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DE1053489B - Verfahren zur Herstellung von essigsaeurereichen Gemischen niedermolekularer Fettsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von essigsaeurereichen Gemischen niedermolekularer Fettsaeuren

Info

Publication number
DE1053489B
DE1053489B DED16127A DED0016127A DE1053489B DE 1053489 B DE1053489 B DE 1053489B DE D16127 A DED16127 A DE D16127A DE D0016127 A DED0016127 A DE D0016127A DE 1053489 B DE1053489 B DE 1053489B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidation
distillation
acetic acid
fatty acids
molecular weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED16127A
Other languages
English (en)
Inventor
Alec Elce
Ian Kenneth Miles Robson
Donald Peter Young
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Distillers Co Yeast Ltd
Original Assignee
Distillers Co Yeast Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Distillers Co Yeast Ltd filed Critical Distillers Co Yeast Ltd
Publication of DE1053489B publication Critical patent/DE1053489B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/215Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of saturated hydrocarbyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von essigsäurereichen Gemischen niedermolekularer Fettsäuren Zusatz zum Patent 1014 978 Im Hauptpatent 1014 978 ist ein Verfahren zur Herstellung von essigsäurereichen Gemischen niedermolekularer Fettsäuren durch Paraffinoxydation mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur in flüssiger Phase beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Ausgangsmaterial eine zwischen etwa 15 und 100° C siedende, Paraffinkohlenwasserstoffe mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen enthaltende Fraktion verwendet, die mindestens zu 40 °/o aus Paraffinen mit 6 bis 8 Kohlenstoffatomen besteht, welche mindestens zu 40'°/a aus verzweigten, mindestens eine Methylgruppe als Seitenkette enthaltenden Kohlenwasserstoffen bestehen.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Ausbeuten an niedrigen Fettsäuren noch verbessert werden können, wenn man einen Teil des erhaltenen Oxydationsproduktes einer erneuten Oxydation unterwirft, z. B. indem man diesen gegebenenfalls zusammen mit frischem, zu oxydierendem Kohlenwasserstoff in den Oxydationsraum zurückführt.
  • Die erfindungsgemäße weitere Ausbildung des Verfahrens des Hauptpatents 1014978 zur Herstellung von essigsäurereichen Gemischen niedermolekularer Fettsäuren durch Paraffinoxydation mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen in flüssiger Phase ist nun dadurch gekennzeichnet, daß man das Oxydationsgemisch zur Abtrennung eines in Gegenwart von Wasser unterhalb von 99° C siedenden Vorlaufs destilliert und diesen Vorlauf dann gegebenenfalls in Gegenwart des als Ausgangsprodukt verwendeten Kohlenwasserstoffs einer erneuten Oxydation unterwirft. Es ist auch möglich, daß man das Oxydationsgemisch vor der Destillation auf eine Temperatur unterhalb 80° C abkühlt und sich in zwei Schichten trennen läßt, die obere Schicht in den Reaktionsraum zurückführt und die untere Schicht zur Gewinnung eines unterhalb von 99° C siedenden Vorlaufs in Gegenwart von Wasser destilliert.
  • Die Oxydation der Kohlenwasserstoffe kann wie im Hauptpatent oder nach Patent 1020 015 erfolgen.
  • Es wurde festgestellt, daß das Reaktionsgemisch normalerweise bei der Arbeitstemperatur eine homogene Flüssigkeit darstellt, sich aber beim Abkühlen in zwei Schichten trennt. Die obere Schicht besteht in der Hauptsache aus unverändertem Kohlenwasserstoff, während die untere die Hauptmenge der sauren Produkte und Wasser enthält. Es ist ein Kennzeichen des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß das gesamte Reaktionsgemisch oder ein Teil desselben kontinuierlich oder absatzweise als homogene Flüssigkeit entfernt, dieses Material auf eine Temperatur unterhalb 80° C, zweckmäßig so nahe der Raumtemperatur, wie es angängig ist, abgekühlt, in zwei Schichten getrennt, die obere Schicht vollständig in das Reaktionsgefäß zurückgeführt und wenigstens ein Teil der unteren Schicht auf das gewünschte Produkt aufgearbeitet wird.
  • Man kann das primäre Oxydationsprodukt zur Abtrennung des Vorlaufs destillieren, indem man beispielsweise die Fraktion, welche bei absatzweiser Destillation bei etwa 30 bis 99° C siedet, auffängt.
