aufgerichtete Lage der Leuchtfläche 2 in möglichst einfacher
Weise zu fixieren, ist die untere Schicht b der Grundplatte 1
mit Einschnitten
5 a versehen, die in Fig. 1 und 4 gestrichelt angedeutet sind, so
daß dadurch im Bereich des Ausschnittes 4 der oberen. Schitht, in die sich dlie
Leuchtfläche 2 einlegen kann, eine Zunge 5 entsteht, die, der Ablenkkante
3 der Leuchtfläche 2 gegenüberliegend, mit der unteren Schicht
b der Grundplatte 1
verbunden ist. Dadurch kann diese Zunge aus d'er
Ebene der unteren Schicht b hochgebogen, und. gegen die Rückseite der Leuchtfläche
2 gestellt werden, wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich ist. Um dabei einen mög' lichst
&teilen Auf richtwinkel der Leuchtfläche 2 zu erhalten, ist es vorteilhaft,
daß das freie Ende d'er Zunge 5 über die Anlenkkante 3 der Leuchtfläche
2 herausragt, wie ebenfalls aus Fig. 1 und 4 ersiehtlieh ist.
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Das beschriebene Leit- und Warnzeichen wird im Fahrzeug an beliebiger
Stelle aufbewahrt, da es nur einen ganz geringen Raumbedarf benötigt; denn in der
Normallage liegt die Stützzunge 5 in der Ebene d'er unteren Schicht b und
die Leuchtfläche 2 in. der Ebene der oberen Schicht a. Es können also solche Zeichen
in einem flachen Stapel in Form eines Butterbrotpaketes im Fahrzeug an beliebiger
Stelle abgelegt werden, und sie können bei auftretendlen Unfällen bzw. bei Liegenbleiben
des Fahrzeuges herausgenommen werden, wobei man lediglich den Rand der Zeichen mit
beiden Häntden. zu erfassen und mit den Daumen von unten gegen die Zunge
5 zu drücken braucht, womit gleichzeitig die Leuchtfläche 2 und die Zunge
5 in die Lage nach Fig. 2 und 4 gedrückt werden. Diese Leitzeichen werden
dann so vor dem liegengebliebenen Fahrzeug aufgestellt, daß sie eine Leuchtkette
bilden, die dem nachfolgenden Fahrzeug die Fahrtrichtung anzeigt. Hierdurch wird
vermieden, daß das nachfolgende Fahrzeug auf das liegengebliebene Fahrzeug auffährt.
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