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Transport- und Stapelbehälter für tetraederförmige Milchtüten Transport-
und Stapelbehälter für tetraederförmige Verpackungen, wie Milchtüten, sind in fünf-
und sechseckiger, d. h. allgemein in vieleckiger Grundrißausführung bekannt. EineAusführungsform
hat Boden und Mündung, die, im Grundriß gesehen, die Form zweier zueinander so im
Winkel versetzter, gleichmäßiger Fünfecke haben, daß die Ecken des einen mitten
zwischen denen des anderen liegen. Die Seitenwände haben dabei die Form von zehn
gleichschenkligen Dreiecken, die miteinander abwechselnd mit den Seiten des Bodenfünfeckes
und des Mündungsfünfeckes zusammenfallende Grundlinien haben. Diese Ausführungsform
der Transportbehälter ist dadurch gekennzeichnet, daß die fünf mit ihren Grundlinien
mit den Seiten des Mündungsfünfeckes zusammenfallenden Seitenwandungsdreiecken oben
in den Mündungskragen übergehen und daß unten auf den Boden des Behälters ein nach
unten gerichteter Fußflansch befestigt ist, der beim Stapeln des Behälters auf einen
gleichen Behälter den Mündungskragen dieses Behälters umschließt. Auf diese Weise
sind die bekannten Transportbehälter aufeinandersetzbar und damit in gefülltem Zustand
stapelbar, ohne daß die eingefüllten Verpackungen Druckkräfte aufzunehmen haben.
Nachteilig ist jedoch bei diesen Behältern, abgesehen von der komplizierten und
umständlichen Fertigung, daß sie sich im entleerten Zustand nicht zur Verringerung
des zur Rückwendung erforderlichen Leerraumes ineinandersetzen lassen. Es ist daher
durch eine andere Ausführungsform bekannt, die Seitenwände durch in Mantelrichtung
verlaufende Drahtstege zu ersetzen, wobei diese Drahtstege am Boden und an der Mündung
ebenfalls an einem entsprechend vieleckig geformten Drahtring befestigt sind. Bei
dieser Ausführungsform ist das obere Randvieleck bzw. der obere Drahtring mit ohrenartigen
Ausbiegungen an verschiedenen Seiten versehen, so daß nach Wahl entweder ein aufzustellender
Behälter mit an den Drahtstegen angebrachten Einhängelaschen auf die oberen Drabtringe
aufgesetzt und damit die Behälter gestapelt werden können oder nach Wahl durch Verdrehen
der Einhängelaschen durch die Augen am oberen Randring hindurchgreifen und die Behälter
ineinandersetzbar sind. Auch bei diesen Behältern ist die Fertigung verhältnismäßig
schwierig. Darüber hinaus sind die Behälter wegen des nur geringen Widerstandsmomentes
von Drahtstegen den Transportbeanspruchungen, insbesondere als Leergut, wobei die
Behälter auch geworfen werden, schlecht gewachsen, da die Drahtstege sich leicht
verbiegen.
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Es sind außerdem im Grundriß runde oder vieleckige, aufeinanderstapelbare
und ineinandersetzbare, z. B. sechseckige Behälter bekannt, deren Boden und Wände
aus Blech gebildet sind. Bei diesen Behältern
werden die Wände beim Transport leicht
verbeult, da die Blechwände nur geringe Stabilität aufweisen. Um das Aufeinanderstapeln
dieser Behälter zu ermöglichen, nutzt man die Tatsache aus, daß der Eckenabstand
gegenüberliegender Ecken bei Behältern mit regelmäßigem Vieleckquerschnitt größer
ist als der entsprechende Seitenabstand, so daß durch Übereckaufstellung aufeinanderzustellender
Behälter eine Bildung von Stapeln möglich ist. Die Standfestigkeit dieser Stapel
ist jedoch gering, zumal Verschiebungen einzelner Behälter aus der Behälterachse
heraus leicht möglich sind und ein Kippen der Stapel bedingen. Dies gilt vor allem
auch, wenn besondere Ausbildungen an den Ecken vorgesehen sind, um die Bildung von
Stapeln aus Ecke auf Ecke aufgestellten Behältern zu ermöglichen, da dann die Aufstellausbildungen
nur an der Hälfte der Querschnittsecken möglich sind.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einerseits die Fertigung
von Transport- und Stapelbehältern, die für tetraederförmige Verpackungen, wie Milchtüten,
bestimmt sind, zu vereinfachen, außerdem aber auch die Stabilität der Behälter sowie
die der Stapel zu erhöhen.
