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Campact e.V.

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Government Relations Services

Verden / Aller, Niedersachsen 24,631 followers

Wir sind eine Kampagnen-Organisation, mit der über 3,5 Mio. Menschen entschlossen für progressive Politik eintreten.

About us

Campact ist eine Kampagnen-Organisation, mit der über 4,25 Millionen Menschen entschlossen für progressive Politik eintreten und unsere Demokratie verteidigen. Wenn wichtige politische Entscheidungen anstehen, starten wir Kampagnen - digital und auf der Straße. Wir schmieden breite Bündnisse und mobilisieren eine starke Bewegung für die gemeinsame Sache. Unsere Kampagnen treiben den ökosozialen Fortschritt voran und verteidigen unsere Demokratie. Damit eine gerechte Gesellschaft entsteht, in der alle Menschen sicher und selbstbestimmt in Frieden und Freiheit leben können. Wir treten faktenbasiert für progressive Politik ein. Dies bedeutet für uns, … Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen und sich mutig gegen autoritäre Kräfte zu stellen. … Umwelt und Klima zu schützen und sich gegen marktradikales Wirtschaften zu wenden. … den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und sich gegen soziale Kälte einzusetzen. Wir finanzieren uns durch Spenden von hunderttausenden Menschen und verfolgen unsere Anliegen unabhängig von Parteipolitik und Wirtschaftsinteressen. Mit unserem Transparenzbericht legen wir jedes Jahr unsere Einnahmen und Ausgaben offen. Wir vertrauen auf den fachlichen Rat von Expert*innen aus Wissenschaft, Forschung und Praxis und vernetzen uns mit progressiven Bewegungen in Deutschland, Europa und in der Welt. Gemeinsam nehmen wir Deutschland und Europa in die Pflicht, ihrer Verantwortung für Frieden, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Klima- und Umweltschutz nachzukommen. Wir stellen uns autoritären Kräften entgegen und setzen alles daran, rechtsextreme Regierungen zu verhindern. Wir stehen zusammen und mit aller Kraft für die Demokratie ein.

Website
http://www.campact.de
Industry
Government Relations Services
Company size
51-200 employees
Headquarters
Verden / Aller, Niedersachsen
Type
Nonprofit
Founded
2004

Locations

  • Primary

    Artilleriestraße 6

    Verden / Aller, Niedersachsen 27283, DE

    Get directions

Employees at Campact e.V.

Updates

  • Kaum zu glauben, aber ja, hat er wirklich mal gesagt! Dazu sollte er auch stehen. Stattdessen: Während queere Menschen in Deutschland zunehmend bedroht sind und Hasskriminalität stetig gegen sie steigt, streicht die Bundesregierung den Aktionsplan “Queer leben”. Das wurde letzte Woche durch die Anfrage eines Abgeordneten öffentlich. Der Aktionsplan verpflichtete alle Bundesministerien dazu, Maßnahmen zum Schutz queeren Lebens zu ergreifen. Vollständig umgesetzt wurde er bisher nicht: Die darin versprochenen 70 Millionen Euro jährlich wurden nicht investiert. Dabei haben selbst die meisten Bundesländer (auch unionsgeführte!!) und SOGAR DIE CSU solche Maßnahmenpläne, weil sie die Dringlichkeit dieser erkennen. Nur die Merz-Regierung will nicht mehr. Im Aktionsplan ”Queer leben” ging es unter anderem um diese wichtigen Themen: 🌈 Rechtliche Punkte, z.B. die rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien ⛑️ Gesundheit, z.B. das Verbot von Konversionsbehandlungen 💪 Sicherheit, z.B. die bessere statistische Erfassung queerfeindlicher Straftaten und Schulungen für Polizei und Justiz Die Umsetzung muss jetzt weitergeführt werden! Die Merz-Regierung darf sich der Verantwortung nicht entziehen! Kämpfe für “Queer leben” und unterzeichne jetzt die #WeAct - Petition von Luna Möbius und Nadine Primo ! ✍ http://campact.org/VElyI

