Paul Johann Ludwig von Heyse (1830-1914) war ein deutscher Schriftsteller. 1847 beginnt Hyse mit dem Studium der klassischen Philologie in Berlin. Heyses erste Novelle Marion wird im Tunnel 1852 ausgezeichnet. Das später mehrfach vertonte Spanische Liederbuch mit Übersetzungen von Geibel und Heyse ist der Beginn einer lebenslangen Übersetzertätigkeit, in der Heyse vor allem als Vermittler der italienischen Literatur hervorragendes leistet. 1854 trifft Heyse in München ein. Bereits in seinem ersten Jahr in München gründet Heyse mit Geibel die Dichtervereinigung Krokodil. Die berühmteste seiner über 150 Erzählungen, L'Arrabiata, veröffentlicht Heyse 1855. Im Jahr 1865 entsteht sein populärstes Stück Colberg. Heyse wird 1871 Mitglied des bayrischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst. 1910 wurde er als erster deutscher Autor belletristischer Werke mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Zu Heyses Werke zählen u. a. Das Mädchen von Treppi (1855), Die Einsamen (1857), Der Weinhüter (1862-63), Die Witwe von Pisa (1865), Beatrice (1867), Der Letzte Zentaur (1904) und Ein Ring (1904).
Paul Johann Ludwig von Heyse (15 March 1830 – 2 April 1914) was a distinguished German writer and translator. A member of two important literary societies, the Tunnel über der Spree in Berlin and Die Krokodile in Munich, he wrote novels, poetry, 177 short stories, and about sixty dramas. The sum of Heyse's many and varied productions made him a dominant figure among German men of letters.
Awarded the Nobel Prize in Literature in 1910 "as a tribute to the consummate artistry, permeated with idealism, which he has demonstrated during his long productive career as a lyric poet, dramatist, novelist and writer of world-renowned short stories."
"Andrea Delfin" este un volum format din patru nuvele surprinzător de bune.Paul Heyse a fost un autor german celebru, foarte apreciat cu ceva timp în urmă,printre primii laureați Nobel, în 1910.Mi-au plăcut foarte mult cele patru povestiri tragice,tema suicidului regasindu-se în toate cele patru, influența goetheană fiind,cred,evidenta.Scrierile vechi, aparținând veacurilor trecute, sunt poate considerate demodate sau "depășite " în zilele noastre,dar gândirea marilor scriitori germani(Goethe,Heyse etc) este remarcabilă,ea rămâne actuală,o adevărată filosofie, contribuind în mod substanțial la evoluția literaturii universale.
Paul Heyse (1830-1914) ist einer der vergessen Schriftsteller, die ich in diesem und den nächsten Jahren wiederentdecken will. Er war dabei der literarische Superstar der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. in Deutschland, war äußerst produktiv (Romane, Lyrik, 177 Erzählungen und Novellen, etwa 20 Sammelbände mit Novellen anderer Schriftsteller, 60 Dramen, dazu eine größere Zahl von Übersetzungen aus dem Italienischen) und viel gelesen.
Er dominierte die deutsche Literaturszene, war maßgebendes Mitglied zweier literarischer Vereinigungen, dem Tunnel über der Spree in Berlin und Krokodil in München. Letztere hatte er mit dem Dichter Emanuel Geibel gegründet, mit dem er intensiv zusammenarbeitete und der ihn auch nach München geholt hatte und dem bayerischen König Maximilian II vorstellte, der Heyse zu seinem Berater machte und ihn bis zu seinem Tode sehr förderte.
Mit Theodor Storm verband Heyse eine enge Freundschaft, die in einen intensiven Briefwechsel mündete. In diesem äußerte Storm die Vermutung, dass dereinst eine ganze Literaturperiode nach Heyse benannt werde. Pustekuchen! Nach dem Literaturnobelpreis 1910, den Heyse als erster deutscher Schriftsteller (nach dem Historiker Mommsen 1902 und dem Philosophen Eucken 1908) erhielt, kam der Große Reset des 20. Jahrhunderts, die zwei Weltkriege. Danach gab es kaum jemanden, der uns Heyse wieder in Erinnerung gebracht hätte. Also vergaßen wir ihn einfach.