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Die Erfindung betrifft Transport- und Stapelbehälter für tetraederförmige
Verpackungen, wie Milchtüten, mit vieleckigem Grundriß und pyramidenförmigem Boden,
der konvex oder konkav nach oben ausgebildet sein kann, sowie mit durch Stege miteinander
verbundenem Bodenring und Randring, und besteht darin, daß die Stege an den Vieleck-Ecken
am Bodenring und Randring angeschlossene Winkeleisen (bzw, Winkelbleche) sind und
diese im Bereich des Bodens durch einen umlaufenden Kragen versteift sind. Dabei
haben die Behälter einen vieleckigen Grundriß und
eine entsprechende
vieleckförmige Öffnung größerer Querschnittsfläche, so daß die Seitenwände nicht
senkrecht, sondern leicht schräg nach außen geneigt verlaufen, was an sich bekannt
ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist der umlaufende Kragen etwa die
Höhe der Bodenpyram-ide auf.
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Eg empfiehlt sich, zur Vereinfachung der Fertigung sowohl den umlaufenden
Kragen sowie den Boden auf den Bodenring aufzusetzen und mit diesem fest zu verbinden,
wobei selbstverständlich außerdem der umlaufende Kragen, z. B. mittels Punktschweißung
an den Winkelblechen, die an die Ecken des Grundrißprofils angeschlossen sind, befestigt
ist. Außerdem wird man im allgemeinen bei den erfindungsgemäßen Transport- und Stapelbehältern
am Kragen die Einhängelaschen anbringen, z. B. anschrauben, und auch anschweißen,
die das Stapeln der Behälter beim Aufsetzen auf den Randring eines anderen Behälters
ermöglichen.
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--Diedurch- die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen,
daß infolge der an den Ecken angesetzten Winkeleisen mit ihrem großen Widerstandsmoment
gegen Verbiegungen und auch gegen Knidbeanspruchungen die Stabilität des Behälters
wesentlich erhöht ist, außerdem -- aber ist die Fertigung vereinfacht, da nicht
mehr eine nur umständlich zu schweißende Drahtkonstruktion, sondern im wesentlichen
eine aus Blechteilen bestehende Konstruktion vorliegt, bei der die Sçhweißverbindungen
mit Hilfe von Punktschweißungen in einfacher Weise und doch sicher haltend hergestellt
werden können.
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Eine besondere Erfindung; wird in einer weiteren Ausbildung der beschriebenen
Transport und Stapelbehälter gesehen, die darin besteht, daß nicht allen Vieleckseiten
Einhängelaschen zugeordnet sind und zumindest ein Vieleck (Boden- und/oder oberes
Randvieleck) durch Seitenverläiygeruug so unregelmäßig ausgebildet ist, daß wahlweise
die Einhängelasche auf seiten des oberen Randvieleckes einhängbar ist, so daß die
Behälter aufeinandergesetzt werden können, oder wahlweise auch durch entsprechende
Verdrehung- die Einhängelasche die Seiten des oberen Randvieleckes des darunter
sich befindlichen Behälters nicht erfassen können, so daß die Behälter ineinandersetzbar
sind, und zum Rücktransport des Leergutes nur geringer Platzbedarf erforderlich
ist. Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsfor-m wird man im allgemeinen, d.
h. bei im Grundriß sechseckigen Behältern, so vorgehen, daß an drei der Grundriß
seiten bzw an den zugeordneten Kragenseiten, die im Bereich des Bodens angebracht
sind, Einhängelaschen befestigt sind, während drei obere Randringsei-ten, z. B.
die gleichen, an denen auch dieEinhängelascçhen befestigt sind, über dem Querschnitt
eines regelmäßigen Vieleckes, z. B. Fünfeckes, so nach außen durch Seitenverlängerung
der angrenzenden Seiten des oberen Randringes versetzt sind, daß bei Zuordnung zu
diesen Seiten die Einhängelaschen den Randring nicht erfassen können.