    • Zweiteilige politische Grafik. Oben: Friedrich Merz lächelnd vor hellem Himmelshintergrund und Regenbogen. Daneben die Überschrift „Was Merz sagt:“ und ein Zitat, in dem Unterstützung für queere Menschen und ein sicheres Leben in der Gesellschaft betont wird.
Unten: Merz mit ernstem Gesicht vor schwarzem Hintergrund. Überschrift: „Was Merz macht:“ Darunter der Text, dass das einzige bundesweite Förderprogramm für queere Projekte gestrichen werde. Unten das Logo „WE ACT“ und Quellenangaben.
  • Danke Billie, für deinen Mut! Solche Stimmen brauchen die USA. Vor wenigen Tagen erhielt die Sängerin einen Preis für ihren Einsatz für Klimagerechtigkeit und nutzte die Bühne, um scharf gegen Trump und seine Abschiebebehörde ICE auszuteilen: „Es ist wirklich schwer, das zu feiern, wenn wir uns in unseren eigenen Häusern oder auf unseren Straßen nicht mehr sicher fühlen.“ In Trumps USA sind solche klaren Statements rar – dabei ist Schweigen jetzt keine Option mehr. Die brutalen Razzien der ICE-Behörde, die Ermordung von Renée Good und Trumps Androhung, bald auch nach Grönland zu greifen: Die Faschisierung des Landes ist in vollem Gange. Auch bei uns müssen wir der AfD und rassistischer Politik klar entgegen treten. Unsere Antwort kann nur heißen: Haltung zeigen, schützen, was uns verbindet, und konsequent gegen Hass und Ausgrenzung einstehen. ✊

    • Grafik mit dem Porträt der Sängerin Billie Eilish vor hellem Hintergrund. Links steht ein Zitat auf Deutsch über entführte Nachbarn, angegriffene und ermordete friedliche Demonstrierende sowie eingeschränkte Bürgerrechte. Der Text kritisiert, dass der Schutz des Planeten und der Gemeinden für die US-Regierung keine Priorität habe. Unten ist die Quelle genannt sowie das Logo „Campact – Bewegt Politik“.
  • Deutschland ist ein Ungleichland. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander - das zeigen zwei aktuelle Berichte von Nichtregierungsorganisation Oxfam und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes deutlicher denn je. Laut @oxfam Bericht zur sozialen Ungleichheit 2026 gibt es 172 Milliardär*innen in Deutschland, die zusammen ein Vermögen von 840,2 Milliarden US-Dollar horten. Gleichzeitig sind 18,4 Millionen Menschen in Deutschland von Armut betroffen - was vor allem an hohen Wohnkosten liegt, ergibt die Studie von @paritaet. Und die Bundesregierung? Plant Menschen in Grundsicherung mit Totalsanktionen für ihre Armut zu bestrafen - während sie Überreichen Steuerschlupflöcher bis sonst wo garantiert. Doch das Vermögen der Überreichen ist so wenig selbst erarbeitet, wie Armut selbstverschuldet ist. Dabei gibt es einfache Instrumente gegen die wachsende Ungleichheit: Über eine sozial gerechte Erbschaftssteuer wird seit einem Vorstoß der SPD zumindest gestritten - die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer steht noch weiter in den Sternen. Besonders absurd: Der Vorstoß der SPD für eine Reform der Erbschaftssteuer komme nach Auffassung der CDU “zum völlig falschen Zeitpunkt”. Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für Gerechtigkeit, wenn nicht jetzt? ✍ Unterzeichne jetzt die WeAct-Petition von @finanzwende für eine einfache und gerechte Reform der Erbschaftssteuer: http://campact.org/RULKy

    • Infografik zum Thema soziale Ungleichheit in Deutschland. Das Bild ist zweigeteilt und in einem dunklen Türkiston eingefärbt.

Obere Hälfte: Im Hintergrund sind Champagnerflaschen und US-Dollar-Geldscheine zu sehen. Der Text lautet: „Einerseits: 172 Milliardär*innen in Deutschland haben ein Vermögen in Höhe von 840,2 Milliarden US-Dollar.“

Untere Hälfte: Im Hintergrund ist die Fassade eines schlichten Plattenbaus abgebildet. Der Text lautet: „Andererseits: 18,4 Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut betroffen.“

