AT17003U1 - - Google Patents
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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- A01K1/0005—Stable partitions
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fern- und/oder zeitgesteuerten Öffnen und Schließen einer Viehschranke (1) mit geringer Leistungsaufnahme und einfachem Auf- und Abbau, zum Beispiel als Tor (12) bei einem elektrischen Weidezaun (2). Im geöffnetem Zustand liegt Barriereband 3a am Boden beziehungsweise hängt Barriereband 3b auf einer Seite (Fig.3), und es kann ein Fahrzeug den Weg (7) der durch die Viehschranke (12) führt, passieren, im geschlossenem Zustand ist das Barriereband 3a und 3b auf Bauchhöhe gespannt und verhindert so das Ausbrechen des Weideviehs, zum Beispiel Rinder, die den elektrischen Zaun kennen und ihn vermeiden (Fig.2). Auch bei Viehtrieb über Straßen mit mäßigem Verkehrsaufkommen eignet sich die Vorrichtung zur Lenkung einer getriebenen Herde, zum Beispiel bei einer Wegabzweigung (Fig. 4). Für Vorratsweidehaltung kann das Öffnen der Viehschranke auch durch geplantes Abreissen des Bandes erfolgen.
Description
FERNGESTEUERTE VIEHSCHRANKE
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fern- und/oder zeitgesteuerten Öffnen und Schließen einer Viehschranke (1) mit geringer Leistungsaufnahme und einfachem Auf- und Abbau, zum Beispiel als Tor (12) bei einem elektrischen Weidezaun (2). Im geöffnetem Zustand liegt Barriereband 3a am Boden beziehungsweise hängt Barriereband 3b auf einer Seite (Fig.3), und es kann ein Fahrzeug den Weg (7) der durch die Viehschranke (12) führt, passieren, im geschlossenem Zustand ist das Barriereband 3a und 3b auf Bauchhöhe gespannt und verhindert so das Ausbrechen des Weideviehs, zum Beispiel Rinder, die den elektrischen Zaun kennen und ihn vermeiden (Fig.2). Auch bei Viehtrieb über Straßen mit mäßigem Verkehrsaufkommen eignet sich die Vorrichtung zur Lenkung einer getriebenen Herde, zum Beispiel bei einer Wegabzweigung (Fig. 4)
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Viehschranke bekannt die durch das Hindurchfahren eines Fahrzeuges mechanisch geöffnet wird. Nach dem Durchfahren schließt sich die Schranke elastisch wieder. Der Nachteil dieser Vorrichtung ist, dass sie keine ferngesteuerte Öffnung erlaubt. Dieser Nachteil wird durch vorliegende Erfindung beseitigt und ermöglicht eine Viehweiche wie in Absatz [0011], oder auch Vorratsweidehaltung wie in Absatz [0014] beschrieben.
[0003] Unter Barriereband verstehen wir in diesem Kontext entweder ein bandartiges Textil mit eingewebten Stromlitzen, im agrarischen Fachhandel als Weideband erhältlich oder ein Kunstfaserseil mit eingedrehten Stromlitzen, im Fachhandel als Weidezaunseil oder einfach als Litze bezeichnet.
[0004] Das Öffnen und Schließen der Viehschranke geschieht durch Absenken und Anheben eines Barrierebandes (3a, 3b).
[0005] Zum Absenken lässt eine kleine Elektrowinde (4) eine Schnur (5) nach (zum Beispiel eine Angelschnur).
[0006] Zum Anheben des Barrierbandes zieht die Winde (4) diese Schnur (5) wieder an, bis das Barriereband (3a, 3b) gespannt ist (Fig. 2). In Gang gesetzt wird die Elektrowinde (4) durch einen ferngesteuerten Empfänger (6); diese beiden Komponenten in einer Einheit starr verbunden bezeichnen wir mit Windenteil.
[0007] Damit das Barriereband (3a) beim Absenken vollkommen auf dem Weg (7) zum Aufliegen kommt ist das Barriereband durch ein Gewicht (8) in Teil 3a und 3b geteilt, sodass der Schwerpunkt von Band und Gewicht (8) auf eine Seite verlagert wird. Beim Absenken bewegt sich Gewicht (8) und Band 3b zum windeabgewandten Pfosten (9), sodass zuerst Barrierband 3b und Gewicht (8) zu Pfosten (9) hinbewegt werden bevor Barrierband 3a den Weg berührt (Fig.3) Wir sprechen davon, dass sich bei Pfahl 9 kein Bauch bildet. Hingegen lässt sich im abgesenkten Zustand bei Pfahl (10) ein Bauch (5 in Fig. 3) nicht ganz vermeiden, daher wird Pfahl (10) in entsprechender Entfernung des Wegrandes gesetzt und der Bauchbereich mit einem zusätzlichen Pfahl (11) gesichert.
