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Sonntag, 8. Mai 2016

Heimreise I (Porto-Lissabon-Madrid)

Nun bin ich schon einige Tage wieder zu Hause. Über meine Porto-Reise ist aber noch nicht alles gesagt. Da wäre zum Beispiel die Heimreise. Am Samstag vor einer Woche reiste ich nachmittags mit dem Zug nach Lissabon. Vor der Weiterreise mit dem Nachtzug hatte ich dort ein paar Stunden Zeit. In der Innenstadt, der eigentlich wunderschönen Baixa, wurden mir die Menschen aber bald zu viel.

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Nach einem Abendessen in einem Café fuhr ich daher früh wieder zurück zum Bahnhof Santa Apolónia. Dieser wird nur durch eine Strasse von Lissabons Kreuzfahrt-Terminal getrennt. Es gibt dort zwei oder drei nette Cafés und Restaurants und eine schöne Sicht auf den Tejo.

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Gegen halb zehn fuhr der Nachtzug von Lissabon nach Madrid. Leider schlief ich dieses Mal viel weniger gut als drei Wochen vorher im Zug von Irun nach Lissabon. Um so netter war es deshalb, dass ich in Madrid schon vor zehn Uhr morgens mein Hotelzimmer beziehen konnte.
Das war zwar wohl das kleinste Hotelzimmer von Madrid.

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8 m2, inkl. Dusche und WC. Es war aber mit allem Nötigen ausgestattet, sehr gemütlich und sehr bezahlbar. Ausserdem war die Lage direkt beim Bahnhof Atocha und am Rand der Innenstadt ideal.
Ich ging nur kurz in einem gegenüberliegenden Café frühstücken und holte dann ein-zwei Stunden Schlaf nach, bevor ich mir Madrid anschaute.

Freitag, 29. April 2016

Art Déco (und Art Nouveau)

An meinem letzten Nachmittag in Porto spazierte ich ohne richtiges Ziel durch die Stadt. In der Rua de Passos Manuel entdeckte ich dieses Parkhaus.

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Ich sass sicher gut eine Stunde vis à vis im Traveller Caffé, bis ich bemerkte, dass den Autos nur das Erdgeschoss und die unteren drei Stockwerke des Parkhauses gehören. Im vierten Stock ist das Maus Hàbitos, ein Café das gleichzeitig Konzertlokal und Kunstgalerie ist und einen schönen innenliegenden Patio hat. Und eine erstklassige Aussicht!

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"Maus hàbitos" heisst übrigens "schlechte Angewohnheiten".

Direkt gegenüber (neben dem Traveller Caffé) ist das Coliseu do Porto, ein grosses Theater- und Konzerthaus.

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Dieser Schriftzug wiederum gehört zu einem Parkhaus in der Rua do Almada.

Garagem

An der Praça de Gomes Teixeira trohnt ein Pfau über hoch über dem Eingang des Kaufhauses "Cunhas".

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Auch in diese Art-Déco-in-Porto-Reihe gehört das Haus des Club Fluvial Portuense. Es steht an der Uferpromenade in Vila Nova de Gaia. Natürlich habe ich dieses Bild aber bereits letzte Woche aufgenommen und hier auch schon gezeigt.

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Erst heute habe ich das berühmte Café Majestic besucht. Es ist eines der top Touristenziele in Porto. Man erzählt sich, dass Joanne K. Rowling die ersten Kapitel zu Harry Potter hier geschrieben habe. Heute Nachmittag wäre das kaum möglich gewesen. Das Café war so voll, dass wohl niemand genug Platz oder Ruhe gehabt hätte, um ein Buch zu schreiben.

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Azeite

Fast wäre nichts draus geworden, weil ich die einzige Interessentin war. Die "Olive Oil Experience" wird nur für Gruppen von mindestens zwei Personen angeboten. Ich hatte Lust darauf, mehr über Olivenöl und seine Geschmacksnuancen zu erfahren. Also liess ich mich auf die Warteliste setzen. Vorgestern kam die Nachricht, dass das Angebot heute durchgeführt würde.