In der unteren rechten Ecke befindet sich das Logo von „WeAct“. Am unteren Rand werden als Quellen der Bericht von Oxfam und der Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes genannt.
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    Von wegen Sicherheit: In den USA müssen wir gerade live dabei zusehen, wie mit #Palantir die Demokratie zerstört wird. Leider keine Überraschung – aber trotzdem erschreckend: Palantir ist direkt in die brutalen Massenfestnahmen der US-Abschiebemiliz ICE eingebunden. Laut Recherchen des Investigativportals „404 Media“ wird die Software bereits genutzt, um Menschen systematisch ausfindig zu machen und festzunehmen. Laut netzpolitik.org entwickelt der berüchtigte Technologiekonzern ein Werkzeug namens “ELITE”, mit dem die Einwanderungsbehörde “eine Karte mit Adressen von potenziellen Deportationskandidat*innen erstellen kann. Die Daten stammen unter anderem vom Gesundheitsministerium, der US-Migrationsbehörde USCIS und vom Datenanbieter Thomson Reuters.” ICE nutzt die Software demnach auch, “um Orte zu identifizieren, an denen möglichst viele Personen auf einen Schlag festgenommen werden könnten”. Und damit nicht genug: “Zu jeder Person kann ein Dossier sowie ein „Confidence Score“ abgerufen werden – also eine Bewertung, wie verlässlich die angegebene aktuelle Adresse einer gesuchten Person ist.” Was zunächst klingt wie eine Überwachungs-Dystopie, ist gefährlich real.   Und: Diese Entwicklung ist kein abstraktes Problem „drüben“ in den USA. Sie zeigt uns nur klar, was passiert, wenn Staat und Big Tech zu eng werden. Denn der Konzern, der Teil des autoritären Netzwerkes um den fundamentalistischen Milliardär Peter Thiel ist und der für Trumps Abschiebe-Behörden arbeitet, wird bald auch in unseren Sicherheitsbehörden operieren - mit hoch sensiblen Daten. Konkret droht das etwa in Baden-Württemberg. Die grüne Landtagsfraktion dort hat der Nutzung von Palantir-Software bereits zugestimmt. Aber das muss nicht das letzte Wort sein. Angesichts der offenen Angriffe der Trump-Regierung auf Europa und der Erfahrungen mit Palantir in den USA sollte diese Entscheidung dringend korrigiert werden - und zwar überall, wo Palantir eingesetzt wird oder werden soll. Wir dürfen uns von diesem Konzern nicht weiter in peinlicher Naivität abhängig machen – weder technologisch noch politisch. Deswegen ist jetzt der Zeitpunkt, um klar zu sagen: Kein Palantir! Nicht hier. Nicht für uns. Auch nicht unter dem Deckmantel von Effizienz oder Sicherheit. Wir wären als Demokratinnen und Demokraten, egal welcher parteipolitischen Richtung, doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir nun einen Überwachungsstaat aufbauen, den Rechtsextreme und autoritäre Netzwerke später einfach übernehmen könnten. Der bessere Vorschlag ist: digitale Souveränität ernst nehmen – und sie jetzt verteidigen.

    • Ein Bild von einer Frau, die von Polizisten auf den Boden gedrückt wird. Darüber der Text: "Trumps Werkzeug für Menschenjagd: Einsatz von Palantir in Deutschland stoppen!"
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    Warum Jens Spahns Beschwichtigungspolitik gegenüber Trump nicht nur falsch, sondern leider auch bezeichnend ist. Ich bin ehrlich gesagt entsetzt. Jens Spahn (CDU) sagt, Donald Trump habe mit seinen Drohungen gegen Grönland „einen Punkt“ – und Europa solle nun „besonnen“ bleiben. Was heißt das bitte? Ein US-Präsident missachtet alle internationalen Regeln, droht einem NATO-Partner offen mit militärischer Gewalt und dem Rest der EU mit Zoll-Sanktionen – und der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag relativiert das? Das ist keine Besonnenheit. Das ist durchschaubare Beschwichtigung. Trump will sich einfach fremdes Staatsgebiet aneignen, weil Gewalt das Recht brechen soll. Inzwischen bedroht er nicht nur Grönland, sondern auch Kanada. Und Spahn findet seine Politik offenbar nachvollziehbar. Damit rutscht Spahn weiter nach rechtsaußen. Rhetorisch - und strategisch. Dazu passt, wie eng das Umfeld des CDU-Politikers mit den Trump-Kumpeln Peter Thiel und J.D. Vance vernetzt ist. Wie der Kabarettist Christoph Sieber hier im Video schön aufzeigt, sind die geschäftlichen Verbindungen nicht nur zwielichtig, sondern auch ziemlich zahlreich. Auch im Innern stellt Spahn immer wieder die klare Abgrenzung zur extremen Rechten in Frage. Letztes Jahr wollte er im Bundestag mit der AfD umgehen, „wie mit jeder anderen Oppositionspartei“. Kurz davor kam aus der Trump-Administration ganz offen die Forderung nach einer Zusammenarbeit von Union und AfD. Das ist kein Zufall. Das ist eine Linie. Wer Trumps Drohungen verharmlost, schwächt Europa. Und er schwächt unsere Demokratie – nach außen und nach innen. Die EU braucht jetzt das Gegenteil von Spahns Kurs: kein Wegducken, kein Kleinreden, kein Anbiedern an Autoritäre mehr. Das hat uns erst in diese Situation gebracht. Wir brauchen endlich eine klare demokratische Antwort. Konkret heißt das: 👉🏼 Bündnisse mit Demokratien stärken – etwa mit Kanada, Brasilien und anderen Partnern, die internationales Recht und Regeln verteidigen. 👉🏼 Gegenzölle verhängen und keine US-Waffen oder Palantir-Software mehr kaufen, die uns politisch erpressbar machen. 👉🏼 Unsere Digitalgesetze durchsetzen – Digital Service Act (DSA) & Digital Markets Act (DMA) ernst nehmen, eine Digitalsteuer einführen, Monopole beenden. 👉🏼 Runter von Plattformen wie X (ehemals Twitter), die systematisch Desinformation und autoritäre Propaganda verbreiten. 👉🏼 Massiv in Energieunabhängigkeit und gemeinsame europäische Sicherheit investieren. 👉🏼 Ein AfD-Verbotsverfahren endlich ernsthaft prüfen. 👉🏼 Die demokratische Opposition in den USA unterstützen, statt sich mit ihren Gegnern gut zu stellen. Ja. Das alles wird unbequem und es kostet Geld.   Aber die Demokratie verteidigt man nicht mit Beschwichtigungen – sondern mit Haltung, Klarheit und Konsequenz. Und darum geht es nun. Wer jetzt sagt, Trump habe „einen Punkt“, stellt sich auf die falsche Seite der Geschichte.