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Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform bestehen die durch
die Erfindung erreichten Vorteile nicht nur in einer fertigungsmäßigen Vereinfachung,
weil es nicht mehr erforderlich ist, an dem oberen Randring in komplizierter Weise
vorstehende Ohren auszubilden, sondern insbesondere auch in der wesentlichen Verbesserung
der Stabilität des oberen Randringes, da das Randvieleck nach der Erfindung nur
gerade Seitenwände aufweist, die folglich Beanspruchungen besser gewachsen sind
als ein Rand, der durch Ausbiegungen ohrenartige Ausbildungen aufweist.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung erläutert; es zeigen Fig. 1 einen Transport- und Stapelbehälter
nach der Erfindung in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 und 3 Aufsichten auf
den Gegenstand nach Fig. 1 und Fig. 4 und 5 in schematischer Darstellung mehrere
Transport- und Stapelbehälter nach der Erfindung aufeinander- bzw. ineinandergesetzt.
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Der in Fig. 1 dargestellte Transport- und Stapel behälter 1 ist für
tetraederförmige Verpackungen, z. 13.
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Milchtüten, bestimmt. Der Behälter besitzt im Beispiel einen vieleckigen,
nämlich - regelmäßig sechseckigen Grundriß sowie durch Stege 2 miteinander verbundenen
Bodenring 3 und Randring 4. Die Stege 2 sind an den Vielecken des Bodenringes 3
bzw. Randringes 4 angeschlossen und durch Punktschweißung befestigt und bestehen
ihrerseits aus Winkeleisen, so daß ein hohes Widerstandsmoment gegeben ist. Im Bereich
des Bodens sind die Winkeleisen- bzw. Winkelblechstege 2 durch einen umlaufenden
Kragen 5 versteift. Der umlaufende Kragen 5 besitzt etwa die Höhe der Bodenpyramide
6 und ist wie der Boden 6 auf den Bodenring 3 aufgesetzt sowie mit diesem, aber
außerdem auch mit den Winkelblechstegen 2 verschweißt. An drei Seiten, in der Figur
nur an zwei Seiten erkennbar, sind am Kragen 5 Einhängelaschen 7 angebracht.
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Um die erfindungsgemäßen Transport- und Stapel behälter gemäß Fig.
1 nicht nur stapelbar, sondern auch ineinandersetzbar zu machen, ist im Beispiel
die Ausbildung des oberen Randringes 4 so getroffen, wic es Fig. 2 verdeutlicht.
Demnach spannt der obere Randring4 kein regelmäßiges Sechseck auf, sondern sind
vielmehr drei der Sechseckseiten, nämlich a) über den nur angedeuteten Umfang des
regelmäßigen Sechseckes nach außen versetzt. Die Versetzung nach außen entspricht
etwa der Breite der Einhängelaschen 7. Wird ein aufzustapelnder Behälter so aufgesetzt,
wie es in der Figur strichpunktiert angedeutet ist, so ergreifen die Einhängelaschen
7 die Seiten 6 des oberen Randringes 4 und setzen sich auf diese auf, so daß die
Behälter stapelbar sind. (Vergl. Fig. 4 ausgezogenes Bild). Setzt man jedoch den
oberen Behälter, wie es die Fig. 3 ebenfalls strichpunktiert angedeutet, verdreht
auf den unteren Behälter auf, so daß die Einhängelaschen 7 mit den nach außen versetzten
Seiten a) zusammenfallen, so sind die Behälter, wie in der Fig. 5 angedeutet, ineinandersetzbar.
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Die Fig. 4und 5 bedürfen in den Einzelheiten keiner Erläuterung.
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PATENTANSPROCHE: 1. Transport- und Stapelbehälter für tetraederförmige
Verpackungen, wie Milchtüten, mit vieleckigem Grundriß und entsprechend vieleckförmiger,
aber vergrößerter Öffnung sowie pyramidenförmigem Boden und durch Stege miteinander
verbundenem Bodenring und Randring, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege an den
Vieleck-Ecken am Bodenring (3) und Randring (4) angeschlossene Winkeleisen bzw.
Winkeibleche (2) sind und diese im Bereich des Bodens durch einen umlaufenden Kragen
(3, 5) versteift sind.