  • Unter diesen Bedingungen scheidet sich während der Destillation später etwas Wasser ab. Dieses bildet die untere Schicht des Destillates und kann gegebenenfalls abgetrennt und entfernt werden. Die Abtrennung des Vorlaufs kann jedoch auch auf kontinuierliche Weise erfolgen, indem man eine kontinuierlich arbeitende Destillationsvorrichtung anwendet und bei einer Kopftemperatur von etwa 65 bis 70° C und einer Blasentemperatur von etwa 105° C arbeitet. In diesem Falle tritt gewöhnlich keine Abtrennung einer wäßrigen Schicht im Destillat auf.
  • Die so erhaltenen Oxydationsprodukte können zur Gewinnung weiterer Mengen an Vorlauf, welcher » sekundärer Vorlauf « genannt werden soll, von Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Rückständen in der gleichen Weise wie die Produkte der primären Oxydation der Kohlenwasserstoffe aufgearbeitet werden. Die derart gewonnenen sekundären Vorlaufe können nochmals oxydiert werden, wobei diese jedoch einen geringeren Anteil an Säuren liefern als die primären Vorläufe und ein größerer Anteil der Beschickung als nichtoxydierter Vorlauf zurückgewonnen wird. Wenn auch das Verfahren beliebig oft wiederholt werden kann, wird eine häufigere Wiederholung als zwei-oder dreimal wahrscheinlich unwirtschaftlich sein. In einer Abänderung des Verfahrens kann man die erhaltenen sekundären Vorläufe aus der sekundären Oxydation mit einer frischen Menge von primären Vorläufen mischen und diese Mischung oxydieren oder man kann sie der Beschickung von primären Vorläufen bei einem Icontinuierlichen Oxydationsverfabren zur Oxydation von Vorläufen zufügen.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens werden sämtliche Vorläufe mit frischem Kohlenwasserstoff gemischt und das Gemisch abermals oxydiert. Vorteilhafterweise wird eine solche Menge an Kohlenwasserstoff verwendet, die dem ersten Produkt nach Entfernung des Vorlaufs entspricht. Am besten trennt man eine sich gegebenenfalls bildende wäßrige Phase ab und venvirft sie, wenn man die Vorläufe mit frischem Kohlenwasserstoff mischt, und oxydiert das Gemisch der Vorläufe mit frischem Kohlenwasserstoff, nachdem der Wassergehalt der Vorläufe herabgesetzt wurde. Das Produkt der zweiten Oxydation kann dann abermals zur Gewinnung von Vorläufen destilliert und das Verfahren so unbegrenzt wiederholt werden. Die einzigen flüssigen im Gesamtverfahren anfallenden Produkte sind die bei der Destillation zur Abtrennung der Vorläufe in der Destillationsblase zurückbleibenden Rückstände, die in der Hauptsache die gewünschten Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen enthalten. Vorzugsweise wird jedoch kontinuierlich gearbeitet, indem die Vorläufe zusammen mit frischem Kohlenwasserstoff in das Gefäß der Primäroxydation zurückgeführt werden.
  • Das erfindungsgemäße Oxydationsverfahren, vor allem die Oxydation des Paraffinkohlenwasserstoffs, der Vorläufe oder des Gemisches von Vorläufen und Paraffinkohlenwasserstoff kann jeweils unter ähnlichen Bedingungen durchgeführt werden.
  • Diese Oxydationen können mit irgendeinem sauerstofrhaltigen Gas, z. B. Luft oder Gemische, die reicher oder ärmer an Sauerstoff sind als Luft, bewirkt werden. Ein Teil des Sauerstoffs kann gegebenenfalls als Ozon vorliegen. Im allgemeinen ist die Anwendung von Überdruck bei der Oxydation notwendig, um die Hauptmenge des Ausgangsstoffes in flüssigem Zustand zu halten.
  • Die Oxydationstemperatur soll genügend hoch sein, damit die Oxydationsgeschwindigkeit wirtschaftlich ist und sich nur wenig Peroxydverbindungen bilden.
  • Sie soll jedoch nicht so niedrig sein, daß der Oxydationsgrad zu den Säuren ungenügend ist, jedoch auch nicht so hoch sein, daß eine übermäßige Oxydation der Kohlenwasserstoffe oder ihrer primär gebildeten Oxydationsprodukte zu Kohlenoxyden und Wasser eintritt. Temperaturen im Bereich von 130 bis 200° G haben sich als geeignet erwiesen, doch lassen sich gegebenenfalls auch höhere oder niedrigere Temperaturen anwenden.