Andere Themen standen im Vordergrund und das Neuste wurde zum Besten. Nicht, dass ich irgendwelche Vergleiche anstellen wollte, aber so ist das nun einmal in der Literatur. Auch Johannes Mario Simmel und Gerd Konsalik, über weite Phasen des 20. Jahrhunderts Bestsellers in Deutschland, kräht heute kein Hahn mehr nach. Ganz ohne Großen Reset, einfach nur per Abwertung seitens der Feuilletonjihadisten und durch veränderte Genrepräferenzen und Lesegewohnheiten.
Andrea Delfin (Untertitel: Eine venezianische Novelle, 1853) ist ein typisches Beispiel, wenn auch nicht das bekannteste, für Heyses Novellen. Italien war sein Lieblingsland und seine Wahlheimat. Die Geschichte ist im Jahre 1762 in Venedig angesiedelt, einer Zeit des wirtschaftlichen und politischen Niedergangs der Serenissima, als allezeit die Pässe von Passanten kontrolliert wurden und man wie heutzutage (trotz Vermummungsverbot damals und heute) mit Maske durch die Straßen ging, damals aber um anonym zu bleiben. Spionage und Denunziation waren an der Tagesordnung. Selbst der Doge machte Skandale, indem er sich mir Frauen niedrigen Leumunds umgab, und die allgemeine Moral war niedrig.
Das heute wenig bekannte Thema der Staatsinquisition und dem Rat der Zehn (ein außerordentlicher Gerichtshof in Venedig, gegründet in 1310 und als Judikative und Exekutive zugleich für Ermittlungen politischer Natur zuständig) steht im Mittelpunkt, eine Form der Willkürherrschaft, dem Menschen nach Belieben zum Opfer fielen und für ein freies Wort an den Galgen kommen konnten, oder, falls adelig, aus der Stadt verbannt wurden.
So erging es auch Andreas Geschwistern, die entweder vergiftet oder erschlagen wurden für das „Vergehen“, erst die Hand der Schwester einem Deutschen geben zu wollen und nach erfolgter Ablehnung des Plans durch die Regierung – der mittelalterliche Brauch, den Lehnsherren oder König um Einwilligung in eine Hochzeit bitten zu müssen, war offenbar noch in Gebrauch – den Heiratsantrag des Provinzgouverneurs zurückzuweisen. Nach außen hin tritt Delfin, der in Wirklichkeit anders heißt und aus dem Friaul kommt, in Venedig als armer und kranker Gerichtsschreiber auf, aber so manches Geheimnis und verwegenen Plan hat er im Sinn. Er lässt sich als Spion anwerben, bringt mehrere bedeutende Personen um und führt seinen persönlichen „Tod in Venedig“ auf.
Venedig war mal für 12 Jahre sehr bedeutend in meinem eigenen Leben, daher bin ich dem Sujet sehr zugetan. Heyse liegt mir schon seit längerem am Herzen und so kann es sein, dass ich die Geschichte zu euphorisch aufnehme, aber da es sich um eine spannende historische Novelle von Art eines Dumas handelt, verschlang ich das kurze Werk mit Freude.
Αντρέα Ντελφίν. Πάουλ Χέιζε 📖📖📖 Ο Πάουλ Χέιζε υπήρξε ένας πολυγραφότατος συγγραφέας με εκρηκτικό ταπεραμέντο που τον έφερε σε ανοιχτή σύγκρουση με την κοινωνική δομή της εποχής του. Παραγκωνίστηκε, αφέθηκε στο περιθώριο για τις ιδέες του αλλά τελικά αναγνωρίστηκε, όπως όφειλε να συμβεί, και τα έργα του αποτελούν μια εκφραστικότατη εκδήλωση του σπάνιου πνεύματός του. Δυστυχώς στη χώρα μας η λογοτεχνική θέση που του έχει παραδοθεί δεν περικλείει παρά ελάχιστες δημιουργίες του. 📖📖📖 Ο Αντρέα Ντελφίν, αποτελεί ένα αστυνομικό θρίλερ με πολιτικές προεκτάσεις, σε μια ταραγμένη ιστορικά περίοδο και ο Χέιζε καταδεικνύει με απόλυτη σαφήνεια πως αυτό που συμβαίνει στα εν οίκω εξέρχεται αυτού για να πραγματωθεί κοινωνικά, καθώς δεν υπάρχει άλλος δρόμος πέρα από την παρείσφρησή του σε κάθε δράση του βίου μας, ακόμα κι αυτού που θεωρούμε καθαρά προσωπικό χώρο. Ο ήρωάς του είναι ένας φυγάς, που έχοντας υποστεί την κατάφωρη κοινωνική αδικία εξαναγκάζεται να ζει σ’ ένα περιθωριακό πλαίσιο, με ιδιαίτερες συνθήκες για να οργανώσει την εκδίκησή του και να αποκαταστήσει το όνομα της οικογένειάς του. Η έννοια της εκδίκησής του όμως παλεύει ανάμεσα στην αγχώδη εκείνη φάση του ατομικισμού και την διάδρασή της με την κοινωνία, αν και κινδυνεύει να συνθλιβεί από το βάρος της μαζικότητας που δεν αντιλαμβάνεται την υπερπροσπάθεια του ενός να σύρει από την αφάνεια τους υπόλοιπους που δεν τολμούν. 