  • Was Merz hier raus haut, hat System. Schon vor ein paar Monaten hat er “schmerzhafte Entscheidungen” und “Einschnitte” im Sozialsystem gefordert. Es ist so durchschaubar, wer diese Schmerzen erleiden soll. Merz und seine Millionärs-Freund*innen sind es sicher nicht… Er hat es vor allem auf kranke, schwache und Menschen mit wenig Geld abgesehen. Doch es kann uns alle treffen. Und wir alle kennen Menschen, die es betrifft. Teile dieses Video im Namen all der Menschen, die Mister Unsensibel vor den Kopf stößt. #Merz #Bundesregierung #Krankschreibung

  • Schlechte Nachrichten für alle Bus- und Bahnfahrer*innen: Seit dem 1. Januar kostet das Deutschlandticket 63 statt 58 Euro. Bund und Länder begründen das mit steigenden Kosten, die sie nicht bezahlen können. Gleichzeitig wollen die Koalitionsspitzen die Flugsteuer drastisch senken – und damit klimaschädliche Billigflüge subventionieren. Die Steuererhöhung aus 2024, die nachweislich zu weniger Flügen geführt hat, soll rückgängig gemacht werden. Das würde den Staat 350 Millionen Euro pro Jahr kosten! Das ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch klimapolitischer Unsinn. 📉 Laut einer Studie des Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung spart das Deutschlandticket bis zu 6,5 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr ein – rund 4 % der gesamten Verkehrsemissionen in Deutschland. Also: ÖPNV teurer und Fliegen billiger machen - das ist daneben. ✍️ Unterschreibe jetzt den Appell gegen die Senkung der Flugsteuer: http://campact.org/TI6vj

    • Grafik von Campact, die horizontal in zwei Bereiche geteilt ist.

Oberer Bereich: Ein Foto zeigt eine S-Bahn in der Abendsonne auf Schienensträngen. Darüber liegen zwei weiße Textfelder mit schwarzer Schrift: „Wofür kein Geld da ist: Günstiges Deutschlandticket“.

Unterer Bereich: Ein Foto zeigt die Front eines startenden Passagierflugzeugs. Darüber liegen zwei pinke Textfelder mit weißer Schrift: „Wofür Geld da ist: Flugsteuer senken“.