  • Diese Oxydationen lassen sich in verschiedenartigen Vorrichtungen ausführen, wobei Voraussetzung ist, daß das Reaktionsgemisch im wesentlichen im flüssigen Zustand gehalten und für ausreichenden Kontakt zwischen dem flüssigen Reaktionsgemisch und dem oxydierenden Gas gesorgt wird. Die Oxydation kann daher in einem mit einem mechanischen Rührwerk, welches für Bewegung und gründliche Verteilung des Gases innerhalb der Flüssigkeit Sorge trägt, versehenen Druckgefäß durchgeführt werden. Das ReaktionsgefäB kann aber auch ein sensrechter Turm mit der Zuführung für das oxydierende Gas am Fuß oder mehreren Zuleitungen übereinander sein. Im letzteren Falle wird die erforderliche Durchrührung durch das Gas selbst besorgt, und es ist vorteilhaft, die Gaszufuhr durch mechanische Vorrichtungen zur feinsten Verteilung des Gases an den Eintrittsstellen und im ganzen Reaktionsraum zu unterteilen. Man kann das oxydierende Gas auch in eine mit großer Geschwindigkeit in einem Umlaufsystem, z. B. einer Rohrschlange, unter Druck zirkulierende Flüssigkeit einleiten.
  • Die Oxydation läßt sich in An-und Abwesenheit von Katalysatoren durchführen. Geeignete Isatalysatoren leiten sich z. B. von Metallen ab, die in mehr als einer Wertigkeit auftreten können, z. B. Mangan, Kobalt, Nickel, Vanadin und Kupfer. Diese Katalysatoren können in Form ihrer öllöslichen Salze mit organischen Säuren, als freie Säure, z. B. Vanadinester oder deren Salze, zugegeben werden.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Veranschaulichung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Beispiel 1 Die Oxydationsvorrichtung bestand aus einem Reaktionsgefäß, welches mit einem Rührwerk, einem Luftzuleitungsrohr am Boden, einem Ableitungsrohr für die Abgase, Leitungen für die Zuführung und Entnahme von Flüssigkeiten und Vorrichtungen zum Messen und Regeln der Reaktionstemperatur ausgestattet war. Die Vorrichtung war weiterhin so beschaffen, daß man einen Teil des flüssigen Reaktionsproduktes kontinuierlich durch einen Kühler in eine Scheidevorrichtung abziehen konnte, aus welcher die untere Schicht als Reaktionsprodukt entnommen und die obere Schicht in das Reaktionsgefäß zurückgeführt werden konnte.
  • Das Reaktionsgefäß wurde mit 1,5 1 einer Benzinfraktion, welche durch einfache Destillation eines Mittelost-Erdöls zwischen 15 und 95° C gewonnen war und 0,011)/o naphthensaures Mangan in Lösung enthielt, beschickt. Temperatur und Druck während der Oxydation betrugen 150 bis 160° C bzw. 21 kg/cm2.
  • Die Zirkulationsgeschwindigkeit des Inhaltes des Reaktionsgefäßes durch den Kühler und die Scheidevorrichtung betrug etwa 2,11 je Stunde und die Luftzufuhr für die Oxydation ungefähr 1 bis 121 je Minute. Die Zugabe von frischem Kohlenwasserstoff in das System erfolgte in einer Menge von etwa 0,43 1 je Stunde, wodurch die Entnahme der unteren Saureschicht des Kondensates ausgeglichen wurde.
  • Die Oxydation wurde insgesamt 102 Stunden durchgeführt, worauf das erhaltene Reaktionsprodukt dann in einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Destillation, welche aus einer mit Glasspiralen gefüllten Kolonne von etwa 185 cm Länge und 3,8 cm Weite mit der Zuleitung auf halber Höhe bestand, destilliert wurde.
  • Die Destillationsvorrichtung wurde bei Atmosphären druck und einer Temperatur von 85 bis 87° C am Kopf bzw. 106 bis 108° C am Fuß betrieben. Die Flüssigkeitszufuhr betrug 1 1 je Stunde, und der Rückfluß erfolgte im Verhältnis von etwa 2 : 1. Die Menge an Destillat betrug 45,4 Gewichtsprozent der Gesamtbeschickung. Das Bodenprodukt bestand aus einem Gemisch aus Wasser, Fettsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Rückständen und wurde durch abermalige Destillation in seine Bestandteile getrennt.