[0008] Alternativ kann die Viehbarriere auch durch einen Abreissteil (14) geöffnet werden, bei dem eine Sollabrissstelle etwa durch einen Klettverschluss realisiert ist. Dazu wird das Barriereband soweit angespannt bis sich diese Verbindung löst. Barrierebandteil 3b schwingt zu Pfahl (9), Barrierebandteil 3a wird soweit eingezogen, dass er nicht mehr den Weg blockiert.
[0009] Zum Aufbau der Viehschranke werden drei gut feststehende Zaunpfähle gesetzt, zum Beispiel aus Holz, wie sie beim Bauen eines Weidezaunes verwendet werden. Um den Windenteil besser anzubringen empfehlen sich in diesem Fall vierkantige Zaunpfähle. Anschließend wird bei Pfahl 10 der Windenteil (6 und 4 als Einheit verbunden) eingehängt und das Barriereband (3a, 8 und 3b) mit Pfahl 9 verbunden.
[0010] In der Landwirtschaft muss bei vielen Betrieben, abhängig von örtlichen Gegebenheiten
und Art der Bewirtschaftung oft Vieh von Stall auf Weide und umgekehrt getrieben werden. Beispielsweise bei kontrolliert biologischer Landwirtschaft ist eine der Grundbedingungen, dass während der Sommersaison das Stallvieh täglichen Weidegang hat. Während der Einstallungszeit im Winter ist für wöchentlich zweimaligen Auslauf zu sorgen. Dies ist bei vielen Betrieben die mittlerweile innerhalb von gewachsenen Ortschaften liegen oftmals nur mehr über Gemeindestraßen möglich. (Anmerkung aus aktuellem Anlass: Die zur Zeit gültige EU-Bio-Verordnung und die dazugehörigen Durchführungsverordnungen wurden 2017 geprüft und ab 2020 ist jeder Bio-Betrieb zur Weidehaltung von Rindern, Schafen, Ziegen oder Pferden verpflichtet. Bisher bestehende Ausnahmeregelungen hinsichtlich Erreichbarkeit der Weide nur über öffentliche Verkehrswege und/oder weite Entfernung vom Stallgebäude werden nicht mehr geduldet. Fachzeitschrift Landwirt 1. Dezember 2019 Nr. 23, p. 10-11)
[0011] Vieh das den elektrischen Zaun kennt, lässt sich relativ gut treiben, wenn kritische Bereiche durch Weidebänder abgezäunt sind, ohne dass sie unter Strom stehen müssen (siehe dazu Fig. 4) Wenn nun Teile der getriebenen Strecke auch von Autos frequentiert werden (15), braucht man an Abzweigungen daher entweder einen zusätzlichen Treiber oder eben eine Absperrung mit Weideband (17). Eine solche Absperrung, falls zu lange geschlossen, kann leicht zu einem Stau führen, beziehungsweise müssen passierende Autofahrer zweimal anhalten und aussteigen um die Absperrung zu öffnen und wieder zu schließen. Als Treiber der hinter der Herde (18) geht, kann man kurz bevor die Spitze der Herde die kritische Stelle erreicht, die betreffende Absperrung mit dieser Einrichtung ferngesteuert schließen und und somit die Herde auf die richtige Seite, zum Beispiel zum Stall (16) lenken. Sobald die Herde die Stelle passiert hat, wird die Absperrung (17) wieder geöffnet, was dann nur eine kurze Blockade bewirkt.
[0012] Bei Weidevieh in einem eingezäunten Bereich (Fig. 5) muss man manchmal mit Traktor und Hänger, zum Beispiel für Wasser oder Viehtransport ein- und ausfahren. Damit Öffnen und Schließen rasch genug geht (ohne, dass das Vieh ausbricht), kann man eine ferngesteuerte Barriere an der Ein- und Ausfahrtstelle anbringen (19) und ohne abzusteigen vom Traktor aus das Tor rasch öffnen und schließen.
[0013] Wenn die Viehschranke längere Zeit geschlossen gehalten werden soll (wie in Absatz [0012] beschrieben, wird das Barrierband (3a,3b) normalerweise unter Strom gesetzt, wie bei einem Weidezaun üblich. Für Anwendungen wo die Viehschranke nur kurzzeitig geschlossen wird, wie in Absatz [0011] beschrieben, braucht es nicht unter Strom zu stehen; das Vieh kennt das Barriereband, die optische Abschreckung reicht im allgemeinen.