Wir waren genau zu zweit, eine englische Reise-Autorin und ich. Die Olivenöl-Degustation fand im Laden von Oliva & Co statt. Es stellte sich heraus, dass dies die erste Durchführung war, die überhaupt stattfand. Wir wurden von Helena, der Inhaberin und Gründerin, sowie von ihrer Mitarbeiterin Teresa instruiert und bewirtet.

Zunächst erzählte uns Teresa von den DOC-Gebieten die es in Portugal für Olivenöl (Azeite auf Portugiesisch) gibt. Sie erklärte uns, worin diese sich unterscheiden und wovon die Qualtiät von Olivenölen sonst noch abhängt.
Dann probierten wir fünf verschiedene Öle, indem wir kleine Brotwürfel darin tunkten. Wir mussten die Aromen beschreiben. Zum Glück konnte meine englische Kollegin jeweils sagen, ob sie Früchte, Nüsse oder anderen Dinge schmeckte. Ich war mit der Beschreibung der Geschmacksrichtungen ziemlich überfordert. Aber deutliche Unterschiede zwischen den Ölen spürte ich schon.

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Als nächstes wählten wir drei der fünf Öle aus. Diese probierten wir pur, also ohne Brot. Wir bekamen jeweils eine kleine Menge davon in spezielle blaue Gläser abgefüllt. Darin liessen wir das Öl durch unsere Hände erwärmen, bevor wir daran rochen und schliesslich auch den Geschmack testeten. Die Öle schmeckten nun nochmals ganz anders und viel intensiver. Helena wusste zu jedem Öl viel zu erzählen. Und wenn sie sagte, wonach ein Öl schmeckte, konnte auch ich die Äpfel, Nüsse oder Kräuter meistens herausspüren. - Ob tatsächlich oder eingebildet, will ich nicht entscheiden.
Wir bekamen dann zwei kleine Portionen Blattsalat und Tomaten serviert. Sie waren mit zwei verschiedenen Ölen angemacht. Erstaunlich, wie unterschiedlich Salat und Tomaten dadurch schmeckten. Dann probierten wir Mangoschnitze mit zwei verschiedenen Ölen. Diese schmeckten einmal sehr würzig und einmal sehr süss.

Zum Abschluss wurde uns ein kleines Olivenöl-Menu serviert. Kleine mit grüner und schwarzer Olivenpaste bestrichene Brot-Stückchen, ein Toast mit einem Aufstrich aus Tomaten, Olivenöl und Sesam sowie Orangensalat mit Olivenöl, Knoblauch und Anis. Zu trinken bekamen wir Tee aus Olivenblättern. Das schmeckte alles sehr gut. Ich werde das bestimmt so oder ähnlich bald einmal zu Hause ausprobieren. Und sicher werde ich demnächst das Olivenöl bei mir zu Hause im Küchenschrank einer Geschmacksprobe unterziehen.

Mittwoch, 27. April 2016

Im Tal des Douro

Pünktlich auf die Minute kam der rote Minivan heute Morgen um zehn nach neun die enge Strasse zu meinem Largo heraufgefahren. Auf eine Empfehlung hin hatte ich eine Tour* ins Douro-Tal gebucht. Und der Tipp war sehr gut (Danke Tomi!). Wir waren eine sehr nette Gruppe mit interessanten und lustigen Leuten aus den USA, aus Kanada und aus der Schweiz. Und auch unser Guide Tiago war ein super Typ: Er war fröhlich, wusste viel zu erzählen über Geschichte und Gegenwart und sprach sehr gut Englisch. Das einzige, was heute nicht ganz so perfekt war, war das Wetter. Der Himmel war meistens grau. Aber es war relativ warm und bis auf wenige Regentropfen blieb es trocken.

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Den ersten Stopp machten wir im kleinen Städtchen Amarante an einem Nebenfluss der Douro, dem Tâmega. Wir besuchten Kirche, Sakristei und Kreuzgang des Klosters São Gonçalo im Stadtzentrum und gingen ein paar Schritte durch die Stadt.

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Heute war Markttag in Amarante. Es war deshalb viel Volk unterwegs.