  • Die Oxvdationsausbeute, ausgedrückt in g, bezogen auf 100 g verbrauchten Kohlenwaserstoff, betrug insgesamt : g je 100 g verbrauchtem Kohlenwasserstoff Vorlauf......................... 51,1 Ameisensäuí-e 3,1 Essigsäure 19,8 Propionsäure 5,1 Buttersäure 2. 4 Fettsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, insgesamt............... 30,4 Destillationsriickstände............. 23,0 Die bei der Oxydation auf diese Weise erhaltenen Vorläufe wurden absatzweise in der oben beschriebenen Weise bei 150 bis 170° C und einem Druck von 21 kg/cm2 oxydiert. Die Zeit, die zur Beendigung der Sauerstoffaufnahme bei mehreren dieser absatzweise durchgeführten Versuche benötigt wurde, betrug je nach der Geschwindigkeit der Temperaturerhöhung 7 bis 13 Stunden.
  • Die Oxydationsprodukte wurden vereinigt und zur Entfernung des Vorlaufes aus einer kontinuierlichen Destillationsvorrichtung destilliert. Der Rückstand wurde dann, wie oben beschrieben, zur Trennung der Säuren destilliert. Die Gesamtausbeute der gewonnenen Verbindungen, ausgedrückt in g, bezogen auf 100 g des der Oxydation zugeführten Vorlaufes, betrug : g je 100 g zugeführtem Vorlauf Sekundärer Vorlauf................ 21,7 Ameisensäure 8,4 Essigsäure 40, 4 Propionsäure 6,5 Buttersäure 1,6 Fettsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, insgesamt............... 56,9 Destillationsrückstände 4,6 Beispiel 2 Der im Beispiel 1 angefallene sekundäre Vorlauf, welcher nach der Analyse in 100 g 0,30 Aquivalente verseifbare Verbindungen und 0,91 Aquivalente Carbonylverbindungen enthielt, wurde absatzweise nach dem dort beschriebenen Verfahren bei einer Temperatur von 174° C und einem Druck von 21 kg/cm2 nochmals oxydiert. Die Oxydation dauerte 3Va Stunden, worauf die Sauerstoffabsorption praktisch aufhörte. Das Oxydationsprodukt wurde dann destilliert und ergab die folgenden Ausbeuten : g je 100 g zugeführtem Vorlauf Tertiärer Vorlauf.................. 42,1 Ameisensäure 8,5 Essigsäure 29,3 Propionsäure 1,8 Buttersäure.................2,2 Fettsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, insgesamt............... 41, 8 Destillationsrückstände 1,6 Beispiel 3 Das Oxydationsgefäß ist schematisch in der Zeichnung wiedergegeben und besteht aus einem senkrechten Rohr 1 aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von 6,5 cm und einer Länge von 183 cm. Am Boden und ungefähr in der Mitte des Rohres sind Luftzuleitungen 2 vorgesehen. Durch die Leitung 3 und einen Vorwärmer 13 wird kontinuierlich frischer Kohlenwasserstoff zugeführt. Die gasförmigen und flüssigen Reaktionsprodukte werden aus dem Reaktionsgefäß durch die Leitung 4 entfernt und nach dem Durchgang durch den Kühler 5 in die Trennvorrichtung 6 geleitet, wo das Gas und die Flüssigkeit voneinander getrennt werden und ersteres durch Leitung7 entweicht. Die flüssigen Produkte werden in die Scheidevorrichtung 8 geführt, wo sich das wäßrige Säuregemisch, von dem ein Teil durch Leitung 9 abgezogen wird, als untere Schicht absetzt. Die obere Kohlenwasserstoffschicht wird aus der Scheidevorrichtung 8 durch den Vorwärmer 10 zusammen mit dem restlichen Teil der unteren Schicht in das Oxydationsgefäß zurückgeleitet. Das durch die Leitung 9 abgezogene wäßrige Säuregemisch wird durch einen Vorwärmer 104 in die Mitte der Kolonne 11, welche mit 0,6-cm-Ringen gefüllt und fünf theoretischen Böden oberhalb und unterhalb des Einführungspunktes äquivalent ist, zur kontinuierlichen Destillation geführt. Sie ist mit einer Vorlage 11 4 und einem Kühler 11B verbunden. Die Kolonne wird mit einem Rückfluß im Verhältnis 4 : 1 betrieben und die Temperatur auf ungefähr 66° C am Kopf, etwa 82° C am Einleitungspunkt und etwa 104 bis 105° C am Kolonnenfuß gehalten. Das gesamte in 11. aufgefangene Destillat aus Kolonne 11 wird nach Zusatz von frischem Kohlenwasserstoff durch die Leitung 12 in das Oxydationsgefäß zurückgeführt. Der Rückstand der Destillation wird durch die Leitung 14 abgezogen und einer abermaligen Destillation unterworfen, wobei die Säuren als Hauptprodukt gewonnen werden.
