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DE1041015B - Verfahren zur Herstellung von Calciummonofluorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Calciummonofluorid

Info

Publication number
DE1041015B
DE1041015B DEF23005A DEF0023005A DE1041015B DE 1041015 B DE1041015 B DE 1041015B DE F23005 A DEF23005 A DE F23005A DE F0023005 A DEF0023005 A DE F0023005A DE 1041015 B DE1041015 B DE 1041015B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium
caf
monofluoride
production
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF23005A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Dieter Goerrig
Dr Viktor Lwowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to LU36015D priority Critical patent/LU36015A1/xx
Priority to BE567454D priority patent/BE567454A/xx
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF23005A priority patent/DE1041015B/de
Priority to FR1195704D priority patent/FR1195704A/fr
Priority to US733812A priority patent/US3023082A/en
Priority to GB14891/58A priority patent/GB824907A/en
Publication of DE1041015B publication Critical patent/DE1041015B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/20Halides
    • C01F11/22Fluorides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Calciummonofiuorid wurde bereits spektroskopisch im angeregten CaF2-Dampf nachgewiesen. Auf dieser Basis wurden seine tbermodynamischen Konstanten berechnet, die zu dem Schluß führten, daß CaF, wenn es sich bei hoher Temperatur bildet, beim Abkühlen in Calciummetall und Calciumfluorid gemäß
2CaF->Ca + CaF2
disproportioniert. Zu ähnlichen Annahmen führten Beobachtungen über die Einwirkung von Ca auf CaF2 und Analogieschlüsse aus dem System Ca—CaCl2. Ein Verfahren zur Herstellung von CaF in technischen Mengen oder wenigstens in zum Studium seiner Eigenschaften ausreichenden Mengen wurde bislang nicht beschrieben.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Calciummonofiuorid, das darin besteht, daß eine Mischung von Calciumhydrid und Calciumfluorid auf eine Temperatur oberhalb 700° C erhitzt wird.
Das neue Verfahren gestattet nicht nur die Bildung von CaF in einfacher Weise in technischen Mengen, sondern liefert auch ein Produkt von erstaunlicher Stabilität sowohl hinsichtlich einer Disproportionierung wie auch gegenüber der Oxydation durch Luft von Zimmertemperatur bis 1500° C und gegenüber Hydrolyse durch Wasser.
Die Umsetzung erfolgt gemäß der Reaktionsgleichung :
CaH2 + CaF2-^ 2 CaF + H2.
Das entstehende Monofluorid disproportioniert bei technisch üblichen Abkühlungsbedingungen nicht, so daß es als Reaktionsprodukt isoliert werden kann.
Die Abspaltung von Wasserstoff aus dem Reaktionsansatz hängt außer von der Temperatur auch von Wasserstoffdruck in der Gasphase ab; interessant ist die Beobachtung, daß der H2-Druck über einer CaH2—CaF2-Mischung bei einer gegebenen Temperatur beträchtlich größer ist als über CaH2 allein, weil sie beweist, daß die Monofluoridbildung nicht über primär aus CaH2 gebildetes Ca verläuft.
In der Praxis ist auch unabhängig vom Wasserstoffdruck eine Mindesttemperatur erforderlich, um die erfindungsgemäße Umsetzung in einer technisch befriedigenden Zeit durchzuführen, diese hängt von der Mahlfeinheit der Komponenten und der Innigkeit der Mischung ab. Beispielsweise ergibt sich für Korngrößen von 0,1 mm eine untere Reaktionstemperatur von etwa 700° C, wobei die Reaktion in etwa einer Stunde beendet ist.
Wird die Umsetzung bei höherer Temperatur, z. B. bei 1000° C, durchgeführt, so verläuft sie auch bei gröberem Material wesentlich schneller, das Reak-Verfahren zur Herstellung
von Calciummonofiuorid
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Dieter Goerrig, Lohmar (Siegkr.),
und Dr. Viktor Lwowski, Leverkusen-Bayerwerk,
sind als Erfinder genannt worden
tionsprodukt sintert dann bei dieser Temperatur zusammen.
Oberhalb 1300° C schmilzt die Reaktionsmasse zu einer klaren Flüssigkeit, wenn man von reinen Stoffen ausgeht, bei technischen Ausgangsmaterialien wird der Schmelzpunkt durch die Verunreinigung herabgesetzt.
Das durch die Reaktion gebildete Monofluorid braucht nicht nach speziellen Methoden abgeschreckt zu werden, um an der Disproportionierung gehindert zu werden. Es genügt, wenn man die Abkühlung so schnell verlaufen läßt, daß der Temperaturbereich von 1000 bis 500° C in weniger als einer Stunde durchschritten wird.
Es wurde weiterhin gefunden, daß die Tendenz zur Disproportionierung beim Abkühlen durch Zusatzstoffe, die im Monofluorid löslich sind, verringert werden kann. So werden besonders stabile Produkte erhalten, wenn Mischungen von Calciumhydrid und Calciumfluorid auf eine Temperatur oberhalb 700° C erhitzt werden, die 3 bis 30% CaO und/oder 1 bis 20% CaC2 (bezogen auf CaF) enthalten. Beispielsweise kann ein 85%iges CaF, welches etwa 10% CaO und etwa 5% CaC2 enthält, auch so langsam abgekühlt werden, daß der Temperaturbereich von 1000 bis 500° C erst in 5 Stunden durchschritten wird, ohne daß eine Disproportionierung in Ca und CaF2 einsetzt.