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Vor der Kirche verkauften ein paar Schülerinnen und Schüler verschiedene Arten von Zitronenkuchen und Limonade. Auf diese Weise sammelten sie Geld für ihre Abschlussreise.

Gegen Mittag kamen wir nach Lamego. Nach einer Wein- und Schinkenprobe fuhr uns Tiago hinauf zur Kirche Nossa Senhora dos Remédios. Hinunter spazierten wir zu Fuss über eine lange Folge von mehreren Treppen. Das gab uns wenigstens ein bisschen das Gefühl, das reichhaltige Mittagessen verdient zu haben, das wir danach in einem Restaurant am Hauptplatz serviert bekamen.

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Nach einer Fahrt dem romantischen Douro-Ufer entlang machten wir den letzen Halt auf einem wunderschönen Weingut. Ausser den Reben wuchsen dort Orangen, Zitronen und Oliven. Es blühten die Kirschen sowie viele Blumen. Wir probierten Portwein und bekamen eine kurze Führung durch die Rebberge.

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Auf der Rückfahrt nach Porto fuhren wir zwar auf der Autobahn. Die Landschaft mit ihren Hügeln, den Flüssen und den Weinbergen war aber auch von dort aus sehr reizvoll. Um kurz vor acht wurde ich wieder vor meiner Wohnung abgesetzt.


(*Ich verlinke jetzt mal meine Quellen bzw. die Anbieter. Wie mir heute per Mail mitgeteilt wurde, bekomme ich möglicherweise Nachahmer. Denen könnten diese Informationen ja vielleicht etwas nützen.)

Dienstag, 26. April 2016

Azulejos

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Montag, 25. April 2016

Velotürli

Heute war schon wieder Sonntag. Am 25. April feiern die Portugiesen den Dia da Liberdade, den Jahrestag der Nelkenrevolution von 1974. Damals putschten Offiziere gegen die diktatorische Regierung. Das Volk unterstützte die Militärs. Es jubelte ihnen zu und steckte ihnen Nelken an die Uniformen und in die Gewehrläufe. Die Nelkenrevolution blieb glücklicherweise beinahe unblutig; das einzige Rot kam von den Nelken.
Letzte Nacht um Mitternacht wurde ich von einem Feuerwerk geweckt. Schon gestern hatte es auf der Avenida dos Aliados Konzerte gegeben. Und immer wieder sah man Frauen mit roten Nelken.

Ich machte heute Nachmittag einen Ausflug mit dem Velo ans Meer. Dieses Mal fuhr ich dem linken Douro-Ufer entlang zu den Stränden südlich der Mündung.
Es waren extrem viele Leute unterwegs. In Stadtnähe musste ich mich entscheiden, ob ich auf der Strasse fahren wollte. Dort lief ich Gefahr, von einem der Stossstange an Stossstange im Schritttempo fahrenden Autos über den Randstein gestossen oder an eine Hauswand gedrückt zu werden. Oder ich konnte auf der Promenade fahren, wo ich meinerseits nicht ganz gefahrlos war für die Fussgänger. Die Wahl fiel mir leicht; die Fussgänger erlitten glücklicherweise keine Schäden.
Auch am Strand war sehr viel los. Die Bar, in der ich etwas trinken wollte, kollabierte beinahe ob dem Ansturm. Schliesslich klebten die Kellner einen Zettel ans Fenster auf dem stand, dass sie nur noch Getränke aber keine Snacks mehr verkauften.

Das alles nahm man aber sehr gerne in Kauf. Schliesslich schien die Sonne, es war warm und es wehte ein angenehmes Lüftchen. Und vor allem war da natürlich der Atlantik.

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Übrigens hatten nicht nur meine Nachbarn und ich dieses Wochenende grosse Wäsche. Im Fischerdorf Afurada kam ich an einem Wald von Wäscheleinen vorbei.

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Sie stehen am Douro-Ufer vor dem öffentlichen Waschhaus des Dorfes. Darin waschen die Frauen ihre Wäsche in grossen Trögen aus Stein. Die rechteckigen Tröge sind um einen quadratischen Trog herum gruppiert, aus dem frisches Wasser nachläuft.