  • Die Oxydation wurde 160 Stunden stetig durchgeführt, wobei die Temperatur 170 bis 175° C, der Druck 42 kg/cm2 und dieAbgasmenge stündlich 1800 1 (mit einem Gehalt von 0 bis 1 axa Sauerstoff) betrug und wobei eine bei 20 bis 95° C siedende Fraktion, welche durch einfache Destillation eines Mittelost-Erdöls gewonnen worden war, in das Reaktionsgefäß in einer Menge von 510 g je Stunde eingeführt wurde.
  • Der bei der kontinuierlichen Destillation in einer Menge von 432 g je Stunde gewonnene Vorlauf wurde in seiner Gesamtheit in das Reaktionsgefäß zurückgeleitet. Er bildete somit 46 /o der ganzen Beschickung des Oxydationsgefäßes. Eine Abnahme der Oxydationsgeschwindigkeit wurde nicht beobachtet, und die Bildung von Säuren mit I bis 4 Kohlenstoffatomen blieb mit stündlich 56 g je Liter Inhalt des Oxydationsgefäßes konstant. An Rückstand der kontinuierlichen Destillation wurden 565 g je Stunde erhalten ; er enthielt ungefähr 60°/o Säuren mit 1 bis 4Kohlenstoffatomen, während der Rest im wesentlichen aus Wasser und Verbindungen mit einem Siedepunkt oberhalb dem der Buttersäure bestand. Beim Abschluß des Versuches enthielt das wäßrige Produkt im Reaktionsgefäß 36 Gewichtsprozent Vorlauf, was besagt, daß eine Anreicherung an Vorlauf nicht stattgefunden hat. Die Ausbeute an Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen betrug nach ihrer Isolierung aus dem Rückstand der Destillationsvorrichtung durch fraktionierte Destillation 66 Teile je 100 Teile verbrauchtem Kohlenwasserstoff (einschließlich des Kohlenwasserstoffs, welcher mit dem Abgas verlorengegangen war). Von diesen Säuren mit 1 bis 4Kohlenstoffatomen bestanden 75 Gewichtsprozent aus Essigsäure.
  • Zum Vergleich wurden Oxydationen unter ähnlichen Bedingungen im gleichen Oxydationsgefäß unter Anwendung der gleichen Kohlenwasserstoffbeschickung vorgenommen, bei welchen jedoch die Vorlaufe nicht in das Oxydationsgefäß zurückgeleitet wurden. Die Ausbeuten an Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen betrugen hierbei ungefähr 40 Teile je 100 Teile verbrauchter Kohlenwasserstoff. Von diesen 40 Teilen waren ungefähr 70 Gewichtsprozent Essigsäure.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Weitere Ausbildung des Verfahrens des Patents 1 014 978 zur Herstellung von essigsäurereichen Gemischen niedermolekularer Fettsäuren durch Paraffinoxydation mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen in flüssiger Phase, dadurch gekennzeichnet, daß man das Oxydationsgemisch zur Abtrennung eines in Gegenwart von Wasser unter- halb von 99° C siedenden Vorlaufes destilliert und diesen Vorlauf dann-gegebenenfalls in Gegenwart des als Ausgangsprodukt verwendeten Kohlenwasserstoffs-einer erneuten Oxydation unterwirft.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Oxydationsgemisch vor der Destillation auf eine Temperatur unterhalb 80° C abkühlt, die hierbei gebildete obere Schicht in den Reaktionsraum zurückführt und aus der unteren Schicht einen unterhalb von 99° C siedenden Vorlauf durch Destillation in Gegenwart von Wasser abtrennt.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 684 968,570 732, 524 354 ; USA.-Patentschriften Nr. 2 287 125,1 838 032.
DED16127A 1952-10-15 1953-10-13 Verfahren zur Herstellung von essigsaeurereichen Gemischen niedermolekularer Fettsaeuren Pending DE1053489B (de)

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