Dementsprechend hat es sich als vorteilhaft erwiesen, zur technischen Darstellung — da man bei großen Ansätzen mit einer schnellen Abkühlung Schwierigkeiten in Kauf nehmen muß — von einem Calciumhydrid auszugehen, welches etwa 10 bis 30% CaO und 1 bis 15% CaC2 hat, und einen etwa °8%igen Flußspat einzusetzen.
: 809 658/380
Naturgemäß ist geschmolzenes CaF reaktionsträger als gesintertes; bei allen Präparaten überrascht al>er die große Unempfindlichkeit des Materials, wenn man Ca, CaH2 oder CaC2 als Vergleich zugrunde legt. Wie auch aus Beispiel 2 zu entnehmen ist, gestattet die Unempfindlichkeit des Monofluorids die Handhabung der Schmelze bei 1200° C und höheren Temperaturen an der Luft; die Hydrolysenbeständigkeit läßt sogar das Abschrecken der heißen, erstarrten Schmelze mit flüssigem Wasser zu.
Auf der anderen Seite ist das Calciummonofluorid ein extrem starkes Reduktionsmittel, das beispielsweise zur Desoxydation und zur Entschwefelung von Metallschmelzen verwandt werden kann.
Beispiel 1
84 g (2MoI) CaH2, 99,9%ig, und 156 g (2MoI) CaF2, 99%ig, beide in einer Mahlfeinheit von 0,1 mm und kleiner, werden durch Schütteln innig gemischt. Die Mischung wird in einem mit Wasserstoff von Normaldruck gefüllten Stahlrohr auf 1000° C erhitzt, wobei der frei werdende Wasserstoff entweicht. Bei Erreichung von 1000° C wird der Druck auf etwa 1 Torr gesenkt. Die Mischung wird 0,5 Stunden auf 1000° C gehalten und anschließend durch Herausnähme des Rohres aus dem Ofen innerhalb von einer Stunde auf etwa 100° C gekühlt. Nach dem Ausbau findet man einen zusammengesinterten Klotz, der aus einer dunkelgrauen spröden homogenen Masse besteht, die mit Wasser langsam reagiert und laut Analyse zu 66,6% aus Ca und zu 31,8% aus F besteht, d.h. etwa 98% CaF enthält. Der Wasserstoffgehalt liegt unterhalb von 0,02%.
Beispiel 2
Es wird eine Mischung aus 20 kg eines technischen Calciumhydrids mit 71,2% CaH2, 20,4% CaO und 4,1% CaC2 (Mahlfeinheit unter lmm) und 26 kg 98%igem CaF2 (Mahlfeinheit unter 1 mm) hergestellt. Diese Mischung wird in kleinen Anteilen in einen auf 1500° C vorgeheizten Graphittiegel (etwa 41) gegeben, wobei jedesmal ein neuer Eintrag erfolgt, wenn der Inhalt klar aufgeschmolzen ist. Ist der Tiegel zu etwa zwei Drittel gefüllt, so wird die Schmelze (Temperatur zwischen 1170 und 1200° C) in Kokillen abgegossen und kann an der Luft erstarren. In den heißen Tiegel wird sofort neues Material eingetragen. Man verarbeitet auf diese \¥eise ein etwa 5 Stunden die 46 kg Mischung und erhält eine erstarrte dunkelgraue, spröde, homogene Schmelze mit 84,3% CaF-Gehalt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Calciummonofiuorid, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung von Calciumhydrid und Calciumfluorid auf eine Temperatur oberhalb 700° C erhitzt wird.
2. Verfahren zur Herstellung von Calciummonofiuorid besonderer Stabilität, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung von Calciumhydrid und Calciumfluorid in Gegenwart von 3 bis 30% CaO und/oder 1 bis 20% CaC2 (bezogen auf CaF) auf eine Temperatur oberhalb 700° C erhitzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung bis mindestens zum Schmelzpunkt des CaF erfolgt.
© 809 658/380 10.58
DEF23005A 1957-05-10 1957-05-10 Verfahren zur Herstellung von Calciummonofluorid Pending DE1041015B (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
LU36015D LU36015A1 (de) 1957-05-10
BE567454D BE567454A (de) 1957-05-10
DEF23005A DE1041015B (de) 1957-05-10 1957-05-10 Verfahren zur Herstellung von Calciummonofluorid
FR1195704D FR1195704A (fr) 1957-05-10 1958-05-07 Procédé de préparation du monofluorure de calcium
US733812A US3023082A (en) 1957-05-10 1958-05-08 Process for the production of calciummonofluoride
GB14891/58A GB824907A (en) 1957-05-10 1958-05-09 Process for the production of calcium monofluoride

Applications Claiming Priority (1)

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DE (1) DE1041015B (de)
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GB (1) GB824907A (de)
LU (1) LU36015A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2770526A (en) * 1955-12-19 1956-11-13 Metal Hydrides Inc Method for purifying metal halides

Also Published As

Publication number Publication date
BE567454A (de)
GB824907A (en) 1959-12-09
LU36015A1 (de)
US3023082A (en) 1962-02-27
FR1195704A (fr) 1959-11-19

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