Ganz unten links befindet sich ein weißer Balken mit pinker Schrift und einem Stiftsymbol: „Jetzt Appell unterzeichnen!“. Unten rechts ist das Campact Logo zu sehen: „CAMPACT - Bewegt Politik“.
  • Was Hape Kerkeling sagt! 📢 In einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung fand Hape Kerkeling klare Worte zur Debatte um ein AfD-Verbotsverfahren. Für sein klares Engagement gegen Rechtsextremismus wurde er bereits im Oktober mit dem Eugen-Bolz-Preis ausgezeichnet. Es ist wichtig, dass prominente Stimmen diese Debatte unterstützen! Danke für die klaren Worte, Hape! 🙏

    • Die Zitatgrafik wird mit einem großen pinken Anführungszeichen begonnen, danach folgt das Zitat in weißer Schrift: „Die AfD führt uns in den Untergang. […] Deshalb bin ich auch dafür, dass man ein Verbotsverfahren gegen die AfD ordentlich prüft. Warum nutzen wir nicht unser Grundgesetz?“. Unter dem Zitat steht die Quelle: „Hape Kerkeling, Komiker“. Rechts neben dem Zitat ist ein großes Porträt von ihm zu sehen, der freundlich in die Kamera lächelt. Das Zitat liegt auf einem schrägen grünen Hintergrund. Unten rechts befindet sich das weiße Logo von „Campact“.
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    Ein Erfolg unseres Drucks – und die Erinnerung daran, dass jetzt Regulierung nötig ist. Gute Nachricht: Elon Musk ist eingeknickt. Sein KI-Chatbot Grok wird keine sexualisierten Bilder von Frauen und Kindern mehr erzeugen können – zumindest dort nicht, wo Deepfakes rechtlich verboten sind. Diese Einschränkung soll auch für zahlende Nutzer*innen gelten, für die zunächst noch Ausnahmen geplant waren. Eine direkte Reaktion auf den globalen Aufschrei und die Drohung mit rechtlichen Konsequenzen. Das ist ein kleiner, aber bemerkenswerter Erfolg – öffentlicher Druck wirkt. Dann bewegt sich selbst ein Tech-Monopolist. Noch vor kurzem erklärte Musk, die Kritik an seinem Unternehmen sei ihm egal und überhaupt: Die etablierten Medien würden lügen. Jetzt hat er eingelenkt. Um was ging es? Mit Grok konnte man bisher sehr einfach sexualisierte Deepfake-Bilder von jeder beliebigen Person erzeugen – ohne Einwilligung, sogar von Minderjährigen oder Toten. Gut, dass dieses menschenverachtende Feature nun eingeschränkt wird. Aber: Das Problem ist nicht gelöst. Grok verbreitet immer noch systematisch Fake-News und hoch problematische Inhalte. Die Beschränkungen bei sexualisierten Bildern sind nur ein erster Schritt. Denn Grok agiert weiterhin im Sinne der politischen Agenda seines Eigentümers. Musk ist nicht nur der reichste Mann der Welt, sondern auch Anhänger autoritärer Bewegungen und erklärter AfD-Sympathisant. Erst im Herbst mussten wir eine einstweilige Verfügung gegen Musks Konzern X erwirken. Denn Grok verbreitet immer wieder Falschaussagen und rechtsextreme Propaganda. Gut, dass die EU-Kommission bereits angekündigt hat, die Regeln des Digital Services Acts (DSA) durchzusetzen, sollte die Selbstbeschränkung nicht ausreichen. Der Erfolg zeigt für mich zweierlei: Kollektiver Druck wirkt. Wenn wir uns organisieren, wenn wir laut werden, muss niemand das Agieren von Tech-Konzerne hinnehmen. Er zeigt aber auch, wie dringend wir eine Regulierung brauchen, die dauerhaft greift. Also nicht nur punktuelle Einschränkungen oder gar Selbstverpflichtungen – sondern Regeln, Kontrollen und deren Durchsetzung in der ganzen EU. Unser Europa, unsere Regeln. Wir dürfen uns nicht damit zufriedengeben, dass Musk nun einmal reagiert hat. Europa muss seine eigenen Maßstäbe setzen und durchsetzen. Ob es um gefährliche Deepfakes, Fake-News oder den Umgang mit persönlichen Daten geht – wir brauchen Verantwortung, Transparenz und demokratische Kontrolle, bevor undemokratische Algorithmen unsere Gesellschaft noch weiter destabilisieren. Nur so schützen wir Minderjährige, nur so schützen wir die Würde des Einzelnen – und nur so schaffen wir wieder ein digitales Netz, das nicht systematisch gegen unsere Demokratie arbeitet.

    • Ein Bild von einem enttäuscht aussehenden Elon Musk, neben ihm ein durchgestrichenes Grok-Logo. Darüber der Text "Tech-Milliardär knickt nach öffentlichem Protest ein: Musks KI stoppt die Erstellung sexualisierter Deepfakes"

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