[0014] Bei sogenannter Vorratsweide werden Teile der Gesamtweide abgezäunt und erst nach und nach zum Abfressen geöffnet (Fig5). Auch für eine solche Anwendung ist eine oder mehrere solcher Viehbarrieren denkbar (17), die dann entweder ferngesteuert oder auch zeitprogrammiert den jeweils nächsten Teil freigegeben.
[0015] Bei einer solchen Vorratsweide kann das Öffnen durch gewolltes Abreissen des Barrierebandes erfolgen, da das Vieh manchmal auch am Boden liegendes Barriereband scheut. Das Abreissen erfolgt dann an einer Sollbruchstelle (siehe Fig2. 14) an der die zwei Enden etwa mittels Klettverschluss Zusammenhalten. Die Schnur wird so weit gespannt bis das Band an dieser Stelle reisst und kann so weit eingeholt werden, das kein Band mehr am Boden hegt (siehe Fig 6). Eine fern- oder zeitgesteuerte Wiederherstellung der Barriere ist in diesem Anwendungsfall nicht möglich und normalerweise auch nicht notwendig, allenfalls müsste sie manuell, etwa durch Verbinden des Klettverschlusses erfolgen.
BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0016] Fig. 1 zeigt die Viehschranke im halbgeöffnetem beziehungsweise halbgeschlossenem Zustand. Das Barrierband (3a und 3b) ist nicht gestrafft liegt aber noch nicht am Boden auf.
[0017] Fig. 2 zeigt die Viehschranke im geschlossenen Zustand. Das Barrierband (3a und 3b) ist gestrafft.
[0018] Fig. 3 zeigt die Viehschranke im offenen Zustand. Das Barrierband 3a liegt am Boden, Barriereband 3b hängt seitlich. Die Schranke kann ferngesteuert wieder geschlossen werden.
[0019] Fig. 4 zeigt Vieh (18) das getrieben wird. Der gerade Weg wird durch eine geschlossene Viehschranke (17) versperrt. Das Vieh zweigt Richtung Stall (16) ab.
[0020] Fig. 5 zeigt Vieh (18) auf der Weide. Der Eingang (19) ist mit einer Viehschranke gesichtert. Vorratsweidebereiche werden erst nach und nach mit entsprechenden Schranken (17) geöffnet.
[0021] Fig. 6 zeigt eine geöffnete Viehschranke bei der das Barriereband abgerissen wurde. Teil 3a ist fast eingezogen, Teil 3b hängt seitlich. Am Boden liegt kein weiteres Band.
Claims (1)
1. Viehschranke für Weidetiere (18), insbesondere Rinder, umfassend zwei Abgrenzungen (10), (9), insbesondere Zaunpfosten, sowie einer zwischen den Abgrenzungen angeordneten Absperrung (1), dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Abgrenzungen (10) eine etwa in Bauchhöhe (2) durch Fernsteuerung (6) betätigbare Schnureinziehvorrichtung (4), insbesondere eine elektromechanische Winde, starr angeordnet ist, zwei miteinander verbindbare Schnüre (3a), (3b) oder Bänder, insbesondere Weidezaunseile, vorhanden sind, wobei die erste Schnur (3a) bzw. das erste Band durch die Schnureinziehungsvorrichtung einziehbar und lockerbar ist, die zweite Schnur (3b) bzw. das zweite Band an der anderen Abgrenzung ebenfalls etwa in Bauchhöhe fix angebracht ist, die Länge der Schnüre derart ist, dass sie im vollständig gelockerten Zustand auf dem Boden (7) zu hegen kommen, an der Verbindungsstelle (14) der beiden Schnüre bzw. Bänder ein Gewicht (8) angeordnet ist und eine der beiden Schnüre oder Bänder eine Sollabrissstelle (14) aufweist.
2, Viehschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnureinziehvorrichtung (4) durch eine mobile Fernbedienung und/oder ein Programm steuerbar ist, wodurch insbesondere die Schnüre (3a), (3b) oder Bänder lockerbar oder spannbar sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATGM142/2019U AT17003U1 (de) | 2019-11-28 | 2019-11-28 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATGM142/2019U AT17003U1 (de) | 2019-11-28 | 2019-11-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT17003U1 true AT17003U1 (de) | 2021-02-15 |
Family
ID=74575270
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATGM142/2019U AT17003U1 (de) | 2019-11-28 | 2019-11-28 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT17003U1 (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
2019
- 2019-11-28 AT ATGM142/2019U patent/AT17003U1/de not_active IP Right Cessation
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