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Zurück in Porto blieb mir noch eine halbe Stunde Zeit, bevor ich das Velo zurückgeben musste. Ich fuhr, nun wieder am nördlichen Douro-Ufer, die Avenida de Gustavo Eiffel entlang bis zum Ponte Maria Pia. Auch über diese Brücke hat der Kulturflaneur geschrieben.

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Und ich kann nun noch den Beweis liefern, dass sie tatsächlich von Gustave Eiffel & Cie. erbaut worden ist.

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Sonntagsspaziergang durch das Quartier

Gestern hatten alle meine Nachbarn grosse Wäsche.

Nachbarswäsche

Weil ich ja schon am Samstag gewaschen hatte, machte ich einen Spaziergang durch das Quartier.

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Vorbei an kleinen Kirchlein...

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...und an schön renovierten kleinen Häusern.

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Es gibt auch viel Verfallenes und Hässliches.

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Und die Rua do Almada ist sehr, sehr lang.

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Wer diese vier wohl sind?

Kachelreihe

Samstag, 23. April 2016

Besuch!

Die letzen beiden Tage brachten eine höchst willkommene Abwechslung. Ich hatte Besuch von lieben Freunden: Von Y. und ihrem Mann A. Wir spazierten zusammen durch die Baixa und die Ribeira. Wir stiegen auf die Torre dos Clérigos. In der dazugehörigen Igreja dos Clérigos hatten wir das Glück, rechtzeitig zum anscheinend täglich dort stattfindenden Orgelkonzert zu kommen. Wir besuchten hübsche Geschäfte und nahmen an einer sehr interessanten Führung in einer Portweinkellerei teil. Wir fuhren an den Strand, wo Y. und A. einen langen Spaziergang machten. Wir nahmen auch in der Casa da Mùsica an einer Führung teil. Und wir besuchten den Mercado do Bolhão und den Mercado Bom Sucesso.

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Das waren für mich wunderbare Tage mit einem sehr vollen Programm. Für Y. und A. war es ein gemütlicher Städtetrip in gemächlichem Tempo. Es ist tatsächlich alles relativ...

Heute morgen früh flogen die beiden wieder nach Hause. Bei mir war Fussschon- und Waschtag.

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Raus ging ich nur zum Einkaufen und zum Essen. Ein spätes Mittagessen ass ich bei ò maria. Es gibt dort sehr feine, kleine Hamburger. Man nimmt entweder das Menü mit zwei oder das mit drei Hamburgern und wählt aus etwa zehn verschiedenen Varianten aus. Dazu gibt es Suppe oder Pommes Chips.

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Morgen dann wieder mehr Programm. Vielleicht.

Ponte Dom Luís I

Zu Ehren des Kulturflaneurs und seines Gedankengewitters hier ein Bild vom Ponte Dom Luís I.

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Was es zu der Brücke zu sagen gibt, hat der Kulturflaneur bereits geschrieben. Aufgenommen habe ich das Bild während einer Fahrt mit dem Funicular dos Guindais.

Mittwoch, 20. April 2016

Cook and Taste Portugal

Auf dem Blog der Französin Marine las ich einen ziemlich begeisterten Bericht über eine Kochlektion, die sie in Porto bei Workshops Pop Up besucht hatte. Es stellte sich heraus, dass dieser Concept Store nur drei Minuten von meiner Wohnung entfernt ist. Ich meldete mich letzte Woche dort an und konnte direkt am nächsten Tag am dreistündigen Kurs "Cook and Taste Portugal" teilnehmen.

Was ein Concept Store ist, habe jetzt gerade einmal gegoogelt. Den Ausdruck habe ich zwar schon oft gehört, mich aber nie wirklich um seine Bedeutung gekümmert. Zu Recht, will mir scheinen. Es sei eine „konzeptionelle Mischung aus Warenhaus und Boutique“ die sich an einer speziellen Zielgruppe orientiert, meint Wikipedia. So, so.