📖📖📖 Ο Χέιζε ορίζει μοναδικά τον κόμβο ενός πλέγματος συνωμοσιών, ενός δικτύου γνωριμιών και συνθέτει τις συνέπειες της αναζήτησης ενός ανθρώπου στη λειτουργικότητα της προσπάθειάς του. Ο καταπελτικός τρόπος που εκσφενδονίζει τις καταστάσεις μπροστά στο αναγνωστικό βλέμμα δημιουργεί τις κατάλληλες προϋποθέσεις να προκαλέσει αντιδράσεις, να ξεσηκώσει τη θέληση για την προσωπική συμβολή του αναγνώστη στην ανάληψη των καθηκόντων του υποδεικνύοντάς του την προσωπική του ευθύνη απέναντι στην ιδιότητά του ως πολίτη. Ο λογοτεχνικός του κόσμος συνιστά μια αδιάψευστη μαρτυρία των αντιφατικών στοιχείων του κοινωνικού οικοδομήματος και η επαναστατική πένα του Πάουλ Χέιζε προσεγγίζει αισθητικά την ιδεώδη εικόνα που εκείνος οραματίζεται , χωρίς να αποκρύπτει τις αντιθέσεις και τα ρήγματα μεταξύ των δομικών υλικών της κοινωνίας.
Paul Heyse was a remarkably prolific writer, endowed with an explosive temperament that repeatedly brought him into open conflict with the social structures of his time. He was sidelined and pushed to the margins because of his ideas, yet he was ultimately recognised, as he deserved to be, and his works stand as highly expressive manifestations of his singular intellect.
"Andrea Delfin" is a crime thriller with pronounced political undertones, set against a historically turbulent period. Heyse demonstrates with absolute clarity that what unfolds within the private sphere inevitably spills outwards and takes shape within society, for there is no alternative to its infiltration into every aspect of life, even those we consider strictly personal. His protagonist is a fugitive who, having suffered blatant social injustice, is forced to exist on the margins, adapting to unusual circumstances in order to orchestrate his revenge and restore his family’s honour. Yet his desire for vengeance wavers between the anxious phase of individualism and its interaction with society, even as it risks being crushed by the weight of the collective, which so often fails to perceive the extraordinary effort of the solitary figure who attempts to drag the timid many out of obscurity.
Heyse delineates with great finesse the nodal point of a web of conspiracies and connections, constructing a network of relationships and the consequences that arise from one man’s pursuit within the functionality of his endeavour. The forceful, almost catapult-like manner in which he hurls events before the reader creates the ideal conditions for provoking reactions, stirring within the reader a desire for personal engagement in the tasks at hand and reminding him of his responsibility as a citizen.
Heyse makes a few nice turns of phrase, but that's about all. I think he was experimenting with narrative styles here, intentionally keeping the reader slightly in the dark and all that, but this novella doesn't work very well.
Prøvar meg på ein del Nobelprisvinnarar. Denne korte boka vart skriven midt på 1800-talet og har handling frå Venezia midt på 1700-talet. Det var kanskje ikkje det heilt store som ein forventa frå ein nobelprisvinnar - ei heilt grei actionforteljing om hevn, hemmelegheiter og intrigar i eit dystert/gotisk Venezia. Kort og grei, då.
A good read, covering 4 novellas that aim at elevating the human spirit. The story not for the sake of storytelling, they explore the human spirit, psychological traumas and existential questions.