Aber zurück zum Kochkurs. Der war in Englisch und wurde geleitet von Rui Reigota. Wie man auf seiner Facebook-Seite sehen kann, macht er, auch wenn er nicht gerade Touristen die portugiesische Küche näher bringt, viele hübsche Sachen als freischaffender Koch. Wir waren zu fünft. Eine nette kleine Gruppe bestehend aus zwei jungen Amerikanerinnen aus Utah, einem holländischen Paar und mir. Wir kochten drei Gänge.

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Als Vorspeise machten wir Rühreier mit Alheira. Alheira ist eine portugiesische Wurst. Sie kann aus verschiedenen Fleischsorten gemacht werden. Immer wird aber ein ordentlicher Teil Brot beigemischt. Unsere Alheira enthielt Wildgeflügel. Wir nahmen das Brät der Würste, zupften es auseinander und brieten es gut an. Dann gaben wir die Eier dazu. Rui zeigte uns, dass das Rührei schön cremig bleibt wenn man es nie zu heiss werden lässt. Man rührt das Ei und nimmt die Pfanne immer wieder von der Hitze weg, wenn diese zu stark wird und schiebt sie wieder auf die Platte, wenn das Ei nicht mehr gerinnt. Super! Das muss ich demnächst ausprobieren. Leider bin ich nicht dazu gekommen, die Vorspeise zu fotografieren.

Der Hauptgang war Bacalhau mit Batatas ao murro, Markstammkohl und Chouriço-Würfeln. Der Bacalhau (also Stockfisch, d.h. getrockneter Dorsch) war bereits gewässert worden. Wir buken ihn im Ofen mit Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern in viel Olivenöl. Die Batatas ao murro sind „Kartoffeln, die einen Schlag erwischt haben“. Wir buken gewaschene, noch feuchte neue Kartoffeln so wie sie waren mit viel grobem Salz im Ofen. Vor dem Servieren klopften wir das Salz ab und zerdrückten die Kartoffeln mit einem leichten Schlag, so dass sie die Sauce besser aufnehmen konnten. Der Markstammkohl ist bei uns nicht sehr bekannt. In Portugal heisst er Couve und ist der Hauptbestandteil des Nationalgerichts Caldo Verde. Wir dünsteten den in feine Streifen geschnittenen Kohl in Knoblauch und Olivenöl. Die Chouriço-Würfel wurden knusprig gebraten. All das richteten wir auf Tellern an und streuten geröstete Krümel von einem sehr kompakten, dunklen Brot darüber. Ziemlich einfach. Sehr fein! Vor allem die Kartoffeln mit der Sauce!

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Zum Dessert machten wir (natürich!) Pasteis de Nata. Das Ausstreichen des Blätterteigs in den Formen war etwas knifflig. Der Guss ist aber ebenfalls eigentlich unkompliziert und besteht aus Eigelb, Mehl, Milch, Zitronenschalen und Zucker.

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Wir haben also sehr fein gegessen und dazu einen Weisswein aus dem Douro-Tal getrunken und zum Dessert natürlich einen Porto. Rui hatte eine coole aber doch sehr nette Art. Die Lektion bei ihm machte viel Spass.

So etwas würde ich gerne wieder machen. Interessieren würde mich ja vieles: Kunst, Sprache, Wasauchimmer. Leider habe ich bisher in Porto nichts ähnliches gefunden. Aber ich bleibe dran.

Montag, 18. April 2016

Ein Sonntag am Meer

Den gestrigen Sonntag verbrachte ich damit, aufs Meer zu schauen.

Ich nahm den Bus Nr. 500 zum Castelo de Queijo und nach Foz. Wie sich herausstellte, war das eine gute Wahl. Während es im Doppelstockbus genügend Sitzplätze und beste Aussicht gab, drängten sich im historischen Tram, das ungefähr dieselbe Strecke fährt, die Fahrgäste wie die berühmten portugiesischen Sardinen. Die Fahrt ging von der Praça da Liberdade im Stadtzentrum zur Ribeira und dann dem Douro-Ufer entlang zum Atlantik. Sehr empfehlenswert!

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Eine Stubenhockerin reist

nicht nur nach Shanghai

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Mit etwas Verspätung...
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Zuletzt aktualisiert: 2. Okt, 22:51

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